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Rassistischer Übergriff der Polizeidirektion Mitte

In der Nacht vom 21.08. zum 22.08.2011 kam es im Bereich des Hauptbahnhofes zu einem rassistischen Übergriff von Polizisten der Polizeidirektion Mitte (Herschelwache) auf einen senegalesischen Studenten der Universität Hannover. Dem Opfer wird “Widerstand gegen die Staatsgewalt” vorgeworfen.

Der Student war dabei die Diskothek Mambo mit einem Getränk zu verlassen, als der Türsteher in darauf aufmerksam machte dass er das Getränk nicht mitnehmen könnte. Im Verlauf des folgenden, ruhigen Gesprächs zwischen Türsteher und Opfer wurde der Senegalese von hinten von zwei Polizisten überwältigt und mit Schlagstöcken geschlagen. Die Polizisten beschuldigten ihn später die Diskothek entgegen der Anweisung des Türstehers betreten zu wollen. Der Student zog sich bei diesem Vorfall mehrere Hämatome zu und wurde mit auf die Wache genommen. Eine Zeugin des Übergriffs wurde unter Androhung eines Platzverweises von den Polizisten weggeschickt.

Dass dieser Übergriff eindeutig rassistisch motiviert war zeigen Beleidigungen und Schikanen der Polizisten wie die Frage danach ob das Opfer ?Sonnencreme [bräuchte]“.

Dies ist nicht der erste rassistische Übergriff von Polizisten, insbesondere der Herschelwache, in Hannover. Vor zweieinhalb Jahren wurde ein Mann aus Togo von besagter Wache nackt herausgeschickt nachdem er nur aufgrund seines Aufenthaltes in einem Wettbüro in dem die Polizei einen Drogendealer vermutete festgenommen wurde.

Im letzten Jahr wurden 5 Polizisten die der Polizeidirektion Mitte angehören angezeigt, da sie ausserhalb ihrer Dienstzeit einen Studenten mit libanesischem Migrationshintergrund brutal niedergeschlagen haben sollen. Auch dieser Vorfall war offensichtlich rassistisch motiviert, die Polizisten antworteten nach einem kurzen Wortwechsel der von den Polizisten ausging auf die Frage des Studenten ob man sich kenne: “So einen Kanaken wie dich will ich gar nicht kennen”.

Home » Antifa Info Abend zu Aussageverweigerung und Anquatschversuchen

Antifa Info Abend zu Aussageverweigerung und Anquatschversuchen

In der letzten Zeit ist es vermehrt zu Versuchen der Behörden gekommen, politisch Aktive und Leute aus deren Umfeld anzuquatschen und zur Zusammenarbeit zu nötigen. Das soll ihnen helfen Informationen über Menschen aus politischen Zusammenhängen zu sammeln.

Aktuell gibt es ein vermehrtes staatliches Interesse Informant_innen in linken Zusammenhängen anzuwerben. Der niedersächsische Innenminister hat mehrfach in Interviews beklagt, dass die linke Szene so schwer für die Repressionsorgane zu durchblicken sei. Er kündigte an, dem entgegen zu wirken, indem vermehrt Spitzel angeworben oder eingeschleust werden. Damit liegt er im bundes- weiten Trend. Bei mehreren uns bekannten Fällen handelte es sich um Personen, die sich am Rand der Szene oder im subkulturellen Umfeld bewegen. Die Repressionsorgane zielen darauf ab, Menschen zur Zusammenarbeit zu überreden, die sich am Rand der politischen Szene bewegen und unauffällig tiefer einsteigen könnten. Die einzig richtige Reaktion auf Anwerbeversuche ist das sofortige Ablehnen jedes Gesprächs. Nicht selten werden aus den gewonnenen Informationen abenteuerliche Anklagekonstruktionen gegen Einzelne oder Gruppen konstruiert.

Wir wollen uns im Rahmen der Veranstaltung über Sinn, Abläufe sowie Reaktionen auf Anquatschversuche informieren und austauschen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover und der Roten Hilfe Hannover.

Do. 20. Oktober 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Die Partei hat immer Recht

Die Partei hat immer Recht

Das CXVIII. Plenum der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] sendet herzliche Grüße an die Kornparade und fordert: „Heraus zur Parade! Heraus zur Feierei! Heraus zur Unterstützung des UJZ Korn!“ und wurde so ihrem langjährigen Spitznamen als Die Partei mehr als gerecht.

Bewegung braucht Kontinuität
Seit 39 Jahren wird das Gebäude in der Kornstraße als unabhängiges Jugendzentrum genutzt. Unabhängig, weil es seit 39 Jahren gegen den gesellschaftlichen Mainstream steht. Es ist ein Gebäude in dem kollektive Praxis selbst organisiert gedacht, geplant und gelebt werden. Das muss gefeiert werden! Deshalb sind wir heute in Bewegung!

Bewegung braucht Organisierung
Auch wir haben Kontinuität, schließlich feierten wir in diesem Jahr unseren zehnten Geburtstag. Seit der Gründung unserer Gruppe als politisches Projekt, haben wir uns immer wieder mit Parties, Konzerten und politischen Veranstaltungen in die Korn eingebracht. Thematisch sind und waren unsere Schwerpunkte: Antikapitalismus und Soziale Kämpfe sowie ein Antifaschismus, der über „gegen Nazis“-sein hinaus geht.

Bewegung braucht Geschichte
Internationale Arbeiter_innenbewegung, Oktoberrevolution 1917 in Russland, Novemberrevolution 1918 im Deutschen Reich, der Kampf gegen den faschistischen Putsch in Spanien 1936-1939, militanter Widerstand von Partisan_innen gegen die deutsche Besetzung in vielen Ländern Europas – dies sind nur einige unserer geschichtlichen Anknüpfungspunkte.

Kommt in Bewegung!

Fotos


Home » Die Partei hat immer Recht

Die Partei hat immer Recht

Home » Kundgebung zum Tag des Flüchtlings

Kundgebung zum Tag des Flüchtlings

Fluchtursachen gibt es viele: politische, sexuelle, religiöse oder Minderheitenverfolgung, Armut und Hunger, Naturkatastrophen, unsichere politische Konstellationen und fehlende Zukunftschancen sind nur einige davon. Oft sind sie durch Kolonialismus und durch fortbestehende internationale wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten verursacht, doch nur wenige der Fluchtursachen bieten zumindest die theoretische Chance, langfristig in Deutschland bleiben zu dürfen. Viele Asylsuchende leben seit 10 Jahren oder länger in unsicheren Verhältnissen mit Kettenduldungen, die nur einige Wochen oder Monate gültig sind, und an deren Ende der ungewisse Weg zur Ausländerbehörde steht, die über Aufenthaltsverlängerung oder Abschiebung entscheidet. Andere sind als Asylbewerber_innen oder Kontingentflüchtlinge anerkannt und haben einen sichere(re)n Status.

Viele der betroffenen Menschen haben keine Erlaubnis zu arbeiten. Etliche müssen in isoliert gelegenen und schlecht ausgestatteten Lagern leben, oft müssen sie sich mit mehreren unbekannten Leuten, mit denen sie nicht einmal die gleiche Sprache sprechen, ein Zimmer und Bad teilen und haben keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Statt Bargeld bekommen sie Wertgutscheine, was sie in der freien Wahl ihrer Lebensmittel und Güter beschneidet
und sie beim Einkauf weiteren Diskriminierungen aussetzt.
Die meisten derjenigen, die es bis nach Deutschland geschafft haben, haben keine langfristige rechtlich sichere Perspektive hier. Sie leben in Unsicherheit und oft isoliert von der so genannten Mehrheitsgesellschaft. Bereits im Herkunftsland erlittene Traumata können kaum behandelt werden, im Gegenteil werden sie durch die Unsicherheit unter Umständen sogar verstärkt. In diesen prekären Situationen wählen sie unterschiedliche Formen des Umgangs, eine davon ist der Kampf gegen diese Bedingungen.
Als Anfang der 1990er Jahre Asylbewerberheime und Wohnhäuser von als ausländisch wahrgenommenen Personen und Familien brannten, reagierte die Politik: Sie verstümmelte das Grundrecht auf Asyl zur Unkenntlichkeit, indem sie eine Regelung einführte, nach der jede Person, die Asyl sucht und im Verlauf ihrer Flucht ein sicheres Land betreten hat, kein Asyl nach dem Grundgesetz erhalten kann und ggf. sogar “zurückgeschoben” wird. Alle Länder, die an Deutschland grenzen, gelten dabei als sicher. So sehen sich einige Flüchtende gezwungen, ihre Identität oder ihren Fluchtweg zu verschleiern, doch ohne nachweisbare Identität erlangen sie niemals einen sicheren Aufenthaltsstatus. Gleiches gilt natürlich für die große Zahl der Verfolgten oder Familien aus Kriegsgebieten, die keine Möglichkeit hatten, ihre Pässe mitzunehmen und für diejenigen, die niemals einen Ausweis besaßen.
Nun haben wir die rassistischen Aussagen von Sarrazin, eine Familienministerin, die Theoretikern aus dem neurechten Spektrum nahesteht und einen „Extremismus“-Diskurs, der Gegner_innen von Rassismus und Antisemitismus mit Neonazis gleichsetzen will.
Umso wichtiger ist es, sich mit der Situation derer Auseinanderzusetzen, die in Deutschland, statt Unterstützung zu erfahren, staatlichen Schikanen und alltäglichem Rassismus ausgesetzt sind und ihre Kämpfe um Gerechtigkeit und Teilhabe zu unterstützen.

Fr. 30. September 2011 | Schillerdenkmal (Innenstadt) | 15 Uhr

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Kundgebung zum Tag des Flüchtlings

Fluchtursachen gibt es viele: politische, sexuelle, religiöse oder Minderheitenverfolgung, Armut und Hunger, Naturkatastrophen, unsichere politische Konstellationen und fehlende Zukunftschancen sind nur einige davon. Oft sind sie durch Kolonialismus und durch fortbestehende internationale wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten verursacht, doch nur wenige der Fluchtursachen bieten zumindest die theoretische Chance, langfristig in Deutschland bleiben zu dürfen. Viele Asylsuchende leben seit 10 Jahren oder länger in unsicheren Verhältnissen mit Kettenduldungen, die nur einige Wochen oder Monate gültig sind, und an deren Ende der ungewisse Weg zur Ausländerbehörde steht, die über Aufenthaltsverlängerung oder Abschiebung entscheidet. Andere sind als Asylbewerber_innen oder Kontingentflüchtlinge anerkannt und haben einen sichere(re)n Status.

Viele der betroffenen Menschen haben keine Erlaubnis zu arbeiten. Etliche müssen in isoliert gelegenen und schlecht ausgestatteten Lagern leben, oft müssen sie sich mit mehreren unbekannten Leuten, mit denen sie nicht einmal die gleiche Sprache sprechen, ein Zimmer und Bad teilen und haben keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Statt Bargeld bekommen sie Wertgutscheine, was sie in der freien Wahl ihrer Lebensmittel und Güter beschneidet
und sie beim Einkauf weiteren Diskriminierungen aussetzt.
Die meisten derjenigen, die es bis nach Deutschland geschafft haben, haben keine langfristige rechtlich sichere Perspektive hier. Sie leben in Unsicherheit und oft isoliert von der so genannten Mehrheitsgesellschaft. Bereits im Herkunftsland erlittene Traumata können kaum behandelt werden, im Gegenteil werden sie durch die Unsicherheit unter Umständen sogar verstärkt. In diesen prekären Situationen wählen sie unterschiedliche Formen des Umgangs, eine davon ist der Kampf gegen diese Bedingungen.
Als Anfang der 1990er Jahre Asylbewerberheime und Wohnhäuser von als ausländisch wahrgenommenen Personen und Familien brannten, reagierte die Politik: Sie verstümmelte das Grundrecht auf Asyl zur Unkenntlichkeit, indem sie eine Regelung einführte, nach der jede Person, die Asyl sucht und im Verlauf ihrer Flucht ein sicheres Land betreten hat, kein Asyl nach dem Grundgesetz erhalten kann und ggf. sogar “zurückgeschoben” wird. Alle Länder, die an Deutschland grenzen, gelten dabei als sicher. So sehen sich einige Flüchtende gezwungen, ihre Identität oder ihren Fluchtweg zu verschleiern, doch ohne nachweisbare Identität erlangen sie niemals einen sicheren Aufenthaltsstatus. Gleiches gilt natürlich für die große Zahl der Verfolgten oder Familien aus Kriegsgebieten, die keine Möglichkeit hatten, ihre Pässe mitzunehmen und für diejenigen, die niemals einen Ausweis besaßen.
Nun haben wir die rassistischen Aussagen von Sarrazin, eine Familienministerin, die Theoretikern aus dem neurechten Spektrum nahesteht und einen „Extremismus“-Diskurs, der Gegner_innen von Rassismus und Antisemitismus mit Neonazis gleichsetzen will.
Umso wichtiger ist es, sich mit der Situation derer Auseinanderzusetzen, die in Deutschland, statt Unterstützung zu erfahren, staatlichen Schikanen und alltäglichem Rassismus ausgesetzt sind und ihre Kämpfe um Gerechtigkeit und Teilhabe zu unterstützen.

Fr. 30. September 2011 | Schillerdenkmal (Innenstadt) | 15 Uhr

Home » Auto Draft

Auto Draft

Home » Antifa Info Abend September

Antifa Info Abend September

Wir laden euch ein, mit uns den Film „La Haine“ (Hass) an zu schauen. Im Bezug auf die momentanen sozialen Unruhen in Griechenland und England, gewinnt der 1995 gedrehte Film wieder an Aktualität.
Der Film soll die Zeit der Unruhen von 1993 wiederspiegeln, damals war der Auslöser der Krawalle der Tod des 16 Jährigen Makomé Bowole, der auf einer Pariser Polizei Wache erschossen wurde. Im Film, wurde der wahre Grund durch ein fiktives Ereignis ersetzt, hier wurde ein Jungendlicher von der Polizei brutal misshandelt und kämpft nun im Krankenhaus um sein Leben.
Vor diesem Hintergrund zeigt der Film das Leben von drei Jugendlicher, die in den Banlieues leben. Ihre Umgebung und ihr Leben ist geprägt von Gewalt, Drogen, rassistischer Polizei Willkür, Eintönigkeit und Perspektivlosigkeit.
Als sie einen Ausflug in die Pariser Innenstadt unternehmen, unternehmen sie auch gleichzeitig einen Ausflug in eine andere, eine luxuriösere Welt, in die sie nicht hinein passen. Dies wird ihnen auch von der Polizei klar gemacht, die sie festnimmt und einem brutalen Machtspielchen aussetzt.
Der Film zeigt sehr anschaulich wieso soziale Unruhen entstehen. Faktoren wie rassistische Polizeiwillkür, die großen Unterschiede zwischen arm und reich und die Perspektivlosigkeit vieler – grade migrantischer – Jugendlicher werden gut dargestellt.

Wir laden auch ein nach dem Film über die Zustände in Deutschland zu reden und ob es auch hier zu solchen Unruhen kommen kann oder wird.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Am Samstag, den 06. August 2011 wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Bereits seit 2006 marschieren die Nazis jährlich in Bad Nenndorf auf. Heute ist der Aufmarsch die größte regelmäßig stattfindende Naziveranstaltung Norddeutschlands und spricht eine breite Schicht der extremen Rechten an. 2010 folgten dem Aufruf des Anmelders Marcus Winter etwa 800 – 900 Nazis. Als Anlass für den Trauermarsch, welcher bereits bis in das Jahr 2030 jährlich angemeldet ist, dient den Nazis das „Gedenken“ an gefolterte Insassen des sogenannten Wincklerbads, eines Verhörlagers der britischen Armee in der Zeit von 1945 bis 1947. In diesem Lager, in dem neben NS-Kriegsverbrechern beispielsweise auch vermeintliche kommunistische Spione interniert waren, kam es zu Misshandlungen durch das Wachpersonal, wodurch sich die britische Regierung 1947 dazu genötigt sah, das Lager zu schließen und Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Den Nazis dient dies als Vorwand, um deutsche Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus zu negieren und ihre Thesen der „Alliierten Terrorherrschaft“ zu verbreiten. Da es sich bei der Thematik des deutschen Opfermythos um ein Thema handelt, bei dem innerhalb der Naziszene Einigkeit herrscht und mit dem sich interne Differenzen überbrücken lassen, hat dieser regelmäßige Aufmarschversuch in Bad Nenndorf eine nicht zu unterschätzende Binnenwirkung auf die Naziszene.
Desto wichtiger stellt sich also der Protest gegen den Aufmarsch und möglichst seine dauerhafte Verhinderung dar. Mehrere Bündnisse rufen zum Protest gegen die Nazis auf und in den vergangenen Jahren gelang es immer wieder Menschen sich mit kreativen Aktionen auf der geplanten Naziroute aktiv gegen den Aufmarsch zur Wehr zu setzen. Auch in der Bevölkerung der Kleinstadt selber hat der Protest gegen die Nazis in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, was sich beispielsweise an der gestiegen Aktivität des lokalen Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ ablesen lässt.
Aus Hannover und Göttingen bietet ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, studentischen und linksradikalen Gruppen die Möglichkeit an, organsiert mit Bussen die relativ kurze Strecke nach Bad Nenndorf zu bewältigen. Auch wir organisieren in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover einen dieser Busse.
Karten für die einfache Fahrt am 06. August nach Bad Nenndorf in diesem Bus kosten 3€ und sind sowohl im AStA der Uni Hannover, als auch im Infoladen Korn zu erwerben.

Mehr Infos zu Bad Nenndorf gibt es auf der Sonderseite.

Fahrt mit uns nach Bad Nenndorf! Den Naziaufmarsch verhindern – ein für alle Mal!

Home » Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Frisch aus der – zumindest veranstaltungstechnischen – Sommerpause kehren wir mit einer kleinen Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone zurück. Wir wollen dabei mit euch sowohl grundsätzliches zum Zusammenhang zwischen Krise und Kapitalismus beleuchten, als auch die Veränderung von Geschlechterverhältnissen und Klassenstruktur, sowie das staatliche Krisenmanagment betrachten.

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Kapitalismus und Krise: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Das Geschlecht der Krise.
Mit Tove Soiland

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

Home » Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Frisch aus der – zumindest veranstaltungstechnischen – Sommerpause kehren wir mit einer kleinen Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone zurück. Wir wollen dabei mit euch sowohl grundsätzliches zum Zusammenhang zwischen Krise und Kapitalismus beleuchten, als auch die Veränderung von Geschlechterverhältnissen und Klassenstruktur, sowie das staatliche Krisenmanagment betrachten.

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Kapitalismus und Krise: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Das Geschlecht der Krise.
Mit Tove Soiland

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Frisch aus der – zumindest veranstaltungstechnischen – Sommerpause kehren wir mit einer kleinen Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone zurück. Wir wollen dabei mit euch sowohl grundsätzliches zum Zusammenhang zwischen Krise und Kapitalismus beleuchten, als auch die Veränderung von Geschlechterverhältnissen und Klassenstruktur, sowie das staatliche Krisenmanagment betrachten.

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Kapitalismus und Krise: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Das Geschlecht der Krise.
Mit Tove Soiland

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Frisch aus der – zumindest veranstaltungstechnischen – Sommerpause kehren wir mit einer kleinen Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone zurück. Wir wollen dabei mit euch sowohl grundsätzliches zum Zusammenhang zwischen Krise und Kapitalismus beleuchten, als auch die Veränderung von Geschlechterverhältnissen und Klassenstruktur, sowie das staatliche Krisenmanagment betrachten.

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Kapitalismus und Krise: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Das Geschlecht der Krise.
Mit Tove Soiland

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone

Frisch aus der – zumindest veranstaltungstechnischen – Sommerpause kehren wir mit einer kleinen Veranstaltungsreihe zur Krise in der Euro-Zone zurück. Wir wollen dabei mit euch sowohl grundsätzliches zum Zusammenhang zwischen Krise und Kapitalismus beleuchten, als auch die Veränderung von Geschlechterverhältnissen und Klassenstruktur, sowie das staatliche Krisenmanagment betrachten.

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Kapitalismus und Krise: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

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Einstürzende Schuldentürme (Krise in der Euro-Zone #4)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Einstürzende Schuldentürme (Krise in der Euro-Zone #4)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Einstürzende Schuldentürme (Krise in der Euro-Zone #4)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere vierte und vorerst letzte Veranstaltung soll einen Vergleich zwischen Euro-Krise und der Krise in den USA ziehen. Sowohl die USA als auch die Staaten der Eurozone versuchen die Krise in den Griff zu bekommen. Dabei bedienen sie sich unterschiedlicher Strategien. Zusammenhänge von USA- und Euro-Krise sollen geklärt werden und der Frage nach gegangen werden, warum die unterschiedlichen Politiken zwar je nach Perspektive Sinn machen und dennoch zum Scheitern verurteilt sind.

Mi., 28. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Einstürzende Schuldentürme. Die Staatsschuldenkrise in der USA und EU im Vergleich.
Mit Tomasz Konicz

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Griechenland und die Europakrise (Krise in der Euro-Zone #2)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Griechenland und die Europakrise: Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

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Griechenland und die Europakrise (Krise in der Euro-Zone #2)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mo., 26. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Das Geschlecht der Krise: Geschlechterverhältnisse in Krisenzeiten.
Mit Tove Soiland

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
Mit Karl Heinz Roth

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Das Geschlecht der Krise (Krise in der Euro-Zone #3)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Das Geschlecht der Krise: Geschlechterverhältnisse in Krisenzeiten.
Mit Tove Soiland

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Das Geschlecht der Krise (Krise in der Euro-Zone #3)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Das Geschlecht der Krise: Geschlechterverhältnisse in Krisenzeiten.
Mit Tove Soiland

Home » Das Geschlecht der Krise (Krise in der Euro-Zone #3)

Das Geschlecht der Krise (Krise in der Euro-Zone #3)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

Unsere dritte Veranstaltung nimmt die Geschlechterverhältnisse in kapitalistischen Gesellschaften ins Auge. Es sollen die Veränderung von Geschlechterverhältnissen durch kapitalistische Krisen beleuchtet werden. Welche Auswirkungen haben der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierungsprozesse fernab von Gendermainstreamingprozessen?

Mo., 26. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Das Geschlecht der Krise. Geschlechterverhältnisse i
Mit Karl Heinz Roth

Mo., 26.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Das Geschlecht der Krise.
Mit Tove Soiland

Home » Krise und Kapitalismus (Krise in der Euro-Zone #1)

Krise und Kapitalismus (Krise in der Euro-Zone #1)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Krise und Kapitalismus: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

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Krise und Kapitalismus (Krise in der Euro-Zone #1)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

 

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

 

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
Krise und Kapitalismus: Eine Einführung.
Mit Dr. Athanasios Karathanassis

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Krise und Kapitalismus (Krise in der Euro-Zone #1)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
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Mit Dr. Athanasios Karathanassis

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Griechenland und die Europakrise (Krise in der Euro-Zone #2)

Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

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In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
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Mit Karl Heinz Roth

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Die Krise ist tot. Lang lebe die Krise!

Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

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Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

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Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

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Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

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Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer zweiten Veranstaltung sollen die Auswirkungen auf Klassenstruktur und soziale Bewegungen am Beispiel Griechenlands illustriert werden. Was passiert in einer globalen Krise mit den Klassenverhältnissen? Welche Veränderungen lassen sich momentan beobachten und welche Auswirkungen haben diese für aktuelle Soziale Bewegungen? Was sind mögliche Handlungsspielräume?

Mi., 14.09.2011, 20 Uhr, UJZ Korn: Griechenland und die Europakrise. Analyse und Gegenperspektiven.
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Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei

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Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

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Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
Die Verschuldung vieler Staaten ist nicht mehr ausdehnbar, liegt teilweise weit über 100% ihres BIP und kann zu weiteren Staatsbankrotten führen. Sparmaßnahmen hingegen können zu einer Rezession führen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Die bürgerliche Politik steckt offensichtlich in einer Zwickmühle.
Abseits der herrschenden Klasse scheint die Ratlosigkeit ähnlich groß. Weder die ikonisierte Linke in Griechenland, noch die rioterprobten ArbeiterInnen in Frankreich scheinen adäquate Antworten zur Verhinderung staatlicher Krisenpolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die proletarisierten und prekarisierten Massen gefunden zu haben. Die sozialchauvinistische und rassistische Politik der Merkel-Regierung scheint hierzulande zu fruchten. Statt seine eigenen Bedürfnisse in die Hand zu nehmen, tritt man noch weiter nach unten, seien es »Pleitegriechen« oder eben »Sozialschmarotzer«. Unkontrollierbare Unruhen wie in London als Antowort sind schon länger keine Seltenheit. Staatliche Repressionspolitik wird zunehmend autoritärer und entbehrt sich demokratischer Legitimation; in Österreich wird von einer Partei ein Verbot der Gewerkschaften gefordert.

Krise? What the fuck?

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir ein wenig Licht ins Wirrwarr der Krisenrhetorik bringen und dabei verschiedene Aspekte beleuchten.

In unserer ersten Veranstaltung soll eine allgemeine Einführung in die Kapitalismuskritik im Zentrum stehen und die Worthülse »kapitalistische Krise« mit Inhalten gefüllt werden. Was passiert im so genannten »Normalbetrieb«? Welchen Stellenwert haben kapitalistische Krisen und was sind die Folgen von Krisen?

Mo., 12.September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr:
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Als die Finanzmärkte im Jahr 2007 implodierten, war der Schock groß. Ratlosigkeit machte sich breit. Schnell griff die Krise der Finanzmärkte auch auf die Realwirtschaft über; ganze Nationalökonomien drohten zu kollabieren und taten es teilweise auch: Island war als erstes dran und weitere sollten folgen. Milliardenschwere Konjunkturprogramme, welche fast 5% der Weltwirtschaftsleistung umfassten, wurden im Eiltempo zusammengeschnürt, um marode Banken und Betriebe vor dem Ruin zu retten.
Schon kurz darauf versprachen PolitikerInnen und sogenannte WirtschaftsexpertInnen, dass die Krise mehr oder minder überstanden sei. Vor allem Deutschland gerierte sich als krisenfest, „die Wirtschaft“ verzeichnete wieder Wachstum; der kapitalistische Normalbetrieb schien wieder am laufen. Die Milliardenverschuldungen und Rettungspakete konnten dabei die Krisendynamik in ihrem Fortlauf tatsächlich kurzfristig abbremsen, mittlerweile scheint es allerdings so, als käme die Krise mit voller Wucht zurück; dem staatlichen Krisenmanagement wurden die systemimmanenten Schranken aufgezeigt. Selbst der als krisensicher geltenden USA wurde vor kurzem ihr Top-Rating aberkannt, über Frankreich kursieren weiterhin Gerüchte über eine Abstufung.
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Antifa Info Abend zu Aussageverweigerung und Anquatschversuchen

In der letzten Zeit ist es vermehrt zu Versuchen der Behörden gekommen, politisch Aktive und Leute aus deren Umfeld anzuquatschen und zur Zusammenarbeit zu nötigen. Das soll ihnen helfen Informationen über Menschen aus politischen Zusammenhängen zu sammeln.

Aktuell gibt es ein vermehrtes staatliches Interesse Informant_innen in linken Zusammenhängen anzuwerben. Der niedersächsische Innenminister hat mehrfach in Interviews beklagt, dass die linke Szene so schwer für die Repressionsorgane zu durchblicken sei. Er kündigte an, dem entgegen zu wirken, indem vermehrt Spitzel angeworben oder eingeschleust werden. Damit liegt er im bundes- weiten Trend. Bei mehreren uns bekannten Fällen handelte es sich um Personen, die sich am Rand der Szene oder im subkulturellen Umfeld bewegen. Die Repressionsorgane zielen darauf ab, Menschen zur Zusammenarbeit zu überreden, die sich am Rand der politischen Szene bewegen und unauffällig tiefer einsteigen könnten. Die einzig richtige Reaktion auf Anwerbeversuche ist das sofortige Ablehnen jedes Gesprächs. Nicht selten werden aus den gewonnenen Informationen abenteuerliche Anklagekonstruktionen gegen Einzelne oder Gruppen konstruiert.

Wir wollen uns im Rahmen der Veranstaltung über Sinn, Abläufe sowie Reaktionen auf Anquatschversuche informieren und austauschen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover und der Roten Hilfe Hannover.

Do. 20. Oktober 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend Oktober

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 20. Oktober 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend September

Antifa Info Abend September

Wir laden euch ein, mit uns den Film „La Haine“ (Hass) an zu schauen. Im Bezug auf die momentanen sozialen Unruhen in Griechenland und England, gewinnt der 1995 gedrehte Film wieder an Aktualität.
Der Film soll die Zeit der Unruhen von 1993 wiederspiegeln, damals war der Auslöser der Krawalle der Tod des 16 Jährigen Makomé Bowole, der auf einer Pariser Polizei Wache erschossen wurde. Im Film, wurde der wahre Grund durch ein fiktives Ereignis ersetzt, hier wurde ein Jungendlicher von der Polizei brutal misshandelt und kämpft nun im Krankenhaus um sein Leben.
Vor diesem Hintergrund zeigt der Film das Leben von drei Jugendlicher, die in den Banlieues leben. Ihre Umgebung und ihr Leben ist geprägt von Gewalt, Drogen, rassistischer Polizei Willkür, Eintönigkeit und Perspektivlosigkeit.
Als sie einen Ausflug in die Pariser Innenstadt unternehmen, unternehmen sie auch gleichzeitig einen Ausflug in eine andere, eine luxuriösere Welt, in die sie nicht hinein passen. Dies wird ihnen auch von der Polizei klar gemacht, die sie festnimmt und einem brutalen Machtspielchen aussetzt.
Der Film zeigt sehr anschaulich wieso soziale Unruhen entstehen. Faktoren wie rassistische Polizeiwillkür, die großen Unterschiede zwischen arm und reich und die Perspektivlosigkeit vieler – grade migrantischer – Jugendlicher werden gut dargestellt.

Wir laden auch ein nach dem Film über die Zustände in Deutschland zu reden und ob es auch hier zu solchen Unruhen kommen kann oder wird.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend September

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend November

Antifa Info Abend November

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend Dezember

Antifa Info Abend Dezember

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend September

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend Oktober

Monatlicher Info Abend zu verschiedenen Themen. Demnächst mehr.

Do. 15. September 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

Sa. 03. September 2011 | Platz “Am Sande”, Tostedt | ab 14 Uhr

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Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

Sa. 03. September 2011 | Platz “Am Sande”, Tostedt | ab 14 Uhr

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Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

Sa. 03. September 2011 | Platz “Am Sande”, Tostedt | ab 14 Uhr

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Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

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Konzert: Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!

Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

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Die Partei hat immer Recht

Das CXVIII. Plenum der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] sendet herzliche Grüße an die Kornparade und fordert: „Heraus zur Parade! Heraus zur Feierei! Heraus zur Unterstützung des UJZ Korn!“ und wurde so ihrem langjährigen Spitznamen als Die Partei mehr als gerecht.

Bewegung braucht Kontinuität
Seit 39 Jahren wird das Gebäude in der Kornstraße als unabhängiges Jugendzentrum genutzt. Unabhängig, weil es seit 39 Jahren gegen den gesellschaftlichen Mainstream steht. Es ist ein Gebäude in dem kollektive Praxis selbst organisiert gedacht, geplant und gelebt werden. Das muss gefeiert werden! Deshalb sind wir heute in Bewegung!

Bewegung braucht Organisierung
Auch wir haben Kontinuität, schließlich feierten wir in diesem Jahr unseren zehnten Geburtstag. Seit der Gründung unserer Gruppe als politisches Projekt, haben wir uns immer wieder mit Parties, Konzerten und politischen Veranstaltungen in die Korn eingebracht. Thematisch sind und waren unsere Schwerpunkte: Antikapitalismus und Soziale Kämpfe sowie ein Antifaschismus, der über „gegen Nazis“-sein hinaus geht.

Bewegung braucht Geschichte
Internationale Arbeiter_innenbewegung, Oktoberrevolution 1917 in Russland, Novemberrevolution 1918 im Deutschen Reich, der Kampf gegen den faschistischen Putsch in Spanien 1936-1939, militanter Widerstand von Partisan_innen gegen die deutsche Besetzung in vielen Ländern Europas – dies sind nur einige unserer geschichtlichen Anknüpfungspunkte.

Kommt in Bewegung!

Fotos


Home » Naziaufmarsch in Bielefeld – gibt’s nicht!

Naziaufmarsch in Bielefeld – gibt’s nicht!

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor. Als Anmelder tritt wie so oft hier in der Region Marcus Winter aus Minden in Erscheinung. Die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

Naziaufmärsche verhindern!
Blockieren! Sabotieren! Eskalieren!

Sa. 06. August 2011 | Bielefeld | 18 Uhr

Mehr Infos bei den Genoss_innen der Autonomen Antifa Bielefeld.

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Naziaufmarsch in Bielefeld – gibt’s nicht!

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor. Als Anmelder tritt wie so oft hier in der Region Marcus Winter aus Minden in Erscheinung. Die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

Naziaufmärsche verhindern!
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Sa. 06. August 2011 | Bielefeld | 18 Uhr

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Naziaufmarsch in Bielefeld – gibt’s nicht!

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor. Als Anmelder tritt wie so oft hier in der Region Marcus Winter aus Minden in Erscheinung. Die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

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Sa. 06. August 2011 | Bielefeld | 18 Uhr

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Naziaufmarsch in Bielefeld verhindern!

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor. Als Anmelder tritt wie so oft hier in der Region Marcus Winter aus Minden in Erscheinung. Die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

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Naziaufmarsch in Bielefeld verhindern!

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor. Als Anmelder tritt wie so oft hier in der Region Marcus Winter aus Minden in Erscheinung. Die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

Naziaufmärsche verhindern!

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In eigener Sache: Mailprobleme

Seit ca. Anfang Juni bis Ende Juli 2011 hatten wir Probleme mit unserem Mailpostfach: Diverse Mails haben uns nicht erreicht. Falls Ihr uns in dieser Zeit Mails geschrieben habt und immer noch keine Antwort bekommen habt, schreibt einfach nochmal.

Eure
Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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In eigener Sache: Mailprobleme

Siet ca. Anfang Juni 2011 hatten wir Probleme mit unserem Mailpostfach: Diverse Mails haben uns nicht erreicht. Falls Ihr uns in dieser Zeit Mails geschrieben habt und immer noch keine Antwort bekommen habt, schreibt einfach nochmal.

Eure
Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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Siet ca. Anfang Juni 2011 hatten wir Probleme mit unserem Mailpostfach: Diverse Mails haben uns nicht erreicht. Falls ihr uns in dieser Zeit Mails geschrieben habt und immer noch keine Antwort bekommen habt, schreibt einfach nochmal.

Eure
Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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Korn Höfefest

Von 15:00 – 17:00 wird es eine Korn-Parade durch die Nordstadt mit Stops bei Sprengel, Baukasten, Stumpf, Putti etc geben. Auf diversen Wägen präsentiert sich das Zentrum der Nachbarschaft.
Danach gibt es die übliche Verköstigung bei diversen Darbietungen draussen und später dann ne Punkcoverband, ArbeiterInnenliederkaraoke und schließlich die Aftershowparty mit Ninor Threat und Claas Working (Agitpop, Indiego Glocksee)

Wir sind mit unserem Infotisch vor Ort.

Sa. 27. August 2011 | UJZ Korn | 17 Uhr

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Korn Höfefest

Von 15:00 – 17:00 wird es eine Korn-Parade durch die Nordstadt mit Stops bei Sprengel, Baukasten, Stumpf, Putti etc geben. Auf diversen Wägen präsentiert sich das Zentrum der Nachbarschaft.
Danach gibt es die übliche Verköstigung bei diversen Darbietungen draussen und später dann ne Punkcoverband, ArbeiterInnenliederkaraoke und schließlich die Aftershowparty mit Ninor Threat und Claas Working (Agitpop, Indiego Glocksee)

Sa. 27. August 2011 | UJZ Korn | 17 Uhr

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Korn Höfefest


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Korn Höfefest

Von 15:00 – 17:00 wird es eine Korn-Parade durch die Nordstadt mit Stops bei Sprengel, Baukasten, Stumpf, Putti etc geben. Auf diversen Wägen präsentiert sich das Zentrum der Nachbarschaft.
Danach gibt es die übliche Verköstigung bei diversen Darbietungen draussen und später dann ne Punkcoverband, ArbeiterInnenliederkaraoke und schließlich die Aftershowparty mit Ninor Threat und Claas Working (Agitpop, Indiego Glocksee)

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Korn Höfefest

Von 15:00 – 17:00 wird es eine Korn-Parade durch die Nordstadt mit Stops bei Sprengel, Baukasten, Stumpf, Putti etc geben. Auf diversen Wägen präsentiert sich das Zentrum der Nachbarschaft.
Danach gibt es die übliche Verköstigung bei diversen Darbietungen draussen und später dann ne Punkcoverband, ArbeiterInnenliederkaraoke und schließlich die Aftershowparty mit Ninor Threat und Claas Working (Agitpop, Indiego Glocksee)

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Glocksee Sommerfest

Das UJZ Glocksee feiert sich und den Sommer

  • Kinderfest mit Kletterberg
  • Siebdruck(auf dein T-shirt(mitbringen!)
  • Kaffe/Kuchen/Grill
  • Cubanische Cocktailbar

BÜHNE OUTDOOR:
Simply Cat
Herr Lerbs
Veras Kabinett

Wir sind mit unserem Infotisch vor Ort.

Sa. 20. August 2011 | UJZ Glocksee | 15 Uhr

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Glocksee Sommerfest

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Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Am Samstag, den 06. August 2011 wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Bereits seit 2006 marschieren die Nazis jährlich in Bad Nenndorf auf. Heute ist der Aufmarsch die größte regelmäßig stattfindende Naziveranstaltung Norddeutschlands und spricht eine breite Schicht der extremen Rechten an. 2010 folgten dem Aufruf des Anmelders Marcus Winter etwa 800 – 900 Nazis. Als Anlass für den Trauermarsch, welcher bereits bis in das Jahr 2030 jährlich angemeldet ist, dient den Nazis das „Gedenken“ an gefolterte Insassen des sogenannten Wincklerbads, eines Verhörlagers der britischen Armee in der Zeit von 1945 bis 1947. In diesem Lager, in dem neben NS-Kriegsverbrechern beispielsweise auch vermeintliche kommunistische Spione interniert waren, kam es zu Misshandlungen durch das Wachpersonal, wodurch sich die britische Regierung 1947 dazu genötigt sah, das Lager zu schließen und Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Den Nazis dient dies als Vorwand, um deutsche Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus zu negieren und ihre Thesen der „Alliierten Terrorherrschaft“ zu verbreiten. Da es sich bei der Thematik des deutschen Opfermythos um ein Thema handelt, bei dem innerhalb der Naziszene Einigkeit herrscht und mit dem sich interne Differenzen überbrücken lassen, hat dieser regelmäßige Aufmarschversuch in Bad Nenndorf eine nicht zu unterschätzende Binnenwirkung auf die Naziszene.
Desto wichtiger stellt sich also der Protest gegen den Aufmarsch und möglichst seine dauerhafte Verhinderung dar. Mehrere Bündnisse rufen zum Protest gegen die Nazis auf und in den vergangenen Jahren gelang es immer wieder Menschen sich mit kreativen Aktionen auf der geplanten Naziroute aktiv gegen den Aufmarsch zur Wehr zu setzen. Auch in der Bevölkerung der Kleinstadt selber hat der Protest gegen die Nazis in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, was sich beispielsweise an der gestiegen Aktivität des lokalen Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ ablesen lässt.
Aus Hannover und Göttingen bietet ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, studentischen und linksradikalen Gruppen die Möglichkeit an, organsiert mit Bussen die relativ kurze Strecke nach Bad Nenndorf zu bewältigen. Auch wir organisieren in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover einen dieser Busse.
Karten für die einfache Fahrt am 06. August nach Bad Nenndorf in diesem Bus kosten 3€ und sind sowohl im AStA der Uni Hannover, als auch im Infoladen Korn zu erwerben.

Mehr Infos zu Bad Nenndorf gibt es auf der Sonderseite.

Fahrt mit uns nach Bad Nenndorf! Den Naziaufmarsch verhindern – ein für alle Mal!

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Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Am Samstag, den 06. August 2011 wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Bereits seit 2006 marschieren die Nazis jährlich in Bad Nenndorf auf. Heute ist der Aufmarsch die größte regelmäßig stattfindende Naziveranstaltung Norddeutschlands und spricht eine breite Schicht der extremen Rechten an. 2010 folgten dem Aufruf des Anmelders Marcus Winter etwa 800 – 900 Nazis. Als Anlass für den Trauermarsch, welcher bereits bis in das Jahr 2030 jährlich angemeldet ist, dient den Nazis das „Gedenken“ an gefolterte Insassen des sogenannten Wincklerbads, eines Verhörlagers der britischen Armee in der Zeit von 1945 bis 1947. In diesem Lager, in dem neben NS-Kriegsverbrechern beispielsweise auch vermeintliche kommunistische Spione interniert waren, kam es zu Misshandlungen durch das Wachpersonal, wodurch sich die britische Regierung 1947 dazu genötigt sah, das Lager zu schließen und Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Den Nazis dient dies als Vorwand, um deutsche Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus zu negieren und ihre Thesen der „Alliierten Terrorherrschaft“ zu verbreiten. Da es sich bei der Thematik des deutschen Opfermythos um ein Thema handelt, bei dem innerhalb der Naziszene Einigkeit herrscht und mit dem sich interne Differenzen überbrücken lassen, hat dieser regelmäßige Aufmarschversuch in Bad Nenndorf eine nicht zu unterschätzende Binnenwirkung auf die Naziszene.
Desto wichtiger stellt sich also der Protest gegen den Aufmarsch und möglichst seine dauerhafte Verhinderung dar. Mehrere Bündnisse rufen zum Protest gegen die Nazis auf und in den vergangenen Jahren gelang es immer wieder Menschen sich mit kreativen Aktionen auf der geplanten Naziroute aktiv gegen den Aufmarsch zur Wehr zu setzen. Auch in der Bevölkerung der Kleinstadt selber hat der Protest gegen die Nazis in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, was sich beispielsweise an der gestiegen Aktivität des lokalen Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ ablesen lässt.
Aus Hannover und Göttingen bietet ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, studentischen und linksradikalen Gruppen die Möglichkeit an, organsiert mit Bussen die relativ kurze Strecke nach Bad Nenndorf zu bewältigen. Auch wir organisieren in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover einen dieser Busse.
Karten für die einfache Fahrt am 06. August nach Bad Nenndorf in diesem Bus kosten 3€ und sind sowohl im AStA der Uni Hannover, als auch im Infoladen Korn zu erwerben.

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Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

Am Samstag, den 06. August 2011 wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Bereits seit 2006 marschieren die Nazis jährlich in Bad Nenndorf auf. Heute ist der Aufmarsch die größte regelmäßig stattfindende Naziveranstaltung Norddeutschlands und spricht eine breite Schicht der extremen Rechten an. 2010 folgten dem Aufruf des Anmelders Marcus Winter etwa 800 – 900 Nazis. Als Anlass für den Trauermarsch, welcher bereits bis in das Jahr 2030 jährlich angemeldet ist, dient den Nazis das „Gedenken“ an gefolterte Insassen des sogenannten Wincklerbads, eines Verhörlagers der britischen Armee in der Zeit von 1945 bis 1947. In diesem Lager, in dem neben NS-Kriegsverbrechern beispielsweise auch vermeintliche kommunistische Spione interniert waren, kam es zu Misshandlungen durch das Wachpersonal, wodurch sich die britische Regierung 1947 dazu genötigt sah, das Lager zu schließen und Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Den Nazis dient dies als Vorwand, um deutsche Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus zu negieren und ihre Thesen der „Alliierten Terrorherrschaft“ zu verbreiten. Da es sich bei der Thematik des deutschen Opfermythos um ein Thema handelt, bei dem innerhalb der Naziszene Einigkeit herrscht und mit dem sich interne Differenzen überbrücken lassen, hat dieser regelmäßige Aufmarschversuch in Bad Nenndorf eine nicht zu unterschätzende Binnenwirkung auf die Naziszene.
Desto wichtiger stellt sich also der Protest gegen den Aufmarsch und möglichst seine dauerhafte Verhinderung dar. Mehrere Bündnisse rufen zum Protest gegen die Nazis auf und in den vergangenen Jahren gelang es immer wieder Menschen sich mit kreativen Aktionen auf der geplanten Naziroute aktiv gegen den Aufmarsch zur Wehr zu setzen. Auch in der Bevölkerung der Kleinstadt selber hat der Protest gegen die Nazis in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, was sich beispielsweise an der gestiegen Aktivität des lokalen Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ ablesen lässt.
Aus Hannover und Göttingen bietet ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, studentischen und linksradikalen Gruppen die Möglichkeit an, organsiert mit Bussen die relativ kurze Strecke nach Bad Nenndorf zu bewältigen. Auch wir organisieren in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover einen dieser Busse.
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Bereits seit 2006 marschieren die Nazis jährlich in Bad Nenndorf auf. Heute ist der Aufmarsch die größte regelmäßig stattfindende Naziveranstaltung Norddeutschlands und spricht eine breite Schicht der extremen Rechten an. 2010 folgten dem Aufruf des Anmelders Marcus Winter etwa 800 – 900 Nazis. Als Anlass für den Trauermarsch, welcher bereits bis in das Jahr 2030 jährlich angemeldet ist, dient den Nazis das „Gedenken“ an gefolterte Insassen des sogenannten Wincklerbads, eines Verhörlagers der britischen Armee in der Zeit von 1945 bis 1947. In diesem Lager, in dem neben NS-Kriegsverbrechern beispielsweise auch vermeintliche kommunistische Spione interniert waren, kam es zu Misshandlungen durch das Wachpersonal, wodurch sich die britische Regierung 1947 dazu genötigt sah, das Lager zu schließen und Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Den Nazis dient dies als Vorwand, um deutsche Schuld während der Zeit des Nationalsozialismus zu negieren und ihre Thesen der „Alliierten Terrorherrschaft“ zu verbreiten. Da es sich bei der Thematik des deutschen Opfermythos um ein Thema handelt, bei dem innerhalb der Naziszene Einigkeit herrscht und mit dem sich interne Differenzen überbrücken lassen, hat dieser regelmäßige Aufmarschversuch in Bad Nenndorf eine nicht zu unterschätzende Binnenwirkung auf die Naziszene.
Desto wichtiger stellt sich also der Protest gegen den Aufmarsch und möglichst seine dauerhafte Verhinderung dar. Mehrere Bündnisse rufen zum Protest gegen die Nazis auf und in den vergangenen Jahren gelang es immer wieder Menschen sich mit kreativen Aktionen auf der geplanten Naziroute aktiv gegen den Aufmarsch zur Wehr zu setzen. Auch in der Bevölkerung der Kleinstadt selber hat der Protest gegen die Nazis in den letzten Jahren immer weiter zugenommen, was sich beispielsweise an der gestiegen Aktivität des lokalen Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“ ablesen lässt.
Aus Hannover und Göttingen bietet ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, studentischen und linksradikalen Gruppen die Möglichkeit an, organsiert mit Bussen die relativ kurze Strecke nach Bad Nenndorf zu bewältigen. Auch wir organisieren in Kooperation mit dem AStA der Uni Hannover einen dieser Busse.
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Hannover: Faşizme karşı omuz omuza!

Gegen faschistische Übergriffe und Gewalt!

In den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf Einrichtungen von linken, fortschrittlichen KurdInnen und TürkInnen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
in Hannover handelt.

Kundgebung und Demonstration

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
ADHF Hannover, ATIF Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Interkulturelles Jugendforum Hannover, Kurdistan Volkshaus Hannover, MLPD Hannover-Hameln, Peiner Kurdisches Volkshaus

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in den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf Einrichtungen von linken, fortschrittlichen KurdInnen und TürkInnen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
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So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
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in den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf Einrichtungen von linken, fortschrittlichen KurdInnen und TürkInnen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Eine Veranstaltung von und mit Referent_innen des Bündnisses “NS-Verherrlichung stoppen!”

Mo. 01. August 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Eine Veranstaltung von un Mit referent_innen des Bündnisses “NS-Verherrlichung stoppen!”

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So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
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linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
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So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele
linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
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So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
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linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
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Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Nach Angriffen auf linke türkische und kurdische Einrichtungen, rufen wir mit den Genoss_innen zu einer Protestkundgebung mit anschliessender Demonstration in Hannover auf.

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Gegen faschistische Übergriffe und Gewalt!

in den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf Einrichtungen von linken, fortschrittlichen KurdInnen und TürkInnen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele
linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
in Hannover handelt.

Kundgebung und Demonstration

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
ADHF Hannover, ATIF Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Interkulturelles Jugendforum Hannover, Kurdistan Volkshaus Hannover, MLPD Hannover-Hameln, Peiner Kurdisches Volkshaus

Home » Hannover: Faşizme karşı omuz omuza!

Hannover: Faşizme karşı omuz omuza!

Gegen faschistische Übergriffe und Gewalt!

In den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf Einrichtungen von linken, fortschrittlichen KurdInnen und TürkInnen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen FaschistInnen sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
in Hannover handelt.

Kundgebung und Demonstration

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
ADHF Hannover, ATIF Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Interkulturelles Jugendforum Hannover, Kurdistan Volkshaus Hannover, MLPD Hannover-Hameln, Peiner Kurdisches Volkshaus

Home » Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Nach Angriffen auf linke türkische und kurdische Einrichtungen, rufen wir mit den Genoss_innen zu einer Protestkundgebung mit anschliessender Demonstration in Hannover auf.

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
ADHF Hannover, ATIF Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Interkulturelles Jugendforum Hannover, Kurdistan Volkshaus Hannover, MLPD Hannover-Hameln, Peiner Kurdisches Volkshaus

Home » Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Gegen faschistische Übergriffe und Gewalt!

in den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf
Einrichtungen von linken, fortschrittlichen Kurd/Innen und Türk/Innen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele
linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen Faschisten sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
in Hannover handelt.

Kundgebung und Demonstration

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
ADHF Hannover, ATIF Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Interkulturelles Jugendforum Hannover, Kurdistan Volkshaus Hannover, MLPD Hannover-Hameln, Peiner Kurdisches Volkshaus

Home » Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Kundgebung und Demo gegen faschistische Übergriffe

Gegen faschistische Übergriffe und Gewalt!

in den letzten Tagen häufen sich die Übergriffe türkischer faschistischer Gruppierungen auf
Einrichtungen von linken, fortschrittlichen Kurd/Innen und Türk/Innen in der Region Hannover.
So wurden vor einer Einrichtung des kurdischen Kulturvereins in Peine abgebrannte Knochen
und verkohlte menschliche Figuren neben Türkei-Flaggen gefunden. Am Sonntag, den 17. Juli
haben vier männliche türkische Personen in den Räumlichkeiten des türkischen Jugendforum
e.V. in Hannover Scheiben eingeschlagen und Sachschaden angerichtet. Dort treffen sich viele
linke, fortschrittliche und demokratische Kräfte aus der Türkei und auch Mitglieder der ATIF
regelmäßig. Alle Vorgänge wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Hintergrund davon ist eine neue faschistische Welle in der Türkei
So steigerten in der letzten Woche die türkische Regierung und die türkischen Medien ihre
Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und linke, fortschrittliche Kräfte. Nachdem bei einem
Gefecht am 14. Juli 2011 in Amed (Diyarbakır)/Farqîn (Silvan) 13 türkische Soldaten und zwei
kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte
gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt
der türkische Staat die Situation, um eine nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen und gegen die unterdrückte kurdische und linke Opposition zu hetzen.
Neben Ministerpräsident Erdoğan griff auch der türkische Parlamentspräsident Cemil Çiçek
zur Hetze: „Jeder soll jetzt seine Haltung klar deutlich machen. Entweder man ist auf der Seite der Demokratie oder auf der, die Blut und Hass versprühen.“ Was diese Demokratie ausmacht, zeigte sich nur kurze Zeit später:
Türkische Nationalisten setzten Büros in Brand, verwüsteten sie, verprügelten Arbeiter und linke, fortschrittliche Repräsentanten. Faschistische Terrorgruppen, wie die Türkischen Rachebrigaden (TIT) auf deren Rechnung etliche Massaker gehen, verschickten Droh-E-Mails an linke Zeitungen. Sie kündigten Anschläge unter der Parole „Entweder Türke oder tot“ an.

Aber auch die deutschen Faschisten sind nicht untätig
Als Antifaschisten aus verschiedenen Ländern stehen wir zusammen gegen alle faschistischen
Angriffe. Egal, ob es sich um Morddrohungen gegen Einzelne, Anschläge gegen Einrichtungen
oder um Aufmärsche wie jetzt am 6. August in Bad Nenndorf und am 17. September
in Hannover handelt.

Kundgebung und Demonstration

Internationale Solidarität gegen Faschismus und Rassismus!

Do. 28. Juli 2011 | Bahnhofsvorplatz | 17 Uhr

Bisherige Unterstützer:
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Home » Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Am Samstag, den 06. August wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Aus Hannover wird es Busse und eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Auf der Veranstaltung wird es einen inhaltlichensowie organisatorischen Input zu Band Nenndorf geben. Sowie Informationen zur Anreise.

Mi. 27. Juli 2011 | Warenannahme/FAUST | 19 Uhr

Die Veranstaltung wird getragen von AStA der Uni Hannover, ver.di jugend, Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend, Linksjugend['solid], Die Linke. und DGB Jugend

Home » Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Am Samstag, den 06. August wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Aus Hannover wird es Busse und eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Auf der Veranstaltung wird es einen inhaltlichensowie organisatorischen Input zu Band Nenndorf geben. Sowie Informationen zur Anreise.

Mi. 27. Juli 2011 | Warenannahme/FAUST | 19 Uhr

Die Veranstaltung wird getragen von AStA der Uni Hannover, ver.di jugend, Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend, Linksjugend['solid], Die Linke. und DGB Jugend

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Am Samstag, den 06. August wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Aus Hannover wird es Busse und eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Auf der Veranstaltung wird es einen inhaltlichensowie organisatorischen Input zu Band Nenndorf geben. Sowie Informationen zur Anreise.

Mi. 27. Juli 2011 | Warenannahme/FAUST | 19 Uhr

Die Veranstaltung wird getragen von AStA der Uni Hannover, ver.di jugend, Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend, Linksjugend['solid], Die Linke. und DGB Jugend.

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Am Samstag, den 06. August wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Aus Hannover wird es Busse und eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Auf der Veranstaltung wird es einen inhaltlichensowie organisatorischen Input zu Band Nenndorf geben. Sowie Informationen zur Anreise.

Mi. 27. Juli 2011 | Warenannahme/FAUST | 19 Uhr

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Am Samstag, den 06. August wollen Nazis ihren jährlich geplanten Aufmarsch in Bad Nenndorf durchführen. Unter dem Deckmantel des Gedenkens an gefolterte Insassen eines britischen Internierungslagers in der Stadt wollen sie erneut ihre diskriminierende Hetze auf die Straße tragen – dies gilt es entschlossen zu verhindern!

Aus Hannover wird es Busse und eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Auf der Veranstaltung wird es einen inhaltlichensowie organisatorischen Input zu Band Nenndorf geben. Sowie Informationen zur Anreise.

Mi. 27. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Home » Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

Home » Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Antifa-Talk zu 10 Jahre linker Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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10 Jahre linke Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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10 Jahre linke Organisierung in Hannover

Vor 10 Jahren erschien im Sommer 2001 die erste Meldung der [AAH] in der damaligen Szenezeitung RAZZ. Seitdem macht die Gruppe Hannover unsicher und bestimmt das Bild der radikalen Linken in der Stadt mit.
Wir haben Aktivist_innen aus allen Generationen des Projekts zu einer Talkrunde eingeladen und gehen mit ihnen zusammen auf eine Zeitreise durch die [AAH]-Geschichte. Denn wer soll die Geschichte erzählen, wenn nicht die, die dabei waren.

  • ab 18 Uhr: Grillen und Chillen
  • ab 20 Uhr: Antifa-Talk

Fr. 22. Juli 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

Home » Bullshit & Party

Bullshit & Party

Zusammen mit linken Ultras aus Hannover päsentieren wir

  • ab 21 Uhr: Hip Hop Beats
  • ab 23 Uhr: Electro und Techn​o mit div. rmplkmmr DJs

Dazu Cocktails, Longdrinks und Kornschorle.

Sa. 23. Juli 2011 | Sturmglocke | 21 Uhr

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  • ab 21 Uhr: Hip Hop Beats
  • ab 23 Uhr: Electro und Techn​o mit div. rmplkmmr DJs

Dazu Cocktails, Longdrinks und Kornschorle.

Sa. 23. Juli 2011 | Sturmglocke | 21 Uhr

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Sa. 20. Juli 2011 | Sturmglocke | 21 Uhr

Home » Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern

Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern.

Mehr Infos auf Sonderseite und demnächst hier.

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NAziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern

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NAziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern

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Home » Bündnis gegen Rechts: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Bündnis gegen Rechts: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Nach einer Aktion gegen Nazipropaganda in der Südstadt im Sommer letzten Jahres, wurden Geldstrafe gegen sechs junge NazigegnerInnen verhängt. Ihnen wird vorgeworfen „Ordnungswidrigkeiten“ begangen zu haben. Das Bündnis gegen Rechts (BgR) Hannover protestiert gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements.

Im Laufe des letzten Jahres war die Südstadt Hannovers öfter Schauplatz von Naziaktivitäten: Nazis verteilen rechte Zeitungen an Schülerinnen und Schüler, rassistische und faschistische Aufkleber werden massiv in den Straßen verklebt und NazigegnerInnen sollen durch Farbschmierereien an ihren Häusern gezielt eingeschüchtert werden.

Das Bündnis gegen Rechts und andere hatten gegen diese Aktivitäten zu Protestaktionen aufgerufen. „So waren es nicht nur AktivistInnen aus dem Bündnis gegen Rechts, die in mehreren Aktionen die Aufkleber der Rechten aus dem Straßenbild entfernten und teilweise mit antirassistischen Aufkleber überklebten.“ kommentiert eine Sprecherin des Bündnisses. „Auch die Jusos Südstadt-Bult beteiligten sich an diesen Aktionen.“ Doch während in der Presse die Aktion der Jusos wohlwollend beschrieben wurde, sahen sich sechs jugendliche NazigegnerInnen, die sich an einer Aktion des BgR beteiligten, mit Ordnungsstrafen konfrontiert.

„Wir lassen uns nicht von unserem Engagement gegen Nazis abhalten und rufen die Menschen in der Südstadt auf, die sechs Jugendlichen zu unterstützen – moralisch und finanziell“ erklärt die Bündnissprecherin.

Spendenkonto zur Unterstützung der sechs Jugendlichen:

Rote Hilfe e.V. – OG Hannover
Konto-Nr. : 0010808858
BLZ: 76010085 (Postbank Nürnberg)
Verwendungszweck: „Südstadt“

Home » Bündnis gegen Rechts: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Bündnis gegen Rechts: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Nach einer Aktion gegen Nazipropaganda in der Südstadt im Sommer letzten Jahres, wurden Geldstrafe gegen sechs junge NazigegnerInnen verhängt. Ihnen wird vorgeworfen „Ordnungswidrigkeiten“ begangen zu haben. Das Bündnis gegen Rechts (BgR) Hannover protestiert gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements.

Im Laufe des letzten Jahres war in der Südstadt Hannovers Schauplatz von Naziaktivitäten. Nazis verteilen rechte Zeitungen an Schülerinnen und Schüler, rassistische und faschistische Aufkleber werden massiv in den Straßen verklebt und NazigegnerInnen sollen durch Farbschmierereien an ihren Häusern gezielt eingeschüchtert werden.

Das Bündnis gegen Rechts und andere hatten gegen diese Aktivitäten zu Protestaktionen aufgerufen. „So waren es nicht nur AktivistInnen aus dem Bündnis gegen Rechts, die in mehreren Aktionen die Aufkleber der Rechten aus dem Straßenbild entfernten und teilweise mit antirassistischen Aufkleber überklebten.“ kommentiert eine Sprecherin des Bündnisses. „Auch die Jusos Südstadt-Bult beteiligten sich an diesen Aktionen.“ Doch während in der Presse die Aktion der Jusos wohlwollend beschrieben wurde, sahen sich sechs jugendliche NazigegnerInnen, die sich an einer Aktion des BgR beteiligten, mit Ordnungsstrafen konfrontiert.

„Wir lassen uns nicht von unserem Engagement gegen Nazis abhalten und rufen die Menschen in der Südstadt auf, die sechs Jugendlichen zu unterstützen – moralisch und finanziell“ erklärt die Bündnissprecherin.

Spendenkonto zur Unterstützung der sechs Jugendlichen:

Rote Hilfe e.V. – OG Hannover
Konto-Nr. : 0010808858
BLZ: 76010085 (Postbank Nürnberg)
Verwendungszweck: „Südstadt“

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Bündnis gegen Rechts: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Nach einer Aktion gegen Nazipropaganda in der Südstadt im Sommer letzten Jahres, wurden Geldstrafe gegen sechs junge NazigegnerInnen verhängt. Ihnen wird vorgeworfen „Ordnungswidrigkeiten“ begangen zu haben. Das Bündnis gegen Rechts (BgR) Hannover protestiert gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements.

Im Laufe des letzten Jahres war in der Südstadt Hannovers Schauplatz von Naziaktivitäten. Nazis verteilen rechte Zeitungen an Schülerinnen und Schüler, rassistische und faschistische Aufkleber werden massiv in den Straßen verklebt und NazigegnerInnen sollen durch Farbschmierereien an ihren Häusern gezielt eingeschüchtert werden.

Das Bündnis gegen Rechts und andere hatten gegen diese Aktivitäten zu Protestaktionen aufgerufen. „So waren es nicht nur AktivistInnen aus dem Bündnis gegen Rechts, die in mehreren Aktionen die Aufkleber der Rechten aus dem Straßenbild entfernten und teilweise mit antirassistischen Aufkleber überklebten.“ kommentiert eine Sprecherin des Bündnisses. „Auch die Jusos Südstadt-Bult beteiligten sich an diesen Aktionen.“ Doch während in der Presse die Aktion der Jusos wohlwollend beschrieben wurde, sahen sich sechs jugendliche NazigegnerInnen, die sich an einer Aktion des BgR beteiligten, mit Ordnungsstrafen konfrontiert.

„Wir lassen uns nicht von unserem Engagement gegen Nazis abhalten und rufen die Menschen in der Südstadt auf, die sechs Jugendlichen zu unterstützen – moralisch und finanziell“ erklärt die Bündnissprecherin.

Spendenkonto zur Unterstützung der sechs Jugendlichen:

Rote Hilfe e.V. – OG Hannover
Konto-Nr. : 0010808858
BLZ: 76010085 (Postbank Nürnberg)
Verwendungszweck: „Südstadt“

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Integrationsbambi für die SPD


Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.

Auf den mitgebrachten Transparenten waren Slogans wie „Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten den sie verdient“, „gegen Integration und Ausgrenzung“ und „Deutsche Realitäten angreifen“ zu lesen. Ein in Abendgaderobe gekleidetes Übergabe Komitee betrat das Gebäude und überreichte dem Büroleiter Kolja Baxmann stellvertretend für die gesamte SPD nach einer feierlichen Dankesrede ihren Preis. Dieser reagierte allerdings unwirsch und drohte mit einer Unterlassungsklage im Falle von Fotos. Auch das liebevoll angefertigte Bambi wollte er nicht annehmen.
Die AktivistInnen wendeten sich mit ihrer Aktion nicht nur gegen die SPD, sondern gegen Standortnationalismus insgesamt. Die Maxime Thilo Sarrazins „wer Deutschland nicht nützt soll Deutschland verlassen“ reduziere Menschen auf ihre Verwertbarkeit in der kapitalistischen Standortkonkurrenz. Eine Daseinsberechtigung habe danach nur, wer sich für die Profitmaximierung des Kapitals sinvoll verwenden lasse. Genau nach diesem Prinzip verfahre der deutsche Staat mit seiner zuweilen tödlichen Abschiebe- und Bevölkerungspolitik. Die SPD Politik der letzten Jahrzehnte bilde dafür lediglich ein Paradebeispiel.

Den Flyer zur Aktion sowie die Pressemitteilung der Gruppen findet sich bei i


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Integrationsbambi für die SPD


Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.

Auf den mitgebrachten Transparenten waren Slogans wie „Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten den sie verdient“, „gegen Integration und Ausgrenzung“ und „Deutsche Realitäten angreifen“ zu lesen. Ein in Abendgaderobe gekleidetes Übergabe Komitee betrat das Gebäude und überreichte dem Büroleiter Kolja Baxmann stellvertretend für die gesamte SPD nach einer feierlichen Dankesrede ihren Preis. Dieser reagierte allerdings unwirsch und drohte mit einer Unterlassungsklage im Falle von Fotos. Auch das liebevoll angefertigte Bambi wollte er nicht annehmen.
Die AktivistInnen wendeten sich mit ihrer Aktion nicht nur gegen die SPD, sondern gegen Standortnationalismus insgesamt. Die Maxime Thilo Sarrazins „wer Deutschland nicht nützt soll Deutschland verlassen“ reduziere Menschen auf ihre Verwertbarkeit in der kapitalistischen Standortkonkurrenz. Eine Daseinsberechtigung habe danach nur, wer sich für die Profitmaximierung des Kapitals sinvoll verwenden lasse. Genau nach diesem Prinzip verfahre der deutsche Staat mit seiner zuweilen tödlichen Abschiebe- und Bevölkerungspolitik. Die SPD Politik der letzten Jahrzehnte bilde dafür lediglich ein Paradebeispiel.

Den Flyer zur Aktion sowie die Pressemitteilung der Gruppen findet sich bei indymedia.


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Integrationsbambi für die SPD


Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.

Auf den mitgebrachten Transparenten waren Slogans wie „Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten den sie verdient“, „gegen Integration und Ausgrenzung“ und „Deutsche Realitäten angreifen“ zu lesen. Ein in Abendgaderobe gekleidetes Übergabe Komitee betrat das Gebäude und überreichte dem Büroleiter Kolja Baxmann stellvertretend für die gesamte SPD nach einer feierlichen Dankesrede ihren Preis. Dieser reagierte allerdings unwirsch und drohte mit einer Unterlassungsklage im Falle von Fotos. Auch das liebevoll angefertigte Bambi wollte er nicht annehmen.
Die AktivistInnen wendeten sich mit ihrer Aktion nicht nur gegen die SPD, sondern gegen Standortnationalismus insgesamt. Die Maxime Thilo Sarrazins „wer Deutschland nicht nützt soll Deutschland verlassen“ reduziere Menschen auf ihre Verwertbarkeit in der kapitalistischen Standortkonkurrenz. Eine Daseinsberechtigung habe danach nur, wer sich für die Profitmaximierung des Kapitals sinvoll verwenden lasse. Genau nach diesem Prinzip verfahre der deutsche Staat mit seiner zuweilen tödlichen Abschiebe- und Bevölkerungspolitik. Die SPD Politik der letzten Jahrzehnte bilde dafür lediglich ein Paradebeispiel.


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Integrationsbambi für die SPD


Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.

Auf den mitgebrachten Transparenten waren Slogans wie „Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten den sie verdient“, „gegen Integration und Ausgrenzung“ und „Deutsche Realitäten angreifen“ zu lesen. Ein in Abendgaderobe gekleidetes Übergabe Komitee betrat das Gebäude und überreichte dem Büroleiter Kolja Baxmann stellvertretend für die gesamte SPD nach einer feierlichen Dankesrede ihren Preis. Dieser reagierte allerdings unwirsch und drohte mit einer Unterlassungsklage im Falle von Fotos. Auch das liebevoll angefertigte Bambi wollte er nicht annehmen.
Die AktivistInnen wendeten sich mit ihrer Aktion nicht nur gegen die SPD, sondern gegen Standortnationalismus insgesamt. Die Maxime Thilo Sarrazins „wer Deutschland nicht nützt soll Deutschland verlassen“ reduziere Menschen auf ihre Verwertbarkeit in der kapitalistischen Standortkonkurrenz. Eine Daseinsberechtigung habe danach nur, wer sich für die Profitmaximierung des Kapitals sinvoll verwenden lasse. Genau nach diesem Prinzip verfahre der deutsche Staat mit seiner zuweilen tödlichen Abschiebe- und Bevölkerungspolitik. Die SPD Politik der letzten Jahrzehnte bilde dafür lediglich ein Paradebeispiel.


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Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. In der Zentrale überreichten sie dem Büroleiter Kolja Baxmann ein goldenes Integrationsbambi im Thilo Look. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.


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Am Dienstag, den 21. Juni statteten ca. 20 linke Aktivist_innen der hannoverschen SPD Zentrale einen Besuch ab, um die Leistungen der Partei bei der Wiedereingliederung Thilo Sarrazins zu würdigen. In der Zentrale überreichten sie dem Büroleiter Kolja Baxmann ein goldenes Integrationsbambi im Thilo Look. Denn: Jede Partei bekommt den Sozialchauvinisten, den sie verdient.


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Kundgebung gegen Nazis

Nach einem Fackelmarsch von Nazis in Hannover-Kleefeld wird eine Kundgebung gegen die Nazipräsenz im Stadtteil durchgeführt.

Mi. 29. Juni 2011 | Kantplatz | 18 Uhr

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Kundgebung gegen Nazis

Nach einem Fackelmarsch von Nazis in Hannover-Kleefeld wird eine Kundgebung gegen die Nazipräsenz im Stadtteil durchgeführt.

Mi. 29. Juni 2011 | Kantplatz | 18 Uhr

Home » Blühende Landschaften statt Na(ht)zischeiss

Blühende Landschaften statt Na(ht)zischeiss

Seit Jahrzehnten besteht mit dem Hof von Joachim Nahtz in Eschede ein Treffpunkt für Neonazis mit überregionaler Bedeutung. An keinem anderen Ort in Norddeutschland fanden so häufig und regelmäßig größere Naziveranstaltungen statt. Dies meist ungestört und geschützt durch die Polizei.

RechtsRock-Konzerte, interne Veranstaltungen, Wehrsportübungen, Sonnenwendfeiern, “Erntedankfeste” oder Zeltlager: für neofaschistische Organisationen ist der Hof in Eschde von zentraler Bedeutung. Dabei spielen die Sonnenwendfeiern im Juni und Dezember eine besondere Rolle bei der Zelebrierung nationalsozialistischer Ideologie. Am 25. Juni wollen Nazis in Eschede wieder eine “Sommersonnenwendfeier” durchführen.

Die Veranstaltungen dienen neben dem Ausleben einer faschistischen Ideologie auch der Vernetzung der Nazis untereinander. Organisationen und Einzelpersonen treffen sich, Kontakte werden geknüpft und ausgebaut, die Veranstaltungen sollen die rechte Szene nach innen stärken. Nach dem Vorbild des Dritten Reiches soll die Gesinnungsgemeinschaft durch gemeinsame Rituale für die ganze Familie gefestigt werden. In Eschede werden jugendliche Neonazis, AktivistInnen und SympathisantInnen und deren Kinder indoktriniert, neofaschistische Ideologie und rassistische Weltanschauungen wird weitergereicht und verfestigt.

Gegen dieses Treiben rufen Antifas aus Lüneburg und Celle im Bündnis mit weiteren gesellschaftlichen Kräften zu einer Demonstration auf.

Mehr Infos bei der Antifaschistischen Aktion Lüneburg-Uelzen.

Sa. 25. Juni 2011 | Bahnhof (Eschede) | 14 Uhr

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Blühende Landschaften statt Na(ht)zischeiss

Seit Jahrzehnten besteht mit dem Hof von Joachim Nahtz in Eschede ein Treffpunkt für Neonazis mit überregionaler Bedeutung. An keinem anderen Ort in Norddeutschland fanden so häufig und regelmäßig größere Naziveranstaltungen statt. Dies meist ungestört und geschützt durch die Polizei.

RechtsRock-Konzerte, interne Veranstaltungen, Wehrsportübungen, Sonnenwendfeiern, “Erntedankfeste” oder Zeltlager: für neofaschistische Organisationen ist der Hof in Eschde von zentraler Bedeutung. Dabei spielen die Sonnenwendfeiern im Juni und Dezember eine besondere Rolle bei der Zelebrierung nationalsozialistischer Ideologie. Am 25. Juni wollen Nazis in Eschede wieder eine “Sommersonnenwendfeier” durchführen.

Die Veranstaltungen dienen neben dem Ausleben einer faschistischen Ideologie auch der Vernetzung der Nazis untereinander. Organisationen und Einzelpersonen treffen sich, Kontakte werden geknüpft und ausgebaut, die Veranstaltungen sollen die rechte Szene nach innen stärken. Nach dem Vorbild des Dritten Reiches soll die Gesinnungsgemeinschaft durch gemeinsame Rituale für die ganze Familie gefestigt werden. In Eschede werden jugendliche Neonazis, AktivistInnen und SympathisantInnen und deren Kinder indoktriniert, neofaschistische Ideologie und rassistische Weltanschauungen wird weitergereicht und verfestigt.

Gegen dieses Treiben rufen Antifas aus Lüneburg und Celle im Bündnis mit weiteren gesellschaftlichen Kräften zu einer Demonstration auf.

Mehr Infos bei der Antifaschistischen Aktion Lüneburg-Uelzen.

Sa. 25. Juni 2011 | Bahnhof (Eschede) | 14 Uhr

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Home » Aktionen gegen das Sommerbiwak

Aktionen gegen das Sommerbiwak

Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

Mehr zu den Aktionen gegen das Sommerbiwak und Militarismus in Hannover unter antimilitarismus.blogsport.de

Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr


Kundgebung und Kurzdemos
Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Aktionen gegen das Sommerbiwak

Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr


Kundgebung und Kurzdemos
Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr



Kundgebung und Kurzdemos
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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos
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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos
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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos
Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos
Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

Demonstration: Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos: Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Demonstration
Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos

Sa. 08. Juli 2011 | Hannover Congress Center (HCC) | 17 Uhr

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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

Demonstration

Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos

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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

Demonstration

Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

Kundgebung und Kurzdemos

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Auch in diesem Jahr feiert die Lokalprominenz von Hannover die 1. Panzerdivision im Stadtpark unter dem diesjährigen Motto “Ori­ent und Ok­zi­dent”. Diesmal unter dem und wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben. Gruppen aus dem antimilitaristischen und friedenspolitischem Spektrum rufen auf zu verschiedenen Aktionen gegen die Feierlichkeiten.

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Sa. 08 Juli 2011 | Steintor | 15.30 Uhr

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Auch in diesem Jahr feiert die Prominenz die 1. Panzerdivision von Hannover und wieder wird es Proteste gegen die Hofierung der Bundeswehrtruppe geben

Do. 16. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Home » BgR: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

BgR: Keine Geldstrafen für NazigegnerInnen!

Nach einer Aktion gegen Nazipropaganda in der Südstadt im Sommer letzten Jahres, wurden Geldstrafe gegen sechs junge NazigegnerInnen verhängt. Ihnen wird vorgeworfen „Ordnungswidrigkeiten“ begangen zu haben. Das Bündnis gegen Rechts (BgR) Hannover protestiert gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements und ruft zur Unterstützung der Betroffenen auf.

Im Laufe des letzten Jahres war die Südstadt Hannovers öfter Schauplatz von Naziaktivitäten: Nazis verteilen rechte Zeitungen an Schülerinnen und Schüler, rassistische und faschistische Aufkleber werden massiv in den Straßen verklebt und NazigegnerInnen sollen durch Farbschmierereien an ihren Häusern gezielt eingeschüchtert werden.

Das Bündnis gegen Rechts und andere hatten gegen diese Aktivitäten zu Protestaktionen aufgerufen. „So waren es nicht nur AktivistInnen aus dem Bündnis gegen Rechts, die in mehreren Aktionen die Aufkleber der Rechten aus dem Straßenbild entfernten und teilweise mit antirassistischen Aufkleber überklebten.“ kommentiert eine Sprecherin des Bündnisses. „Auch die Jusos Südstadt-Bult beteiligten sich an diesen Aktionen.“ Doch während in der Presse die Aktion der Jusos wohlwollend beschrieben wurde, sahen sich sechs jugendliche NazigegnerInnen, die sich an einer Aktion des BgR beteiligten, mit Ordnungsstrafen konfrontiert.

„Wir lassen uns nicht von unserem Engagement gegen Nazis abhalten und rufen die Menschen in der Südstadt auf, die sechs Jugendlichen zu unterstützen – moralisch und finanziell“ erklärt die Bündnissprecherin.

Spendenkonto zur Unterstützung der sechs Jugendlichen:

Rote Hilfe e.V. – OG Hannover
Konto-Nr. : 0010808858
BLZ: 76010085 (Postbank Nürnberg)
Verwendungszweck: „Südstadt“

Home » Wandzeitung: Linke Freiräume erkämpfen!

Wandzeitung: Linke Freiräume erkämpfen!

Am 1 . Juni wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns tagtäglich als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. Diese Menschen haben unsere volle Solidarität!

Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen zahlreiche Zentren in Hannover (UJZ Kornstraße und Glocksee, Pavillon, Sprengel). Die neuste Besetzung zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.
Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten. Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. In linken Zentren kommen Menschen zusammen, um sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!

Linke Freiraume erkampfen und verteidigen!
Fur ein autonomes Zentrum in Linden!

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Wandzeitung: Linke Freiräume erkämpfen!

Am 1 . Juni wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns tagtäglich als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. Diese Menschen haben unsere volle Solidarität!

Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen zahlreiche Zentren in Hannover (UJZ Kornstraße und Glocksee, Pavillon, Sprengel). Die neuste Besetzung zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.
Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten. Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. In linken Zentren kommen Menschen zusammen, um sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!

Linke Freiraume erkampfen und verteidigen!
Fur ein autonomes Zentrum in Linden!

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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine am 1. Juni 2011 erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das dahinterligende Gebäude besetzt, um gegen den Abriss der beiden Gebäude und den Neubau eines Hauses mit sieben Wohneinheiten zu protestieren. Konkrete Forderungen waren u.a. die Umnutzung des Gebäudebestandes unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen des Stadtteils sowie die ökologische Sanierung statt Abriss. Die Besetzung fand im Stadtteil und darüber hinaus viel positiven Zuspruch und wurde durch eine politische Kampagne begleitet und neben den Besetzer_innen beteiligten sich Anwohner_innen an den Planungstreffen im Haus. So wurde aus der Besetzung ein Autonomes Zentrum.
Am Sonntag nach der Besetzung zeigten ca. 200 Menschen ihre Solidarität mit dem besetzten Haus bei einer Demonstration durch den Stadtteil. Trotzdem wurde die Besetzung am Folgetag von der Polizei mit Räumung des Hauses und einer Festnahme beendet. Der Konflikt besteht im Stadtteil weiter und so versammelten sich am gestrigen Samstag erneut um die 200 Menschen um gegen die Räumung und für ein selbstverwaltetes Autonomes Zentrum in Linden zu demonstrieren.
Neben einigen bestehenden Zentren wie Sprengel, UJZ Korn und Indiego Glocksee hielten auch wir einen kurzen Redebeitrag zur Wichtigkeit linker Freiräume als Ausgangspunkt um Gegenmacht organisieren zu können.

Desweiteren haben wir eine Wandzeitung zur Limmer98 und der Bedeutung von Freiräumen für die linke Bewegung herausgebracht, die wir zur freien Verfügung als Download anbieten.

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Wandzeitung: Linke Freiräume erkämpfen!

Am 1 . Juni wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns tagtäglich als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. Diese Menschen haben unsere volle Solidarität!
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen zahlreiche Zentren in Hannover (UJZ Kornstraße und Glocksee, Pavillon, Sprengel). Die neuste Besetzung zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.
Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten. Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. In linken Zentren kommen Menschen zusammen, um sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!

Linke Freiraume erkampfen und verteidigen!
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Am 1 . Juni wurde in Hannover ein Haus besetzt.
Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns tagtäglich als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. Diese Menschen haben unsere volle Solidarität!
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen zahlreiche Zentren in Hannover (UJZ Kornstraße und Glocksee, Pavillon, Sprengel). Die neuste Besetzung zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.
Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten. Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. In linken Zentren kommen Menschen zusammen, um sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!

Linke Freiraume erkampfen und verteidigen!
Fur ein autonomes Zentrum in Linden!

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Am 1 . Juni wurde in Hannover ein Haus besetzt.
Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns tagtäglich als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. Diese Menschen haben unsere volle Solidarität!
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen zahlreiche Zentren in Hannover (UJZ Kornstraße und Glocksee, Pavillon, Sprengel). Die neuste Besetzung zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.
Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten. Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. In linken Zentren kommen Menschen zusammen, um sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten – unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!

Linke Freiraume erkampfen und verteidigen!
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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine am 1. Juni 2011 erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das dahinterligende Gebäude besetzt, um gegen den Abriss der beiden Gebäude und den Neubau eines Hauses mit sieben Wohneinheiten zu protestieren. Konkrete Forderungen waren u.a. die Umnutzung des Gebäudebestandes unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen des Stadtteils sowie die ökologische Sanierung statt Abriss. Die Besetzung fand im Stadtteil und darüber hinaus viel positiven Zuspruch und wurde durch eine politische Kampagne begleitet und neben den Besetzer_innen beteiligten sich Anwohner_innen an den Planungstreffen im Haus. So wurde aus der Besetzung ein Autonomes Zentrum.
Am Sonntag nach der Besetzung zeigten ca. 200 Menschen ihre Solidarität mit dem besetzten Haus bei einer Demonstration durch den Stadtteil. Trotzdem wurde die Besetzung am Folgetag von der Polizei mit Räumung des Hauses und einer Festnahme beendet. Der Konflikt besteht im Stadtteil weiter und so versammelten sich am gestrigen Samstag erneut um die 200 Menschen um gegen die Räumung und für ein selbstverwaltetes Autonomes Zentrum in Linden zu demonstrieren.
Neben einigen bestehenden Zentren wie Sprengel, UJZ Korn und Indiego Glocksee hielten auch wir einen kurzen Redebeitrag zur Wichtigkeit linker Freiräume als Ausgangspunkt um Gegenmacht organisieren zu können.

Desweiteren haben wir eine Wandzeitung zur Limmer98 und der Bedeutung von Freiräumen für die linke Bewegung herausgebracht, die wir zur freien Verfügung als Download anbieten.

Home » Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine am 1. Juni 2011 erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das dahinterligende Gebäude besetzt, um gegen den Abriss der beiden Gebäude und den Neubau eines Hauses mit sieben Wohneinheiten zu protestieren. Konkrete Forderungen waren u.a. die Umnutzung des Gebäudebestandes unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen des Stadtteils sowie die ökologische Sanierung statt Abriss. Die Besetzung fand im Stadtteil und darüber hinaus viel positiven Zuspruch und wurde durch eine politische Kampagne begleitet und neben den Besetzer_innen beteiligten sich Anwohner_innen an den Planungstreffen im Haus. So wurde aus der Besetzung ein Autonomes Zentrum.
Am Sonntag nach der Besetzung zeigten ca. 200 Menschen ihre Solidarität mit dem besetzten Haus bei einer Demonstration durch den Stadtteil. Trotzdem wurde die Besetzung am Folgetag von der Polizei mit Räumung des Hauses und einer Festnahme beendet. Der Konflikt besteht im Stadtteil weiter und so versammelten sich am gestrigen Samstag erneut um die 200 Menschen um gegen die Räumung und für ein selbstverwaltetes Autonomes Zentrum in Linden zu demonstrieren.
Neben einigen bestehenden Zentren wie Sprengel, UJZ Korn und Indiego Glocksee hielten auch wir einen kurzen Redebeitrag zur Wichtigkeit linker Freiräume als Ausgangspunkt um Gegenmacht organisieren zu können.

Desweiteren haben wir eine Wandzeitung zur Limmer98 und der Bedeutung von Freiräumen für die linke Bewegung herausgebracht, die wir zur freien Verfügung als Download anbieten.

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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das dahinterligende Gebäude besetzt, um gegen den Abriss der beiden Gebäude und den Neubau eines Hauses mit sieben Wohneinheiten zu protestieren. Konkrete Forderungen waren u.a. die Umnutzung des Gebäudebestandes unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen des Stadtteils sowie die ökologische Sanierung statt Abriss. Die Besetzung fand im Stadtteil und darüber hinaus viel positiven Zuspruch und wurde durch eine politische Kampagne begleitet und neben den Besetzer_innen beteiligten sich Anwohner_innen an den Planungstreffen im Haus. So wurde aus der Besetzung ein Autonomes Zentrum.
Am Sonntag nach der Besetzung zeigten ca. 200 Menschen ihre Solidarität mit dem besetzten Haus bei einer Demonstration durch den Stadtteil. Trotzdem wurde die Besetzung am Folgetag von der Polizei mit Räumung des Hauses und einer Festnahme beendet. Der Konflikt besteht im Stadtteil weiter und so versammelten sich am gestrigen Samstag erneut um die 200 Menschen um gegen die Räumung und für ein selbstverwaltetes Autonomes Zentrum in Linden zu demonstrieren.
Neben einigen bestehenden Zentren wie Sprengel, UJZ Korn und Indiego Glocksee hielten auch wir einen kurzen Redebeitrag zur Wichtigkeit linker Freiräume als Ausgangspunkt um Gegenmacht organisieren zu können.

Desweiteren haben wir eine Wandzeitung zur Limmer98 und der Bedeutung von Freiräumen für die linke Bewegung herausgebracht, die wir zur freien Verfügung als Download anbieten.

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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das dahinterligende Gebäude besetzt, um gegen den Abriss der beiden Gebäude und den Neubau eines Hauses mit sieben Wohneinheiten zu protestieren. Konkrete Forderungen waren u.a. die Umnutzung des Gebäudebestandes unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen des Stadtteils sowie die ökologische Sanierung statt Abriss. Die Besetzung fand im Stadtteil und darüber hinaus viel positiven Zuspruch und wurde durch eine politische Kampagne begleitet und neben den Besetzer_innen beteiligten sich Anwohner_innen an den Planungstreffen im Haus.

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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.


In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das Hinterhaus besetzt, um sich

Home » Gedenkveranstaltung zum 22. Juni

Gedenkveranstaltung zum 22. Juni

Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages des Einmarsches der faschistischen Wehrmacht in die Sowjetunion gedenken wir der Opfer des Vernichtungskrieges.

Mi. 22. Juni 2011 | Sowjetisches Ehrenmal, (Maschsee-Nordufer) | 17 Uhr

Eine Veranstaltung der VVN/BdA Hannover.

Home » Gedenkveranstaltung

Gedenkveranstaltung

Der 22. Juni 1941:

Überfall der Faschisten auf die Sowjetunion

Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages des Einmarsches der faschistischen Wehrmacht in die Sowjetunion gedenken wir der Opfer des Vernichtungskrieges.

Mi. 22. Juni 2011 | Sowjetisches Ehrenmal, (Maschsee-Nordufer) | 17 Uhr

Eine Veranstaltung der VVN/BdA Hannover.

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Hannover: Solidarität mit der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.

In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das Hinterhaus besetzt, um sich

Home » Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.

In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das Hinterhaus besetzt, um sich

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Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns das erste Mal die Meldung, dass in Linden eine Besetzung stattgefunden hatte.

In der Limmerstr. 98 hatten Aktivist_innen einen ehemaligen Fahrradladen sowie das Hinterhaus besetzt, um sich

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Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns die Meldung, dass ein Haus in Linden besetzt worden war.

Home » Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Aktionen rund um die Besetzung der Limmerstr. 98

Während unserer Infoveranstaltung gegen die Naziaktionen in Braunschweig und Peine erreichte uns die Meldung, dass ein Haus in Linden besetzt worden war.

Home » Redebeitrag zur Freiraum Demo

Redebeitrag zur Freiraum Demo

Wir, die Antifaschistische Aktion Hannover, senden solidarische Grüße an die Besetzer_innen der Limmerstraße 98! Wir grüßen besonders diejenigen, die bei der Räumung verletzt wurden und im Nachhinein mit Anzeigen und Repression überzogen werden.

Was war da los in Linden?
Erneut wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Der Staat und seine Polizei haben erneut gezeigt, das es von dieser Seite kein Interesse gibt, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren und hat mit einem Polizeieinsatz zur Räumung der Limmer98 geantwortet.
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen Zentren wie die UJZs Kornstraße und Glocksee, der Pavillon, Sprengel und selbst die FAUST. Sie alle sind aus Besetzungen hervorgegangen und können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Besetzung der Limmer98 zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.

Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten.
Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien und der Buckelei in (Hoch-)Schule oder bei der Maloche, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund.
Denn diese Räume geben ihnen die Möglichkeit zusammen zukommen und sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten und unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen. Die gesellschaftlich konstruierten Unterschiede trennen uns nicht! Im Gegenteil: In gemeinsamen Aktionen können alle voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und Perspektiven entwickeln, die die Spaltungslinien der Gesellschaft umgehen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!
Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. All das konnten wir am 6. Juni in Linden erleben.

Deshalb gilt gestern, heute und morgen:
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen!
Für ein autonomes Zentrum in Linden!

Home » Redebeitrag zur Freiraum Demo

Redebeitrag zur Freiraum Demo

Wir, die Antifaschistische Aktion Hannover, senden solidarische Grüße an die Besetzer_innen der Limmerstraße 98! Wir grüßen besonders diejenigen, die bei der Räumung verletzt wurden und im Nachhinein mit Anzeigen und Repression überzogen werden.

Was war da los in Linden?
Erneut wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Der Staat und seine Polizei haben erneut gezeigt, das es von dieser Seite kein Interesse gibt, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren und hat mit einem Polizeieinsatz zur Räumung der Limmer98 geantwortet.
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen Zentren wie die UJZs Kornstraße und Glocksee, der Pavillon, Sprengel und selbst die FAUST. Sie alle sind aus Besetzungen hervorgegangen und können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Besetzung der Limmer98 zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.

Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten.
Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien und der Buckelei in (Hoch-)Schule oder bei der Maloche, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund.
Denn diese Räume geben ihnen die Möglichkeit zusammen zukommen und sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten und unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen. Die gesellschaftlich konstruierten Unterschiede trennen uns nicht! Im Gegenteil: In gemeinsamen Aktionen können alle voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und Perspektiven entwickeln, die die Spaltungslinien der Gesellschaft umgehen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!
Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. All das konnten wir am 6. Juni in Linden erleben.

Deshalb gilt gestern, heute und morgen:
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen!
Für ein autonomes Zentrum in Linden!

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Redebeitrag zur Freiraum Demo

Wir, die Antifaschistische Aktion Hannover, senden solidarische Grüße an die Besetzer_innen der Limmerstraße 98! Wir grüßen besonders diejenigen, die bei der Räumung verletzt wurden und im Nachhinein mit Anzeigen und Repression überzogen werden.

Was war da los in Linden?
Erneut wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Der Staat und seine Polizei haben erneut gezeigt, das es von dieser Seite kein Interesse gibt, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren und hat mit einem Polizeieinsatz zur Räumung der Limmer98 geantwortet.
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen Zentren wie die UJZs Kornstraße und Glocksee, der Pavillon, Sprengel und selbst die FAUST. Sie alle sind aus Besetzungen hervorgegangen und können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Besetzung der Limmer98 zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.

Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten.
Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien und der Buckelei in (Hoch-)Schule oder bei der Maloche, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund.
Denn diese Räume geben ihnen die Möglichkeit zusammen zukommen und sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten und unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen. Die gesellschaftlich konstruierten Unterschiede trennen uns nicht! Im Gegenteil: In gemeinsamen Aktionen können alle voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und Perspektiven entwickeln, die die Spaltungslinien der Gesellschaft umgehen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!
Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. All das konnten wir am 6. Juni in Linden erleben.

Deshalb gilt gestern, heute und morgen:
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen!
Für ein autonomes Zentrum in Linden!

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Redebeitrag zur Freiraum Demo

Wir, die Antifaschistische Aktion Hannover, senden solidarische Grüße an die Besetzer_innen der Limmerstraße 98! Wir grüßen besonders diejenigen, die bei der Räumung verletzt wurden und im Nachhinein mit Anzeigen und Repression überzogen werden.

Was war da los in Linden?
Erneut wurde in Hannover ein Haus besetzt. Erneut haben Menschen gezeigt, dass sie, fernab von dem was uns als wichtig oder notwendig angepriesen wird, ihr Leben in die eigenen Hände nehmen wollen. Der Staat und seine Polizei haben erneut gezeigt, das es von dieser Seite kein Interesse gibt, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren und hat mit einem Polizeieinsatz zur Räumung der Limmer98 geantwortet.
Auch wenn die Besetzung vorerst beendet wurde, besteht der Konflikt in Linden weiterhin und somit auch der Wille einen Freiraum im Stadtteil zu erkämpfen. Das Besetzungen Erfolg haben können zeigen Zentren wie die UJZs Kornstraße und Glocksee, der Pavillon, Sprengel und selbst die FAUST. Sie alle sind aus Besetzungen hervorgegangen und können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Besetzung der Limmer98 zeigt, dass der Wunsch Räume zu haben, um die Vision von einem Leben in Selbstverwaltung praktisch umzusetzen, kein Relikt aus den 70er Jahren ist, sondern aktueller denn je.

Wenn Mieten steigen und so ärmere Menschen aus Stadtteilen vertrieben werden, dann ist dies ein Prozess ganz im Sinne kapitalistischer Logik, der Stadtteilaufwertung oder Gentrifizierung genannt wird. Dies ist auch und gerade in Linden zu beobachten.
Ein autonomes Zentrum, wie es für Linden gefordert wird und mit der Limmer98 umgesetzt werden sollte, ist ein Kontrapunkt zu dieser Entwicklung. Statt einer Verwertbarkeit nach marktwirtschaftlichen Kriterien und der Buckelei in (Hoch-)Schule oder bei der Maloche, stehen hier die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund.
Denn diese Räume geben ihnen die Möglichkeit zusammen zukommen und sich selbst zu verwirklichen, weil sie das tun können, woran sie Freude haben: Alle nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten und unabhängig von Geschlecht, Pass oder Einkommen. Die gesellschaftlich konstruierten Unterschiede trennen uns nicht! Im Gegenteil: In gemeinsamen Aktionen können alle voneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und Perspektiven entwickeln, die die Spaltungslinien der Gesellschaft umgehen.

Ob politische Arbeit, Selbstorganisierter Erfahrungsaustausch oder Kulturarbeit – all das muss ohne Kontrolle und Einflussnahme von Staat und Kapital möglich sein. Um Abseits von den staatlichen Jugend- und Freizeiteinrichtungen politische Gegenmacht aufzubauen, brauchen wir Freiräume wie die besetzte Limmer98 es war! Nicht nur für sechs Tage, sondern für immer!
Doch wo Menschen kollektiv Alternativen zum herrschenden kapitalistischen Normalzustand organisieren, leben und propagieren sind sie dem Staat ein Dorn im Auge. Dann kommt die Polizei um Häuser zu räumen und Menschen festzunehmen. All das konnten wir am 6. Juni in Linden erleben.

Deshalb gilt gestern, heute und morgen:
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen!
Für ein autonomes Zentrum in Linden!

Home » Antifa Info Abend zur Black Panther Party

Antifa Info Abend zur Black Panther Party

Als die “Black Panther Party for Self-Defense” 1966 von Huey P. Newton und Bobby Seale gegründet wurde befanden sich die Vereinigten Staaten von Amerika im Aufruhr. Am Beginn des Vietnamkrieges und den damit verbundenen Student_innenrevolten, sowie in einer Zeit, in der die urbanen schwarzen Gemeinden regelmäßig Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei waren, während einer der größten schwarzen Rhetoriker, Malcolm X, ein Jahr zuvor erschossen worden war. In dieser Zeit gelang es der „Black Panther Party“ innerhalb von nur drei Jahren, aus einer kleinen Gruppe in Oakland Kalifornien zur „größten Bedrohung der inneren Sicherheit der USA“ (J. Edgar Hoover, FBI-Präsident) zu werden.
Wir wollen den Aufstieg und Niedergang dieser Partei beleuchten, die mit ihrem revolutionären Ansatz eine große Wirkung weit über die Grenzen der schwarzen Gemeinden der USA hinaus entwickelte. Außerdem wollen wir die Frage aufwerfen, welche Schlüsse die heutige linksradikale Bewegung aus dem Beispiel der Panther ziehen kann, denn wie schon Malcolm X richtig bemerkte: „Darum sage ich, dass es für euch und mich so wichtig ist, heute ein wenig Zeit damit zu verbringen, etwas über die Vergangenheit zu lernen, damit wir die Gegenwart besser verstehen, sie analysieren und dann anfangen zu handeln.“

Do. 16. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend zur Black Panther Party

Als die “Black Panther Party for Self-Defense” 1966 von Huey P. Newton und Bobby Seale gegründet wurde befanden sich die Vereinigten Staaten von Amerika im Aufruhr. Am Beginn des Vietnamkrieges und den damit verbundenen Student_innenrevolten, sowie in einer Zeit, in der die urbanen schwarzen Gemeinden regelmäßig Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei waren, während einer der größten schwarzen Rhetoriker, Malcolm X, ein Jahr zuvor erschossen worden war. In dieser Zeit gelang es der „Black Panther Party“ innerhalb von nur drei Jahren, aus einer kleinen Gruppe in Oakland Kalifornien zur „größten Bedrohung der inneren Sicherheit der USA“ (J. Edgar Hoover, FBI-Präsident) zu werden.
Wir wollen den Aufstieg und Niedergang dieser Partei beleuchten, die mit ihrem revolutionären Ansatz eine große Wirkung weit über die Grenzen der schwarzen Gemeinden der USA hinaus entwickelte. Außerdem wollen wir die Frage aufwerfen, welche Schlüsse die heutige linksradikale Bewegung aus dem Beispiel der Panther ziehen kann, denn wie schon Malcolm X richtig bemerkte: „Darum sage ich, dass es für euch und mich so wichtig ist, heute ein wenig Zeit damit zu verbringen, etwas über die Vergangenheit zu lernen, damit wir die Gegenwart besser verstehen, sie analysieren und dann anfangen zu handeln.“

Do. 16. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend zur Black Panther Party

Als die “Black Panther Party for Self-Defense” 1966 von Huey P. Newton und Bobby Seale gegründet wurde befanden sich die Vereinigten Staaten von Amerika im Aufruhr. Am Beginn des Vietnamkrieges und den damit verbundenen Student_innenrevolten, sowie in einer Zeit, in der die urbanen schwarzen Gemeinden regelmäßig Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei waren, während einer der größten schwarzen Rhetoriker, Malcolm X, ein Jahr zuvor erschossen worden war. In dieser Zeit gelang es der „Black Panther Party“ innerhalb von nur drei Jahren, aus einer kleinen Gruppe in Oakland Kalifornien zur „größten Bedrohung der inneren Sicherheit der USA“ (J. Edgar Hoover, FBI-Präsident) zu werden.
Wir wollen den Aufstieg und Niedergang dieser Partei beleuchten, die mit ihrem revolutionären Ansatz eine große Wirkung weit über die Grenzen der schwarzen Gemeinden der USA hinaus entwickelte. Außerdem wollen wir die Frage aufwerfen, welche Schlüsse die heutige linksradikale Bewegung aus dem Beispiel der Panther ziehen kann, denn wie schon Malcolm X richtig bemerkte: „Darum sage ich, dass es für euch und mich so wichtig ist, heute ein wenig Zeit damit zu verbringen, etwas über die Vergangenheit zu lernen, damit wir die Gegenwart besser verstehen, sie analysieren und dann anfangen zu handeln.“

Do. 16. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend zur Black Panther Party

Als die “Black Panther Party for Self-Defense” 1966 von Huey P. Newton und Bobby Seale gegründet wurde befanden sich die Vereinigten Staaten von Amerika im Aufruhr. Am Beginn des Vietnamkrieges und den damit verbundenen Student_innenrevolten, sowie in einer Zeit, in der die urbanen schwarzen Gemeinden regelmäßig Schauplatz schwerer Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei waren, während einer der größten schwarzen Rhetoriker, Malcolm X, ein Jahr zuvor erschossen worden war. In dieser Zeit gelang es der „Black Panther Party“ innerhalb von nur drei Jahren, aus einer kleinen Gruppe in Oakland Kalifornien zur „größten Bedrohung der inneren Sicherheit der USA“ (J. Edgar Hoover, FBI-Präsident) zu werden.
Wir wollen den Aufstieg und Niedergang dieser Partei beleuchten, die mit ihrem revolutionären Ansatz eine große Wirkung weit über die Grenzen der schwarzen Gemeinden der USA hinaus entwickelte. Außerdem wollen wir die Frage aufwerfen, welche Schlüsse die heutige linksradikale Bewegung aus dem Beispiel der Panther ziehen kann, denn wie schon Malcolm X richtig bemerkte: „Darum sage ich, dass es für euch und mich so wichtig ist, heute ein wenig Zeit damit zu verbringen, etwas über die Vergangenheit zu lernen, damit wir die Gegenwart besser verstehen, sie analysieren und dann anfangen zu handeln.“

Do. 16. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert mit Rebel Diaz, Quese IMC und Johnny Mauser & Captain Gips anschließend Party auf zwei Ebenen mit champanda (Bits’n'Bongos, Bass.Mati) und einigen rmplkmmr-DJs

Wir freuen uns euch eine interessante Mischung aus politischer Infoveranstaltung, Konzert und Party präsentieren zu können. Zunächst wird die politisch aktive Band Rebel Diaz aus der Bronx in New York City über ihr Engagement im Kampf gegen die verschärften Einwanderungsgesetzte in den Vereinigten Staaten und über ihr Projekt “Rebeldiaz Arts Collective” berichten. Mit diesem Projekt versucht die Band, Menschen aus ihrer Nachbarschaft die Möglichkeit zu bieten sich durch Musik, Kunst, Theater und Diskussionsveranstaltungen kreativ zu betätigen.
Anschließend bekommt ihr eine musikalische Kostprobe von Rebel Diaz geboten, wenn sie zusammen mit dem Rapper Quese IMC aus Los Angeles und den antifaschistischen Rappern Johnny Mauser & Captain Gips gegen 20.30 Uhr ihr Konzert starten.
Im Anschluss an das Konzert werden champanda (Bits’N'Bongos, Bass.Mati) und einige rmplkmmr-DJs den Abend mit Techno und Dubstep vom Feinsten abrunden.

Do. 2. Juni 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert mit Rebel Diaz, Quese IMC und Johnny Mauser & Captain Gips anschließend Party auf zwei Ebenen mit champanda (Bits’n'Bongos, Bass.Mati) und einigen rmplkmmr-DJs

Wir freuen uns euch eine interessante Mischung aus politischer Infoveranstaltung, Konzert und Party präsentieren zu können. Zunächst wird die politisch aktive Band Rebel Diaz aus der Bronx in New York City über ihr Engagement im Kampf gegen die verschärften Einwanderungsgesetzte in den Vereinigten Staaten und über ihr Projekt “Rebeldiaz Arts Collective” berichten. Mit diesem Projekt versucht die Band, Menschen aus ihrer Nachbarschaft die Möglichkeit zu bieten sich durch Musik, Kunst, Theater und Diskussionsveranstaltungen kreativ zu betätigen.
Anschließend bekommt ihr eine musikalische Kostprobe von Rebel Diaz geboten, wenn sie zusammen mit dem Rapper Quese IMC aus Los Angeles und den antifaschistischen Rappern Johnny Mauser & Captain Gips gegen 20.30 Uhr ihr Konzert starten.
Im Anschluss an das Konzert werden champanda (Bits’N'Bongos, Bass.Mati) und einige rmplkmmr-DJs den Abend mit Techno und Dubstep vom Feinsten abrunden.

Do. 2. Juni 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert mit Rebel Diaz, Quese IMC und Johnny Mauser & Captain Gips anschließend Party auf zwei Ebenen mit champanda (Bits’n'Bongos, Bass.Mati) und einigen rmplkmmr-DJs

Wir freuen uns euch eine interessante Mischung aus politischer Infoveranstaltung, Konzert und Party präsentieren zu können. Zunächst wird die politisch aktive Band Rebel Diaz aus der Bronx in New York City über ihr Engagement im Kampf gegen die verschärften Einwanderungsgesetzte in den Vereinigten Staaten und über ihr Projekt “Rebeldiaz Arts Collective” berichten. Mit diesem Projekt versucht die Band, Menschen aus ihrer Nachbarschaft die Möglichkeit zu bieten sich durch Musik, Kunst, Theater und Diskussionsveranstaltungen kreativ zu betätigen.
Anschließend bekommt ihr eine musikalische Kostprobe von Rebel Diaz geboten, wenn sie zusammen mit dem Rapper Quese IMC aus Los Angeles und den antifaschistischen Rappern Johnny Mauser & Captain Gips gegen 20.30 Uhr ihr Konzert starten.
Im Anschluss an das Konzert werden champanda (Bits’N'Bongos, Bass.Mati) und einige rmplkmmr-DJs den Abend mit Techno und Dubstep vom Feinsten abrunden.

Do. 2. Juni 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert mit Rebel Diaz, Quese IMC und Johnny Mauser & Captain Gips
anschließend Party auf zwei Ebenen mit champanda (Bits’n'Bongos, Bass.Mati) und einigen rmplkmmr-DJs

Wir freuen uns euch eine interessante Mischung aus politischer Infoveranstaltung, Konzert und Party präsentieren zu können. Zunächst wird die politisch aktive Band Rebel Diaz aus der Bronx in New York City über ihr Engagement im Kampf gegen die verschärften Einwanderungsgesetzte in den Vereinigten Staaten und über ihr Projekt “Rebeldiaz Arts Collective” berichten. Mit diesem Projekt versucht die Band, Menschen aus ihrer Nachbarschaft die Möglichkeit zu bieten sich durch Musik, Kunst, Theater und Diskussionsveranstaltungen kreativ zu betätigen.
Anschließend bekommt ihr eine musikalische Kostprobe von Rebel Diaz geboten, wenn sie zusammen mit dem Rapper Quese IMC aus Los Angeles und den antifaschistischen Rappern Johnny Mauser & Captain Gips gegen 20.30 Uhr ihr Konzert starten.
Im Anschluss an das Konzert werden champanda (Bits’N'Bongos, Bass.Mati) und einige rmplkmmr-DJs den Abend mit Techno und Dubstep vom Feinsten abrunden.

Do. 2. Juni 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

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Infoveranstaltung und Konzert

Infoveranstaltung und Konzert mit Rebel Diaz, Quese IMC und Johnny Mauser & Captain Gips
anschließend Party auf zwei Ebenen mit champanda (Bits’n'Bongos, Bass.Mati) und einigen rmplkmmr-DJs

Wir freuen uns euch eine interessante Mischung aus politischer Infoveranstaltung, Konzert und Party präsentieren zu können. Zunächst wird die politisch aktive Band Rebel Diaz aus der Bronx in New York City über ihr Engagement im Kampf gegen die verschärften Einwanderungsgesetzte in den Vereinigten Staaten und über ihr Projekt “Rebeldiaz Arts Collective” berichten. Mit diesem Projekt versucht die Band, Menschen aus ihrer Nachbarschaft die Möglichkeit zu bieten sich durch Musik, Kunst, Theater und Diskussionsveranstaltungen kreativ zu betätigen.
Anschließend bekommt ihr eine musikalische Kostprobe von Rebel Diaz geboten, wenn sie zusammen mit dem Rapper Quese IMC aus Los Angeles und den antifaschistischen Rappern Johnny Mauser & Captain Gips gegen 20.30 Uhr ihr Konzert starten.
Im Anschluss an das Konzert werden champanda (Bits’N'Bongos, Bass.Mati) und einige rmplkmmr-DJs den Abend mit Techno und Dubstep vom Feinsten abrunden.

Do. 2. Juni 2011 | UJZ Korn | 18 Uhr

Home » Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Am 4. Juni 2011 wollen Nazis vom Hauptbahnhof rund um die Braunschweiger Innenstadt marschieren. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen gegen den Naziaufmarsch zum “Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim. Anmelder des diesjährigen Aufmarsches ist erneut der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling, der als einer der führenden Köpfe der norddeutschen Naziszene gilt.
Am gleichen Tag findet mit „Braunschweig International“ auf dem Kohlmarkt (Innenstadt), das alljährliche Fest der migrantischen Vereine und Gemeinden der Stadt. Das die Faschisten an diesem Tag mit ihren rassistischen Parolen durch die Stadt ziehen wollen, ist eine besondere Provokation.

Gegen den Aufmarsch wird es verschiedene Protestformen, Aktionen und Blockaden geben. Das Bündnis gegen Rechts ruft unter dem Motto „Den Naziaufmarsch stoppen!“ zu einer Kundgebung an der KZ-Gedenkstätte Schillstrasse (250m vom Hauptbahnhof) und anschließender Demonstration auf. Darüber hinaus rufen verschiedene Gruppe direkt zu Blockaden der Route auf. Zur Vorbereitung auf Blockaden hat die Jugend Antifa Aktion (JAA) die Broschüre ”Tipps und Tricks für den 4. Juni” herausgebracht.

Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch aussieht, werden Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig bei der Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Hannover vorstellen.

Kundgebung und anschließende Demonstration

Sa. 4. Juni 2011 | KZ-Gedenkstätte Schillstrasse (Nähe Hauptbahnhof) | 10 Uhr

Mehr Infos zu den Aktivitäten gegen den Aufmarsch gibt es u.a. beim Bündnis gegen Rechts und bei “Keine Zukunft der Vergangenheit”

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig

Am 4. Juni 2011 wollen Nazis vom Hauptbahnhof rund um die Braunschweiger Innenstadt marschieren. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen gegen den Naziaufmarsch zum “Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim. Anmelder des diesjährigen Aufmarsches ist erneut der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling, der als einer der führenden Köpfe der norddeutschen Naziszene gilt.
Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

Wir werden wichtige Eckpunkte für eine koordinierte Anreise von Hannover nach Braunschweig geben.

Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Mehr Infos zu den Aktivitäten gegen den Aufmarsch gibt es u.a. beim Bündnis gegen Rechts und bei “Keine Zukunft der Vergangenheit”

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig

Am 4. Juni 2011 wollen Nazis vom Hauptbahnhof rund um die Braunschweiger Innenstadt marschieren. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen gegen den Naziaufmarsch zum “Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim. Anmelder des diesjährigen Aufmarsches ist erneut der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling, der als einer der führenden Köpfe der norddeutschen Naziszene gilt.
Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

Wir werden wichtige Eckpunkte für eine koordinierte Anreise von Hannover nach Braunschweig geben.

Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am 4. Juni 2011 wollen Nazis vom Hauptbahnhof rund um die Braunschweiger Innenstadt marschieren. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen gegen den Naziaufmarsch zum “Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim. Anmelder des diesjährigen Aufmarsches ist erneut der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling, der als einer der führenden Köpfe der norddeutschen Naziszene gilt.
Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

Wir werden wichtige Eckpunkte für eine koordinierte Anreise von Hannover nach Braunschweig geben.

Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Braunschweig aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

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Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Braunschweig aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

Wir werden wichtige Eckpunkte für eine koordinierte Anreise von Hannover nach Braunschweig geben.

Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Braunschweig aussieht, werden an diesem Abend Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig vorstellen.

Wir werden wichtige Eckpunkte für eine koordinierte Anreise von Hannover nach Braunschweig geben.

Mi. 1. Juni 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Festival contre le racisme

Der AStA der Universität Hannover veranstaltet zum vierten Mal in Folge eine Aktionswoche gegen Rassismus.

Seit mittlerweile 8 Jahren organisieren Studierende an vielen deutschen Hochschulen die einmal jährlich dezentral statt findende Aktionswoche zu Themen wie Rassismus, Xenophobie und Migration. Das Festival wurde als bundesweite Initiative vom freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen.
Als Inspiration diente die gleichnamige Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF. In Frankreich werden derartige Aktionswochen bereits seit 1995 durchgeführt.

In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Strukturen, seit 2008 veranstaltet. So soll auch dieses Jahr wieder mit der Aktionswoche Bildungsarbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geleistet – und somit ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden.

Es spielen folgende Bands:

* Cut my Skin (Punk aus Berlin)
* Sputnik Booster (8-Bit-Elektro / Slime-Cover aus Bayern)
* Supershirt (Elektro / Pop aus Berlin)
* Cool Mo (HipHop)
* MC_Nuri (HipHop)

Außerdem stellen sich verschiedene kritische und antirassistische Gruppen wie wir an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke.

Fr. 3. Juni 2011 | Welfengarten (hinter der Hauptuni/Welfenschloss) | 15 Uhr

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Festival contre le racisme

Der AStA der Universität Hannover veranstaltet zum vierten Mal in Folge eine Aktionswoche gegen Rassismus.

Seit mittlerweile 8 Jahren organisieren Studierende an vielen deutschen Hochschulen die einmal jährlich dezentral statt findende Aktionswoche zu Themen wie Rassismus, Xenophobie und Migration. Das Festival wurde als bundesweite Initiative vom freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen.
Als Inspiration diente die gleichnamige Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF. In Frankreich werden derartige Aktionswochen bereits seit 1995 durchgeführt.

In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Strukturen, seit 2008 veranstaltet. So soll auch dieses Jahr wieder mit der Aktionswoche Bildungsarbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geleistet – und somit ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden.

Es spielen folgende Bands:

* Cut my Skin (Punk aus Berlin)
* Sputnik Booster (8-Bit-Elektro / Slime-Cover aus Bayern)
* Supershirt (Elektro / Pop aus Berlin)
* Cool Mo (HipHop)
* MC_Nuri (HipHop)

Außerdem stellen sich verschiedene kritische und antirassistische Gruppen wie wir an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke.

Fr. 3. Juni 2011 | Welfengarten (hinter der Hauptuni/Welfenschloss) | 15 Uhr

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Festival contre le racisme

Der AStA der Universität Hannover veranstaltet zum vierten Mal in Folge eine Aktionswoche gegen Rassismus.

Seit mittlerweile 8 Jahren organisieren Studierende an vielen deutschen Hochschulen die einmal jährlich dezentral statt findende Aktionswoche zu Themen wie Rassismus, Xenophobie und Migration. Das Festival wurde als bundesweite Initiative vom freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen.
Als Inspiration diente die gleichnamige Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF. In Frankreich werden derartige Aktionswochen bereits seit 1995 durchgeführt.

In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Strukturen, seit 2008 veranstaltet. So soll auch dieses Jahr wieder mit der Aktionswoche Bildungsarbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geleistet – und somit ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden.

Es spielen folgende Bands:

* Cut my Skin (Punk aus Berlin)
* Sputnik Booster (8-Bit-Elektro / Slime-Cover aus Bayern)
* Supershirt (Elektro / Pop aus Berlin)
* Cool Mo (HipHop)
* MC_Nuri (HipHop)

Außerdem stellen sich verschiedene kritische und antirassistische Gruppen wie wir an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke.

Fr. 3. Juni 2011 | Welfengarten (hinter der Hauptuni/Welfenschloss) | 15 Uhr

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Festival contre le racisme

Der AStA der Universität Hannover veranstaltet zum vierten Mal in Folge eine Aktionswoche gegen Rassismus.

Seit mittlerweile 8 Jahren organisieren Studierende an vielen deutschen Hochschulen die einmal jährlich dezentral statt findende Aktionswoche zu Themen wie Rassismus, Xenophobie und Migration. Das Festival wurde als bundesweite Initiative vom freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) sowie dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) ins Leben gerufen.
Als Inspiration diente die gleichnamige Kampagne des französischen Studierendenverbandes UNEF. In Frankreich werden derartige Aktionswochen bereits seit 1995 durchgeführt.

In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Strukturen, seit 2008 veranstaltet. So soll auch dieses Jahr wieder mit der Aktionswoche Bildungsarbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geleistet – und somit ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden.

Es spielen folgende Bands:

* Cut my Skin (Punk aus Berlin)
* Sputnik Booster (8-Bit-Elektro / Slime-Cover aus Bayern)
* Supershirt (Elektro / Pop aus Berlin)
* Cool Mo (HipHop)
* MC_Nuri (HipHop)

Außerdem stellen sich verschiedene kritische und antirassistische Gruppen wie wir an ihren Ständen vor. Dazu gibt es verschiedene Leckereien (vegan, vegetarisch) und Getränke.

Fr. 3. Juni 2011 | Welfengarten (hinter der Hauptuni/Welfenschloss) | 15 Uhr

Home » alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Records päsentiert
Festival mit den Bands:

APPALACHIAN TERROR UNIT
BAD INFLUENCE
PLANKS
DOWNFALL OF GAIA
I BUILD MYSELF A ROCKET

Fr. 20. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Records päsentiert
Festival mit den Bands:

APPALACHIAN TERROR UNIT
BAD INFLUENCE
PLANKS
DOWNFALL OF GAIA
I BUILD MYSELF A ROCKET

Fr. 20. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Records päsentiert
Festival mit den Bands:

APPALACHIAN TERROR UNIT
BAD INFLUENCE
PLANKS
DOWNFALL OF GAIA
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Fr. 20. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Records päsentiert
Festival mit den Bands:

MONACHUS
LIGHT BEARER
COUGH
NUX VOMICA
…NEVER BUILD RUINS
SEPTIC DIETER

und unserem Infotisch.

Abends Party

Sa. 21. Mai 2011 | UJZ Korn | 16 Uhr

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alerta antifascista Festival #10

alerta antifascista Records päsentiert
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PLANKS
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Fr. 20. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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PLANKS
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Fr. 20. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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alerta antifascista Records päsentiert
Festival mit den Bands:

MONACHUS
LIGHT BEARER
COUGH
NUX VOMICA
…NEVER BUILD RUINS
SEPTIC DIETER

und unserem Infotisch.

Abends Party

Sa. 21. Mai 2011 | UJZ Korn | 16 Uhr

Home » Braunschweig: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Braunschweig: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche Nr. 3.

Gegen Nazis – im Stadion und überall!
Sa. 21. Mai 2011 | Bahnhofsvorplatz (Braunschweig) | 14 Uhr

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

Home » Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Die vom US-amerikanischen Regisseur und Aktivisten Peter Joseph seit 2007 produzierten – und auf beständig wachsende Resonanz treffenden – Zeitgeist-Filme gelten innerhalb weiter Teile der Linken immer noch als Paradebeispiele verkürzter Kapitalismuskritik. Dieser Ruf haftet den Filmen von Peter Joseph aufgrund der Verschwörungstheorien an, die in seinem Erstlingswerk Zeitgeist: The Movie Verbreitung fanden.
So führte er darin auch einen Teil der Kriege des 20. Jahrhunderts auf das Wirken einer Verschwörung von Bankern und der amerikanischen Notenbank zurück, die die USA in diese Konflikte genötigt hätten, um hieraus Profit zu schlagen. Letztendlich wurden alle auch im ersten Zeitgeist-Film erschütternd visualisierten Verwerfungen, Widersprüche und Konflikte auf das Treiben einer Gruppe machthungriger Menschen zurückgeführt, während die Struktur und innere Antriebsdynamik des kapitalistischen Systems ausgeblendet blieben.
Mit dieser personifizierten, verkürzten Kritik des Kapitalismus bricht der jüngste Zeitgeist-Film radikal. In einer Schlüsselszene wird deutlich, dass für die derzeitige allumfassende globale Krise keine „korrupten Regierungen, keine finsteren Konzerne oder Kartelle, keine fehlerhafte menschliche Natur, und keine geheime, versteckte Intrige“ ursächlich verantwortlich sind, sondern die „Grundlagen unseres sozioökonomischen Systems selbst“.

Wir möchten an diesem Abend mit euch den kritischen Gehalt der Zeitgeist-Filme diskutieren und schauen, inwieweit diese für eine radikale Kritik des Bestehenden brauchbar sind.
Unser Referent Tomasz Konicz war Junge Welt Autor und arbeitet derzeit als freier Journalist. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Osteuropa, Migration und Krise.

Mi. 25. Mai 2011 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

Home » Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren – Fällt aus

Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren – Fällt aus

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

ACHTUNG: Die Veranstaltung wird wegen Krankheit des Referenten nicht am 9. Mai stattfinden. Wir werden dafür sorgen, daß sie zeitnah nachgeholt wird.

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | Elchekeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

Home » Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Mehr Infos demnächst hier und beim Antifacafé Braunschweig.

Home » Revolutionärer 1. Mai 2011

Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Fotos


Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Fotos


Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Home » Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Veranstaltung gegen Verschwörungstheorien in Zeiten der Krise am Beispiel der Zeitgeist-Filme.

Von und mit dem Journalisten Tomasz Konicz

Mi. 25. Mai 2011 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland.
In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Do. 19. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Ein Artikel zum Thema ist in der jungen Welt vom 22.03. 2011 erschienen.

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Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Die vom US-amerikanischen Regisseur und Aktivisten Peter Joseph seit 2007 produzierten – und auf beständig wachsende Resonanz treffenden – Zeitgeist-Filme gelten innerhalb weiter Teile der Linken immer noch als Paradebeispiele verkürzter Kapitalismuskritik. Dieser Ruf haftet den Filmen von Peter Joseph aufgrund der Verschwörungstheorien an, die in seinem Erstlingswerk Zeitgeist: The Movie Verbreitung fanden.
So führte er darin auch einen Teil der Kriege des 20. Jahrhunderts auf das Wirken einer Verschwörung von Bankern und der amerikanischen Notenbank zurück, die die USA in diese Konflikte genötigt hätten, um hieraus Profit zu schlagen. Letztendlich wurden alle auch im ersten Zeitgeist-Film erschütternd visualisierten Verwerfungen, Widersprüche und Konflikte auf das Treiben einer Gruppe machthungriger Menschen zurückgeführt, während die Struktur und innere Antriebsdynamik des kapitalistischen Systems ausgeblendet blieben.
Mit dieser personifizierten, verkürzten Kritik des Kapitalismus bricht der jüngste Zeitgeist-Film radikal. In einer Schlüsselszene wird deutlich, dass für die derzeitige allumfassende globale Krise keine „korrupten Regierungen, keine finsteren Konzerne oder Kartelle, keine fehlerhafte menschliche Natur, und keine geheime, versteckte Intrige“ ursächlich verantwortlich sind, sondern die „Grundlagen unseres sozioökonomischen Systems selbst“.

Wir möchten an diesem Abend mit euch den kritischen Gehalt der Zeitgeist-Filme diskutieren und schauen, inwieweit diese für eine radikale Kritik des Bestehenden brauchbar sind.
Unser Referent Tomasz Konicz war Junge Welt Autor und arbeitet derzeit als freier Journalist. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Osteuropa, Migration und Krise.

Mi. 25. Mai 2011 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

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Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Veranstaltung gegen Verschwörungstheorien in Zeiten der Krise am Beispiel der Zeitgeist-Filme.

Von und mit dem Journalisten Tomasz Konicz

Mi. 25. Mai 2011 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

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Veranstaltung: “It’s the System, Stupid!”

Veranstaltung gegen Verschwörungstheorien in Zeiten der Kriam Beispiel der Zeitgeist-Filme.

Von und mit dem Journalisten Tomasz Konicz

Mi. 25. Mai 2011 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

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Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland.
In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Do. 19. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Ein Artikel zum Thema ist in der jungen Welt vom 22.03. 2011 erschienen.

Home » 8. Mai: Militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus

8. Mai: Militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus

Am 8. Mai 1945, muss die faschistische Wehrmacht vor den Streitkräften der Alliierten kapitulieren. International ist dieses Datum ein Feiertag in allen Ländern, die während des 2. Weltkrieges besetzt waren und deren Angehörige gegen Wehrmacht und SS gekämpft haben. In diesen Ländern wird er als Tag der Befreiung vom Faschismus gefeiert.
Der 8. Mai steht konkret für die Befreiung der Häftlinge aus Konzentrationslagern und Gefängnissen. Anders als in Deutschland, kämpfte in Italien, Frankreich oder Jugoslawien eine breite Partisan_innenbewegung gegen den Nationalsozialismus und zusammen mit den Streitkräften der West-Alliierten und der Roten Armee wurden die Nazis besiegt.

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8. Mai: Militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus

Am 8. Mai 1945, muss die faschistische Wehrmacht vor den Streitkräften der Alliierten kapitulieren. International ist dieses Datum ein Feiertag in allen Ländern, die während des 2. Weltkrieges besetzt waren und deren Angehörige gegen Wehrmacht und SS gekämpft haben. In diesen Ländern wird er als Tag der Befreiung vom Faschismus gefeiert.
Der 8. Mai steht konkret für die Befreiung der Häftlinge aus Konzentrationslagern und Gefängnissen. Anders als in Deutschland, kämpfte in Italien, Frankreich oder Jugoslawien eine breite Partisan_innenbewegung gegen den Nationalsozialismus und zusammen mit den Streitkräften der West-Alliierten und der Roten Armee wurden die Nazis besiegt.

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8. Mai: Militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus

Am 8. Mai 1945, muss die faschistische Wehrmacht vor den Streitkräften der Alliierten kapitulieren. International ist dieses Datum ein Feiertag in allen Ländern, die während des 2. Weltkrieges besetzt waren und deren Angehörige gegen Wehrmacht und SS gekämpft haben. In diesen Ländern wird er als Tag der
Befreiung vom Faschismus gefeiert.
Der 8. Mai steht konkret für die Befreiung der Häftlinge aus Konzentrationslagern und Gefängnissen. Anders als in Deutschland, kämpfte in Italien, Frankreich oder Jugoslawien eine breite PartisanInnenbewegung gegen
den Nationalsozialismus und zusammen mit den Streitkräften der West-Alliierten und der Roten Armee wurden die Nazis besiegt.

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8. Mai: Militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus

Am 8. Mai 1945, muss die faschistische Wehrmacht vor den Streitkräften der Alliierten kapitulieren. International ist dieses Datum ein Feiertag in allen Ländern, die während des 2. Weltkrieges besetzt waren und deren Angehörige gegen Wehrmacht und SS gekämpft haben. In diesen Ländern wird er als Tag der
Befreiung vom Faschismus gefeiert.
Der 8. Mai steht konkret für die Befreiung der Häftlinge aus Konzentrationslagern und Gefängnissen. Anders als in Deutschland, kämpfte in Italien, Frankreich oder Jugoslawien eine breite PartisanInnenbewegung gegen
den Nationalsozialismus und zusammen mit den Streitkräften der West-Alliierten und der Roten Armee wurden die Nazis besiegt.

Home » 15.06.09 | Wandzeitung zu Bildungsprotesten

15.06.09 | Wandzeitung zu Bildungsprotesten

An den Unis, in den Schulen und Betrieben gärt es. Vom 15. bis zum 19. Juni werden Schulen und Universitäten in ganz Deutschland bestreikt und besetzt. Und nicht nur in Deutschland tragen die Betroffenen der Zurichtung durch die Bildungssysteme ihre Wut auf die Straße: Unter anderem in Griechenland, Mexiko, Spanien, Italien und Frankreich schließen sich Schüler_innen, Student_innen und Auszubildende zusammen. Sie protestieren gegen den unerträglichen Normalzustand der Gesellschaft, der diese Kämpfe verbindet. Diese finden nicht ohne Grund an Schulen und Universitäten statt; hier findet die Weichenstellung, die Aussortierung und Elitenbildung, die Aufwertung der Arbeitskraft, statt. Hier wird entschieden, wer von der Pole Position und wer als Bummelletzte_r in ein Rennen starten darf, das weder Spaß macht, noch ein schönes Leben ermöglicht.

Wer, wie im Aufruf zum Bildungsstreik 2009, meint, »dass die Auswirkungen wettbewerbsorientierter Entscheidungskriterien verheerend sind«, hat Recht.

(Aus-)Bildung in dieser Gesellschaft dient nur einem Ziel: Der profitabelsten Ausbeutung unserer Arbeitskraft. Deswegen liegt beispielsweise das B-Team auch daneben, wenn sie »echte Chancengleicheit« fordern – das Problem ist nicht die Startaufstellung, sondern das Rennen selbst.

Die Proteste gegen die Zustände, nicht nur im Bildungsbereich, erschöpfen sich leider viel zu oft in solchen »Verbesserungsvorschlägen« und »konstruktiver Kritik«. Uns und euch sollte es aber um viel mehr gehen: Die Forderung nach gerechter, selbstbestimmter, freier Bildung funktioniert nur mit der Forderung nach einer Gesellschaft, in der die in der die Konkurrenz abgeschafft ist.

Dieser Protest darf sich nicht in Demonstrationen und Bittbriefen erschöpfen, sondern muss auf allen Ebenen geführt werden.
Wir fordern keine kleineren Klassen, wir fordern die klassenlose Gesellschaft!
Nicht nur in der Schule, in der Uni und im Betrieb – überall!

Home » Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | Universität Hannover, Hauptgebäude – Raum B302 | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | Universität Hannover, Hauptgebäude – Raum B302 | 20 Uhr

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Fotos


Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Home » Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.


Mo. 09. Mai 2011 | Universität Hannover, Hauptgebäude – Raum B302 | 20 Uhr

Home » Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.


Mo. 09. Mai 2011 | Universität Hannover, Hauptgebäude – Raum B302 | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.


Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.


Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Veranstaltung: Der kommende Aufstand – fällt aus

Veranstaltung: Der kommende Aufstand – fällt aus

Die Veranstaltung fällt aus.

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Veranstaltung: Der kommende Aufstand – fällt aus

Die Veranstaltung fällt aus.

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Veranstaltung: Der kommende Aufstand

Die Veranstaltung fällt aus.

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig und Northeim

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig und Northeim

Am Wochenende um den 21. und 22. Mai heisst es gleich zweimal Den rechten Vormarsch stoppen!

In Brauschweig rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ zu einer Demonstration am Samstag auf. In den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren.
(mehr dazu)

Am darauffolgenden Sonntag will die NPD in Northeim bei Göttingen ihren Landesparteitag durchführen. Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo.
(mehr dazu)

Referent_innen der Ultras Braunschweig werden über den Hintergrund der Demonstration in Braunschweig berichten und wir werden ein Infoupdate zu Northeim geben. Desweiteren wird die organisierte Anreise in beide Städte vorgestellt werden.

Mi. 18. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Braunschweig und Northeim

Am Wochenende um den 21. und 22. Mai heisst es gleich zweimal Den rechten Vormarsch stoppen!

In Brauschweig rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ zu einer Demonstration am Samstag auf. In den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren.
(mehr dazu)

Am darauffolgenden Sonntag will die NPD in Northeim bei Göttingen ihren Landesparteitag durchführen. Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo.
(mehr dazu)

Referent_innen der Ultras Braunschweig werden über den Hintergrund der Demonstration in Braunschweig berichten und wir werden ein Infoupdate zu Northeim geben. Desweiteren wird die organisierte Anreise in beide Städte vorgestellt werden.

Mi. 18. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am Wochenende um den 21. und 22. Mai heisst es gleich zweimal Den rechten Vormarsch stoppen!

In Brauschweig rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ zu einer Demonstration am Samstag auf. In den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren.
(mehr dazu)

Am darauffolgenden Sonntag will die NPD in Northeim bei Göttingen ihren Landesparteitag durchführen. Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo.

Referent_innen der Ultras Braunschweig werden über den Hintergrund der Demonstration in Braunschweig berichten und wir werden ein Infoupdate zu Northeim geben. Desweiteren wird die organisierte Anreise in beide Städte vorgestellt werden.

Mi. 18. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am Wochenende um den 21. und 22. Mai heisst es gleich zweimal “Den rechten Vormarsch stoppen!”

In Brauschweig rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ zu einer Demonstration am Samstag auf. In den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren.
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Am darauffolgenden Sonntag will die NPD in Northeim bei Göttingen ihren Landesparteitag durchführen. Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo.

Referent_innen der Ultras Braunschweig werden über den Hintergrund der Demonstration in Braunschweig berichten und wir werden ein Infoupdate zu Northeim geben. Desweiteren wird die organisierte Anreise in beide Städte vorgestellt werden.

Mi. 18. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am Wochenende um den 21. und 22. Mai heisst es gleich zweimal “Den rechten Vormarsch stoppen!”

In Brauschweig rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ zu einer Demonstration am Samstag auf. In den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren.
(mehr dazu)

Am darauffolgenden Sonntag will die NPD in Northeim bei Göttingen ihren Landesparteitag durchführen. Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo.

Referent_innen der Ultras Braunschweig werden über den Hintergrund der Demonstration in Braunschweig berichten und wir werden ein Infoupdate zu Northeim geben. Desweiteren wird die organisierte Anreise in beide Städte vorgestellt werden.

Mi. 18. Mai 2011 | UJZ Korn |

Home » Northeim: NPD Parteitag verhindern!

Northeim: NPD Parteitag verhindern!

Am 22. Mai 2011 darf die NPD-Niedersachsen in der Stadthalle Northeim ihren Landesparteitag abhalten. So jedenfalls entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 15. April 2011. Wir sehen das anders! Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, jetzt aktiv zu werden, um den NPD-Landesparteitag in Northeim doch noch im Vorfeld unmöglich zu machen. Sollte es notwendig sein, rufen lokale antifaschistische Gruppen und wir dazu auf, den Neonazis am 22. Mai 2011 in Northeim den Weg zu versperren.

Mehr Informationen auf den Seiten der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

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Braunschweig: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche Nr. 3.

Gegen Nazis – im Stadion und überall!

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

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Demo: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche Nr. 3.

Gegen Nazis – im Stadion und überall!

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

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Braunschweig: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf Antifaschist_innen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche Nr. 3.

Gegen Nazis – im Stadion und überall!

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

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Demo: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf AntifaschistInnen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche Nr. 3.

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Demo: Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

Unter dem Motto „Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen“ rufen antifaschistische und Ultra-Gruppen sowie der DGB in Braunschweig zu einer Demonstration am 21. Mai in Braunschweig.
Auch in Braunschweig ist es wichtig antifaschistische Proteste gegen rechte Hooliganstrukturen auf die Straße zu tragen, denn in den letzten zwei Jahren kam es zu mehreren verbalen und körperlichen Übergriffen von rechten Hooligans auf AntifaschistInnen, darunter speziell auf antifaschistische Ultras. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Wagten doch hier erstmalig Mitglieder der Gruppe Ultras Braunschweig in organisierter Form antirassistische sowie antifaschistische Inhalte in dem gesellschaftlichen Raum rund um die Fanszene von Eintracht Braunschweig zu platzieren. Dieser war bis dato eher durch einen vermeintlich “unpolitischen” Grundkonsens gekennzeichnet, welcher in der Realität jedoch lediglich Ausschweifer nach rechts ermöglichte und dafür sorgte, dass sich dauerhaft diskriminierende Strukturen etabliert haben, die auf Rassismus und Nationalismus basieren. Diese Strukturen werden von einem kleinen Teil bewusst gefördert und von dem Gros der übrigen ZuschauerInnen überwiegend stillschweigend hingenommen.

Die von Seiten der Gruppe Ultras Braunschweig von mal zu mal offener und bestimmter geäußerte Warnung vor rechten Aktivitäten und das gleichzeitige Artikulieren emanzipatorischer Inhalte (vor allem antifaschistische, antirassistische und antisexistische) bewirkte einen Eingriff in
den Aktionsraum rechter Personen innerhalb oder im Dunstkreis der Fanszene. Jene reagieren seither aggressiv und versuchen antifaschistische AktivistInnen durch Drohungen und Übergriffe einzuschüchtern. Zum Phänomenen antifaschistsicher Ultra-Gruppen erschien ein Artikel in der angriffsfläche

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NPD Parteitag verhindern!

Am 22. Mai 2011 darf die NPD-Niedersachsen in der Stadthalle Northeim ihren Landesparteitag abhalten. So jedenfalls entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 15. April 2011. Wir sehen das anders! Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, jetzt aktiv zu werden, um den NPD-Landesparteitag in Northeim doch noch im Vorfeld unmöglich zu machen. Sollte es notwendig sein, rufen lokale antifaschistische Gruppen und wir dazu auf, den Neonazis am 22. Mai 2011 in Northeim den Weg zu versperren.

Mehr Informationen auf den Seiten der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

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Northeim: NPD Parteitag verhindern!

Am 22. Mai 2011 darf die NPD-Niedersachsen in der Stadthalle Northeim ihren Landesparteitag abhalten. So jedenfalls entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 15. April 2011. Wir sehen das anders! Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, jetzt aktiv zu werden, um den NPD-Landesparteitag in Northeim doch noch im Vorfeld unmöglich zu machen. Sollte es notwendig sein, rufen lokale antifaschistische Gruppen und wir dazu auf, den Neonazis am 22. Mai 2011 in Northeim den Weg zu versperren.

Mehr Informationen auf den Seiten der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

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NPD Parteitag verhindern!

Am 22. Mai 2011 darf die NPD-Niedersachsen in der Stadthalle Northeim ihren Landesparteitag abhalten. So jedenfalls entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 15. April 2011. Wir sehen das anders! Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, jetzt aktiv zu werden, um den NPD-Landesparteitag in Northeim doch noch im Vorfeld unmöglich zu machen. Sollte es notwendig sein, rufen lokale antifaschistische Gruppen und wir dazu auf, den Neonazis am 22. Mai 2011 in Northeim den Weg zu versperren.

Mehr Informationen auf den Seiten der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

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NPD Parteitag verhindern!

Am 22. Mai 2011 darf die NPD-Niedersachsen in der Stadthalle Northeim ihren Landesparteitag abhalten. So jedenfalls entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 15. April 2011. Wir sehen das anders! Der verbrecherischen Ideologie und den organisierten Strukturen des Neofaschismus darf kein Raum gegeben werden – weder in Northeim noch anderswo. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, jetzt aktiv zu werden, um den NPD-Landesparteitag in Northeim doch noch im Vorfeld unmöglich zu machen. Sollte es notwendig sein, rufen lokale antifaschistische Gruppen und wir dazu auf, den Neonazis am 22. Mai 2011 in Northeim den Weg zu versperren.

Mehr Informationen auf den Seiten der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

Infoveranstaltung in Hannover zu Braunschweig und Northeim am Mi. den 18. Mai 2011.

Home » Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland.
In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Do. 19. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Ein Artikel zum Thema ist in der jungen Welt vom 22.03. 2011 erschienen.

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Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland.
In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Do. 19. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Ein Artikel zum Thema ist in der jungen Welt vom 22.03. 2011 erschienen.

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Antikapitalistischer Block

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

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Antikapitalistischer Block

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Bremen

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Bremen

Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22. Mai den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und einem Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.

Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Revolutionärer 1. Mai 2011

Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Fotos


Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Warmup zum 1. Mai mit Film

Am Vorabend des 1. Mai zeigen wir den Film “Marx Reloaded”

Marx ReloadedDie Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.


Sa. 30. April 2011 | Biergarten Gretchen (FAUST Gelände) | 19.30 Uhr


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Warmup zum 1. Mai mit Film

Am Vorabend des 1. Mai zeigen wir den Film “Marx Reloaded”

Marx ReloadedDie Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.


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Am Vorabend des 1. Mai zeigen wir den Film “Marx Reloaded”

Marx ReloadedDie Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.



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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.



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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.

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Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.


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Am Vorabend des 1. Mai zeigen wir den Film “Marx Reloaded”

Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.
Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?
Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise.


Sa. 30. April 2011 | Biergarten Gretchen (FAUST Gelände) | 19.30 Uhr

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Warmup zum 1. Mai

Am Vorabend des 1. Mai zeigen wir den Film “Marx Reloaded”

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
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Der 1. Mai in Hannover in den letzten Jahren
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der revolutionären Linken heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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1. Mai: Internationaler Kampftag

Die Geschichte des 1. Mai beginnt 1886 in den USA Hier sollte es einen mehrtägigen Genralstreik zur Durchsetzung eines Acht-Stunden Tages. Der Tag selbst galt in den USA als „Moving day“, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA beteiligten sich.
In Chicago gab es eine Kundgebung am 1. Mai auf dem Haymarket. Als Ergebnis von Erfolgen in lokalen Betriebskämpfen fanden auch in den Tagen danach immer wieder Versammmlungen auf dem Platz statt und immer wieder kam es zu Angriffen und Provokationen durch die Polizei. Am 3. Mai wurden sechs Arbeiter getötet. Am Tag drauf explodierte eine Bombe auf dem Platz und 12 Menschen, darunter sieben Polizisten, starben. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden.
Obwohl ihnen keine Beteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sieben anarchistische Arbeiterführer, die den Streik mitorganisiert hatten, zum Tode und ein weiterer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Bombenwerfer aufgrund der Ideen der Männer gehandelt haben müsse, seien sie ebenso schuldig, als hätten sie selbst den Anschlag verübt – urteilte der Richter. Vier von ihnen wurden gehenkt, einer beging vorher Selbstmord, zwei Todesurteile wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Ab diesem Jahr ist der 1. Mai auch international ein Datum für die Arbeiter_innenbewegung: Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus vielen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Unter anderem wurde eine Resolution aus Frankreich beschlossen, in der es hiess:

„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“

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1. Mai: Internationaler Kampftag

Die Geschichte des 1. Mai beginnt 1886 in den USA Hier sollte es einen mehrtägigen Genralstreik zur Durchsetzung eines Acht-Stunden Tages. Der Tag selbst galt in den USA als „Moving day“, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA beteiligten sich.
In Chicago gab es eine Kundgebung am 1. Mai auf dem Haymarket. Als Ergebnis von Erfolgen in lokalen Betriebskämpfen fanden auch in den Tagen danach immer wieder Versammmlungen auf dem Platz statt und immer wieder kam es zu Angriffen und Provokationen durch die Polizei. Am 3. Mai wurden sechs Arbeiter getötet. Am Tag drauf explodierte eine Bombe auf dem Platz und 12 Menschen, darunter sieben Polizisten, starben. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden.
Obwohl ihnen keine Beteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sieben anarchistische Arbeiterführer, die den Streik mitorganisiert hatten, zum Tode und ein weiterer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Bombenwerfer aufgrund der Ideen der Männer gehandelt haben müsse, seien sie ebenso schuldig, als hätten sie selbst den Anschlag verübt – urteilte der Richter. Vier von ihnen wurden gehenkt, einer beging vorher Selbstmord, zwei Todesurteile wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Ab diesem Jahr ist der 1. Mai auch international ein Datum für die Arbeiter_innenbewegung: Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus vielen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Unter anderem wurde eine Resolution aus Frankreich beschlossen, in der es hiess:

„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai 2011

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Thesen zum 1. Mai 2011

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

Home » Revolutionärer 1. Mai

Revolutionärer 1. Mai

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Thesen zum 1. Mai 2011

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai

Am 1. Mai heisst es auch dieses Jahr und auch in Hannover wieder “Raus auf die Straße!”. Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

Ausgestatt mit acht Thesen wollen wir in die diesjährige 1. Mai-Demonstration der IG Metall intervenieren und für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen. Wir rufen auf zum

Antikapitalistischer Block
So. 1. Mai 2011 | Freizeitheim Linden (Windheimstr.) | 9.30 Uhr

Thesen zum 1. Mai 2011

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

    Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

    Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

Home » Revolutionärer 1. Mai

Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“

In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

III: „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“

In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

IV: „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“

Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

V: „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“

Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

VI: „Antikapitalismus ist Klasse!“

Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

VII: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“

Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

VIII: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)

Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

I: „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“

Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

II: „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“
In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

These 3 : „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“
In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

These 4 : „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“
Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

These 5 : „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“
Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

These 6: „Antikapitalismus ist Klasse!“
Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

These 7: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“
Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

These 8: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)
Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
2007 | 2008 | 2009 | 2010

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Revolutionärer 1. Mai

Mai-Thesen

Die Lage ist ernst! Auf den ersten Blick scheint es so zu wirken als sei Deutschland der Krise entkommen oder habe sie zumindest mit einem blauen Auge überlebt. Mit internationalem Blick wird jedoch klar dass Deutschland zwar gut davon gekommen zu sein scheint, die Krise aber bei weitem nicht überstanden ist. Im Gegenteil: Portugal hat erst kürzlich Finanzhilfen beantragt und auch die Situation in Griechenland ist noch lange nicht geklärt. Warum es in Deutschland trotz massiver Sozialkürzungen dennoch so ruhig blieb und bleibt, ist eine Frage der Politik dieses Staates, des Verhaltens seiner Mitglieder und des ganzen Scheiss-Systems!

These 1 : „Kapitalismus war als Kind schon scheisse!“
Der Kapitalismus hatte seinen Ausgangspunkt in Europa und ist eine relativ junge Form zunächst der Produktionsweise von weniger als zwei Jahrhunderten. So progressiv die Entwicklung als emanzipatorischer Schritt aus kirchlichen und feudalistischen Verhältnissen zu bewerten ist, muss der Kapitalismus von Anfang an als Herrschaftssystem der Zwänge und Abhängigkeit kritisiert werden: Die Menschen sind frei als Eigentümer von Produktionsmitteln oder müssen sich vermeintlich frei dazu entscheiden ihre Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. Die direkt personale Herrschaft wurde ersetzt durch eine über die Produktionsverhältnisse vermittelte Herrschaft, die weiterhin die Herrschaft von Menschen über Menschen bedeutet.

These 2 : „Die Verhältnisse unter dem Kapitalismus verändern sich durch Kämpfe der Menschen!“
In den letzten 150 Jahren hat sich der Kapitalismus auf die gesamte Welt ausgebreitet. Aber wir müssen festhalten, dass sich der Kapitalismus überall auf der Welt aus verschiedenen Ausgangslagen unterschiedlich entwickelt hat. Es sind Kämpfe gegen unterschiedlichste Unterdrückungsformen wie Sexismus und Rassismus oder Kämpfe um den Arbeitstag oder Landbesitz, welche die Ausprägungen des Kapitalismus gestalten. Diese Kämpfe sind es auch welche die jeweiligen Gesellschaften in Erklärungsnot oder besser unter Legitimationszwang bringen.

These 3 : „Der Kapitalismus ist ein flexibles, ein sich wandelndes und kein starres Herrschaftssystem!“
In der Geschichte des Kapitalismus lässt sich beobachten wie er in der Lage ist auf die jeweils unterschiedliche Kritik und Schwerpunktsetzung der unterschiedlichsten Kämpfe zu reagieren. So werden die Forderungen nach mehr Lohn, Arbeitsschutz oder geschlechtlicher Gleichstellung am Arbeitsplatz je nach der Stärke des Protests abgewandelt und aufgenommen. Je nach der Kraft und Ausdauerfähigkeit gesellschaftlicher Kräfte werden die Errungenschaften wieder zurückgenommen, wie in der BRD unter dem Leidensspruch „Fördern und Fordern“ Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungen in den letzten 20 Jahren grundlegend durch den Staat zurückgedreht wurden. Phänomene wie Kurz- und Leiharbeit ,die durch den Staat rechtlich fixiert wurden, bestimmen den Alltag. „Arm trotz Arbeit“ – das Lohnsystem kann die Menschen nicht mehr versorgen.

These 4 : „Der Staat ist weder Freund noch Helfer, sondern am Ende nur der Gegner!“
Speziell in Deutschland hängen sich Hoffnungen auf Verbesserungen oftmals an die Schleppe des Staates und erschöpfen sich in Forderungen an „die da oben“. Parteien wie die SPD waren vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland aufrichtige Vertreter_innen der Arbeiter_inneninteressen. Dies ist lange vorbei. SPD bedeutet Hartz IV, „Atomkonsens“ und Kriegseinsatz. Im Endeffekt sind Parteien grundsätzlich Fans von Ruhe und Ordnung. Diese müssen wir diese Ruhe und Ordnung durchbrechen. Das muss man auch bei einer Partei wie „Die Linke“ im Hinterkopf behalten, auch wenn sich hier viele engagierte Mitstreiter_innen finden lassen. Die APO-Bewegung von 1968 oder die Anti-AKW-Bewegung zeigen, dass gerade wahre Stärke über die regulierten Formen des Protestes hinausgehen muss.

These 5 : „Kapitalismus bedeutet im Hamsterrad Motorrad fahren – regelmäßig auf die Schnauze fallen“
Im Jahre 2008 stand fest, dass sich der Kapitalismus weltweit in einer Krise befindet und sogar das „Unmögliche“ passieren kann: Ganze Staaten wie Island, Griechenland, Irland schmieren ab: Staatsbankrott. Sicher war und ist dabei allen nur eins: Die nächste Krise kommt bestimmt und mehr Staaten werden purzeln. In der BRD haben über eine Million Menschen in Leiharbeit und ca. drei Millionen in Hartz IV, somit mehrere Millionen Menschen in Armut, die Krise bezahlt. Damit ist die BRD sogar noch relativ glimpflich davongekommen, manche behaupten, „wir“ hätten die Krise „gemeistert“. Das ist Bullshit. Es funktioniert nicht und alle wissen das. Beispiele wie Griechenland machen hingegen bei aller Tragik einen Perspektivenwechsel möglich: Die Menschen wenden sich gegen den Staat; verstehen ihn als das was er ist: Verantwortlicher für Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus im Normalbetrieb und Krisenzeiten. Die Gewerkschaften unterstützen diese Proteste. In Deutschland vermissen wir hingegen eine solche Grundüberlegung gerade von Seiten der Gewerkschaften. Die Zeiten des Staats als Heilsbringer sind in Europa eindeutig vorbei.

These 6: „Antikapitalismus ist Klasse!“
Diese Gegenposition zum Staat und seinen Reformparteien wie SPD, Die Linke, den Grünen usw. lässt sich jedoch nicht nur in Ländern finden, welche die Krise so heftig mit der Breitseite abbekommen haben wie die Menschen in Griechenland: Allen Menschen ist klar, dass das „positive“ Abschneiden von Staaten auf dem Leidwesen eben der schwächsten Nationalökonomien ausgetragen wird. Ebenfalls, dass der Staat in seiner Funktion als regulierenden Instanz die Opposition zu den ehemals oder zukünftig arbeitenden Menschen bedeutet, weil Kürzungen auf ihrem Rücken ausgetragen wird. So finden wir in Belgien, Frankreich, Luxemburg, Italien, England, Spanien (die Reihe ließe sich beliebig verlängern) Gewerkschaften, die unabhängig von der jeweiligen Krisenintensität des Nationalstaates ihre Oppositionshaltung zum Staat deutlich formulieren. Es waren Funktionär_innen des DGB die in Deutschland Hartz IV mit auf den Weg gebracht haben und immer wieder fallen Einzelgewerkschaften engagierten und kämpferischen Belegschaften in Betriebskämpfen in den Rücken (2011 die IG Metall in Ganderkesee im Kampf um die Atlas-Werke; 2005 in Düsseldorf die NGG gegen die Belegschaft von Gate Gourmet; 2009 die Ver.di im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Berliner Kino Babylon Mitte). Nicht Interessenvertretung und Klassenkampf sondern der soziale Friede haben für sie Priorität.

These 7: „Soziale Kämpfe vernetzen, solidarisch und international.“
Ein verstärkter Blick auf die Konflikte unserer Genoss_innen in Krisenzeiten auf der gesamten Welt bringt weiteren Erkenntnisgewinn: Nicht die „Arbeiterklasse“, sondern die Vielfältigkeit der unterschiedlichsten Menschen und ihrer Kämpfe zeigt wie der Wind weht: Ob es Studierende in England, Jugendliche in Frankreich, Arbeiter im Generalstreik in Portugal, Arbeitslose in Ägypten oder Frauen im Iran sind, zeigt, dass es bei aller angeblicher Unterschiedlichkeit eine Vielzahl an Verbindungen gibt: Die Gewerkschaften in anderen Staaten haben sich dieser Problematik angenommen oder sogar die Idee der nationalen Organisation aufgegeben und arbeiten vermehrt an internationaler Organisation, welche sich spektrenübergreifender Probleme annimmt. In Deutschland sind hingegen Streiks mit einer internationalen Ausrichtung wie beim Opelwerk 2004 eine Seltenheit geblieben. Diese Lichtblicke des Protests scheinen ohne eine Vormundschaft einer Dachgewerkschaft bisher deutlich besser zu funktionieren. Bisher konnten sich solche intensiveren Streiks mit internationalen Bezug immer nur selbst organisiert oder auch „wild“ verwirklichen.

These 8: „Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun“ (Die Internationale)
Nicht allein Kapitalismus sorgt heute dafür, das die Menschen erniedrigt und unterdrückt sind. Zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nationalismus sind Mechanismen, die uns ebenfalls spalten und klein halten. Das braucht uns niemand erzählen, denn wir merken alle, welche Schweinereien uns tagtäglich das Leben vermiesen. Den Widerstand gegen Angriffe auf ein gutes Leben müssen wir zusammen organisieren.
Schliessen wir uns zusammen und nutzen wir unsere vielfältigen Ausgangslagen und Erfahrungen. Zusammen gegen Ausbeutung und jede Unterdrückung, nicht nur heute am 1. Mai, sondern gestern, morgen und alle Tage!

Der 1. Mai in Hannover
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Revolutionärer 1. Mai

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01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Aufruf

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

Plakate

Jingles

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Presse

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
[AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

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01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Aufruf

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

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Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
[AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

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01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Aufruf

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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Presse

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
[AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

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01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Aufruf

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

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Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
[AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

01.05.08 | Push it to the next Level!

Aufruf

“Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
Tyler Durden

Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

“Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

„Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

Game Over Capitalism!
Für die Soziale Revolution!

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Grusswort

an die Revolutionäre 1. Mai Demo in Hamburg

Liebe Genossinnen und Genossen,
Der 1. Mai hat als traditioneller Kampftag der Linken eine lange Geschichte. An diesem Tag gehen überall auf der Welt Menschen für ein besseres Leben auf die Strasse und das immerhin schon seit über hundert Jahren!
Dabei hat sich einiges verändert und es ist heute nicht mehr nur die ArbeiterInnenklasse, die ihre Anliegen in die Öffentlichkeit trägt. Auch das Bild der traditionellen Demos wurde um Paraden erweitert. Was geblieben ist, ist das Anliegen eine Kritik sichtbar zu machen, die sich unversöhnlich an die herrschenden Verhältnisse richtet.

In Hannover mobilisieren wir unter dem Motto „Let’s push it to the next level!“ zum diesjährigen 1. Mai. Für uns geht es nicht darum an einigen Erscheinungen und Entwicklungen des kapitalistischen Systems herumzumäkeln. Denn wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden und tragen unsere radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem und an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen an diesem Datum auf die Strasse! Wann wir das nächste Level erreichen, wissen wir nicht, aber wir wissen, wir sind nicht alleine:

  • Wir grüßen alle, die sich am 1. Mai in Hamburg, Nürnberg oder Kaiserslautern den Nazis entgegenstellen, denn der 1. Mai ist und bleibt links!
  • Wir grüßen die, die vielleicht aus diesem Grund, schon am Vortag auf der Strasse sind wie in Heidelberg, Tübingen, Hamburg und Braunschweig!
  • Wir grüßen die, die zeitgleich mit uns in Berlin, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart auf der Strasse sind!
  • Und wir grüßen die, die weltweit jeden Tag für eine emanzipatorische Überwindung der Verhältnisse kämpfen!

Game over Capitalism!
Für die Soziale Revolution!

Presse

Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

Berichte

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01.05.08 | Push it to the next Level!

Aufruf

“Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
Tyler Durden

Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

“Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

„Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

Game Over Capitalism!
Für die Soziale Revolution!

Jingles

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Grusswort

an die Revolurionäre 1. Mai Demo in Hamburg

Liebe Genossinnen und Genossen,
Der 1. Mai hat als traditioneller Kampftag der Linken eine lange Geschichte. An diesem Tag gehen überall auf der Welt Menschen für ein besseres Leben auf die Strasse und das immerhin schon seit über hundert Jahren!
Dabei hat sich einiges verändert und es ist heute nicht mehr nur die ArbeiterInnenklasse, die ihre Anliegen in die Öffentlichkeit trägt. Auch das Bild der traditionellen Demos wurde um Paraden erweitert. Was geblieben ist, ist das Anliegen eine Kritik sichtbar zu machen, die sich unversöhnlich an die herrschenden Verhältnisse richtet.

In Hannover mobilisieren wir unter dem Motto „Let’s push it to the next level!“ zum diesjährigen 1. Mai. Für uns geht es nicht darum an einigen Erscheinungen und Entwicklungen des kapitalistischen Systems herumzumäkeln. Denn wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden und tragen unsere radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem und an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen an diesem Datum auf die Strasse! Wann wir das nächste Level erreichen, wissen wir nicht, aber wir wissen, wir sind nicht alleine:

  • Wir grüßen alle, die sich am 1. Mai in Hamburg, Nürnberg oder Kaiserslautern den Nazis entgegenstellen, denn der 1. Mai ist und bleibt links!
  • Wir grüßen die, die vielleicht aus diesem Grund, schon am Vortag auf der Strasse sind wie in Heidelberg, Tübingen, Hamburg und Braunschweig!
  • Wir grüßen die, die zeitgleich mit uns in Berlin, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart auf der Strasse sind!
  • Und wir grüßen die, die weltweit jeden Tag für eine emanzipatorische Überwindung der Verhältnisse kämpfen!

Game over Capitalism!
Für die Soziale Revolution!

Presse

Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

Berichte

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01.05.08 | Push it to the next Level!

Aufruf

“Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
Tyler Durden

Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

“Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

„Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

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Grusswort an die Revolurionäre 1. Mai Demo in Hamburg

Liebe Genossinnen und Genossen,
Der 1. Mai hat als traditioneller Kampftag der Linken eine lange Geschichte. An diesem Tag gehen überall auf der Welt Menschen für ein besseres Leben auf die Strasse und das immerhin schon seit über hundert Jahren!
Dabei hat sich einiges verändert und es ist heute nicht mehr nur die ArbeiterInnenklasse, die ihre Anliegen in die Öffentlichkeit trägt. Auch das Bild der traditionellen Demos wurde um Paraden erweitert. Was geblieben ist, ist das Anliegen eine Kritik sichtbar zu machen, die sich unversöhnlich an die herrschenden Verhältnisse richtet.

In Hannover mobilisieren wir unter dem Motto „Let’s push it to the next level!“ zum diesjährigen 1. Mai. Für uns geht es nicht darum an einigen Erscheinungen und Entwicklungen des kapitalistischen Systems herumzumäkeln. Denn wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden und tragen unsere radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem und an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen an diesem Datum auf die Strasse! Wann wir das nächste Level erreichen, wissen wir nicht, aber wir wissen, wir sind nicht alleine:

  • Wir grüßen alle, die sich am 1. Mai in Hamburg, Nürnberg oder Kaiserslautern den Nazis entgegenstellen, denn der 1. Mai ist und bleibt links!
  • Wir grüßen die, die vielleicht aus diesem Grund, schon am Vortag auf der Strasse sind wie in Heidelberg, Tübingen, Hamburg und Braunschweig!
  • Wir grüßen die, die zeitgleich mit uns in Berlin, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart auf der Strasse sind!
  • Und wir grüßen die, die weltweit jeden Tag für eine emanzipatorische Überwindung der Verhältnisse kämpfen!

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Für die Soziale Revolution!

Presse

Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

Berichte

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01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

Aufruf


Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

Fight the game, not the players …
Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

die “Schaltzentralen der Macht”…
Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
“Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

über Lohn und Ausbeutung
Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

Heraus zum…
Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

Heraus zum revolutionären 1. Mai!
Kommt zum antikapitalistischen Block!

Streetart



Fotos




Presse

1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
vom 01.05.07

Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

„Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai 2010

300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

“Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

Aufruf

Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

Heraus zum revolutionären 1. Mai!
Kapitalherrschaft abschaffen!
Den Staat stürzen!
Für die soziale Revolution!

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Revolutionärer 1. Mai in Hannover

300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

“Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

Aufruf lesen | Neues Deutschland: Selbstdarstellung einiger Revolutionären 1. Mai Aktionen bundesweit | Internationale Berichte zum 1. Mai (international)

Der 1. Mai in Hannover:
2007 | 2008 | 2009

Fotoauswahl 2010:

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Naziaufmarsch in Bremen verhindern

In Bremen haben die Nazis ihren Aufmarsch auf den 30.4. verschoben. Antifas in Bremen planen weiterhin vielfältige Aktionen, Demonstrationen und Blockaden gegen den von der NPD in Bremen geplanten Kongress bzw. Aufmarsch:

Ob sie aufmarschieren und ihre rassistische und menschenverachtende Scheiße verbreiten, hängt davon ab, ob wir sie damit durchkommen lassen. Das gilt nicht nur für den 30.4., sondern auch für die vorangehenden und die folgenden Tage, schließlich sind am 22. Mai Bürgerschaftswahlen.

Unser Ziel ist es nach wie vor, den Aufmarsch zu verhindern! Um das zu schaffen, müssen wir mit vielen Menschen frühzeitig an Ort und Stelle sein, die Route der Nazis blockieren, Plätze besetzen, …

Es ist immer noch nicht klar, wo sie marschieren wollen, im Moment sieht es aber nach der Innenstadt aus. Die Nazis selber rufen dazu auf sich am 30.4. um 11:00h auf dem Bahnhofsvorplatz zu treffen. Es gibt aber vermutlich mehrere Anmeldungen im Innenstadtbereich. Eine Entscheidung des Stadtamtes steht noch aus. Wir werden an dieser Stelle rechtzeitig Zeit und Treffpunkte bekannt geben. Alle, die sich an den Protesten beteiligen wollen sind herzlich eingeladen! Haltet euch auf dem Laufenden!

Aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten:
keinen-meter.org | antifa-bremen.org

Im web 2.0:
@keinenmeter | facebook

Am Mittwoch vorher werden Genoss_innen aus Bremen in Hannover auf der Infoveranstaltung über die aktuellen Planungen berichten

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Naziaufmarsch in Bremen verhindern

In Bremen haben die Nazis ihren Aufmarsch auf den 30.4. verschoben. Antifas in Bremen planen weiterhin vielfältige Aktionen, Demonstrationen und Blockaden gegen den von der NPD in Bremen geplanten Kongress bzw. Aufmarsch:

Ob sie aufmarschieren und ihre rassistische und menschenverachtende Scheiße verbreiten, hängt davon ab, ob wir sie damit durchkommen lassen. Das gilt nicht nur für den 30.4., sondern auch für die vorangehenden und die folgenden Tage, schließlich sind am 22. Mai Bürgerschaftswahlen.

Unser Ziel ist es nach wie vor, den Aufmarsch zu verhindern! Um das zu schaffen, müssen wir mit vielen Menschen frühzeitig an Ort und Stelle sein, die Route der Nazis blockieren, Plätze besetzen, …

Es ist immer noch nicht klar, wo sie marschieren wollen, im Moment sieht es aber nach der Innenstadt aus. Die Nazis selber rufen dazu auf sich am 30.4. um 11:00h auf dem Bahnhofsvorplatz zu treffen. Es gibt aber vermutlich mehrere Anmeldungen im Innenstadtbereich. Eine Entscheidung des Stadtamtes steht noch aus. Wir werden an dieser Stelle rechtzeitig Zeit und Treffpunkte bekannt geben. Alle, die sich an den Protesten beteiligen wollen sind herzlich eingeladen! Haltet euch auf dem Laufenden!

Aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten:
keinen-meter.org | antifa-bremen.org

Im web 2.0:
@keinenmeter | facebook

Am Mittwoch vorher werden

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Naziaufmarsch in Bremen verhindern

In Bremen haben die Nazis ihren Aufmarsch auf den 30.4. verschoben. Antifas in Bremen planen weiterhin vielfältige Aktionen, Demonstrationen und Blockaden gegen den von der NPD in Bremen geplanten Kongress bzw. Aufmarsch:
Ob sie aufmarschieren und ihre rassistische und menschenverachtende Scheiße verbreiten, hängt davon ab, ob wir sie damit durchkommen lassen. Das gilt nicht nur für den 30.4., sondern auch für die vorangehenden und die folgenden Tage, schließlich sind am 22. Mai Bürgerschaftswahlen.

Unser Ziel ist es nach wie vor, den Aufmarsch zu verhindern! Um das zu schaffen, müssen wir mit vielen Menschen frühzeitig an Ort und Stelle sein, die Route der Nazis blockieren, Plätze besetzen, …

Es ist immer noch nicht klar, wo sie marschieren wollen, im Moment sieht es aber nach der Innenstadt aus. Die Nazis selber rufen dazu auf sich am 30.4. um 11:00h auf dem Bahnhofsvorplatz zu treffen. Es gibt aber vermutlich mehrere Anmeldungen im Innenstadtbereich. Eine Entscheidung des Stadtamtes steht noch aus. Wir werden an dieser Stelle rechtzeitig Zeit und Treffpunkte bekannt geben. Alle, die sich an den Protesten beteiligen wollen sind herzlich eingeladen! Haltet euch auf dem Laufenden!

Aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten:
keinen-meter.org | antifa-bremen.org

und im web 2.0:
@keinenmeter | facebook

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Bremen

Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22. Mai den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und einem Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.

Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22. Mai den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden
zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und einem Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.

Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22. Mai den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und einem Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.


Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Bremen

Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22. Mai den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden
zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und einem Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.

Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Bremen

Am 30. April will die faschistische NPD in Bremen aufmarschieren, gleichzeitig plant sie am 22.5. den Einzug in die bremische Bürgerschaft. Das antifaschistische Bündnis »Keinen Meter!« hat sich gegründet, um diese “BremenOffensive” zu einem Desaster werden
zu lassen. Ein vielfältiges Aufbäumen, nicht nur gegen den Wahlkampf der NPD, sondern auch gegen andere Ausdrucksformen von Rassismus, Antisemitismus und sozialer Ausgrenzung ist das Ziel von »Keinen Meter!«.

Zur Infoveranstaltung werden die Genoss_innen aus Bremen die aktuelle Situation in Bremen vorstellen und eine Überblick geben, welche Aktionen geplant sind.

Mi. 27. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Info Abend mit Film

Solange unser Geldsystem besteht, haben Frieden, der Umweltschutz und dessen Nachhaltigkeit, die Demokratie oder die Menschenwürde nur schwer eine Chance zu effektiven und lang anhaltenden Erfolg. Und aller Aktionismus in diesen Gebieten hat wenig Aussichten – so gut er auch gemeint sein mag. Das Geldsystem zu verstehen und zu verändern, ist deshalb die wichtigste Aufgabe unserer Zeit.

Mit “The Money Fix” stellt Alan Rosenblith, …die vielleicht beste Geld-Dokumentation der letzten Jahre vor. Die beste deshalb, weil sie sich ganz auf die Kernproblematik beschränkt und diese wundervoll einfach und neutral erklärt. Knapp und ohne theatralische Gesten wird das Problem des Geldes und seine fatalen Auswirkungen auf die Welt durch den Zusammenschnitt von unterhaltsamen Interviews mit Experten wie Bernard A. Lietaer beschrieben. Im Anschluss werden Projekte und Ansätze vorgestellt, die vielleicht einen Weg in die Zukunft weisen könnten.

Diese Dokumentation sollte tatsächlich jeder Mensch gesehen haben.

Do. 21. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover.

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Antifa Info Abend mit Film

Solange unser Geldsystem besteht, haben Frieden, der Umweltschutz und dessen Nachhaltigkeit, die Demokratie oder die Menschenwürde nur schwer eine Chance zu effektiven und lang anhaltenden Erfolg. Und aller Aktionismus in diesen Gebieten hat wenig Aussichten – so gut er auch gemeint sein mag. Das Geldsystem zu verstehen und zu verändern, ist deshalb die wichtigste Aufgabe unserer Zeit.

Mit “The Money Fix” stellt Alan Rosenblith, …die vielleicht beste Geld-Dokumentation der letzten Jahre vor. Die beste deshalb, weil sie sich ganz auf die Kernproblematik beschränkt und diese wundervoll einfach und neutral erklärt. Knapp und ohne theatralische Gesten wird das Problem des Geldes und seine fatalen Auswirkungen auf die Welt durch den Zusammenschnitt von unterhaltsamen Interviews mit Experten wie Bernard A. Lietaer beschrieben. Im Anschluss werden Projekte und Ansätze vorgestellt, die vielleicht einen Weg in die Zukunft weisen könnten.

Diese Dokumentation sollte tatsächlich jeder Mensch gesehen haben.

Do. 21. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover.

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Antifa Info Abend mit Film

Solange unser Geldsystem besteht, haben Frieden, der Umweltschutz und dessen Nachhaltigkeit, die Demokratie oder die Menschenwürde nur schwer eine Chance zu effektiven und lang anhaltenden Erfolg. Und aller Aktionismus in diesen Gebieten hat wenig Aussichten – so gut er auch gemeint sein mag. Das Geldsystem zu verstehen und zu verändern, ist deshalb die wichtigste Aufgabe unserer Zeit.

Mit “The Money Fix” stellt Alan Rosenblith, …die vielleicht beste Geld-Dokumentation der letzten Jahre vor. Die beste deshalb, weil sie sich ganz auf die Kernproblematik beschränkt und diese wundervoll einfach und neutral erklärt. Knapp und ohne theatralische Gesten wird das Problem des Geldes und seine fatalen Auswirkungen auf die Welt durch den Zusammenschnitt von unterhaltsamen Interviews mit Experten wie Bernard A. Lietaer beschrieben. Im Anschluss werden Projekte und Ansätze vorgestellt, die vielleicht einen Weg in die Zukunft weisen könnten.

Diese Dokumentation sollte tatsächlich jeder Mensch gesehen haben.

Do. 21. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover.

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Nana verschwunden – Abschiebung in den Kosovo befürchtet

Am vergangenen Freitag, dem 8. April, liessen antirassistische Aktivist_innen in Hannover eine der Nanas (wiki), die als besondere Attraktion der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten, “verschwinden”.

Mit der Aktion wurde auf die bevorstehende Massenabschiebung von Roma in den Kosovo hingewiesen. Denn wie die Nana ergeht es immer wieder Menschen in der Bundesrepublik. In Nacht- und Nebelaktionen werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.
Im April 2010 hat die deutsche Regierung ein Rückübernahmeabkommen mit der kosovarischen Regierung abgeschlossen, wonach in den kommenden vier Jahren jährlich 2.500 Menschen aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben werden sollen. Die Menschen, gegen deren Abschiebungen sich neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ausspricht, haben im Kosovo keine Perspektiven: Der Antiziganismus ist ungebrochen, massive Diskriminierung alltäglich, Roma leben in Slums und Lagern ohne Wasser und Stromversorgung, ihre früheren Häuser sind mittlerweile von anderen bewohnt, die Erwerbslosenquote liegt bei über 90%.

Vor dem Hintergrund jahrhundertelanger Vertreibungen von Roma und Sinti und von 500.000 Roma und Sinti, die im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern umgebracht wurden, sind die Abschiebungen der Roma nicht hinnehmbar. „Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen, hieße konsequent für ein menschenwürdiges Leben von Roma in Deutschland einzutreten – das Gegenteil ist der Fall“ kommentiert die Sprecherin der Gruppe diesen Umstand.

Ein ausführlicher Bericht erschien bei www.alle-bleiben.info

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Nana verschwunden – Abschiebung in den Kosovo befürchtet

Am vergangenen Freitag, dem 8. April, liessen antirassistische Aktivist_innen in Hannover eine der Nanas (wiki), die als besondere Attraktion der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten, “verschwinden”.

Mit der Aktion wurde auf die bevorstehende Massenabschiebung von Roma in den Kosovo hingewiesen. Denn wie die Nana ergeht es immer wieder Menschen in der Bundesrepublik. In Nacht- und Nebelaktionen werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.
Im April 2010 hat die deutsche Regierung ein Rückübernahmeabkommen mit der kosovarischen Regierung abgeschlossen, wonach in den kommenden vier Jahren jährlich 2.500 Menschen aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben werden sollen. Die Menschen, gegen deren Abschiebungen sich neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ausspricht, haben im Kosovo keine Perspektiven: Der Antiziganismus ist ungebrochen, massive Diskriminierung alltäglich, Roma leben in Slums und Lagern ohne Wasser und Stromversorgung, ihre früheren Häuser sind mittlerweile von anderen bewohnt, die Erwerbslosenquote liegt bei über 90%.

Vor dem Hintergrund jahrhundertelanger Vertreibungen von Roma und Sinti und von 500.000 Roma und Sinti, die im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern umgebracht wurden, sind die Abschiebungen der Roma nicht hinnehmbar. „Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen, hieße konsequent für ein menschenwürdiges Leben von Roma in Deutschland einzutreten – das Gegenteil ist der Fall“ kommentiert die Sprecherin der Gruppe diesen Umstand.

Ein ausführlicher Bericht erschien bei www.alle-bleiben.info

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Nana verschwunden – Abschiebung in den Kosovo befürchtet

Am vergangenen Freitag, dem 8. April, liessen antirassistische Aktivist_innen in Hannover eine der Nanas (wiki), die als besondere Attraktion der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten, “verschwinden”.

Mit der Aktion wurde auf die bevorstehende Massenabschiebung von Roma in den Kosovo hingewiesen. Denn wie die Nana ergeht es immer wieder Menschen in der Bundesrepublik. In Nacht- und Nebelaktionen werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.
Im April 2010 hat die deutsche Regierung ein Rückübernahmeabkommen mit der kosovarischen Regierung abgeschlossen, wonach in den kommenden vier Jahren jährlich 2.500 Menschen aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben werden sollen. Die Menschen, gegen deren Abschiebungen sich neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ausspricht, haben im Kosovo keine Perspektiven: Der Antiziganismus ist ungebrochen, massive Diskriminierung alltäglich, Roma leben in Slums und Lagern ohne Wasser und Stromversorgung, ihre früheren Häuser sind mittlerweile von anderen bewohnt, die Erwerbslosenquote liegt bei über 90%.

Vor dem Hintergrund jahrhundertelanger Vertreibungen von Roma und Sinti und von 500.000 Roma und Sinti, die im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern umgebracht wurden, sind die Abschiebungen der Roma nicht hinnehmbar. „Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen, hieße konsequent für ein menschenwürdiges Leben von Roma in Deutschland einzutreten – das Gegenteil ist der Fall“ kommentiert die Sprecherin der Gruppe diesen Umstand.

Ein ausführlicher Bericht erschien bei www.alle-bleiben.info

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Nana verschwunden – Abschiebung in den Kosovo befürchtet

Am vergangenen Freitag, dem 8. April, liessen antirassistische Aktivist_innen in Hannover eine der Nanas (wiki), die als besondere Attraktion der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten, “verschwinden”.

Mit der Aktion wurde auf die bevorstehende Massenabschiebung von Roma in den Kosovo hingewiesen. Denn wie die Nana ergeht es immer wieder Menschen in der Bundesrepublik. In Nacht- und Nebelaktionen werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.
Im April 2010 hat die deutsche Regierung ein Rückübernahmeabkommen mit der kosovarischen Regierung abgeschlossen, wonach in den kommenden vier Jahren jährlich 2.500 Menschen aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben werden sollen. Die Menschen, gegen deren Abschiebungen sich neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ausspricht, haben im Kosovo keine Perspektiven: Der Antiziganismus ist ungebrochen, massive Diskriminierung alltäglich, Roma leben in Slums und Lagern ohne Wasser und Stromversorgung, ihre früheren Häuser sind mittlerweile von anderen bewohnt, die Erwerbslosenquote liegt bei über 90%.

Vor dem Hintergrund jahrhundertelanger Vertreibungen von Roma und Sinti und von 500.000 Roma und Sinti, die im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern umgebracht wurden, sind die Abschiebungen der Roma nicht hinnehmbar. „Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen, hieße konsequent für ein menschenwürdiges Leben von Roma in Deutschland einzutreten – das Gegenteil ist der Fall“ kommentiert die Sprecherin der Gruppe diesen Umstand.

Ein ausführlicher Bericht erschien bei www.alle-bleiben.info

Das spektakuläre Verschwinden der Nana ist Teil einer Aktion, die anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Roma am 8. April auf den heute noch ungebrochenen Antiziganismus aufmerksam machen will und für ein Bleiberecht der Roma, Ashkali und Kosovo-ÄgypterInnen in Deutschland eintritt. Die Nana wird erst wieder zurückkommen, wenn das Bleiberecht für die Angehörigen der Romaminderheiten aus dem Kosovo gesichert ist. Herr Schünemann muss nun handeln.

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Nana verschwunden – Abschiebung in den Kosovo befürchtet

Am vergangenen Freitag, dem 8. April, liessen antirassistische Aktivist_innen in Hannover eine der Nanas (wiki), die als besondere Attraktion der niedersächsischen Landeshauptstadt gelten, “verschwinden”.

Mit der Aktion wurde auf die bevorstehende Massenabschiebung von Roma in den Kosovo hingewiesen. Denn wie die Nana ergeht es immer wieder Menschen in der Bundesrepublik. In Nacht- und Nebelaktionen werden sie aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen.
Im April 2010 hat die deutsche Regierung ein Rückübernahmeabkommen mit der kosovarischen Regierung abgeschlossen, wonach in den kommenden vier Jahren jährlich 2.500 Menschen aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben werden sollen. Die Menschen, gegen deren Abschiebungen sich neben zahlreichen Menschenrechtsorganisationen auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ausspricht, haben im Kosovo keine Perspektiven: Der Antiziganismus ist ungebrochen, massive Diskriminierung alltäglich, Roma leben in Slums und Lagern ohne Wasser und Stromversorgung, ihre früheren Häuser sind mittlerweile von anderen bewohnt, die Erwerbslosenquote liegt bei über 90%.

Vor dem Hintergrund jahrhundertelanger Vertreibungen von Roma und Sinti und von 500.000 Roma und Sinti, die im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern umgebracht wurden, sind die Abschiebungen der Roma nicht hinnehmbar. „Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen, hieße konsequent für ein menschenwürdiges Leben von Roma in Deutschland einzutreten – das Gegenteil ist der Fall“ kommentiert die Sprecherin der Gruppe diesen Umstand.

Ein ausführlicher Bericht erschien bei

Das spektakuläre Verschwinden der Nana ist Teil einer Aktion, die anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Roma am 8. April auf den heute noch ungebrochenen Antiziganismus aufmerksam machen will und für ein Bleiberecht der Roma, Ashkali und Kosovo-ÄgypterInnen in Deutschland eintritt. Die Nana wird erst wieder zurückkommen, wenn das Bleiberecht für die Angehörigen der Romaminderheiten aus dem Kosovo gesichert ist. Herr Schünemann muss nun handeln.

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Antifa Info Abend mit Film

Mehr Infos demnächst!

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren – Fällt aus

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

ACHTUNG: Die Veranstaltung wird wegen Krankheit des Referenten nicht am 9. Mai stattfinden. Wir werden dafür sorgen, daß sie zeitnah nachgeholt wird.

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | Elchekeller (Schneiderberg 50) | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung zu linker Fabrikintervention in den 70er Jahren

Buchvorstellung “Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren” mit dem Buchautor Jan Ole Arps

“Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Aber ohne die Arbeiterklasse hatten wir keine Chance, die Welt zu verändern, so viel war klar.” Das schrieb Harry Oberländer 1977, Jahre nachdem er als revolutionärer Aktivist bei Opel in Rüsselsheim angeheuert hatte. Vom Studenten zum Arbeiter.

Was heute kaum vorstellbar klingt, war Anfang der 1970er Jahre weit verbreitet. Einige tausend junge Linke tauschten den Seminarstuhl gegen die Werkbank, um sich mit den Arbeitern am Fließband zu vereinen. In seinem Buch “Frühschicht” geht Jan Ole Arps der Geschichte dieses vergessenen politischen Experiments nach. Er beschäftigt sich mit den K-Gruppen, die sich an Lenins Modell der Kaderpartei orientierten, und den Spontis, die die These von der Autonomie der Arbeiterkämpfe in der Fabrik erprobten, schildert die Kluft zwischen revolutionärer Hoffnung und betrieblichem Alltag und forscht nach den Strategien der Beteiligten, mit diesem Widerspruch umzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Protagonisten, die mal nur einige Monate, manchmal ein ganzes Leben in der Fabrik geblieben sind.

Das Buch bietet Anlass zur Auseinandersetzung mit der Geschichte betrieblicher Kämpfe in der Bundesrepublik, es wirft aber auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie kann eine Verbindung von Radikalität und Alltag aussehen? Wo liegen die Grenzen des politischen Aktivismus? Im Anschluss an die Buchvorstellung wird Gelegenheit sein, über diese und andere Fragen zu diskutieren.

Mo. 09. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » 1. Mai: Internationaler Kampftag

1. Mai: Internationaler Kampftag

Die Geschichte des 1. Mai beginnt 1886 in den USA Hier sollte es einen mehrtägigen Genralstreik zur Durchsetzung eines Acht-Stunden Tages. Der Tag selbst galt in den USA als „Moving day“, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA beteiligten sich.
In Chicago gab es eine Kundgebung am 1. Mai auf dem Haymarket. Als Ergebnis von Erfolgen in lokalen Betriebskämpfen fanden auch in den Tagen danach immer wieder Versammmlungen auf dem Platz statt und immer wieder kam es zu Angriffen und Provokationen durch die Polizei. Am 3. Mai wurden sechs Arbeiter getötet. Am Tag drauf explodierte eine Bombe auf dem Platz und 12 Menschen, darunter sieben Polizisten, starben. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden.
Obwohl ihnen keine Beteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sieben anarchistische Arbeiterführer, die den Streik mitorganisiert hatten, zum Tode und ein weiterer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Bombenwerfer aufgrund der Ideen der Männer gehandelt haben müsse, seien sie ebenso schuldig, als hätten sie selbst den Anschlag verübt – urteilte der Richter. Vier von ihnen wurden gehenkt, einer beging vorher Selbstmord, zwei Todesurteile wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Ab diesem Jahr ist der 1. Mai auch international ein Datum für die Arbeiter_innenbewegung: Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus vielen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Unter anderem wurde eine Resolution aus Frankreich beschlossen, in der es hiess:

„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“

Home » 1. Mai

1. Mai

Die Geschichte des 1. Mai beginnt 1886 in den USA Hier sollte es einen mehrtägigen Genralstreik zur Durchsetzung eines Acht-Stunden Tages. Der Tag selbst galt in den USA als „Moving day“, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA beteiligten sich.
In Chicago gab es eine Kundgebung am 1. Mai auf dem Haymarket. Als Ergebnis von Erfolgen in lokalen Betriebskämpfen fanden auch in den Tagen danach immer wieder Versammmlungen auf dem Platz statt und immer wieder kam es zu Angriffen und Provokationen durch die Polizei. Am 3. Mai wurden sechs Arbeiter getötet. Am Tag drauf explodierte eine Bombe auf dem Platz und 12 Menschen, darunter sieben Polizisten, starben. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden.
Obwohl ihnen keine Beteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sieben anarchistische Arbeiterführer, die den Streik mitorganisiert hatten, zum Tode und ein weiterer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Bombenwerfer aufgrund der Ideen der Männer gehandelt haben müsse, seien sie ebenso schuldig, als hätten sie selbst den Anschlag verübt – urteilte der Richter. Vier von ihnen wurden gehenkt, einer beging vorher Selbstmord, zwei Todesurteile wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Ab diesem Jahr ist der 1. Mai auch international ein Datum für die Arbeiter_innenbewegung: Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus vielen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Unter anderem wurde eine Resolution aus Frankreich beschlossen, in der es hiess:

„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“

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1. Mai

Die Geschichte des 1. Mai beginnt 1886 in den USA Hier sollte es einen mehrtägigen Genralstreik zur Durchsetzung eines Acht-Stunden Tages. Der Tag selbst galt in den USA als „Moving day“, als Stichtag für den Abschluss oder die Aufhebung von Verträgen, häufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Verträge aufgenommen werden. 400.000 Beschäftigte aus 11.000 Betrieben der USA beteiligten sich.
In Chicago gab es eine Kundgebung am 1. Mai auf dem Haymarket. Als Ergebnis von Erfolgen in lokalen Betriebskämpfen fanden auch in den Tagen danach immer wieder Versammmlungen auf dem Platz statt und immer wieder kam es zu Angriffen und Provokationen durch die Polizei. Am 3. Mai wurden sechs Arbeiter getötet. Am Tag drauf explodierte eine Bombe auf dem Platz und 12 Menschen, darunter sieben Polizisten, starben. Die Polizei eröffnete daraufhin das Feuer und tötete und verletzte eine unbekannte Zahl von Protestierenden.
Obwohl ihnen keine Beteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sieben anarchistische Arbeiterführer, die den Streik mitorganisiert hatten, zum Tode und ein weiterer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Bombenwerfer aufgrund der Ideen der Männer gehandelt haben müsse, seien sie ebenso schuldig, als hätten sie selbst den Anschlag verübt – urteilte der Richter. Vier von ihnen wurden gehenkt, einer beging vorher Selbstmord, zwei Todesurteile wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Der blutige Vorfall konnte den Kampf für den Acht-Stunden-Tag nur vorübergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erklärten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuführen. Ab diesem Jahr ist der 1. Mai auch international ein Datum für die Arbeiter_innenbewegung: Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus vielen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Unter anderem wurde eine Resolution aus Frankreich beschlossen, in der es hiess:

„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…). In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“

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Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Mehr Infos demnächst!

Home » Veranstaltung gegen Extremismustheorie

Veranstaltung gegen Extremismustheorie

Seit der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die schwarz-gelbe Koalition wurden nicht nur Truppenkontingente in Afghanistan aufgestockt und weiter drastischer Sozialabbau betrieben. Die neue Familienministerin Kristina Schröder bläst zum Angriff auf “Extremisten”.

“Extrem” sind dabei sowohl Islamistische Gruppen, Nazis und Linke – vor allem radikale Linke. Konkret trifft die fatale Gleichsetzungslogik unter dem abstrakten Extremismusbegriff Bildungsprogramme gegen Rechts, denen per Knebelverträge die Zusammenarbeit mit Antifagruppen verboten wird. Derweil werden Gelder für Projekte gegen Linksextremismus auf den Weg gebracht, die niemand braucht. Die Panikmache ist Teil einer Mobilmachung gegen linke Politik, die trotz dieser Maßnahmen bleibt was sie schon immer war: Extrem wichtig!

Wir wollen diskutieren, wie wir der Auseinandersetzung um den Extremismusbegriff begegnen wollen und was sie z.B. für Bündnisarbeit antifaschistischer Gruppen bedeutet. Eingeladen haben wir dazu Sven-Christian Kindler, Grüner Bundestagsabgeordneter aus Hannover, der als Mitglied im Haushaltsausschuss und Berichterstatter für das Familienministerium an der direkten Auseinandersetzung mit der Familienministerin beteiligt ist und sich deutlich gegen die vom Bundesministerium vertretene “Extremismusetheorie” positioniert.

Di. 19. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Veranstaltung gegen Extremismustheorie

Seit der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die schwarz-gelbe Koalition wurden nicht nur Truppenkontingente in Afghanistan aufgestockt und weiter drastischer Sozialabbau betrieben. Die neue Familienministerin Kristina Schröder bläst zum Angriff auf “Extremisten”.

“Extrem” sind dabei sowohl Islamistische Gruppen, Nazis und Linke – vor allem radikale Linke. Konkret trifft die fatale Gleichsetzungslogik unter dem abstrakten Extremismusbegriff Bildungsprogramme gegen Rechts, denen per Knebelverträge die Zusammenarbeit mit Antifagruppen verboten wird. Derweil werden Gelder für Projekte gegen Linksextremismus auf den Weg gebracht, die niemand braucht. Die Panikmache ist Teil einer Mobilmachung gegen linke Politik, die trotz dieser Maßnahmen bleibt was sie schon immer war: Extrem wichtig!

Wir wollen diskutieren, wie wir der Auseinandersetzung um den Extremismusbegriff begegnen wollen und was sie z.B. für Bündnisarbeit antifaschistischer Gruppen bedeutet. Eingeladen haben wir dazu Sven-Christian Kindler, Grüner Bundestagsabgeordneter aus Hannover, der als Mitglied im Haushaltsausschuss und Berichterstatter für das Familienministerium an der direkten Auseinandersetzung mit der Familienministerin beteiligt ist und sich deutlich gegen die vom Bundesministerium vertretene “Extremismusetheorie” positioniert.

Di. 19. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Sven, Stefan & Tim

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Sven, Stefan & Tim

Die Soligruppe zu Sven, Stefan & Tim wird ihre Arbiet rund um das Verfahren gegen die drei Antifas vorstellen und auf den aktuellen Stand des Verfahrens eingehen.
Ausserdem wird es Informationen zu Demonstration am darauffolgenden Samstag geben.

Mi. 13. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Sven, Stefan & Tim

Die Soligruppe zu Sven, Stefan & Tim wird ihre Arbiet rund um das Verfahren gegen die drei Antifas vorstellen und auf den aktuellen Stand des Verfahrens eingehen.
Ausserdem wird es Informationen zu Demonstration am darauffolgenden Samstag geben.

Mi. 13. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Sven, Stefan & Tim

Die Soligruppe zu Sven, Stefan & Tim wird ihre Arbiet rund um das Verfahren gegen die drei Antifas vorstellen und auf den aktuellen Stand des Verfahrens eingehen.
Ausserdem wird es Informationen zu Demonstration am darauffolgenden Samstag geben.

Mi. 13. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Demo für Sven, Stefan & Tim!

Demo für Sven, Stefan & Tim!

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Weil wir Aktionen gegen Nazis für unterstützenswert halten, weil wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nazis gegen linke und antifaschistische Strukturen nicht einfach hinnehmen und weil wir Einzelne nicht alleine lassen, wenn sie von Repression betroffen sind, rufen wir auf zur Demonstration

„Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“

Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz | 13 Uhr

Informiert euch bei der Soligruppe und auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo.

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Demonstration für Sven, Stefan & Tim!

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Weil wir Aktionen gegen Nazis für unterstützenswert halten, weil wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nazis gegen linke und antifaschistische Strukturen nicht einfach hinnehmen und weil wir Einzelne nicht alleine lassen, wenn sie von Repression betroffen sind, rufen wir auf zur Demonstration

„Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“

Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz | 13 Uhr

Informiert euch bei der Soligruppe und auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo.

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Demonstration für Sven, Stefan & Tim!

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Weil wir Aktionen gegen Nazis für unterstützenswert halten, weil wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nazis gegen linke und antifaschistische Strukturen nicht einfach hinnehmen und weil wir Einzelne nicht alleine lassen, wenn sie von Repression betroffen sind, rufen wir auf zur Demonstration

„Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“
Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz | 13 Uhr

Informiert euch bei der Soligruppe und auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo.

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Demonstration für Sven, Stefan & Tim!

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Weil wir Aktionen gegen Nazis für unterstützenswert halten, weil wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nazis gegen linke und antifaschistische Strukturen nicht einfach hinnehmen und weil wir Einzelne nicht alleine lassen, wenn sie von Repression betroffen sind, rufen wir auf zur Demonstration

„Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“
Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz | 13 Uhr

Informiert euch bei der Soligruppe und auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo.

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Demonstration für Sven, Stefan & Tim!

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Weil wir Aktionen gegen Nazis für unterstützenswert halten, weil wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nazis gegen linke und antifaschistische Strukturen nicht einfach hinnehmen und weil wir Einzelne nicht alleine lassen, wenn sie von Repression betroffen sind, rufen wir auf zur Demonstration

„Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“
Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz | 13 Uhr

Informiert euch bei der Soligruppe und auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo.

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Sven, Stefan & Tim

Die Soligruppe zu Sven, Stefan & Tim wird ihre Arbiet rund um das Verfahren gegen die drei Antifas vorstellen und auf den aktuellen Stand des Verfahrens eingehen.
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Mi. 13. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend 06/11

Antifa Info Abend 06/11

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Home » Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand

Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg und dem Mansfelder Land (heute Sachsen-Anhalt mit angrenzenden Gebieten Thüringens und Sachsens) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland.
In der DDR galt dieses Ereignis als bedeutende historische Tat, freilich nur in der sehr eigenwilligen Interpretation der SED. Heute hingegen kommt der Aufstand in der Geschichtsschreibung kaum noch vor was politisch erklärbar ist, liegt dieses linksradikale Ereignis doch quer zu vielen gesellschaftlichen Entwicklungen.
Es geht um Gestalten wie Max Hoelz oder Karl Plättner, die erklärte Feinde des Kapitalismus waren und die nicht von Parteilinken vereinnahmt werden können.

Bernd Langer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Mitteldeutschen Aufstandes zu erhellen und seine Protagonisten vorzustellen.

Do. 19. Mai 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Ein Artikel zum Thema ist in der jungen Welt vom 22.03. 2011 erschienen.

Home » Antifa Info Abend 05/11

Antifa Info Abend 05/11

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Home » Antifa Info Abend mit Film

Antifa Info Abend mit Film

Solange unser Geldsystem besteht, haben Frieden, der Umweltschutz und dessen Nachhaltigkeit, die Demokratie oder die Menschenwürde nur schwer eine Chance zu effektiven und lang anhaltenden Erfolg. Und aller Aktionismus in diesen Gebieten hat wenig Aussichten – so gut er auch gemeint sein mag. Das Geldsystem zu verstehen und zu verändern, ist deshalb die wichtigste Aufgabe unserer Zeit.

Mit “The Money Fix” stellt Alan Rosenblith, …die vielleicht beste Geld-Dokumentation der letzten Jahre vor. Die beste deshalb, weil sie sich ganz auf die Kernproblematik beschränkt und diese wundervoll einfach und neutral erklärt. Knapp und ohne theatralische Gesten wird das Problem des Geldes und seine fatalen Auswirkungen auf die Welt durch den Zusammenschnitt von unterhaltsamen Interviews mit Experten wie Bernard A. Lietaer beschrieben. Im Anschluss werden Projekte und Ansätze vorgestellt, die vielleicht einen Weg in die Zukunft weisen könnten.

Diese Dokumentation sollte tatsächlich jeder Mensch gesehen haben.

Do. 21. April 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit La Rage Hannover.

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Antifa Info Abend 04/11

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Antifa Info Abend 05/11

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Antifa Info Abend 06/11

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Antifa Info Abend 04/11

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Home » Die Verschwörung heisst Kapitalismus!

Die Verschwörung heisst Kapitalismus!

Am 2. April soll nach Willen von Jens Blecker – Redakteur von Infokriegernews – der dritte „Kongress der unabhängigen Medien“ in Hannover stattfinden. Dieser Kongress scheint damit zum Vernetzungstreffen der „Truther“-Bewegung in Deutschland zu avancieren; einer bunten Gruppe von Blogger_innen und Journalist_innen, die sich selbst zum Ziel gesetzt hat vermeintliche Lügen der Politik und Mainstream-Medien schonungslos aufzudecken. Zum Repertoire dieser Bewegung gehören dabei diverse Verschwörungstheorien von den Anschlägen am 11. September (von Bush inszeniert) bis zu Kondensstreifen von Flugzeugen (in Wahrheit Drogen-Sprühregen). Zur aktuellen Systemkrise sind sich die „Wahrheitssuchenden“ überdies einig, dass die Schuld moralisch verrohte Manager tragen, die stets zocken bis die Schwarte kracht.
Gemein sind den propagierten Verschwörungstheorien und Schuldzuweisungen ihre vermeintlich außerökonomischen und vorpolitischen Erklärungsmuster für tatsächlich politische und ökonomische Ereignisse. So werden die wiederkehrende Erfahrung politischer und ökonomischer Ohnmacht, wie etwa Krieg und Krise, von den Verschwörungstheolog_innen als das Werk gewissenloser Mächte, die für ihre Interessen buchstäblich über Leichen gehen, verklärt. Um der Verschwörer habhaft zu werden wird ganz kriminalistisch nach dem Motto „Cui bono?“ („Wem zum Vorteil? “- Cicero) verfahren, denn wem es vermeintlich nützt, der muss es auch verursacht haben. Dem so ausgemachten Feind wird damit das unterstellt, was unter Bedingungen der kapitalistischen Produktion aber jedem Individuum nahegelegt ist: Die eigene Stellung in der Konkurrenz notfalls durch List und Tücke zu verteidigen. Schließlich kann bereits der Misserfolg sich gegen einen Mitbewerber auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen den eigenen Ruin bedeuten. Diese Sicht, die irgendwelchen Politikern, Managern oder Geheimbünden persönliches Fehlverhalten vorwirft, hinkt aber auch schon deshalb, weil der Kapitalismus ein System unpersönlicher Herrschaft ist in dem sich die ökonomischen Akteure zuallererst nach den Zwängen der Kapitalverwertung richten müssen. Damit greifen Verschwörungstheorien nicht die herrschende Gesellschaftsordnung an, sondern angebliche Geheimlogen, die die Welt beherrschen. Sie verbünden sich mit der bestehenden Gesellschaftsordnung. Wer am Ende die Schuld an der ganzen Misere haben soll ist prinzipiell austauschbar.
Während sich die Truther_innen die Angst vor dem Systemkollaps als Konsequenz der Krise fast komödiantisch als „Mad Max“-Endzeitphantasie ausmalen – Jens Blecker & Co. werben vorsorglich schon mal für Dosenkuchen, Armbrüste und anderen Survival-Schnickschnack – so sind die Verschwörungsideologien in der Raserei gegen ihre Feindbilder weniger zum lachen. Zu deutlich ist die ideologische Ähnlichkeit zum Nationalsozialismus, der auf die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre reagierte und die Ohnmachtserfahrungen des Individuums gegenüber den Konjunkturen des Weltmarktes durch direkte, gewalttätige Herrschaft beantwortete. Die nationalsozialistische Ideologie stellte sich damit gegen die rücksichtslose Suche des Kapitals nach neuen Verwertungschancen. Das Kapital wurde in dieser Ideologie jedoch in „raffendes“, welches von einer gewissenlosen Gier getrieben sei, und „schaffendes“, dass im Einklang mit ehrlicher Arbeit stünde, geteilt. Das „raffende Kapital“ wurde im NS durch „die Juden“ personifiziert, welche rücksichtslos die Weltherrschaft anstreben würden. Diese antisemitische Projektion ermöglichte schlussendlich die systematische Ermordung von sechs Millionen Jüdischer Menschen. Es ist somit auch kein Zufall, dass sich auf so manchen Truther-Blogs Antisemit_innen und andere völkisch Verwirrte tummeln.
Verschwörungstheorien gilt es als falsche Welterklärungsmodelle zu entlarven und die Einteilung der Welt in gut und böse zurückweisen.

Die Verschwörung heißt Kapitalismus!
Gegen Truther und ihre reaktionären Ideologien!

Home » Demonstration „Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“

Demonstration „Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Was passiert ist…
Am 13. Mai 2010 wurde eine 15-20 Personen große Gruppe stadtbekannter Nazis in Hannover nach Eigenaussagen von mehreren vermummten Personen angegriffen und verletzt. Die Nazis Patrick Heise und Marc Oliver Matuszewski wollen erst im Nachhinein nach einer Fotovorlage durch die ermittelnden Bullen drei Personen identifiziert haben. Die belasteten Antifaschisten sind der rechten Szene seit geraumer Zeit bekannt: Als politische Gegner, Aktive im Kampf gegen Rassismus und Faschismus.

Neonazis und ein Besuch in der Nordstadt…
Die hannoversche Nordstadt gilt als ein alternativer Stadtteil. Übergriffe durch Nazis auf Wohnungslose, Migrant_innen, Homosexuelle, Juden und Jüdinnen oder Linke sind hier bisher eine Seltenheit geblieben. Am „Vatertag/Himmelfahrt“ 2010 besuchte eine 15-20köpfige Gruppe Neonazis die Kneipe „Dani´s Pub“ am Rande der Nordstadt. Die betrunkene Männergemeinschaft verklebte Naziaufkleber, schmierte Anti-Antifa-/ NS-Graffiti und bedrohte ungestört Passant_innen in der Umgebung der Kneipe: Ein gezielter Versuch in der Nordstadt Boden gut zu machen und Angst unter Andersdenkenden und in ihren Augen „Andersartigen“ zu schüren. Erst ein konsequentes Eingreifen seitens Antifaschist_innen beendete an diesem Tag das neonazistische Treiben und macht es möglich, dass Besuche dieser Art zumindest in der Nordstadt Einzelfälle bleiben.

Polizei, Staatsschutz und…
Am Tatort konnte niemand festgesetzt werden. Dafür griff eine Polizeistreife in der Nähe des linken Jugendzentrums UJZ Kornstraße drei junge Erwachsene auf und nahm diese zur „Erkennungsdienstlichen Behandlung“ fest. Das Verfahren gegen diese drei Personen musste von den Bullen fallen gelassen werden. Allerdings schaltete sich umgehend der Staatsschutz in die Ermittlungen ein und legte drei der Nazis eine Fotosammlung mit ca. 30 Menschen vor, die der politisch linken Szene Hannovers zugerechnet werden. Konnte direkt im Anschluss an dem Vorfall vor der Kneipe keiner der Anti-Antifa-Aktivisten eine Aussage zu den vermeintlichen Täter_innen machen, gaben diese nach der Sichtung der Bilder an, nun drei Antifaschisten identifizieren zu können. Vor dem Hintergrund, dass die drei Betroffenen durch ihr antirassistisches und antifaschistisches Engagement über Jahre den Nazis bekannt sind, ist diese Identifikation wenig verwunderlich: Sven wurde bereits 2009 auf der Homepage der NPD-Hannover mit Namen, Beschreibung der Person, sowie Wohnort geoutet. Er hatte an Protesten gegen einen NPD-Stand teilgenommen. Es ist brisant mit welcher Selbstverständlichkeit Polizei und Staatsschutz den Nazis Fotos von Linken präsentiert und sie damit einer erheblichen Gefahr aussetzt.

Anti-Antifa…
Bei der Gruppe Nazis handelt es sich um Personen aus der Kameradschaft Celle 73, Besseres Hannover, der NPD Hannover sowie weiteren Personen, die der gewaltbereiten Kameradschaftsszene aus Schaumburg, Bückeburg und Hannover zugerechnet werden können. Ein überwiegender Teil der anwesenden Neonazis fiel in den vergangenen Jahren immer wieder durch gewalttätige Übergriffe auf Antifaschist_innen und Migrant_innen auf. Immer wieder tauchten auch konkret Namen der Beschädigten in der Presse und bei Gerichtsterminen auf. In der Silvesternacht 09/10 wurde ein Achtzehnjähriger von einer größeren Gruppe Nazis, unter anderem aus dem Umfeld der Freien Kräfte Hannover-Umland am Kröpcke angegriffen. Dabei erlitt der linke Jugendliche Verletzungen am Kopf: In der Bahn gingen die Schläger erneut auf den jungen Mann los und verprügelten ihn.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung 14.01.2010) Die Polizei sicherte nicht die Bänder der Überwachungskameras und verunmöglichte eine Benennung weiterer Täter. Ebenfalls ging aus diesen Reihen ein Überfall auf linke Demonstrant_innen nach dem Naziaufmarsch in Hildesheim hervor, der jedoch erfolgreich abgewehrt werden konnte (HAZ 06.06.2010.). Die meisten Täter entkamen. Über diese gewalttätigen Aktionen hinaus wurde der Personenkreis durch die Verbreitung neonazistischer Inhalte an hannoverschen Schulen bekannt: “Unter dem Titel „Bock – das Sprachrohr der Gegenkultur“ verbreiten Angehörige der rechtsextremen Szene ihre Thesen und wollen damit offenbar gezielt Jugendliche ansprechen“ (HAZ 14.03.2010).

Konsequenter Antifaschismus…
Nazis sind an allen Orten der Gesellschaft eine Gefährdung für Menschen, die nicht in das menschenverachtende Weltbild passen. Diese wenigen Beispiele aus dem Raum Hannover allein im Vorjahr zeigen, dass der Kampf gegen Nazis nicht Sache der Staatsmacht sein kann: Gerichte weisen den Nazis ihren „legitimen“ Spielraum zu, der von der Polizei durchgesetzt und gegen antifaschistisches Engagement geschützt wird. Neonazistische Ideologien von Nation, Rasse und Sozialchauvinismus werden durch ein Verbot auf rechtlicher Ebene nicht aus der Welt verschwinden. Sie knüpfen sowohl an die Existenzängste an, die viele Menschen in der auf Arbeitszwang beruhenden Konkurrenzgesellschaft haben, als auch an Phänomene aus der selbst ernannten Mitte der Gesellschaft, wie die Vorstellung eines gesunden Nationalismus. Um neonazistischen Ideologien und Taten ein Ende zu bereiten, müssen die gesellschaftlichen Grundlagen wie der Staat, Nation oder die Kapitalherrschaft überwunden werden. Gerade in Zeiten, in denen die Extremismustheorie wieder aus der Mottenkiste geholt wird, welche aus der vermeintlichen „Mitte der Gesellschaft“ faschistische und emanzipatorische Praxis am Maßstab der Legalität auf „das Gleiche“ zusammenkürzt, ist es wichtig, an der grundlegenden Kritik festzuhalten, die für den konsequenten Antifaschismus wichtig ist. Antifaschistischer Selbstschutz ist unumgänglich, notwendig und legitim: Es braucht aktive Menschen, die sich bewusst und tatkräftig gegen Nazis zur Wehr setzen. Dass genau diese auf Grundlage von Aussagen neonazistischer Gewalttäterr unter Beihilfe von Polizei und Staatsschutz sich nun einer Kriminalisierung ausgesetzt sehen, ist beschämend und kränkend für alle, die Gewalt von Nazis ausgesetzt sind und dagegen auf die Straße gehen.

Für einen konsequenten Antifaschismus!
Betroffen sind Einige, gemeint sind wir alle!

Mehr Infos auf den Seiten der Soligruppe.

Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz Hannover | 13 Uhr

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Demonstration „Antifaschismus ist NOTWENDIG, nicht kriminell!“

Sven, Stefan und Tim wird vorgeworfen an einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Neonazis beteiligt gewesen zu sein. Gegen sie wird nun wegen „gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung“ ermittelt. Die erhobene Anklage stützt sich einzig und allein auf belastende Aussagen bundesweit bekannter und aktiver Mitglieder der gewalttätigen Neonazisszene.

Was passiert ist…
Am 13. Mai 2010 wurde eine 15-20 Personen große Gruppe stadtbekannter Nazis in Hannover nach Eigenaussagen von mehreren vermummten Personen angegriffen und verletzt. Die Nazis Patrick Heise und Marc Oliver Matuszewski wollen erst im Nachhinein nach einer Fotovorlage durch die ermittelnden Bullen drei Personen identifiziert haben. Die belasteten Antifaschisten sind der rechten Szene seit geraumer Zeit bekannt: Als politische Gegner, Aktive im Kampf gegen Rassismus und Faschismus.

Neonazis und ein Besuch in der Nordstadt…
Die hannoversche Nordstadt gilt als ein alternativer Stadtteil. Übergriffe durch Nazis auf Wohnungslose, Migrant_innen, Homosexuelle, Juden und Jüdinnen oder Linke sind hier bisher eine Seltenheit geblieben. Am „Vatertag/Himmelfahrt“ 2010 besuchte eine 15-20köpfige Gruppe Neonazis die Kneipe „Dani´s Pub“ am Rande der Nordstadt. Die betrunkene Männergemeinschaft verklebte Naziaufkleber, schmierte Anti-Antifa-/ NS-Graffiti und bedrohte ungestört Passant_innen in der Umgebung der Kneipe: Ein gezielter Versuch in der Nordstadt Boden gut zu machen und Angst unter Andersdenkenden und in ihren Augen „Andersartigen“ zu schüren. Erst ein konsequentes Eingreifen seitens Antifaschist_innen beendete an diesem Tag das neonazistische Treiben und macht es möglich, dass Besuche dieser Art zumindest in der Nordstadt Einzelfälle bleiben.

Polizei, Staatsschutz und…
Am Tatort konnte niemand festgesetzt werden. Dafür griff eine Polizeistreife in der Nähe des linken Jugendzentrums UJZ Kornstraße drei junge Erwachsene auf und nahm diese zur „Erkennungsdienstlichen Behandlung“ fest. Das Verfahren gegen diese drei Personen musste von den Bullen fallen gelassen werden. Allerdings schaltete sich umgehend der Staatsschutz in die Ermittlungen ein und legte drei der Nazis eine Fotosammlung mit ca. 30 Menschen vor, die der politisch linken Szene Hannovers zugerechnet werden. Konnte direkt im Anschluss an dem Vorfall vor der Kneipe keiner der Anti-Antifa-Aktivisten eine Aussage zu den vermeintlichen Täter_innen machen, gaben diese nach der Sichtung der Bilder an, nun drei Antifaschisten identifizieren zu können. Vor dem Hintergrund, dass die drei Betroffenen durch ihr antirassistisches und antifaschistisches Engagement über Jahre den Nazis bekannt sind, ist diese Identifikation wenig verwunderlich: Sven wurde bereits 2009 auf der Homepage der NPD-Hannover mit Namen, Beschreibung der Person, sowie Wohnort geoutet. Er hatte an Protesten gegen einen NPD-Stand teilgenommen. Es ist brisant mit welcher Selbstverständlichkeit Polizei und Staatsschutz den Nazis Fotos von Linken präsentiert und sie damit einer erheblichen Gefahr aussetzt.

Anti-Antifa…
Bei der Gruppe Nazis handelt es sich um Personen aus der Kameradschaft Celle 73, Besseres Hannover, der NPD Hannover sowie weiteren Personen, die der gewaltbereiten Kameradschaftsszene aus Schaumburg, Bückeburg und Hannover zugerechnet werden können. Ein überwiegender Teil der anwesenden Neonazis fiel in den vergangenen Jahren immer wieder durch gewalttätige Übergriffe auf Antifaschist_innen und Migrant_innen auf. Immer wieder tauchten auch konkret Namen der Beschädigten in der Presse und bei Gerichtsterminen auf. In der Silvesternacht 09/10 wurde ein Achtzehnjähriger von einer größeren Gruppe Nazis, unter anderem aus dem Umfeld der Freien Kräfte Hannover-Umland am Kröpcke angegriffen. Dabei erlitt der linke Jugendliche Verletzungen am Kopf: In der Bahn gingen die Schläger erneut auf den jungen Mann los und verprügelten ihn.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung 14.01.2010) Die Polizei sicherte nicht die Bänder der Überwachungskameras und verunmöglichte eine Benennung weiterer Täter. Ebenfalls ging aus diesen Reihen ein Überfall auf linke Demonstrant_innen nach dem Naziaufmarsch in Hildesheim hervor, der jedoch erfolgreich abgewehrt werden konnte (HAZ 06.06.2010.). Die meisten Täter entkamen. Über diese gewalttätigen Aktionen hinaus wurde der Personenkreis durch die Verbreitung neonazistischer Inhalte an hannoverschen Schulen bekannt: “Unter dem Titel „Bock – das Sprachrohr der Gegenkultur“ verbreiten Angehörige der rechtsextremen Szene ihre Thesen und wollen damit offenbar gezielt Jugendliche ansprechen“ (HAZ 14.03.2010).

Konsequenter Antifaschismus…
Nazis sind an allen Orten der Gesellschaft eine Gefährdung für Menschen, die nicht in das menschenverachtende Weltbild passen. Diese wenigen Beispiele aus dem Raum Hannover allein im Vorjahr zeigen, dass der Kampf gegen Nazis nicht Sache der Staatsmacht sein kann: Gerichte weisen den Nazis ihren „legitimen“ Spielraum zu, der von der Polizei durchgesetzt und gegen antifaschistisches Engagement geschützt wird. Neonazistische Ideologien von Nation, Rasse und Sozialchauvinismus werden durch ein Verbot auf rechtlicher Ebene nicht aus der Welt verschwinden. Sie knüpfen sowohl an die Existenzängste an, die viele Menschen in der auf Arbeitszwang beruhenden Konkurrenzgesellschaft haben, als auch an Phänomene aus der selbst ernannten Mitte der Gesellschaft, wie die Vorstellung eines gesunden Nationalismus. Um neonazistischen Ideologien und Taten ein Ende zu bereiten, müssen die gesellschaftlichen Grundlagen wie der Staat, Nation oder die Kapitalherrschaft überwunden werden. Gerade in Zeiten, in denen die Extremismustheorie wieder aus der Mottenkiste geholt wird, welche aus der vermeintlichen „Mitte der Gesellschaft“ faschistische und emanzipatorische Praxis am Maßstab der Legalität auf „das Gleiche“ zusammenkürzt, ist es wichtig, an der grundlegenden Kritik festzuhalten, die für den konsequenten Antifaschismus wichtig ist. Antifaschistischer Selbstschutz ist unumgänglich, notwendig und legitim: Es braucht aktive Menschen, die sich bewusst und tatkräftig gegen Nazis zur Wehr setzen. Dass genau diese auf Grundlage von Aussagen neonazistischer Gewalttäterr unter Beihilfe von Polizei und Staatsschutz sich nun einer Kriminalisierung ausgesetzt sehen, ist beschämend und kränkend für alle, die Gewalt von Nazis ausgesetzt sind und dagegen auf die Straße gehen.

Für einen konsequenten Antifaschismus!
Betroffen sind Einige, gemeint sind wir alle!

Sa. 16. April 2011 | Bahnhofsvorplatz Hannover | 13 Uhr

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Die Verschwörung heisst Kapitalismus!

Am 2. April soll nach Willen von Jens Blecker – Redakteur von Infokriegernews – der dritte „Kongress der unabhängigen Medien“ in Hannover stattfinden. Dieser Kongress scheint damit zum Vernetzungstreffen der „Truther“-Bewegung in Deutschland zu avancieren; einer bunten Gruppe von Blogger_innen und Journalist_innen, die sich selbst zum Ziel gesetzt hat vermeintliche Lügen der Politik und Mainstream-Medien schonungslos aufzudecken. Zum Repertoire dieser Bewegung gehören dabei diverse Verschwörungstheorien von den Anschlägen am 11. September (von Bush inszeniert) bis zu Kondensstreifen von Flugzeugen (in Wahrheit Drogen-Sprühregen). Zur aktuellen Systemkrise sind sich die „Wahrheitssuchenden“ überdies einig, dass die Schuld moralisch verrohte Manager tragen, die stets zocken bis die Schwarte kracht.
Gemein sind den propagierten Verschwörungstheorien und Schuldzuweisungen ihre vermeintlich außerökonomischen und vorpolitischen Erklärungsmuster für tatsächlich politische und ökonomische Ereignisse. So werden die wiederkehrende Erfahrung politischer und ökonomischer Ohnmacht, wie etwa Krieg und Krise, von den Verschwörungstheolog_innen als das Werk gewissenloser Mächte, die für ihre Interessen buchstäblich über Leichen gehen, verklärt. Um der Verschwörer habhaft zu werden wird ganz kriminalistisch nach dem Motto „Cui bono?“ („Wem zum Vorteil? “- Cicero) verfahren, denn wem es vermeintlich nützt, der muss es auch verursacht haben. Dem so ausgemachten Feind wird damit das unterstellt, was unter Bedingungen der kapitalistischen Produktion aber jedem Individuum nahegelegt ist: Die eigene Stellung in der Konkurrenz notfalls durch List und Tücke zu verteidigen. Schließlich kann bereits der Misserfolg sich gegen einen Mitbewerber auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen den eigenen Ruin bedeuten. Diese Sicht, die irgendwelchen Politikern, Managern oder Geheimbünden persönliches Fehlverhalten vorwirft, hinkt aber auch schon deshalb, weil der Kapitalismus ein System unpersönlicher Herrschaft ist in dem sich die ökonomischen Akteure zuallererst nach den Zwängen der Kapitalverwertung richten müssen. Damit greifen Verschwörungstheorien nicht die herrschende Gesellschaftsordnung an, sondern angebliche Geheimlogen, die die Welt beherrschen. Sie verbünden sich mit der bestehenden Gesellschaftsordnung. Wer am Ende die Schuld an der ganzen Misere haben soll ist prinzipiell austauschbar.
Während sich die Truther_innen die Angst vor dem Systemkollaps als Konsequenz der Krise fast komödiantisch als „Mad Max“-Endzeitphantasie ausmalen – Jens Blecker & Co. werben vorsorglich schon mal für Dosenkuchen, Armbrüste und anderen Survival-Schnickschnack – so sind die Verschwörungsideologien in der Raserei gegen ihre Feindbilder weniger zum lachen. Zu deutlich ist die ideologische Ähnlichkeit zum Nationalsozialismus, der auf die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre reagierte und die Ohnmachtserfahrungen des Individuums gegenüber den Konjunkturen des Weltmarktes durch direkte, gewalttätige Herrschaft beantwortete. Die nationalsozialistische Ideologie stellte sich damit gegen die rücksichtslose Suche des Kapitals nach neuen Verwertungschancen. Das Kapital wurde in dieser Ideologie jedoch in „raffendes“, welches von einer gewissenlosen Gier getrieben sei, und „schaffendes“, dass im Einklang mit ehrlicher Arbeit stünde, geteilt. Das „raffende Kapital“ wurde im NS durch „die Juden“ personifiziert, welche rücksichtslos die Weltherrschaft anstreben würden. Diese antisemitische Projektion ermöglichte schlussendlich die systematische Ermordung von sechs Millionen Jüdischer Menschen. Es ist somit auch kein Zufall, dass sich auf so manchen Truther-Blogs Antisemit_innen und andere völkisch Verwirrte tummeln.
Verschwörungstheorien gilt es als falsche Welterklärungsmodelle zu entlarven und die Einteilung der Welt in gut und böse zurückweisen.

Die Verschwörung heißt Kapitalismus!
Gegen Truther und ihre reaktionären Ideologien!

Home » “Truth be told, …” – Diskussionsveranstaltung zu Verschwörungstheorien

“Truth be told, …” – Diskussionsveranstaltung zu Verschwörungstheorien

Am 2. April soll nach Willen von Jens Blecker – Redakteur von Infokriegernews – der dritte „Kongress der unabhängigen Medien“ in Hannover stattfinden. Dieser Kongress scheint damit zum Vernetzungstreffen der „Truther“-Bewegung in Deutschland zu avancieren; einer bunten Gruppe von Blogger_innen und Journalist_innen, die sich selbst zum Ziel gesetzt hat vermeintliche Lügen der Politik und Mainstream-Medien schonungslos aufzudecken…. Zum Repertoire dieser Bewegung gehören dabei diverse Verschwörungstheorien von den Anschlägen am 11. September (von Bush inszeniert) bis zu Kondensstreifen von Flugzeugen (in Wahrheit Drogen-Sprühregen). Zur aktuellen Systemkrise sind sich die „Wahrheitssuchenden“ überdies einig, dass die Schuld moralisch verrohte Manager tragen, die stets zocken bis die Schwarte kracht.

Zu diesem Deppen-Kongress gibt es zwei Veranstaltungen mit dem Autor von Provinzreflexion. Diskutieren wollen wir bei diesen Veranstaltungen verschiedene verschwörungstheoretische Ansätze, wieso solche Welterklärungsmodelle gesellschaftliche Relevanz haben und warum wir sie als Ideologien ablehnen.

Mi. 30. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung von Fast Forward Hannover und [AAH] in Kooperation mit dem AStA der Universität Hannover.

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“Truth be told, …” – Diskussionsveranstaltung zu Verschwörungstheorien

Am 2. April soll nach Willen von Jens Blecker – Redakteur von Infokriegernews – der dritte „Kongress der unabhängigen Medien“ in Hannover stattfinden. Dieser Kongress scheint damit zum Vernetzungstreffen der „Truther“-Bewegung in Deutschland zu avancieren; einer bunten Gruppe von Blogger_innen und Journalist_innen, die sich selbst zum Ziel gesetzt hat vermeintliche Lügen der Politik und Mainstream-Medien schonungslos aufzudecken…. Zum Repertoire dieser Bewegung gehören dabei diverse Verschwörungstheorien von den Anschlägen am 11. September (von Bush inszeniert) bis zu Kondensstreifen von Flugzeugen (in Wahrheit Drogen-Sprühregen). Zur aktuellen Systemkrise sind sich die „Wahrheitssuchenden“ überdies einig, dass die Schuld moralisch verrohte Manager tragen, die stets zocken bis die Schwarte kracht.

Zu diesem Deppen-Kongress gibt es zwei Veranstaltungen mit dem Autor von Provinzreflexion. Diskutieren wollen wir bei diesen Veranstaltungen verschiedene verschwörungstheoretische Ansätze, wieso solche Welterklärungsmodelle gesellschaftliche Relevanz haben und warum wir sie als Ideologien ablehnen.

Mi. 30. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung von Fast Forward Hannover und [AAH] in Kooperation mit dem AStA der Universität Hannover.

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Reden vor Ge­richt

Der Straf­ver­tei­di­ger Dr. Hein­rich Han­no­ver liest aus sei­nen Plä­doy­ers

„So bin ich der An­walt der klei­nen Leute, der po­li­tisch oder re­li­gi­ös ver­fem­ten Min­der­hei­ten, der gegen das ka­pi­ta­lis­ti­sche Sys­tem und neue Ein­mi­schung in Krieg und Völ­ker­mord auf-​be­geh­ren­den Ge­ne­ra­ti­on ge­wor­den.“

(Hein­rich Han­no­ver, Die Re­pu­blik vor Ge­richt 1954-​1995)

Heinrich Hannover – Reden vor GerichtJah­re­lang wurde Han­no­ver mit Eh­ren­ge­richts­ver­fah­ren über­zo­gen. Der Vor­wurf: er mache vom Recht der an­walt­li­chen Re­de­frei­heit in stan­des­wid­ri­ger Weise Ge­brauch. Des­halb be­gann er, seine Plä­doy­ers auf Ton­band auf­zu­zeich­nen.
Diese „Reden vor Ge­richt“ sind nun als Buch mit CD er­schie­nen. Hein­rich Han­no­ver kom­men­tiert Aus­zü­ge dar­aus und nimmt uns mit auf eine Reise durch vier­zig Jahre po­li­ti­scher Rechts­ge­schich­te.

In den zahl­rei­chen Pro­zes­sen, an denen Hein­rich Han­no­ver seit den 1950er-​Jah­ren als Straf­ver­tei­di­ger mit­ge­wirkt hat, spie­gelt sich die ge­sell­schaft­li­che Stim­mung in der BRD un­mit­tel­bar wider. Dabei er­reg­ten viele Ver­fah­ren auf­grund ihrer po­li­ti­schen Be­deu­tung und der Be­tei­lig­ten ei­ni­ges Auf­se­hen, etwa der Pro­zess gegen Willi Mey­er-​Buer, einem ehe­ma­li­gen Mit­glied der ver­bo­te­nen KPD; der sich nach dem KPD-​Ver­bot von 1956 zur Bun­des­tags­wahl 1961 als un­ab­hän­gi­ger Ein­zel­kan­di­dat um ein Man­dat be­wor­ben hatte. Nach Han­no­vers Auf­fas­sung hat­ten die Staats­an­walt­schaf­ten der bun­des­deut­schen Län­der die An­wei­sung er­hal­ten, diese Kan­di­da­tu­ren un­ab­hän­gi­ger Kom­mu­nis­ten als Ver­stoß gegen das KPD-​Ver­bot an­zu­kla­gen. „Dafür stand ihnen ein ge­ne­ral­klau­sel­ar­ti­ger Straf­tat­be­stand zu Ver­fü­gung, der prak­tisch jede po­li­ti­sche Be­tä­ti­gung von Kom­mu­nis­ten für straf­bar er­klär­te.“
Wei­te­re wich­ti­ge Ver­fah­ren waren die gegen Lo­renz Knorr wegen „Be­lei­di­gung“ von Wehr­machts-​Ge­ne­rä­len als Mas­sen­mör­der (1964), gegen Cohn-​Ben­dit wegen Land­frie­dens­bruch (1968), der 1971 vor dem Amts­ge­richt Burg­dorf ge­führ­te Pro­zess um einen CDU-​Mann, der Polen als Wan­zen be­zeich­ne­te, die Ver­fah­ren gegen Peter Brück­ner, Karl Heinz Roth, Gün­ter Wall­raff und Otto Schi­ly oder das Ver­fah­ren gegen Hans Modrow wegen Wahl­fäl­schung (1993). In­ter­na­tio­na­les Auf­se­hen er­reg­ten in den 1980er Jah­ren der Ver­such, den 1931 wegen „Lan­des­ver­rats“ ver­ur­teil­ten Carl von Os­sietz­ky zu re­ha­bi­li­tie­ren sowie die Durch­set­zung der An­kla­ge gegen gegen einen SS-​Mann, dem Bei­hil­fe zum Mord an Ernst Thäl­mann im KZ Bu­chen­wald vor­ge­wor­fen wurde.
Ein be­deu­ten­des und ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit – mit den Dis­kus­sio­nen um Si­cher­heits­ver­wah­rung und um das Se­xu­al­straf­recht – ak­tu­el­les Ver­fah­ren war das um den Bau­ar­bei­ter Otto Be­cker. Die­ser Mann mit ho­mo­se­xu­el­len Nei­gun­gen und Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit war zu Un­recht, nicht zu­letzt durch feh­ler­haf­te po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen, in den Ver­dacht ge­ra­ten, im Jahre 1971 ein Mäd­chen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det zu haben. Nur durch die An­fecht­bar­keit des Ur­teils – so war bei der Schöf­fen­be­stel­lung ein Feh­ler un­ter­lau­fen – und durch das un­er­war­te­te Auf­tau­chen einer un­ter­schla­ge­nen Spu­ren­ak­te war es mög­lich, das Ver­fah­ren noch­mals auf­zu­rol­len.

„Wie es um die Rechts­staat­lich­keit der po­li­ti­schen Jus­tiz steht, be­ant­wor­tet sich nicht nach der Regel, daß alles, was die Staats­ge­walt in einem Rechts­staat tut, rechts­staat­lich sei. Man muß den Blick auf die ex­em­pla­ri­schen Fälle rich­ten und dann kon­kret fra­gen, ob Ver­fah­ren und Ur­teil rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen ent­spro­chen haben. Ging es wirk­lich um den Schutz von Rechts­gü­tern oder nicht viel­mehr um die jus­tiz­för­mi­ge Durch­set­zung einer be­stimm­ten Re­gie­rungs­po­li­tik? Haben die Rich­ter be­ach­tet, daß die Frei­heits­rech­te des Grund­ge­set­zes – vor allem die Grund­rech­te der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung und der Ver­samm­lungs­frei­heit – allen Bür­gern und nicht nur Ak­ti­vis­ten einer be­stimm­ten po­li­ti­schen Rich­tung zu­ste­hen? Wie ist man mit den in der Straf­pro­ze­ß­ord­nung und den darin ver­bürg­ten Rech­ten des An­ge­klag­ten und der Ver­tei­di­gung um­ge­gan­gen? Wie war es um die Wahr­heits­fin­dung be­stellt? Geben die im Ur­teil fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen das Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me zu­tref­fend wie­der? Wur­den bei der Be­wer­tung von Zeu­gen­aus­sa­gen Re­prä­sen­tan­ten der Staats­ge­walt be­vor­zugt? Ver­fuh­ren die Rich­ter bei der Aus­le­gung des Ge­set­zes nach ob­jek­ti­ven Maß­stä­ben, oder ging es nur um die von jedem Ju­ris­ten be­herrsch­te Kunst, das po­li­tisch er­wünsch­te Er­geb­nis ju­ris­tisch zu be­grün­den? Dies ist nur eine Aus­wahl aus der Fülle von Fra­gen, die zu klä­ren sind, bevor ge­sagt wer­den kann, ob die po­li­ti­sche Jus­tiz ihren rechts­staat­li­chen An­spruch er­füllt oder ob sie ver­sagt hat.“

H.​Hannover – in Os­sietz­ky 8/2009

Hein­rich Han­no­ver ver­trat stets die Rech­te von Min­der­hei­ten, die bei der Wahr­neh­mung ihrer Grund­rech­te wie Mei­nungs­frei­heit, Ver­samm­lungs­frei­heit, Recht auf Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung, etc. in Kon­flikt mit der Staats­ge­walt kamen. Seine heute noch be­ste­hen­de Kanz­lei be­treut u.a. Gu­an­ta­na­mo – Häft­lin­ge.

Fr. 18. März 2011 | Ost­stadt­bi­blio­thek (Lis­ter Meile 4 – im Pa­vil­lon-​Ge­bäu­de) | 19 Uhr

Eine Ver­an­stal­tung der Roten Hilfe e.V. Orts­grup­pe Han­no­ver zum 18. März, dem Tag der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen. Mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von Pa­vil­lon und An­n­abee – Buch­la­den.

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Reden vor Ge­richt

Der Straf­ver­tei­di­ger Dr. Hein­rich Han­no­ver liest aus sei­nen Plä­doy­ers

„So bin ich der An­walt der klei­nen Leute, der po­li­tisch oder re­li­gi­ös ver­fem­ten Min­der­hei­ten, der gegen das ka­pi­ta­lis­ti­sche Sys­tem und neue Ein­mi­schung in Krieg und Völ­ker­mord auf-​be­geh­ren­den Ge­ne­ra­ti­on ge­wor­den.“

(Hein­rich Han­no­ver, Die Re­pu­blik vor Ge­richt 1954-​1995)

Heinrich Hannover – Reden vor GerichtJah­re­lang wurde Han­no­ver mit Eh­ren­ge­richts­ver­fah­ren über­zo­gen. Der Vor­wurf: er mache vom Recht der an­walt­li­chen Re­de­frei­heit in stan­des­wid­ri­ger Weise Ge­brauch. Des­halb be­gann er, seine Plä­doy­ers auf Ton­band auf­zu­zeich­nen.
Diese „Reden vor Ge­richt“ sind nun als Buch mit CD er­schie­nen. Hein­rich Han­no­ver kom­men­tiert Aus­zü­ge dar­aus und nimmt uns mit auf eine Reise durch vier­zig Jahre po­li­ti­scher Rechts­ge­schich­te.

In den zahl­rei­chen Pro­zes­sen, an denen Hein­rich Han­no­ver seit den 1950er-​Jah­ren als Straf­ver­tei­di­ger mit­ge­wirkt hat, spie­gelt sich die ge­sell­schaft­li­che Stim­mung in der BRD un­mit­tel­bar wider. Dabei er­reg­ten viele Ver­fah­ren auf­grund ihrer po­li­ti­schen Be­deu­tung und der Be­tei­lig­ten ei­ni­ges Auf­se­hen, etwa der Pro­zess gegen Willi Mey­er-​Buer, einem ehe­ma­li­gen Mit­glied der ver­bo­te­nen KPD; der sich nach dem KPD-​Ver­bot von 1956 zur Bun­des­tags­wahl 1961 als un­ab­hän­gi­ger Ein­zel­kan­di­dat um ein Man­dat be­wor­ben hatte. Nach Han­no­vers Auf­fas­sung hat­ten die Staats­an­walt­schaf­ten der bun­des­deut­schen Län­der die An­wei­sung er­hal­ten, diese Kan­di­da­tu­ren un­ab­hän­gi­ger Kom­mu­nis­ten als Ver­stoß gegen das KPD-​Ver­bot an­zu­kla­gen. „Dafür stand ihnen ein ge­ne­ral­klau­sel­ar­ti­ger Straf­tat­be­stand zu Ver­fü­gung, der prak­tisch jede po­li­ti­sche Be­tä­ti­gung von Kom­mu­nis­ten für straf­bar er­klär­te.“
Wei­te­re wich­ti­ge Ver­fah­ren waren die gegen Lo­renz Knorr wegen „Be­lei­di­gung“ von Wehr­machts-​Ge­ne­rä­len als Mas­sen­mör­der (1964), gegen Cohn-​Ben­dit wegen Land­frie­dens­bruch (1968), der 1971 vor dem Amts­ge­richt Burg­dorf ge­führ­te Pro­zess um einen CDU-​Mann, der Polen als Wan­zen be­zeich­ne­te, die Ver­fah­ren gegen Peter Brück­ner, Karl Heinz Roth, Gün­ter Wall­raff und Otto Schi­ly oder das Ver­fah­ren gegen Hans Modrow wegen Wahl­fäl­schung (1993). In­ter­na­tio­na­les Auf­se­hen er­reg­ten in den 1980er Jah­ren der Ver­such, den 1931 wegen „Lan­des­ver­rats“ ver­ur­teil­ten Carl von Os­sietz­ky zu re­ha­bi­li­tie­ren sowie die Durch­set­zung der An­kla­ge gegen gegen einen SS-​Mann, dem Bei­hil­fe zum Mord an Ernst Thäl­mann im KZ Bu­chen­wald vor­ge­wor­fen wurde.
Ein be­deu­ten­des und ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit – mit den Dis­kus­sio­nen um Si­cher­heits­ver­wah­rung und um das Se­xu­al­straf­recht – ak­tu­el­les Ver­fah­ren war das um den Bau­ar­bei­ter Otto Be­cker. Die­ser Mann mit ho­mo­se­xu­el­len Nei­gun­gen und Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit war zu Un­recht, nicht zu­letzt durch feh­ler­haf­te po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen, in den Ver­dacht ge­ra­ten, im Jahre 1971 ein Mäd­chen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det zu haben. Nur durch die An­fecht­bar­keit des Ur­teils – so war bei der Schöf­fen­be­stel­lung ein Feh­ler un­ter­lau­fen – und durch das un­er­war­te­te Auf­tau­chen einer un­ter­schla­ge­nen Spu­ren­ak­te war es mög­lich, das Ver­fah­ren noch­mals auf­zu­rol­len.

„Wie es um die Rechts­staat­lich­keit der po­li­ti­schen Jus­tiz steht, be­ant­wor­tet sich nicht nach der Regel, daß alles, was die Staats­ge­walt in einem Rechts­staat tut, rechts­staat­lich sei. Man muß den Blick auf die ex­em­pla­ri­schen Fälle rich­ten und dann kon­kret fra­gen, ob Ver­fah­ren und Ur­teil rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen ent­spro­chen haben. Ging es wirk­lich um den Schutz von Rechts­gü­tern oder nicht viel­mehr um die jus­tiz­för­mi­ge Durch­set­zung einer be­stimm­ten Re­gie­rungs­po­li­tik? Haben die Rich­ter be­ach­tet, daß die Frei­heits­rech­te des Grund­ge­set­zes – vor allem die Grund­rech­te der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung und der Ver­samm­lungs­frei­heit – allen Bür­gern und nicht nur Ak­ti­vis­ten einer be­stimm­ten po­li­ti­schen Rich­tung zu­ste­hen? Wie ist man mit den in der Straf­pro­ze­ß­ord­nung und den darin ver­bürg­ten Rech­ten des An­ge­klag­ten und der Ver­tei­di­gung um­ge­gan­gen? Wie war es um die Wahr­heits­fin­dung be­stellt? Geben die im Ur­teil fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen das Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me zu­tref­fend wie­der? Wur­den bei der Be­wer­tung von Zeu­gen­aus­sa­gen Re­prä­sen­tan­ten der Staats­ge­walt be­vor­zugt? Ver­fuh­ren die Rich­ter bei der Aus­le­gung des Ge­set­zes nach ob­jek­ti­ven Maß­stä­ben, oder ging es nur um die von jedem Ju­ris­ten be­herrsch­te Kunst, das po­li­tisch er­wünsch­te Er­geb­nis ju­ris­tisch zu be­grün­den? Dies ist nur eine Aus­wahl aus der Fülle von Fra­gen, die zu klä­ren sind, bevor ge­sagt wer­den kann, ob die po­li­ti­sche Jus­tiz ihren rechts­staat­li­chen An­spruch er­füllt oder ob sie ver­sagt hat.“

H.​Hannover – in Os­sietz­ky 8/2009

Hein­rich Han­no­ver ver­trat stets die Rech­te von Min­der­hei­ten, die bei der Wahr­neh­mung ihrer Grund­rech­te wie Mei­nungs­frei­heit, Ver­samm­lungs­frei­heit, Recht auf Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung, etc. in Kon­flikt mit der Staats­ge­walt kamen. Seine heute noch be­ste­hen­de Kanz­lei be­treut u.a. Gu­an­ta­na­mo – Häft­lin­ge.

Fr. 18. März 2011 | Ost­stadt­bi­blio­thek (Lis­ter Meile 4 – im Pa­vil­lon-​Ge­bäu­de) | 19 Uhr

Eine Ver­an­stal­tung der Roten Hilfe e.V. Orts­grup­pe Han­no­ver zum 18. März, dem Tag der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen. Mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von Pa­vil­lon und An­n­abee – Buch­la­den.

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Reden vor Ge­richt

Der Straf­ver­tei­di­ger Dr. Hein­rich Han­no­ver liest aus sei­nen Plä­doy­ers

„So bin ich der An­walt der klei­nen Leute, der po­li­tisch oder re­li­gi­ös ver­fem­ten Min­der­hei­ten, der gegen das ka­pi­ta­lis­ti­sche Sys­tem und neue Ein­mi­schung in Krieg und Völ­ker­mord auf-​be­geh­ren­den Ge­ne­ra­ti­on ge­wor­den.“

(Hein­rich Han­no­ver, Die Re­pu­blik vor Ge­richt 1954-​1995)

Heinrich Hannover – Reden vor GerichtJah­re­lang wurde Han­no­ver mit Eh­ren­ge­richts­ver­fah­ren über­zo­gen. Der Vor­wurf: er mache vom Recht der an­walt­li­chen Re­de­frei­heit in stan­des­wid­ri­ger Weise Ge­brauch. Des­halb be­gann er, seine Plä­doy­ers auf Ton­band auf­zu­zeich­nen.
Diese „Reden vor Ge­richt“ sind nun als Buch mit CD er­schie­nen. Hein­rich Han­no­ver kom­men­tiert Aus­zü­ge dar­aus und nimmt uns mit auf eine Reise durch vier­zig Jahre po­li­ti­scher Rechts­ge­schich­te.

In den zahl­rei­chen Pro­zes­sen, an denen Hein­rich Han­no­ver seit den 1950er-​Jah­ren als Straf­ver­tei­di­ger mit­ge­wirkt hat, spie­gelt sich die ge­sell­schaft­li­che Stim­mung in der BRD un­mit­tel­bar wider. Dabei er­reg­ten viele Ver­fah­ren auf­grund ihrer po­li­ti­schen Be­deu­tung und der Be­tei­lig­ten ei­ni­ges Auf­se­hen, etwa der Pro­zess gegen Willi Mey­er-​Buer, einem ehe­ma­li­gen Mit­glied der ver­bo­te­nen KPD; der sich nach dem KPD-​Ver­bot von 1956 zur Bun­des­tags­wahl 1961 als un­ab­hän­gi­ger Ein­zel­kan­di­dat um ein Man­dat be­wor­ben hatte. Nach Han­no­vers Auf­fas­sung hat­ten die Staats­an­walt­schaf­ten der bun­des­deut­schen Län­der die An­wei­sung er­hal­ten, diese Kan­di­da­tu­ren un­ab­hän­gi­ger Kom­mu­nis­ten als Ver­stoß gegen das KPD-​Ver­bot an­zu­kla­gen. „Dafür stand ihnen ein ge­ne­ral­klau­sel­ar­ti­ger Straf­tat­be­stand zu Ver­fü­gung, der prak­tisch jede po­li­ti­sche Be­tä­ti­gung von Kom­mu­nis­ten für straf­bar er­klär­te.“
Wei­te­re wich­ti­ge Ver­fah­ren waren die gegen Lo­renz Knorr wegen „Be­lei­di­gung“ von Wehr­machts-​Ge­ne­rä­len als Mas­sen­mör­der (1964), gegen Cohn-​Ben­dit wegen Land­frie­dens­bruch (1968), der 1971 vor dem Amts­ge­richt Burg­dorf ge­führ­te Pro­zess um einen CDU-​Mann, der Polen als Wan­zen be­zeich­ne­te, die Ver­fah­ren gegen Peter Brück­ner, Karl Heinz Roth, Gün­ter Wall­raff und Otto Schi­ly oder das Ver­fah­ren gegen Hans Modrow wegen Wahl­fäl­schung (1993). In­ter­na­tio­na­les Auf­se­hen er­reg­ten in den 1980er Jah­ren der Ver­such, den 1931 wegen „Lan­des­ver­rats“ ver­ur­teil­ten Carl von Os­sietz­ky zu re­ha­bi­li­tie­ren sowie die Durch­set­zung der An­kla­ge gegen gegen einen SS-​Mann, dem Bei­hil­fe zum Mord an Ernst Thäl­mann im KZ Bu­chen­wald vor­ge­wor­fen wurde.
Ein be­deu­ten­des und ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit – mit den Dis­kus­sio­nen um Si­cher­heits­ver­wah­rung und um das Se­xu­al­straf­recht – ak­tu­el­les Ver­fah­ren war das um den Bau­ar­bei­ter Otto Be­cker. Die­ser Mann mit ho­mo­se­xu­el­len Nei­gun­gen und Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit war zu Un­recht, nicht zu­letzt durch feh­ler­haf­te po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen, in den Ver­dacht ge­ra­ten, im Jahre 1971 ein Mäd­chen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det zu haben. Nur durch die An­fecht­bar­keit des Ur­teils – so war bei der Schöf­fen­be­stel­lung ein Feh­ler un­ter­lau­fen – und durch das un­er­war­te­te Auf­tau­chen einer un­ter­schla­ge­nen Spu­ren­ak­te war es mög­lich, das Ver­fah­ren noch­mals auf­zu­rol­len.

„Wie es um die Rechts­staat­lich­keit der po­li­ti­schen Jus­tiz steht, be­ant­wor­tet sich nicht nach der Regel, daß alles, was die Staats­ge­walt in einem Rechts­staat tut, rechts­staat­lich sei. Man muß den Blick auf die ex­em­pla­ri­schen Fälle rich­ten und dann kon­kret fra­gen, ob Ver­fah­ren und Ur­teil rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen ent­spro­chen haben. Ging es wirk­lich um den Schutz von Rechts­gü­tern oder nicht viel­mehr um die jus­tiz­för­mi­ge Durch­set­zung einer be­stimm­ten Re­gie­rungs­po­li­tik? Haben die Rich­ter be­ach­tet, daß die Frei­heits­rech­te des Grund­ge­set­zes – vor allem die Grund­rech­te der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung und der Ver­samm­lungs­frei­heit – allen Bür­gern und nicht nur Ak­ti­vis­ten einer be­stimm­ten po­li­ti­schen Rich­tung zu­ste­hen? Wie ist man mit den in der Straf­pro­ze­ß­ord­nung und den darin ver­bürg­ten Rech­ten des An­ge­klag­ten und der Ver­tei­di­gung um­ge­gan­gen? Wie war es um die Wahr­heits­fin­dung be­stellt? Geben die im Ur­teil fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen das Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me zu­tref­fend wie­der? Wur­den bei der Be­wer­tung von Zeu­gen­aus­sa­gen Re­prä­sen­tan­ten der Staats­ge­walt be­vor­zugt? Ver­fuh­ren die Rich­ter bei der Aus­le­gung des Ge­set­zes nach ob­jek­ti­ven Maß­stä­ben, oder ging es nur um die von jedem Ju­ris­ten be­herrsch­te Kunst, das po­li­tisch er­wünsch­te Er­geb­nis ju­ris­tisch zu be­grün­den? Dies ist nur eine Aus­wahl aus der Fülle von Fra­gen, die zu klä­ren sind, bevor ge­sagt wer­den kann, ob die po­li­ti­sche Jus­tiz ihren rechts­staat­li­chen An­spruch er­füllt oder ob sie ver­sagt hat.“

H.​Hannover – in Os­sietz­ky 8/2009

Hein­rich Han­no­ver ver­trat stets die Rech­te von Min­der­hei­ten, die bei der Wahr­neh­mung ihrer Grund­rech­te wie Mei­nungs­frei­heit, Ver­samm­lungs­frei­heit, Recht auf Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung, etc. in Kon­flikt mit der Staats­ge­walt kamen. Seine heute noch be­ste­hen­de Kanz­lei be­treut u.a. Gu­an­ta­na­mo – Häft­lin­ge.

Fr. 18. März 2011 | Ost­stadt­bi­blio­thek (Lis­ter Meile 4 – im Pa­vil­lon-​Ge­bäu­de) | 19 Uhr

Eine Ver­an­stal­tung der Roten Hilfe e.V. Orts­grup­pe Han­no­ver zum 18. März, dem Tag der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen. Mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von Pa­vil­lon und An­n­abee – Buch­la­den.

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Reden vor Ge­richt

Der Straf­ver­tei­di­ger Dr. Hein­rich Han­no­ver liest aus sei­nen Plä­doy­ers

„So bin ich der An­walt der klei­nen Leute, der po­li­tisch oder re­li­gi­ös ver­fem­ten Min­der­hei­ten, der gegen das ka­pi­ta­lis­ti­sche Sys­tem und neue Ein­mi­schung in Krieg und Völ­ker­mord auf-​be­geh­ren­den Ge­ne­ra­ti­on ge­wor­den.“

(Hein­rich Han­no­ver, Die Re­pu­blik vor Ge­richt 1954-​1995)

Heinrich Hannover – Reden vor GerichtJah­re­lang wurde Han­no­ver mit Eh­ren­ge­richts­ver­fah­ren über­zo­gen. Der Vor­wurf: er mache vom Recht der an­walt­li­chen Re­de­frei­heit in stan­des­wid­ri­ger Weise Ge­brauch. Des­halb be­gann er, seine Plä­doy­ers auf Ton­band auf­zu­zeich­nen.
Diese „Reden vor Ge­richt“ sind nun als Buch mit CD er­schie­nen. Hein­rich Han­no­ver kom­men­tiert Aus­zü­ge dar­aus und nimmt uns mit auf eine Reise durch vier­zig Jahre po­li­ti­scher Rechts­ge­schich­te.

In den zahl­rei­chen Pro­zes­sen, an denen Hein­rich Han­no­ver seit den 1950er-​Jah­ren als Straf­ver­tei­di­ger mit­ge­wirkt hat, spie­gelt sich die ge­sell­schaft­li­che Stim­mung in der BRD un­mit­tel­bar wider. Dabei er­reg­ten viele Ver­fah­ren auf­grund ihrer po­li­ti­schen Be­deu­tung und der Be­tei­lig­ten ei­ni­ges Auf­se­hen, etwa der Pro­zess gegen Willi Mey­er-​Buer, einem ehe­ma­li­gen Mit­glied der ver­bo­te­nen KPD; der sich nach dem KPD-​Ver­bot von 1956 zur Bun­des­tags­wahl 1961 als un­ab­hän­gi­ger Ein­zel­kan­di­dat um ein Man­dat be­wor­ben hatte. Nach Han­no­vers Auf­fas­sung hat­ten die Staats­an­walt­schaf­ten der bun­des­deut­schen Län­der die An­wei­sung er­hal­ten, diese Kan­di­da­tu­ren un­ab­hän­gi­ger Kom­mu­nis­ten als Ver­stoß gegen das KPD-​Ver­bot an­zu­kla­gen. „Dafür stand ihnen ein ge­ne­ral­klau­sel­ar­ti­ger Straf­tat­be­stand zu Ver­fü­gung, der prak­tisch jede po­li­ti­sche Be­tä­ti­gung von Kom­mu­nis­ten für straf­bar er­klär­te.“
Wei­te­re wich­ti­ge Ver­fah­ren waren die gegen Lo­renz Knorr wegen „Be­lei­di­gung“ von Wehr­machts-​Ge­ne­rä­len als Mas­sen­mör­der (1964), gegen Cohn-​Ben­dit wegen Land­frie­dens­bruch (1968), der 1971 vor dem Amts­ge­richt Burg­dorf ge­führ­te Pro­zess um einen CDU-​Mann, der Polen als Wan­zen be­zeich­ne­te, die Ver­fah­ren gegen Peter Brück­ner, Karl Heinz Roth, Gün­ter Wall­raff und Otto Schi­ly oder das Ver­fah­ren gegen Hans Modrow wegen Wahl­fäl­schung (1993). In­ter­na­tio­na­les Auf­se­hen er­reg­ten in den 1980er Jah­ren der Ver­such, den 1931 wegen „Lan­des­ver­rats“ ver­ur­teil­ten Carl von Os­sietz­ky zu re­ha­bi­li­tie­ren sowie die Durch­set­zung der An­kla­ge gegen gegen einen SS-​Mann, dem Bei­hil­fe zum Mord an Ernst Thäl­mann im KZ Bu­chen­wald vor­ge­wor­fen wurde.
Ein be­deu­ten­des und ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit – mit den Dis­kus­sio­nen um Si­cher­heits­ver­wah­rung und um das Se­xu­al­straf­recht – ak­tu­el­les Ver­fah­ren war das um den Bau­ar­bei­ter Otto Be­cker. Die­ser Mann mit ho­mo­se­xu­el­len Nei­gun­gen und Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit war zu Un­recht, nicht zu­letzt durch feh­ler­haf­te po­li­zei­li­che Er­mitt­lun­gen, in den Ver­dacht ge­ra­ten, im Jahre 1971 ein Mäd­chen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det zu haben. Nur durch die An­fecht­bar­keit des Ur­teils – so war bei der Schöf­fen­be­stel­lung ein Feh­ler un­ter­lau­fen – und durch das un­er­war­te­te Auf­tau­chen einer un­ter­schla­ge­nen Spu­ren­ak­te war es mög­lich, das Ver­fah­ren noch­mals auf­zu­rol­len.

„Wie es um die Rechts­staat­lich­keit der po­li­ti­schen Jus­tiz steht, be­ant­wor­tet sich nicht nach der Regel, daß alles, was die Staats­ge­walt in einem Rechts­staat tut, rechts­staat­lich sei. Man muß den Blick auf die ex­em­pla­ri­schen Fälle rich­ten und dann kon­kret fra­gen, ob Ver­fah­ren und Ur­teil rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen ent­spro­chen haben. Ging es wirk­lich um den Schutz von Rechts­gü­tern oder nicht viel­mehr um die jus­tiz­för­mi­ge Durch­set­zung einer be­stimm­ten Re­gie­rungs­po­li­tik? Haben die Rich­ter be­ach­tet, daß die Frei­heits­rech­te des Grund­ge­set­zes – vor allem die Grund­rech­te der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung und der Ver­samm­lungs­frei­heit – allen Bür­gern und nicht nur Ak­ti­vis­ten einer be­stimm­ten po­li­ti­schen Rich­tung zu­ste­hen? Wie ist man mit den in der Straf­pro­ze­ß­ord­nung und den darin ver­bürg­ten Rech­ten des An­ge­klag­ten und der Ver­tei­di­gung um­ge­gan­gen? Wie war es um die Wahr­heits­fin­dung be­stellt? Geben die im Ur­teil fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen das Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me zu­tref­fend wie­der? Wur­den bei der Be­wer­tung von Zeu­gen­aus­sa­gen Re­prä­sen­tan­ten der Staats­ge­walt be­vor­zugt? Ver­fuh­ren die Rich­ter bei der Aus­le­gung des Ge­set­zes nach ob­jek­ti­ven Maß­stä­ben, oder ging es nur um die von jedem Ju­ris­ten be­herrsch­te Kunst, das po­li­tisch er­wünsch­te Er­geb­nis ju­ris­tisch zu be­grün­den? Dies ist nur eine Aus­wahl aus der Fülle von Fra­gen, die zu klä­ren sind, bevor ge­sagt wer­den kann, ob die po­li­ti­sche Jus­tiz ihren rechts­staat­li­chen An­spruch er­füllt oder ob sie ver­sagt hat.“

H.​Hannover – in Os­sietz­ky 8/2009

Hein­rich Han­no­ver ver­trat stets die Rech­te von Min­der­hei­ten, die bei der Wahr­neh­mung ihrer Grund­rech­te wie Mei­nungs­frei­heit, Ver­samm­lungs­frei­heit, Recht auf Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung, etc. in Kon­flikt mit der Staats­ge­walt kamen. Seine heute noch be­ste­hen­de Kanz­lei be­treut u.a. Gu­an­ta­na­mo – Häft­lin­ge.

Am 18. März 2011 um 19 Uhr in der Ost­stadt­bi­blio­thek (Lis­ter Meile 4 – im Pa­vil­lon-​Ge­bäu­de)

Eine Ver­an­stal­tung der Roten Hilfe e.V. Orts­grup­pe Han­no­ver zum 18. März, dem Tag der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen. Mit freund­li­cher Un­ter­stüt­zung von Pa­vil­lon und An­n­abee – Buch­la­den.

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Reden vor Ge­richt

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Wandzeitung: Keinen Schulhof dem Faschismus!

Das erste Mal tauchte die Zeitung „Bock – Das Sprachrohr der Gegenkultur“ im März 2009 auf. Sie wurde an mindestens elf Schulen in Hannover und der Region verteilt. Im August 201 0 tauchte dann die zweite Ausgabe auf und Anfang März 2011 wird die dritte Ausgabe an einigen Schulen verteilt. Hinter der Zeitung steckt die Nazigruppe „Besseres Hannover“.
Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

Kein Bock auf Nazis!
Keinen Schulhof dem Faschismus!
Den rechten Vormarsch stoppen!

Wandzeitung runterladen | Mehr zu rechten Aktivitäten und Naziangriffen in der Region Hannover

Home » Antifa Demos in Tostedt und Burg

Antifa Demos in Tostedt und Burg

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag. Mit einer Demonstration am 19. März will die Kampagne Landfriedensbruch darauf aufmerksam machen und dem 1992 von Nazis ermordeten Gustav Schneeclaus gedenken.

Infoveranstaltung:
Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

In Burg (Sachsen-Anhalt) hat sich eine linke Bewegung etabliert, die die Nazipräsenz immer mehr zurückdrängen konnte. Trotzdem ist es ein Problem z.B. Räume für Veranstaltungen oder Konzerte zu bekommen. Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne linke Aktivist_innen aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!” am 26. März.

Infoveranstaltung:
Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Demos in Tostedt und Burg

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag. Mit einer Demonstration am 19. März will die Kampagne Landfriedensbruch darauf aufmerksam machen und dem 1992 von Nazis ermordeten Gustav Schneeclaus gedenken.

Infoveranstaltung:
Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

In Burg (Sachsen-Anhalt) hat sich eine linke Bewegung etabliert, die die Nazipräsenz immer mehr zurückdrängen konnte. Trotzdem ist es ein Problem z.B. Räume für Veranstaltungen oder Konzerte zu bekommen. Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne linke Aktivist_innen aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!” am 26. März.

Infoveranstaltung:
Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Demos in Tostedt und Burg

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag. Mit einer Demonstration am 19. März will die Kampagne Landfriedensbruch darauf aufmerksam machen und dem 1992 von Nazis ermordeten Gustav Schneeclaus gedenken.

Infoveranstaltung:
Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

In Burg (Sachsen-Anhalt) hat sich eine linke Bewegung etabliert, die die Nazipräsenz immer mehr zurückdrängen konnte. Trotzdem ist es ein Problem z.B. Räume für Veranstaltungen oder Konzerte zu bekommen. Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne linke Aktivist_innen aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!” am 26. März.

Infoveranstaltung:
Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Antifa Demos in Tostedt und Burg

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag. Mit einer Demonstration am 19. März will die Kampagne Landfriedensbruch darauf aufmerksam machen und dem 1992 von Nazis ermordeten Gustav Schneeclaus gedenken.

Infoveranstaltung:
Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

In Burg (Sachsen-Anhalt) hat sich eine linke Bewegung etabliert, die die Nazipräsenz immer mehr zurückdrängen konnte. Trotzdem ist es ein Problem z.B. Räume für Veranstaltungen oder Konzerte zu bekommen. Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne linke Aktivist_innen aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!” am 26. März.

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Die angekündigte Veranstaltung mit Bernd Langer zum Mitteldeutschen Aufstand fällt leider aus und wird nach Möglichkeit nachgeholt.

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung des Kapitäns Gustav Schneeclaus im Jahre 1992 durch zwei Nazis ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Nazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich in der angriffsfläche #3.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung des Kapitäns Gustav Schneeclaus im Jahre 1992 durch zwei Nazis ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Nazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich in der angriffsfläche #3.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Wandzeitung: Keinen Schulhof dem Faschismus!

Das erste Mal tauchte die Zeitung „Bock – Das Sprachrohr der Gegenkultur“ im März 2009 auf. Sie wurde an mindestens elf Schulen in Hannover und der Region verteilt. Im August 201 0 tauchte dann die zweite Ausgabe auf und Anfang März 2011 wird die dritte Ausgabe an einigen Schulen verteilt. Hinter der Zeitung steckt die Nazigruppe „Besseres Hannover“.
Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

Kein Bock auf Nazis!
Keinen Schulhof dem Faschismus!
Den rechten Vormarsch stoppen!

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Home » Antifa Demos in Tostedt und Burg

Antifa Demos in Tostedt und Burg

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag. Mit einer Demonstration am 19. März will die Kampagne Landfriedensbruch darauf aufmerksam machen und dem 1992 von Nazis ermordeten Gustav Schneeclaus gedenken.

Infoveranstaltung:
Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

In Burg (Sachsen-Anhalt) hat sich eine linke Bewegung etabliert, die die Nazipräsenz immer mehr zurückdrängen konnte. Trotzdem ist es ein Problem z.B. Räume für Veranstaltungen oder Konzerte zu bekommen. Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne linke Aktivist_innen aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!” am 26. März.

Infoveranstaltung:
Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Wandzeitung: Keinen Schulhof dem Faschismus!

Das erste Mal tauchte die Zeitung „Bock – Das Sprachrohr der Gegenkultur“ im März 2009 auf. Sie wurde an mindestens elf Schulen in Hannover und der Region verteilt. Im August 201 0 tauchte dann die zweite Ausgabe auf und Anfang März 2011 wird die dritte Ausgabe an einigen Schulen verteilt. Hinter der Zeitung steckt die Nazigruppe „Besseres Hannover“.
Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Das erste Mal tauchte die Zeitung „Bock – Das Sprachrohr der Gegenkultur“ im März 2009 auf. Sie wurde an mindestens elf Schulen in Hannover und der Region verteilt. Im August 201 0 tauchte dann die zweite Ausgabe auf und Anfang März 2011 wird die dritte Ausgabe an einigen Schulen verteilt. Hinter der Zeitung steckt die Nazigruppe „Besseres Hannover“.
Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Zu ihr gehört zum Beispiel Marc Oliver Matuszewski, Anmelder des Naziaufmarsches zum 1 . Mai 2009 in Hannover und zeitweiliger Vorsitzender der NPD Hannover. Zusammen mit anderen bekannten Nazis aus der Region Hannover nimmt er an Naziaufmärschen und anderen Aktionen teil und hat gute Kontakte zu anderen Nazis in Niedersachsen.
Den Nazis von Besseres Hannover ist keine Aktion zu doof und sie scheuen auch nicht vor gewalttätigen Angriffen zurück: Sie versuchten eine Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt in Kleefeld anzugreifen und sich in eine Demo gegen Bildungsabbau einzuschleichen. Was sie gut können, ist durch schlechte Aufkleber zu nerven. Das was sie auf die Straße tragen, findet sich auch in der Zeitung wieder: Sie wollen unangepasste Rebellen sein, die überall anecken. Der Bock sollen wir alle sein können.
Doch wenn die Nazis sich als „Rebellen gegen das System“ und ihre Zeitung als „Sprachrohr der Gegenkultur“ darstellen, mussman sich fragen, gegen welches System sie rebellieren wollen. Wollen sie Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung für alle Menschen in dieser Gesellschaft beenden? Nein! Sie treten für das ein, was sowieso schon an der Tagesordnung ist: Abschiebung von Menschen in Krieg und Armut, fortschreitender Sozialabbau, fast alltägliche Angriffe auf Menschen, aus rassistischen Gründen.
Was die Nazis mit ihrer Rebellion meinen, ist spießiger als eine Stammtischrunde in der Kneipe um die Ecke. Daran ändern auch Hochglanzheftchen wie der Bock nichts.

Am einfachsten ist es, das Heft, wenn es bei euch verteilt wird, direkt in den Mülleimer zu schmeissen, den Scheiss kann man sich auf keinen Fall antun. Überlegt euch wie ihr in Zukunft mit auftauchenden Nazis umgehen wollt. Sprecht eure SV an oder schliesst euch in einer Antifa AG zusammen. Eventuell gibt es bei euch auch fitte Lehrer_innen, die euch dabei unterstützen. Ansonsten meldet euch bei uns.

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Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Burg

In den ländlichen Regionen wie der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) ist es meist schwer sich zu organisieren oder erfolgreiche antifaschistische Arbeit zu leisten. So müssen viele, anderenorts selbstverständliche Vorraussetzungen erst müheselig vorbereitet, aufgebaut und kompensiert werden. So gibt es auch in Burg nur sehr wenige Rückzugsmöglichkeiten um selbstbestimmtes und antifaschistisches Handeln auch zu leben. Dies führt dazu, das Räume für Infoveranstaltungen fehlen. Man nicht die möglichkeit hat Solikonzerte oder ähnliches durchzuführen um z.B. Geld für Repressionskosten zu sammeln oder einfach nur einen Rückzugsraum aufzusuchen ohne sexistische und rassistischen Sprüchen. Dazu kommt, das durch den Wegzug in andere Regionen, was zum Teil an die Berufstätigkeit liegt die politische Kontinuität unterbrochen wird um nach mehreren Jahren sich meist politische Zusammenhänge neu organisieren müssen. Neonazis hingegen weichen meist auf ländliche Regionen aus und können Dank einer meist schwachen antifaschistischen Struktur uneingeschränkt und hemmungslos ihre Brutalität gegen alles das, was nicht in ihr Weltbild passt ausüben.

Die örtlichen Repressionsorgane arbeiten dabei den Nazis in die Hände, indem sie Druck auf Einzelne aufbauen und mit Repression drohen. Gegen diesen Zustand richtet sich die Demonstration “Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!”.

Die Genoss_innen der Antifaschistischen Aktion Burg werden über die Situation in Burg berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Ein weiteres Thema wird die Anreisekoordination sein.

Mi. 23. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Mehr Infos demnächst.

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Home » Antifa Info Abend im März

Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte
mit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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mit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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mit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Die angekündigte Veranstaltung mit Bernd Langer zum Mitteldeutschen Aufstand fällt leider aus und wird nach Möglichkeit nachgeholt.

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

    ★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebattemit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
    Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn
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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

  • ★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebattemit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
    Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn
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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

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Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend im März

Der Antifa Info Abend im Februar zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Stattdessen zeigten wir die kurze Dokumentation “Die Roten 20er” über den Rotfrontkämpferbund (wiki).
Nun muss auch der Antifa Info Abend zum Mitteldeutschen Aufstand (wiki) aus organisatorischen Gründen ausfallen.

Doch wir haben Glück im Unglück und können am 17. März den Antifa Info Abend vom Februar nachholen. Ob und wann die Veranstaltung mit Bernd Langer nachgeholt wird, stellt sich in Kürze heraus.

★ Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte
mit einem Genossen aus der ehemaligen Autonomen Antifa [M].
Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Die angekündigte Veranstaltung mit Bernd Langer zum Mitteldeutschen Aufstand fällt leider aus und wird nach Möglichkeit nachgeholt.

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Solidarität mit Sven, Stefan & Tim!

Am 13.Mai, dem sogenannten Vatertag, letzten Jahres kam es in Hannovers Nordstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und Nazis die trinkend einen Pub belagerten und zuvor durch Pöbeleien sowie körperliche Bedrohungen gegen einen Migranten aufgefallen waren.
Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
Politische, finanzielle und persönliche Unterstützung ist spätestens jetzt notwendig.

Spendet für die drei angeklagten Genossen!
Betroffen sind einige, gemeint sind wir alle!
Für konsequenten Antifaschismus!

Rote Hilfe e.V.
Kontonummer: 0010808858
BLZ: 76010085
Verwendungszweck: Vatertag

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Am 13.Mai, dem sogenannten Vatertag, letzten Jahres kam es in Hannovers Nordstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und Nazis die trinkend einen Pub belagerten und zuvor durch Pöbeleien sowie körperliche Bedrohungen gegen einen Migranten aufgefallen waren.
Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
Politische, finanzielle und persönliche Unterstützung ist spätestens jetzt notwendig.

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Am 13.Mai, dem sogenannten Vatertag, letzten Jahres kam es in Hannovers Nordstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und Nazis die trinkend einen Pub belagerten und zuvor durch Pöbeleien sowie körperliche Bedrohungen gegen einen Migranten aufgefallen waren.
Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
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Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
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Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
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Am 13.Mai, dem sogenannten Vatertag, letzten Jahres kam es in Hannovers Nordstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen AntifaschistInnen und Nazis die trinkend einen Pub belagerten und zuvor durch Pöbeleien sowie körperliche Bedrohungen gegen einen Migranten aufgefallen waren.
Dieser Vorfall zieht mittlerweile immer weitere Kreise: Gegen drei Personen, die nach dem Vorfall von den Bullen in der Nordstadt aufgegriffen wurden, wurden die Ermittlungen mittlerweile eingestellt, doch für Sven, Stefan und Tim, die die Nazis mittels einer Bildvorlage erkannt haben wollen, wird die Lage zusehends ernst: Die Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung in gemeinschaftlicher Begehung ist raus, der erste Verhandlungstermin ist bereits angesetzt.
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Solidarität mit Sven, Stefan & Tim!

Home » Antifa Info Abend 03/11

Antifa Info Abend 03/11

Mit der Novemberrevolution 1918 hatte sich im Deutschen Reich eine revolutionäre Bewegung entwickelt. Große Mengen Waffen waren in Umlauf gekommen. Dies waren zwei Voraussetzungen für die Kämpfe 1919 um die Entstehung von Räterepubliken.
Diese wurden in vielen Teilen des Reiches mit brutaler staatlicher Gewalt und Übermacht niedergeschlagen. Nicht so im Mansfelder Land: Die Kämpfe, vor allem während des Kapp-Putsches 1920 hatten gezeigt, wie stark die radikale Linke in Mitteldeutschland war. Hier waren Hochburgen von KPD und KAPD, die nicht zu Wahlen antrat und den bewaffneten Kampf propagierte.
Seit Ende 1918 waren die revolutionären Kräfte massiver Repression ausgesetzt: Der radikale Teil der revolutionären Bewegung wurde entmachtet und militärisch geschlagen und der Staatsapparat sah in den Linken den Hauptfeind. Die Entwicklung dieser Zeit trugen später zur Etablierung des Faschismus in Deutschland bei.
Eine Veranstaltung mit Bernd Langer, Autor des Buches „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“, zum Mitteldeutschen Aufstand in Kooperation mit der Roten Hilfe Hannover.

Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » 14. Antifaschistische Sozialkonferenz

14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Programm:
Vortrag und Diskussion

★ Rechtspopulismus – Phänomen, Verbreitung, Ursachen / Daniela Krause, Eva Groß (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG))
★ Rechtspopulismus in Europa am Beispiel der Niederlande / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Arbeitsgruppen
★ Rechtspopulistische Modernisierung der extremen Rechten / Alexander Häusler (Fachhochschule Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus)
★ Sarrazin auf dem Schulhof – Rechtspopulismus unter Jugendlichen und Gegenstrategien im Schulalltag / Ralf Beduhn (Lehrer KGS Weyhe – Leeste)
★ Rechtspopulismus in den Niederlanden / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Musikalischer Abschluss
★ Ramons Gitarrenduo

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

Home » 14. Antifaschistische Sozialkonferenz

14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Programm:

Vortrag und Diskussion
★ Rechtspopulismus – Phänomen, Verbreitung, Ursachen / Daniela Krause, Eva Groß (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG))
★ Rechtspopulismus in Europa am Beispiel der Niederlande / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Arbeitsgruppen
★ Rechtspopulistische Modernisierung der extremen Rechten / Alexander Häusler (Fachhochschule Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus)
★ Sarrazin auf dem Schulhof – Rechtspopulismus unter Jugendlichen und Gegenstrategien im Schulalltag / Ralf Beduhn (Lehrer KGS Weyhe – Leeste)
★ Rechtspopulismus in den Niederlanden / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Musikalischer Abschluss
★ Ramons Gitarrenduo

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

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14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Programm:

Vortrag und Diskussion
★ Rechtspopulismus – Phänomen, Verbreitung, Ursachen / Daniela Krause, Eva Groß (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG))
★ Rechtspopulismus in Europa am Beispiel der Niederlande / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Arbeitsgruppen
★ Rechtspopulistische Modernisierung der extremen Rechten / Alexander Häusler (Fachhochschule Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus)
★ Sarrazin auf dem Schulhof – Rechtspopulismus unter Jugendlichen und Gegenstrategien im Schulalltag / Ralf Beduhn (Lehrer KGS Weyhe – Leeste)
★ Rechtspopulismus in den Niederlanden / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Musikalischer Abschluss
★ Ramons Gitarrenduo

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung des Kapitäns Gustav Schneeclaus im Jahre 1992 durch zwei Nazis ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Nazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich in der angriffsfläche #3.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung des Kapitäns Gustav Schneeclaus im Jahre 1992 durch zwei Nazis ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Nazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich in der angriffsfläche #3.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifademo in Tostedt

Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich ebenfalls in der angriffsfläche #3.

Home » Antifademo in Tostedt

Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich ebenfalls in der angriffsfläche #3.

Home » Antifademo in Tostedt

Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich ebenfalls in der angriffsfläche #3.

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich in der angriffsfläche #3.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo in Tostedt

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Die GenossInnen der Kampagne Landfriedensbruch werden über die Situation in Tostedt berichten und das Konzept der Demo vorstellen. Desweiteren wird auf der Veranstaltung die Anreise koordiniert und Rechtshilfetipps gegeben.

Mi. 16. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Naziaufmarsch in Dresden erneut verhindert

Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht nur ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

Eine Zusammenstellung von Medienberichten und Fotogalerien findet ihr bei der ARAB aus Berlin und indymedia

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Naziaufmarsch in Dresden erneut verhindert

Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht nur ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

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Naziaufmarsch in Dresden erneut verhindert

Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht nur ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
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Naziaufmarsch in Dresden erneut verhindert

Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht nur ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

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Home » Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Mehr Infos demnächst hier und beim Antifacafé Braunschweig.

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Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

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Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

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Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
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Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

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Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

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Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

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Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
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Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde.Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
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Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde.Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Für uns war der Tag erfolgreich nicht nur die Koordinierung unseres Konvois aus Hannover und Süd-Niedersachsen hat gut geklappt. In Dresden zeigte sich, dass sich die breiten Menschenblockaden mit militanten Aktionen ergänzen können.
Wir danken allen, die mitgeholfen haben den Naziaufmarsch zu verhindern und grüssen die Festgenommenen!

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Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

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Naziaufmarsch in Dresden erneut verhindert

Erneut wurde der wichtigste Aufmarsch der bundesdeutschen Naziszene in Dresden verhindert. 20000 AntifaschistInnen aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland sorgten mit vielfältigen Aktionen dafür, dass die Nazis keinen Meter weit laufen konnten (Beiträge von n-tv, ZDF und ARD). Neben den angekündigten Massenblockaden von no pasaran! und Dresden Nazifrei, sorgten auch zahlreiche militante Aktionen (entglaste Nazibusse oder Durchbruch von Polizeiketten) dafür, dass der 19. Februar zu einem Desaster für die Nazis wurde. Denn nicht ihr Scheitern in Dresden können wir als AntifaschistInnen als Erfolg verbuchen, auch der spontan angemeldete Aufmarsch im nahen Leipzig endete für die Nazis bereits im Bahnhof, weil GegendemonstrantInnen draussen blockierten.

Die Polizei setzte massiv Gewalt gegen alle NazigegnerInnen ein. Neben Knüppeln und Wasserwerfern kamen auch sogenannte Pepperball-Kanonen zum Einsatz (z.B. bei der Räumung einer Blockade in der Bergstraße). Ca 80 Festnahmen wurden auf antifaschistischer Seite bekannt. Die Zahl der Verletzten muss weit darüber liegen. Als Nazis schliesslich ein linkes Wohnprojekt in Dresden angriffen, sah die Polizei lediglich zu und sperrte die Straßen ab.

Während die Nazis schmollen zeigt sich auch die sächsische Polizei als schlechter Verlierer und stürmte am Abend des Tages das Pressebüro von Dresden Nazifrei. Die anwesenden Bündnis-VertreterInnen wurden gezwungen, sich nackt auszuziehen und sich einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen. Nach bisherigen Informationen wird ihnen die Verabredung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie Landfriedensbruch vorgeworden. Bei der Durchsuchung wurden alle Computer und Speichermedien beschlagnahmt.

Naziaufmarsch verhindert

Blockaden

Militante Aktionen

Polizeigewalt und Schutz von Nazis

Home » Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)

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Auch in dem Film “Dresden – Vom Mythos der unschuldigen Stadt” (Download hier) wird das bürgerliche Gedenken thematisiert und kritisiert.

In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Resümee zu Dresden 2010:
Die Proteste und die Menschenkette wurden in bundesdeutschen und internationalen Medien breit aufgenommen. Ca. 1/3 der französischsprachigen Artikeln die Positionen von Dresden Nazifrei einen großen Teil ein. Die Menschenkette ist hier eher Randnotiz. Englischsprachige Beiträge berichten stärker über „Auseinandersetzungen“ und „Krawalle“.

In deutschen Medien wird oft allein über die Menschenkette berichtet, dies vermittelt den Eindruck, sie hätte etwas mit einer Aktion gegen Nazis zu tun gehabt und hätte gar den Aufmarsch verhindert, so heisst es bei faz.net vom 13. Februar 2010:

„Zuvor war der geplante Verlauf der Menschenkette mehrfach verändert und erweitert worden; die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet. Am Ende standen die Menschen trotzdem noch in Dreier- und Viererreihen hintereinander, aus der geplanten Kette vom Altmarkt bis zur Synagoge war ein geschlossener Ring geworden. ,Wir machen die Stadt zu einer Festung gegen Intoleranz und Dummheit’, jubelte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Denjenigen, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten, habe man klar die Stirn geboten, sagte Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich.“

Teilweise werden auch Blockaden als Teil der Menschenkette umgedichtet.
Ein weiterer Trend ist die Erwähnung des Naziaufmarsches und der Gegenaktionen als Ergänzung zum Gedenken in der Stadt.
Während für einige selbst die Blockaden eine Gefährdung des Rechtsstaats waren, gingen breit angelegte militante Aktionen ebenso wie Fälle Polizeigewalt in der Berichterstattung unter.

Dieses Jahr werden wir erneut den Naziaufmarsch stoppen! Werdet aktiv – auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!

Home » Konzert mit Yok Quetschenpaua

Konzert mit Yok Quetschenpaua

LaRage Hannover präsentiert:

Fr. 25. Februar 2011 | UJZ Korn | 19.30 Uhr

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Konzert mit Yok Quetschenpaua

LaRage Hannover präsentiert:

Fr. 25. Februar 2011 | UJZ Korn | 19.30 Uhr

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Konzert mit Yok Quetschenpaua

LaRage Hannover präsentiert:

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Konzert mit Yok Quetschenpaua

Home » Demo “Gegen Naziterror und Repression – Linke Politik verteidigen!”

Demo “Gegen Naziterror und Repression – Linke Politik verteidigen!”

Nachdem es in den letzten Monaten und Wochen zu einer Vielzahl von Naziaktivitäten in Burg und der Umgebung kam, wurde darauf entsprechend reagiert. Nazis und ihre Strukturen wurden öffentlicht thematisiert, die eine oder andere direkte Aktion folgte. Nun sind Antifaschist_Innen staatlicher Repression ausgesetzt, die letztlich den Faschisten als Schützenhilfe dient, um weiterhin ihre menschenverachtene Politik zu propagieren. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, kann unsere Antwort nur ein offensiver Widerstand gegen faschistische Strukturen und staaliche Repressionsorgane sein. Dieser muss mit allen fortschrittlichen Kräften auf die Straße getragen werden. Aus diesem Grund ruft unter dem Motto „Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!“ der Vorbereitungskreis 26.03., der aus antifaschistischen und linksradikalen Gruppen aus der Region besteht, zu einer Demonstration nach Burg auf.

Denn Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig!

Sa. 26. März 2011 | Bahnhof, Burg | 13.30 Uhr

Mehr Infos auf der Sonderseite zur Demo und bei der Antifa Burg.

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Demo “Gegen Naziterror und Repression – Linke Politik verteidigen!”

Nachdem es in den letzten Monaten und Wochen zu einer Vielzahl von Naziaktivitäten in Burg und der Umgebung kam, wurde darauf entsprechend reagiert. Nazis und ihre Strukturen wurden öffentlicht thematisiert, die eine oder andere direkte Aktion folgte. Nun sind Antifaschist_Innen staatlicher Repression ausgesetzt, die letztlich den Faschisten als Schützenhilfe dient, um weiterhin ihre menschenverachtene Politik zu propagieren. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, kann unsere Antwort nur ein offensiver Widerstand gegen faschistische Strukturen und staaliche Repressionsorgane sein. Dieser muss mit allen fortschrittlichen Kräften auf die Straße getragen werden. Aus diesem Grund ruft unter dem Motto „Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!“ der Vorbereitungskreis 26.03., der aus antifaschistischen und linksradikalen Gruppen aus der Region besteht, zu einer Demonstration nach Burg auf.

Denn Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig!

Sa. 26. März 2011 | Bahnhof, Burg | 13.30 Uhr

Mehr Infos auf der Sonderseite zur Demo und bei der Antifa Burg.

Home » Antifademo in Tostedt

Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch. Ein Hintergrundbericht zur Situation in Tostedt findet sich ebenfalls in der angriffsfläche #3.

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Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch.

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Antifademo in Tostedt

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Den Nazis offensiv entgegentreten!

Am 18. März 1992 wurde in Buxtehude der erwerbslose Kapitän Gustav Schneeclaus von zwei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Vier Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Einer der Täter war Stefan Silar, der heute in Tostedt lebt und dort seit 2005 den Naziladen „Streetwear Tostedt“ betreibt. Silar ist heute ein wichtiger Naziaktivist in Norddeutschland und Veranstalter von RechtsRock-Konzerten. Sein Laden dient der Neonaziszene als Treffpunkt und Rekrutierungsfeld.
In Tostedt besteht eine der größten und aktivsten Strukturen des organisierten Neofaschismus im nördlichen Niedersachsen. Die Nazikameradschaften „Gladiator Germania“ oder „Nationaler Widerstand Tostedt“ treiben seit Jahren dort ihr Unwesen. Angriffe auf politisch Andersdenkende, nichtrechte Jugendliche und Menschen die nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Nazis passen gehören dort zum Alltag.
Diese Situation wird von der örtlichen Politik, Verwaltung und vor allem durch die Polizei und dem sog. „Verfassungsschutz“ systematisch verharmlost und entpolitisiert. Vielmehr werden antifaschistische Jugendliche kriminalisiert und als Unruhestifter gebrandmarkt.
Die Ermordung von Gustav Schneeclaus ist ein Ausdruck extrem rechter Einstellungen und Handlungen, die Stefan Silar und die Tostedter Neonazis bis heute propagieren und leben.
Mit der antifaschistischen Demonstration soll an Gustav Schneeclaus erinnert und den Nazis entgegengetreten werden. Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Sa. 19. März 2011 | Bahnhof, Tostedt | 13 Uhr

Mehr Infos zur Demo und zur Entwicklung in Tostedt gibt es bei der Kampagne Landfriedensbruch.

Home » Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)

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Auch in dem Film “Dresden – Vom Mythos der unschuldigen Stadt” (Download hier) wird das bürgerliche Gedenken thematisiert und kritisiert.

In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Resümee zu Dresden 2010:
Die Proteste und die Menschenkette wurden in bundesdeutschen und internationalen Medien breit aufgenommen. Ca. 1/3 der französischsprachigen Artikeln die Positionen von Dresden Nazifrei einen großen Teil ein. Die Menschenkette ist hier eher Randnotiz. Englischsprachige Beiträge berichten stärker über „Auseinandersetzungen“ und „Krawalle“.

In deutschen Medien wird oft allein über die Menschenkette berichtet, dies vermittelt den Eindruck, sie hätte etwas mit einer Aktion gegen Nazis zu tun gehabt und hätte gar den Aufmarsch verhindert, so heisst es bei faz.net vom 13. Februar 2010:

„Zuvor war der geplante Verlauf der Menschenkette mehrfach verändert und erweitert worden; die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet. Am Ende standen die Menschen trotzdem noch in Dreier- und Viererreihen hintereinander, aus der geplanten Kette vom Altmarkt bis zur Synagoge war ein geschlossener Ring geworden. ,Wir machen die Stadt zu einer Festung gegen Intoleranz und Dummheit’, jubelte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Denjenigen, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten, habe man klar die Stirn geboten, sagte Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich.“

Teilweise werden auch Blockaden als Teil der Menschenkette umgedichtet.
Ein weiterer Trend ist die Erwähnung des Naziaufmarsches und der Gegenaktionen als Ergänzung zum Gedenken in der Stadt.
Während für einige selbst die Blockaden eine Gefährdung des Rechtsstaats waren, gingen breit angelegte militante Aktionen ebenso wie Fälle Polizeigewalt in der Berichterstattung unter.

Dieses Jahr werden wir erneut den Naziaufmarsch stoppen! Werdet aktiv – auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)

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Auch in dem Film “Dresden – Vom Mythos der unschuldigen Stadt” (Download hier) wird das bürgerliche Gedenken thematisiert und kritisiert.

In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Resümee zu Dresden 2010:
Die Proteste und die Menschenkette wurden in bundesdeutschen und internationalen Medien breit aufgenommen. Ca. 1/3 der französischsprachigen Artikeln die Positionen von Dresden Nazifrei einen großen Teil ein. Die Menschenkette ist hier eher Randnotiz. Englischsprachige Beiträge berichten stärker über „Auseinandersetzungen“ und „Krawalle“.

In deutschen Medien wird oft allein über die Menschenkette berichtet, dies vermittelt den Eindruck, sie hätte etwas mit einer Aktion gegen Nazis zu tun gehabt und hätte gar den Aufmarsch verhindert, so heisst es bei faz.net vom 13. Februar 2010:

„Zuvor war der geplante Verlauf der Menschenkette mehrfach verändert und erweitert worden; die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet. Am Ende standen die Menschen trotzdem noch in Dreier- und Viererreihen hintereinander, aus der geplanten Kette vom Altmarkt bis zur Synagoge war ein geschlossener Ring geworden. ,Wir machen die Stadt zu einer Festung gegen Intoleranz und Dummheit’, jubelte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Denjenigen, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten, habe man klar die Stirn geboten, sagte Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich.“

Teilweise werden auch Blockaden als Teil der Menschenkette umgedichtet.
Ein weiterer Trend ist die Erwähnung des Naziaufmarsches und der Gegenaktionen als Ergänzung zum Gedenken in der Stadt.
Während für einige selbst die Blockaden eine Gefährdung des Rechtsstaats waren, gingen breit angelegte militante Aktionen ebenso wie Fälle Polizeigewalt in der Berichterstattung unter.

Dieses Jahr werden wir erneut den Naziaufmarsch stoppen! Werdet aktiv – auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!

Home » 14. Antifaschistische Sozialkonferenz

14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Programm:
Vortrag und Diskussion

★ Rechtspopulismus – Phänomen, Verbreitung, Ursachen / Daniela Krause, Eva Groß (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG))
★ Rechtspopulismus in Europa am Beispiel der Niederlande / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Arbeitsgruppen
★ Rechtspopulistische Modernisierung der extremen Rechten / Alexander Häusler (Fachhochschule Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus)
★ Sarrazin auf dem Schulhof – Rechtspopulismus unter Jugendlichen und Gegenstrategien im Schulalltag / Ralf Beduhn (Lehrer KGS Weyhe – Leeste)
★ Rechtspopulismus in den Niederlanden / Rob B. J. Witte (IVA Research und Konsult, Tilburg, Niederlande)

Musikalischer Abschluss
★ Ramons Gitarrenduo

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

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14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

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14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Anmeldung über Arbeit & Leben | Flyer und Programm zum Download

Teilnahmebeitrag 6 € (3 € erm.)

Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

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14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Der TN Beitrag beträgt 6/erm. 3 Euro (Schüler, Studenten, Arbeitslose)

Anmeldung

Wir freuen uns über Anmeldungen und Weiterleitung an Interessierte.

Sa. 26. Februar 2011 | Pavillon | 10 – 15.30 Uhr

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14. Antifaschistische Sozialkonferenz

„Auf dem Weg nach rechts?“

Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

Der TN Beitrag beträgt 6/erm. 3 Euro (Schüler, Studenten, Arbeitslose)

Anmeldung

Wir freuen uns über Anmeldungen und Weiterleitung an Interessierte.

In Zeiten der Krise haben Rechtspopulisten Hochkonjunktur. Oft bekommen sie da Zustimmung, wo sie mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsrhetorik die Ängste vieler Bürger/innen aufgreifen.
Da wird Stimmung gemacht gegen Zuwanderer und die angebliche Islamisierung Europas. Da wird ein biologistisches Menschenbild von der Ungleichwertigkeit der Menschen propagiert, weil man sich in Zeiten der Krise Solidarität scheinbar nicht mehr mit allen leisten könne. Die Abwertung von Fremden und Schwachen, Homophobie und Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sind kein Merkmal nur von Rechtsextremen und an den gesellschaftlichen Rändern, sie sind auch in der gesellschaftlichen Mitte populär.

Welche Gründe gibt es für die Zunahme von Rechtspopulismus in Deutschland? Ist das Aufkommen sogenannter Pro – Bewegungen und sind die Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa nur ein vorübergehendes Phänomen oder was kennzeichnet diese gesellschaftliche Entwicklung? Welche Antworten haben wir darauf in der Politik, in der Schule und in der Zivilgesellschaft? Diesen Fragen und Themen wollen wir auf dieser Konferenz nachgehen und sie diskutieren.

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 und die Machtübergabe an die Nazis am 30. Januar 1933 wird jährlich in Hannover die antifaschistische Sozialkonferenz durchgeführt.

Sa. 26. Februar 2011 |

10.00 Uhr – 15.30 Uhr

Pavillon

Kultur- und Kommunikationszentrum

Lister Meile 4 · 30167 Hannover

Home » Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

Home » Naziouting in Hannover

Naziouting in Hannover

Pressemitteilung

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

AntifaschistInnen vor dem Studentenwohnheim in der Glünderstr. 8

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Pressemitteilung

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

AntifaschistInnen vor dem Studentenwohnheim in der Glünderstr. 8

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Antifa Info Abend 03/11

Mit der Novemberrevolution 1918 hatte sich im Deutschen Reich eine revolutionäre Bewegung entwickelt. Große Mengen Waffen waren in Umlauf gekommen. Dies waren zwei Voraussetzungen für die Kämpfe 1919 um die Entstehung von Räterepubliken.
Diese wurden in vielen Teilen des Reiches mit brutaler staatlicher Gewalt und Übermacht niedergeschlagen. Nicht so im Mansfelder Land: Die Kämpfe, vor allem während des Kapp-Putsches 1920 hatten gezeigt, wie stark die radikale Linke in Mitteldeutschland war. Hier waren Hochburgen von KPD und KAPD, die nicht zu Wahlen antrat und den bewaffneten Kampf propagierte.
Seit Ende 1918 waren die revolutionären Kräfte massiver Repression ausgesetzt: Der radikale Teil der revolutionären Bewegung wurde entmachtet und militärisch geschlagen und der Staatsapparat sah in den Linken den Hauptfeind. Die Entwicklung dieser Zeit trugen später zur Etablierung des Faschismus in Deutschland bei.
Eine Veranstaltung mit Bernd Langer, Autor des Buches „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“, zum Mitteldeutschen Aufstand in Kooperation mit der Roten Hilfe Hannover.

Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 02/11

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. Februar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung. In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
Wohnraum vergesellschaften!

Update vom 04. Februar 2011:
Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein ausführliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia.
In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung. In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
Wohnraum vergesellschaften!

Update vom 04. Februar 2011:
Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein aus führliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia. In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung. In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
Wohnraum vergesellschaften!

Update vom 04. Februar 2011: Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein aus führliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia. In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung. In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten! Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo! Wohnraum vergesellschaften! Update vom 04. Februar 2011: Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein aus führliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia. In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung. In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten! Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo! Wohnraum vergesellschaften! Update vom 04. Februar 2011: Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.
Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein aus führliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia. In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

Home » Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
Wohnraum vergesellschaften!

Update vom 04. Februar 2011:
Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert.
Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert.
Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über die Besetzung und die Räumung.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international, Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen (Hildesheim, Hamburg, Hannover), Transparentaktionen (Osnabrück, Halberstadt, München), Kundgebungen (Iquitos/Peru, Oslo) oder Demonstrationen (Kopenhagen, ). Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein aus führliches Feature zumt Thema gibt es bei indymedia.
In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

Home » 18. März: Internationaler Tag der politischen Gefangenen

18. März: Internationaler Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an die Tradition der ArbeiterInnenbewegung an.

Der 18. März 1848 steht für die Kämpfe des neu entstandenen Proletariats gegen die alten Herrscher und auch die neu entstandene Bourgeoisie. Am 18. März 1871 übernahm die Nationalgarde in Paris die Macht und läutet somit den Beginn der Pariser Commune ein. Beide Versuche, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, werden brutal niedergeschlagen. So kostete die Rache der französischen Bourgeoisie 25000 Menschen das Leben, 3000 starben in den Knästen, 13700 wurden verurteilt, die meisten zu lebenslänglichen Strafen. Dieser Tag wurde zuerst Tag der Pariser Kommune genannt.

1922 wurde auf dem IV. Weltkongress der kommunistischen Internationale die Internationale Rote Hilfe (IRH) gegründet und u. a. die Durchführung eines internationalen Tages der politischen Gefangenen beschlossen, der am 18. März 1923 erstmals ausgerufen werden konnte. Mit diesem Tag sollte vor allem das Bewusstsein und die Solidarität für die Lage der politischen Gefangenen weltweit erzeugt und verankert werden und auf diese Weise auch praktisch zum Ausdruck kommen.
An diesem Tag gingen in den 20er Jahren in allen Ländern Menschen für die Opfer politischer Justiz auf die Straße, beispielsweise für die unschuldig in den USA zum Tode verurteilten Anarchisten Sacco und Vancetti. Der Faschismus machte der Begehung dieses Tages in Deutschland vorläufig ein Ende, denn 1933 wurde dieser Tag von der NSDAP verboten.

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18. März: Internationaler Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an die Tradition der ArbeiterInnenbewegung an.

Der 18. März 1848 steht für die Kämpfe des neu entstandenen Proletariats gegen die alten Herrscher und auch die neu entstandene Bourgeoisie. Am 18. März 1871 übernahm die Nationalgarde in Paris die Macht und läutet somit den Beginn der Pariser Commune ein. Beide Versuche, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, werden brutal niedergeschlagen. So kostete die Rache der französischen Bourgeoisie 25000 Menschen das Leben, 3000 starben in den Knästen, 13700 wurden verurteilt, die meisten zu lebenslänglichen Strafen. Dieser Tag wurde zuerst Tag der Pariser Kommune genannt.

1922 wurde auf dem IV. Weltkongress der kommunistischen Internationale die Internationale Rote Hilfe (IRH) gegründet und u. a. die Durchführung eines internationalen Tages der politischen Gefangenen beschlossen, der am 18. März 1923 erstmals ausgerufen werden konnte. Mit diesem Tag sollte vor allem das Bewusstsein und die Solidarität für die Lage der politischen Gefangenen weltweit erzeugt und verankert werden und auf diese Weise auch praktisch zum Ausdruck kommen.
An diesem Tag gingen in den 20er Jahren in allen Ländern Menschen für die Opfer politischer Justiz auf die Straße, beispielsweise für die unschuldig in den USA zum Tode verurteilten Anarchisten Sacco und Vancetti. Der Faschismus machte der Begehung dieses Tages in Deutschland vorläufig ein Ende, denn 1933 wurde dieser Tag von der NSDAP verboten.

Home » 8. März: Internationaler Frauenkampftag

8. März: Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

So bekam der 8. März seine Bedeutung als internationaler Kampftag für die Interessen aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen weltweit.

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18. März: Internationaler Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an die Tradition der ArbeiterInnenbewegung an.

Der 18. März 1848 steht für die Kämpfe des neu entstandenen Proletariats gegen die alten Herrscher und auch die neu entstandene Bourgeoisie. Am 18. März 1871 übernahm die Nationalgarde in Paris die Macht und läutet somit den Beginn der Pariser Commune ein. Beide Versuche, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, werden brutal niedergeschlagen. So kostete die Rache der französischen Bourgeoisie 25000 Menschen das Leben, 3000 starben in den Knästen, 13700 wurden verurteilt, die meisten zu lebenslänglichen Strafen. Dieser Tag wurde zuerst Tag der Pariser Kommune genannt.

1922 wurde auf dem IV. Weltkongress der kommunistischen Internationale die Internationale Rote Hilfe (IRH) gegründet und u. a. die Durchführung eines internationalen Tages der politischen Gefangenen beschlossen, der am 18. März 1923 erstmals ausgerufen werden konnte. Mit diesem Tag sollte vor allem das Bewusstsein und die Solidarität für die Lage der politischen Gefangenen weltweit erzeugt und verankert werden und auf diese Weise auch praktisch zum Ausdruck kommen.
An diesem Tag gingen in den 20er Jahren in allen Ländern Menschen für die Opfer politischer Justiz auf die Straße, beispielsweise für die unschuldig in den USA zum Tode verurteilten Anarchisten Sacco und Vancetti. Der Faschismus machte der Begehung dieses Tages in Deutschland vorläufig ein Ende, denn 1933 wurde dieser Tag von der NSDAP verboten.

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8. März: Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

So bekam der 8. März seine Bedeutung als internationaler Kampftag für die Interessen aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen weltweit.

Home » 8. März: Internationaler Frauenkampftag

8. März: Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

So bekam der 8. März seine Bedeutung als internationaler Kampftag für die Interessen aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen weltweit.

Home » 8. März: Internationaler Frauenkampftag

8. März: Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

So bekam der 8. März seine Bedeutung als internationaler Kampftag für die Interessen aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen weltweit.

Home » 08. Dezember: Todestag von Arumugasamy Subramaniam

08. Dezember: Todestag von Arumugasamy Subramaniam

Am 8. Dezember 2000 erhängte sich der 17jährige tamilische Flüchtling Arumugasamy Subramaniam im Abschiebegefängnis Langenhagen bei Hannover. Er sollte drei Tage später nach Sri Lanka abgeschoben werden.
Damit gehört er zu den Menschen, die sich in Abschiebehaft das Leben nahmen, von den Hunderten Suizid-Versuchen ganz zu schweigen.

Der Todestag von Arumugasamy Subramaniam ist war seid dem Jahr 2000 immer wieder Anlass für Demonstrationen gegen staatlichen Rassimus und Abschiebungen am Knast auf dem Flughafen Langenhagen.

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08. Dezember: Todestag von Arumugasamy Subramaniam

Am 8. Dezember 2000 erhängte sich der 17jährige tamilische Flüchtling Arumugasamy Subramaniam im Abschiebegefängnis Langenhagen. Er sollte drei Tage später nach Sri Lanka abgeschoben werden.
Damit gehört er zu den Menschen, die sich in Abschiebehaft das Leben nahmen, von den Hunderten Suizid-Versuchen ganz zu schweigen.

Der Todestag von Arumugasamy Subramaniam ist war seid dem Jahr 2000 immer wieder Anlass für Demonstrationen gegen staatlichen Rassimus und Abschiebungen am Knast auf dem Flughafen Langenhagen.

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08. Dezember: Todestag von Arumugasamy Subramaniam

Am 8. Dezember 2000 erhängte sich der 17jährige tamilische Flüchtling Arumugasamy Subramaniam im Abschiebegefängnis Langenhagen. Er sollte drei Tage später nach Sri Lanka abgeschoben werden.
Damit gehört er zu den Menschen, die sich in Abschiebehaft das Leben nahmen, von den Hunderten Suizid-Versuchen ganz zu schweigen.

Der Todestag von Arumugasamy Subramaniam ist war seid dem Jahr 2000 immer wieder Anlass für Demonstrationen gegen staatlichen Rassimus und Abschiebungen am Knast auf dem Flughafen Langenhagen.

Home » Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos


Home » Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos


Presse

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Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos


Presse

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Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos


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Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos


Presse

Home » Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

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Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos

Presse

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Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos

Presse

Home » Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
Freiheit für alle Flüchtlinge!

Fotos

Presse

Home » Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Antirassistische Demo am Flughafen in Langenhagen

Redebeitrag/Flugblatt

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.
Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:
Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.
Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?
Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil! Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist. Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten. Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert! Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter. Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.
Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates. Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn. Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung. Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.
Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!
Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.
Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Unsere Solidarität auch nicht!
Kapitalistische Verwertungslogik durchbrechen!
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Warum wir heute am Abschiebeknast in Langenhagen demonstrieren…
Ein Beitrag der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]:

Antifa bedeutet mehr als gegen Nazis zu sein. Soviel ist klar!
Die praktische Solidarität mit den potentiellen Opfern von Nazi-Schlägern gehört selbstverständlich dazu! Meistens sind es Flüchtlinge oder Menschen mit einem migrantischen Hintergrund, die als Ziel von Nazis ausgewählt werden und es ist hier noch relativ einfach zu intervenieren.

Die praktische Solidarität mit MigrantInnen ist aber nicht erst dann gefragt, wenn sie von Nazis auf der Straße bedroht werden. Die Flüchtlinge sind tagtäglich einer ganz anderen Bedrohung ausgesetzt:

Neben den sich häufenden Ausfällen bürgerlichen Rassisten, leben viele in prekären und ungesicherten Zuständen. Seitdem das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft wurde, haben immer mehr Flüchtlinge nur noch geduldeten Status oder sind zu einem Leben als so genannte Illegale gezwungen.
Gerade mit den Beschlüssen der Innenministerkonferenz dieses Jahres ist festgelegt worden, dass 80 bis 90 Prozent der “geduldeten” keinen Bleiberechtsstatus erhalten.
Die Folge wäre die Abschiebung!

Die Illegalisierten müssen sich tagtäglich davor fürchten, entdeckt und von deutschen Behörden abgeschoben zu werden. Wie die Geduldeten haben sie offiziell keine Möglichkeit sich durch Lohnarbeit ein eigenes Einkommen zu sichern. Durch ihre unsichere Lage müssen sie ihre Arbeitskraft unter noch mieseren Bedingungen verkaufen als deutsche Lohnabhängige. Im Gegensatz zu diesen, haben sie aber noch nicht einmal die Chance sich auf Tarifverträge zu berufen, Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen oder sich gewerkschaftlich zu organisieren.
Gerade aufgrund dieser ungleichen Bedingungen stützen sich große Teile des Gastronomie- und des Reinigungsgewerbes auf die Ausbeutung dieser billigen Arbeitskräfte.

Die restriktive deutsche Asylpolitik ist jedoch keinesfalls willkürlich. Sie folgt den Regeln der kapitalistischen Standortpolitik.
MigrantInnen werden aufgeteilt in “brauchbar” und “unerwünscht”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not oder einfach die Suche nach einem besseren Leben sind.
Für diejenigen, die als “unerwünscht” deklariert werden, gibt es keine Verwendung. Aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen.
Die Industrieländer scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen.

Aber…Wir wollen nochmal auf die Innenministerkonferenz zurück kommen. Die dort getroffenen Bleiberechtsregelungen schließen unter anderem irakische Flüchtlinge kategorisch aus. Warum?

Es wird davon ausgegangen, dass der Irak befriedet sei und sie nun keinerlei Verfolgungen zu befürchten hätten. Doch die Realität beweist das Gegenteil!
Selbst im, als besonders befriedet geltenden, kurdischen Nordirak wurde ein aus der BRD abgeschobener Flüchtling direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt.

Jeder Tagesschaubericht belegt, dass die Vorstellung eines befriedeten und demokratischen Iraks eher ein Punkt für die weihnachtlichen Wunschzettel ist.
Wir können nur spekulieren, wie viele der 10.000 von der akuten Abschiebung bedrohten IrakerInnen ähnliches zu erwarten hätten.

Eine ähnliche Einschätzung wie zum Irak scheinen die deutschen Behörden momentan für die Türkei zu haben.

Vor zehn Jahren war die Tatsache, dass in türkischen Knästen gefoltert wird noch ein Grund für die Gewährung von Asyl in den europäischen Ländern. Das hat sich heute geändert!

Oft jahrealte Tatvorwürfe der türkischen Justiz, die zuvor noch als Asylgrund galten, sind heute die Grundlage für Verhaftungen durch die Polizei des jeweiligen Fluchtlandes und eventuell dann sogar für die Abschiebung zurück in die Folter.
Die Aussagen auf die sich die Gerichtsurteile stützen, sind in der Regel erst durch die Anwendung von Folter erpresst worden. Das die BRD nun versucht diese Aussagen erneut gegen türkische Flüchtlinge zu verwenden ist grotesk.

Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass es hier einen Zusammenhang mit der momentanen Annäherung der Türkei an die EU gibt!

In letzter Zeit wird mit dieser Begründung verstärkt gegen AktivistInnen aus der türkischen Linken vorgegangen.
Einige Beispiele:

Erdogan E.:
Seit Februar 2006 sitzt Erdogan in Auslieferungshaft in der Schweiz. Grund hierfür ist ein Auslieferungsbegehren des türkischen Staates.
Er soll im Alter von 15 Jahren an einer Aktion der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) teilgenommen haben. In dessen Verlauf wurde ein Polizist getötet. Mehrere, unter Folter erpresste, Aussagen belasten ihn.
Diese sind die Grundlage für das Auslieferungsbegehren, das noch immer besteht, obwohl die Aussagen nicht rechtskräftig sind.

Dursun G.:
Dursun wird 2006 an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen. Grund ist eine, von der Türkei initiierte, Fahndung via Interpol wegen dreifacher Tötung. Seitdem sitzt er in Deutschland in Auslieferungshaft.
Dursun ist in der Türkei als Mitglied der Kommunistischen Partei der Arbeit der Türkei (TKEP) aktiv. Unter Folter erpresste Falschaussagen belasten ihn. Nach 16 Jahren im Untergrund flieht er nach Europa und wird 1999 in Italien als politischer Flüchtling anerkannt. 2004 reist er in die Schweiz und erhält hier ebenfalls Asyl. Zumindest den schweizer Behörden sind die Vorwürfe gegen ihn bekannt, werden aber als haltlos verworfen.
Nach seiner erneuten Verhaftung in der BRD muss er nun zum dritten Mal beweisen, dass er in der Türkei politisch verfolgt wird.

Das aktuellste Beispiel, ist Süleyman S.:
Im November 2006 wird der türkische Genosse auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Grund hierfür ist ein so genanntes übergabegesuch der türkischen Regierung.
Süleyman ist seit zehn Jahren als politischer Flüchtling anerkannt. Nach der Untersuchungshaft sitzt er nun in Hannover-Sehnde im Knast.
In der Türkei nimmt Süleyman am revolutionären und demokratischen Kampf teil. Er wird deswegen mehrmals inhaftiert und gefoltert. Es gelingt ihm schließlich zusammen mit einigen Genossen aus einem Gefängnis in Istanbul zu fliehen. In Abwesenheit wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 1996 gelingt es ihm in die BRD zu fliehen. Er beantragt politisches Asyl und der Asylantrag wird anerkannt. Süleyman ist weiterhin politisch aktiv. Zweimal wird er im Ausland festgenommen. In beiden Fällen besteht jedoch Zweifel an der Echtheit des belastenden Materials und die Auslieferungsanfragen werden abgelehnt.

Es steht fest, dass sich die Behörden mit den Verhaftungen der Genossen zu Handlangern der repressiven Politik des türkischen Staates machen.

Doch nichts und niemand ist vergessen! Wir werden nach unseren Möglichkeiten über die aktuelle Situation der drei und besonders der Süleymans berichten. Die Forderung nach der Freilassung der drei Genossen steht exemplarisch für die Freiheit aller progressiven und revolutionären politischen Gefangenen, weltweit! Solidarität ist unsere Waffe und es wird Zeit, dass wir sie wieder benutzen! Drinnen und Draußen – es bleibt ein Kampf!

Der Kampf vereint uns aber nicht nur mit den KommunistInnen, SozialrevolutionärInnen und anderen Linken, die weltweit eingekerkert sind, sondern auch mit den Flüchtlingen, die hier in der Bundesrepublik in Knästen und Lagern auf ihre Abschiebung warten müssen.

Und so stehen wir hier heute vor dem Abschiebeknast in Langenhagen. Wie gerne würden wir die Mauern einreißen und die Gefangenen befreien. Das werden wir wohl heute nicht mehr schaffen. Doch das ist kein Grund endgültig zu resignieren. Denn schließlich liegt es an uns allen für einen Antifaschismus einzutreten, der eine antirassistische Praxis mit einschließt um der Abschaffung von Knästen und Lagern und der Beendigung der unmenschlichen Abschiebepraxis ein Stück näher zu kommen.

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Antifa Silvesterparty: Wir wollen euch tanzen sehen!

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14

Linke Freiräume schaffen und verteidigen!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
Wohnraum vergesellschaften!

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Linke Freiräume schaffen und erhalten!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
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In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Linke Freiräume schaffen und erhalten!
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Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 Jahren als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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Keine Räumung der Liebigstr. 14 – keine Räumung nirgendwo!
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Update vom 04. Februar 2011:
Ab 5 Uhr am Morgen des 1. Februar wurde das Haus geräumt. Ein martialisches Polizeiaufgebot ca. 200 PolizistInnen, Flutlichmasten und sog. Hamburger Gittern sperrte große Teile des Stadtteils ab. UnterstützerInnen und AnwohnerInnen, die ihre Solidarität mit der Besetzung und ihre Abneigung gegen den Polizeieinsatz äußerten, wurden von der Polizei provoziert. Die BesetzerInnen schrieben in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen:

Im Laufe der Aktion haben uns dutzende Anwohner_innen unterstützt, das Haus besichtigt, Getränke und Material zur Verfügung gestellt und sich über die Situation im Haus und über die Liebigstraße informiert. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.

Sowohl regionale (HAZ, NP) als auch überregionale Medien (NDR (mit Video), Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt) berichteten über Besetzung und Räumung in Hannover.

Rund um die, am 02. Februar, durchgeführte Räumung gab es außerhalb Berlins, bundesweit und international (Peru, Dänemark, Norwegen), Solidaritätsaktionen mit dem Hausprojekt in Berlin: Ob temporäre Besetzungen wie in Hildesheim oder Hannover, Transparentaktionen. Kundgebungen oder Demonstrationen. Solidarische Hackers “besetzten” zudem über 100 Internetshops mit Soli-Botschaften für das geräumte Haus. Ein ausführliches Feature zum Thema gibt es bei indymedia.
In Hannover demonstrierten ca. 50 Personen am Abend des Räumungstages in der Nordstadt gegen beide Räumungen (indymedia).

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Linke Freiräume schaffen und erhalten!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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Solidaritätsaktion mit Hausprojekt Liebig14 Berlin

Linke Freiräume schaffen und erhalten!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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Linke Freiräume schaffen und erhalten!Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

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Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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Solidarität mit Hausprojekt Liebig14 Berlin

Linke Freiräume schaffen und erhalten!

Hannover: Am Abend des 31. Januar 2011 wurde ein Haus in der Schaufelder Str. 3 besetzt. Die BesetzerInnen üben mit dieser Aktion Solidarität mit dem von Räumung bedrohten Hausprojekt Liebig14 in Berlin. Dem selbstverwalteten Hausprojekt droht am 02. Februar 2011 die Räumung.

In einer Pressemitteilung teilen die BesetzerInnen mit:

Durch unsere Besetzung wollen wir auf den Missstand hinweisen, dass in Berlin ein über Jahrzehnte genutzter Wohnraum zum Spekulationsinteresse von einem Investor werden soll. Die Liebig 14 existiert in dieser Form seit ca. 21 als selbstverwaltetes Wohnprojekt.

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8. März: Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

So bekam der 8. März seine Bedeutung als internationaler Kampftag für die Interessen aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen weltweit.

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29. Juni: Todestag von Halim Dehner

Am 29. Juni 1994 wurde in Hannover der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Ein Polizist kontrollierte ihn und schoß ihm wenig später in den Rücken. Der deutsche Polizist wurde von einem deutschen Gericht später freigesprochen. Mitte der 1990er Jahre gab es eine gigantische Repressionswelle gegen kurdische Organisationen in der BRD.

Mehr zu Halim Dehner bei der Informationsstelle Kurdistan.

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29. Juni:Todestag von Halim Dehner

Am 29. Juni 1994 wurde in Hannover der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Ein Polizist kontrollierte ihn und schoß ihm wenig später in den Rücken. Der deutsche Polizist wurde von einem deutschen Gericht später freigesprochen. Mitte der 1990er Jahre gab es eine gigantische Repressionswelle gegen kurdische Organisationen in der BRD.

Mehr zu Halim Dehner bei der Informationsstelle Kurdistan.

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8. März – Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

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8. März – Internationaler Frauenkampftag

Die Wurzeln des 8. Märzes liegen in den Frauenkämpfen am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am 8. März 1908 traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York in den Streik, um für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen. Um eine Solidarisierung anderer Belegschaften zu verhindern, schlossen der Fabrikbesitzer und die Aufseher die streikenden Frauen ein. Aus ungeklärten Gründen brach ein Brand aus und zerstörte die Fabrik. Nur wenigen der eingesperrten Frauen gelang die Flucht; 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen.

Im selben Jahr demonstrierten weitere Textil- und Tabakarbeiterinnen. Durch diese Kämpfe ermutigt streikten 1909 20’000 Hemdennäherinnen aus Manhattan ungebrochen bis die Unternehmer nach zwei Monaten ihren Forderungen nachgaben.

1909 wurde von nordamerikanischen Sozialistinnen das erste Mal ein spezieller Frauenkampftag “zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” national durchgeführt. Nach diesem Vorbild wurde 1910 an der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen auf Initiative von Clara Zetkin die alljährliche Durchführung eines internationalen Frauenkampftages beschlossen. Am 19. März 1911 gingen zum ersten Mal Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA auf die Strasse. Ihre zentrale Forderungen waren: für ein Frauen-Wahl- und Stimmrecht; gegen den imperialistischen Krieg; Arbeitsschutzgesetze; der 8 Stundentag; Minimallöhne, gleicher Lohn für gleiche Arbeit; ausreichender Mutter- und Kinderschutz. Der Streik von 90’000 Textilarbeiterinnen in Petersburg vom 8. März 1917, die durch ihren entschlossenen Kampf die grossen Demonstrationen im Vorfeld der russischen Februarrevolution 1917 auslösten, war ein weiterer Ausgangspunkt zur Festlegung des 8. Märzes als internationaler Frauenkampftag.

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Antifa Culture Night

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Plakat

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Demoplakat AlgermissenEin Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Fotos


Wo ist eigentlich Algermissen? Sprühereien am Bahnhof Die Demospitze
Seitentranparente I Seitentranparente II
Den täglichen Rassismus bekämpfen! Unbekannte verbrannten eine Deutschlandfahne

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Demoplakat AlgermissenEin Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Fotos

Wo ist eigentlich Algermissen? Sprühereien am Bahnhof Die Demospitze
Seitentranparente I Seitentranparente II
Den täglichen Rassismus bekämpfen! Unbekannte verbrannten eine Deutschlandfahne

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Demoplakat AlgermissenEin Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Fotos

Wo ist eigentlich Algermissen? Sprühereien am Bahnhof Die Demospitze
Seitentranparente I Seitentranparente II
Den täglichen Rassismus bekämpfen! Unbekannte verbrannten eine Deutschlandfahne

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Demoplakat AlgermissenEin Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Fotos

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

indy #1
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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Ein Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Plakat
Fotos

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Ein Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

Plakat
Fotos

Presse

Hildesheimer Allgemeine Ein Dorf zeigt…

Algermissen: Ein Dorf zeigt die kalte Schulter

Bürger meiden die “Antifaschismus-Demonstration” / 400 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland ziehen mit starker Polizeibegleitung zum Schlichthaus

Algermissen (cwo). Mit bis zu 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren der Antifaschismus-Demonstration in Algermissen gerechnet. Tatsächlich zogen am Sonnabend nur knapp 400 durchs Dorf – stets begleitet von der zahlenmäßig überlegenen Polizei.

Algermissen am Sonnabendmittag, ein Dorf im Ausnahmezustand. Polizei, wohin das Auge blickt. Straßenkontrollen an den Ortseingängen. Im Rathaus haben die Ordnungshüter ihre Leitstelle eingerichtet, ringsum wimmelt es von grün-weißen Autos und Bussen. Auf dem Gehweg gegenüber beobachten drei Männer die Szene, ein Rentner kehrt die Gosse. Nicht, weil Demonstranten kommen, sondern weil Sonnabend ist. “Das ist unsere wöchentliche Arbeit”, sagt er: “Hier muss Ordnung herrschen.”

Nur 500 Meter entfernt, vorm Bahnhof, sammeln sich gerade die ersten, die diese Algermissener Ordnung durcheinander bringen wollen. Die “Antifaschistische Aktion Hannover” ist da, die “Autonome Antifa M” aus Göttingen, selbst aus Hamburg rollt ein Bus mit Jugendlichen ins vernieselte Niedersachsen. Ausgerechnet Algermissen. Das Dorf, das im Sommer Schlagzeilen machte, weil am Rande des Volksfestes Ausländerhasser über die Bewohner der Asylbewerberunterkunft herfielen. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter ermittelt, einer sitzt seitdem in Haft.

“Natürlich ist das noch ein Thema hier im Dorf”, sagt der Wirt des Bahnhofsbistros “Jim Knopf”. Sein Lokal ist mit Flatterband abgesperrt, drin haben sich vermummte Polizisten versteckt, den Bahnsteig mit Kamera und Fotoapparat im Visier. Den Wirt und eine Hand voll Gäste hält das nicht davon ab, mit Ordnungshütern und Medien hart ins Gericht zu gehen. Zu einseitig ermittelt, zu einseitig informiert, lauten die Vorwürfe, die so oder ähnlich von vielen Algermissenern zu hören sind. Man fühlt sich “in die Pfanne gehauen” und in die “Nazi-Ecke” gedrängt – “aber was die Tamilen vorher alles gemacht haben, danach fragt keiner!”

In der Tat: Für die Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz ist dieser Aspekt eindeutig Nebensache. 15.30 Uhr, die Eröffnungsrede. “Das rassistische Treiben hat in Algermissen wieder mal einen Höhepunkt gefunden”, tönt es aus dem Lautsprecher. Es folgen Details zur “Verwertungslogik des Kapitals” und den Folgen der “Rationalisierung der Produktion”, die in dem Ausruf gipfeln: “Es lebe der Kommunismus.”

Dann setzt sich der Zug mit massiver Polizei-Eskorte in Bewegung. Die Demonstranten tragen ihre Transparente (“Kein Friede mit Deutschland”) knapp unterm Kinn, mehrere haben Sonnenbrillen aufgesetzt und ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. “Nie wieder Deutschland”, rufen sie, “Alles für alle – und zwar umsonst” und “Algermissen wir sind da: autonome Antifa!”.

Ob es diese Parolen sind, die die teilweise recht kurz frisierten Jugendlichen vorm Eiscafé in der Marktstraße so fröhlich stimmen? Fast hysterisch fangen sie an zu lachen, als der Demonstrationszug auf ihrer Höhe Halt macht. “Lasst euch von der Dorfjugend nicht provozieren”, hatte der Veranstalter die Demonstranten gebeten. Jetzt lassen sie ein paar Flüche los. Dann geht es weiter.

Rathaus, Jahnstraße, Schulstraße – wie ausgestorben wirkt das Dorf, durch das die Protestierer ziehen, gerade einmal 30 Algermissener beäugen die Fremden an der Hauptstraße; wer kann, verfolgt das Geschehen von Balkon, Terrasse oder Garten aus. Doch die Demonstranten suchen den Kontakt zu den Einheimischen erst gar nicht. Etwa vorm Schlichthaus in der Ostpreußenstraße. Nur einer aus dem Tross stellt sich dem Streitgespräch mit fünf Algermissener Jugendlichen, die ihm klarmachen wollen: “Wir haben keine Lust mehr, uns als Nazis beschimpfen zu lassen.”

Die übrigen Demonstranten lassen einen 15-minütigen Vortrag über die “Migrationspolitik der BRD” über sich ergehen. Manch einer wendet sich da lieber der problemorientierten Plauderei mit dem Nachbarn zu. Oder dem Alkohol, was am späten Nachmittag zur Lautsprecherdurchsage führt: “Ich möchte Euch dringend auffordern, mit dem Saufen aufzuhören. Das hier ist ‘ne Demo. Saufen könnt ihr heute Abend.”

Mag sein, dass es an diesen Aussichten liegt oder am nasskalten Novemberwetter – nur Minuten nach dem Demo-Ende haben sich Algermissens Protest-Gäste jedenfalls auf den Heimweg gemacht. Zurück bleiben mehrere Polizei-Hundertschaften, die ihre Sachen packen.

“Ich bin froh, dass alles friedlich verlaufen ist”, bilanziert Bürgermeisterin Ursula Ernst im Rathaus, und Gemeindedirektor Fred Faubel hofft: “Damit ist das Thema beerdigt.” Der Verwaltungs chef hat jedoch nicht alle Parolen der Demonstranten gehört. Wie hieß es doch in der Mühlenstraße? “Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ: Demo in Algermissen bleibt friedlich

Demo in Algermissen bleibt friedlich Rund 400 Angehörige der linken Szene haben am Sonnabend in Algermissen friedlich demonstriert. Unter dem Motto „Deutsche Realitäten angreifen! Rassismus verhindern“ zogen sie durch das Dorf. Zahlreiche Polizisten sicherten die Straßen. Mehrere antifaschistische Gruppen hatten zu der angemeldeten Demonstration aufgerufen, darunter unter anderem die Antifaschistische Aktion Hannover und die Autonome Antifa Göttingen. Auch in Bremen, Kassel und Hamburg fanden Mobilisierungsveranstaltungen statt. Anlass für die überregionale Demo waren die Übergriffe auf Asylbewerber aus Sri Lanka nach einem Volksfest Anfang September. Zugleich solle der „rassistische Konsens der gesellschaftlichen Mitte thematisiert werden“, heißt es auf der Internetseite der Organisatoren.

Auf der Hauptstraße in Algermissen – am Wochenende sonst menschenleer – haben sich an diesem Sonnabendnachmittag um 15 Uhr zahlreiche Menschen versammelt. Dennoch ist es seltsam ruhig. Die Atmosphäre wirkt angespannt. In Grüppchen stehen Polizisten und Einwohner am Straßenrand, während sich die Demonstranten am Bahnhof sammeln. Sie halten Plakate und Flaggen. Einige sind vermummt mit Sonnenbrillen und Kapuzen. Mehrmals werden sie durch ihre eigenen Lautsprecherwagen aufgefordert, das Biertrinken zu unterlassen.

Als sich der Zug in Bewegung setzt, ist es vorbei mit der angespannten Ruhe. Die Demonstranten grölen linke Parolen, grelle Pfiffe begleiten den Pulk. Die Gruppe zieht quer durch den Ort zum „Schlichthaus“, in dem die Asylbewerber bis September wohnten. Bei einer kleinen Gruppe – offensichtlich Vertreter der Gegenfraktion – hält der Zug an. Wortgefechte ertönen, bevor die Demonstranten weiterziehen.

Die meisten Schaulustigen am Straßenrand fühlen sich provoziert. Viele schütteln den Kopf. „Dazu sage ich nichts“, sagt eine Algermissenerin aggressiv. Und dann platzt es doch aus ihr heraus: „Das ist eine Farce. Wer soll das bloß bezahlen.“ Während der „schwarze Block“ unaufhaltsam Parolen grölt, Anwohner und Vertreter der Presse beschimpft, diskutieren einige Demonstranten über den Gartenzaun mit den Einwohnern. Vor dem Schlichthaus hält der Zug. Seit den Ereignissen im September leben dort keine Ausländer mehr, nur noch ein deutscher Arbeitsloser!. Während draußen über den Lautsprecherwagen Reden erklingen, sieht man ihn durch ein Fenster fernsehen.

Eine Stunde später ist alles vorbei. Die Straßen leeren sich. „Es ist alles gut gelaufen“ sagt Polizeisprecher Walter Wallot zufrieden. „Keinerlei Störungen.“

Auch die Demonstranten aus Hamburg steigen zurück in ihren polizeigrünen Bus. „Es sind angenehme Reisende“, erzählt Busfahrer Marc Kundrus. Die Fahrt sei ganz ruhig gewesen. Und lächelnd fügt er noch hinzu: „Ältere Damen auf Butterfahrten hinterlassen mehr Dreck.“

[Hannoverische Allgemeine Zeitung, 18.11.02]

Junge Welt: Der Meute ausgeliefert

Protest der Antifa Hannover nach rassistischen Angriffen im niedersächsischen Algermissen

Das einzige, was die bürgerliche Dorfidylle in Algermissen, einem kleinen niedersächsischen Ort in der Nähe von Hildesheim, stört, ist das Flüchtlingsheim in der Hermann-Löns-Straße. In dem heruntergekommenen ehemaligen Mehrfamilienhaus waren 18 Asylsuchende aus Indien und Sri Lanka untergebracht. Wobei das Problem nach Ansicht eines erheblichen Teils der Bevölkerung weniger die ungepflegte verfallene Behausung, sondern vielmehr deren Bewohner sind. So viele »Fremde« auf einen Haufen, da sind die Probleme vorprogrammiert. So sieht es auch Gemeindedirektor Faupel, der öffentlich behauptete, die Unterbringung von 18 Flüchtlingen in einem Dorf führe »fast zwangsläufig zu negativen Vorkommnissen«.

»Negatives Vorkommnis« heißt im Klartext: Am 31. August gingen vier indische und tamilische Jugendliche zum Schützenfest. Es dauerte nicht lange, bis eine Gruppe von etwa zwanzig einheimischen Jugendlichen auf sie losging und sie beschimpfte. Die Flüchtlinge rannten nach Hause. Die Provokateure verfolgten sie und riefen dabei »Ausländer raus« und »Deutschland den Deutschen«. Es wurde zugeschlagen, zwei der Flüchtlinge erlitten Verletzungen. Die Gewalttäter blieben vor dem Haus stehen, riefen rassistische Parolen und begannen, das Gebäude zu attackieren. Die Flüchtlinge riefen die Polizei. Es dauerte eine Stunde, bis ein Streifenwagen kam. Dann wurden Personalien aufgenommen – nicht die der Angreifer, sondern die der Flüchtlinge. Danach rückten die Beamten ab.

Kaum war der Streifenwagen verschwunden, war die Meute wieder da. Flaschen, Steine und Stühle flogen. Die Flüchtlinge forderten, evakuiert zu werden. Das wurde abgelehnt. Am 1. September, machte der Volkszorn sich so richtig Luft: Etwa 50 vorwiegend erwachsene Männer, attackierten die Unterkunft. In Panik verbarrikadierten sich die Flüchtlinge im oberen Stockwerk. Die Angreifer drangen in das Haus ein und versuchten die Tür zu dem Raum aufzubrechen. Wieder riefen die Flüchtlinge die Polizei. Die Flüchtlinge konnten erreichen, vorerst in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim untergebracht zu werden.

»Es bedarf eines gesellschaftlichen Klimas, einer Grundstimmung, um das, was geschehen ist, möglich zu machen«, erklärte der niedersächsische Flüchtlingsrat nach dem Übergriff. »Als am Samstagabend vier tamilische Flüchtlinge vor einer Horde von zwanzig rassistischen Schlägern die Flucht ergreifen mußte, gab es niemanden im Dorf, der sich eingemischt hätte.« Diese Ansicht teilt auch die Antifa Hannover, die unter dem Motto »Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen« zu einer Protestkundgebung in Algermissen aufruft. »Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft«, heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.

* Kundgebung am Sonnabend: 15 Uhr, Bahnhof Algermissen

[aus junge Welt vom 16.11.02]

Hildesheimer Allgemeine: PDS kritisiert

PDS kritisiert Anti-Demo-Aufruf

Algermissen (r). Der Hildesheimer Kreisverband der PDS kritisiert die Aufforderung der Bürgermeisterin und Landtagsabgeordneten Ursula Ernst, Algermissener Bürger sollten heute Nachmittag um 15 Uhr nicht an der geplanten Demonstration gegen Rassismus teilnehmen, als “völlig falsches Signal”. Unzureichend seien auch die Schritte, die der Gemeinderat bisher nach den Ausschreitungen am Rande des Volksfestes unternommen habe.
Eine Sprecherin der so genannten Antifaschistischen Aktion Hannover äußert in einer Pressemitteilung die Sorge, ein Großeinsatz der Polizei würde die Demonstration kriminalisieren. “Wir fordern die Polizei auf, sich auf die Regelung des Straßenverkehrs zu konzentrieren”, heißt es dort. “Alles andere könnte zu einer unnötigen Konfrontation beitragen.”

(aus Hildesheimer Allgemeine, 16.11.02)

Hildesheimer Allgemeine: Türen zu und durch!

Die Demo-Devise: Türen zu und durch!
Gemeinde Algermissen ruft Bewohner zu Zurückhaltung auf
Algermissen (cwo/tw). Auf Algermissen kommt was zu: Um 15 Uhr soll am Sonnabend vorm Bahnhof die Demonstration “Deutsche Realitäten angreifen – Rassismus bekämpfen” starten, zu der so genannte antifaschistische Verbände aus Niedersachsen aufgerufen haben. Die Polizei rechnet zurzeit mit “gut 500″ Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Polizeichef Wilhelm Burgdorf zeigt sich gelassen. “Uns liegen derzeit keine Indikatoren für eine Gewaltbereitschaft der Demonstranten vor”, sagt der Leiter der Inspektion Hildesheim. Trotzdem werde die Polizei am Sonnabend mit einer ausreichenden Mitarbeiterzahl für einen friedlichen Verlauf der Demonstration sorgen, kündigt er an.
Um 15 Uhr soll der Marsch auf dem Bahnhofsvorplatz losgehen, anschließend gehen die Teilnehmer auf einem Rundweg über die Marktstraße, am Rathaus vorbei und weiter über Jahnstraße, Schulstraße, Ostpreußenstraße, Kranzweg, Mühlenstraße und Lange Straße wieder zurück zum Bahnhof.
Die Gemeinde Algermissen ruft indessen alle Einwohner auf, sich besonnen zu verhalten und nicht von den Teilnehmern der Kundgebung provozieren zu lassen. “Besser noch: Nehmen Sie an dieser Veranstaltung nicht teil”, heißt es in dem Aufruf, den neben Bürgermeisterin Ursula Ernst auch die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen und der beiden Kirchen mittragen. Sie verweisen darauf, dass einige der Demo-Gruppen im Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen aufgeführt seien.
Der Aufruf zu der Demonstration stehe im Widerspruch zum Bemühen vieler Menschen in der Gemeinde, die sich für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen einsetzen, schreiben die Gemeinde-Vertreter. Seit den Vorfällen Ende August sei Algermissen auf einem guten Weg, erklärt Gemeindedirektor Fred Faubel: Ein Präventionsrat werde vorbereitet, der Antrag zur Teilnahme am “Impuls”-Programm des Landes Niedersachsen gegen Gewalt und für Toleranz sei abgegeben. Außerdem solle die Asylbewerber-Unterkunft demnächst für rund 45 000 Euro saniert werden.
Und nun steht die Störung durch die Demonstranten von auswärts ins Haus. Bürgermeisterin Ursula Ernst ist sich jedenfalls sicher: “Das sind Berufsdemonstranten. Denen geht es nicht um’s warum und wieso.”
Details zum “warum und wieso” sind auf einer Vielzahl von Seiten im Internet zu finden. Unter Verweis auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen am Rande des Algermissener Volksfestes laden Gruppen von der “Jugend Antifa Braunschweig” bis zum “Antifaschistischen Komitee Bremen” nach Algermissen ein. Dazu gesellen sich Unterstützergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet. In Hamburg startet ein Bus, in Marburg findet ein Vorbereitungstreffen statt.

Durch die Demonstation wolle man “die Stadt Algermissen” dazu zwingen, Migranten besser zu schützen, heißt es im Internet. Andernfalls werde man “die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersehen”

(c) Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 14.11.02

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Home » Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Ein Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

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Algermissen: Deutsche Realitäten angreifen!

Aufruf

Deutsche Realitäten angreifen!

Algermissen. Ein ganz normaler deutscher Ort zwischen Hannover und Hildesheim.

Ein Ort im Grünen und eine ganz normaler Ort in Deutschland. Auf den Straßen von Algermissen herrscht rassistische “Betriebsamkeit”. Immer wenn gerade mal ein sogenanntes Volksfest auf dem Plan steht, werden rassistische Stammtisch Parolen in die blutige Tat umgesetzt. So wurde das örtliche Asylheim mehrmals von einem rassistisch aufgeheizten Mob angegriffen.
Am Samstag dem 31.August wurde eine Gruppe von vier MigrantInnen von einer Horde von etwa 20 deutschen Jugendlichen, darunter vier erkennbare Nazis, auf dem Schützenfest angegriffen. Die Flüchtlinge wurden umzingelt, beschimpft und angepöbelt. Eine gaffende Menge sah diesem Schauspiel zu, ohne einzugreifen. Die Flüchtlinge flohen zurück in ihre Unterkunft, wurden jedoch von der Gruppe verfolgt und mehrfach geschlagen. Ein Flüchtling erlitt eine Verletzung am Arm, ein zweiter eine Platzwunde am Hinterkopf, die im Krankenhaus genäht werden musste. Die zu Hilfe gerufene Polizei schützte die Flüchtlinge vor weiteren Übergriffen, nahm jedoch keine Personalien der Täter auf. Lediglich die Personalien der betroffenen Flüchtlinge wurden registriert. Danach verließ die Polizei zunächst den Ort.
Nachdem die Polizei weg war, kamen die Täter zurück und zerschlugen mehrere Scheiben der Unterkunft. Ein Flüchtling wurde durch einen Glassplitter im Auge getroffen. Von der erneut gerufenen Polizei verlangten die Bewohner nunmehr ultimativ eine Unterbringung in einer anderen Unterkunft, was von der Polizei jedoch abgelehnt wurde. Wenigstens wurde das Gebäude über Nacht von der Polizei bewacht.
Am Sonntagabend dem 01. September 02 überfielen gegen 21 Uhr etwa 50, teils mit Eisenstangen bewaffnete Schützenfestbesucher erneut die Unterkunft. Diesmal handelte es sich nicht nur um Jugendliche, sondern auch um erwachsene DorfbewohnerInnen, die lauthals rassistische Parolen grölten. Einige BürgerInnen drangen in die – nicht abschließbare – Flüchtlingsunterkunft ein, zertrümmerten eine Zwischentür und versuchten, auch die abgeschlossenen Zimmertüren aufzubrechen, hinter die sich die in Angst und Schrecken versetzten Bewohner geflüchtet hatten. Auch als die Polizei eintraf, ließen sie nicht von ihrem Tun ab, sondern schlugen weiter gegen die Tür. Sie blieben mehr als eine Stunde im Haus. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, zu den um Hilfe rufende Flüchtlingen in den ersten Stock zu kommen. Aus der Menge wurde die Polizei aufgefordert zu verschwinden und angegriffen, eine Person wurde daraufhin festgenommen. Erst nach mehr als einer Stunde verschwanden die Angreifer.
Doch dieser pogromartige Überfall war kein Einzelfall. Im Frühjahr 2002 wurde ein Flüchtling vor seinem Zimmer ins Gesicht geschlagen und erstattete Anzeige gegen den Täter. Vor drei Monaten wurden sämtliche Wände innerhalb der Flüchtlingsunterkunft mit rassistischen und faschistischen Parolen sowie Hakenkreuzen besprüht, welche die Gemeinde beseitigen ließ, offenbar ohne Strafanzeige zu stellen. Im Sommer 2002 wurden tamilische Flüchtlinge von einem Mann, der einen in der Flüchtlingsunterkunft lebenden Obdachlosen besuchte, mit einer Gaspistole aufgefordert, „ins Haus“ zu gehen. Ständig hat es nach Aussage der tamilischen Flüchtlinge Drohungen und Beschimpfungen durch Besucher dieses Obdachlosen gegeben, die offensichtlich ungehindert in der Unterkunft ein- und ausgehen konnten. Die „Stadtoberen“ von Algermissen zeigen nun ihrerseits „Toleranz“ gegenüber den Flüchtlingen, indem sie ihren BürgerInnen mit der Parole „Ausländer raus“ Recht geben und ihrerseits „das Problem“ aus dem Ortskern entfernen möchte. Wörtlich: „Um die Situation, falls sie noch so sein sollte, zu entschärfen, wird beabsichtigt, diesen Personenkreis dezentral im Gemeindegebiet mit Wohnraum zu versorgen.“ Ein Mitarbeiter der „Ausländerbehörde“ kommentierte die Überfälle wie folgt: „die Betroffenen könnten ja zurück nach Sri Lanka gehen“ Algermissen, eine ganz normaler deutscher Ort im Grünen.
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern kommt aus der Mitte der Gesellschaft
Rassismus fällt nicht vom Himmel, sondern ist ein fester und gewollter Bestandteil dieser Gesellschaft. Mit Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, BILD-Zeitungsartikeln à la “Der schlimmste und der ärmste Asylant” und der endlosen Debatte um ein “Zuwanderungsgesetz” sowie der Stimmungsmache konservativer und faschistischer Kreise wird ein rassistisches Klima gefördert, in dem es möglich ist, vorhandene Ressentiments blutig umzusetzen.
Das “neue Deutschland” im Zeichen des Rassismus tat seine ersten Schritte in Rostock, Hoyerswerda, Dolgenbrodt, Wurzen, manifestiert sich jetzt auch in entschlackter Form in Algermissen. Der deutsche Mob setzt die bürgerliche Definition der „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ durch rassistische Vertreibung beflissen in die Tat um. Dabei erweisen sich organisierte Neonazis und rassistische Schläger als Handlanger des deutschen Biedermanns. Der rassistische Terror hat heute einen anderen Hintergrund als vor zehn Jahren. Rassismus besteht aus Ressentiment plus Rentabilitätserwägung. In nationalem Übermut konzentrierten sich die Konservativen in den neunziger Jahren auf die Beförderung des Ressentiments – vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei gingen sie allerdings so weit, dass deren Ausbeutung erheblich erschwert wurde. Selbst CSU-Funktionäre fingen an, über eben jenen Mangel an Billiglöhnern in ihren Hotelküchen zu lamentieren, den sie durch Massenabschiebungen selbst verursacht hatten. Rassismus wurde zum kostspieligen Vergnügen. Rot-Grün hingegen forciert den Rentabilitätsaspekt und betont die Ausnutzbarkeit der Einwanderer. Hier preschte die Regierung allerdings mit der Green-Card-Regelung so weit vor, dass sich nunmehr der völkische Pöbel beleidigt fühlte und die rassistische Balance selbsttätig wieder herzustellen versucht. Gegenwärtig übernimmt also der Mob das Ressentiment und die Elite die Rendite. Frei nach dem Motto: getrennt schlagen, vereint diskriminieren.
Auch wenn die Interessen von Elite und Mob sich zuweilen widersprechen – in der Umsetzung rassistischer Ideologie ergänzen sich beide prächtig. Die neue globale Weltordnung und lokale faschistoide Schläger sind somit nur zwei Seiten derselben Medaille. Die hiesigen Völkischen müssen daher als höhnische Karikaturen der neoliberalen Utopien der Neuen Mitte begriffen werden und als deren konsequente Vollstrecker. Was sie seit Jahren brutal exekutieren, ist nichts anderes als die eigentliche Botschaft des derzeit überall verbreiteten Toleranzgefasels. Dessen Tenor ist, dass blanker Mord wohl etwas überzogen sei und den Standort schädige.
Blanker Hohn also, wenn sich eine rot/grüne Regierung, als „Weltoffen“ und „Tolerant“ präsentiert. Geht es doch letztlich darum, nur „verwertbare“ und „nützliche“ Arbeitskräfte zu rekrutieren. Letztendlich dreht es sich um die Verwertung des Menschen im Kapitalismus und da stehen nun mal die MigrantInnen mit an letzter Stelle.
Wenn nun der oder die Vorurteilsbeladene annehmen darf, daß die Obrigkeit genauso denkt wie er/sie oder dass alle irgendwie so denken wie man selbst, verdichtet sich das Vorurteil zur Gewissheit. In diesem Kontext wirken Staat und Gesellschaft als Manipulatoren der Gewaltentladung.
Nicht zu vergessen ist auch, über Fluchtursachen und Migration nachzudenken. Im Zeichen marktstrategischer kapitalistischer Globalisierung, deren Auswirkung die Verreicherung der 1. Welt und die Verarmung der sogenannten 3. Welt ist, wird überhaupt Migration produziert. Denn wo es Krieg gibt, wo der Hunger und Elend einen in den Wahnsinn treiben, ist Flucht oder Emigration die einzige Möglichkeit zum Überleben!

Kein Anfang vom Ende

Unsere Absicht ist es nicht, Algermissen zu rehabilitieren . Wir wollen keinen Zirkus des sogenannten Aufstand der Anständigen veranstalten. Es geht uns vielmehr darum, Rassismus als eine Form der Widerwärtigkeit der herrschenden Politik zu entlarven. Es wird noch hunderte Orte wie Algermissen geben, in denen ein rassistischer Mob zuschlagen kann und Erfüllungsgehilfe des völkischen Mainstreams sein wird.
Grundsätzlich bedeutet dies, den Kapitalismus im Ganzen, als eine mörderische Form der Unterdrückung, zu entlarven.

Realitätsnah, ohne die Perspektive einer sozialen Revolution, bedeutet dies aber auch, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und sie vor dem Mob von StammtischtäterInnen, Nazis und Stadt zu beschützen. Diese Demonstration soll nicht der Anfang vom Ende sein, sondern vielmehr der Anfang vom Aufbau progressiver Kräfte. Denn nur durch die Stärkung ländlicher antirassistischer und antifaschistischer Strukturen ist zumindest ein gewisser Schutz vor Pogromen gewahrt.

Ebenfalls soll die Stadt Algermissen zu einem deutlichen Schutz der MigrantInnen gezwungen werden, da wir sonst die Stadt mit einer Vielzahl von Aktionen übersähen werden.

Antirassismus muss praktisch werden! Für den Aufbau antifaschistischer Strukturen!

Demonstration in Algermissen (bei Hildesheim) Samstag 16. November 15.00 Uhr- Bahnhof

Aufrufende Gruppen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Schwarze Strolche –Jugendantifa-, Unabhängige Antifa Wunstorf, Antifaschistisches Plenum Braunschweig, Jugend Antifa Aktion Braunschweig, Autonome Antifa (M) Göttingen, Antifa Wennigsen, Aktionsbündnis “Langenhagener Gegen Rechte Gewalt”, Autonome Antifa Gruppe Bremen (AAGB), Antifaschistisches Komitee (AK) Bremen

Die Demonstration wird unterstützt durch: Gruppe M.A.D. Hannover, Kooperative Flüchtlings Solidarität, VVN-BdA Hannover, PDS Region Hannover, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, Antifaschistische Aktion Hamburg/Harburg, Autonome Antifa Bad Nenndorf, yafago Erfurt, Autonome Antifa Südharz

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Soliparty: Kill the nation with a groove


“3000 Polizisten sorgten dafür, dass eine Hand voll Nazis im Februar größtenteils ungestört durch Osnabrück marschieren um ihre menschenfeindliche Ideologie propagieren konnten.

Seitdem wird gegen AntifaschistInnen aus Hannover und Umland ermittelt, die auf der Fahrt zu der Gegendemo in Gewahrsam genommen wurden. Es hat bereits polizeiliche Vorladungen für die Betroffenen gegeben und Strafverfahren sind zu erwarten. Wir werten diese Maßnahme als versuchte Einschüchterung gegenüber den, gerade jugendlichen, Antifas.”

(Originaltext aus dem Flyer des Indiego Glocksee)

Aus Solidarität wurde diese Party in Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe Hannover und dem Indiego Glocksee organisiert.
Die Rote Hilfe stellte zum Auftakt ihre Aussageverweigerungskampagne vor und im Anschluss berichtete einer der Betroffenen über die aktuelle Lage.

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Antifa Demo in Hannover

Plakat

AAH Mobilisierungsplakat gegen den Naziaufmarsch

Berichterstattung

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Solidarität nach Genua

Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

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Solidarität nach Genua

Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

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Solidarität nach Genua

Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

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September 01 | Genua Solidarität

Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

Home » Stadtkind: “Und was kommt dann?”

Stadtkind: “Und was kommt dann?”

Als es Anfang Oktober 2008 los ging und die Zeitungen sich überschlugen mit Schuldzuweisungen gegenüber geldgierigen Spekulanten und Bankiers die die Krise des Finanzsektors zu verschulden hätten und der gestreckte Zeigefinger gen Amerika und dessen bösartige Kredithaie gerichtet wurde, war der Punkt gekommen an dem sich alle ratlos die Hände über dem Kopf zusammen schlugen, denn die Finanzkrise war da. Schuldige waren schnell ausgemacht, doch wurde dabei ausgeblendet das Krisen im Kapitalismus immanent sind. Ein System welches darauf ausgelegt ist sich grenzenlos zu erweitern und alle Bereiche seiner Logik – dem Schaffen von Mehrwert – zu unterwerfen, stößt in einem eingeschränkten Raum auf Grenzen, die es nicht überwinden kann. Es folgen Krisen. Der Finanzsektor ist ein Bereich der Möglichkeiten der Kapital-Akkumulation bietet und dessen Krise eine bedeutende Rolle für die gesamte Wirtschaft hat. Bei den Banken, die durch das Verleihen von geliehenem Geld einen Mehrwert durch Zins “schaffen”, war die Zahlungsunfähigkeit von Schuldnern der Auslöser für den Bankrott. Ein Vertrauensverlust und der Verlust der Kreditwürdigkeit bewirkte einen Rückgang der Geschäftstätigkeit und eine Reihe von Pleiten. Dem zuvor stattfindenen Immobilienboom folgte der Einbruch. Schnell wurde auch der politischen Führung klar, dass es sich bei dem Finanzsektor nicht bloß um ein Anhängsel der “Realwirtschaft”- des industriellen Kapitals – handelt, sondern um viel mehr, nämlich dem Kitt der den ganzen Laden namens Kapitalismus zusammenhält – ein gesamtwirschaftliches Problem. Hastig wurden Rettungspakete in Milliarden Höhe geschnürt und den kränkelden Banken als Medikamentensammlung vorgesetzt, in der Hoffnung dies würde die Patienten retten, sodass diese wieder anfangen würden Kredite zu vergeben und somit die darauf angewiesenen Unternehmen retten und damit auch aller Menschen Segen – die Arbeit – erhalten würden. Doch woher hat Vaterstaat das Geld hat so großzügige lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen? Erscheint es nicht schizophren, dass der Verschuldete dem Schuldner Geld leiht, vor allem durch die Tatsache, dass das “schaffen” von neuem Geld, um welches es sich hier dreht, einen Wertverlust impliziert und sowieso nur so wertvoll sein kann wie die wirtschaftliche Stabilität des Landes welches es druckt? Die hier durch drohende Inflation und die damit einhergehende Verschärfung der Krise macht natürlich auch die Idee der Währungsreform als “Neuanfang” wieder aktuell. Und so bangt die Bevölkerung ähnlich wie Staat und Wirtschaftsvertreter um das am Boden liegende Wirtschaftssystem, in der Hoffnung es möge die Krücken einfach beiseite werfen und wieder laufen. Aber erscheint denn die Vorstellung es könnte eine Alternative zum bestehenden geben so befremdlich? Wirkt eine Welt die nur darauf ausgelegt ist zu verwerten und unbegrenzt Geld zu vermehren so attraktiv? Wäre es nicht möglich sich eine Welt vorzustellen in der ein Tausch von Gegenständen ohne Finanzmittel stattfindet, in der Gegenstände nur noch einen Gebrauchswert haben und im Interesse derer produziert werden die produzieren. Eine Welt in der die Existenz der Menschen nicht an fiktiven Werten hängt und nicht zum Scheitern verurteilt ist, obwohl der Überfluss allgegenwertig ist?

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Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

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Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

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Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

Keine Zukunft für Nazis!
Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

„Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

Nazis bekämpfen!
Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

www.nazisblockieren.tk

Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifa AK in Alerta!, Hannover; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

Keine Zukunft für Nazis!
Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

„Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

Nazis bekämpfen!
Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

www.nazisblockieren.tk

Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifa AK in Alerta!, Hannover; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

Home » 01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai 2010

01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai 2010

Aufruf

Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

Heraus zum revolutionären 1. Mai!
Kapitalherrschaft abschaffen!
Den Staat stürzen!
Für die soziale Revolution!

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01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai 2010

Aufruf

Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

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Infoupdate zu Dresden

Der aktuelle Stand zu den geplanten Aktionen in Dresden. Die letzte Möglichkeit noch Bustickets zu kaufen oder tauschen. Pflichttermin für alle, die mit Bussen aus Hannover nach Dresden fahren

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Avanti Hannover.

Mo. 14. Februar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Home » 1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

1. Mai 2009: Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
Das wird nicht passieren!

Informiert euch auf der hannoverweiten Mobilisierungsseite www.mai-hannover.de.vu

Für alle, die unsere Jingles anhören und runterladen oder unser Warmup-Plakat bestellen wollen, werden hier fündig:

“Blockieren! Sabotieren! Eskalieren!”

Unser zweites Plakate ist und unser Aufruf ist da:

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

Bestellinfos: Wir verschicken Plakat und Aufruf gratis, freuen uns aber, wenn ihr das Porto übernehmen würdet. Wenn ihr also Plakte haben wollt, schickt uns einen Brief mit Geld für Porto, einer Lieferadresse und wie viele Plakate ihr braucht.

Innerhalb von Hannover verschicken nicht. Holt euch das Material im Infoladen Korn (Kornstr. 28-30) oder bei unseren Infotischen und Veranstaltungen ab.

2. Jingle online

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Bitte beachtet: Dieses Plakat ist ein Warmup-Plakat der [AAH] und stellt keine Bündnismeinung o.ä. dar. Weitere Plakate, Aufrufe, Aufkleber usw. werden folgen.

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Pressemitteilung “1. Mai bleibt links!” (Anfang September 08)

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

Home » 1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

1. Mai 2009: Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
Das wird nicht passieren!

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Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

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Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

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Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

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1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

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Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
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Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

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Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

Bestellinfos: Wir verschicken Plakat und Aufruf gratis, freuen uns aber, wenn ihr das Porto übernehmen würdet. Wenn ihr also Plakte haben wollt, schickt uns einen Brief mit Geld für Porto, einer Lieferadresse und wie viele Plakate ihr braucht.

Innerhalb von Hannover verschicken nicht. Holt euch das Material im Infoladen Korn (Kornstr. 28-30) oder bei unseren Infotischen und Veranstaltungen ab.

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Bitte beachtet: Dieses Plakat ist ein Warmup-Plakat der [AAH] und stellt keine Bündnismeinung o.ä. dar. Weitere Plakate, Aufrufe, Aufkleber usw. werden folgen.

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Pressemitteilung “1. Mai bleibt links!” (Anfang September 08)

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

Home » 1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

1. Mai 2009: Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
Das wird nicht passieren!

Informiert euch auf der hannoverweiten Mobilisierungsseite www.mai-hannover.de.vu

Für alle, die unsere Jingles anhören und runterladen oder unser Warmup-Plakat bestellen wollen, werden hier fündig:

“Blockieren! Sabotieren! Eskalieren!”

Unser zweites Plakate ist und unser Aufruf ist da:

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

Bestellinfos: Wir verschicken Plakat und Aufruf gratis, freuen uns aber, wenn ihr das Porto übernehmen würdet. Wenn ihr also Plakte haben wollt, schickt uns einen Brief mit Geld für Porto, einer Lieferadresse und wie viele Plakate ihr braucht.

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Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

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1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

1. Mai 2009: Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
Das wird nicht passieren!

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Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

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Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

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“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

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Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

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Unser zweites Plakate ist und unser Aufruf ist da:

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

Bestellinfos: Wir verschicken Plakat und Aufruf gratis, freuen uns aber, wenn ihr das Porto übernehmen würdet. Wenn ihr also Plakte haben wollt, schickt uns einen Brief mit Geld für Porto, einer Lieferadresse und wie viele Plakate ihr braucht.

Innerhalb von Hannover verschicken nicht. Holt euch das Material im Infoladen Korn (Kornstr. 28-30) oder bei unseren Infotischen und Veranstaltungen ab.

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Bitte beachtet: Dieses Plakat ist ein Warmup-Plakat der [AAH] und stellt keine Bündnismeinung o.ä. dar. Weitere Plakate, Aufrufe, Aufkleber usw. werden folgen.

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Pressemitteilung “1. Mai bleibt links!” (Anfang September 08)

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

Home » 1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

1. Mai 2009: “Ich könnte mich nicht entsinnen, dass hier ein Naziaufmarsch stattgefunden hätte”*

Wir danken allen AntifaschistInnen, die am 1. Mai 2009 aktiv waren – ob in Hannover oder anderswo. Für die Nazis ist der 1. Mai 2009 ein politisches Desaster. Sie haben es nicht geschafft am 1. Mai einen zentralen Aufmarsch in Hannover und Norddeutschland durchzuführen.

Wir und das linksradikale Bündnisses gegen den Naziaufmarsch werden unsere Einschätzungen zu diesem Tag so schnell wie möglich veröffentlichen.

Einen guten Überblick über den Tag in Hannover geben zum einen der Infoticker und ein Bericht bei indymedia.

* Frei nach Helmut Körschgen.

1. Mai 2009: Naziaufmarsch verhindern – so oder so

Am 1. Mai 2009 wollen die Nazis der “freien” Kameradschaften durch Hannover marschieren. Sie wollen wie 2008 in Hamburg unter rassistischen und pseudosozialen Motto einen zentralen Aufmarsch am 1. Mai durchführen.
Das wird nicht passieren!

Informiert euch auf der hannoverweiten Mobilisierungsseite www.mai-hannover.de.vu

Für alle, die unsere Jingles anhören und runterladen oder unser Warmup-Plakat bestellen wollen, werden hier fündig:

“Blockieren! Sabotieren! Eskalieren!”

Unser zweites Plakate ist und unser Aufruf ist da:

Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen* zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

Wenn drei sich streiten
Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

* “Wir verwenden den [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008

Bestellinfos: Wir verschicken Plakat und Aufruf gratis, freuen uns aber, wenn ihr das Porto übernehmen würdet. Wenn ihr also Plakte haben wollt, schickt uns einen Brief mit Geld für Porto, einer Lieferadresse und wie viele Plakate ihr braucht.

Innerhalb von Hannover verschicken nicht. Holt euch das Material im Infoladen Korn (Kornstr. 28-30) oder bei unseren Infotischen und Veranstaltungen ab.

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Bitte beachtet: Dieses Plakat ist ein Warmup-Plakat der [AAH] und stellt keine Bündnismeinung o.ä. dar. Weitere Plakate, Aufrufe, Aufkleber usw. werden folgen.

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Pressemitteilung “1. Mai bleibt links!” (Anfang September 08)

Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linkten Ecke Widerstand.
“Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.

Home » Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

Gestern nahm der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

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Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

Gestern nahm der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

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Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

Gestern nahm der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

Home » Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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Home » Grossburgwedel: “Deutsche Täter sind keine Opfer!”

Grossburgwedel: “Deutsche Täter sind keine Opfer!”

Am heutigen Sonntag, dem sogennanten Volkstrauertag, wurde in Grossburgwedel bei Hannover ein Denkmal für die “Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft von 1933-1945″ eingeweiht. Selten wird die Verdrehung der Geschichte so offen und schamlos inszeniert wie an diesem Tag im Speckgürtel von Hannover.
Denn in erster Linie sind damit die toten Soldaten aus der Stadt gemeint, die als Angehörige der Nazi-Wehrmacht einen imperialistischen Krieg führten und nicht die zahlreichen dokumentierten Fälle in denen Menschen aus rassistischen und antisemitischen Gründen getötet und deportiert wurden.

Doch nicht nur Wehrmachtssoldaten sind die Lieblings”opfer” in Grossburgwedel. Auch die Namen von mindestens fünf SS-Angehörigen und einem Mitglied des Sicherheitsdienstes (SD) stehen auf dem Denkmal.

Nach Interventionen u.a. von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, wurden diese Namen notdürftig mit Klebeband unkenntlich gemacht.
In Burgwedel verhindert in erster Linie die CDU/FDP Mehrheit im Stadtrat eine weitere Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt von 1933 bis ’45 und die Erinnerung an die tatsächlichen Opfer der Nazis.
Dies scheint nicht zu verwundern, ist doch der Oberbürgermeister Vorstandsmitglied der “General Wöhler Stiftung”, deren Namenspatron 1948 in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt wurde.

Exkurs Volkstrauertag:
Seit 1952 findet in der BRD jedes Jahr, der sogenannte Volkstrauertag statt. Dieser Feiertag soll dazu dienen den Toten beider Weltkriege zu gedenken: den Deutschen, aber auch deren GegnerInnen. Wie kaum ein anderer Gedenktag öffnet dieses Datum der Verdrehung der Geschichte und der Verkehrung von Tätern zu Opfern Tür und Tor.
Besonders, da heute immer öfter den “Opfern” der DDR gedacht wird, verwischen zunehmend Grenzen. Der NS-verharmlosende Vergleich von DDR und Drittem Reich scheint perfekt. Durch die Vermischung verschiedener wirklicher und vermeintlicher Opfergruppen und Zeitepochen verschwinden Ursache und Wirkung von Krieg und Massenmord in NS-Deutschland. Deutschland kann sich unverblümt als Opfer inszenieren und setzt die Ermordeten der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern in eine Reihe mit denen, die diesen Horror verwirklichten.
So auch in Grossburgwedel, wenn kein Problem darin gesehen wird, Wehrmachtssoldaten und NS-Opfern, WiderstandskämpferInnen und Bundeswehrsoldaten in einer Veranstaltung zu gedenken.

AntifaschistInnen verteilten vor Ort Flugblätter, die mit mit folgenden Worten endeten:

Wir verstehen uns in der Tradition des antifaschistischen Widerstands gegen den deutschen Faschismus. Wir sind heute hier um gegen die Gleichsetzung von TäterInnen und Opfern zu protestieren. Wir gedenken nicht der deutschen Täter. Wir gedenken der Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen, aber auch der unzähligen Kommunistinnen und Kommunisten, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und bekennenden Christinnen und Christen, die gegen den faschistischen Terror kämpfend, ihr Leben lassen mussten.
Wir gedenken den Soldatinnen und Soldaten der Anti-Hitler-Koalition sowie der PartisanInnen und Partisanen, die im Kampf für die Befreiung Europas ums Leben kamen.

Gedenken heisst antifaschistisch kämpfen – hier und heute!

Home » Hannover brennt: Studierende besetzen Audimax

Hannover brennt: Studierende besetzen Audimax

Am 17. November demonstrierten mehr als 3000 Menschen in Hannover. Die Unzufriedenheit mit der herrschenden Bildungspolitik wurde deutlich zum Ausdruck gebracht.
Auf einer Vollversammlung der Studierenden der Uni Hannover wurde das Audimax, der größte Vorlesungsraum besetzt. Ein entsprechender Antrag wurde vorher mit großer Mehrheit beschlossen. Damit wurde in Hannover nun erneut ein Freiraum geschaffen, an dem Protest und Widerstand gegen die zunehmende kapitalistische Umstrukturierung des Bildungssektors organisiert und entwickelt werden kann.

Die Studierenden und deren SympathisantInnen stehen in einer Reihe mit ähnlichen Besetzungsaktionen in verschiedenen Städten in und außerhalb der Bundesrepublik. Damit wurde in Hannover nun erneut Freiräume geschaffen, um den Protest und Widerstand gegen die zunehmende kapitalistische Umstrukturierung des Bildungssektors zu entwickeln und organisieren. Zur damaligen Besetzung des Schneiderbergs unterstützten wir die BesetzerInnen mit einer eigenen Wandzeitung.

Die BesetzerInnen haben eine Sonderseite eingerichtet. Kurzmeldungen gibt es über den Ticker.

Wir wünschen den BesetzerInnen alle Kraft der Welt um die Besetzung und den Kampf gegen dieses Bildungssystem erfolgreich zu führen!

Home » Dresden calling

Dresden calling

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

Antifa-Bus
Die letzte Möglichkeit Karten für den Bus zu bekommen, ist am 10. Februar bei dem Infoupdate zu Dresden.

Weitere Busse werden u.a. von Avanti Hannover, ['solid] und Grüne Jugend.

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Dresden calling

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

Antifa-Bus
Die letzte Möglichkeit Karten für den Bus zu bekommen, ist am 10. Februar bei dem Infoupdate zu Dresden.

Weitere Busse werden u.a. von Avanti Hannover, ['solid] und Grüne Jugend.

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Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!

Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

Mehr Infos: Dresden Nazifrei | no pasaran!

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Dresden calling

Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen den, für den 13. Februar 2010 geplanten, Neonaziaufmarsch in Dresden organisiert. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Diesen Aufruf unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen. Auch die Bündnishomepage wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgeschaltet. Mittlerweile ist die Homepage unter neuer Domain wieder im Netz.
Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

Antifa-Bus
Die letzte Möglichkeit Karten für den Bus zu bekommen, ist am 10. Februar bei dem Infoupdate zu Dresden.

Weitere Busse werden u.a. von Avanti Hannover, ['solid] und Grüne Jugend.

Home » Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

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Home » Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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Home » Revolutionärer 1. Mai in Hannover

Revolutionärer 1. Mai in Hannover

300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

“Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

Aufruf lesen | Neues Deutschland: Selbstdarstellung einiger Revolutionären 1. Mai Aktionen bundesweit | Internationale Berichte zum 1. Mai (international)

Der 1. Mai in Hannover:
2007 | 2008 | 2009

Fotoauswahl 2010:

Home » Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

Nachdem sich im Februar 2009 diverse prominente HannoveranerInnen zu der Frage “Und was kommt dann?” mit Beiträgen im Stadtkind äußern konnten, geht es in der Mai-Ausgabe über “Unsere Gesellschaft nach
der Finanzkrise”. Die Finanzkrise dauert an, die neue Regierung ist im Mai 200 Tage im Amt. Zeit für einen Zwischenruf, für Kritik, für Lob oder Enttäuschung. Hat die Politik Antworten gefunden? Hat sie die richtigen Antworten gefunden? Oder hat sie gar nicht die richtigen Fragen gestellt? Erneut hat die [AAH] Pressesprecherin einen Beitrag beigesteuert.

Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
» Weiterlesen

Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

Home » Chronologie rechter Aktivitäten

Chronologie rechter Aktivitäten

Zu häufig bleiben rechte Aktivitäten und Naziangriffe unbeachtet oder werden bewusst falsch oder verharmlosend dargestellt.
Wir wollen diesem Trend entgegen wirken und stellen hier eine Chronik rechter Aktivitäten und Naziübergriffen für die Region Hannover zusammen. Ziel ist es, die Aktivitäten von parteigebundenen und ‐freien Nazis, rechtspopulistischen BürgerInneninitiativen, studentischen Verbindungen, rechten Fussballfans und rechts‐offener kultureller Grauzone öffentlich zu machen.
Die Idee ist nicht neu und immer wieder werden anlassbezogen, z.B. für Mobilisierungen gegen Naziaktivitäten, Chronologien dieser Art zusammengestellt.
Mit unserer Idee setzen wir diese Praxis konsequent fort und bieten so die Möglichkeit für Interessierte, sich ein realistisches Bild über die Aktivitäten am rechten Rand in der Region Hannover machen zu können.

Desweiteren stellen wir einen Text zur Verfügung, der erste Tipps im Umgang mit Naziübergriffen gibt. Wenn ihr selbst rechten Aktivitäten oder Naziangriffe beobachtet, dann gebt uns Bescheid.

Home » Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

Home » Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen für heute zu einer Solidaritätskundgebung auf:

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Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen für heute zu einer Solidaritätskundgebung auf:

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Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen für heute zu einer Solidaritätskundgebung auf:

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Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die heutige DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen für heute zu einer Solidaritätskundgebung auf:

Home » Tag X: Kundgebung gegen die DNA-Entnahme

Tag X: Kundgebung gegen die DNA-Entnahme

Heute, Fr. 28. Januar 2011:

Home » Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Solidarität mit Martin!

Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die heutige DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen zu einer Solidaritätskundgebung auf:

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Göttingen: Heute, am Freitag, den 28. Januar 2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

Um auf die heutige DNA-Entnahme zu reagieren, ruft die Antifaschistische Linke International aus Göttingen zu einer Solidaritätskundgebung auf:

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Heute, am Freitag, den 28.01.2011, wurde bei dem jungen Antifaschisten die DNA-Entnahme durchgeführt.

Nachdem er zwei Wochen zur Fahndung ausgeschrieben war, hielt er sich seit der Antirepressionsdemo “Betroffen ist einer- Gemeint sind wir alle”, am 22. Januar, wieder in Göttingen auf.
Die Entnahme seiner DNA konnte sich nicht ewig verhindern lassen, aber es war dem Betroffenen wichtig, diesen Termin zumindest selbstbestimmt zu wählen. Heute Morgen um 10 Uhr ist er in Begleitung seines Rechtsanwaltes, Sven Adam, sowie Gabriela Andretta, Patrick Humke, Norbert Hasselmann und Anderen auf der Polizeiwache in der Jehringstraße erschienen.

In einer persönlichen Erklärung bedankte sich der Betroffene: “In den letzten Wochen habe ich eine Menge Unterstützung und Solidarität erfahren, die mir viel Kraft gegeben hat. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die das alles möglich gemacht haben.” Die DNA Entnahme ist vollzogen, die Repressionsmaßnahmen in diesem Fall nehmen damit aber eher ihren Anfang denn ihr Ende.

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Tag X: Kundgebung gegen die DNA-Entnahme

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Tag X: Kundgebung gegen die DNA-Entnahme

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Tag X: Kundgebung gegen die DNA-Entnahme

Home » [AAH] Infotisch

[AAH] Infotisch

Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

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Antifaschistische Aktion Fight Sexism, Racism, Capitalism Antikapitalismus globalisieren! Good Night White Pride No Justice
GNWP soviet Refugees Welcome – Bring your Families Stalingrad ’43 Stateless Stop Control
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Antifaschistische Aktion Antifaschistische Aktion Antifaschistische Aktion metallic Antifaschistische Aktion rot/schwarz Good Night White Pride schwarz/weiss
Smash Fascism Wir wollen Alles! rot/weiss Wir wollen Alles! weiss/rot

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Antifaschistische Aktion GNWP soviet

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Fight Fortress EuropeFight Fortress Europe Antikapitalismus globalisieren!Antikapitalismus globalisieren! If the Kids...If the Kids… Kein FussbreitKein Fussbreit Leistungszwang?Krankfeiern
Antifaschistische AktionAntifaschistische Aktion Gegen NazisGegen Nazis Good Night White PrideGood Night White Pride Smash Fascism IISmash Fascism II Still not loving...Still not ♥’ing…
Linke Freiräume - schaffen und verteidigenLinke Freiräume Smash FascismSmash Fascism! Stop ControlStop Control Zähne zeigt wer's Maul aufmachtZähne zeigen

Bücher/Broschüren/Zeitungen


Bini Adamczak - Kommunismus8 € Bini Adamczak - Gestern Morgen12 € Antifa Kalender 20117 € Oliver Demny - Die Wut des Panthers14 € Flying Pickets - Auf den Geschmack gekommen12 €
Michael Heinrich - Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie10 € Moe Hierlmeier - Internationalismus10 € Wege durch die Wüste10 €
ALB - Antifa ... und wie?3 € ALI - Klassenbuch0,50 €
Download
ALB - Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein.1 €
Download
ALB - They gonna privatize the air0,50 € ALI - Reiseführerin durch den Geschlechterschungel0,50 €
ALB - Total Extrem0,50 € Um's Ganze - Staatstext1 € ALB - Venceremos1 €
Angriffsfläche Nr. 10,50 € Angriffsfläche Nr. 20,50 € Angriffsfläche Nr. 30,50 €
Der Rechte Rand Nr. 1182,50 € Der Rechte Rand Nr. 1192,50 € Der Rechte Rand Nr. 1202,50 € Der Rechte Rand Nr. 1212,50 € Der Rechte Rand Nr. 1222,50 €
Der Rechte Rand Nr. 1232,50 € Der Rechte Rand Nr. 1242,50 € Der Rechte Rand Nr. 1252,50 € Der Rechte Rand Nr. 1262,50 € Der Rechte Rand Nr. 1272,50 €

Special


Fahne: Antifaschistische Aktion12 € Dosenfarbe: schwarz/rot/silber/weiss3 € Motorradhaube3 € Rote Hilfe Sampler15 € Rote Hilfe Sampler15 €

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Home » We got the Funk!

We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

Sa. 11. Dezember 2010 | 21 Uhr | UJZ Korn

Home » Naziouting in Hannover

Naziouting in Hannover

Pressemitteilung

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

AntifaschistInnen vor dem Studentenwohnheim in der Glünderstr. 8

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

AntifaschistInnen vor dem Studentenwohnheim in der Glünderstr. 8

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

AntifaschistInnen vor dem Studentenwohnheim in der Glünderstr. 8

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.


“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.


“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

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Naziouting in Hannover

Am Mittwoch, den 26. Januars wurde der Naziaktivist Anton Rummelhagen von AntifaschistInnen in der Nordstadt geoutet. Sie protestierten gegen den Nazi und klärten mit Flugblättern AnwohnerInnen der Glünderstraße über den Hintergrund ihres Nachbarn auf.

Rummelhagen war bereits in Mecklenburg-Vorpommern in der Naziszene aktiv. In Hannover fand er Anschluss an die Gruppe „Besseres Hannover“. Zusammen mit ihnen nahm er z.B. am Naziaufmarsch am 14. August 2010 in Bad Nenndorf teil, war unter den Nazis, die am 13. Mai 2010 in der Nordstadt MigrantInnen angriff und betreute einen Infotisch für die Nazi-Schülerzeitung „Bock“ beim Pressefest der NPD Zeitung „Deutsche Stimme“ am 07. August 2010 in Niesky bei Görlitz.

“Wir begrüßen ein entschlossenes Vorgehen gegen Nazis. Ihnen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt werden, dass ihr menschenverachtendes Weltbild nicht akzeptiert wird. Auch und besonders in der Nordstadt haben Nazis nichts zu suchen.“ kommentiert Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Outingaktion.

Home » Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Um aber auch den großen und wichtigen Naziaufmarsch in Dresden in den Fokus zu nehmen, rufen wir dazu auf mit uns und dem Buskonvoi aus Hannover nach Dresden zu fahren, um auf allen Ebenen und mit allen Mitteln aktiv zu werden.

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Um aber auch den großen und wichtigen Naziaufmarsch in Dresden in den Fokus zu nehmen, rufen wir dazu auf mit uns und dem Buskonvoi aus Hannover nach Dresden zu fahren, um auf allen Ebenen und mit allen Mitteln aktiv zu werden.

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

Um aber auch den großen und wichtigen Naziaufmarsch in Dresden in den Fokus zu nehmen, rufen wir dazu auf mit uns und dem Buskonvoi aus Hannover nach Dresden zu fahren, um auf allen Ebenen und mit allen Mitteln aktiv zu werden.

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Ab nach Dresden – Den Naziaufmarsch verhindern!

Erneut wollen Nazis aus Deutschland und dem europäischen Ausland in Dresden aufmarschieren, um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt 1945 zum anlass zu nehmen um deutsche Täter zu Opfern zu machen. Diesem Vorhaben werden sich wie im letzten Jahr mehrere Tausend Menschen entgegen stellen. Ob bei den Massenblockaden von no pasaran und Dresden Nazifrei oder bei dezentralen direkten Aktionen – es geht gegen den Naziaufmarsch und Geschichtsrevisionismus auf allen Ebenen und mit allen Mitteln.

Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)

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Auch in dem Film “Dresden – Vom Mythos der unschuldigen Stadt” (Download hier) wird das bürgerliche Gedenken thematisiert und kritisiert.

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Resümee zu Dresden 2010:
Die Proteste und die Menschenkette wurden in bundesdeutschen und internationalen Medien breit aufgenommen. Ca. 1/3 der französischsprachigen Artikeln die Positionen von Dresden Nazifrei einen großen Teil ein. Die Menschenkette ist hier eher Randnotiz. Englischsprachige Beiträge berichten stärker über „Auseinandersetzungen“ und „Krawalle“.

In deutschen Medien wird oft allein über die Menschenkette berichtet, dies vermittelt den Eindruck, sie hätte etwas mit einer Aktion gegen Nazis zu tun gehabt und hätte gar den Aufmarsch verhindert, so heisst es bei faz.net vom 13. Februar 2010:

„Zuvor war der geplante Verlauf der Menschenkette mehrfach verändert und erweitert worden; die Organisatoren hatten mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet. Am Ende standen die Menschen trotzdem noch in Dreier- und Viererreihen hintereinander, aus der geplanten Kette vom Altmarkt bis zur Synagoge war ein geschlossener Ring geworden. ,Wir machen die Stadt zu einer Festung gegen Intoleranz und Dummheit’, jubelte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Denjenigen, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten, habe man klar die Stirn geboten, sagte Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich.“

Teilweise werden auch Blockaden als Teil der Menschenkette umgedichtet.
Ein weiterer Trend ist die Erwähnung des Naziaufmarsches und der Gegenaktionen als Ergänzung zum Gedenken in der Stadt.
Während für einige selbst die Blockaden eine Gefährdung des Rechtsstaats waren, gingen breit angelegte militante Aktionen ebenso wie Fälle Polizeigewalt in der Berichterstattung unter.

Dieses Jahr werden wir erneut den Naziaufmarsch stoppen! Werdet aktiv – auf allen Ebenen und mit allen Mitteln!

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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) Mehr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) MEhr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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Wir haben in zwei Inhaltlichen Veranstaltung den Zusammenhang zwischen Nazis und bürgerlichen Gedenken aufgezeigt. Erst durch ein unkritisches bzw. nationalistisch aufgeladenes Gedenken bürgerlicher Kreise wurde über Jahrzente ein Klima in Dresden geschaffen, an das die Nazis problemlos anknüpfen können.(s. Hintergrundartikel in der angriffsfläche #1)
In beiden Veranstaltungen wurde ebenfalls klargestellt, dass der Blick nicht bis nach Dresden gerichtet werden muss um Geschichtsrevisionismus und Täter-Opfer-Umkehr zu beobachten. Als Beispiel wurde die Diskussion um das Denkmal in Großburgwedel angeführt, dass Ende 2009 mit großer Inzenierung am Volkstrauertag eingeweiht wurde. (s. angriffsfläche #1) MEhr zum Thema Burgwedel im Bericht zu einer Gedenkkundgebung in Großburgwedel.

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http://www.antifa-hannover.de/angriffsflaeche/artikel/artikel0102.html

http://www.antifa.de/cms/content/view/1587/1/

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Unsere Solidarität gegen Repression!

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft z.B. die SPD und seine MitbewohnerInnen mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

So ruft ein breites Bündnis zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem Betroffenen unter dem Motto “Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!”

Hintergründe zum Verfahren gibt es auf der Seite der Antifaschistischen Linken International und bei monsters of göttingen.

Update:
700 Menschen nahmen am Samstag, den 22. Januar an einer kämpferischen und lautstarken Demonstration gegen Kriminalisierung und Repression teil. Der untergetauchte Genosse hatte es sich nicht nehmen lassen in der Demonstration mitzulaufen. “Ich bin wieder da und werde von heute an mein alltägliches Leben wieder aufnehmen!” erklärte er in einem Redebeitrag, der von restlichen Teilnehmenden lautstark erwidert wurde.

Polizeieinheiten attackierten die Demonstration an zwei Stellen. Hier wurden Knüppel und Pfefferspray eingesetzt. Es gelang ihnen jedoch nicht dem Gesuchten habhaft zu werden. Auf Seiten der DemonstrantInnen gab es mehrere Verletzte.

Obwohl offenbar ein Durchsuchungsbeschluss für den Wohnort des verfolgten Antifaschisten vorliegt, hat die Göttinger Polizei bisher darauf “verzichtet”, erneut die Rote Straße zu stürmen. Nicht zuletzt dürfte diese “Zurückhaltung” auf die relativ breite öffentliche Diskussion und Solidarisierung zurückzuführen sein.

Weitere Berichte und Bilder:
Antifaschistische Linke Internationalmonsters of göttingende.indymediaGoettinger Stadtinfo

Für den Tag der DNA-Entnahme ruft die Antifaschistische Linke International zu einer Kundgebung in Göttingen auf:

Tag X | 18 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

Bundesweite Repression
Doch nicht nur in Göttingen versuchen die verschiedenen Repressionsorgane linksradikalen und antifaschistischen Widerstand mundtot zu machen: Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

In der Kleinstadt Burg steht die örtliche Polizei derweil unter einem so hohen Erfolgsdruck, dass sie Ermittlungsverfahren einleitet, die zum Teil allein auf die Aussagen von einzelnen Neonazis aus der Region aufgebaut sind. So bekamen zum Ende des letzten Jahres mehrere Personen, die dem linksradikalen Spektrum angehören sollen, Post von der Polizei. In diesen wurde den Betroffenen vorgeworfen, an Angriffen auf Neonazis, Bedrohung und Landfriedensbruch beteiligt gewesen zu sein. Dies entspricht einer Logik, die davon ausgeht: “Treffen wir einen, treffen wir alle!“. Mehr Infos zur Situation bei der Antifa Burg.

Ob in Göttingen, Heidelberg, Burg oder Hannover lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir stehen zusammen und setzen unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Keine Kriminalisierung des antifaschistischen & linksradikalen Widerstands!

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Unsere Solidarität gegen Repression!

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft z.B. die SPD und seine MitbewohnerInnen mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

So ruft ein breites Bündnis zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem Betroffenen unter dem Motto “Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!”

Hintergründe zum Verfahren gibt es auf der Seite der Antifaschistischen Linken International und bei monsters of göttingen.

Update:
700 Menschen nahmen am Samstag, den 22. Januar an einer kämpferischen und lautstarken Demonstration gegen Kriminalisierung und Repression teil. Der untergetauchte Genosse hatte es sich nicht nehmen lassen in der Demonstration mitzulaufen. “Ich bin wieder da und werde von heute an mein alltägliches Leben wieder aufnehmen!” erklärte er in einem Redebeitrag, der von restlichen Teilnehmenden lautstark erwidert wurde.

Polizeieinheiten attackierten die Demonstration an zwei Stellen. Hier wurden Knüppel und Pfefferspray eingesetzt. Es gelang ihnen jedoch nicht dem Gesuchten habhaft zu werden. Auf Seiten der DemonstrantInnen gab es mehrere Verletzte.

Obwohl offenbar ein Durchsuchungsbeschluss für den Wohnort des verfolgten Antifaschisten vorliegt, hat die Göttinger Polizei bisher darauf “verzichtet”, erneut die Rote Straße zu stürmen. Nicht zuletzt dürfte diese “Zurückhaltung” auf die relativ breite öffentliche Diskussion und Solidarisierung zurückzuführen sein.

Weitere Berichte und Bilder:
Antifaschistische Linke Internationalmonsters of göttingende.indymediaGoettinger Stadtinfo

Für den Tag der DNA-Entnahme ruft die Antifaschistische Linke International zu einer Kundgebung in Göttingen auf:

Tag X | 18 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

Bundesweite Repression
Doch nicht nur in Göttingen versuchen die verschiedenen Repressionsorgane linksradikalen und antifaschistischen Widerstand mundtot zu machen: Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

In der Kleinstadt Burg steht die örtliche Polizei derweil unter einem so hohen Erfolgsdruck, dass sie Ermittlungsverfahren einleitet, die zum Teil allein auf die Aussagen von einzelnen Neonazis aus der Region aufgebaut sind. So bekamen zum Ende des letzten Jahres mehrere Personen, die dem linksradikalen Spektrum angehören sollen, Post von der Polizei. In diesen wurde den Betroffenen vorgeworfen, an Angriffen auf Neonazis, Bedrohung und Landfriedensbruch beteiligt gewesen zu sein. Dies entspricht einer Logik, die davon ausgeht: “Treffen wir einen, treffen wir alle!“. Mehr Infos zur Situation bei der Antifa Burg.

Ob in Göttingen, Heidelberg, Burg oder Hannover lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir stehen zusammen und setzen unsere Solidarität gegen ihre Repression!
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Unsere Solidarität gegen Repression!

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft z.B. die SPD und seine MitbewohnerInnen mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

So ruft ein breites Bündnis zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem Betroffenen unter dem Motto “Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!”

Hintergründe zum Verfahren gibt es auf der Seite der Antifaschistischen Linken International und bei monsters of göttingen.

Update:
700 Menschen nahmen am Samstag, den 22. Januar an einer kämpferischen und lautstarken Demonstration gegen Kriminalisierung und Repression teil. Der untergetauchte Genosse hatte es sich nicht nehmen lassen in der Demonstration mitzulaufen. “Ich bin wieder da und werde von heute an mein alltägliches Leben wieder aufnehmen!” erklärte er in einem Redebeitrag, der von restlichen Teilnehmenden lautstark erwidert wurde.

Polizeieinheiten attackierten die Demonstration an zwei Stellen. Hier wurden Knüppel und Pfefferspray eingesetzt. Es gelang ihnen jedoch nicht dem Gesuchten habhaft zu werden. Auf Seiten der DemonstrantInnen gab es mehrere Verletzte.

Obwohl offenbar ein Durchsuchungsbeschluss für den Wohnort des verfolgten Antifaschisten vorliegt, hat die Göttinger Polizei bisher darauf “verzichtet”, erneut die Rote Straße zu stürmen. Nicht zuletzt dürfte diese “Zurückhaltung” auf die relativ breite öffentliche Diskussion und Solidarisierung zurückzuführen sein.

Weitere Berichte und Bilder:
Antifaschistische Linke Internationalmonsters of göttingende.indymediaGoettinger Stadtinfo

Für den Tag der DNA-Entnahme ruft die Antifaschistische Linke International zu einer Kundgebung in Göttingen auf:

Tag X | 18 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

Bundesweite Repression
Doch nicht nur in Göttingen versuchen die verschiedenen Repressionsorgane linksradikalen und antifaschistischen Widerstand mundtot zu machen: Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

In der Kleinstadt Burg steht die örtliche Polizei derweil unter einem so hohen Erfolgsdruck, dass sie Ermittlungsverfahren einleitet, die zum Teil allein auf die Aussagen von einzelnen Neonazis aus der Region aufgebaut sind. So bekamen zum Ende des letzten Jahres mehrere Personen, die dem linksradikalen Spektrum angehören sollen, Post von der Polizei. In diesen wurde den Betroffenen vorgeworfen, an Angriffen auf Neonazis, Bedrohung und Landfriedensbruch beteiligt gewesen zu sein. Dies entspricht einer Logik, die davon ausgeht: “Treffen wir einen, treffen wir alle!“. Mehr Infos zur Situation bei der Antifa Burg.

Ob in Göttingen, Heidelberg, Burg oder Hannover lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir stehen zusammen und setzen unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Keine Kriminalisierung des antifaschistischen & linksradikalen Widerstands!

Home » Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

Home » Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

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Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Home » Unsere Solidarität gegen Repression!

Unsere Solidarität gegen Repression!

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft z.B. die SPD und seine MitbewohnerInnen mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

So ruft ein breites Bündnis zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem Betroffenen unter dem Motto “Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!”

22. Januar 2011 | 14 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

Hintergründe zum Verfahren gibt es auf der Seite der Antifaschistischen Linken International und bei monsters of göttingen.

Bundesweite Repression
Doch nicht nur in Göttingen versuchen die verschiedenen Repressionsorgane linksradikalen und antifaschistischen Widerstand mundtot zu machen: Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

In der Kleinstadt Burg steht die örtliche Polizei derweil unter einem so hohen Erfolgsdruck, dass sie Ermittlungsverfahren einleitet, die zum Teil allein auf die Aussagen von einzelnen Neonazis aus der Region aufgebaut sind. So bekamen zum Ende des letzten Jahres mehrere Personen, die dem linksradikalen Spektrum angehören sollen, Post von der Polizei. In diesen wurde den Betroffenen vorgeworfen, an Angriffen auf Neonazis, Bedrohung und Landfriedensbruch beteiligt gewesen zu sein. Dies entspricht einer Logik, die davon ausgeht: “Treffen wir einen, treffen wir alle!“. Mehr Infos zur Situation bei der Antifa Burg.

Ob in Göttingen, Heidelberg, Burg oder Hannover lassen wir uns nicht einschüchtern. Wir stehen zusammen und setzen unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Keine Kriminalisierung des antifaschistischen & linksradikalen Widerstands!

Home » Antirassistischer Einkauf

Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19 Uhr

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Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft z.B. die SPD und seine MitbewohnerInnen mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

So ruft ein breites Bündnis zu einer Solidaritätsdemonstration mit dem Betroffenen unter dem Motto “Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!”

22. Januar 2011 | 14 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

Hintergründe zum Verfahren gibt es auf der Seite der Antifaschistischen Linken International und bei monsters of göttingen.

Bundesweite Repression
Doch nicht nur in Göttingen versuchen die verschiedenen Repressionsorgane linksradikalen und antifaschistischen Widerstand mundtot zu machen: Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

In der Kleinstadt Burg steht die örtliche Polizei derweil unter einem so hohen Erfolgsdruck, dass sie Ermittlungsverfahren einleitet, die zum Teil allein auf die Aussagen von einzelnen Neonazis aus der Region aufgebaut sind. So bekamen zum Ende des letzten Jahres mehrere Personen, die dem linksradikalen Spektrum angehören sollen, Post von der Polizei. In diesen wurde den Betroffenen vorgeworfen, an Angriffen auf Neonazis, Bedrohung und Landfriedensbruch beteiligt gewesen zu sein. Dies entspricht einer Logik, die davon ausgeht: “Treffen wir einen, treffen wir alle!“. Mehr Infos zur Situation bei der Antifa Burg.

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Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

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Update:
700 Menschen nahmen am Samstag, den 22. Januar an einer kämpferischen und lautstarken Demonstration gegen Kriminalisierung und Repression teil. Der untergetauchte Genosse hatte es sich nicht nehmen lassen in der Demonstration mitzulaufen. “Ich bin wieder da und werde von heute an mein alltägliches Leben wieder aufnehmen!” erklärte er in einem Redebeitrag, der von restlichen Teilnehmenden lautstark erwidert wurde.

Polizeieinheiten attackierten die Demonstration an zwei Stellen. Hier wurden Knüppel und Pfefferspray eingesetzt. Es gelang ihnen jedoch nicht dem Gesuchten habhaft zu werden. Auf Seiten der DemonstrantInnen gab es mehrere Verletzte.

Obwohl offenbar ein Durchsuchungsbeschluss für den Wohnort des verfolgten Antifaschisten vorliegt, hat die Göttinger Polizei bisher darauf “verzichtet”, erneut die Rote Straße zu stürmen. Nicht zuletzt dürfte diese “Zurückhaltung” auf die relativ breite öffentliche Diskussion und Solidarisierung zurückzuführen sein.

Weitere Berichte und Bilder:
Antifaschistische Linke Internationalmonsters of göttingende.indymediaGoettinger Stadtinfo

Für den Tag der DNA-Entnahme ruft die Antifaschistische Linke International zu einer Kundgebung in Göttingen auf:

Tag X | 18 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

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Home » Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Am 4. Juni 2011 wollen Nazis vom Hauptbahnhof rund um die Braunschweiger Innenstadt marschieren. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen gegen den Naziaufmarsch zum “Tag der deutschen Zukunft” in Hildesheim. Anmelder des diesjährigen Aufmarsches ist erneut der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling, der als einer der führenden Köpfe der norddeutschen Naziszene gilt.
Am gleichen Tag findet mit „Braunschweig International“ auf dem Kohlmarkt (Innenstadt), das alljährliche Fest der migrantischen Vereine und Gemeinden der Stadt. Das die Faschisten an diesem Tag mit ihren rassistischen Parolen durch die Stadt ziehen wollen, ist eine besondere Provokation.

Gegen den Aufmarsch wird es verschiedene Protestformen, Aktionen und Blockaden geben. Das Bündnis gegen Rechts ruft unter dem Motto „Den Naziaufmarsch stoppen!“ zu einer Kundgebung an der KZ-Gedenkstätte Schillstrasse (250m vom Hauptbahnhof) und anschließender Demonstration auf. Darüber hinaus rufen verschiedene Gruppe direkt zu Blockaden der Route auf. Zur Vorbereitung auf Blockaden hat die Jugend Antifa Aktion (JAA) die Broschüre ”Tipps und Tricks für den 4. Juni” herausgebracht.

Wenn Nazis durch eine Stadt marschieren wollen, dann regt sich Widerstand. Wie dieser Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch aussieht, werden Referent_innen aus dem Antifaschistischen Café Braunschweig bei der Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Hannover vorstellen.

Kundgebung und anschließende Demonstration

Sa. 4. Juni 2011 | KZ-Gedenkstätte Schillstrasse (Nähe Hauptbahnhof) | 10 Uhr

Mehr Infos zu den Aktivitäten gegen den Aufmarsch gibt es u.a. beim Bündnis gegen Rechts und bei “Keine Zukunft der Vergangenheit”

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Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

Mehr Infos demnächst hier und beim Antifacafé Braunschweig.

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Braunschweig: Naziaufmarsch verhindern!

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Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

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http://antifaburg.blogsport.de/

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Burg: Untersuchungshaft und Repression im Alltag

http://antifaburg.blogsport.de/

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Unsere Solidarität gegen Repression!

Hannover, Heidelberg, Göttingen, Burg – Getroffen sind einige, gemeint sind wir alle!

Linksradikaler und antifaschistischer Widerstand ist der Bedrohung durch staatliche Repression ausgesetzt in den letzten Monaten häufen Beispiele, wo sich die Taktik der Repressionsbehörden deutlich zeigt.

Hannover: Razzia und Anquatschversuch
Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

Heidelberg: Spitzel enttarnt
In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten
In Göttingen wird nach einem jungen Antifaschisten polizeilich fahndet. Er soll bei einer Spontandemo gegen Polizeiwillkür einen Feuerwerkskörper geworfen haben. Gegen den Genossen wird wegen seines „dunklen Teints“ ermittelt und er sollte dazu gezwungen werden zwangsweise eine DNA-Probe abzugeben. Dies sollte am 5. Januar passieren. Doch er entzog sich dieser Maßnahme. In einer Pressemitteilung schrieb er:

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Entscheidung zu treffen, die mich von meinen Freunden und Familie für einen unbestimmten Zeitraum trennen und meine Ausbildung gefährden wird (…) Trotzdem habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, auf diese Situation aufmerksam zu machen.

In Göttingen soidarisieren sich große Teile der Gesellschasft mit dem Genossen und dem antifaschistischen Widerstand.

http://monsters.blogsport.de/2010/12/21/staatsanwaltschaft-will-dna-probe-erzwingen/

http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/spucke-fuer-den-staatsanwalt/

http://www.inventati.org/ali/index.php?option=com_content&view=article&id=1873%3Asolidaritaet-gegen-repression

Burg: Untersuchungshaft und Repression im Alltag

http://antifaburg.blogsport.de/

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Unsere Solidarität gegen Repression!

Hannover, Heidelberg, Göttingen, Burg – Getroffen sind einige, gemeint sind wir alle!

Linksradikaler und antifaschistischer Widerstand ist der Bedrohung durch staatliche Repression ausgesetzt in den letzten Monaten häufen Beispiele, wo sich die Taktik der Repressionsbehörden deutlich zeigt.

Hannover: Razzia und Anquatschversuch
Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

Heidelberg: Spitzel enttarnt
In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten

http://monsters.blogsport.de/2010/12/21/staatsanwaltschaft-will-dna-probe-erzwingen/

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Hannover: Razzia und Anquatschversuch
Mitte November 2010 wurde der Betreiber des blogsport.de-Servers vom LKA Berlin aufgesucht und zur Herausgabe von Daten aufgefordert. Diese Polizeiaktion richtete sich gegen ein antimilitaristisches Internetprojekt aus Hannover. Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

Heidelberg: Spitzel enttarnt
In Heidelberg wurde Anfang Dezember 2010 der LKA-Spitzel “Simon Brenner” enttarnt. Das Vorgehen von “Simon Brenner” erinnert stark an den Fall der VS-Agentin “Kirsti Weiß”, die bis Januar 2002 gegen die linke Szene in Hannover eingesetzt wurde. Mehr zu “Simon Brenner” bei der Roten Hilfe Hannover.

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten

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Linksradikaler und antifaschistischer Widerstand ist der Bedrohung durch staatliche Repression ausgesetzt in den letzten Monaten häufen Beispiele, wo Linke und Antifasch

Hannover: Anquatschversuch
Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

Heidelberg: Spitzel enttarnt

http://rhhannover.blogsport.de/2010/12/14/buvo-pressemitteilung-zur-enttarnung-eines-lka-spitzel-in-heidelberg/

Göttingen: DNA-Entnahme und Fahndung nach Antifaschisten

http://monsters.blogsport.de/2011/01/04/verfassungsgericht-erlaubt-dna-entnahme/

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Hannover: Anquatschversuch
Ende November wurde eine junge Frau in Hannover von einem vermeintlichen Polizisten angesprochen und sollte für eine “Zusammenarbeit” angeworben werden. Sie tat das einzig richtige in dem sie das Gespräch beendete und den Schnüffler einfach stehen liess.

Heidelberg: Spitzel enttarnt

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Home » Antifa Info Abend 01/11

Antifa Info Abend 01/11

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Dresden: Naziaufmarsch verhindern!

Dresden: Naziaufmarsch verhindern!

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.

2010 wurde der Aufmarsch durch das Zusammenspiel verschiedener Aktionen verhindert und so fahren wir dieses Jahr erneut nach Dresden um mit allen Mitteln auf allen Ebenen dafür zu sorgen, dass die Nazis auch in diesem Jahr nicht marschieren können.

Mehr Infos u.a. bei Dresden Nazifrei

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Dresden: Naziaufmarsch verhindern!

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.

2010 wurde der Aufmarsch durch das Zusammenspiel verschiedener Aktionen verhindert und so fahren wir dieses Jahr erneut nach Dresden um mit allen Mitteln auf allen Ebenen dafür zu sorgen, dass die Nazis auch in diesem Jahr nicht marschieren können.

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Dresden: Naziaufmarsch verhindern!

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.

2010 wurde der Aufmarsch durch das Zusammenspiel verschiedener Aktionen verhindert und so fahren wir dieses Jahr erneut nach Dresden um mit allen Mitteln auf allen Ebenen dafür zu sorgen, dass die Nazis auch in diesem Jahr nciht lau

Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Dresden

Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Dresden

Dresden Nazifrei! Europas größten Naziaufmarsch verhindern!- No Pasaran!

Im Februar 2010 ist es erstmalig gelungen, Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern.

Grundlage des Erfolges war die spektrenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden und die Entschlossenheit tausender Menschen, sich mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams den Nazis in den Weg zu stellen.

Die Nazis wollen sich ihr Großereignis aber nicht nehmen lassen: auch für 2011 haben sie wieder angekündigt, zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden auf die Straße zu gehen. Seit Jahren versuchen sie die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen. Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen.

Deshalb werden wir auch 2011 wieder nach Dresden fahren, um Europas größten Naziaufmarsch erneut gemeinsam zu blockieren und hierfür mehrere Busse aus Hannover organisieren.

Über das Wer, Wie, Was, Wann und Warum informieren die beteiligten Gruppen Avanti – Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Bündnis 90/Die Grünen, Die Grüne Jugend, Die Linke und Linksjugend [solid] auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung.

24. Januar 2011 | 17.30 Uhr | Pavillon Hannover

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu Dresden

Dresden Nazifrei! Europas größten Naziaufmarsch verhindern!- No Pasaran!

Im Februar 2010 ist es erstmalig gelungen, Europas größten Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern.

Grundlage des Erfolges war die spektrenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden und die Entschlossenheit tausender Menschen, sich mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams den Nazis in den Weg zu stellen.

Die Nazis wollen sich ihr Großereignis aber nicht nehmen lassen: auch für 2011 haben sie wieder angekündigt, zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden auf die Straße zu gehen. Seit Jahren versuchen sie die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen. Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen.

Deshalb werden wir auch 2011 wieder nach Dresden fahren, um Europas größten Naziaufmarsch erneut gemeinsam zu blockieren und hierfür mehrere Busse aus Hannover organisieren.

Über das Wer, Wie, Was, Wann und Warum informieren die beteiligten Gruppen Avanti – Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Bündnis 90/Die Grünen, Die Grüne Jugend, Die Linke und Linksjugend [solid] auf der Info- und Mobilisierungsveranstaltung.

24. Januar 2011 | 17.30 Uhr | Pavillon Hannover

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Göttingen: Antirepressionsdemo

„Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!“

Am 27. Januar 2010 durchsuchte die Polizei rechtswidrig ein linkes Wohnprojekt in der Roten Straße, nachdem es in einer Teeküche des Landkreisamtes zu einer „Verpuffung“ kam. Bei der anschließenden Solidaritätsdemonstration am 30. Januar 2010 stellte sich die Polizei erneut provokativ vor die Wohnhäuser der Roten Straße, als die Demo eigentlich beendet werden sollte. In Folge fiel ein Silvesterknaller innerhalb der Demo zu Boden, ein Polizist meldete sich mit „Knalltrauma“ krank und ein linker Jugendlicher wurde als angeblicher Täter ausgemacht.

In den folgenden Wochen wurde das Konstrukt der Polizei eines angeblichen „Sprengstoffattentats in der Teeküche“ immer löchriger. Die Beamten wurden von KollegInnen für ihr unprofessionelles Vorgehen kritisiert, Beweismittel wurden durch die Polizei selbst unbrauchbar gemacht und trotz ausufernder Maßnahmen – bspw. der Kontrolle aller RadfahrerInnen Göttingens darauf, mit welchem Bein sie vom Fahrrad steigen – gab es keinerlei neue Erkenntnisse. Am Ende folgte, was abzusehen war: Einstellung der Verfahren, eine Blamage vor Öffentlichkeit und Vorgesetzten, schlicht die Ermittlungspleite.

Aber politische Repression kennt keine rationalen Argumente. Dem zuständigen Fachkommissariat 4, der Staatsschutzabteilung ist es weiterhin ein Anliegen, „Linke“ unter Druck zu setzen. In diesem Fall soll eine Zeugin im Kreishaus einen Mann mit „dunklem Teint“ gesehen haben. Linke „mit dunklem Teint“ kennt das Fachkommissariat 4 genau. Zügig suchen sich die BeamtInnen also eine Person aus und besorgen sich vom Einwohnermeldeamt Bilder für eine Lichtbildvorlage. Die Zeugin erkennt niemanden sicher, das hindert das Fachkommissariat jedoch nicht, einen Antrag auf Observation zu stellen, was selbst vor Gericht für absurd gehalten wird, – und bei eben jenem „Linken mit dunklem Teint“ eine DNA-Entnahme anzuordnen.

Wenn die Repressionsmaßnahmen auf zu viel Widerstand stoßen, wird schnell umgeschwenkt und ein anderes Opfer auserkoren. Fakten hin oder her. Die Nachricht, dass derart durchsichtige Kriminalisierungsversuche in der Öffentlichkeit nicht unbeantwortet bleiben, scheint bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten in Göttingen immer noch nicht ganz angekommen sein und muss weiterhin laut und deutlich in die Öffentlichkeit getragen werden.
Es ist wichtig, den Betroffenen in dieser Situation nicht alleine zu lassen. Er steht stellvertretend für alle potentiellen Demonstrierenden. Sollte es zu einer DNA-Entnahme und Zwangsmaßnahmen kommen, rufen wir dazu auf, den Antifaschisten aktiv zu begleiten sowie abends um 18 Uhr mit einer Kundgebung am Gänseliesel unserer Solidarität Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig fordern wir den Verzicht von weiteren polizeilichen Grenzüberschreitungen, wie sie z.B. illegaler Weise mit Hausdurchsuchung im Januar 2010 angewandt wurden.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Mehr Infos bei der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

22. Januar 2011 | 14 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

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Göttingen: Antirepressionsdemo

„Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!“

Am 27. Januar 2010 durchsuchte die Polizei rechtswidrig ein linkes Wohnprojekt in der Roten Straße, nachdem es in einer Teeküche des Landkreisamtes zu einer „Verpuffung“ kam. Bei der anschließenden Solidaritätsdemonstration am 30. Januar 2010 stellte sich die Polizei erneut provokativ vor die Wohnhäuser der Roten Straße, als die Demo eigentlich beendet werden sollte. In Folge fiel ein Silvesterknaller innerhalb der Demo zu Boden, ein Polizist meldete sich mit „Knalltrauma“ krank und ein linker Jugendlicher wurde als angeblicher Täter ausgemacht.

In den folgenden Wochen wurde das Konstrukt der Polizei eines angeblichen „Sprengstoffattentats in der Teeküche“ immer löchriger. Die Beamten wurden von KollegInnen für ihr unprofessionelles Vorgehen kritisiert, Beweismittel wurden durch die Polizei selbst unbrauchbar gemacht und trotz ausufernder Maßnahmen – bspw. der Kontrolle aller RadfahrerInnen Göttingens darauf, mit welchem Bein sie vom Fahrrad steigen – gab es keinerlei neue Erkenntnisse. Am Ende folgte, was abzusehen war: Einstellung der Verfahren, eine Blamage vor Öffentlichkeit und Vorgesetzten, schlicht die Ermittlungspleite.

Aber politische Repression kennt keine rationalen Argumente. Dem zuständigen Fachkommissariat 4, der Staatsschutzabteilung ist es weiterhin ein Anliegen, „Linke“ unter Druck zu setzen. In diesem Fall soll eine Zeugin im Kreishaus einen Mann mit „dunklem Teint“ gesehen haben. Linke „mit dunklem Teint“ kennt das Fachkommissariat 4 genau. Zügig suchen sich die BeamtInnen also eine Person aus und besorgen sich vom Einwohnermeldeamt Bilder für eine Lichtbildvorlage. Die Zeugin erkennt niemanden sicher, das hindert das Fachkommissariat jedoch nicht, einen Antrag auf Observation zu stellen, was selbst vor Gericht für absurd gehalten wird, – und bei eben jenem „Linken mit dunklem Teint“ eine DNA-Entnahme anzuordnen.

Wenn die Repressionsmaßnahmen auf zu viel Widerstand stoßen, wird schnell umgeschwenkt und ein anderes Opfer auserkoren. Fakten hin oder her. Die Nachricht, dass derart durchsichtige Kriminalisierungsversuche in der Öffentlichkeit nicht unbeantwortet bleiben, scheint bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten in Göttingen immer noch nicht ganz angekommen sein und muss weiterhin laut und deutlich in die Öffentlichkeit getragen werden.
Es ist wichtig, den Betroffenen in dieser Situation nicht alleine zu lassen. Er steht stellvertretend für alle potentiellen Demonstrierenden. Sollte es zu einer DNA-Entnahme und Zwangsmaßnahmen kommen, rufen wir dazu auf, den Antifaschisten aktiv zu begleiten sowie abends um 18 Uhr mit einer Kundgebung am Gänseliesel unserer Solidarität Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig fordern wir den Verzicht von weiteren polizeilichen Grenzüberschreitungen, wie sie z.B. illegaler Weise mit Hausdurchsuchung im Januar 2010 angewandt wurden.

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Mehr Infos bei der Antifaschistischen Linken International aus Göttingen.

22. Januar 2011 | 14 Uhr | Markt/Gänseliesel, Göttingen

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Göttingen: Antirepressionsdemo

Am 27. Januar 2010 durchsuchte die Polizei rechtswidrig ein linkes Wohnprojekt in der Roten Straße, nachdem es in einer Teeküche des Landkreisamtes zu einer „Verpuffung“ kam. Bei der anschließenden Solidaritätsdemonstration am 30. Januar 2010 stellte sich die Polizei erneut provokativ vor die Wohnhäuser der Roten Straße, als die Demo eigentlich beendet werden sollte. In Folge fiel ein Silvesterknaller innerhalb der Demo zu Boden, ein Polizist meldete sich mit „Knalltrauma“ krank und ein linker Jugendlicher wurde als angeblicher Täter ausgemacht.

In den folgenden Wochen wurde das Konstrukt der Polizei eines angeblichen „Sprengstoffattentats in der Teeküche“ immer löchriger. Die Beamten wurden von KollegInnen für ihr unprofessionelles Vorgehen kritisiert, Beweismittel wurden durch die Polizei selbst unbrauchbar gemacht und trotz ausufernder Maßnahmen – bspw. der Kontrolle aller RadfahrerInnen Göttingens darauf, mit welchem Bein sie vom Fahrrad steigen – gab es keinerlei neue Erkenntnisse. Am Ende folgte, was abzusehen war: Einstellung der Verfahren, eine Blamage vor Öffentlichkeit und Vorgesetzten, schlicht die Ermittlungspleite.

Aber politische Repression kennt keine rationalen Argumente. Dem zuständigen Fachkommissariat 4, der Staatsschutzabteilung ist es weiterhin ein Anliegen, „Linke“ unter Druck zu setzen. In diesem Fall soll eine Zeugin im Kreishaus einen Mann mit „dunklem Teint“ gesehen haben. Linke „mit dunklem Teint“ kennt das Fachkommissariat 4 genau. Zügig suchen sich die BeamtInnen also eine Person aus und besorgen sich vom Einwohnermeldeamt Bilder für eine Lichtbildvorlage. Die Zeugin erkennt niemanden sicher, das hindert das Fachkommissariat jedoch nicht, einen Antrag auf Observation zu stellen, was selbst vor Gericht für absurd gehalten wird, – und bei eben jenem „Linken mit dunklem Teint“ eine DNA-Entnahme anzuordnen.

All dies mag vielleicht außergewöhnlich klingen und auf ersten Blick unlogisch erscheinen, insgesamt reiht sich dieser Vorgang aber nahtlos in eine lange Reihe der Repressionsversuche gegen Linke in Göttingen ein. An der Öffentlichkeit gingen diese nicht spurlos vorbei. Über ein Dutzend Repressionsfälle wurden in einem Reader zusammengestellt, Veranstaltungen abgehalten, selbst der Rat der Stadt stellte die Frage, ob derartiges Vorgehen wirklich Polizeiarbeit sein darf. Die Reaktion des Göttinger Polizeichefs Robert Kruse war es, sich den Göttinger Rat in nicht-öffentlicher Sitzung vorzuladen, einen Vortrag zu halten und alle Repressionsmaßnahmen für gut zu befinden – schließlich wird ja gegen Linke vorgegangen. Gewaltenteilung einmal andersrum.

30.1.2010: Demo gegen die Hausdurchsuchung in der Roten StraßeDie linke, antifaschistische Kultur Göttingens ist wichtig. In ihrer Folge wurden Teile Südniedersachsens „zum weißen Fleck auf der Landkarte der Nazis“. Gleichzeitig bleibt sie ein Dorn im Auge von Innenministern, Polizeichefs und Oberstaatsanwälten.

Wenn die Repressionsmaßnahmen auf zu viel Widerstand stoßen, wird schnell umgeschwenkt und ein anderes Opfer auserkoren. Fakten hin oder her. Die Nachricht, dass derart durchsichtige Kriminalisierungsversuche in der Öffentlichkeit nicht unbeantwortet bleiben, scheint bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten in Göttingen immer noch nicht ganz angekommen sein und muss weiterhin laut und deutlich in die Öffentlichkeit getragen werden.

Daher rufen wir für den 22. Januar 2011 um 14 Uhr zu einer Demonstration ab Markt/Gänseliesel Göttingen unter dem Motto

„Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!“ auf.

Es ist wichtig, den Betroffenen in dieser Situation nicht alleine zu lassen. Er steht stellvertretend für alle potentiellen Demonstrierenden. Sollte es zu einer DNA-Entnahme und Zwangsmaßnahmen kommen, rufen wir dazu auf, den Antifaschisten aktiv zu begleiten sowie abends um 18 Uhr mit einer Kundgebung am Gänseliesel unserer Solidarität Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig fordern wir den Verzicht von weiteren polizeilichen Grenzüberschreitungen, wie sie z.B. illegaler Weise mit Hausdurchsuchung im Januar 2010 angewandt wurden.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

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Göttingen: Antirepressionsdemo

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Göttingen: Antirepressionsdemo

Home » Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Antifa Info Abend zur autonomen Organisierungsdebatte Anfang der 90er Jahre

Die angekündigte Veranstaltung mit Bernd Langer zum Mitteldeutschen Aufstand fällt leider aus und wird nach Möglichkeit nachgeholt.

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. März 2011 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend 03/11

Antifa Info Abend 03/11

Do. 17. März 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 03/11

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Antifa Info Abend 02/11

Anfang der 90er Jahre wird in der radikalen Linken eine Organisierungsdebatte geführt. Dem Niedergang der autonomen Bewegung auf der einen und dem Zerfall der K-Gruppen auf der anderen Seite sollte ein neuer Organisierungsansatz entgegengestellt werden.
Eins der ersten Papiere, das diese Diskussion einleitete, war das „Diskussionspapier zur AUTONOMEN ORGANISIERUNG“ der Autonomen Antifa [M], das in der radikal 10/91 erschien. Aus dieser Diskussion entstand die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation (AA/BO).
Ein Kriterium für AA/BO-Gruppen war der sogenannte Label-Ansatz: Statt nach jeder Aktion den Namen zu wechseln oder sich nur als „einige Autonome“ zu bezeichnen, gab sich die Gruppe einen feststehenden Namen. Damit war Ansprechbarkeit für BündnispartnerInnen bis ins bürgerliche Lager gewährleistet.
Unser Referent war Mitglied der Autonomen Antifa [M]. In der Diskussion soll nicht allein das Für- und Wider von Labeling Thema sein, sondern auch wie linke antifaschistische Politik heute organisiert werden kann.

Do. 17. Februar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 02/11

Do. 17. Februar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 01/11

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 02/11

Do. 17. Februar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 01/11

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.
Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Antifa Info Abend

Antifa Info Abend

Auch im Februar 2011 wollen Nazi in Dresden einen der größten Naziaufmärsche Europas wiederaufleben lassen. Es geht um die Verdrehung der Geschichte: Deutsche Täter sollen zu Opfern gemacht werden.
Bei der Veranstaltung wollen wir Geschichte und Hintergrund der Naziaufmärsche in Dresden und die Gegenaktivitäten vorstellen. Gerade die Anschlussfähigkeit der Nazipositionen an die bürgerliche „Mitte der Gesellschaft“ wird im Fokus der Kritik stehen.

Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung wird die Diskussion über mögliche Aktionsformen in diesem Jahr sein. Was können wir aus den verschiedenen Aktionen des letzten Jahres lernen? Welche Kritik gibt es? Was können wir dieses Jahr anders machen? Wir freuen uns besonders auf diejenigen, die schon jetzt wissen, dass sie im Antifa-Bus nach Dresden fahren werden.
Aus Hannover wird es Busse nach Dresden geben: Karten sind für 18 € (12 € ermäßigt) im Infoladen Korn, im Internationalismus Buchladen und im Annabee Buchladen erhältlich.

Do. 20. Januar 2011 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Silvesterparty

Silvesterparty

So­li­da­ri­tät! So­li­da­ri­ty! So­li­da­ri­dad! So­li­da­rité! Şahîya Pişgirîyê!
So­li­da­ri­tät tut not! Auf­grund un­se­res En­ga­ge­ments für eine an­de­re – eine bes­se­re – Ge­sell­schaft ohne Fa­schis­mus, Un­ter­drü­ckung und Aus­beu­tung durch den Ka­pi­ta­lis­mus sind immer wie­der linke Ak­ti­vis­t_in­nen Opfer staat­li­cher Re­pres­si­on. Ob auf De­mons­tra­tio­nen, bei Ak­tio­nen des an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­schut­zes oder bei der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­stüt­zung von Ge­nos­s_in­nen, ist unser Pro­test und Wi­der­stand, trotz Kri­mi­nal­sie­rung, not­wen­dig. Des­halb ist eine Party für uns auch keine un­po­li­ti­sche An­ge­le­gen­heit, son­dern eine Mög­lich­keit un­se­ren von Re­pres­si­on be­trof­fe­nen Ge­nos­s_in­nen hand­fes­te So­li­da­ri­tät zu­kom­men las­sen.
Denn an­ge­klagt sind ei­ni­ge, ge­meint sind wir alle!

Eine Veranstaltung von Antirepressionsstrukturen.

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Silvesterparty

So­li­da­ri­tät! So­li­da­ri­ty! So­li­da­ri­dad! So­li­da­rité! Şahîya Pişgirîyê!
So­li­da­ri­tät tut not! Auf­grund un­se­res En­ga­ge­ments für eine an­de­re – eine bes­se­re – Ge­sell­schaft ohne Fa­schis­mus, Un­ter­drü­ckung und Aus­beu­tung durch den Ka­pi­ta­lis­mus sind immer wie­der linke Ak­ti­vis­t_in­nen Opfer staat­li­cher Re­pres­si­on. Ob auf De­mons­tra­tio­nen, bei Ak­tio­nen des an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­schut­zes oder bei der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­stüt­zung von Ge­nos­s_in­nen, ist unser Pro­test und Wi­der­stand, trotz Kri­mi­nal­sie­rung, not­wen­dig. Des­halb ist eine Party für uns auch keine un­po­li­ti­sche An­ge­le­gen­heit, son­dern eine Mög­lich­keit un­se­ren von Re­pres­si­on be­trof­fe­nen Ge­nos­s_in­nen hand­fes­te So­li­da­ri­tät zu­kom­men las­sen.
Denn an­ge­klagt sind ei­ni­ge, ge­meint sind wir alle!

Eine Veranstaltung von Antirepressionsstrukturen.

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Silvesterparty

So­li­da­ri­tät! So­li­da­ri­ty! So­li­da­ri­dad! So­li­da­rité! Şahîya Pişgirîyê!
So­li­da­ri­tät tut not! Auf­grund un­se­res En­ga­ge­ments für eine an­de­re – eine bes­se­re – Ge­sell­schaft ohne Fa­schis­mus, Un­ter­drü­ckung und Aus­beu­tung durch den Ka­pi­ta­lis­mus sind immer wie­der linke Ak­ti­vis­t_in­nen Opfer staat­li­cher Re­pres­si­on. Ob auf De­mons­tra­tio­nen, bei Ak­tio­nen des an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­schut­zes oder bei der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­stüt­zung von Ge­nos­s_in­nen, ist unser Pro­test und Wi­der­stand, trotz Kri­mi­nal­sie­rung, not­wen­dig. Des­halb ist eine Party für uns auch keine un­po­li­ti­sche An­ge­le­gen­heit, son­dern eine Mög­lich­keit un­se­ren von Re­pres­si­on be­trof­fe­nen Ge­nos­s_in­nen hand­fes­te So­li­da­ri­tät zu­kom­men las­sen.
Denn an­ge­klagt sind ei­ni­ge, ge­meint sind wir alle!

Eine Veranstaltung von Antirepressionsstruktute

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Silvesterparty

So­li­da­ri­tät! So­li­da­ri­ty! So­li­da­ri­dad! So­li­da­rité! Şahîya Pişgirîyê!

So­li­da­ri­tät tut not! Auf­grund un­se­res En­ga­ge­ments für eine an­de­re – eine bes­se­re – Ge­sell­schaft ohne Fa­schis­mus, Un­ter­drü­ckung und Aus­beu­tung durch den Ka­pi­ta­lis­mus sind immer wie­der linke Ak­ti­vis­t_in­nen Opfer staat­li­cher Re­pres­si­on. Ob auf De­mons­tra­tio­nen, bei Ak­tio­nen des an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­schut­zes oder bei der in­ter­na­tio­na­len Un­ter­stüt­zung von Ge­nos­s_in­nen, ist unser Pro­test und Wi­der­stand, trotz Kri­mi­nal­sie­rung, not­wen­dig. Des­halb ist eine Party für uns auch keine un­po­li­ti­sche An­ge­le­gen­heit, son­dern eine Mög­lich­keit un­se­ren von Re­pres­si­on be­trof­fe­nen Ge­nos­s_in­nen hand­fes­te So­li­da­ri­tät zu­kom­men las­sen.
Denn an­ge­klagt sind ei­ni­ge, ge­meint sind wir alle!

Home » We got the Funk!

We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

Sa. 11. Dezember 2010 | 21 Uhr | UJZ Korn

Home » We got the Funk!

We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

Sa. 11. Dezember 2010 | 21 Uhr | UJZ Korn

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We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

Sa. 11. Dezember 2010 | 21 Uhr | UJZ Korn

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We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

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We got the Funk!

Wir haben leider nicht nur den Funk gepachtet, sondern sind aufgrund unseres Engagements für eine befreite Gesellschaft frei von Nazismus, Unterdrückung und Ausbeutung durch den Kapitalismus immer wieder Opfer staatlicher Repression. Egal ob auf Demonstrationen oder bei antifaschistischem Selbstschutz, unser Protest und Widerstand ist, trotz Kriminalisierung, notwendig.
Deshalb ist eine Party für uns auch keine unpolitische Sache, sondern eine Möglichkeit unseren von Repression betroffenen Genoss_innen handfeste Solidarität zukommen zu lassen.

Denn angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Party for your right to fight!

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die nächste Veranstaltung: Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

Home » We got the Funk Soliparty

We got the Funk Soliparty

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We got the Funk Soliparty

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We got the Funk Soliparty

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

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Die nächste Veranstaltung: Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

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Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die nächste Veranstaltung: Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

Home » Antirassistischer Einkauf

Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19 Uhr

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Home » Antifa Info Abend 12/10

Antifa Info Abend 12/10

„Wer regiert die Strände? Die Surfer! Und wer regiert die Surfer? Die Surf Nazis!“
Wir zeigen den „dilettantisch inszeniert, abstrus-gewalttätigen Actionfilm, der schamlos seine spekulativen Attribute ausschlachtet“: Surf Nazis Must Die.
Die Küste von Kalifornien ist durch ein apokalyptisches Erdbeben verwüstet worden und 80000 Menschen fanden den Tod. Die Surf Nazis, um ihren Anführer Adolf und dessen Freundin Eva, wollen diese Situation nutzen um die Strände unter ihre Kontrolle zu bringen.So kommt es zu Kämpfen zwischen ihnen und anderen Gangs. Eines Tages ermorden die Surf Nazis Leroy Washington aus rassistischen Gründen nach einem Streit. Als Leroys Mutter davon erfährt, legt sie sich ein Waffenarsenal zu und startet einen blutigen Rachefeldzug.
Neben der anspruchsvollen und zum Nachdenken anregenden Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Trashwichteln. Also bringt Kleinigkeiten mit, die ihr immer schon loswerden wolltet.

Do. 16. Dezember 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Antifa Info Abend 12/10

Antifa Info Abend 12/10

„Wer regiert die Strände? Die Surfer! Und wer regiert die Surfer? Die Surf Nazis!“
Wir zeigen den „dilettantisch inszeniert, abstrus-gewalttätigen Actionfilm, der schamlos seine spekulativen Attribute ausschlachtet“: Surf Nazis Must Die.
Die Küste von Kalifornien ist durch ein apokalyptisches Erdbeben verwüstet worden und 80000 Menschen fanden den Tod. Die Surf Nazis, um ihren Anführer Adolf und dessen Freundin Eva, wollen diese Situation nutzen um die Strände unter ihre Kontrolle zu bringen.So kommt es zu Kämpfen zwischen ihnen und anderen Gangs. Eines Tages ermorden die Surf Nazis Leroy Washington aus rassistischen Gründen nach einem Streit. Als Leroys Mutter davon erfährt, legt sie sich ein Waffenarsenal zu und startet einen blutigen Rachefeldzug.
Neben der anspruchsvollen und zum Nachdenken anregenden Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Trashwichteln. Also bringt Kleinigkeiten mit, die ihr immer schon loswerden wolltet.

Do. 16. Dezember 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Antirassistischer Einkauf

Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19 Uhr

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Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19 Uhr

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die nächste Veranstaltung: Das Who is who der Naziszene in Hannover.

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die nächste Veranstaltung: Das Who is who der Naziszene in Hannover.

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Antirassistischer Einkauf

Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19.30 Uhr

Home » Antirassistischer Einkauf

Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19.30 Uhr

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Antirassistischer Einkauf

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19.30 Uhr

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Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

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Die nächste Veranstaltung:

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Vom 17. bis 19. November tagen in Hamburg die Innenminister der Länder unter Beteiligung verschiedener Organe der Exekutive und Geheimdienste, wie dem Verfassungsschutz. Dabei geht es um so schillernde Thematiken wie „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“ und „Gefahrenabwehr”. Im Zuge der neuerlichen Debatten um Phänomene des „Linksextremismus“, wird auch über zunehmende Repression gegen emanzipatorische Kräfte verhandelt. Weiter war und ist die IMK auch immer ein Motor in der Verschärfung rassistischer Sondergesetze gewesen.

Wir als [AAH] rufen dazu auf sich an den Protesten gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg zu beteiligen. Möglichkeiten dazu gibt es genug:

Einen Überlick über alle geplanten Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz bietet der Blog des No-IMK Bündnisses. In Hannover selbst gibt es zudem eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen mit der IMK verknüpften Themen. Die verbliebenen Termine könnt ihr hier betrachten.

Home » Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Vom 17. bis 19. November tagen in Hamburg die Innenminister der Länder unter Beteiligung verschiedener Organe der Exekutive und Geheimdienste, wie dem Verfassungsschutz. Dabei geht es um so schillernde Thematiken wie „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“ und „Gefahrenabwehr”. Im Zuge der neuerlichen Debatten um Phänomene des „Linksextremismus“, wird auch über zunehmende Repression gegen emanzipatorische Kräfte verhandelt. Weiter war und ist die IMK auch immer ein Motor in der Verschärfung rassistischer Sondergesetze gewesen.

Wir als [AAH] rufen dazu auf sich an den Protesten gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg zu beteiligen. Möglichkeiten dazu gibt es genug:

Einen Überlick über alle geplanten Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz bietet der Blog des No-IMK Bündnisses. In Hannover selbst gibt es zudem eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen mit der IMK verknüpften Themen. Die verbliebenen Termine könnt ihr hier betrachten.

Home » Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Vom 17. bis 19. November tagen in Hamburg die Innenminister der Länder unter Beteiligung verschiedener Organe der Exekutive und Geheimdienste, wie dem Verfassungsschutz. Dabei geht es um so schillernde Thematiken wie „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“ und „Gefahrenabwehr”. Im Zuge der neuerlichen Debatten um Phänomene des „Linksextremismus“, wird auch über zunehmende Repression gegen emanzipatorische Kräfte verhandelt. Weiter war und ist die IMK auch immer ein Motor in der Verschärfung rassistischer Sondergesetze gewesen.

Wir als [AAH] rufen dazu auf sich an den Protesten gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg zu beteiligen. Möglichkeiten dazu gibt es genug:

Einen Überlick über alle geplanten Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz bietet der Blog des No-IMK Bündnisses. In Hannover selbst gibt es zudem eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen mit der IMK verknüpften Themen. Die verbliebenen Termine könnt ihr hier betrachten.

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Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Vom 17. bis 19. November tagen in Hamburg die Innenminister der Länder unter Beteiligung verschiedener Organe der Exekutive und Geheimdienste, wie dem Verfassungsschutz. Dabei geht es um so schillernde Thematiken wie „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“ und „Gefahrenabwehr”. Im Zuge der neuerlichen Debatten um Phänomene des „Linksextremismus“, wird auch über zunehmende Repression gegen emanzipatorische Kräfte verhandelt. Weiter war und ist die IMK auch immer ein Motor in der Verschärfung rassistischer Sondergesetze gewesen.

Wir als [AAH] rufen dazu auf sich an den Protesten gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg zu beteiligen. Möglichkeiten dazu gibt es genug:

Einen Überlick über alle geplanten Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz bietet der Blog des No-IMK Bündnisses. In Hannover selbst gibt es zudem eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen mit der IMK verknüpften Themen. Die verbliebenen Termine könnt ihr hier betrachten.

Home » Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Hamburg unsicher machen – IMK versenken!

Vom 17. bis 19. November tagen in Hamburg die Innenminister der Länder unter Beteiligung verschiedener Organe der Exekutive und Geheimdienste, wie dem Verfassungsschutz. Dabei geht es um so schillernde Thematiken wie „Innere Sicherheit“, „Ausländerrecht“, „Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten“, „Bekämpfung des Terrorismus“ und „Gefahrenabwehr”. Im Zuge der neuerlichen Debatten um Phänomene des „Linksextremismus“, wird auch über zunehmende Repression gegen emanzipatorische Kräfte verhandelt. Weiter war und ist die IMK auch immer ein Motor in der Verschärfung rassistischer Sondergesetze gewesen.

Wir als [AAH] rufen dazu auf sich an den Protesten gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg zu beteiligen. Möglichkeiten dazu gibt es genug:

Einen Überlick über alle geplanten Aktivitäten gegen die Innenministerkonferenz bietet der Blog des No-IMK Bündnisses. In Hannover selbst gibt es zudem eine Veranstaltungsreihe zu verschiedenen mit der IMK verknüpften Themen. Die verbliebenen Termine könnt ihr hier betrachten.

Home » Castor stoppen!

Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den castorticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

Termine:

  • Anti-Castordemo in Hannover
    Fr. 05. November 2010 | Küchengarten | 17 Uhr
  • Demo: Atomausstieg ist Handarbeit! Castor stoppen!
    Live dabei Johnny Mauser und Captain Gips.
    Fr. 05. November 2010 | Lüneburg, Bahnhof | 18 Uhr
  • Auftaktkundgebung
    Infos zu Bussen aus Hannover und Karten gibt es bei der BI Umweltschutz.
    Sa. 06. November 2010 | Dannenberg | 13 Uhr
  • Anti-Castorkundgebung in Hannover
    Sa. 06. November 2010 | Hauptbahnhof | 20.30 Uhr
Home » [AAH] goes web 2.0

[AAH] goes web 2.0

„[...] Das Internet gibt es jetzt auch für Computer.“
Homer Simpson

Wir haben uns entschieden als Gruppe die Internetdienste twitter, identi.ca und facebook zu nutzen und haben auf allen Plattformen einen Gruppen-Account angelegt. Die Nutzung dieser Dienste bringt uns die Möglichkeit unsere Inhalte in Form von Nachrichten und Terminhinweisen noch breiter zu streuen und auch spontaner über Ereignisse zu informieren.

Mittels twitter können kurze nachrichten verschickt werden. 140 Zeichen können für Kommentare, Empfehlungen Liveberichterstattungen genutzt werden.
identi.ca ist die Open Source-Alternative zu twitter. Obwohl uns das natürlich sympathischer ist, sind wir uns bewusst, dass twitter verbreiteter ist und so nutzen wir beide Dienste.
Bei Facebook haben wir ein eigenes Profil über das wir ebenfalls Meldungen, Termine und Kommentare verbreiten. Mit diesem Profil können sich andere Menschen “anfreunden”. Diese empfangen dann unsere Nachrichten auf ihren Profilen und haben dann die Möglichkeit dies zu kommentieren und “gut zu finden”.

Alle, die bei Facebook mit uns befreundet sind oder uns über twitter bzw. identi.ca “folgen”, helfen uns und unsere Inhalte und Positionen bekannter zu machen.
Kritik daran ist offensichtlich: User im Internet verbreiten öffentlich die Positionen einer linksradikalen Gruppe. Das “gefällt” auch staatlichen Repressionsorganen, Nazis und Arbeitgeber_innen, die sich so einen Überblick über die politischen Positionen, Internetverhalten und soziale Kontakte von Einzelnen verschaffen können und Rückschlüsse ziehen können.

Die Lösung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Diensten. Jede_r kann selbst entscheiden, mit welchen Nutzer_innen er_sie verbunden sein will und wieviel von den persönlichen Daten preisgegeben werden soll.

Neben dem Schutz der eigenen identität z.B. durch das Verwenden eines falschen Namens, die Vermeidung von Bildern und bestimmte Inhalte nur für Freund_innen zugänglich machen, ist uns ein weiterer Punkt wichtig. Auch die Auswahl der eigenen Freund_innen lässt Rückschlüsse auf die eigene Person zu.
Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

Wir rufen dazu auf, soziale Netzwerke im Internet bewusst zu nutzen, sich die Gefahren bewusst zu machen und dies für den eigenen Umgang zu reflektieren.

Für diejenigen, die kein Bock auf web 2.0 haben, wird auch weiterhin unsere Homepage verfügbar sein. Die neuen Möglichkeiten sehen wir als Ergänzung nicht als Ersatz.

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] im September 2010

Home » Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

Home » Antifaschistischer Stadtspaziergang

Antifaschistischer Stadtspaziergang

Kämpfen: Gemeinsam gegen neue Nazis

Die faschistische Ideologie ist nicht verschwunden. Auch in Hannover sind FaschistInnen aktiv und versuchen gerade junge Menschen für sich zu gewinnen. Mit bunten Hochglanzzeitschriften stehen sie vor Schulen und geben sich hip und jugendlich. Doch hinter der Fassade greifen sie weiterhin die an, die nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passen. Sie versuchen Stadtteile unter ihre Kontrolle zu bringen. So werden in der Südstadt politisch Andersdenke bedroht und angegriffen, weil sie sich offen gegen sie aussprechen.
Die Aktionen der FaschistInnen auf der Straße werden begünstigt von einem gesellschaftlichen Rechtsruck, der Flüchtlinge und MigrantInnen diskriminiert und als Sündenböcke darstellt. Auf der anderen Seite werden Antifaschistische Aktionen und Initiativen gemäß der Extremismustheorie mit FaschistInnen auf eine Stufe gestellt und auf diese Weise kriminalisiert.
Unsere Solidarität gilt denen, die Opfer von diskriminierenden Pöbeleien und Angriffen sind. Wir lassen und nicht mit Nazis auf eine Stufe stellen. Keinen Raum und keine Straße – keinen Fußbreit den FaschistInnen!

Antifaschistische Kundgebungen mit Stadtteilspaziergang

Fr. 19. November 2010 | 19 Uhr | S-Bahnhaltestelle Bismarckbahnhof in der Südstadt

Eine Aktion des Bündnis gegen Rechts, Hannover

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Antifaschistischer Stadtspaziergang

Kämpfen: Gemeinsam gegen neue Nazis

Die faschistische Ideologie ist nicht verschwunden. Auch in Hannover sind FaschistInnen aktiv und versuchen gerade junge Menschen für sich zu gewinnen. Mit bunten Hochglanzzeitschriften stehen sie vor Schulen und geben sich hip und jugendlich. Doch hinter der Fassade greifen sie weiterhin die an, die nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passen. Sie versuchen Stadtteile unter ihre Kontrolle zu bringen. So werden in der Südstadt politisch Andersdenke bedroht und angegriffen, weil sie sich offen gegen sie aussprechen.
Die Aktionen der FaschistInnen auf der Straße werden begünstigt von einem gesellschaftlichen Rechtsruck, der Flüchtlinge und MigrantInnen diskriminiert und als Sündenböcke darstellt. Auf der anderen Seite werden Antifaschistische Aktionen und Initiativen gemäß der Extremismustheorie mit FaschistInnen auf eine Stufe gestellt und auf diese Weise kriminalisiert.
Unsere Solidarität gilt denen, die Opfer von diskriminierenden Pöbeleien und Angriffen sind. Wir lassen und nicht mit Nazis auf eine Stufe stellen. Keinen Raum und keine Straße – keinen Fußbreit den FaschistInnen!

Antifaschistische Kundgebungen mit Stadtteilspaziergang

Fr. 19. November 2010 | 19 Uhr | S-Bahnhaltestelle Bismarckbahnhof in der Südstadt

Eine Aktion des Bündnis gegen Rechts, Hannover

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Antifaschistischer Stadtspaziergang

Kämpfen: Gemeinsam gegen neue Nazis

Die faschistische Ideologie ist nicht verschwunden. Auch in Hannover sind FaschistInnen aktiv und versuchen gerade junge Menschen für sich zu gewinnen. Mit bunten Hochglanzzeitschriften stehen sie vor Schulen und geben sich hip und jugendlich. Doch hinter der Fassade greifen sie weiterhin die an, die nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passen. Sie versuchen Stadtteile unter ihre Kontrolle zu bringen. So werden in der Südstadt politisch Andersdenke bedroht und angegriffen, weil sie sich offen gegen sie aussprechen.
Die Aktionen der FaschistInnen auf der Straße werden begünstigt von einem gesellschaftlichen Rechtsruck, der Flüchtlinge und MigrantInnen diskriminiert und als Sündenböcke darstellt. Auf der anderen Seite werden Antifaschistische Aktionen und Initiativen gemäß der Extremismustheorie mit FaschistInnen auf eine Stufe gestellt und auf diese Weise kriminalisiert.
Unsere Solidarität gilt denen, die Opfer von diskriminierenden Pöbeleien und Angriffen sind. Wir lassen und nicht mit Nazis auf eine Stufe stellen. Keinen Raum und keine Straße – keinen Fußbreit den FaschistInnen!

Antifaschistische Kundgebungen mit Stadtteilspaziergang

Fr. 19. November 2010 | 19 Uhr | S-Bahnhaltestelle Bismarckbahnhof in der Südstadt

Eine Aktion des Bündnis gegen Rechts, Hannover

Home » Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

Erinnern: Gemeinsam gegen das Vergessen!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

Eine Aktion des Bündnis gegen Rechts, Hannover

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

Erinnern: Gemeinsam gegen das Vergessen!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

Erinnern: Gemeinsam gegen das Vergessen!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

Eine Aktion des Bündnis gegen Rechts, Hannover

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen an jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz: jüdische Geschäfte, Kultureinrichtungen und Synagogen wurden geplündert und in Brand gesteckt.
Diese Pogrome waren keine spontanen Aktionen und Ausdruck eines „deutschen Volkszorns“. Sie waren geplant und koordiniert von den nationalsozialistischen Schlägerbanden der SA.
Die Ereignisse stellten eine Steigerung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar: Zuerst waren es Gesetze, mit denen die jüdische Bevölkerung mittels Berufsverboten, Ausschluss von Hochschulen, dem Verbot der Heirat mit nichtjüdischen Menschen und Enteignungen im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt wurden. In Folge der Pogromnacht vom 9. November steigerte sich der völkische Antisemitismus wurde immer gewalttätiger und gipfelte schließlich in der Shoah, der industriellen Vernichtung 6 Millionen europäischer Jüdinnen und Juden.

Die Toten mahnen uns, deshalb rufen wir auf zu einer Mahnwache vor dem Denkmal der ehemaligen Synagoge in Hannover:

Di. 09. November 2010 | 18.30 Uhr | Rote Reihe in der Calenberger Neustadt

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

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Mahnwache gegen Antisemitismus und Rassismus

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Erinnern und Kämpfen – Gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis!

Im November ruft das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto “Erinnern und Kämpfen” zu zwei Aktionen gegen Antisemitismus, Rassismus und alte und neue Nazis auf.

Am 9. November, dem Jahrestag der antisemitischen Pogrome von 1938, wird es eine Mahnwache in der Roten Reihe am Denkmal der ehemaligen Synagoge in der Calenberger Neustadt geben.

Für den 19. November wird es zwei Kundgebungen in der Südstadt geben, einem Stadtteil in dem junge Nazis und rechte Jugendliche ihre Propaganda verbreiten und gezielt versuchen politische GegnerInnen einzuschüchtern.

Home » Castor stoppen!

Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den castor.de Ticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

Termine:

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Home » [Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

[Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

Nazis treten seit geraumer Zeit mit ungewohnten Inhalten auf: Ob mit antikapitalistischen Transparenten bei HartzIV-Demos 2005, beim ersten Mai 2008 oder bei Bildungsprotesten 2010. Ebenso geben sie sich als Kriegsgegner wie jährlich in Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“ oder als Fan „anderer Kulturen“ wie im Konflikt des Baskenlandes und Palästina. Dazu kommt der Trend sich am Kleidungsvorbild der Autonomen zu orientieren und Aktionsformen wie den schwarzen Block zu übernehmen. Nichts mehr mit Führerkult, antisemitischer Verschwörungstheorie und dem endgültigen Kampf der Rassen?
Den Inhalten und Styles der neuen Rechten soll nachgegangen werden und die Frage gestellt werden, in wie fern dies alles „Neues“ darstellt oder fester Bestandteil rechter Ideologie schon immer war.

Mit Referent_innen von Recherche Nord.

Mi. 24. November 2010 | 20 Uhr | Elchkeller

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Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

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Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den castor.de Ticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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[AAH] goes web 2.0

Nach längerer Diskussion haben wir uns entschlossen verschiedene Dienste des web 2.0 für uns zu nutzen. Da auch innerhalb unserer Gruppe diese Nutzung kritisch diskutiert wurde, haben wir einen kurzen Text zu unseren Überlegungen zusammengefasst.

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Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

Wir rufen dazu auf, soziale Netzwerke im Internet bewusst zu nutzen, sich die Gefahren bewusst zu machen und dies für den eigenen Umgang zu reflektieren.

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Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] im September 2010

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Nach längerer Diskussion haben wir uns entschlossen verschiedene Dienste des web 2.0 für uns zu nutzen. Da auch innerhalb unserer Gruppe diese Nutzung kritisch diskutiert wurde, haben wir einen kurzen Text zu unseren Überlegungen zusammengefasst.

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Home » Rote Hilfe Festival pt. 2

Rote Hilfe Festival pt. 2

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute gibt es mit Rosa Rauschen (Elektro aus Hannover), den Beatpoeten (Klang- Sprachkunst aus Hannover) und Ohne uns (progressiver Country-Punk aus Hannover) ganz schön was tanzbares auf die Ohren.

Dazwischen und danach Soundkolchose (Indierock der Superlative) mit den DJs Orange & Toshi.

Wir sind an diesem Abend auch mit unserem Infotisch vertreten.

Fr. 05. November 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

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Rote Hilfe Festival pt. 2

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute gibt es mit Rosa Rauschen (Elektro aus Hannover), den Beatpoeten (Klang- Sprachkunst aus Hannover) und Ohne uns (progressiver Country-Punk aus Hannover) ganz schön was tanzbares auf die Ohren.

Dazwischen und danach Soundkolchose (Indierock der Superlative) mit den DJs Orange & Toshi.

Wir sind an diesem Abend auch mit unserem Infotisch vertreten.

Fr. 05. November 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

Home » Rote Hilfe Festival pt. 2

Rote Hilfe Festival pt. 2

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute gibt es mit Rosa Rauschen (Elektro aus Hannover), den Beatpoeten (Klang- Sprachkunst aus Hannover) und Ohne uns (progressiver Country-Punk aus Hannover) ganz schön was tanzbares auf die Ohren.

Dazwischen und danach Soundkolchose (Indierock der Superlative) mit den DJs Orange & Toshi.

Fr. 05. November 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

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Rote Hilfe Festival pt. 1

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute geht es los mit Kai Degenhardt (Hamburg) und Özden (Hannover), zwei Musiker_innen, deren politisches Engagement mit jedem Lied zum Ausdruck kommt.

Do. 04. November 2010 | Indiego Glocksee | 20 Uhr

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Rote Hilfe Festival pt. 2

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute gibt es mit Rosa Rauschen (Elektro aus Hannover), den Beatpoeten (Klang- Sprachkunst aus Hannover) und Ohne uns (progressiver Country-Punk aus Hannover) ganz schön was tanzbares auf die Ohren.

Dazwischen und danach Soundkolchose

Indierock der Superlative
mit den DJs Orange & Toshi

Fr. 05. November 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

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Rote Hilfe Festival pt. 1

Zu Gunsten der Roten Hilfe haben sich über 40 Künstler_innen auf zwei CDs zusammengefunden. Pop und Punk, Elektro, Hip Hop und Songwriter_innen aus Deutschland, Frankreich, Katalonien, Italien, Österreich, Irland und anderen Ländern sind mit zum Teil exklusiven Stücken vertreten um Solidarität hörbar zu machen!

Um die Veröffentlichung der CD gebührend zu feiern werden am 04. und 05. November fünf der Bands und KünstlerInnen im Indiego Glocksee zum Tanz aufspielen- und diese präsentieren nur einen Bruchteil der Bandbreite, die sich auf „der Sampler“ findet.

Heute geht es los mit Kai Degenhardt (Hamburg) und Özden (Hannover), zwei Musiker_innen, deren politisches Engagement mit jedem Lied zum Ausdruck kommt.

Do. 04. November 2010 | Indiego Glocksee | 20 Uhr

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Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den Castor Ticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

Termine:

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Castor stoppen!

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den castorticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

Termine:

  • Anti-Castordemo in Hannover
    Fr. 05. November 2010 | Küchengarten | 17 Uhr
  • Demo: Atomausstieg ist Handarbeit! Castor stoppen!
    Live dabei Johnny Mauser und Captain Gips.
    Fr. 05. November 2010 | Lüneburg, Bahnhof | 18 Uhr
  • Auftaktkundgebung
    Infos zu Bussen aus Hannover und Karten gibt es bei der BI Umweltschutz.
    Sa. 06. November 2010 | Dannenberg | 13 Uhr
  • Anti-Castorkundgebung in Hannover
    Sa. 06. November 2010 | Hauptbahnhof | 20.30 Uhr
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Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den Castor Ticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
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Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.
Praktische Hilfe bietet der Castor-Guide 2010 und um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir den Castor Ticker.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Castor stoppen!

Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

Wir wünschen denen, die am nächsten Wochenende ins Wendland fahren viel Glück und Erfolg bei ihren Aktionen! Auch denen, die in Hannover wachsam die Schienen im Auge behalten werden, wünschen wir gutes Gelingen!

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Anfang November 2010 findet ein weiter Castor-Transport statt. Der Protest dagegen wird massiv. , z.B. beim Castor Schottern.

Die ersten Castoren haben die Wideraufbereitungsanlage in La Hague bereits verlassen und warten auf ihren Zug. Der wird am 5. November losrollen und das Wendland am 6./.7. November erreichen. Im Wendland wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Nachdem die Bundesregierung beschloss, den Stromkonzernen weitere Milliarden an Profiten zu sichern, ist dies eine gute Gelegenheit gegen Atomkraft und Laufzeitverlängerungen aktiv zu werden. Die Kampagne Castor Schottern bereitet sich für Sonntag, den 7. November, auf den ersten “Schottereinsatz” vor, ebenso wie die Schienenblockade von Widersetzen. X-tausenmalquer folgt dann später, wenn der Castor den Verladekran erreicht haben sollte, mit einer Straßensitzblockade.

Wie in den letzten Jahren hat die Kriminalisierung des Castor Widerstandes bereits begonnen. In Hannover wurden am letzten Dienstag zwei Menschen festgenommen, weil sie Aufkleber in eine U-Bahn geklebt haben sollen. Vorgeworfen wird ihnen nun der “Aufruf zu Straftaten”.
Weiterhin wird die innere Aufrüstung durch die Innenministerkonferenz (IMK) vorangetrieben, so ist die Bundeswehr ebenfalls am Polizeieinsatz im Wendland beteiligt.

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Home » Chronologie rechter Aktivitäten

Chronologie rechter Aktivitäten

Zu häufig bleiben rechte Aktivitäten und Naziangriffe unbeachtet oder werden bewusst falsch oder verharmlosend dargestellt.
Wir wollen diesem Trend entgegen wirken und stellen hier eine Chronik rechter Aktivitäten und Naziübergriffen für die Region Hannover zusammen. Ziel ist es, die Aktivitäten von parteigebundenen und ‐freien Nazis, rechtspopulistischen BürgerInneninitiativen, studentischen Verbindungen, rechten Fussballfans und rechts‐offener kultureller Grauzone öffentlich zu machen.
Die Idee ist nicht neu und immer wieder werden anlassbezogen, z.B. für Mobilisierungen gegen Naziaktivitäten, Chronologien dieser Art zusammengestellt.
Mit unserer Idee setzen wir diese Praxis konsequent fort und bieten so die Möglichkeit für Interessierte, sich ein realistisches Bild über die Aktivitäten am rechten Rand in der Region Hannover machen zu können.

Desweiteren stellen wir einen Text zur Verfügung, der erste Tipps im Umgang mit Naziübergriffen gibt. Wenn ihr selbst rechten Aktivitäten oder Naziangriffe beobachtet, dann gebt uns Bescheid.

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Chronologie rechter Aktivitäten

Zu häufig bleiben rechte Aktivitäten und Naziangriffe unbeachtet oder werden bewusst falsch oder verharmlosend dargestellt.
Wir wollen diesem Trend entgegen wirken und stellen hier eine Chronik rechter Aktivitäten und Naziübergriffen für die Region Hannover zusammen. Ziel ist es, die Aktivitäten von parteigebundenen und ‐freien Nazis, rechtspopulistischen BürgerInneninitiativen, studentischen Verbindungen, rechten Fussballfans und rechts‐offener kultureller Grauzone öffentlich zu machen.
Die Idee ist nicht neu und immer wieder werden anlassbezogen, z.B. für Mobilisierungen gegen Naziaktivitäten, Chronologien dieser Art zusammengestellt.
Mit unserer Idee setzen wir diese Praxis konsequent fort und bieten so die Möglichkeit für Interessierte, sich ein realistisches Bild über die Aktivitäten am rechten Rand in der Region Hannover machen zu können.

Desweiteren stellen wir einen Text zur Verfügung, der erste Tipps im Umgang mit Naziübergriffen gibt. Wenn ihr selbst rechten Aktivitäten oder Naziangriffe beobachtet, dann gebt uns Bescheid.

Home » Ratgeber zu Naziangriffen

Ratgeber zu Naziangriffen

Bedrohungen und Angriffe durch Nazis sind leider keine Seltenheit. Dazu gehören auch verbale Beschimpfungen und Einschüchterungen und nicht erst körperliche Angriffe. Diese können sich gegen alle Menschen richten, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen. Eine Mischung aus rassistischen Ressentiments und Männlichkeitswahn ist ausschlaggebend für diese Angriffe. Für die Opfer bedeutet das oft erhebliche Verletzungen und die Angst, sich künftig ungeschützt in der Öffentlichkeit zu bewegen.
Ein solcher Überfall ist jedoch nicht nur für die Opfer traumatisch. Denn gemeint ist ja nicht der individuelle Mensch, sondern die Gruppe, für die er oder sie steht. Deswegen wirkt jeder Übergriff einschüchternd auf viele Menschen, die dann zum Beispiel in ihrer Lebensqualität beschränkt werden, weil sie aus Angst Orte meiden, wo sie Nazigewalt befürchten. Gewalt und Einschüchterung durch Nazis können jedoch nur Erfolg haben, wo passiv geblieben und weggesehen wird. Dieser Text soll im Folgenden die Handlungsoptionen bei rechte oder rassistischen Angriffen aufzeigen.

Hinweise für angegriffene Personen

Im Vorfeld

Seid ihr durch rechtsextreme oder rassistische Angriffe gefährdet, solltet ihr euch möglicherweise auf einen Ernstfall vorbereiten. Sinnvoll ist es, Angebote zu nutzen, die Kenntnisse über Selbstverteidigung vermitteln. Diese werden unter anderem von Volkshochschulen, Universitäten oder Vereinen angeboten. Waffen mögen ein Gefühl der Sicherheit suggerieren, sind jedoch im Ernstfall ein zusätzliches Risiko. Gassprays wie CS-Gas oder Pfefferspray sollten z.B. nicht in Innenräumen oder bei Gegenwind eingesetzt werden. Auch der Besitz kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hilfreich sind auch akustische Geräte, die einen ohrenbetäubenden Lärm produzieren und Andere alarmieren.

Auch beim Auftreten in der Öffentlichkeit gibt es einige Hinweise: Nazis suchen sich ihre Opfer in der Regel nicht willkürlich aus.
Wer hat denn schon gern ein Opfer, das sich wehrt? Gefragt ist also eine Ausstrahlung, die anderen mitteilt: „Nicht mit mir!“ Dazu ist es wichtig, dass du Blickkontakt zur_zum potentiellen Angreifer_in hältst. Nimm keine Opferhaltung ein.
Sei in jedem Fall vorbereitet – das nützt dir in verschiedener Hinsicht. Du versteinerst nicht vor Schreck und kannst dich auf einen möglichen Angriff einstellen. Bist du in einer Gruppe unterwegs könnt ihr euch kurz über euer Vorgehen abstimmen.

Bei einem Angriff
Je nach dem wie der Angriff ausfällt, kann kluges Verhalten unterschiedlich aussehen. In erster Linie gilt es Ruhe zu bewahren. Vermeide Flehen, Unterwürfigkeit oder panisches Verhalten, da dies die Angreifer_innen ermutigen. Falls sich in der Umgebung andere Menschen befinden, versucht diese in die Situation einzubeziehen und Hilfe einzufordern. Sprecht die Leute dazu direkt an.

Da Nazis meist aus einer Überzahl heraus angreifen, ist es besser sich von den Angreifer_innen zu entfernen. Falls ihr in einer Gruppe unterwegs seid, zieht euch geschlossen zurück und lasst niemanden dort. Entzieht euch Situationen durch Flucht, wenn die Angreifer_innen Waffen wie Messer einsetzen wollen.
Solltet ihr keinen Rückzugsraum haben oder es besteht die Möglichkeit, könnt bzw. solltet ihr euch verteidigen. Dabei solltet ihr entschlossen sein. Eine effektive Verteidigung könnt ihr über die vorher genannten Wege erlernen.

Nach dem Angriff
Entfernt euch möglichst vom Ort des Geschehens. Solltet ihr oder euch begleitende Personen verletzt sein, ruft einen Krankenwagen oder geht in ein Krankenhaus.
Seid ihr dann wieder zu Hause ist eine Dokumentation des Vorfalles sinnvoll. Schreibt ein Gedächtnisprotokoll, in dem ihr genau aufzeichnet, was passiert ist, an welchem Ort und ob ihr Nazis wiedererkannt habt. Dieses solltet ihr eurer lokalen Antifagruppe zukommen lassen. So kann euch weitergeholfen werden und der Übergriff politisch ausgewertet werden.

Zum Umgang mit der Polizei
Sicher stellt ihr euch die Frage, ob es sinnvoll sein kann, nach einem Angriff die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Eine eindeutige Antwort können wir euch nicht geben, da wir schon die Erfahrung machen mussten, dass die Strafverfolgungsbehörden am Ende gegen die Opfer und die Menschen ermittelt haben, die sich mit ihnen solidarisierten. Oft verschweigt oder verschleiert die Polizei Nazi-Übergriffe und ihre eigene Unzulänglichkeit. Auf der anderen Seite kann bei eindeutiger Beweislage eine Anzeige dazu führen, dass die Täter_innen verurteilt werden, so eine Zeit lang in den Knast müssen und als Gefahr auf der Straße erstmal verschwinden.
Bei Problemen mit der Polizei empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Roten Hilfe in eurer Nähe.

Hinweise für Zeug_innen von Angriffen

Solltet ihr Zeug_innen eines Angriffes von Nazis auf Migrant_innen, Punks, Linke o.a. Personen werden, so ist es zunächst einmal wichtig hinzuschauen. Gewalttäter_innen rechnen fast immer damit, dass Außenstehende aufgrund von Gleichgültigkeit oder Angst nichts tun. Umso wichtiger ist es, nicht wegzuschauen, sondern Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn Öffentlichkeit wirkt immer abschreckend auf Täter_innen.
Bevor ihr dem Opfer zur Hilfe eilt, solltet ihr jedoch genau überlegen, was ihr eigentlich tun wollt und euch dabei vor allem nach euren Fähigkeiten richten.

Wichtig ist, erst mal Ruhe bewahren!
Gewalttäter_innen haben Angst wiedererkannt zu werden. Deshalb kann bereits bloßes Beobachten der Situation auf diese abschreckend wirken. Solltet ihr euch für diese Option entscheiden, ist es notwendig genau hinzuschauen. Versucht euch das Gesicht der Täter_innen genau einzuprägen. Achtet auf markante Details aber auch auf Äußerlichkeiten wie Klamotten. Sollte der_die Angreifer_in die Flucht ergreifen, merkt euch, in welche Richtung er_sie gelaufen ist!
Darüber hinaus solltet ihr zumindest Blickkontakt zum Opfer aufnehmen. Zeigt ihm, dass es nicht allein ist und ihr anwesend seid, um zu helfen. Das vermindert die Angst.

Zudem solltet ihr euch umschauen und weitere Hilfsmöglichkeiten abschätzen. Vielleicht gibt es ja irgendwo in der Nähe ein Telefon, von dem aus ihr Hilfe rufen könnt.
Geht auch auf andere Leute zu und fordert sie auf, euch zu helfen. Eine Gruppe von Leuten hat meist mehr Einfluss als eine Einzelperson und schreckt Gewaltäter_innen oft ab. Wenn ihr Verbündete gefunden habt (aber auch ohne diese), sprecht die Täter_innen gezielt an. Seid dabei höflich aber bestimmt und lasst euch vor allem nicht provozieren! Siezt die Täter_innen, das hebt erstens die Gewaltschwelle und zweitens vermeidet ihr so den Eindruck, dass es sich lediglich um einen privaten Konflikt handelt.

Sprecht mit dem Opfer. Animiert es, zu euch zu kommen, falls das möglich ist. Bietet konkret eure Hilfe an! Das bringt euch und dem Opfer Zeit, bestärkt die bedrohte Person und kann gegebenfalls sogar deeskalierend wirken. Stellt euch auf jeden Fall offensiv auf die Seite des Opfers und lasst die_den Betroffene_n nicht allein.

Nur wenn ihr euch ganz sicher seid, die Angreifer_in händeln zu können, ist es ratsam, die Täter_innen mit „einfacher körperlicher Gewalt” zum Ablassen vom Opfer zu bewegen. Wichtig ist, dass ihr eure Fähigkeiten dabei realistisch einschätzt, sonst hat niemand etwas davon.
Wenn alles vorbei ist, kümmert euch um die_den Betroffene_n. Ruft gegebenenfalls einen Krankenwagen. Meldet den Vorfall bei der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) in Braunschweig und uns. Informiert auch in jedem Fall eure lokale Antifa. Diese kann euch in vielen Fällen mit weiterem Rat und evtl. auch Tat zur Seite stehen!

Es gilt sich darüber klar zu werden, dass Nazis, ihr Gedankengut und rechte Gewalt eine immense Gefahr – auch für deine körperliche Unversehrtheit – darstellen. Organisier dich gegen Nazis und faschistische Tendenzen in der Gesellschaft. Werde aktiv und hilf mit ihre Vorstöße abzuwehren und ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen, das allen Menschen weltweit ein gutes und freies Leben ermöglicht.

Home » Ratgeber zu Naziangriffen

Ratgeber zu Naziangriffen

Bedrohungen und Angriffe durch Nazis sind leider keine Seltenheit. Dazu gehören auch verbale Beschimpfungen und Einschüchterungen und nicht erst körperliche Angriffe. Diese können sich gegen alle Menschen richten, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen. Eine Mischung aus rassistischen Ressentiments und Männlichkeitswahn ist ausschlaggebend für diese Angriffe. Für die Opfer bedeutet das oft erhebliche Verletzungen und die Angst, sich künftig ungeschützt in der Öffentlichkeit zu bewegen.
Ein solcher Überfall ist jedoch nicht nur für die Opfer traumatisch. Denn gemeint ist ja nicht der individuelle Mensch, sondern die Gruppe, für die er oder sie steht. Deswegen wirkt jeder Übergriff einschüchternd auf viele Menschen, die dann zum Beispiel in ihrer Lebensqualität beschränkt werden, weil sie aus Angst Orte meiden, wo sie Nazigewalt befürchten. Gewalt und Einschüchterung durch Nazis können jedoch nur Erfolg haben, wo passiv geblieben und weggesehen wird. Dieser Text soll im Folgenden die Handlungsoptionen bei rechte oder rassistischen Angriffen aufzeigen.

Hinweise für angegriffene Personen

Im Vorfeld

Seid ihr durch rechtsextreme oder rassistische Angriffe gefährdet, solltet ihr euch möglicherweise auf einen Ernstfall vorbereiten. Sinnvoll ist es, Angebote zu nutzen, die Kenntnisse über Selbstverteidigung vermitteln. Diese werden unter anderem von Volkshochschulen, Universitäten oder Vereinen angeboten. Waffen mögen ein Gefühl der Sicherheit suggerieren, sind jedoch im Ernstfall ein zusätzliches Risiko. Gassprays wie CS-Gas oder Pfefferspray sollten z.B. nicht in Innenräumen oder bei Gegenwind eingesetzt werden. Auch der Besitz kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hilfreich sind auch akustische Geräte, die einen ohrenbetäubenden Lärm produzieren und Andere alarmieren.

Auch beim Auftreten in der Öffentlichkeit gibt es einige Hinweise: Nazis suchen sich ihre Opfer in der Regel nicht willkürlich aus.
Wer hat denn schon gern ein Opfer, das sich wehrt? Gefragt ist also eine Ausstrahlung, die anderen mitteilt: „Nicht mit mir!“ Dazu ist es wichtig, dass du Blickkontakt zur_zum potentiellen Angreifer_in hältst. Nimm keine Opferhaltung ein.
Sei in jedem Fall vorbereitet – das nützt dir in verschiedener Hinsicht. Du versteinerst nicht vor Schreck und kannst dich auf einen möglichen Angriff einstellen. Bist du in einer Gruppe unterwegs könnt ihr euch kurz über euer Vorgehen abstimmen.

Bei einem Angriff
Je nach dem wie der Angriff ausfällt, kann kluges Verhalten unterschiedlich aussehen. In erster Linie gilt es Ruhe zu bewahren. Vermeide Flehen, Unterwürfigkeit oder panisches Verhalten, da dies die Angreifer_innen ermutigen. Falls sich in der Umgebung andere Menschen befinden, versucht diese in die Situation einzubeziehen und Hilfe einzufordern. Sprecht die Leute dazu direkt an.

Da Nazis meist aus einer Überzahl heraus angreifen, ist es besser sich von den Angreifer_innen zu entfernen. Falls ihr in einer Gruppe unterwegs seid, zieht euch geschlossen zurück und lasst niemanden dort. Entzieht euch Situationen durch Flucht, wenn die Angreifer_innen Waffen wie Messer einsetzen wollen.
Solltet ihr keinen Rückzugsraum haben oder es besteht die Möglichkeit, könnt bzw. solltet ihr euch verteidigen. Dabei solltet ihr entschlossen sein. Eine effektive Verteidigung könnt ihr über die vorher genannten Wege erlernen.

Nach dem Angriff
Entfernt euch möglichst vom Ort des Geschehens. Solltet ihr oder euch begleitende Personen verletzt sein, ruft einen Krankenwagen oder geht in ein Krankenhaus.
Seid ihr dann wieder zu Hause ist eine Dokumentation des Vorfalles sinnvoll. Schreibt ein Gedächtnisprotokoll, in dem ihr genau aufzeichnet, was passiert ist, an welchem Ort und ob ihr Nazis wiedererkannt habt. Dieses solltet ihr eurer lokalen Antifagruppe zukommen lassen. So kann euch weitergeholfen werden und der Übergriff politisch ausgewertet werden.

Zum Umgang mit der Polizei
Sicher stellt ihr euch die Frage, ob es sinnvoll sein kann, nach einem Angriff die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Eine eindeutige Antwort können wir euch nicht geben, da wir schon die Erfahrung machen mussten, dass die Strafverfolgungsbehörden am Ende gegen die Opfer und die Menschen ermittelt haben, die sich mit ihnen solidarisierten. Oft verschweigt oder verschleiert die Polizei Nazi-Übergriffe und ihre eigene Unzulänglichkeit. Auf der anderen Seite kann bei eindeutiger Beweislage eine Anzeige dazu führen, dass die Täter_innen verurteilt werden, so eine Zeit lang in den Knast müssen und als Gefahr auf der Straße erstmal verschwinden.
Bei Problemen mit der Polizei empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Roten Hilfe in eurer Nähe.

Hinweise für Zeug_innen von Angriffen

Solltet ihr Zeug_innen eines Angriffes von Nazis auf Migrant_innen, Punks, Linke o.a. Personen werden, so ist es zunächst einmal wichtig hinzuschauen. Gewalttäter_innen rechnen fast immer damit, dass Außenstehende aufgrund von Gleichgültigkeit oder Angst nichts tun. Umso wichtiger ist es, nicht wegzuschauen, sondern Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn Öffentlichkeit wirkt immer abschreckend auf Täter_innen.
Bevor ihr dem Opfer zur Hilfe eilt, solltet ihr jedoch genau überlegen, was ihr eigentlich tun wollt und euch dabei vor allem nach euren Fähigkeiten richten.

Wichtig ist, erst mal Ruhe bewahren!
Gewalttäter_innen haben Angst wiedererkannt zu werden. Deshalb kann bereits bloßes Beobachten der Situation auf diese abschreckend wirken. Solltet ihr euch für diese Option entscheiden, ist es notwendig genau hinzuschauen. Versucht euch das Gesicht der Täter_innen genau einzuprägen. Achtet auf markante Details aber auch auf Äußerlichkeiten wie Klamotten. Sollte der_die Angreifer_in die Flucht ergreifen, merkt euch, in welche Richtung er_sie gelaufen ist!
Darüber hinaus solltet ihr zumindest Blickkontakt zum Opfer aufnehmen. Zeigt ihm, dass es nicht allein ist und ihr anwesend seid, um zu helfen. Das vermindert die Angst.

Zudem solltet ihr euch umschauen und weitere Hilfsmöglichkeiten abschätzen. Vielleicht gibt es ja irgendwo in der Nähe ein Telefon, von dem aus ihr Hilfe rufen könnt.
Geht auch auf andere Leute zu und fordert sie auf, euch zu helfen. Eine Gruppe von Leuten hat meist mehr Einfluss als eine Einzelperson und schreckt Gewaltäter_innen oft ab. Wenn ihr Verbündete gefunden habt (aber auch ohne diese), sprecht die Täter_innen gezielt an. Seid dabei höflich aber bestimmt und lasst euch vor allem nicht provozieren! Siezt die Täter_innen, das hebt erstens die Gewaltschwelle und zweitens vermeidet ihr so den Eindruck, dass es sich lediglich um einen privaten Konflikt handelt.

Sprecht mit dem Opfer. Animiert es, zu euch zu kommen, falls das möglich ist. Bietet konkret eure Hilfe an! Das bringt euch und dem Opfer Zeit, bestärkt die bedrohte Person und kann gegebenfalls sogar deeskalierend wirken. Stellt euch auf jeden Fall offensiv auf die Seite des Opfers und lasst die_den Betroffene_n nicht allein.

Nur wenn ihr euch ganz sicher seid, die Angreifer_in händeln zu können, ist es ratsam, die Täter_innen mit „einfacher körperlicher Gewalt” zum Ablassen vom Opfer zu bewegen. Wichtig ist, dass ihr eure Fähigkeiten dabei realistisch einschätzt, sonst hat niemand etwas davon.
Wenn alles vorbei ist, kümmert euch um die_den Betroffene_n. Ruft gegebenenfalls einen Krankenwagen. Meldet den Vorfall bei der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) in Braunschweig und uns. Informiert auch in jedem Fall eure lokale Antifa. Diese kann euch in vielen Fällen mit weiterem Rat und evtl. auch Tat zur Seite stehen!

Es gilt sich darüber klar zu werden, dass Nazis, ihr Gedankengut und rechte Gewalt eine immense Gefahr – auch für deine körperliche Unversehrtheit – darstellen. Organisier dich gegen Nazis und faschistische Tendenzen in der Gesellschaft. Werde aktiv und hilf mit ihre Vorstöße abzuwehren und ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen, das allen Menschen weltweit ein gutes und freies Leben ermöglicht.

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Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 10/10

Antifa Info Abend Oktober 2010In dem Internetauftritt der Samtgemeinde Tostedt heißt es: „Tostedt bietet Lebensqualität“. Diese Selbstdarstellung ist ein verbaler Schlag ins Gesicht für die zahlreichen Betroffenen rechter Gewalt in Tostedt und Umgebung.
Das kleine Örtchen steht an erster Stelle, wenn es um faschistischen Übergriffe in Niedersachsen geht: Linke Jugendliche werden angegriffen und in ihren Häusern überfallen während Polizei und Zivilgesellschaft wegschauen. Das Naziproblem in Tostedt ist nicht neu. Es ist hausgemacht. Bis Mitte der 90er Jahre gab es eine breite alternative antifaschistische Jugendkultur. Diese wurde von staatlicher Seite zurückgedrängt: nicht-rechte Angebote im Jugendzentrum wurden unterbunden und antifaschistische Initiativen kriminalisiert, während den Nazis Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Mit diesem fehlgeschlagenen Ansatz der „akzeptierenden Jugendarbeit“ wurde maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Nazistrukturen in und um Tostedt langfristig etablieren konnten.
Die Kampagne „Landfriedensbruch“ will in dieses Klima des Verharmlosens und Wegschauens eingreifen. Ein erster Schritt ist Aufklärung und so sind ReferentInnen der Kampagne bei uns zu Gast.

Do. 21. Oktober 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

Home » Linke ErSie Tage in Hannover

Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

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Home » [Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

[Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

Nazis treten seit geraumer Zeit mit ungewohnten Inhalten auf: Ob mit antikapitalistischen Transparenten bei HartzIV-Demos 2005, beim ersten Mai 2008 oder bei Bildungsprotesten 2010. Ebenso geben sie sich als Kriegsgegner wie jährlich in Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“ oder als Fan „anderer Kulturen“ wie im Konflikt des Baskenlandes und Palästina. Dazu kommt der Trend sich am Kleidungsvorbild der Autonomen zu orientieren und Aktionsformen wie den schwarzen Block zu übernehmen. Nichts mehr mit Führerkult, antisemitischer Verschwörungstheorie und dem endgültigen Kampf der Rassen?
Den Inhalten und Styles der neuen Rechten soll nachgegangen werden und die Frage gestellt werden, in wie fern dies alles „Neues“ darstellt oder fester Bestandteil rechter Ideologie schon immer war.

Mit Referent_innen von Recherche Nord.

Mi. 24. November 2010 | 20 Uhr | Elchkeller

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[Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

Nazis treten seit geraumer Zeit mit ungewohnten Inhalten auf: Ob mit antikapitalistischen Transparenten bei HartzIV-Demos 2005, beim ersten Mai 2008 oder bei Bildungsprotesten 2010. Ebenso geben sie sich als Kriegsgegner wie jährlich in Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“ oder als Fan „anderer Kulturen“ wie im Konflikt des Baskenlandes und Palästina. Dazu kommt der Trend sich am Kleidungsvorbild der Autonomen zu orientieren und Aktionsformen wie den schwarzen Block zu übernehmen. Nichts mehr mit Führerkult, antisemitischer Verschwörungstheorie und dem endgültigen Kampf der Rassen?
Den Inhalten und Styles der neuen Rechten soll nachgegangen werden und die Frage gestellt werden, in wie fern dies alles „Neues“ darstellt oder fester Bestandteil rechter Ideologie schon immer war.

Mit Referent_innen von Recherche Nord.

Mi. 24. November 2010 | 20 Uhr | Elchkeller

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[Linke ErSie Tage] Inhalte und Styles der neuen Rechten

Nazis treten seit geraumer Zeit mit ungewohnten Inhalten auf: Ob mit antikapitalistischen Transparenten bei HartzIV-Demos 2005, beim ersten Mai 2008 oder bei Bildungsprotesten 2010. Ebenso geben sie sich als Kriegsgegner wie jährlich in Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“ oder als Fan „anderer Kulturen“ wie im Konflikt des Baskenlandes und Palästina. Dazu kommt der Trend sich am Kleidungsvorbild der Autonomen zu orientieren und Aktionsformen wie den schwarzen Block zu übernehmen. Nichts mehr mit Führerkult, antisemitischer Verschwörungstheorie und dem endgültigen Kampf der Rassen?
Den Inhalten und Styles der neuen Rechten soll nachgegangen werden und die Frage gestellt werden, in wie fern dies alles „Neues“ darstellt oder fester Bestandteil rechter Ideologie schon immer war.

Mit Referent_innen von Recherche Nord.

Mi. 24. November 2010 | 20 Uhr | Elchkeller

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[Linke ErSie Tage] “Den Füchsen gute Nacht sagen”

Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

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[Linke ErSie Tage] “Den Füchsen gute Nacht sagen”

Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

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[Linke ErSie Tage] “Den Füchsen gute Nacht sagen”

Di. 23.11.10 | Start am AStA (Am Welfengarten 2c, 30167 Hannover) | 18 Uhr

Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Das Who is who der Naziszene in Hannover

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Das Who is who der Naziszene in Hannover

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Das Who is who der Naziszene in Hannover

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Thomas Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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[Linke ErSie Tage] Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Über den Zusammenhang von Krisen- und Sarazindiskurs

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Referent: Thomas Konicz (Journalist)

Mi. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Buchvorstellung “REVOLUTION und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 – 1923” von und mit Bernd Langer.

Home » Antifa Info Abend 12/10

Antifa Info Abend 12/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Wie immer im Dezember mit Film, Glühwein, Keksen und Trashwichteln

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Antifa Info Abend 12/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Wie immer im Dezember mit Film, Glühwein, Keksen und Trashwichteln

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Antifa Info Abend 10/10

Antifa Info Abend Oktober 2010In dem Internetauftritt der Samtgemeinde Tostedt heißt es: „Tostedt bietet Lebensqualität“. Diese Selbstdarstellung ist ein verbaler Schlag ins Gesicht für die zahlreichen Betroffenen rechter Gewalt in Tostedt und Umgebung.
Das kleine Örtchen steht an erster Stelle, wenn es um faschistischen Übergriffe in Niedersachsen geht: Linke Jugendliche werden angegriffen und in ihren Häusern überfallen während Polizei und Zivilgesellschaft wegschauen. Das Naziproblem in Tostedt ist nicht neu. Es ist hausgemacht. Bis Mitte der 90er Jahre gab es eine breite alternative antifaschistische Jugendkultur. Diese wurde von staatlicher Seite zurückgedrängt: nicht-rechte Angebote im Jugendzentrum wurden unterbunden und antifaschistische Initiativen kriminalisiert, während den Nazis Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Mit diesem fehlgeschlagenen Ansatz der „akzeptierenden Jugendarbeit“ wurde maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Nazistrukturen in und um Tostedt langfristig etablieren konnten.
Die Kampagne „Landfriedensbruch“ will in dieses Klima des Verharmlosens und Wegschauens eingreifen. Ein erster Schritt ist Aufklärung und so sind ReferentInnen der Kampagne bei uns zu Gast.

Do. 21. Oktober 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 10/10

Antifa Info Abend Oktober 2010In dem Internetauftritt der Samtgemeinde Tostedt heißt es: „Tostedt bietet Lebensqualität“. Diese Selbstdarstellung ist ein verbaler Schlag ins Gesicht für die zahlreichen Betroffenen rechter Gewalt in Tostedt und Umgebung.
Das kleine Örtchen steht an erster Stelle, wenn es um faschistischen Übergriffe in Niedersachsen geht: Linke Jugendliche werden angegriffen und in ihren Häusern überfallen während Polizei und Zivilgesellschaft wegschauen. Das Naziproblem in Tostedt ist nicht neu. Es ist hausgemacht. Bis Mitte der 90er Jahre gab es eine breite alternative antifaschistische Jugendkultur. Diese wurde von staatlicher Seite zurückgedrängt: nicht-rechte Angebote im Jugendzentrum wurden unterbunden und antifaschistische Initiativen kriminalisiert, während den Nazis Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Mit diesem fehlgeschlagenen Ansatz der „akzeptierenden Jugendarbeit“ wurde maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Nazistrukturen in und um Tostedt langfristig etablieren konnten.
Die Kampagne „Landfriedensbruch“ will in dieses Klima des Verharmlosens und Wegschauens eingreifen. Ein erster Schritt ist Aufklärung und so sind ReferentInnen der Kampagne bei uns zu Gast.

Do. 21. Oktober 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

Studierst du noch oder kämpfst du schon?
Wir sehen uns bei den linken ErSie Tagen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

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[AAH] goes web 2.0

„[...] Das Internet gibt es jetzt auch für Computer.“
Homer Simpson

Wir haben uns entschieden als Gruppe die Internetdienste twitter, identi.ca und facebook zu nutzen und haben auf allen Plattformen einen Gruppen-Account angelegt. Die Nutzung dieser Dienste bringt uns die Möglichkeit unsere Inhalte in Form von Nachrichten und Terminhinweisen noch breiter zu streuen und auch spontaner über Ereignisse zu informieren.

Mittels twitter können kurze nachrichten verschickt werden. 140 Zeichen können für Kommentare, Empfehlungen Liveberichterstattungen genutzt werden.
identi.ca ist die Open Source-Alternative zu twitter. Obwohl uns das natürlich sympathischer ist, sind wir uns bewusst, dass twitter verbreiteter ist und so nutzen wir beide Dienste.
Bei Facebook haben wir ein eigenes Profil über das wir ebenfalls Meldungen, Termine und Kommentare verbreiten. Mit diesem Profil können sich andere Menschen “anfreunden”. Diese empfangen dann unsere Nachrichten auf ihren Profilen und haben dann die Möglichkeit dies zu kommentieren und “gut zu finden”.

Alle, die bei Facebook mit uns befreundet sind oder uns über twitter bzw. identi.ca “folgen”, helfen uns und unsere Inhalte und Positionen bekannter zu machen.
Kritik daran ist offensichtlich: User im Internet verbreiten öffentlich die Positionen einer linksradikalen Gruppe. Das “gefällt” auch staatlichen Repressionsorganen, Nazis und Arbeitgeber_innen, die sich so einen Überblick über die politischen Positionen, Internetverhalten und soziale Kontakte von Einzelnen verschaffen können und Rückschlüsse ziehen können.

Die Lösung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Diensten. Jede_rkann selbst entscheiden, mit welchen Nutzer_innen er_sie verbunden sein will und wieviel von meinen persönlichen Daten preisgegeben werden soll.

Neben dem Schutz der eigenen identität z.B. durch das Verwenden eines falschen Namens, die Vermeidung von Bildern und bestimmte Inhalte nur für Freund_innen zugänglich machen, ist uns ein weiterer Punkt wichtig. Auch die Auswahl der eigenen Freund_innen lässt Rückschlüsse auf die eigene Person zu.
Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

Wir rufen dazu auf, soziale Netzwerke im Internet bewusst zu nutzen, sich die Gefahren bewusst zu machen und dies für den eigenen Umgang zu reflektieren.

Für diejenigen, die kein Bock auf web 2.0 haben, wird auch weiterhin unsere Homepage verfügbar sein. Die neuen Möglichkeiten sehen wir als Ergänzung nicht als Ersatz.

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] im September 2010

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Homer Simpson

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identi.ca ist die Open Source-Alternative zu twitter. Obwohl uns das natürlich sympathischer ist, sind wir uns bewusst, dass twitter verbreiteter ist und so nutzen wir beide Dienste.
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Alle, die bei Facebook mit uns befreundet sind oder uns über twitter bzw. identi.ca “folgen”, helfen uns und unsere Inhalte und Positionen bekannter zu machen.
Kritik daran ist offensichtlich: User im Internet verbreiten öffentlich die Positionen einer linksradikalen Gruppe. Das “gefällt” auch staatlichen Repressionsorganen, Nazis und Arbeitgeber_innen, die sich so einen Überblick über die politischen Positionen, Internetverhalten und soziale Kontakte von Einzelnen verschaffen können und Rückschlüsse ziehen können.

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Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

Wir rufen dazu auf, soziale Netzwerke im Internet bewusst zu nutzen, sich die Gefahren bewusst zu machen und dies für den eigenen Umgang zu reflektieren.

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Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] im September 2010

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Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

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Linke ErSie Tage in Hannover

Zum Start des neuen Semesters präsentieren wir in Zusammenarbeit mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen die linken ErSie Tage. Es gibt Veranstaltungen dazu was die Sarrazin-Debatte und die Krise miteinander zu tun haben, ein Blick in die Naziszene von Hannover, einen Stadtrundgang zu Verbindungshäusern und eine Veranstaltung zu neuen Inhalten und Styles der Nazis.

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Die nächste Veranstaltung: Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus

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Linke ErSie Tage in Hannover

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Linke ErSie Tage in Hannover

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Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

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Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

Home » Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

Home » Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

Home » Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

Es bleibt dabei:

  • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
  • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr
Together with immigrants and refugees we’ll go shopping to break the buy-with-coupons-practise in Hannover.

There will be some informations by FemAra (Feminist Antiracists) and the KFS (cooperative refugeesolidarity).

Es bleibt dabei:

  • Cash instead of coupons for all!
  • Smash the racist speciallaws!

Every first wednesday of the month | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 6pm

Home » Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

Home » [AAH] goes web 2.0

[AAH] goes web 2.0

„[...] Das Internet gibt es jetzt auch für Computer.“
Homer Simpson

Wir haben uns entschieden als Gruppe die Internetdienste twitter, identi.ca und facebook zu nutzen und haben auf allen Plattformen einen Gruppen-Account angelegt. Die Nutzung dieser Dienste bringt uns die Möglichkeit unsere Inhalte in Form von Nachrichten und Terminhinweisen noch breiter zu streuen und auch spontaner über Ereignisse zu informieren.

Mittels twitter können kurze nachrichten verschickt werden. 140 Zeichen können für Kommentare, Empfehlungen Liveberichterstattungen genutzt werden.
identi.ca ist die Open Source-Alternative zu twitter. Obwohl uns das natürlich sympathischer ist, sind wir uns bewusst, dass twitter verbreiteter ist und so nutzen wir beide Dienste.
Bei Facebook haben wir ein eigenes Profil über das wir ebenfalls Meldungen, Termine und Kommentare verbreiten. Mit diesem Profil können sich andere Menschen “anfreunden”. Diese empfangen dann unsere Nachrichten auf ihren Profilen und haben dann die Möglichkeit dies zu kommentieren und “gut zu finden”.

Alle, die bei Facebook mit uns befreundet sind oder uns über twitter bzw. identi.ca “folgen”, helfen uns und unsere Inhalte und Positionen bekannter zu machen.
Kritik daran ist offensichtlich: User im Internet verbreiten öffentlich die Positionen einer linksradikalen Gruppe. Das “gefällt” auch staatlichen Repressionsorganen, Nazis und Arbeitgeber_innen, die sich so einen Überblick über die politischen Positionen, Internetverhalten und soziale Kontakte von Einzelnen verschaffen können und Rückschlüsse ziehen können.

Die Lösung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Diensten. Jede_r kann selbst entscheiden, mit welchen Nutzer_innen er_sie verbunden sein will und wieviel von den persönlichen Daten preisgegeben werden soll.

Neben dem Schutz der eigenen identität z.B. durch das Verwenden eines falschen Namens, die Vermeidung von Bildern und bestimmte Inhalte nur für Freund_innen zugänglich machen, ist uns ein weiterer Punkt wichtig. Auch die Auswahl der eigenen Freund_innen lässt Rückschlüsse auf die eigene Person zu.
Desweiteren können über das Verbreiten von Falschmeldungen und Gerüchten schnell “Tatsachen” werden, die sich konkret auf die Vorbereitung von Aktionen auswirken und Andere in die Irre führen können. Ein solcher Umgang ist schlicht verantwortungslos.

Wir rufen dazu auf, soziale Netzwerke im Internet bewusst zu nutzen, sich die Gefahren bewusst zu machen und dies für den eigenen Umgang zu reflektieren.

Für diejenigen, die kein Bock auf web 2.0 haben, wird auch weiterhin unsere Homepage verfügbar sein. Die neuen Möglichkeiten sehen wir als Ergänzung nicht als Ersatz.

Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] im September 2010

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Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Unseren Aufruf lest ihr hier.

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Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

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Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Antifa Info Abend 09/10

Zum „Super-Gedenkjahr“ 2009 anlässlich 60 Jahre BRD und 20 Jahre Mauerfall zog ein rosa Häschen aus, um gegen die deutsche Selbstbeweihräucherung anzustinken. Pink Rabbit störte nationale Inszenierungen – es kam unter anderem zur Premiere vom Stauffenberg-Film Operation Walküre, ärgerte den Bund der Vertriebenen, verlieh der taz das Ehrenkreuz in Plüsch und machte sich über die Inszenierung der Varusschlacht lustig.
Die Kampagne der Naturfreundejugend Berlin sorgte für allerlei Aufregung. Pink Rabbit begreift Nation als herrschaftliches Konstrukt, das historisch mit der Entstehung des Kapitalismus und der kolonialen Weltordnung zusammenhängt, eine Abgrenzung nach außen und eine Homogenisierung nach innen herstellt und sich immer wieder in konkreten Praxen wie bspw. Feiern zur nationalen Einheit zu legitimieren versucht. Dabei sind moderner Antisemitismus, Rassismus und Geschlechterverhältnisse weitere zentrale Topoi für die Kritik des Hasen.
Die Veranstaltung wird einen Einblick in die Interventionen des Rabbits geben und die Inhalte der Broschüre vorstellen.

Do. 23. September 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 09/10

Zum „Super-Gedenkjahr“ 2009 anlässlich 60 Jahre BRD und 20 Jahre Mauerfall zog ein rosa Häschen aus, um gegen die deutsche Selbstbeweihräucherung anzustinken. Pink Rabbit störte nationale Inszenierungen – es kam unter anderem zur Premiere vom Stauffenberg-Film Operation Walküre, ärgerte den Bund der Vertriebenen, verlieh der taz das Ehrenkreuz in Plüsch und machte sich über die Inszenierung der Varusschlacht lustig.
Die Kampagne der Naturfreundejugend Berlin sorgte für allerlei Aufregung. Pink Rabbit begreift Nation als herrschaftliches Konstrukt, das historisch mit der Entstehung des Kapitalismus und der kolonialen Weltordnung zusammenhängt, eine Abgrenzung nach außen und eine Homogenisierung nach innen herstellt und sich immer wieder in konkreten Praxen wie bspw. Feiern zur nationalen Einheit zu legitimieren versucht. Dabei sind moderner Antisemitismus, Rassismus und Geschlechterverhältnisse weitere zentrale Topoi für die Kritik des Hasen.
Die Veranstaltung wird einen Einblick in die Interventionen des Rabbits geben und die Inhalte der Broschüre vorstellen.

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Infoveranstaltung zum “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund am 4. September

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 10 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

Home » Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphä

re zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnun

g, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Tru

ppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere

Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

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Infoveranstaltung zum “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund am 4. September

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Gegen die “Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

Achtet auf Ankündigungen zu Terminen in Hannover.
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Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis 12 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Für Samstag, den 4. September 2010 mobilisieren Dortmunder Nazis zum sechsten Mal in Folge europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, ihren Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus zu propagieren. So leugnen etwa die Nazis bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der Wehrmacht gegen Polen die Kriegsschuld am 2. Weltkrieg bei Deutschland liegt. Dieses Ereignis steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Antikriegstag, der aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor ging und sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr richtete. Eine Positionierung gegen Kriege ist auch heute noch aktuell: Die Bundeswehr setzt in weiten Teilen der Welt deutsche Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt durch.

Diesen Antikriegstag versuchen die Nazis erneut unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich zu besetzen. Unter Führung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ entwickelte sich die Demonstration zu einem der wichtigsten Events der deutschen Naziszene. Erschienen zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Nazis, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an, bevor im vergangen Jahr der braune „Antikriegstag“ erstmals einen herben Rückschlag hinnehmen musste: Aufgrund der Sicherheitslage sah sich die Polizei außer Stande, einen Demonstrationszug der Nazis schützen zu können und somit blieb es für die Nazis bei einer Kundgebung. Anders als etwa beim „Tag der deutschen Zukunft“, welcher jedes Jahr in anderen (nord-)deutschen Städten von den Nazis angemeldet wird, hat sich der „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund etabliert. Dass die Nazis für diese Großveranstaltung ausgerechnet Dortmund auswählten, ist dabei kein Zufall: seit Jahren stellt Dortmund eine Hochburg der Nazis im Westen der Bundesrepublik dar. So sind Dortmunder Nazis unter anderem für den Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz verantwortlich. Auch die DGB Demonstration am 1.Mai 2009 wurde von mehreren hundert gewaltbereiten Nazis angegriffen, die auch heute noch unter dem Label des „Nationalen Widerstandes“ zu „Action Days“ aufrufen und Antifaschist_innen überfallen. Darüber hinaus versuchen die Nazis in Dortmund-Dorstfeld eine Art „national befreite Zone“ zu etablieren, was jedoch bislang auf Widerstand stößt.

Die Ideologie der Nazis beruht unter anderem auf Militarismus, ein „Nationaler Antikriegstag“ steht im Widerspruch zu dieser Weltanschauung. Ähnlich wie in Bad Nenndorf versuchen die Nazis auch in Dortmund durch Geschichtsrevisionismus die Täterrolle der Deutschen während des 2.Weltkriegs zu relativieren. Sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch der Holocaust werden schlicht und einfach geleugnet. Um historische wie aktuelle Kriege zu erklären, werden von den Nazis rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, welche Kriege entweder als „Rassenkonflikte“ oder als „Produkte zionistischer Verschwörungen“ begreifen. Die Rolle von Kriegen im globalen kapitalistischen System wird von den Nazis fehlgedeutet. Durch militärische Einsätze versuchen Nationalstaaten ihre Position in der Weltmarktkonkurrenz zu verbessern. Das heißt zum einen, den größt möglichen Vorteil für das eigene nationale Kapital innerhalb einer neu geschaffenen, bzw. eröffneten Akkumulationssphäre zu ermöglichen und zum anderen ein Staatsgebiet den Bedingungen der eigenen Kapitalverwertung zu unterwerfen. Kriege sind Resultate national-staatlichen Anspruchs auf kapitalistischen Erfolg der eigenen Nation und kein Produkt „verschwörerischer Mächte“. Eine Kritik des Kriegs ist somit nicht vom Kapitalismus getrennt zu leisten. Deshalb muss der Antikriegstag auch Ausdruck der Ablehnung des Bestehenden sein.

Seit 1957 wird der 1.September als Antikriegstag von antimilitaristischen Gruppen und Gewerkschaften in der Bundesrepublik begangen. Aus der Erfahrung des deutschen Faschismus und des 2. Weltkriegs wird der Antikriegstag am 1. September begangen, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939. Zu Beginn richtete sich der Antikriegstag gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr und den so genannten „Atomtod“, die Bewaffnung, bzw. die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet der Bundesrepublik. Heute ist der Kampf gegen Aufrüstung, Militarismus und Krieg genauso notwendig wie damals, als die Demonstrant_innen forderten, dass „von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen“ darf. Denn zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen befindet sich die Bundeswehr mittlerweile wieder im Krieg. Auf der ganzen Welt kämpfen deutsche Soldaten für die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik und auch die Lüge von einem „Friedenseinsatz“ in Afghanistan wird angesichts immer neuer Opfer und Skandale rund um die Bundeswehr, wie die Kundus Affäre oder die Todesslisten der NATO-Truppen, nach und nach fallengelassen.

Stattdessen wirbt die Bundeswehr dafür, dass die Bevölkerung die „Auslandseinsätze“ als das akzeptiert was sie sind: Kriege für Wirtschaftsinteressen. Sie tut dies mit öffentlichkeitswirksamen Auftritten, wie etwa dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision in Hannover, oder militärischen Ritualen, wie die seit 2009 eingeführte Verleihung des „Ehrenkreuzes“ an Soldat_innen und die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen der Bundeswehr in Berlin. Auch das Feld der „Inneren Sicherheit“ soll, nach dem Willen der Sicherheitsstrateg_innen, schon bald in das Aufgabenfeld der Bundeswehr fallen. Bereits 2007 bei den Protesten gegen den G8-Gipfel waren Tornado-Aufklärungsflugzeuge im Einsatz. Diese könnten, genau wie die neuen Versammlungsgesetze in einigen Bundesländern, als weitere Schritte eines massiveren Ausbaus repressiver Maßnahmen gesehen werden. Selbstverständlich alles im Namen von Sicherheit und Prävention – Freiheit und Demokratie, kurz: die gewaltsame Aufrechterhaltung der unmenschlichen Zustände. Der antimilitaristische Kampf muss auch in Zukunft Aufgabe der radikalen Linken sein und darf nicht von Nazis als Teil ihrer verkürzten, rassistischen und antisemitischen Ideologie besetzt werden. Aus diesem Grund muss der antifaschistische Widerstand in Dortmund sich nicht nur gegen die Nazis selber richten, sondern muss auch mit einer Kritik an den Kriegen des Kapitalismus antworten. Wie unvereinbar Faschismus und Antimilitarismus sind, wird wohl kaum deutlicher, als an der Losung aus dem Schwur von Buchenwald: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“

Deshalb kommt am 4. September mit nach Dortmund! Den „Nationalen Antikriegstag“ verhindern!

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Den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund verhindern!

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro). Ein_e Vertreter_in des Antifa-Bündnisses S4 gibt einen Überblick über die Entwicklung der Dortmunder Naziszen, die aktuelle Situation und informiert selbstverständlich über den anstehenden Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 4. September 2010.

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Raus auf die Straße in Dortmund und Bremen!

“Nationaler Antikriegstag” in Dortmund

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Am 20. August findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im UJZ Kornstraße statt. Dort werden auch Tickets für den geplanten Bus gekauft werden können (Preis noch unklar, etwa 10-15 Euro).

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“Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen

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Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

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“Nationaler Antikriegstag” in Dortmund

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Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

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Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

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Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

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Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
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Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
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Vom ersten bis zum dritten Oktober werden in Bremen die „Einheitsfeierlichkeiten“ der BRD abgehalten. Deutschland hat viel zu feiern; 61 Jahre BRD und 20 Jahre nationale Selbstbestimmung durch die Einverleibung der DDR. Bei der Inszenierung dieser Feierlichkeiten um den „freien deutschen Staat“ bemüht sich Deutschland um das Image einer geläuterten Nation: aus zwei angefangenen Weltkriegen und dem Holocaust will man gelernt haben. Nach Startschwierigkeiten in Form von brennenden Asylbewerber_innenheimen in Rostock-Lichtenhagen oder Mölln im Kontext der Wiedervereinigung sollen weiterhin die „zwei deutschen Diktaturen“ verantwortungsbewusst verarbeitet werden. Mit rein gewaschener Weste und neuem Gründungsmythos steht die BRD heute für nun doch selbst erkämpfte Freiheit und Demokratie. Doch bei der Feierei um den 3.Oktober geht es nicht nur um Selbstbeweihräucherung und um weitaus mehr als Imagepflege vor den internationalen Gästen. Das nationalistische Spektakel um die „Wiedervereinigung“ hat, wie die „Du bis t Deutschland“-Kampagne, die nationale Begeisterung rund um die Männer-Fußball-WM oder den Rummel um die Teilnahme am Grand-Prix, vor allem ideologischen Nutzen. Solche Events dienen der Festigung des nationalen Zusammenhaltes und der Konstitution einer deutschen Identität. Sie stellen die zusammenschweißende Komponente dar, welche die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft am Laufen hält und vernebelt den erkennenden Blick auf die unvernünftige Einrichtung derselben. Denn vor allem in Zeiten der Krise und den damit zunehmenden Sozialkürzungen und Verhärtungen der Lebensbedingungen, steht der deutsche Nationalstaat mit seinen Funktionsträger_innen unter Legitimationsdruck.

Die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft machen den meisten Menschen das Leben unerträglich. Als Mitglieder von Staaten und Nationen treten sie einander als Konkurierende entgegen. Das gesellschaftliche Leben ist geprägt von warenförmigen Beziehungen, in denen nur anerkannt wird, was Wert verspricht und alles andere sich nur schwer der Belanglosigkeit entziehen kann. Um die eigene Existenz zu gewährleisten, um Geld zu beschaffen, sind die meisten Menschen dazu gezwungen, einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Lohnarbeit zu verschwenden. Als vereinzelte und verunsicherte Individuen konkurrieren sie mit ihresgleichen um das ungeliebte Privileg, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu dürfen. Diesem Zwang unterworfen, wird das eigene Bedürfnis dieser Logik untergeordnet und zum Selbstzwang. Die „Freiheit“, die in Bremen gefeiert wird, ist diese gesellschaftliche Realität, bestehend aus Konkurrenz und Zwang zum Selbstzwang: ein Leben gezeichnet durch Hilflosigkeit und Demütigungen in der kapitalistischen Konkurrenz, sowie der Gefahr, die Grundlagen der eigenen Existenz jederzeit verlieren zu können.

In der bürgerlichen Emanzipation von der feudalistischen Ständegesellschaft betritt mit dem bürgerlichen Staat auch die Nation die weltpolitische Bühne. Dabei werden die Leibeigenen sowohl von Hab und Gut, wie von dem Grundherrn „befreit“. Die scheinbar natürliche Vorstellung, nichts zu haben, außer der eigenen Arbeitskraft und diese zu verkaufen, wurde ihnen mit Gewalt eingeprügelt. In dieser Zeit sind die Arbeiter_innen oft genug nicht nur im übertragenen Sinn an die Maschinen gekettet. Und eine weitere scheinbar natürliche Selbstverständlichkeit muss antrainiert werden, nämlich zugehörig zu einer Nation zu sein: Schule, Militärdienst oder Familie sind Institutionen mit der Aufgabe, „Nation“ mittels Sprache, Geschichtsschreibung und Kultur herzustellen. Sie stellt die ideologische Komponente dar, die diese zerissene Gesellschaft zusammenhält. Die Nation verspricht den Halt und die Geborgenheit eines Kollektivs, welches vorgibt, die gesellschaftlichen Widersprüche aufzulösen, obwohl die Nation selbst verschiedenste Unfreiheiten und Zwänge hervorbringt und ständig reproduziert: So geht mit jeder Vorstellung von Nation ein nationalspezifisches Bild von Hautfarbe, Mentalität oder, wie hier erläutert werden soll, Geschlechtscharakteren einher, die alle Staatsbürger_innen dazu zwingt sich in dieser vorgegebenen Ordnung einzuordnen und den Erwartungen genüge zu tun. Wurde kategorisiert, folgt die unterschiedliche Behandlung, da das eigene Kollektiv eine Vorstellung davon präsentiert, wie das Leben organisiert sein soll: Das Bild „Frauen als Gebärmaschine am Herd, Männer in der Lohnarbeitswelt“ wurde teilweise gegen die Vorstellung getauscht, dass „weibliche Werte“ in der Wirtschaft für die Nationalökonomie auch ganz dufte seien und durch das neue Elterngeld können die Typen jetzt auch mal zuhause bleiben. Durch nationale Normierung, die der Staat durchsetzt, werden Menschen unterdrückt. Wer dabei nicht in die vorgegebenen Raster bezüglich Geschlecht oder Sexualität passt, bekommt Probleme. Emanzipatorische, antisexistische Arbeit muss dieses Verhältnis reflektieren, antinational sein und darf nicht darin aufgehen Forderungen „zum Wohle der Nation“ zu formulieren. Nationalismus ist der direkte Feind des antisexistischen Kampfes.

Der Bund von Staat und Nation suggeriert somit eine widerspruchsfreie Zusammengehörigkeit, eine scheinbar „natürliche“ Gemeinschaft, deren Geltung darüber hinaus nur durch die Abgrenzung zu einem fremden Kollektiv zu gewährleisten ist. Die Vorstellung einer Nation kann sich somit nicht aus sich selbst erklären, sondern braucht immer das Gegenüber zur Abgrenzung. Daher sind Rassismus, Antisemitismus und Sexismus unmittelbar mit der Vorstellung von Nation verbunden; auch wenn diese Ideologien eigenständige Dynamiken beinhalten. Seine reelle Grundlage findet der imaginierte Bund der Nation in der tatsächlichen Abhängigkeit der Bürger_innen, vom Erfolg „seines“ und „ihres“ Staates in der Weltmarktkonkurrenz. Weil der Staat das große Gegeneinander beaufsichtigt, erscheint er als Adressat für Forderungen und als Hüter des Gemeinwohls. Die Identifikation mit der Nation, mit den Zielen des Staates, verspricht die Möglichkeit, durch den nationalökonomischen Erfolg die persönlichen Lebensumstände zu verbessern und einen Ausweg aus der Ohnmacht und Verzweiflung der eigenen Existenz zu finden. Somit ordnet sich die_der Einzelne dann gerne dem Interesse des Staates unter, vor allem wenn Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ suggerieren es komme auf jede_n Einzelne_n. Wirklich darauf ankommen tut es, dass sich die Mitglieder_innen des nationalen Kollektivs in Eigenverantwortung für die nationale Reichtumsproduktion ins Zeug legen. Die Zugehörigkeit zum Kollektiv hängt dabei von der Bereitschaft ab, sich unter die nationalen Interessen unterzuordnen. Das Privileg der nationalen Zugehörigkeit bedeutet dabei das Recht und die Pflicht, sich gegenseitig kaputt zu konkurrieren. Dennoch lindert das Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, das Leid der eigenen Bedeutungslosigkeit und die Tatsache, bloße Arbeitskraftressource zu sein. Doch wenn der Staat und die Bürger_innen als Team vereint auf den Bolzplatz des Weltmarktes laufen, ist dies nur scheinbar logisch. Denn der Staat selbst ist es, der erst die Bedingungen für Arbeitszwang und Konkurrenz ermöglicht. Zwar erzeugt er die kapitalistische Konkurrenz nicht, aber er setzt sie durch. Er garantiert das Privateigentum und somit die Grundlage für das große Hauen und Stechen. Gezwungen durch die Weltmarktkonkurrenz muss der Staat die Systemzwänge kapitalistischer Herrschaft konkret durchzusetzen, er muss sich, auf Grund seiner Abhängigkeit von einer erfolgreichen nationalen Ökonomie, dem Ziel verschreiben, den Erfolg seines nationalen Kapitals zu sichern und diesen Erfolg auf dem Weltmarkt zu behaupten. Dafür organisiert er die nationale Arbeit. Dass die deutsche Wirtschaft seit neuestem wieder in „Partylaune“ (Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Institus für Wirtschaftsordnung (ifo)) ist und Hartz IV zeitgleich kein menschenwürdiges Leben garantiert, ist somit kein Widerspruch, sondern gehört zur Grundrechenart des Spiels – die Vorstellung, dass die in Deutschland lebenden Menschen ernsthaft besser abschneiden, wenn „ihr“ Nationalstaat in der Weltmarktkonkurrenz positiver da steht, ist selbst ideologische Verkehrung: Höhere Löhne oder mehr Sozialstaat ist das Ergebnis von Aufmuckerei der unzufriedenen Menschen, ein Resultat von Klassenkämpfen. Noch nicht mal die Hoffnung auf milde Gaben des Kapitals wird mit der nationalistischen Selbstaufgabe erfüllt. Nationalismus ist der direkte Feind des Klassenkampfes.

In kapitalistischen Krisen ist der nationale Zusammenhalt besonders gefordert. Unter den verschärften Bedingungen der Krise erscheinen die Zwänge der kapitalistischen Gesellschaft besonders hart. Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialkürzungen lassen selbst überzeugte Anhänger_innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung an diesem System zweifeln, wohl aber nicht an dem scheinbar naturwüchsigen Konstrukt der Nation. Der Staat, der sich weiterhin für eine weitestgehend ungestörte Kapitalakkumulation einsetzt und somit versucht, bestmögliche Bedingungen für eben diese zu bewerkstelligen, gerät unter Legitimationsdruck. Um Sozialkürzungen und Bankenrettungen zu rechtfertigen, greift er tief in die Mottenkiste nationaler Durchhalteparolen. Er appelliert an die Bürger_innen im Sinne des nationalen Wohls, diese oder jenen Einschnitte hinzunehmen, denn es geht ja bekanntlich um mehr als das eigene Wohl. Die Schuldigen, die diese Misere zu verantworten haben, sind selbstverständlich woanders zu suchen. In Form von antisemitischen Bildern des „amerikanischen Spekulanten“, der rassistischen Vorstellung von „Kopftuchmädchen“ oder sozialchauvinistischen Vorurteilen gegen „asoziale Hartz IV-Empfänger“ treten die zur Konstitution von Nation notwendigen äußeren und inneren Feinde der deutschen Nation auf, um die sich zuspitzende Situation von 80 Millionen Menschen zu erklären. Grundsätzlich sind jedoch nicht etwa Gier, Missmanagement oder gar staatliche Deregulierungspolitiken die Ursache für die Krise. Die Krise steckt vielmehr im System selbst. Und so sind es auch keine raffgierigen Banker_innen, die durch spekulative Geschäfte die ansonsten problemlos verlaufende Kapitalakkumulation gestört haben oder ganze Staaten, die vor Zeiten der Krise über ihre Verhältnisse gelebt hätten und jetzt in der Krise den gerechten Preis für ihre geradezu hedonistisch anmutende Staatspolitik zahlen müssten. Es ist die Kapitalakkumulation selbst, die in der Krise steckt. Die Verlagerung in die Finanzsphäre ist nur ein Symptom derselben. Beide Erklärungsmuster sind einerseits falsch, auf der anderen Seite aber praktisch für den ideologischen Staatsapparat. Das vermeintliche Missmanagement der „Pleitegriechen“ wurde in Deutschland in einen Diskurs um „spätrömische Dekadenz“ übertragen. „Wenn ihr nicht wie die Griechen enden wollt, schnallt die Gürtel enger“, lautete die Devise, mit der gegen all diejenigen vorgegangen wurde, die sowieso nichts haben. Angst wird bei denjenigen geschürt, die überhaupt noch etwas zu verlieren haben. Umso wichtiger erscheint in dieser Situation das Versprechen, nicht alleine dazustehen, sondern Teil des nationalen Kollektivs zu sein.

In Bremen wird nicht nur der Garant für den Kampf aller gegen alle, im Sinne des Gemeinwohls, gefeiert. Für jene Menschen, die sich in dem Zustand permanenter Konkurrenz noch nicht mal an der Zugehörigkeit zu diesem falschen Kollektiv erfreuen dürfen, ist dieses Fest ein Schlag ins Gesicht. Darüber hinaus stellt es einen Angriff auf all jene dar, die die Bestrebungen haben, ein schönes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle Menschen zu erkämpfen; eine Barriere, die es gilt aus dem Weg zu schaffen!

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Raus auf die Straße in Dortmund und Bremen!

“Nationaler Antikriegstag” in Dortmund

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Aus Hannover ist ein bus nach Dortmund geplant. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch bei uns.

Infos zu Dortmund gibt es bei den beiden Antifa-Bündnissen s4 und Dortmund stellt sich quer

“Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen
Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

Achtet auf Ankündigungen zu Terminen in Hannover.
Mehr Infos auf der Sonderseite.

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“Nationaler Antikriegstag” in Dortmund

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Aus Hannover ist ein bus nach Dortmund geplant. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch bei uns.

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“Einheitsfeierlichkeiten” in Bremen
Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

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Home » Polizei verhindert Rave gegen Krieg und Faschismus

Polizei verhindert Rave gegen Krieg und Faschismus

Der Protest gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision sollte bereits am Vortag der Feierlichkeiten beginnen. Mit einer Rave-Parade wollte das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ am Stadtpark vorbei in die Innenstadt ziehen.
Diese Losung aus dem Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald gilt heute wie damals. Mit dem Rave sollte sowohl die am Samstag stattfindenden Proteste gegen das Sommerbiwak, als auch den Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am kommenden Wochenende unterstützt werden.
Denn „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Mit dieser Welt haben weder das Sommerbiwak als Werbefeier für deutsche Auslandseinsätze, noch Naziaufmärsche etwas zu tun. Beides sind krasse Gegensätze zu der Vorstellung einer solidarischen Welt ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

Der Rave konnte jedoch nicht stattfinden. Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Polizei als Versammlungsbehörde dieser Umstand bekannt gewesen ist. Mit dieser Auflage wäre es der Polizei möglich jede Versammlung unter freiem Himmel faktisch zu verbieten. Im Streit vor Gericht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und wird sich zeigen, wie hier die nächste Instanz entscheiden wird.

Fakt bleibt, dass die Polizei eine Aktion gegen Nazis und Krieg massiv gestört und letztlich verhindert hat. Auch eine spontane Demonstration gegen das Verbot der Parade wurde mit fragwürdiger Argumentation eingeschränkt: Demonstriert werden dürfe schon, aber bitte nicht zu laut.
Die Erfahrung von der Parade steht nicht alleine, denn auch die OrganisatorInnen der Proteste gegen das Sommerbiwak haben restriktive Auflagen bekommen: Menschen, die zu dunkel gekleidet sind, dürfen nicht nebeneinander hergehen und Musik darf nur mit Pausen gespielt werden. Ähnliche Auflagen hat der DGB als Anmelder für eine Demo gegen Nazis in Bad Nenndorf bekommen.

Diese Beispiele sind ein Vorgeschmack auf das neue Versammlungsgesetz, das demnächst in Niedersachsen beschlossen werden soll. Es geht um Systemstabilisierung und Herrschaftssicherung! Das Schlagwort heisst „Innere Sicherheit“. Denn gerade in Zeiten der Krise, wenn die Prinzipien einer kapitalistisch-organisierten Gesellschaft in Frage von vielen Menschen offen in Frage gestellt werden, soll durch permanente Repression ein mögliches kritisches Potenzial oder auch nur von der Norm abweichendes Verhalten unter Kontrolle gehalten werden. Der Widerstand gegen die innere Sicherheit und generell Widerstand gegen das herrschende kapitalistische System soll im Keim erstickt werden.

Innere Sicherheit fängt nicht mit einem neuen Versammlungsgesetz in Niedersachsen an und hört damit nicht auf. Wir werden uns auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen unseren Widerstand auf die Straße zu bringen nicht bei Aktionen gegen Militär und Krieg, nicht in Bad Nenndorf gegen den Naziaufmarsch und nicht wenn es das nächste Mal nötig sein wird.
Das Widerstand auch anders aussehen und erfolgreich sein kann, zeigten ca. 40 Menschen, die den Eingang zum Stadtpark vorübergehend blockierten.

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Aktionen gegen den “nationalen Antikriegstag”

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

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Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

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Polizei verhindert Rave gegen Krieg und Faschismus

Der Protest gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision sollte bereits am Vortag der Feierlichkeiten beginnen. Mit einer Rave-Parade wollte das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ am Stadtpark vorbei in die Innenstadt ziehen.
Diese Losung aus dem Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald gilt heute wie damals. Mit dem Rave sollte sowohl die am Samstag stattfindenden Proteste gegen das Sommerbiwak, als auch den Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am kommenden Wochenende unterstützt werden.
Denn „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Mit dieser Welt haben weder das Sommerbiwak als Werbefeier für deutsche Auslandseinsätze, noch Naziaufmärsche etwas zu tun. Beides sind krasse Gegensätze zu der Vorstellung einer solidarischen Welt ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

Der Rave konnte jedoch nicht stattfinden. Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Polizei als Versammlungsbehörde dieser Umstand bekannt gewesen ist. Mit dieser Auflage wäre es der Polizei möglich jede Versammlung unter freiem Himmel faktisch zu verbieten. Im Streit vor Gericht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und wird sich zeigen, wie hier die nächste Instanz entscheiden wird.

Fakt bleibt, dass die Polizei eine Aktion gegen Nazis und Krieg massiv gestört und letztlich verhindert hat. Auch eine spontane Demonstration gegen das Verbot der Parade wurde mit fragwürdiger Argumentation eingeschränkt: Demonstriert werden dürfe schon, aber bitte nicht zu laut.
Die Erfahrung von der Parade steht nicht alleine, denn auch die OrganisatorInnen der Proteste gegen das Sommerbiwak haben restriktive Auflagen bekommen: Menschen, die zu dunkel gekleidet sind, dürfen nicht nebeneinander hergehen und Musik darf nur mit Pausen gespielt werden. Ähnliche Auflagen hat der DGB als Anmelder für eine Demo gegen Nazis in Bad Nenndorf bekommen.

Diese Beispiele sind ein Vorgeschmack auf das neue Versammlungsgesetz, das demnächst in Niedersachsen beschlossen werden soll. Es geht um Systemstabilisierung und Herrschaftssicherung! Das Schlagwort heisst „Innere Sicherheit“. Denn gerade in Zeiten der Krise, wenn die Prinzipien einer kapitalistisch-organisierten Gesellschaft in Frage von vielen Menschen offen in Frage gestellt werden, soll durch permanente Repression ein mögliches kritisches Potenzial oder auch nur von der Norm abweichendes Verhalten unter Kontrolle gehalten werden. Der Widerstand gegen die innere Sicherheit und generell Widerstand gegen das herrschende kapitalistische System soll im Keim erstickt werden.

Innere Sicherheit fängt nicht mit einem neuen Versammlungsgesetz in Niedersachsen an und hört damit nicht auf. Wir werden uns auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen unseren Widerstand auf die Straße zu bringen nicht bei Aktionen gegen Militär und Krieg, nicht in Bad Nenndorf gegen den Naziaufmarsch und nicht wenn es das nächste Mal nötig sein wird.
Das Widerstand auch anders aussehen und erfolgreich sein kann, zeigten ca. 40 Menschen, die den Eingang zum Stadtpark vorübergehend blockierten.

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Der Protest gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision sollte bereits am Vortag der Feierlichkeiten beginnen. Mit einer Rave-Parade wollte das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ am Stadtpark vorbei in die Innenstadt ziehen.
Diese Losung aus dem Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald gilt heute wie damals. Mit dem Rave sollte sowohl die am Samstag stattfindenden Proteste gegen das Sommerbiwak, als auch den Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am kommenden Wochenende unterstützt werden.
Denn „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Mit dieser Welt haben weder das Sommerbiwak als Werbefeier für deutsche Auslandseinsätze, noch Naziaufmärsche etwas zu tun. Beides sind krasse Gegensätze zu der Vorstellung einer solidarischen Welt ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

Der Rave konnte jedoch nicht stattfinden. Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Polizei als Versammlungsbehörde dieser Umstand bekannt gewesen ist. Mit dieser Auflage wäre es der Polizei möglich jede Versammlung unter freiem Himmel faktisch zu verbieten. Im Streit vor Gericht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und wird sich zeigen, wie hier die nächste Instanz entscheiden wird.

Fakt bleibt, dass die Polizei eine Aktion gegen Nazis und Krieg massiv gestört und letztlich verhindert hat. Auch eine spontane Demonstration gegen das Verbot der Parade wurde mit fragwürdiger Argumentation eingeschränkt: Demonstriert werden dürfe schon, aber bitte nicht zu laut.
Die Erfahrung von der Parade steht nicht alleine, denn auch die OrganisatorInnen der Proteste gegen das Sommerbiwak haben restriktive Auflagen bekommen: Menschen, die zu dunkel gekleidet sind, dürfen nicht nebeneinander hergehen und Musik darf nur mit Pausen gespielt werden. Ähnliche Auflagen hat der DGB als Anmelder für eine Demo gegen Nazis in Bad Nenndorf bekommen.

Diese Beispiele sind ein Vorgeschmack auf das neue Versammlungsgesetz, das demnächst in Niedersachsen beschlossen werden soll. Es geht um Systemstabilisierung und Herrschaftssicherung! Das Schlagwort heisst „Innere Sicherheit“. Denn gerade in Zeiten der Krise, wenn die Prinzipien einer kapitalistisch-organisierten Gesellschaft in Frage von vielen Menschen offen in Frage gestellt werden, soll durch permanente Repression ein mögliches kritisches Potenzial oder auch nur von der Norm abweichendes Verhalten unter Kontrolle gehalten werden. Der Widerstand gegen die innere Sicherheit und generell Widerstand gegen das herrschende kapitalistische System soll im Keim erstickt werden.

Innere Sicherheit fängt nicht mit einem neuen Versammlungsgesetz in Niedersachsen an und hört damit nicht auf. Wir werden uns auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen unseren Widerstand auf die Straße zu bringen nicht bei Aktionen gegen Militär und Krieg, nicht in Bad Nenndorf gegen den Naziaufmarsch und nicht wenn es das nächste Mal nötig sein wird.
Das Widerstand auch anders aussehen und erfolgreich sein kann, zeigten ca. 40 Menschen, die den Eingang zum Stadtpark vorübergehend blockierten.

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Der Protest gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision sollte bereits am Vortag der Feierlichkeiten beginnen. Mit einer Rave-Parade wollte das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ am Stadtpark vorbei in die Innenstadt ziehen.
Diese Losung aus dem Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald gilt heute wie damals. Mit dem Rave sollte sowohl die am Samstag stattfindenden Proteste gegen das Sommerbiwak, als auch den Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am kommenden Wochenende unterstützt werden.
Denn „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Mit dieser Welt haben weder das Sommerbiwak als Werbefeier für deutsche Auslandseinsätze, noch Naziaufmärsche etwas zu tun. Beides sind krasse Gegensätze zu der Vorstellung einer solidarischen Welt ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

Der Rave konnte jedoch nicht stattfinden. Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Polizei als Versammlungsbehörde dieser Umstand bekannt gewesen ist. Mit dieser Auflage wäre es der Polizei möglich jede Versammlung unter freiem Himmel faktisch zu verbieten. Im Streit vor Gericht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und wird sich zeigen, wie hier die nächste Instanz entscheiden wird.

Fakt bleibt, dass die Polizei eine Aktion gegen Nazis und Krieg massiv gestört und letztlich verhindert hat. Auch eine spontane Demonstration gegen das Verbot der Parade wurde mit fragwürdiger Argumentation eingeschränkt: Demonstriert werden dürfe schon, aber bitte nicht zu laut.
Die Erfahrung von der Parade steht nicht alleine, denn auch die OrganisatorInnen der Proteste gegen das Sommerbiwak haben restriktive Auflagen bekommen: Menschen, die zu dunkel gekleidet sind, dürfen nicht nebeneinander hergehen und Musik darf nur mit Pausen gespielt werden. Ähnliche Auflagen hat der DGB als Anmelder für eine Demo gegen Nazis in Bad Nenndorf bekommen.

Diese Beispiele sind ein Vorgeschmack auf das neue Versammlungsgesetz, das demnächst in Niedersachsen beschlossen werden soll. Es geht um Systemstabilisierung und Herrschaftssicherung! Das Schlagwort heisst „Innere Sicherheit“. Denn gerade in Zeiten der Krise, wenn die Prinzipien einer kapitalistisch-organisierten Gesellschaft in Frage von vielen Menschen offen in Frage gestellt werden, soll durch permanente Repression ein mögliches kritisches Potenzial oder auch nur von der Norm abweichendes Verhalten unter Kontrolle gehalten werden. Der Widerstand gegen die innere Sicherheit und generell Widerstand gegen das herrschende kapitalistische System soll im Keim erstickt werden.

Innere Sicherheit fängt nicht mit einem neuen Versammlungsgesetz in Niedersachsen an und hört damit nicht auf. Wir werden uns auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen unseren Widerstand auf die Straße zu bringen nicht bei Aktionen gegen Militär und Krieg, nicht in Bad Nenndorf gegen den Naziaufmarsch und nicht wenn es das nächste Mal nötig sein wird.
Das Widerstand auch anders aussehen und erfolgreich sein kann, zeigten ca. 40 Menschen, die den Eingang zum Stadtpark vorübergehend blockierten.

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Der Protest gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision sollte bereits am Vortag der Feierlichkeiten beginnen. Mit einer Rave-Parade wollte das Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ am Stadtpark vorbei in die Innenstadt ziehen.
Diese Losung aus dem Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald gilt heute wie damals. Mit dem Rave sollte sowohl die am Samstag stattfindenden Proteste gegen das Sommerbiwak, als auch den Widerstand gegen den geplanten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am kommenden Wochenende unterstützt werden.
Denn „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Mit dieser Welt haben weder das Sommerbiwak als Werbefeier für deutsche Auslandseinsätze, noch Naziaufmärsche etwas zu tun. Beides sind krasse Gegensätze zu der Vorstellung einer solidarischen Welt ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

Der Rave konnte jedoch nicht stattfinden. Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass der Polizei als Versammlungsbehörde dieser Umstand bekannt gewesen ist. Mit dieser Auflage wäre es der Polizei möglich jede Versammlung unter freiem Himmel faktisch zu verbieten. Im Streit vor Gericht ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und wird sich zeigen, wie hier die nächste Instanz entscheiden wird.

Fakt bleibt, dass die Polizei eine Aktion gegen Nazis und Krieg massiv gestört und letztlich verhindert hat. Auch eine spontane Demonstration gegen das Verbot der Parade wurde mit fragwürdiger Argumentation eingeschränkt: Demonstriert werden dürfe schon, aber bitte nicht zu laut.
Die Erfahrung von der Parade steht nicht alleine, denn auch die OrganisatorInnen der Proteste gegen das Sommerbiwak haben restriktive Auflagen bekommen: Menschen, die zu dunkel gekleidet sind, dürfen nicht nebeneinander hergehen und Musik darf nur mit Pausen gespielt werden. Ähnliche Auflagen hat der DGB als Anmelder für eine Demo gegen Nazis in Bad Nenndorf bekommen.

Diese Beispiele sind ein Vorgeschmack auf das neue Versammlungsgesetz, das demnächst in Niedersachsen beschlossen werden soll. Es geht um Systemstabilisierung und Herrschaftssicherung! Das Schlagwort heisst „Innere Sicherheit“. Denn gerade in Zeiten der Krise, wenn die Prinzipien einer kapitalistisch-organisierten Gesellschaft in Frage von vielen Menschen offen in Frage gestellt werden, soll durch permanente Repression ein mögliches kritisches Potenzial oder auch nur von der Norm abweichendes Verhalten unter Kontrolle gehalten werden. Der Widerstand gegen die innere Sicherheit und generell Widerstand gegen das herrschende kapitalistische System soll im Keim erstickt werden.

Innere Sicherheit fängt nicht mit einem neuen Versammlungsgesetz in Niedersachsen an und hört damit nicht auf. Wir werden uns auch in Zukunft nicht davon abhalten lassen unseren Widerstand auf die Straße zu bringen nicht bei Aktionen gegen Militär und Krieg, nicht in Bad Nenndorf gegen den Naziaufmarsch und nicht wenn es das nächste Mal nötig sein wird.
Das Widerstand auch anders aussehen und erfolgreich sein kann, zeigten ca. 40 Menschen, die den Eingang zum Stadtpark vorübergehend blockierten.

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Auch diesen August wollen wieder hunderte Neo-nazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“- Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um die Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Winklerbad verstorben sind. Das Winklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahlen an diesem Aufmarsch steigen von Jahr zu Jahr
Wir werden uns den Nazis in den Weg stellen!

Mi. 04. August 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts Hannover.

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Auch diesen August wollen wieder hunderte Neo-nazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“- Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um die Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Winklerbad verstorben sind. Das Winklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahlen an diesem Aufmarsch steigen von Jahr zu Jahr
Wir werden uns den Nazis in den Weg stellen!

Mi. 04. August 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts Hannover.

Home » Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Auch diesen August wollen wieder hunderte Neo-nazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“- Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um die Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Winklerbad verstorben sind. Das Winklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahlen an diesem Aufmarsch steigen von Jahr zu Jahr
Wir werden uns den Nazis in den Weg stellen!

Mi. 04. August 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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Infoveranstaltung zu Bad Nenndorf

Auch diesen August wollen wieder hunderte Neo-nazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“- Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um die Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Winklerbad verstorben sind. Das Winklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahlen an diesem Aufmarsch steigen von Jahr zu Jahr
Wir werden uns den Nazis in den Weg stellen!

Mi. 04. August 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

Home » Antifa Info Abend 12/10

Antifa Info Abend 12/10

„Wer regiert die Strände? Die Surfer! Und wer regiert die Surfer? Die Surf Nazis!“
Wir zeigen den „dilettantisch inszeniert, abstrus-gewalttätigen Actionfilm, der schamlos seine spekulativen Attribute ausschlachtet“: Surf Nazis Must Die.
Die Küste von Kalifornien ist durch ein apokalyptisches Erdbeben verwüstet worden und 80000 Menschen fanden den Tod. Die Surf Nazis, um ihren Anführer Adolf und dessen Freundin Eva, wollen diese Situation nutzen um die Strände unter ihre Kontrolle zu bringen.So kommt es zu Kämpfen zwischen ihnen und anderen Gangs. Eines Tages ermorden die Surf Nazis Leroy Washington aus rassistischen Gründen nach einem Streit. Als Leroys Mutter davon erfährt, legt sie sich ein Waffenarsenal zu und startet einen blutigen Rachefeldzug.
Neben der anspruchsvollen und zum Nachdenken anregenden Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Trashwichteln. Also bringt Kleinigkeiten mit, die ihr immer schon loswerden wolltet.

Do. 16. Dezember 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 12/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Home » Antifa Info Abend 11/10

Antifa Info Abend 11/10

Novemberrevolution 1918: Matrosenaufstand in Kiel, Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschlands durch Karl Liebknecht, Gefechte zwischen revolutionären ArbeiterInnen auf der einen und Reichswehr und rechten Freikorps auf der anderen Seite.
Doch die bewaffnetetn Aufstände reißen nicht ab: In Berlin wird im Winter 1918/19 wieder gekämpft, 1920 wird der Kapp-Putsch durch einen Generalstreik verhindert und mehrere bewaffnete Aufstände von 1919 bis 1923 zeugen auch nach dem Verrat der SPD 1918 von einem revolutionären Aufbegehren der ArbeiterInnenbewegung, doch auch Kritik an der, auf Moskau fixierten, KPD wird laut.
Bernd Langer liest aus seinem Buch „Revolution und bewaffnete Aufstände in Deutschland 1918 bis 1923“ in dem er diese Kämpfe analysiert und Diskussionsanlässe über die Notwendigkeit und Form linksradikaler Organisierung anstößt. Aus welchen Fehlern von damals kann heute gelernt werden? Damals wie heute stellt sich die Frage nach dem Ziel bzw. wofür wir kämpfen?

Do. 18. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 11/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

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Antifa Info Abend 12/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

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Antifa Info Abend 10/10

Antifa Info Abend Oktober 2010In dem Internetauftritt der Samtgemeinde Tostedt heißt es: „Tostedt bietet Lebensqualität“. Diese Selbstdarstellung ist ein verbaler Schlag ins Gesicht für die zahlreichen Betroffenen rechter Gewalt in Tostedt und Umgebung.
Das kleine Örtchen steht an erster Stelle, wenn es um faschistischen Übergriffe in Niedersachsen geht: Linke Jugendliche werden angegriffen und in ihren Häusern überfallen während Polizei und Zivilgesellschaft wegschauen. Das Naziproblem in Tostedt ist nicht neu. Es ist hausgemacht. Bis Mitte der 90er Jahre gab es eine breite alternative antifaschistische Jugendkultur. Diese wurde von staatlicher Seite zurückgedrängt: nicht-rechte Angebote im Jugendzentrum wurden unterbunden und antifaschistische Initiativen kriminalisiert, während den Nazis Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Mit diesem fehlgeschlagenen Ansatz der „akzeptierenden Jugendarbeit“ wurde maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Nazistrukturen in und um Tostedt langfristig etablieren konnten.
Die Kampagne „Landfriedensbruch“ will in dieses Klima des Verharmlosens und Wegschauens eingreifen. Ein erster Schritt ist Aufklärung und so sind ReferentInnen der Kampagne bei uns zu Gast.

Do. 21. Oktober 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 10/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Home » Antifa Info Abend 09/10

Antifa Info Abend 09/10

Zum „Super-Gedenkjahr“ 2009 anlässlich 60 Jahre BRD und 20 Jahre Mauerfall zog ein rosa Häschen aus, um gegen die deutsche Selbstbeweihräucherung anzustinken. Pink Rabbit störte nationale Inszenierungen – es kam unter anderem zur Premiere vom Stauffenberg-Film Operation Walküre, ärgerte den Bund der Vertriebenen, verlieh der taz das Ehrenkreuz in Plüsch und machte sich über die Inszenierung der Varusschlacht lustig.
Die Kampagne der Naturfreundejugend Berlin sorgte für allerlei Aufregung. Pink Rabbit begreift Nation als herrschaftliches Konstrukt, das historisch mit der Entstehung des Kapitalismus und der kolonialen Weltordnung zusammenhängt, eine Abgrenzung nach außen und eine Homogenisierung nach innen herstellt und sich immer wieder in konkreten Praxen wie bspw. Feiern zur nationalen Einheit zu legitimieren versucht. Dabei sind moderner Antisemitismus, Rassismus und Geschlechterverhältnisse weitere zentrale Topoi für die Kritik des Hasen.
Die Veranstaltung wird einen Einblick in die Interventionen des Rabbits geben und die Inhalte der Broschüre vorstellen.

Do. 23. September 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn

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Antifa Info Abend 09/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

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Antifa Info Abend 11/10

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Antifa Info Abend 10/10

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Antifa Info Abend 09/10

Monatliche Infoveranstaltung zu Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Home » Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Unseren Aufruf lest ihr hier.

Kommt zur bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober:
2. Oktober | 16.30 Uhr | Hauptbahnhof Bremen

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

Mehr Infos auf der Sonderseite.

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Bremen: Kein Tag für Deutschland! Kein Tag für die Nation!

Während auf den Straßen noch schwarz-rot-geil sich selbst feiert, finden anders wo schon die Planungen für die Fortsetzung dessen statt, nur diesmal rein staatlich organisiert. Dieses Jahr ist Bremen der Austragungsort der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. Zum letzten mal war Bremen 1994 Gastgeber dieser Spiele. Damals, Kohl war noch Bundeskanzler, brannten im Steintorviertel die Barrikaden, Supermärkte wurden geplündert und Tausende auf den Straßen zeigten der Nation was sie von ihrer Selbstinszenierung hielten.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Nicht trotz sondern wegen Auschwitz bombte Rot-Grün 1999 im Kosovo herum und spätestens seit der Männer-Fußball-WM sind “wir” auch wieder Weltmeister im Feiern des nationalen Kollektivs. Es ist schon länger her, dass Sozialabbau, Lohnkürzungen, Abschiebungen und Krieg solch ein schönes Sommermärchen waren…
Trotz alle dem hat sich in Bremen und bundesweit nun ein Bündnis gebildet. Mit Veranstaltungen, Aktionen und einer bundesweiten Groß-Demo am 2. Oktober wollen die beteiligten Gruppen deutlich machen, das ein schönes Leben nur jenseits von Staat, Nation, Kapital und (Lohn)Arbeit zu haben ist.

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Home » Gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!

Gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!

Sagt mit uns als antimilitaristische Bewegung deutlich ‚Nein’ dazu, dass sich die 1. Panzerdivision in die Öffentlichkeit drängt. Versuchen wir, sie in ihre Kasernen zurückzuverweisen, ihnen die Legitimität zu entziehen.
Wenn der hannoversche Oberbürgermeister in seinem alljährlichen Grußwort zum Sommerbiwak erklärt, dies sei eine ausgezeichnete Möglichkeit die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Militär und Politik zu pflegen und zu verbessern, so hat er recht: hier kommt zusammen, was zusammen gehört.

Wenn am 07. August 2010 die 1. PD mit 6000 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Militär feiern will, dann ist dies unsere Möglichkeit, diejenigen, die von Krieg und Ausbeutung profitieren, mit sichtbarem und hörbarem Protest und Widerstand zu konfrontieren..
Sie feiern, damit sie Krieg führen können! Vermiesen wir ihnen ihr Fest!

Schluss mit dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!
Sofortige Aufkündigung der Patenschaft Hannovers mit „der 1.“!
Bundeswehr raus aus Afghanistan!

Aus dem Aufruf des Antimilitaristischen Aktionkreises Region Hannover.

Kundgebung danach Demo
Sa. 07. August 2010 | vor dem HCC (nähe Haltestelle Hannover Congresscentrum) | 17:30 – 19 Uhr

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Gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!

Sagt mit uns als antimilitaristische Bewegung deutlich ‚Nein’ dazu, dass sich die 1. Panzerdivision in die Öffentlichkeit drängt. Versuchen wir, sie in ihre Kasernen zurückzuverweisen, ihnen die Legitimität zu entziehen.
Wenn der hannoversche Oberbürgermeister in seinem alljährlichen Grußwort zum Sommerbiwak erklärt, dies sei eine ausgezeichnete Möglichkeit die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Militär und Politik zu pflegen und zu verbessern, so hat er recht: hier kommt zusammen, was zusammen gehört.

Wenn am 07. August 2010 die 1. PD mit 6000 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Militär feiern will, dann ist dies unsere Möglichkeit, diejenigen, die von Krieg und Ausbeutung profitieren, mit sichtbarem und hörbarem Protest und Widerstand zu konfrontieren..
Sie feiern, damit sie Krieg führen können! Vermiesen wir ihnen ihr Fest!

Schluss mit dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!
Sofortige Aufkündigung der Patenschaft Hannovers mit „der 1.“!
Bundeswehr raus aus Afghanistan!

Aus dem Aufruf des Antimilitaristischen Aktionkreises Region Hannover.

Kundgebung danach Demo
Sa. 07. August 2010 | vor dem HCC (nähe Haltestelle Hannover Congresscentrum) | 17:30 – 19 Uhr

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Gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!

Sagt mit uns als antimilitaristische Bewegung deutlich ‚Nein’ dazu, dass sich die1. Panzerdivision in die Öffentlichkeit drängt. Versuchen wir, sie in ihre Kasernen zurückzuverweisen, ihnen die Legitimität zu entziehen.
Wenn der hannoversche Oberbürgermeister in seinem alljährlichen Grußwort zum Sommerbiwak erklärt, dies sei eine ausgezeichnete Möglichkeit die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Militär und Politik zu pflegen und zu verbessern, so hat er recht: hier kommt zusammen, was zusammen gehört.

Wenn am 07. August 2010 die 1. PD mit 6000 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Militär feiern will, dann ist dies unsere Möglichkeit, diejenigen, die von Krieg und Ausbeutung profitieren, mit sichtbarem und hörbarem Protest und Widerstand zu konfrontieren..
Sie feiern, damit sie Krieg führen können! Vermiesen wir ihnen ihr Fest!

Schluss mit dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!
Sofortige Aufkündigung der Patenschaft Hannovers mit „der 1.“!
Bundeswehr raus aus Afghanistan!

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Kundgebung danach Demo
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Gegen das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!

Sagt mit uns als antimilitaristische Bewegung deutlich ‚Nein’ dazu, dass sich die1. Panzerdivision in die Öffentlichkeit drängt. Versuchen wir, sie in ihre Kasernen zurückzuverweisen, ihnen die Legitimität zu entziehen.
Wenn der hannoversche Oberbürgermeister in seinem alljährlichen Grußwort zum Sommerbiwak erklärt, dies sei eine ausgezeichnete Möglichkeit die Beziehungen zwischen Wirtschaft, Militär und Politik zu pflegen und zu verbessern, so hat er recht: hier kommt zusammen, was zusammen gehört.

Wenn am 07. August 2010 die 1. PD mit 6000 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Militär feiern will, dann ist dies unsere Möglichkeit, diejenigen, die von Krieg und Ausbeutung profitieren, mit sichtbarem und hörbarem Protest und Widerstand zu konfrontieren..
Sie feiern, damit sie Krieg führen können! Vermiesen wir ihnen ihr Fest!

Schluss mit dem Sommerbiwak der 1. Panzerdivision!
Sofortige Aufkündigung der Patenschaft Hannovers mit „der 1.“!
Bundeswehr raus aus Afghanistan!

Aus dem Aufruf des Antimilitaristischen Aktionkreises Region Hannover.

Kundgebung danach Demo
Sa. 07. August 2010 | vor dem HCC (nähe Haltestelle Hannover Congresscentrum) | 17:30 – 19 Uhr

Home » Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Am 14. August wollen Neonazis in Bad Nenndorf Geschichtsrevisionismus betreiben und deutschen Soldaten, welche angeblich von Alliierten gefoltert und ermordet wurden, gedenken. Damit versuchen sie die deutschen Soldaten des 2. Weltkriegs als Opfer darzustellen.
Doch wer eine Waffe für den Erhalt des Faschismus in die Hand nimmt, ist kein Opfer!
Und während Neonazis am 14. August um ihre Wehrmachtssoldaten trauern wollen, feiert die 1. Panzerdivision am 07. August ihr jährliches Sommerbiwak unter Billigung von weiten Teilen der Bevölkerung, obwohl auch 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges die deutsche Geschichte nicht aufgearbeitet wurde und Soldat_innen wieder für deutsche Interessen töten.
Wir wollen aus der Reihe tanzen, statt im Gleichschritt zu marschieren, deswegen stellen wir uns in Bad Nenndorf den Neonazis in den Weg und machen die Feierlichkeiten der 1.Panzerdivision in Hannover zum Desaster!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Lasst uns die Verhältnisse zum tanzen bringen!

Rave mit DJ Jan Gotti und Rosa Rauschen (Liveact).

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Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Am 14. August wollen Neonazis in Bad Nenndorf Geschichtsrevisionismus betreiben und deutschen Soldaten, welche von Alliierten gefoltert und ermordet wurden, gedenken. Damit versuchen sie die deutschen Soldaten des 2. Weltkriegs als Opfer darzustellen.
Doch wer eine Waffe für den Erhalt des Faschismus in die Hand nimmt, ist kein Opfer!
Und während Neonazis am 14. August um ihre Wehrmachtssoldaten trauern wollen, feiert die 1. Panzerdivision am 07. August ihr jährliches Sommerbiwak unter Billigung von weiten Teilen der Bevölkerung, obwohl auch 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges die deutsche Geschichte nicht aufgearbeitet wurde und Soldat_innen wieder für deutsche Interessen töten.
Wir wollen aus der Reihe tanzen, statt im Gleichschritt zu marschieren, deswegen stellen wir uns in Bad Nenndorf den Neonazis in den Weg und machen die Feierlichkeiten der 1.Panzerdivision in Hannover zum Desaster!

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Lasst uns die Verhältnisse zum tanzen bringen!

Rave mit DJ Jan Gotti und Rosa Rauschen (Liveact).

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Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Rave mit DJ Jan Gotti und Rosa Rauschen.

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Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Rave mit DJ Jan Gotti und Rosa Rauschen.

Home » Antirademo in Trauer um Slawik

Antirademo in Trauer um Slawik

Am Freitag, den 2. Juli hat sich in Niedersachsens zentralem Abschiebegefängnis in Hannover-Langenhagen Slawik-Tsolak C. das Leben genommen. Der 58-jährige Mann, der seit 11 Jahren in Deutschland gelebt hatte, war am 28. Juni in das Abschiebegefängnis eingeliefert worden und sollte nach Armenien abgeschoben werden. Der Mann war aus Aserbaidschan geflohen. Auf Grundlage von Interpol gelieferter falscher Identitätsdaten hat sich die Ausländerbehörde, einen Ausweisersatz von der armenischen Botschaft besorgt, um seine Abschiebung zu ermöglichen. Offensichtlich war zudem auch die Inhaftierung nicht rechtsmäßig. Im Gefängnis dann sei Slawik C. nach Angaben der Gefängnisleitung medikamentös „eingestellt“ worden, da er aggressiv gewesen sei. Die ganzen Umstände der Inhaftierung von Slawik C. werfen viele Fragen auf und sind skandalös.
Der Suizid von Slawik C. war das zweite mal, dass sich ein Abschiebegefangener in Hannover-Langenhagen das Leben nahm. Bereits im Jahr 2000, wenige Monate nach Eröffnung des Abschiebegefängnisses, das damals von Niedersächsischen Innenministerium und Teilen der Medien als Vorzeigehaftanstalt gepriesen wurde, hatte sich der 17-jährige Arumugasamy Subramaniam aus Angst vor der bevorstehenden Abschiebung nach Sri Lanka umgebracht. Der Freitod von Slawik C. macht einmal mehr deutlich, wie unmenschlich Abschiebehaft ist und welcher hoffnungslosen Lage sich die Abschiebegefangenen befinden.
Deutlich wird ebenfalls erneut, dass hinter den Mauern viele Dinge geschehen, die sich der Öffentlichkeit entziehen. So sind am 25. Juni vier Gefangene in den Hungerstreik getreten, um ihre Abschiebung nach Syrien zu verhindern. Nachdem die Schließer mit Einschluss in Einzelhaftzellen im Kellergeschoss des Gefängnisses gedroht hatten, brachen sie den Hungerstreik nach drei Tagen ab. Auch berichtete der eine der vier Hungerstreikenden, dass er durch einen Wärter misshandelt wurde.
Wir wissen nicht, wie viele Hungerstreiks es gegeben hat, von denen wir nicht erfahren haben. Und sicher wird es auch Misshandlungen und Demütigungen von Gefangenen geben, die niemals an die Öffentlichkeit kommen. Viele der Abschiebegefangenen sitzen auch nach geltendem Gesetz zu Unrecht in Haft. Nach einer Auswertung eines Fachanwaltes betrifft dies über 30%. Selbstverständlich muss es das Ziel sein, Abschiebehaft abzuschaffen. Bis dahin ist es notwendig, dass eine kritische Öffentlichkeit die Gefangenen, die kaum eine Möglichkeit haben, die Dinge, die sie in der Abschiebehaft erdulden, nach außen zu tragen,
unterstützt und ihnen ein Sprachrohr gibt. Es ist notwendig, dass Druck aufgebaut wird, damit all die Vorfälle von Misshandlungen und die Suizide untersucht werden. Es ist notwendig, dass wir die Kämpfe, die die Gefangenen hinter den Mauern führen, nach außen tragen. Abschiebehaft ist die weitest gehende Entrechtung, der Flüchtlinge unterworfen sind. Sie bringt den rücksichtslosen Abschiebungswillen der Behörden zum Ausdruck. Der tragische Tod von Slawik C. ringt dies einmal mehr ins Bewusstsein.

Wir sind wütend und traurig über den Suizid von Slawik!
Solidarität mit den Abschiebegefangenen!
Abschiebehaft und Abschiebungen abschaffen!
Kommt zur Demonstration!

Antirassismusplenum Hannover

Fr. 09. Juli 2010 | Georgstraße (Höhe Schillerdenkmal) | 17 Uhr

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Antirademo in Trauer um Slawik

Am Freitag, den 2. Juli hat sich in Niedersachsens zentralem Abschiebegefängnis in Hannover-Langenhagen Slawik-Tsolak C. das Leben genommen. Der 58-jährige Mann, der seit 11 Jahren in Deutschland gelebt hatte, war am 28. Juni in das Abschiebegefängnis eingeliefert worden und sollte nach Armenien abgeschoben werden. Der Mann war aus Aserbaidschan geflohen. Auf Grundlage von Interpol gelieferter falscher Identitätsdaten hat sich die Ausländerbehörde, einen Ausweisersatz von der armenischen Botschaft besorgt, um seine Abschiebung zu ermöglichen. Offensichtlich war zudem auch die Inhaftierung nicht rechtsmäßig. Im Gefängnis dann sei Slawik C. nach Angaben der Gefängnisleitung medikamentös „eingestellt“ worden, da er aggressiv gewesen sei. Die ganzen Umstände der Inhaftierung von Slawik C. werfen viele Fragen auf und sind skandalös.
Der Suizid von Slawik C. war das zweite mal, dass sich ein Abschiebegefangener in Hannover-Langenhagen das Leben nahm. Bereits im Jahr 2000, wenige Monate nach Eröffnung des Abschiebegefängnisses, das damals von Niedersächsischen Innenministerium und Teilen der Medien als Vorzeigehaftanstalt gepriesen wurde, hatte sich der 17-jährige Arumugasamy Subramaniam aus Angst vor der bevorstehenden Abschiebung nach Sri Lanka umgebracht. Der Freitod von Slawik C. macht einmal mehr deutlich, wie unmenschlich Abschiebehaft ist und welcher hoffnungslosen Lage sich die Abschiebegefangenen befinden.
Deutlich wird ebenfalls erneut, dass hinter den Mauern viele Dinge geschehen, die sich der Öffentlichkeit entziehen. So sind am 25. Juni vier Gefangene in den Hungerstreik getreten, um ihre Abschiebung nach Syrien zu verhindern. Nachdem die Schließer mit Einschluss in Einzelhaftzellen im Kellergeschoss des Gefängnisses gedroht hatten, brachen sie den Hungerstreik nach drei Tagen ab. Auch berichtete der eine der vier Hungerstreikenden, dass er durch einen Wärter misshandelt wurde.
Wir wissen nicht, wie viele Hungerstreiks es gegeben hat, von denen wir nicht erfahren haben. Und sicher wird es auch Misshandlungen und Demütigungen von Gefangenen geben, die niemals an die Öffentlichkeit kommen. Viele der Abschiebegefangenen sitzen auch nach geltendem Gesetz zu Unrecht in Haft. Nach einer Auswertung eines Fachanwaltes betrifft dies über 30%. Selbstverständlich muss es das Ziel sein, Abschiebehaft abzuschaffen. Bis dahin ist es notwendig, dass eine kritische Öffentlichkeit die Gefangenen, die kaum eine Möglichkeit haben, die Dinge, die sie in der Abschiebehaft erdulden, nach außen zu tragen,
unterstützt und ihnen ein Sprachrohr gibt. Es ist notwendig, dass Druck aufgebaut wird, damit all die Vorfälle von Misshandlungen und die Suizide untersucht werden. Es ist notwendig, dass wir die Kämpfe, die die Gefangenen hinter den Mauern führen, nach außen tragen. Abschiebehaft ist die weitest gehende Entrechtung, der Flüchtlinge unterworfen sind. Sie bringt den rücksichtslosen Abschiebungswillen der Behörden zum Ausdruck. Der tragische Tod von Slawik C. ringt dies einmal mehr ins Bewusstsein.

Wir sind wütend und traurig über den Suizid von Slawik!
Solidarität mit den Abschiebegefangenen!
Abschiebehaft und Abschiebungen abschaffen!
Kommt zur Demonstration!

Antirassismusplenum Hannover

Fr. 09. Juli 2010 | Georgstraße (Höhe Schillerdenkmal) | 17 Uhr

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Rave: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Rave mit DJ Jan Gotti

Home » Gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Unter dem Motto „Dresden nach Bad Nenndorf holen!“ ruft das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ zu Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch am 14. August d.J. in Bad Nenndorf auf. Rund drei Monate vor dem sog. „Trauermarsch“ der Neonazis in Bad Nenndorf appellieren wir an die zivilgesellschaftlichen Kräfte, gemeinsam den Aufmarsch zu verhindern. Die Massenaktionen gegen den europaweit größten Naziaufmarsch am 13. Februar d.J. in Dresden zeigen, dass es möglich ist, die wichtigen Aufmärsche der Neoanzis komplett zu verhindern.

Mehr Infos auf der Sonderseite badnenndorf.blogsport.de.

Sa. 14. August 2010 | Bad Nenndorf | ab 8 Uhr

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Gegen den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Unter dem Motto „Dresden nach Bad Nenndorf holen!“ ruft das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ zu Massenblockaden gegen den Naziaufmarsch am 14. August d.J. in Bad Nenndorf auf. Rund drei Monate vor dem sog. „Trauermarsch“ der Neonazis in Bad Nenndorf appellieren wir an die zivilgesellschaftlichen Kräfte, gemeinsam den Aufmarsch zu verhindern. Die Massenaktionen gegen den europaweit größten Naziaufmarsch am 13. Februar d.J. in Dresden zeigen, dass es möglich ist, die wichtigen Aufmärsche der Neoanzis komplett zu verhindern.

Mehr Infos auf der Sonderseite badnenndorf.blogsport.de.

Sa. 14. August 2010 | Bad Nenndorf | ab 8 Uhr

Home » Antirademo in Gifhorn

Antirademo in Gifhorn

Wohnungen für Flüchtlinge – Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Meinersen

Flüchtlinge aus dem Landkreis Gifhorn (Niedersachsen), die dort in dem Ort Meinersen in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, rufen für Sonnabend, den 3. Juli, 12.00 Uhr zu einer Demonstration für eine menschenwürdige Unterbringung auf. “Wohnungen für Flüchtlinge – Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Meinersen” lautet das Motto der Demo, die der Flüchtlingsrat Niedersachsen angemeldet hat und unterstützt. Es geht allerdings noch um weit mehr: Die Flüchtlinge unterliegen Sondergesetzen, die ihnen das leben Tag für Tag schwer machen. Nicht nur, dass sie in abgelegenen Gemeinschaftsunterkünften oder Lagern isoliert und auf engem Raum, fremdbestimmt leben, sie unterliegen auch noch dem Asylbewerberleistungsgesetz und erhalten oftmals nur Gutscheine und einen geringen Barbetrag (der manchmal gestrichen wird).
Hinzu kommt, dass sie häufig keine Arbeitserlaubnis erhalten oder nur unter sehr eingeschränkten Möglichkeiten arbeiten dürfen. Sie unterliegen der sog. Residenzpflicht, die ihnen auferlegt, im Bereich der zuständigen Ausländerbehörde zu wohnen und es ihnen verbietet, das Bundesland oder in manchen Fällen auch nur die Kommune ohne Erlaubnis der Ausländerbehörde zu verlassen. Viele der Flüchtlinge leben seit etlichen Jahre nur mit einer Duldung ohne eine richtige Aufenthaltserlaubnis unter diesen Sondergesetzen. Sie sind ohne finanzielle Mittel und in isolierten Unterkünften weitgehend von der Gesellschaft ausgeschlossen. Die Perspektivlosigkeit und die bedrückenden Lebensverhältnisse machen die Flüchtlinge krank. Die BewohnerInnen der Gemeinschafsunterkunft Meinersen haben ihre Situation satt und rufen daher zum Protest auf. Sie müssen die Möglichkeit haben, in Wohnungen zu leben, brauchen die gleichen Sozialleistungen wie alle anderen in diesem Land auch und benötigen Aufenthaltsperspektiven!

Die rassistischen Sondergesetze müssen weg! Bleiberecht für alle geduldeten Flüchtlinge!

Kommt zur Demonstration nach Gifhorn!

Sa. 3. Juli 2010 | Braunschweiger Straße Höhe Famila-Supermarkt (Gifhorn) | 12 Uhr

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Antirademo in Gifhorn

Wohnungen für Flüchtlinge – Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Meinersen

Flüchtlinge aus dem Landkreis Gifhorn (Niedersachsen), die dort in dem Ort Meinersen in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, rufen für Sonnabend, den 3. Juli, 12.00 Uhr zu einer Demonstration für eine menschenwürdige Unterbringung auf. “Wohnungen für Flüchtlinge – Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Meinersen” lautet das Motto der Demo, die der Flüchtlingsrat Niedersachsen angemeldet hat und unterstützt. Es geht allerdings noch um weit mehr: Die Flüchtlinge unterliegen Sondergesetzen, die ihnen das leben Tag für Tag schwer machen. Nicht nur, dass sie in abgelegenen Gemeinschaftsunterkünften oder Lagern isoliert und auf engem Raum, fremdbestimmt leben, sie unterliegen auch noch dem Asylbewerberleistungsgesetz und erhalten oftmals nur Gutscheine und einen geringen Barbetrag (der manchmal gestrichen wird).
Hinzu kommt, dass sie häufig keine Arbeitserlaubnis erhalten oder nur unter sehr eingeschränkten Möglichkeiten arbeiten dürfen. Sie unterliegen der sog. Residenzpflicht, die ihnen auferlegt, im Bereich der zuständigen Ausländerbehörde zu wohnen und es ihnen verbietet, das Bundesland oder in manchen Fällen auch nur die Kommune ohne Erlaubnis der Ausländerbehörde zu verlassen. Viele der Flüchtlinge leben seit etlichen Jahre nur mit einer Duldung ohne eine richtige Aufenthaltserlaubnis unter diesen Sondergesetzen. Sie sind ohne finanzielle Mittel und in isolierten Unterkünften weitgehend von der Gesellschaft ausgeschlossen. Die Perspektivlosigkeit und die bedrückenden Lebensverhältnisse machen die Flüchtlinge krank. Die BewohnerInnen der Gemeinschafsunterkunft Meinersen haben ihre Situation satt und rufen daher zum Protest auf. Sie müssen die Möglichkeit haben, in Wohnungen zu leben, brauchen die gleichen Sozialleistungen wie alle anderen in diesem Land auch und benötigen Aufenthaltsperspektiven!

Die rassistischen Sondergesetze müssen weg! Bleiberecht für alle geduldeten Flüchtlinge!

Kommt zur Demonstration nach Gifhorn!

Sa. 3. Juli 2010 | Braunschweiger Straße Höhe Famila-Supermarkt (Gifhorn) | 12 Uhr

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[AAH] Infotisch

Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

Shirts

Refugees Welcome
Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
Preis: 12 €

Stalingrad 43
Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
Preis: 12 €

Fight Sexism, Capitalism & Racism
Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
Preis: 12 €

No Justice, No Peace
Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
Preis: 12 €

Street Art is not a crime
Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
Preis: 12 €

Buttons & Pins

Antifaschistische Aktion
Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
Preis: 0,80 €

Antifaschistische Aktion
Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
Preis: 0,80 €

Good Night White Pride
Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
Preis: 0,80 €

Wir wollen Alles!
Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
Preis: 0,80 €

Wir wollen Alles!
Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
Preis: 0,80 €

Antifaschistische Aktion
Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
Preis: 3 €

Patches

Antifaschistische Aktion
Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
Preis: 3 €

Good Night White Pride
gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
Preis: 1 €

Aufkleber

30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

Good Night White Pride
Format: 7 x 7 cm
Kapitalismus abschaffen
Format: 4,5 x 14 cm
Kein Fußbreit den Faschisten
Format: DIN A7
Gegen Leistungszwang
Format: DIN A7
No Nazis
Format: DIN A7
Terror per Gesetz
Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
Format: DIN A7

Bücher/Broschüren/Zeitungen

Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
von Bini Adamczak

Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
Preis: 8 €

Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
von Bini Adamczak

Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
Preis: 12 €

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
von Michael Heinrich

Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
Preis: 10 €

Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
von Moe Hierlmeier

Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
Preis: 10 €

Wege durch die Wüste
Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
Preis: 9,80 €

Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
von den Flying Pickets

August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
Preis: 12 €

Die Wut des Panthers
von Oliver Demny
Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
Preis: 14 €

Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
vom …um’s Ganze Bündnis

In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

Erschienen 2009 · 112 Seiten
Preis: 1 €

Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
Preis: 2 €

They Gonna Privatize the Air
von der Antifaschistischen Linken Berlin

Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
Aus der Einleitung:
“Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
Preis: 0,50 €

“Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
Preis: 1 €

“Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
Broschüre zu Reformismus und Revolution.

Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
Preis: 1 €

Klassenbuch
von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
Preis: 0,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 124, Schwerpunkt: 1. Mai: Nazis marschierten – oder och nicht!
Erschienen: Mai|Juni 2010
Preis: 2,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 123, Schwerpunkt: Feindbild Islam
Erschienen: März|April 2010
Preis: 2,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 122, Schwerpunkt: Dresden – Eien blockade kündigt sich an
Erschienen: Januar|Februar 2010
Preis: 2,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
Erschienen: November|Dezember 2009
Preis: 2,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
Erschienen: September|Oktober 2009
Preis: 2,50 €

Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
Erschienen: Juli|August 2009
Preis: 2,50 €

Sonstiges

Pocket Spray
Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
Preis: 3 €

Antifa-Fahne
Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
Preis: 12 €

Motoradhaube
Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
Preis: 3 €

Home » Chronologie rechter Aktivitäten

Chronologie rechter Aktivitäten

Zu häufig bleiben rechte Aktivitäten und Naziangriffe unbeachtet oder werden bewusst falsch oder verharmlosend dargestellt.
Wir wollen diesem Trend entgegen wirken und stellen hier eine Chronik rechter Aktivitäten und Naziübergriffen für die Region Hannover zusammen. Ziel ist es, die Aktivitäten von parteigebundenen und ‐freien Nazis, rechtspopulistischen BürgerInneninitiativen, studentischen Verbindungen, rechten Fussballfans und rechts‐offener kultureller Grauzone öffentlich zu machen.
Die Idee ist nicht neu und immer wieder werden anlassbezogen, z.B. für Mobilisierungen gegen Naziaktivitäten, Chronologien dieser Art zusammengestellt.
Mit unserer Idee setzen wir diese Praxis konsequent fort und bieten so die Möglichkeit für Interessierte, sich ein realistisches Bild über die Aktivitäten am rechten Rand in der Region Hannover machen zu können.

Desweiteren stellen wir einen Text zur Verfügung, der erste Tipps im Umgang mit Naziübergriffen gibt. Wenn ihr selbst rechten Aktivitäten oder Naziangriffe beobachtet, dann gebt uns Bescheid.

Home » Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Am 29. Juni vor 16 Jahren wurde der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Mit dem Plakat wollte Halim auf den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk aufmerksam machen. Durch den Freispruch des Todesschützen vor dem Landgericht Hannover, sollten auch die genauen Zusammenhänge des tödlichen Vorfalls nie abschließend aufgeklärt und öffentlich werden.
Der Tod Halim Deners hatte seiner Zeit viele Menschen aufgeschreckt, die lange nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass die türkische Armee mit direkter und indirekter Unterstützung der NATO und somit auch Deutschlands einen Krieg gegen das kurdische Volk führt.
Dieser ewige Krieg gegen das kurdische Volk ist heute noch von hoher Aktualität.
Noch immer sterben in der Türkei und vor allem in den kurdischen Gebieten viele Kurdinnen und Kurden nicht zuletzt durch deutsche Waffen.
Auch hier in Deutschland sind die KurdInnen und ihre Vereine u.a. das Kurdistan-Volkshaus Hannover, der ständigen Repressionen, Diskriminierungen und Kriminalisierung ausgesetzt.

  • Schluss mit den systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den KurdInnen in Deutschland!
  • Wir rufen alle Freunde und Vertreter der Menschlichkeit und der Demokratie zur Solidarität auf, um ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir gegen jegliche Ausbeutung und Verachtung der Menschenrechte sind!

Di. 29. Juni 2010 | Steintorplatz (Innenstadt Hannover) | 17 Uhr

Bei Möglichkeit mitbringen: Blumen

Mehr Informationen zum Thema Halim Dener auf den Seiten der ISKU.

Home » Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Am 29. Juni vor 16 Jahren wurde der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Mit dem Plakat wollte Halim auf den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk aufmerksam machen. Durch den Freispruch des Todesschützen vor dem Landgericht Hannover, sollten auch die genauen Zusammenhänge des tödlichen Vorfalls nie abschließend aufgeklärt und öffentlich werden.
Der Tod Halim Deners hatte seiner Zeit viele Menschen aufgeschreckt, die lange nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass die türkische Armee mit direkter und indirekter Unterstützung der NATO und somit auch Deutschlands einen Krieg gegen das kurdische Volk führt.
Dieser ewige Krieg gegen das kurdische Volk ist heute noch von hoher Aktualität.
Noch immer sterben in der Türkei und vor allem in den kurdischen Gebieten viele Kurdinnen und Kurden nicht zuletzt durch deutsche Waffen.
Auch hier in Deutschland sind die KurdInnen und ihre Vereine u.a. das Kurdistan-Volkshaus Hannover, der ständigen Repressionen, Diskriminierungen und Kriminalisierung ausgesetzt.

  • ★ Schluss mit den systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den KurdInnen in Deutschland!
  • ★ Wir rufen alle Freunde und Vertreter der Menschlichkeit und der Demokratie zur Solidarität auf, um ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir gegen jegliche Ausbeutung und Verachtung der Menschenrechte sind!

Di. 29. Juni 2010 | Steintorplatz (Innenstadt Hannover) | 17 Uhr

Bei Möglichkeit mitbringen: Blumen

Mehr Informationen zum Thema Halim Dener auf den Seiten der ISKU.

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Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Am 29. Juni vor 16 Jahren wurde der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Mit dem Plakat wollte Halim auf den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk aufmerksam machen. Durch den Freispruch des Todesschützen vor dem Landgericht Hannover, sollten auch die genauen Zusammenhänge des tödlichen Vorfalls nie abschließend aufgeklärt und öffentlich werden.
Der Tod Halim Deners hatte seiner Zeit viele Menschen aufgeschreckt, die lange nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass die türkische Armee mit direkter und indirekter Unterstützung der NATO und somit auch Deutschlands einen Krieg gegen das kurdische Volk führt.
Dieser ewige Krieg gegen das kurdische Volk ist heute noch von hoher Aktualität.
Noch immer sterben in der Türkei und vor allem in den kurdischen Gebieten viele Kurdinnen und Kurden nicht zuletzt durch deutsche Waffen.
Auch hier in Deutschland sind die KurdInnen und ihre Vereine u.a. das Kurdistan-Volkshaus Hannover, der ständigen Repressionen, Diskriminierungen und Kriminalisierung ausgesetzt.

  • Schluss mit den systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den KurdInnen in Deutschland!
  • Wir rufen alle Freunde und Vertreter der Menschlichkeit und der Demokratie zur Solidarität auf, um ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir gegen jegliche Ausbeutung und Verachtung der Menschenrechte sind!

Di. 29. Juni 2010 | Steintorplatz (Innenstadt Hannover) | 17 Uhr

Bei Möglichkeit mitbringen: Blumen

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Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Am 29. Juni vor 16 Jahren wurde der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Mit dem Plakat wollte Halim auf den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk aufmerksam machen. Durch den Freispruch des Todesschützen vor dem Landgericht Hannover, sollten auch die genauen Zusammenhänge des tödlichen Vorfalls nie abschließend aufgeklärt und öffentlich werden.
Der Tod Halim Deners hatte seiner Zeit viele Menschen aufgeschreckt, die lange nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass die türkische Armee mit direkter und indirekter Unterstützung der NATO und somit auch Deutschlands einen Krieg gegen das kurdische Volk führt.
Dieser ewige Krieg gegen das kurdische Volk ist heute noch von hoher Aktualität.
Noch immer sterben in der Türkei und vor allem in den kurdischen Gebieten viele Kurdinnen und Kurden nicht zuletzt durch deutsche Waffen.
Auch hier in Deutschland sind die KurdInnen und ihre Vereine u.a. das Kurdistan-Volkshaus Hannover, der ständigen Repressionen, Diskriminierungen und Kriminalisierung ausgesetzt.

  • Schluss mit den systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den KurdInnen in Deutschland!
  • Wir rufen alle Freunde und Vertreter der Menschlichkeit und der Demokratie zur Solidarität auf, um ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir gegen jegliche Ausbeutung und Verachtung der Menschenrechte sind!

Di. 29. Juni 2010 | Steintorplatz (Innenstadt Hannover) | 17 Uhr

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Solidaritätsdemo im Gedenken an Halim Dener

Am 29. Juni vor 16 Jahren wurde der 16-jährige Halim Dener von einem SEK Polizisten aus nächster Nähe tödlich in den Rücken erschossen, nachdem er ein Plakat für die Nationale Befreiungsfront Kurdistans aufgehängt hatte.
Mit dem Plakat wollte Halim auf den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen das kurdische Volk aufmerksam machen. Durch den Freispruch des Todesschützen vor dem Landgericht Hannover, sollten auch die genauen Zusammenhänge des tödlichen Vorfalls nie abschließend aufgeklärt und öffentlich werden.
Der Tod Halim Deners hatte seiner Zeit viele Menschen aufgeschreckt, die lange nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass die türkische Armee mit direkter und indirekter Unterstützung der NATO und somit auch Deutschlands einen Krieg gegen das kurdische Volk führt.
Dieser ewige Krieg gegen das kurdische Volk ist heute noch von hoher Aktualität.
Noch immer sterben in der Türkei und vor allem in den kurdischen Gebieten viele Kurdinnen und Kurden nicht zuletzt durch deutsche Waffen.
Auch hier in Deutschland sind die KurdInnen und ihre Vereine u.a. das Kurdistan-Volkshaus Hannover, der ständigen Repressionen, Diskriminierungen und Kriminalisierung ausgesetzt.

  • Schluss mit den systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den KurdInnen in Deutschland!
  • Wir rufen alle Freunde und Vertreter der Menschlichkeit und der Demokratie zur Solidarität auf, um ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir gegen jegliche Ausbeutung und Verachtung der Menschenrechte sind!
  • Di. 29. Juni 2010 | Steintorplatz (Innenstadt Hannover) | 17 Uhr

    Bei Möglichkeit mitbringen: Blumen

    Home » Antira Turnier

    Antira Turnier

    Der Arbeitskreis “96-Fans gegen Rechts” pfeift an gegen Faschismus und Rassismus.

    Wir sind mit unserem Infotisch am Start.

    Sa. 26. Juni 2010 | 10.30 Uhr | Mehrkampfanlage am Niedersachsenstadion

    Home » Antira Turnier

    Antira Turnier

    Der Arbeitskreis “96-Fans gegen Rechts” pfeift an gegen Faschismus und Rassismus.

    Wir sind mit unserem Infotisch am Start.

    10.30 Uhr | Mehrkampfanlage am Niedersachsenstadion

    Home » Antira Turnier

    Antira Turnier

    Der Arbeitskreis “96-Fans gegen Rechts” pfeift an gegen Faschismus und Rassismus.

    Wir sind mit unserem Infotisch am Start.

    10.30 Uhr | Mehrkampfanlage am Niedersachsenstadion

    Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
    » Weiterlesen

    Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

    Home » Antifakundgebung in Eschede

    Antifakundgebung in Eschede

    “Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede”

    Hintergrundinfos

    12 Uhr | Eschede

    Home » Antifakundgebung in Eschede

    Antifakundgebung in Eschede

    “Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede”

    Hintergrundinfos

    12 Uhr | Eschede

    Home » Bericht: Nazigewalt in Tostedt eskaliert

    Bericht: Nazigewalt in Tostedt eskaliert

    In den letzten Wochen und Monaten kam es in mehreren Orten des niedersächsischen Landkreises Harburg zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis an jungen Antifschist_innen. Während die Polizei und die Öffentlichkeit das Problem verharmlosen oder ignorieren, wollen wir die Geschehnisse öffentlich machen, um zu verdeutlichen, unter welchem Druck die Betroffenen vor Ort stehen und wie die bürgerliche Öffentlichkeit einfach wegschaut.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen der örtlichen Naziszene, die zumeist in Kameradschaften organisiert ist, doch stellen die Übergriffe der letzten Wochen eine neue Dimension der Gewaltausübung dar. Am frühen Morgen des 24. April drangen zwei vermummte Angreifer in das Haus eines jugendlichen Antifaschisten ein und attackierten ihn und weitere Genoss_innen, welche bei ihm zu Gast waren.

    Gegen 6 Uhr morgens wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen, als die Vordertür des Wohnhauses in Hollenstedt gewaltsam eingetreten wurde und die beiden Angreifer in den Eingangsbereich stürmten, während eine dritte Person in einem Auto vor dem Haus wartete, um den beiden eine schnelle Flucht vom Tatort zu ermöglichen. Einer der Angreifer versuchte mehrmals eine Gaspistole abzufeuern, der zweite stürmte ins Wohnzimmer und gab eine Ladung Pfefferspray in den Raum ab, in dem sich die Jugendlichen zu diesem Zeitpunkt aufhielten. Bewaffnet mit einem Schlagring gingen die beiden Angreifer auf die im Raum befindlichen Personen los, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und fügten diesen mehrere Platzwunden, einen Bruch, sowie zahlreiche Blessuren und Prellungen zu.

    Bei den Angreifern soll es sich um Mattes Wehber und Bastian Dehnert handeln, die bereits mehrfach durch fremdenfeindliche Parolen, sowie tätliche Übergriffe auf alternative Jugendliche aufgefallen sind. Beide sind Mitglieder der Tostedter Kameradschaft „Gladiator Germania“, zudem gilt Mattes Wehber als führendes Mitglied des „Nationalen Wiederstandes Tostedt“.

    Die Polizei wertete hingegen den Angriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund im Polizeibericht zu einem persönlichen Streit herab. Mit dieser Taktik versucht die Polizei eindeutig, das Naziproblem in Tostedt und Umgebung zu leugnen. Letztendlich machen es die staatlichen Stellen somit erst möglich, dass junge Antifaschist_innen in der Region mittlerweile um ihr Leben fürchten müssen.

    Ein weiterer Höhepunkt der Gewaltspirale wurde schließlich am Pfingstsonntag erreicht, als rund 15 militante Nazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Erneut war das eindeutig politische Motiv der Tat nicht zu übersehen, doch die Polizei wertete die geplante Gewalttat der Nazis als eine „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“, wodurch zunehmend die Opfer rechter Gewalt verleugnet und zu Täter_innen umgedeutet werden.

    Bereits in der Vergangenheit wurde das Gebäude Ziel von Naziattacken. Mehrfach wurden vor dem Anwesen nazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Nazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Nazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

    Dort angekommen, verschafften sich die bewaffneten Nazis, in den frühen Morgenstunden, gewaltsam Zugang zu dem Wohnhaus. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

    Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Anstatt sich auf die Suche nach den Angreifern zu begeben versuchten die Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht, anscheinend wollten sie die Personalien der Antfaschist_innen feststellen.

    Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am Pfingstmontag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Naziszene aufmerksam gemacht. Diese versuchte während der Demonstration, an welcher sich rund 100 Personen beteiligten, dann auch die Antifaschist_innen anzugreifen, was nur mühsam von der Polizei unterbunden werden konnte, die daraufhin einige Mitglieder der „Gladiator Germania“ vorübergehend festnahm.

    Inwieweit diese Vorkommnisse den öffentlichen Diskurs in der Region beeinflussen, sodass nicht länger die Augen vor dem Problem extrem gewaltbereiter Nazis verschlossen werden, bleibt abzuwarten und ist äußerst fraglich. Für die Antifaschist_innen ergeben sich derweil auf Grund der Angriffe immer neue Probleme, die nicht gerade auf eine hohe Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung schließen lassen: Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

    Weitere Infos zur Situation in Tostedt und Umgebung unter krautdetection.blogsport.de

    Home » Bericht: Nazigewalt in Tostedt eskaliert

    Bericht: Nazigewalt in Tostedt eskaliert

    In den letzten Wochen und Monaten kam es in mehreren Orten des niedersächsischen Landkreises Harburg zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis an jungen Antifschist_innen. Während die Polizei und die Öffentlichkeit das Problem verharmlosen oder ignorieren, wollen wir die Geschehnisse öffentlich machen, um zu verdeutlichen, unter welchem Druck die Betroffenen vor Ort stehen und wie die bürgerliche Öffentlichkeit einfach wegschaut.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen der örtlichen Naziszene, die zumeist in Kameradschaften organisiert ist, doch stellen die Übergriffe der letzten Wochen eine neue Dimension der Gewaltausübung dar. Am frühen Morgen des 24. April drangen zwei vermummte Angreifer in das Haus eines jugendlichen Antifaschisten ein und attackierten ihn und weitere Genoss_innen, welche bei ihm zu Gast waren.

    Gegen 6 Uhr morgens wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen, als die Vordertür des Wohnhauses in Hollenstedt gewaltsam eingetreten wurde und die beiden Angreifer in den Eingangsbereich stürmten, während eine dritte Person in einem Auto vor dem Haus wartete, um den beiden eine schnelle Flucht vom Tatort zu ermöglichen. Einer der Angreifer versuchte mehrmals eine Gaspistole abzufeuern, der zweite stürmte ins Wohnzimmer und gab eine Ladung Pfefferspray in den Raum ab, in dem sich die Jugendlichen zu diesem Zeitpunkt aufhielten. Bewaffnet mit einem Schlagring gingen die beiden Angreifer auf die im Raum befindlichen Personen los, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und fügten diesen mehrere Platzwunden, einen Bruch, sowie zahlreiche Blessuren und Prellungen zu.

    Bei den Angreifern soll es sich um Mattes Wehber und Bastian Dehnert handeln, die bereits mehrfach durch fremdenfeindliche Parolen, sowie tätliche Übergriffe auf alternative Jugendliche aufgefallen sind. Beide sind Mitglieder der Tostedter Kameradschaft „Gladiator Germania“, zudem gilt Mattes Wehber als führendes Mitglied des „Nationalen Wiederstandes Tostedt“.

    Die Polizei wertete hingegen den Angriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund im Polizeibericht zu einem persönlichen Streit herab. Mit dieser Taktik versucht die Polizei eindeutig, das Naziproblem in Tostedt und Umgebung zu leugnen. Letztendlich machen es die staatlichen Stellen somit erst möglich, dass junge Antifaschist_innen in der Region mittlerweile um ihr Leben fürchten müssen.

    Ein weiterer Höhepunkt der Gewaltspirale wurde schließlich am Pfingstsonntag erreicht, als rund 15 militante Nazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Erneut war das eindeutig politische Motiv der Tat nicht zu übersehen, doch die Polizei wertete die geplante Gewalttat der Nazis als eine „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“, wodurch zunehmend die Opfer rechter Gewalt verleugnet und zu Täter_innen umgedeutet werden.

    Bereits in der Vergangenheit wurde das Gebäude Ziel von Naziattacken. Mehrfach wurden vor dem Anwesen nazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Nazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Nazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

    Dort angekommen, verschafften sich die bewaffneten Nazis, in den frühen Morgenstunden, gewaltsam Zugang zu dem Wohnhaus. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

    Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Anstatt sich auf die Suche nach den Angreifern zu begeben versuchten die Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht, anscheinend wollten sie die Personalien der Antfaschist_innen feststellen.

    Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am Pfingstmontag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Naziszene aufmerksam gemacht. Diese versuchte während der Demonstration, an welcher sich rund 100 Personen beteiligten, dann auch die Antifaschist_innen anzugreifen, was nur mühsam von der Polizei unterbunden werden konnte, die daraufhin einige Mitglieder der „Gladiator Germania“ vorübergehend festnahm.

    Inwieweit diese Vorkommnisse den öffentlichen Diskurs in der Region beeinflussen, sodass nicht länger die Augen vor dem Problem extrem gewaltbereiter Nazis verschlossen werden, bleibt abzuwarten und ist äußerst fraglich. Für die Antifaschist_innen ergeben sich derweil auf Grund der Angriffe immer neue Probleme, die nicht gerade auf eine hohe Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung schließen lassen: Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

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    In den letzten Wochen und Monaten kam es in mehreren Orten des niedersächsischen Landkreises Harburg zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis an jungen Antifschist_innen. Während die Polizei und die Öffentlichkeit das Problem verharmlosen oder ignorieren, wollen wir die Geschehnisse öffentlich machen, um zu verdeutlichen, unter welchem Druck die Betroffenen vor Ort stehen und wie die bürgerliche Öffentlichkeit einfach wegschaut.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen der örtlichen Naziszene, die zumeist in Kameradschaften organisiert ist, doch stellen die Übergriffe der letzten Wochen eine neue Dimension der Gewaltausübung dar. Am frühen Morgen des 24. April drangen zwei vermummte Angreifer in das Haus eines jugendlichen Antifaschisten ein und attackierten ihn und weitere Genoss_innen, welche bei ihm zu Gast waren.

    Gegen 6 Uhr morgens wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen, als die Vordertür des Wohnhauses in Hollenstedt gewaltsam eingetreten wurde und die beiden Angreifer in den Eingangsbereich stürmten, während eine dritte Person in einem Auto vor dem Haus wartete, um den beiden eine schnelle Flucht vom Tatort zu ermöglichen. Einer der Angreifer versuchte mehrmals eine Gaspistole abzufeuern, der zweite stürmte ins Wohnzimmer und gab eine Ladung Pfefferspray in den Raum ab, in dem sich die Jugendlichen zu diesem Zeitpunkt aufhielten. Bewaffnet mit einem Schlagring gingen die beiden Angreifer auf die im Raum befindlichen Personen los, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und fügten diesen mehrere Platzwunden, einen Bruch, sowie zahlreiche Blessuren und Prellungen zu.

    Bei den Angreifern soll es sich um Mattes Wehber und Bastian Dehnert handeln, die bereits mehrfach durch fremdenfeindliche Parolen, sowie tätliche Übergriffe auf alternative Jugendliche aufgefallen sind. Beide sind Mitglieder der Tostedter Kameradschaft „Gladiator Germania“, zudem gilt Mattes Wehber als führendes Mitglied des „Nationalen Wiederstandes Tostedt“.

    Die Polizei wertete hingegen den Angriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund im Polizeibericht zu einem persönlichen Streit herab. Mit dieser Taktik versucht die Polizei eindeutig, das Naziproblem in Tostedt und Umgebung zu leugnen. Letztendlich machen es die staatlichen Stellen somit erst möglich, dass junge Antifaschist_innen in der Region mittlerweile um ihr Leben fürchten müssen.

    Ein weiterer Höhepunkt der Gewaltspirale wurde schließlich am Pfingstsonntag erreicht, als rund 15 militante Nazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Erneut war das eindeutig politische Motiv der Tat nicht zu übersehen, doch die Polizei wertete die geplante Gewalttat der Nazis als eine „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“, wodurch zunehmend die Opfer rechter Gewalt verleugnet und zu Täter_innen umgedeutet werden.

    Bereits in der Vergangenheit wurde das Gebäude Ziel von Naziattacken. Mehrfach wurden vor dem Anwesen nazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Nazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Nazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

    Dort angekommen, verschafften sich die bewaffneten Nazis, in den frühen Morgenstunden, gewaltsam Zugang zu dem Wohnhaus. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

    Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Anstatt sich auf die Suche nach den Angreifern zu begeben versuchten die Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht, anscheinend wollten sie die Personalien der Antfaschist_innen feststellen.

    Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am Pfingstmontag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Naziszene aufmerksam gemacht. Diese versuchte während der Demonstration, an welcher sich rund 100 Personen beteiligten, dann auch die Antifaschist_innen anzugreifen, was nur mühsam von der Polizei unterbunden werden konnte, die daraufhin einige Mitglieder der „Gladiator Germania“ vorübergehend festnahm.

    Inwieweit diese Vorkommnisse den öffentlichen Diskurs in der Region beeinflussen, sodass nicht länger die Augen vor dem Problem extrem gewaltbereiter Nazis verschlossen werden, bleibt abzuwarten und ist äußerst fraglich. Für die Antifaschist_innen ergeben sich derweil auf Grund der Angriffe immer neue Probleme, die nicht gerade auf eine hohe Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung schließen lassen: Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

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    In den letzten Wochen und Monaten kam es in mehreren Orten des niedersächsischen Landkreises Harburg zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis an jungen Antifschist_innen. Während die Polizei und die Öffentlichkeit das Problem verharmlosen oder ignorieren, wollen wir die Geschehnisse öffentlich machen, um zu verdeutlichen, unter welchem Druck die Betroffenen vor Ort stehen und wie die bürgerliche Öffentlichkeit einfach wegschaut.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen der örtlichen Naziszene, die zumeist in Kameradschaften organisiert ist, doch stellen die Übergriffe der letzten Wochen eine neue Dimension der Gewaltausübung dar. Am frühen Morgen des 24. April drangen zwei vermummte Angreifer in das Haus eines jugendlichen Antifaschisten ein und attackierten ihn und weitere Genoss_innen, welche bei ihm zu Gast waren.

    Gegen 6 Uhr morgens wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen, als die Vordertür des Wohnhauses in Hollenstedt gewaltsam eingetreten wurde und die beiden Angreifer in den Eingangsbereich stürmten, während eine dritte Person in einem Auto vor dem Haus wartete, um den beiden eine schnelle Flucht vom Tatort zu ermöglichen. Einer der Angreifer versuchte mehrmals eine Gaspistole abzufeuern, der zweite stürmte ins Wohnzimmer und gab eine Ladung Pfefferspray in den Raum ab, in dem sich die Jugendlichen zu diesem Zeitpunkt aufhielten. Bewaffnet mit einem Schlagring gingen die beiden Angreifer auf die im Raum befindlichen Personen los, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und fügten diesen mehrere Platzwunden, einen Bruch, sowie zahlreiche Blessuren und Prellungen zu.

    Bei den Angreifern soll es sich um Mattes Wehber und Bastian Dehnert handeln, die bereits mehrfach durch fremdenfeindliche Parolen, sowie tätliche Übergriffe auf alternative Jugendliche aufgefallen sind. Beide sind Mitglieder der Tostedter Kameradschaft „Gladiator Germania“, zudem gilt Mattes Wehber als führendes Mitglied des „Nationalen Wiederstandes Tostedt“.

    Die Polizei wertete hingegen den Angriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund im Polizeibericht zu einem persönlichen Streit herab. Mit dieser Taktik versucht die Polizei eindeutig, das Naziproblem in Tostedt und Umgebung zu leugnen. Letztendlich machen es die staatlichen Stellen somit erst möglich, dass junge Antifaschist_innen in der Region mittlerweile um ihr Leben fürchten müssen.

    Ein weiterer Höhepunkt der Gewaltspirale wurde schließlich am Pfingstsonntag erreicht, als rund 15 militante Nazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Erneut war das eindeutig politische Motiv der Tat nicht zu übersehen, doch die Polizei wertete die geplante Gewalttat der Nazis als eine „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“, wodurch zunehmend die Opfer rechter Gewalt verleugnet und zu Täter_innen umgedeutet werden.

    Bereits in der Vergangenheit wurde das Gebäude Ziel von Naziattacken. Mehrfach wurden vor dem Anwesen nazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Nazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Nazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

    Dort angekommen, verschafften sich die bewaffneten Nazis, in den frühen Morgenstunden, gewaltsam Zugang zu dem Wohnhaus. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

    Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Anstatt sich auf die Suche nach den Angreifern zu begeben versuchten die Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht, anscheinend wollten sie die Personalien der Antfaschist_innen feststellen.

    Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am Pfingstmontag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Naziszene aufmerksam gemacht. Diese versuchte während der Demonstration, an welcher sich rund 100 Personen beteiligten, dann auch die Antifaschist_innen anzugreifen, was nur mühsam von der Polizei unterbunden werden konnte, die daraufhin einige Mitglieder der „Gladiator Germania“ vorübergehend festnahm.

    Inwieweit diese Vorkommnisse den öffentlichen Diskurs in der Region beeinflussen, sodass nicht länger die Augen vor dem Problem extrem gewaltbereiter Nazis verschlossen werden, bleibt abzuwarten und ist äußerst fraglich. Für die Antifaschist_innen ergeben sich derweil auf Grund der Angriffe immer neue Probleme, die nicht gerade auf eine hohe Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung schließen lassen: Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

    Weitere Infos zur Situation in Tostedt und Umgebung unter krautdetection.blogsport.de

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    Bericht: Nazigewalt in Tostedt eskaliert

    In den letzten Wochen und Monaten kam es in mehreren Orten des niedersächsischen Landkreises Harburg zu gewalttätigen Übergriffen von Nazis an jungen Antifschist_innen. Während die Polizei und die Öffentlichkeit das Problem verharmlosen oder ignorieren, wollen wir die Geschehnisse öffentlich machen, um zu verdeutlichen, unter welchem Druck die Betroffenen vor Ort stehen und wie die bürgerliche Öffentlichkeit einfach wegschaut.

    In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewalttätigen Aktionen der örtlichen Naziszene, die zumeist in Kameradschaften organisiert ist, doch stellen die Übergriffe der letzten Wochen eine neue Dimension der Gewaltausübung dar. Am frühen Morgen des 24. April drangen zwei vermummte Angreifer in das Haus eines jugendlichen Antifaschisten ein und attackierten ihn und weitere Genoss_innen, welche bei ihm zu Gast waren.

    Gegen 6 Uhr morgens wurden die Jugendlichen aus dem Schlaf gerissen, als die Vordertür des Wohnhauses in Hollenstedt gewaltsam eingetreten wurde und die beiden Angreifer in den Eingangsbereich stürmten, während eine dritte Person in einem Auto vor dem Haus wartete, um den beiden eine schnelle Flucht vom Tatort zu ermöglichen. Einer der Angreifer versuchte mehrmals eine Gaspistole abzufeuern, der zweite stürmte ins Wohnzimmer und gab eine Ladung Pfefferspray in den Raum ab, in dem sich die Jugendlichen zu diesem Zeitpunkt aufhielten. Bewaffnet mit einem Schlagring gingen die beiden Angreifer auf die im Raum befindlichen Personen los, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und fügten diesen mehrere Platzwunden, einen Bruch, sowie zahlreiche Blessuren und Prellungen zu.

    Bei den Angreifern soll es sich um Mattes Wehber und Bastian Dehnert handeln, die bereits mehrfach durch fremdenfeindliche Parolen, sowie tätliche Übergriffe auf alternative Jugendliche aufgefallen sind. Beide sind Mitglieder der Tostedter Kameradschaft „Gladiator Germania“, zudem gilt Mattes Wehber als führendes Mitglied des „Nationalen Wiederstandes Tostedt“.

    Die Polizei wertete hingegen den Angriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund im Polizeibericht zu einem persönlichen Streit herab. Mit dieser Taktik versucht die Polizei eindeutig, das Naziproblem in Tostedt und Umgebung zu leugnen. Letztendlich machen es die staatlichen Stellen somit erst möglich, dass junge Antifaschist_innen in der Region mittlerweile um ihr Leben fürchten müssen.

    Ein weiterer Höhepunkt der Gewaltspirale wurde schließlich am Pfingstsonntag erreicht, als rund 15 militante Nazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Erneut war das eindeutig politische Motiv der Tat nicht zu übersehen, doch die Polizei wertete die geplante Gewalttat der Nazis als eine „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“, wodurch zunehmend die Opfer rechter Gewalt verleugnet und zu Täter_innen umgedeutet werden.

    Bereits in der Vergangenheit wurde das Gebäude Ziel von Naziattacken. Mehrfach wurden vor dem Anwesen nazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Nazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Nazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

    Dort angekommen, verschafften sich die bewaffneten Nazis, in den frühen Morgenstunden, gewaltsam Zugang zu dem Wohnhaus. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

    Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Anstatt sich auf die Suche nach den Angreifern zu begeben versuchten die Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht, anscheinend wollten sie die Personalien der Antfaschist_innen feststellen.

    Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am Pfingstmontag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Naziszene aufmerksam gemacht. Diese versuchte während der Demonstration, an welcher sich rund 100 Personen beteiligten, dann auch die Antifaschist_innen anzugreifen, was nur mühsam von der Polizei unterbunden werden konnte, die daraufhin einige Mitglieder der „Gladiator Germania“ vorübergehend festnahm.

    Inwieweit diese Vorkommnisse den öffentlichen Diskurs in der Region beeinflussen, sodass nicht länger die Augen vor dem Problem extrem gewaltbereiter Nazis verschlossen werden, bleibt abzuwarten und ist äußerst fraglich. Für die Antifaschist_innen ergeben sich derweil auf Grund der Angriffe immer neue Probleme, die nicht gerade auf eine hohe Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung schließen lassen: Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

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    Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis


    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

    „Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

    Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

    Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

    Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

    Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

    Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

    Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

    Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

    Nazis bekämpfen!
    Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

    Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

    Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
    Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
    Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

    Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
    Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

    STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

    www.nazisblockieren.tk

    Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifa AK in Alerta!, Hannover; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

    Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
    » Weiterlesen

    Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

    Home » Nazikundgebung in Hannover verhindern!

    Nazikundgebung in Hannover verhindern!

    Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke angemeldet.

    Der DGB hat an verschiedenen Punkten in der Innenstadt ab 18 Uhr Gegenkundgebungen angemeldet.

    - Schillerdenkmal (Kreuzung Georgstraße / Schillerstraße)
    - Bahnhofsvorplatz (Ende Bahnhofstraße, kommunaler Bereich)
    - Kreuzung Ständehausstraße / Georgstraße
    - Kreuzung Lister Meile / Berliner Allee

    Nazis? No way – nicht in Hannover, nicht in Hildesheim!
    Lasst uns gemeinsam die Naziaktion verhindern!

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    Nazikundgebung in Hannover verhindern!

    Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke angemeldet.

    Der DGB hat an verschiedenen Punkten in der Innenstadt ab 18 Uhr Gegenkundgebungen angemeldet.

    - Schillerdenkmal (Kreuzung Georgstraße / Schillerstraße)
    - Bahnhofsvorplatz (Ende Bahnhofstraße, kommunaler Bereich)
    - Kreuzung Ständehausstraße / Georgstraße
    - Kreuzung Lister Meile / Berliner Allee

    Nazis? No way – nicht in Hannover, nicht in Hildesheim!
    Lasst uns gemeinsam die Naziaktion verhindern!

    Home » Film und Diskussion über Antiziganismus

    Film und Diskussion über Antiziganismus

    “Enisas Sehnsucht: Tagebuch eines Wiedersehens”

    In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und teilweise verfolgt. Aus Deutschland sollen innerhalb der nächsten vier Jahre 10 000 Angehörige der Roma-Minderheiten in den Kosovo abgeschoben werden. Roma-Organisationen und ihre Unterstützer_innen fordern hingegen ein Leben in Sicherheit und Würde für die Betroffenen hier in Deutschland.
    So auch im Fall der Roma Enisa Kunert (16) und ihrer Familie. Mit sechs Jahren wurde Enisa von dem Ehepaar Kunert aus Nordhorn adoptiert. Heidi Kunert hat sich schon jahrelang intensiv um Enisa und ihre Familie gekümmert. Auch nach der Adoption hielten Enisa und ihre Pflegemutter ständigen Kontakt mit Enisas Geschwistern und ihrer Mutter. Vor fünf Jahren wurden ihre leiblichen Eltern und ihre Geschwister dann plötzlich nach Montenegro abgeschoben.
    2009 hat Enisa, begleitet von einem Kamerateam des NDR, ihre Familie das erste Mal nach der langen Trennung dort besucht. Der hierbei entstandene Film von Antonella Berta dokumentiert dieses Wiedersehen. Bezug nehmend auf den Schwerpunkt Antiziganismus des diesjährigen Festivals “Contre le racisme” (07.-13.06.2010) zeigt die Basisdemokratische Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit dem Antirassistischen Plenum Hannover, dem Autonomen Feministischen Kollektiv an der Universität Hannover und dem Verein Romane Aglonipe diese Dokumentation.
    Am Beispiel der Roma-Minderheit werden die verheerenden Folgen deutscher Abschiebepolitik deutlich. Nach dem Film stehen Heidi Kunert, aktiv in der Flüchtlingsarbeit und Adoptivmutter Enisas sowie Djevdet Berisa, Bleiberechtsaktivist und Vorsitzender des Vereins Romane Aglonipe für Fragen und Diskussionen bereit.

    Mi. 02. Juni 2010 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 19 Uhr

    Home » Film und Diskussion über Antiziganismus

    Film und Diskussion über Antiziganismus

    “Enisas Sehnsucht: Tagebuch eines Wiedersehens”

    In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und teilweise verfolgt. Aus Deutschland sollen innerhalb der nächsten vier Jahre 10 000 Angehörige der Roma-Minderheiten in den Kosovo abgeschoben werden. Roma-Organisationen und ihre Unterstützer_innen fordern hingegen ein Leben in Sicherheit und Würde für die Betroffenen hier in Deutschland.
    So auch im Fall der Roma Enisa Kunert (16) und ihrer Familie. Mit sechs Jahren wurde Enisa von dem Ehepaar Kunert aus Nordhorn adoptiert. Heidi Kunert hat sich schon jahrelang intensiv um Enisa und ihre Familie gekümmert. Auch nach der Adoption hielten Enisa und ihre Pflegemutter ständigen Kontakt mit Enisas Geschwistern und ihrer Mutter. Vor fünf Jahren wurden ihre leiblichen Eltern und ihre Geschwister dann plötzlich nach Montenegro abgeschoben.
    2009 hat Enisa, begleitet von einem Kamerateam des NDR, ihre Familie das erste Mal nach der langen Trennung dort besucht. Der hierbei entstandene Film von Antonella Berta dokumentiert dieses Wiedersehen. Bezug nehmend auf den Schwerpunkt Antiziganismus des diesjährigen Festivals “Contre le racisme” (07.-13.06.2010) zeigt die Basisdemokratische Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit dem Antirassistischen Plenum Hannover, dem Autonomen Feministischen Kollektiv an der Universität Hannover und dem Verein Romane Aglonipe diese Dokumentation.
    Am Beispiel der Roma-Minderheit werden die verheerenden Folgen deutscher Abschiebepolitik deutlich. Nach dem Film stehen Heidi Kunert, aktiv in der Flüchtlingsarbeit und Adoptivmutter Enisas sowie Djevdet Berisa, Bleiberechtsaktivist und Vorsitzender des Vereins Romane Aglonipe für Fragen und Diskussionen bereit.

    Mi. 02. Juni 2010 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 19 Uhr

    Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis


    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

    „Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

    Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

    Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

    Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

    Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

    Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

    Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

    Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

    Nazis bekämpfen!
    Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

    Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

    Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
    Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
    Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

    Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
    Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

    STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

    www.nazisblockieren.tk

    Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
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    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

    Home » Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

    Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

    “Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

    Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

    Aufruf lesen | Neues Deutschland: Selbstdarstellung einiger Revolutionären 1. Mai Aktionen bundesweit | Internationale Berichte zum 1. Mai (international)

    Der 1. Mai in Hannover:
    2007 | 2008 | 2009

    Fotoauswahl 2010:

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis


    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

    „Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

    Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

    Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
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    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Update: Im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches in Hildesheim, hat der Nazi Dieter Riefling eine Kundgebung in Hannover von 19 bis 21 Uhr auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet.

    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover, verhindert die Nazikundgebung auf dem Kröpcke und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Fr. 04. Juni 2010: Nazikundgebung verhindern, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

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    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!
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    Kommt zur Infoveranstaltung in Hannover und fahrt mit uns nach Hildesheim um den Naziaufmarsch zu verhindern:
    Mi. 02. Juni 2010: Info- und Mobilisierungsveranstaltung, Hannover
    Sa. 05. Juni 2010: Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Hildesheim

    Home » Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis

    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

    „Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

    Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

    Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

    Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

    Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

    Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

    Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

    Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

    Nazis bekämpfen!
    Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

    Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

    Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
    Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
    Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

    Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
    Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

    STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

    www.nazisblockieren.tk

    Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifa AK in Alerta!, Hannover; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

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    Hildesheim: Keine Zukunft für Nazis


    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährliche

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    Aufruf niedersächsischer Antifagruppen:

    Keine Zukunft für Nazis!
    Den Naziaufmarsch in Hildesheim verhindern!

    Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Neonazis am 5. Juni 2010 in Hildesheim einen Aufmarsch durchführen und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
    Unter demselben Motto fand schon am 6. Juni 2009 in Pinneberg ein Aufmarsch statt. Mit dem geplanten Aufmarsch in Hildesheim soll daran angeknüpft und versucht werden, einen weiteren jährlichen Naziaufmarsch in Norddeutschland zu etablieren. Schon im letzten Jahr haben die Nazis angekündigt, ihren „Tag der deutschen Zukunft“ jährlich in einem anderen norddeutschen Bundesland durchzuführen. Nach Schleswig-Holstein ist nun Niedersachsen an der Reihe.

    Anmelder des Aufmarsches ist der langjährige Naziaktivist Dieter Riefling aus Coppengrave. Riefling war in der 1995 verbotenen Nazipartei FAP und im neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“, deren deutsche Sektion im Jahr 2000 verboten wurde, aktiv. Heute gehört er dem Führungskreis sog. „Freier Kameradschaften“ in Niedersachsen an und gilt als Anführer der Nazistrukturen rund um Hildesheim. Für die NPD trat er erfolglos als Kandidat zu Wahlen an.
    Bundesweit wird von verschiedenen Nazigruppen aus dem Kameradschaftsspektrum und von NPDGliederungen auf diesen Termin hingewiesen. Norddeutsche Nazikameradschaften erhoffen sich im „Tag der deutschen Zukunft“ einen weiteren regelmäßig stattfindenden Aufmarsch, neben den jährlichen Veranstaltungen in Lübeck und Bad Nenndorf.
    Sorgen wir dafür, dass ihre Hoffnungen zerplatzen und verhindern den rassistischen Aufmarsch in Hildesheim!

    „Deutsche Zukunft“? Bleib mir vom Leib damit!

    Hinter der Parole einer „Deutschen Zukunft“ steckt nichts anderes als eine neonazistische Ideologie. Im Mittelpunkt dieser steht die Idee von „Rassen“ und „Völkern“ mit angeblich „unverwechselbaren Nationaleigenschaften“. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren Neonazis „die Nation“ auf der Basis ethnisch-kultureller Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die an ihrem angestammten Platz („Heimat“) verortet ist, gilt es laut NPD und anderer Nazis zu schützen und jede Form von „Vermischung“ zu verhindern.

    Mit der Ideologie von der Ungleichheit der Menschheit zielen die Neonazis auf die Entrechtung, Ausgrenzung und Eliminierung des als „fremd“ definierten. Mord und Totschlag sind ständige Begleiter der neonazistischen Ideologie.

    Mit dem Aufmarsch wollen die Nazis in Hildesheim auch an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen. Dabei appellieren sie einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und andererseits zeigen sich große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten z.B. durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder immer aktuell vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

    Reaktionäre Positionen sind heute auch in der so genannten Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Egal ob Autoritätshörigkeit, rassistische Gesetze gegen Migrant_innen und Flüchtlinge, Nationalismus oder der Glaube an das Recht des Stärkeren verbindet große Teile der deutschen Gesellschaft, damals und heute.

    Das kapitalistische Prinzip der Ausbeutung, Ausgrenzung und Konkurrenz zeigt sich in rassistischen Ansichten, die von großen Teilen der Gesellschaft geteilt und befürwortet werden. So treiben diese Ansichten etablierte Parteien mit voran. Schon vor über 15 Jahren wurde das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Ein europaweites, paramilitärisches Grenzregime zur Abwehr von Flüchtlingen wurde aufgebaut. Menschen ohne deutschen Pass und Migrant_innen leiden unter einer Vielzahl von Formen von staatlich organisiertem Rassismus und anderen Diskriminierungen, wie den Lagerzwang für Migrant_innen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge, Forderungen einer weiteren Ausweitung des gewalttätigen Abschiebeapparates und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen. Darin erkennen die Nazis eine Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt.

    Identitätsstiftend bildet das Konstrukt der „Nation” die Klammer um Ausgrenzung und Verwertung. Die Einteilung von Menschen in „wir” und „die Anderen”, „nützlich” und „unnütz” ist dabei ein Element. Nazis und bürgerliche Gesellschaft unterscheiden sich an dieser Stelle primär durch die Definition von „Nation”. Zum einen als „Gemeinschaft von Blut und Boden”, zum anderen als Zusammenschluss mit demokratischem Anstrich, der je nach Bedarf wirtschaftlich, kulturell oder regional definiert wird. Beides hat eine explizite Abgrenzung nach „außen” zur Folge.

    Das große Potential an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für andere Parteien. Vielmehr ist die demokratische Praxis und Meinung abhängig von den äußeren Verhältnissen. So werden Bürger_innen und Nazis in unregelmäßigen Abständen in kapitalistischen Gesellschaften mit Fragen konfrontiert, auf welche beide Antworten präsentieren. Dabei kann sich eine bürgerliche Moral im Endeffekt nicht gegen wirtschaftliche Veränderungen durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten werden auch von Demokrat_innen reaktionäre Lösungsansätze geliefert, die gegen das eigene Selbstverständnis gehen. So nehmen Wohlstandchauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie “Kinder statt Inder”, die aktuelle Hetze gegen Erwerbslose durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle oder der Ausbau des Überwachungsstaats stellen in diesem Sinne politische Diskurse dar, die an rechten Einstellungen in der Bevölkerung anknüpfen.

    Nazis bekämpfen!
    Für eine freie, solidarische Gesellschaft!

    Wir rufen Euch dazu auf, sich am 5. Juni 2010 an den antifaschistischen Aktion in Hildesheim zu beteiligen und den Naziaufmarsch gemeinsam zu verhindern.

    Wir werden nicht hinnehmen, dass der Naziaufmarsch von der Polizei durchgesetzt wird und rufen zu vielfältigen Aktionen dagegen auf.
    Jeglicher Protest und Widerstand gegen Neonazis ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Ihre Ideologie und ihr Handeln sind in letzter Konsequenz tödlich für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
    Wer Neonazis mit Menschen gleichsetzt, die sich gegen diese mörderische Ideologie stellen, betreibt praktische Verharmlosung der Vergangenheit und der Gegenwart. Antifaschismus bedeutet neben der Aufklärung über die Ursprünge, Erscheinungsformen und Gefahren faschistischer Ideologie auch immer direkte und frühzeitige Gegenwehr gegen Anhänger_innen dieser Überzeugungen.

    Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Naziaufmärsche. Uns geht es nicht ausschließlich darum, der NPD oder anderen Nazigruppen entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.
    Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

    STÖREN! – BLOCKIEREN! – VERHINDERN!

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    Antifaschistisches Plenum und Jugend Antifa Aktion (JAA), Braunschweig; Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]; AK Antifaschismus [AKA] Hildesheim; Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen; Antifa Cafe Oldenburg;

    Home » Antifa Info Abend 05/10

    Antifa Info Abend 05/10

    Die modernen Gesellschaften sind von einem wachsenden Widerspruch geprägt. Mit Begriffen wie Freiheit und Flexibilität wird ein Arbeits­ und Privatleben beworben, das Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung verheißt.
    Gleichzeitig registrieren ÄrztInnen, Krankenkassen und auch ArbeitgeberInnen eine grundlegende psychische Verunsicherung: Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst und überfordert, leiden unter Depressionen, Angstzuständen und Burnout­-Syndromen.
    In ihrem Diplomfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln entwirft die Katharina Pethke ein Bild von der Entgrenzung der Arbeit und den Unsicherheiten, die diese hervorruft. „In Dir muss brennen“ zeigt Situationen, in denen Menschen Hilfestellung suchen: Seminare und Coachings, in denen LehrerInnen und TrainerInnen die Führung zur Selbst­Führung übernommen haben.
    Der Film führt sowohl formal als auch inhaltlich die Auseinandersetzung mit Ursachen und Wirkungen psychischer Instabilität, die der Kapitalismus hervor bringt.

    Do. 20. Mai 2010 | Audimax (Uni Hannover) | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 20. Mai 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Hildesheim | Keine Zukunft für Nazis!

    Aktionen gegen den Naziaufmarsch.

    Mehr Infos auf www.www.nazisblockieren.tk

    Home » Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    Nachdem sich im Februar 2009 diverse prominente HannoveranerInnen zu der Frage “Und was kommt dann?” mit Beiträgen im Stadtkind äußern konnten, geht es in der Mai-Ausgabe über “Unsere Gesellschaft nach
    der Finanzkrise”. Die Finanzkrise dauert an, die neue Regierung ist im Mai 200 Tage im Amt. Zeit für einen Zwischenruf, für Kritik, für Lob oder Enttäuschung. Hat die Politik Antworten gefunden? Hat sie die richtigen Antworten gefunden? Oder hat sie gar nicht die richtigen Fragen gestellt? Erneut hat die [AAH] Pressesprecherin einen Beitrag beigesteuert.

    Home » Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
    Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
    Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
    Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
    Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

    Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

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    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    Nachdem sich im Februar 2009 diverse prominente HannoveranerInnen zu der Frage “Und was kommt dann?” mit Beiträgen im Stadtkind äußern konnten, geht es in der Mai-Ausgabe über “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”. Die Finanzkrise dauert an, die neue Regierung ist im Mai 200 Tage im Amt. Zeit für einen Zwischenruf, für Kritik, für Lob oder Enttäuschung. Hat die Politik Antworten gefunden? Hat sie die richtigen Antworten gefunden? Oder hat sie gar nicht die richtigen Fragen gestellt? Erneut hat die [AAH] Pressesprecherin einen Beitrag beigesteuert.

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    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    Nachdem sich im Februar 2009 diverse prominente HannoveranerInnen zu der Frage “Und was kommt dann?” mit Beiträgen im Stadtkind äußern konnten, geht es in der Mai-Ausgabe über “Unsere Gesellschaft nach
    der Finanzkrise”. Die Finanzkrise dauert an, die neue Regierung ist im Mai 200 Tage im Amt. Zeit für einen Zwischenruf, für Kritik, für Lob oder Enttäuschung. Hat die Politik Antworten gefunden? Hat sie die richtigen Antworten gefunden? Oder hat sie gar nicht die richtigen Fragen gestellt? Erneut hat die [AAH] Pressesprecherin einen Beitrag beigesteuert.

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    Nachdem sich im Februar 2009 diverse prominente HannoveranerInnen zu der Frage “Und was kommt dann?” mit Beiträgen im Stadtkind äußern konnten, geht es in der Mai-Ausgabe über “Unsere Gesellschaft nach
    der Finanzkrise”. Die Finanzkrise dauert an, die neue Regierung ist im Mai 200 Tage im Amt. Zeit für einen Zwischenruf, für Kritik, für Lob oder Enttäuschung. Hat die Politik Antworten gefunden? Hat sie die richtigen Antworten gefunden? Oder hat sie gar nicht die richtigen Fragen gestellt? Erneut hat die [AAH] Pressesprecherin einen Beitrag beigesteuert.

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    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

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    Stadtkind: “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
    Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
    Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
    Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
    Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

    Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

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    “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
    Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
    Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
    Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
    Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

    Dieser Artikel erschien im Stadtkind, Ausgabe Mai 2010.

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    “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
    Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
    Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
    Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
    Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

    Home » “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    “Unsere Gesellschaft nach der Finanzkrise”

    2007 implodierten die Finanzmärkte in den USA. Schnell schwappte die Finanzkrise auch über den großen Teich. Nachdem zig Banken kollabierten, zeigt sich allerdings rasch, dass es nicht nur eine Krise der Finanzmärkte ist, sondern eine allgemeine Krise des Kapitalismus. Spekulation, so zeigte sich, ist keine Spezialität der Finanzmärkte, sie ist ein Grundpfeiler des bestehenden Wirtschaftssystems; jedes Geschäft, so marginal es sein mag, basiert auf der Spekulation, dass die eigene Ware gewinnbringend verkauft wird. Klappt dies nicht mehr in der gewünschten Form, entsteht eine Krise. Es ist also kein Problem der Menschen, sondern des Kapitals und seines Profitinteresses.
    Als schließlich gesamte Staaten, wie Island oder Griechenland, zusammenbrachen, sahen sich selbst FAZ und ZEIT genötigt, die Frage nach dem Ende des Kapitalismus zu stellen.
    Der deutsche Staat schnürte in Reaktion auf die zusammenbrechende Wirtschaft im Jahr 2008 ein Rettungspaket in Höhe von 500.000.000.000 €. Die neue Bundesregierung aus CDU/FDP steht hier allerdings vor einem hausgemachten Problem: Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse von 2009 sieht vor, die Staatsverschuldung nicht in erheblichen Maße zu vergrößern. Neben der Sanierung des Finanzhaushalts möchte man allerdings gleichzeitig die Steuern und Lohnnebenkosten, vor allem für Besserverdienende, senken. Woher also das Geld nehmen, um die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen? Der Staat könnte nun mehr Geld drucken, was allerdings eine starke Inflation und somit eine weitere Schädigung der eigenen Nationalökonomie zur Folge hätte. Also wird bei den Ausgaben gespart. Und zwar dort, wo es am wenigsten weh tut: Bei denen, die sowieso schon kaum etwas haben.
    Um ihr Wahlprogramm einzuhalten, senkt die Bundesregierung also in einem ersten Schritt die Steuern und damit die Staatseinnahmen. Um diese wieder reinzuholen, kürzt der Staat dementsprechend Ausgaben in anderen Bereichen: Sozialleistungen und Infrastruktur. Die Umverteilung findet dabei primär von Bundesebene auf Kommunen- und Länderebene statt. Das von der schwarz-gelben Regierung initiierte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ sieht dabei eine Senkung der Einkommenssteuer vor. Dies ist eine der Haupteinnahmequellen der Kommunen und Länder, welche in Folge sinkender Einnahmen z.B. im Bildungsbereich und Sozialsystem sparen. Zusammengefasst: Besserverdienende werden entlastet, die untersten Klassen tragen die Kosten. Insgesamt ein Nullsummenspiel für den Staat, allerdings mit verheerenden Folgen für alle, die ernsthaft von staatlichen Transferleistungen abhängig sind.
    Diese kurze Darstellung soll deutlich machen, dass die Krise vor Allem von uns bezahlt wird, obwohl ihre Ursachen im Kapital liegen. Dies liegt nicht an mangelndem politischen Willen. Auch eine andere Regierung hätte wenig Möglichkeiten, dem Kapital aus der Patsche zu helfen. Weder die Krise, noch ihre Bewältigung gründet auf „menschlichem Versagen“, sondern auf einem System, das nicht auf den Bedürfnissen der Menschen aufgebaut ist. Es geht lediglich um den gewinnbringenden Verkauf von Waren. Statt händeringend dieses marode und unvernünftige System am Leben zu erhalten, schlagen wir die Abschaffung der wirklichen Ursachen der Krise, nämlich die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor. Stattdessen müssen Wirtschaft und alle anderen Bereiche gemeinsam bewusst organisiert werden, so dass es schließlich heißen kann: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“ (Marx)

    Home » Veranstaltung: Kinder- und Jugendarbeit der extremen Rechten

    Veranstaltung: Kinder- und Jugendarbeit der extremen Rechten

    Ob Parteistrukturen (NPD), völkisch-nationalistische Vereine (HDJ) oder subkulturell-geprägte Neonazijugendgruppen: ist die Neonaziszene auch sehr unterschiedlich, so haben doch alle das eine Ziel, möglichst viele neue – vor allem junge – Leute für ihre Interessen zu gewinnen. In dieser Veranstaltung soll es darum gehen, darüber aufzuklären, wie die verschiedenen neonazistischen Akteur_Innen gezielt versuchen, bereits Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu prägen. Ziel ist es, den Teilnehmenden ausreichende Kenntnisse zu vermitteln, um die einzelnen Gruppen und Bestrebungen frühzeitig erkennen und diesen entgegenwirken zu können.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mo. 16. August 2010 | Diakonie Kolleg | 19 Uhr

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    Veranstaltung: Kinder- und Jugendarbeit der extremen Rechten


    Ob Parteistrukturen (NPD), völkisch-nationalistische Vereine (HDJ) oder subkulturell-geprägte Neonazijugendgruppen: ist die Neonaziszene auch sehr unterschiedlich, so haben doch alle das eine Ziel, möglichst viele neue – vor allem junge – Leute für ihre Interessen zu gewinnen. In
    dieser Veranstaltung soll es darum gehen, darüber aufzuklären, wie die verschiedenen neonazistischen Akteur_Innen gezielt versuchen, bereits
    Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu prägen. Ziel ist es, den Teilnehmenden ausreichende Kenntnisse zu vermitteln, um die einzelnen Gruppen und Bestrebungen frühzeitig erkennen und diesen entgegenwirken zu können.“

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mo. 16. August 2010 | Diakonie Kolleg | 19 Uhr

    Home » Partigiani siempre

    Partigiani siempre

    Am heutigen Abend gibt Steffen Kreuseler einen kleinen Einblick in die Arbeit des Institutes für die Geschichte des antifaschistischen Widerstands und für Zeitgeschichte in der Provinz Reggio Emilia, „Istoreco“. Schwerpunktmäßig setzt sich die Geschichtswerkstatt mit der Historie des italienischen Widerstandes zu Zeiten des Faschismus auseinander.

    In Form von Interviews, Filmbeiträgen und Bildern widmet sich Kreuseler den Fragen, auf welchem Wege die Menschen zum Widerstand gekommen sind, was ihre entscheidenden Beweggründe waren, welche Konsequenzen sich daraus für ihren Alltag ergaben und welche Rolle die übrige Bevölkerung spielte.
    Darüber hinaus geht er auf Projekte und Institutionen ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Partisanenverbänden entstanden, sowie deren politische Rolle im postfaschistischen Italien. Abgerundet wird der Vortrag durch einen Erlebnisbericht der Agentur „Esteri,“ die jährlich eine Wanderung mit Zeitzeugen des Widerstands am Orte des Kampfes und der Trauer veranstalten.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Do. 03. Juni 2010 | Warenannahme/FAUST | 19.30 Uhr

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    Partigiani siempre

    Am heutigen Abend gibt Steffen Kreuseler einen kleinen Einblick in die Arbeit des Institutes für die Geschichte des antifaschistischen Widerstands und für Zeitgeschichte in der Provinz Reggio Emilia, „Istoreco“. Schwerpunktmäßig setzt sich die Geschichtswerkstatt mit der Historie des italienischen Widerstandes zu Zeiten des Faschismus auseinander.

    In Form von Interviews, Filmbeiträgen und Bildern widmet sich Kreuseler den Fragen, auf welchem Wege die Menschen zum Widerstand gekommen sind, was ihre entscheidenden Beweggründe waren, welche Konsequenzen sich daraus für ihren Alltag ergaben und welche Rolle die übrige Bevölkerung spielte.
    Darüber hinaus geht er auf Projekte und Institutionen ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Partisanenverbänden entstanden, sowie deren politische Rolle im postfaschistischen Italien. Abgerundet wird der Vortrag durch einen Erlebnisbericht der Agentur „Esteri,“ die jährlich eine Wanderung mit Zeitzeugen des Widerstands am Orte des Kampfes und der Trauer veranstalten.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Do. 03. Juni 2010 | Warenannahme/FAUST | 19.30 Uhr

    Home » Fire&Flames Festival

    Fire&Flames Festival

    Fire&Flames präsentiert:
    Irie Révoltés (Hip-Hop/Reggae/Ska from Heidelberg)
    Opció K-95 (Antifascist Oi from Barcelona)
    From the Depths (Anarcho-Punk from Chapelhill/USA)
    Two Strikes (Ska-Punk from Göttingen)

    Tickets:
    Samstagskarte VVK: 12,00€, Abendkasse: 14,00€
    Wochenend Ticket VVK: 20,00€

    Sa. 29. Mai 2010 | Junges Theater (Göttingen) | 20 Uhr

    Home » Fire&Flames Festival

    Fire&Flames Festival

    Fire&Flames präsentiert:
    Los Fastidios (Streetpunk from Verona)
    The Class War Kids (Punk-Rock from Newfoundland)
    Feine Sahne Fischfilet (Ska-Punk from Rostock)
    Estrepito Banditos (Ska-Punk from Hannover)

    Tickets:
    Freitagskarte VVK: 11,00€, Abendkasse: 13,00€
    Wochenend Ticket VVK: 20,00€

    Fr. 28. Mai 2010 | Junges Theater (Göttingen) | 20 Uhr

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    Fire&Flames Festival

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    Los Fastidios (Streetpunk from Verona)
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    Fire&Flames Festival

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    Home » Konzert: Chumbawamba

    Konzert: Chumbawamba

    Die Geschichte von Chumbawamba beginnt in den Jahren 1982/83 in einem besetzten Haus in Leeds, England.

    Der Stil von Chumbawamba entwickelte sich von anfänglich sehr starken Punk-Einflüssen zu einer immer lieblicher klingenden Klangvielfalt, die an Popstücke erinnert. Die Texte jedoch blieben bei einer starken Kritik gegen kapitalistische und imperialistische Kräfte, sie erinnern teils an Klassenkampfparolen. Chumbawamba greifen verschiedenste musikalische Einflüsse auf: von afrikanischer und schottischer Folklore über amerikanische Poptöne oder englische Punkmusik ist alles vertreten.
    Heute werden sie neue und alte Songs in akustischen Versionen erklingen lassen und das stilgleiche neue album ABCDEFG (No Masters) vorstellen.

    Eintritt: 10 €

    Der Support kommt von Bettina Schelker und ein Infotisch kommt von der [AAH].

    Mo. 10. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

    Home » Konzert: Chumbawamba

    Konzert: Chumbawamba

    Die Geschichte von Chumbawamba beginnt in den Jahren 1982/83 in einem besetzten Haus in Leeds, England.

    Der Stil von Chumbawamba entwickelte sich von anfänglich sehr starken Punk-Einflüssen zu einer immer lieblicher klingenden Klangvielfalt, die an Popstücke erinnert. Die Texte jedoch blieben bei einer starken Kritik gegen kapitalistische und imperialistische Kräfte, sie erinnern teils an Klassenkampfparolen. Chumbawamba greifen verschiedenste musikalische Einflüsse auf: von afrikanischer und schottischer Folklore über amerikanische Poptöne oder englische Punkmusik ist alles vertreten.
    Heute werden sie neue und alte Songs in akustischen Versionen erklingen lassen und das stilgleiche neue album ABCDEFG (No Masters) vorstellen.

    Eintritt: 10 €

    Der Support kommt von Bettina Schelker und ein Infotisch kommt von der [AAH].

    Mo. 10. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

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    Konzert: Chumbawamba

    Die Geschichte von Chumbawamba beginnt in den Jahren 1982/83 in einem besetzten Haus in Leeds, England.

    Der Stil von Chumbawamba entwickelte sich von anfänglich sehr starken Punk-Einflüssen zu einer immer lieblicher klingenden Klangvielfalt, die an Popstücke erinnert. Die Texte jedoch blieben bei einer starken Kritik gegen kapitalistische und imperialistische Kräfte, sie erinnern teils an Klassenkampfparolen. Chumbawamba greifen verschiedenste musikalische Einflüsse auf: von afrikanischer und schottischer Folklore über amerikanische Poptöne oder englische Punkmusik ist alles vertreten.
    Heute werden sie neue und alte Songs in akustischen Versionen erklingen lassen und das stilgleiche neue album ABCDEFG (No Masters) vorstellen.

    Eintritt: 10 €

    Der Support kommt von Bettina Schelker und ein Infotisch kommt von der [AAH].

    Mo. 10. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

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    Konzert: Chumbawamba

    Die Geschichte von Chumbawamba beginnt in den Jahren 1982/83 in einem besetzten Haus in Leeds, England.

    Der Stil von Chumbawamba entwickelte sich von anfänglich sehr starken Punk-Einflüssen zu einer immer lieblicher klingenden Klangvielfalt, die an Popstücke erinnert. Die Texte jedoch blieben bei einer starken Kritik gegen kapitalistische und imperialistische Kräfte, sie erinnern teils an Klassenkampfparolen. Chumbawamba greifen verschiedenste musikalische Einflüsse auf: von afrikanischer und schottischer Folklore über amerikanische Poptöne oder englische Punkmusik ist alles vertreten.
    Heute werden sie neue und alte Songs in akustischen Versionen erklingen lassen und das stilgleiche neue album ABCDEFG (No Masters) vorstellen.

    Eintritt: 10 €

    Der Support kommt von Bettina Schelker und ein Infotisch kommt von der [AAH].

    Mo. 10. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 21 Uhr

    Home » Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

    Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

    “Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

    Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

    Aufruf lesen | Neues Deutschland: Selbstdarstellung einiger Revolutionären 1. Mai Aktionen bundesweit | Internationale Berichte zum 1. Mai (international)

    Der 1. Mai in Hannover:
    2007 | 2008 | 2009

    Fotoauswahl 2010:

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    Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

    Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Mchtverhältnisse.

    “Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

    Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

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    Revolutionärer 1. Mai in Hannover

    300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

    Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

    “Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

    Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

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    Home » Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    » Weitelesen

    Update:
    Unter dem Titel “Was heißt hier revolutionär?” hat die Zeitung Neue Deutschland die OrganisatorInnen von revolutionären 1. Mai-Demos aus zehn Städten um kurze Stellungnahmen gebeten. Neben Berlin, Hamburg, Nürnberg und Stuttgart ist auch Hannover dabei.
    Auch in der zweiten Ausgabe der angriffsfläche gibt es einen Artikel zum 1. Mai in Hannover.

    Einen Gesamtüberblick der revolutionären Demos, Blöcke usw. gibt auf www.antifa.de

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Die Wut des Panthers
    von Oliver Demny
    Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
    Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

    4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 14 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 123, Schwerpunkt: Feindbild Islam
    Erschienen: März|April 2010
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 122, Schwerpunkt: Dresden – Eien blockade kündigt sich an
    Erschienen: Januar|Februar 2010
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Die Wut des Panthers
    von Oliver Demny
    Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
    Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

    4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 14 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    » Weitelesen

    Update:
    Unter dem Titel “Was heißt hier revolutionär?” hat die Zeitung Neue Deutschland die OrganisatorInnen von revolutionären 1. Mai-Demos aus zehn Städten um kurze Stellungnahmen gebeten. Neben Berlin, Hamburg, Nürnberg und Stuttgart ist auch Hannover dabei.

    Einen Gesamtüberblick der revolutionären Demos, Blöcke usw. gibt auf www.antifa.de

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

    Home » Revolutionärer 1. Mai

    Revolutionärer 1. Mai

    1. Mai 2010 | Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4) | 9.30 Uhr

    Home » Ratgeber zu Naziangriffen

    Ratgeber zu Naziangriffen

    Bedrohungen und Angriffe durch Nazis sind leider keine Seltenheit. Dazu gehören auch verbale Beschimpfungen und Einschüchterungen und nicht erst körperliche Angriffe. Diese können sich gegen alle Menschen richten, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen. Eine Mischung aus rassistischen Ressentiments und Männlichkeitswahn ist ausschlaggebend für diese Angriffe. Für die Opfer bedeutet das oft erhebliche Verletzungen und die Angst, sich künftig ungeschützt in der Öffentlichkeit zu bewegen.
    Ein solcher Überfall ist jedoch nicht nur für die Opfer traumatisch. Denn gemeint ist ja nicht der individuelle Mensch, sondern die Gruppe, für die er oder sie steht. Deswegen wirkt jeder Übergriff einschüchternd auf viele Menschen, die dann zum Beispiel in ihrer Lebensqualität beschränkt werden, weil sie aus Angst Orte meiden, wo sie Nazigewalt befürchten. Gewalt und Einschüchterung durch Nazis können jedoch nur Erfolg haben, wo passiv geblieben und weggesehen wird. Dieser Text soll im Folgenden die Handlungsoptionen bei rechte oder rassistischen Angriffen aufzeigen.

    Hinweise für angegriffene Personen

    Im Vorfeld

    Seid ihr durch rechtsextreme oder rassistische Angriffe gefährdet, solltet ihr euch möglicherweise auf einen Ernstfall vorbereiten. Sinnvoll ist es, Angebote zu nutzen, die Kenntnisse über Selbstverteidigung vermitteln. Diese werden unter anderem von Volkshochschulen, Universitäten oder Vereinen angeboten. Waffen mögen ein Gefühl der Sicherheit suggerieren, sind jedoch im Ernstfall ein zusätzliches Risiko. Gassprays wie CS-Gas oder Pfefferspray sollten z.B. nicht in Innenräumen oder bei Gegenwind eingesetzt werden. Auch der Besitz kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hilfreich sind auch akustische Geräte, die einen ohrenbetäubenden Lärm produzieren und Andere alarmieren.

    Auch beim Auftreten in der Öffentlichkeit gibt es einige Hinweise: Nazis suchen sich ihre Opfer in der Regel nicht willkürlich aus.
    Wer hat denn schon gern ein Opfer, das sich wehrt? Gefragt ist also eine Ausstrahlung, die anderen mitteilt: „Nicht mit mir!“ Dazu ist es wichtig, dass du Blickkontakt zur_zum potentiellen Angreifer_in hältst. Nimm keine Opferhaltung ein.
    Sei in jedem Fall vorbereitet – das nützt dir in verschiedener Hinsicht. Du versteinerst nicht vor Schreck und kannst dich auf einen möglichen Angriff einstellen. Bist du in einer Gruppe unterwegs könnt ihr euch kurz über euer Vorgehen abstimmen.

    Bei einem Angriff
    Je nach dem wie der Angriff ausfällt, kann kluges Verhalten unterschiedlich aussehen. In erster Linie gilt es Ruhe zu bewahren. Vermeide Flehen, Unterwürfigkeit oder panisches Verhalten, da dies die Angreifer_innen ermutigen. Falls sich in der Umgebung andere Menschen befinden, versucht diese in die Situation einzubeziehen und Hilfe einzufordern. Sprecht die Leute dazu direkt an.

    Da Nazis meist aus einer Überzahl heraus angreifen, ist es besser sich von den Angreifer_innen zu entfernen. Falls ihr in einer Gruppe unterwegs seid, zieht euch geschlossen zurück und lasst niemanden dort. Entzieht euch Situationen durch Flucht, wenn die Angreifer_innen Waffen wie Messer einsetzen wollen.
    Solltet ihr keinen Rückzugsraum haben oder es besteht die Möglichkeit, könnt bzw. solltet ihr euch verteidigen. Dabei solltet ihr entschlossen sein. Eine effektive Verteidigung könnt ihr über die vorher genannten Wege erlernen.

    Nach dem Angriff
    Entfernt euch möglichst vom Ort des Geschehens. Solltet ihr oder euch begleitende Personen verletzt sein, ruft einen Krankenwagen oder geht in ein Krankenhaus.
    Seid ihr dann wieder zu Hause ist eine Dokumentation des Vorfalles sinnvoll. Schreibt ein Gedächtnisprotokoll, in dem ihr genau aufzeichnet, was passiert ist, an welchem Ort und ob ihr Nazis wiedererkannt habt. Dieses solltet ihr eurer lokalen Antifagruppe zukommen lassen. So kann euch weitergeholfen werden und der Übergriff politisch ausgewertet werden.

    Zum Umgang mit der Polizei
    Sicher stellt ihr euch die Frage, ob es sinnvoll sein kann, nach einem Angriff die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Eine eindeutige Antwort können wir euch nicht geben, da wir schon die Erfahrung machen mussten, dass die Strafverfolgungsbehörden am Ende gegen die Opfer und die Menschen ermittelt haben, die sich mit ihnen solidarisierten. Oft verschweigt oder verschleiert die Polizei Nazi-Übergriffe und ihre eigene Unzulänglichkeit. Auf der anderen Seite kann bei eindeutiger Beweislage eine Anzeige dazu führen, dass die Täter_innen verurteilt werden, so eine Zeit lang in den Knast müssen und als Gefahr auf der Straße erstmal verschwinden.
    Bei Problemen mit der Polizei empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit der Roten Hilfe in eurer Nähe.

    Hinweise für Zeug_innen von Angriffen

    Solltet ihr Zeug_innen eines Angriffes von Nazis auf Migrant_innen, Punks, Linke o.a. Personen werden, so ist es zunächst einmal wichtig hinzuschauen. Gewalttäter_innen rechnen fast immer damit, dass Außenstehende aufgrund von Gleichgültigkeit oder Angst nichts tun. Umso wichtiger ist es, nicht wegzuschauen, sondern Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn Öffentlichkeit wirkt immer abschreckend auf Täter_innen.
    Bevor ihr dem Opfer zur Hilfe eilt, solltet ihr jedoch genau überlegen, was ihr eigentlich tun wollt und euch dabei vor allem nach euren Fähigkeiten richten.

    Wichtig ist, erst mal Ruhe bewahren!
    Gewalttäter_innen haben Angst wiedererkannt zu werden. Deshalb kann bereits bloßes Beobachten der Situation auf diese abschreckend wirken. Solltet ihr euch für diese Option entscheiden, ist es notwendig genau hinzuschauen. Versucht euch das Gesicht der Täter_innen genau einzuprägen. Achtet auf markante Details aber auch auf Äußerlichkeiten wie Klamotten. Sollte der_die Angreifer_in die Flucht ergreifen, merkt euch, in welche Richtung er_sie gelaufen ist!
    Darüber hinaus solltet ihr zumindest Blickkontakt zum Opfer aufnehmen. Zeigt ihm, dass es nicht allein ist und ihr anwesend seid, um zu helfen. Das vermindert die Angst.

    Zudem solltet ihr euch umschauen und weitere Hilfsmöglichkeiten abschätzen. Vielleicht gibt es ja irgendwo in der Nähe ein Telefon, von dem aus ihr Hilfe rufen könnt.
    Geht auch auf andere Leute zu und fordert sie auf, euch zu helfen. Eine Gruppe von Leuten hat meist mehr Einfluss als eine Einzelperson und schreckt Gewaltäter_innen oft ab. Wenn ihr Verbündete gefunden habt (aber auch ohne diese), sprecht die Täter_innen gezielt an. Seid dabei höflich aber bestimmt und lasst euch vor allem nicht provozieren! Siezt die Täter_innen, das hebt erstens die Gewaltschwelle und zweitens vermeidet ihr so den Eindruck, dass es sich lediglich um einen privaten Konflikt handelt.

    Sprecht mit dem Opfer. Animiert es, zu euch zu kommen, falls das möglich ist. Bietet konkret eure Hilfe an! Das bringt euch und dem Opfer Zeit, bestärkt die bedrohte Person und kann gegebenfalls sogar deeskalierend wirken. Stellt euch auf jeden Fall offensiv auf die Seite des Opfers und lasst die_den Betroffene_n nicht allein.

    Nur wenn ihr euch ganz sicher seid, die Angreifer_in händeln zu können, ist es ratsam, die Täter_innen mit „einfacher körperlicher Gewalt” zum Ablassen vom Opfer zu bewegen. Wichtig ist, dass ihr eure Fähigkeiten dabei realistisch einschätzt, sonst hat niemand etwas davon.
    Wenn alles vorbei ist, kümmert euch um die_den Betroffene_n. Ruft gegebenenfalls einen Krankenwagen. Meldet den Vorfall bei der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt (ARUG) in Braunschweig und uns. Informiert auch in jedem Fall eure lokale Antifa. Diese kann euch in vielen Fällen mit weiterem Rat und evtl. auch Tat zur Seite stehen!

    Es gilt sich darüber klar zu werden, dass Nazis, ihr Gedankengut und rechte Gewalt eine immense Gefahr – auch für deine körperliche Unversehrtheit – darstellen. Organisier dich gegen Nazis und faschistische Tendenzen in der Gesellschaft. Werde aktiv und hilf mit ihre Vorstöße abzuwehren und ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen, das allen Menschen weltweit ein gutes und freies Leben ermöglicht.

    Home » NS-Hardcore ausschalten!

    NS-Hardcore ausschalten!

    Vortrag über Strukturen, Akteur_innen und Inhalte mit ReferentInnen von “NSHC ausschalten”.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 29. Mai 2010 | Indiego glocksee | 20 Uhr

    Home » Nationalsoialist Hardcore – Strukturen, Akteur_innen, Inhalte

    Nationalsoialist Hardcore – Strukturen, Akteur_innen, Inhalte

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 29. Mai 2010 | Kulturpalast Linden | 20 Uhr

    Home » Nationalsoialist Hardcore – Strukturen, Akteur_innen, Inhalte

    Nationalsoialist Hardcore – Strukturen, Akteur_innen, Inhalte

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 29. Mai 2010 | Kulturpalast Linden | 20 Uhr

    Home » „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Wir fanden das Gewerkschaftshaus in Hannover mit Stacheldrahtverhauen gesichert und die Eingänge mit Reichsbannerleuten in Uniform bewacht. Da ging uns das Herz auf, der schwere Druck unserer Berliner Erlebnisse wich, die Zuversicht der Hannoveraner Genossen und ihr Vertrauen auf die ungebrochene Kraft der freien Arbeiterbewegung steckte uns an.“ (Wilhem Hoegner 1933 auf seiner Flucht vor ‚Hitler‘) Auch wenn dieser Bericht sicher etwas zu überschwänglich war, so muss Hannover doch als Hochburg eines breiten, von der Basis getragenen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gesehen werden.
    Mit der ‚Sozialistischen Front‘, welche allein in Linden-Nord dem ‚Herzen des roten Linden‘ etwa 150 Mitglieder hatte, war die größte lokale Widerstandsgruppe Deutschlands in Hannover beheimatet. Der Internationale Sozialistische Kampfbund, leistete bis zu seiner Zerschlagung durch die Gestapo im Jahre 1938, organisierten Widerstand in Hannover, zu einer Zeit als der organisierte Widerstand der KPD und SPD seit Jahren erloschen war.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 28. April 2010 | Kulturpalast Linden | 19 Uhr

    Home » „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Wir fanden das Gewerkschaftshaus in Hannover mit Stacheldrahtverhauen gesichert und die Eingänge mit Reichsbannerleuten in Uniform bewacht. Da ging uns das Herz auf, der schwere Druck unserer Berliner Erlebnisse wich, die Zuversicht der Hannoveraner Genossen und ihr Vertrauen auf die ungebrochene Kraft der freien Arbeiterbewegung steckte uns an.“ (Wilhem Hoegner 1933 auf seiner Flucht vor ‚Hitler‘) Auch wenn dieser Bericht sicher etwas zu überschwänglich war, so muss Hannover doch als Hochburg eines breiten, von der Basis getragenen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gesehen werden.
    Mit der ‚Sozialistischen Front‘, welche allein in Linden-Nord dem ‚Herzen des roten Linden‘ etwa 150 Mitglieder hatte, war die größte lokale Widerstandsgruppe Deutschlands in Hannover beheimatet. Der Internationale Sozialistische Kampfbund, leistete bis zu seiner Zerschlagung durch die Gestapo im Jahre 1938, organisierten Widerstand in Hannover, zu einer Zeit als der organisierte Widerstand der KPD und SPD seit Jahren erloschen war.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 28. April 2010 | Kulturpalast Linden | 19 Uhr

    Home » „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Eine Insel im braunen Meer“ – Proletarischer Widerstand in den 30er Jahren

    „Wir fanden das Gewerkschaftshaus in Hannover mit Stacheldrahtverhauen gesichert und die Eingänge mit Reichsbannerleuten in Uniform bewacht. Da ging uns das Herz auf, der schwere Druck unserer Berliner Erlebnisse wich, die Zuversicht der Hannoveraner Genossen und ihr Vertrauen auf die ungebrochene Kraft der freien Arbeiterbewegung steckte uns an.“ (Wilhem Hoegner 1933 auf seiner Flucht vor ‚Hitler‘) Auch wenn dieser Bericht sicher etwas zu überschwänglich war, so muss Hannover doch als Hochburg eines breiten, von der Basis getragenen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gesehen werden.
    Mit der ‚Sozialistischen Front‘, welche allein in Linden-Nord dem ‚Herzen des roten Linden‘ etwa 150 Mitglieder hatte, war die größte lokale Widerstandsgruppe Deutschlands in Hannover beheimatet. Der Internationale Sozialistische Kampfbund, leistete bis zu seiner Zerschlagung durch die Gestapo im Jahre 1938, organisierten Widerstand in Hannover, zu einer Zeit als der organisierte Widerstand der KPD und SPD seit Jahren erloschen war.

    Eine Veranstaltung der Kampagne “Nazis die Räume nehmen – Für ein antifaschistisches Hannover!”

    Mi. 28. April 2010 | Kulturpalast Linden | 19 Uhr

    Home » Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Ein Jahr nach seinem “Verschwinden”, versammelten sich einige linke AktivistInnen vor dem spanischen Generalkonsulat in Hannover um auf den anhaltenden Ausnahmezustand im Baskenland hinzuweisen.
    Als Redebeitrag wurde das Mobilisierungsflugblatt verlesen. Es wurde das Ende der Repression und die Freiheit der politischen Gefangenen – im Baskenland und weltweit gefordert.

    Die Kundgebung wurde vorzeitig abgebrochen, als bekannt wurde, das Einheiten der Polizei eine Razzia im Vereinshaus des lokalen kurdischen Vereins und YEK-KOM Mitglieds durchführten.

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    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Ein Jahr nach seinem “Verschwinden”, versammelten sich einige linke AktivistInnen vor dem spanischen Generalkonsulat in Hannover um auf den anhaltenden Ausnahmezustand im Baskenland hinzuweisen.
    Als Redebeitrag wurde das Mobilisierungsflugblatt verlesen. Es wurde das Ende der Repression und die Freiheit der politischen Gefangenen – im Baskenland und weltweit gefordert.

    Die Kundgebung wurde vorzeitig abgebrochen, als bekannt wurde, das Einheiten der Polizei eine Razzia im Vereinshaus des lokalen kurdischen Vereins und YEK-KOM Mitglieds durchführten.

    Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung

    Info- und Mobilisierungsveranstaltung

    Informationen zu Naziumtrieben und den Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch. Mit ReferentInnen des AK Antifa Hildesheim.

    Mi. 2. Juni 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Info- und Mobilisierungsveranstaltung

    Info- und Mobilisierungsveranstaltung

    Informationen zu Naziumtrieben und den Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch. Mit ReferentInnen des AK Antifa hildesheim

    Mi. 2. Juni 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Hildesheim | Keine Zukunft für Nazis!

    Hildesheim | Keine Zukunft für Nazis!

    Aktionen gegen den Naziaufmarsch.

    Mehr Infos auf www.keinezukunftfuernazis.tk

    Home » Hildesheim | Keine Zukunft für Nazis!

    Hildesheim | Keine Zukunft für Nazis!

    Aktionen gegen den Naziaufmarsch.

    Mehr Infos auf www.keinezukunftfuernazis.tk

    Home » Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Ein Jahr nach seinem “Verschwinden”, versammelten sich einige linke AktivistInnen vor dem spanischen Generalkonsulat in Hannover um auf den anhaltenden Ausnahmezustand im Baskenland hinzuweisen.
    Als Redebeitrag wurde das Mobilisierungsflugblatt verlesen. Es wurde das Ende der Repression und die Freiheit der politischen Gefangenen – im Baskenland und weltweit gefordert.

    Die Kundgebung wurde vorzeitig abgebrochen, als bekannt wurde, das Einheiten der Polizei eine Razzia im Vereinshaus des lokalen kurdischen Vereins und YEK-KOM Mitglieds durchführten.

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    Home » Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    » Weitelesen

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

    Home » 01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai

    01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai

    Aufruf

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

    Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

    Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

    Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

    Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
    Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

    Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

    Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
    Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

    Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kapitalherrschaft abschaffen!
    Den Staat stürzen!
    Für die soziale Revolution!

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    01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai

    Aufruf

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

    Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

    Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

    Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

    Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
    Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

    Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

    Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
    Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

    Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kapitalherrschaft abschaffen!
    Den Staat stürzen!
    Für die soziale Revolution!

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    01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai

    Aufruf

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

    Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

    Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

    Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

    Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
    Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

    Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

    Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
    Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

    Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kapitalherrschaft abschaffen!
    Den Staat stürzen!
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    01.05.10 | Revolutionärer 1. Mai 2010

    300 Menschen beim antikapitalistischen Block – 75 beim FrauenLesbenTrans-Block – Transparentaktion am Uni-Gebäude kritisiert “Fest für Demokratie”

    Unter dem Motto “Bagatelldelikt war gestern! Produktionsmittel vergesellschaften! Für die soziale Revolution!” demonstrierten am 1. Mai in Hannover rund 300 Personen im antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemonstration der IG Metall. Mit einem großen Transparent am Universitätsgebäude am Königsworther Platz wurde die Umbenennung der gewerkschaftlichen 1. Mai-Kundgebung zum “Fest für Demokratie” kritisiert. Ein FrauenLesbenTrans-Block mit etwa 75 Teilnehmer_innen richtete sich besonders gegen die kapitalistische Ausbeutungs- und patriachale Machtverhältnisse.

    “Die ‘Demokratie’ um die es hier gehen soll, ist nur eine Form kapitalistischer Herrschaft. Wir wollen anstatt eines demokratischen Kapitalismus eine soziale Revolution”, fasste Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] zusammen. “Mit der Parole ‘Kampf dem Kapitalismus statt Fest der Demokratie’ wollen wir deutlich machen, dass der Staat, ob demokratisch oder nicht, Teil der Ausbeutung ist, deren Abschaffung im Interesse aller liegt.”, so Brünzels weiter.

    Auf der Demonstration wurden in verschiedenen Redebeiträgen auf die Auswirkungen der Krise eingegangen, sowie die defensive Gewerkschaftspolitik kritisiert.

    Fotos

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    Was heißt hier revolutionär? – Linksradikale Gruppen rufen bundesweit zu Demonstrationen anlässlich des 1. Mai auf | Neues Deutschland

    Aufruf

    Für uns ist der 1. Mai kein »Tag der Arbeit«. Er ist auch nicht der Tag, an dem der Kampf gegen die FaschistInnen, so wie es leider letztes Jahr in Hannover sein musste, im Vordergrund stehen sollte. Der 1. Mai bleibt der internationale Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter! Konnten wir uns in den letzten Jahren über die unpolitischen DGB-Bratwurstparties ärgern, kommt es dieses Jahr noch ärger: Der DGB Niedersachsen-Mitte lädt zum “Fest der Demokratie”. Wir halten dennoch die gewerkschaftlichen Sternmärsche für eine gute Gelegenheit, die alte Forderung nach Abschaffung des Kapitalverhältnisses neu zu stellen. Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wir empfehlen allen Lohnabhängigen, nicht nur die konkreten Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach “guter Arbeit” verbessern zu wollen. Es gilt viel mehr den gesellschaftlichen Zusammenhang zu überwinden, der aus der Arbeit, ob »gut« oder »schlecht«, ein Verlustgeschäft für grundsätzlich alle macht, die keine KapitalistInnen sind. Und auch wenn das der DGB und viele Lohnabhängige nicht wahrhaben wollen: Es ist in ihrem Interesse, mit dem Kapitalismus Schluss zu machen.

    Nicht zuletzt an der Diskussion um die sogenannten Bagatelldelikte wurde im vergangenen Jahr besonders deutlich, in welcher Abhängigkeit wir stehen. Bei den Kündigungen gegen Kassiererinnen, Bäckereiangestellte und Altenheimmitarbeiter ging es um Centbeträge. Und gerade weil es scheinbar um nichts ging, geht es auf den zweiten Blick um eine ganze Menge, nämlich um das Wichtigste: Das Prinzip. Und das ist das Prinzip des Privateigentums. Das Privateigentum ist die Grundlage der Ausbeutung. Die Trennung der Lohnabhängigen von den Produktionsmitteln zwingt uns, Arbeitskraft und Lebenszeit zu Marktbedingungen zu verkaufen. Die Drohung von Hartz IV und Armut lässt uns keine andere Möglichkeit. Den Ertrag unserer Arbeit streicht das Kapital ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tarifverhandlungen drei oder zehn Prozent mehr Lohn erbringen. “Fair« können die Löhne gar nicht sein. Denn wenn wir nicht mehr Wert produzieren würden, als wir am Ende ausbezahlt bekommen, würde das Geschäft gar nicht gemacht. Jede Lohnarbeit ist Ausbeutung. Die Verwandlung der Welt in eine große Ansammlung von Waren, von bezahlbaren Produkten im System des Privateigentums, ist die Grundlage davon. Und dieses Prinzip wird auch durch den »Diebstahl« von vier weggeworfenen Maultaschen angegriffen. Eine Toleranz nach dem Motto »Der erste Diebstahl ist frei” kann es nicht geben, auch wenn die SPD das gerne möchte.

    Die Meisten von uns haben nichts zu verkaufen, außer ihrer Arbeitskraft (und manche nicht mal die). Auch wer sich als Studierende oder sonst Wohlhabende eine Weile von den Eltern oder anderen Geldquellen aushalten lässt, landet über kurz oder lang in der Lohnabhängigkeit. Das kann auf tausend Wegen passieren, interessant für’s Kapital ist allein, ob sie Mehrwert produziert oder nicht. Denn nur Mehrwert produzierende Arbeit wirft Profit ab. Rohstoffe, Computer usw. zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist unter »Idealbedingungen« ein Nullsummengeschäft. Wenn man Betrug, Korruption und Dummheit nicht berücksichtigt (obwohl selbstverständlich all dies Teil der herrschenden Zustände ist), kann man damit auch beim besten Willen keinen Gewinn machen. Nur die Arbeitskraft der Lohnabhängigen, ob am Fließband oder im Büro, kann mehr Wert schaffen, als sie kostet.

    Wenn die Arbeiterinnen und Arbeiter anfangen, sich gegen diese Scheiße zu wehren, ist jedes Mittel recht, die »Unruheherde« aus dem eigenen Betrieb rauszuschaffen: Fristlose Kündigungen wegen zwei Brötchen, Pfandflaschen aus dem Müll, Handyaufladen am Arbeitsplatz oder einer Trinkgeldkasse kommen da nur recht. Das deutsche Arbeitsrecht leistet sich den zynischen Scherz, bei »zerrütteten Vertrauensverhältnissen« zwischen Ausbeutenden und Ausgebeuteten den sofortigen Rauswurf zu ermöglichen. Wenn das Kapital so brachial vorgeht, zeigt sich auch die »Mitte der Gesellschaft« entrüstet: Der Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sprach in einem Fall von einem »barbarischen Urteil von asozialer Qualität«, die BILD stimmte mit ein: »Manager versemmeln Milliarden. Und eine Kassiererin wird wegen 1,30€ gefeuert. Das ist nicht fair!« Aber was ist hier nicht fair? Legal ist es allemal, das hat der Staat mit seinen Gerichten mehrfach festgelegt. Es sind also die grundlegende Funktionsweise dieser Gesellschaft, die Grundmechanismen des Kapitalismus, die hier zutage treten. Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes fragte mit Blick auf die »skrupellosen« Bagatellstraftäter_innen: »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde.« Die Frage ist: Wer wem? Das Kapital nimmt sich einiges raus, einen großen Teil der Bevölkerung zur Vermehrung seines Reichtums arbeiten zu lassen. Nur ein Bruchteil der geschaffenen Werte landet am Ende bei denen, die ihn produzieren. Der Rest landet bei denen, die Verfügungsgewalt über die Taxis, Nagelstudios, Fabriken, Flugzeuge oder Büros haben, in denen wir arbeiten. Und in der Tat – »Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde«!

    Damit wir bei diesen verrückten Regeln und den ihnen zugrunde liegenden Eigentumsverhältnissen mitmachen, tritt der Staat auf den Plan. Dieser kann sich auch mal gegen einzelne Kapitalfraktionen richten, wenn Monopolbestrebungen und andere Manöver dem kapitalistischen Hauen und Stechen entgegenstehen und sich das Profitinteresse eines Unternehmens gegen das Funktionieren der Gesamtwirtschaft richtet. Die konkurrierenden Privateigentümer sind die Grundlage von Staat und Kapitalherrschaft und werden mit Bundesarbeitsgerichten, Polizei und Kartellamt verteidigt. Dies gilt im selbstausgedachten »Normalfall«. Auch hier sind Dummheit und Lügen nicht eingeschlossen. International wird mit anderen Bandagen um das nationale oder europäische Wachstum gekämpft: Seien es Kriege in Afghanisten, Irak und Somalia oder Milliardengeschenke an die Banken. Wenn es der Kapitalherrschaft dient, bekommt das Gerede von Einigkeit und Recht und Freiheit ein ganz anderes Gesicht, doch auch diese Fratze gehört zum demokratischen Deutschland.

    Die Gewerkschaften machen die Prämissen des Kapitals zu ihrer eigenen: Mehr Wachstum soll das Mittel sein, dass uns zu einem besseren Leben verhilft. Nur wenn es dem Kapital gut geht, kann es auch mehr Geld an uns zahlen. Und so beteuern die großen Gewerkschaften ihre ewige Bereitschaft, nützlich zu sein, dem Wirtschaftswachstum auf die Beine helfen zu wollen. Unsere Mehrarbeit und der Verzicht auf Urlaub, Lohnerhöhungen oder Weihnachtsgeld sind Geschenke ans Kapital. Das scheint den Gewerkschaften aber noch nicht zu reichen. Auch die Betriebsräte und das Wissen, wie der konkrete Produktionsablauf funktioniert, sollen eingesetzt werden, um »die Krise zu überwinden«, die Kapitalherrschaft zu festigen und uns am Ende selbst wegzurationalisieren.
    Dafür wolle man dann aber auch eine Lohnerhöhung oder wenigstens das Versprechen, noch ein paar Monate nicht gekündigt zu werden. Wenn sich der Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter angesichts ihrer ständigen Ausbeutung auf diese Krümel beschränkt, versperrt man sich nicht nur selbst den Weg zur befreiten Gesellschaft, sondern verschärft auch noch die herrschenden Zustände! Der DGB wirkt kräftig an der Optimierung der Produktionsabläufe nach Kapitalinteresse mit und wir betreiben dabei im schlimmsten Sinne des Wortes Selbst-Beherrschung.

    Der 1. Mai 2010 steht für den DGB unter dem Motto »Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat«. Vor allem die Arbeit hat es dem DGB angetan: Die letztjährigen Mottos waren »Arbeit für alle bei fairem Lohn« (2009) und »Gute Arbeit muss drin sein« (2008). Einerseits logisch, denn der DGB vertritt die Arbeit gegen das Kapital. Andererseits bescheuert. Wenn es um die Arbeit geht, müssen wir uns auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, anschauen. Mehr noch, Arbeit ist die Grundlage aller Gesellschaft, auch dieser. Einer Gesellschaft, die systematisch aus der ständigen Ausbeutung, aus Krieg und Hunger nach außen wie nach innen ihre Bewegung zieht. Einer Gesellschaft, die den Reichtum so brutal denen, die ihn schaffen, abpresst. Einer Gesellschaft, die so offensichtlich unvernünftig ist. Die Unvernünftigkeit zeigt sich auch in der ständigen Verschwendung menschlicher Arbeit und ihrer Produkte. Unter Konkurrenzdruck werden nicht nur ständig Produkte vernichtet, um die Preise hochzuhalten, sondern auch die Produktionsmittel selbst, die Maschinen, Computer und Autos werden in einem ständigen Erneuerungsprozess zerstört, um mit noch effektiveren Mitteln die Konkurrenz auszustechen.

    Die politische Herrschaft dieser Zustände wird vermittelt und organisiert als Demokratie. Der Staat, dessen wichtigste Funktion die Aufrechterhaltung der Unterdrückung ist, wird selbst von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt, die dann wiederum unter Politik und Wirtschaft, also unter Staat und Kapital, zu leiden haben. Es handelt sich um eine sehr effektive Herrschaft, die den Ausgebeuteten selbst die Wahl überlässt, welche Variante der Kapitalherrschaft ihnen »am Liebsten« ist. Dabei dient auch ein »starker Sozialstaat« der Aufrechterhaltung der Konkurrenz der Lohnarbeitenden und Arbeitslosen. Im Ergebnis erscheint es, als hätten sich die Menschen ihre Unterdrückung selbst ausgesucht. Kein Wunder, dass so viele glauben, mit ihrer Unzufriedenheit alleine zu stehen.
    Diejenigen, die sich einmischen, werden durch die Brille demokratisch – extremistisch in nützliche Idioten und Wahnsinnige aufgeteilt. Ungeachtet aller Argumente muss man sich erst zu Deutschland, Kapitalismus und »Demokratie« bekennen, um nicht als Menschenfeind zu gelten. Praktisch! So kann man sich gleichzeitig von FaschistInnen, RechtspopulistInnen usw. distanzieren, wie auch von Versuchen, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und alle Menschen in die Diskussion, welche Bedürfnisse wie befriedigt werden sollen und was wie produziert wird, eingebunden werden können. Das Beste an der Demokratie: Gegen dieses Vorhaben braucht man kein Argument, sondern nur den Verweis auf »die Demokratiefeindlichkeit«, womit manche glauben, alles wichtige gesagt zu haben.

    Um der Befreiung der Gesellschaft willen muss sich auch die Arbeit von der Kapitalherrschaft befreien. Das bedeutet, dass die Arbeitenden sich auch von ihrem Dasein als »Lohnabhängige« befreien müssen. Arbeit muss kein Mittel zur Ausbeutung sein, sie kann als unmittelbar gesellschaftliche Tätigkeit die Beziehung der Menschen untereinander und zur Natur so gestalten, dass ihr Ertrag uns allen zugute kommt und nicht nur einigen Wenigen. Dabei verändert sich nicht nur die Verteilung des Reichtums, sondern auch unser Verhältnis zu unserer Arbeit (immerhin ein Großteil unseres Lebens) und dem, was wir herstellen. Anstatt aufwendig Arbeit zu schaffen und zu halten, könnte Rationalisierung und technischer Fortschritt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden. Weniger Arbeit, mehr Reichtum und eine andere Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, gemeinsam organisiert, ist ein lohnenswertes Ziel. Der DGB scheint nicht zu bemerken, dass für »gute Arbeit« die gesamte Gesellschaft grundlegend verändert werden muss und räumt freiwillig seinen Kampftag einem Fest zu Ehren der »Demokratie«, der demokratisch-kapitalistischen Ausbeutung.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kapitalherrschaft abschaffen!
    Den Staat stürzen!
    Für die soziale Revolution!

    Home » Konzert: Class War Kids

    Konzert: Class War Kids


    THE CLASS WAR KIDS PLAY UBER-CATCHY, MELODIC, POLITICALLY-CHARGED, SOCIALLY-CONSCIOUS, ACTIVIST POSI-PUNK-POP.

    THE CLASS WAR KIDS DEAL IN SONGS OF ANGER AND SONGS OF JOY, SONGS OF DEFIANCE AND SONGS OF DISSENT. IT’S MOOD MUSIC FOR THE MOVEMENT AND THE SOUNDTRACK TO THE STRUGGLE. IT’S FOR THOSE ON THE BLOCKADES, THE BARRICADES, THE FRONT-LINES AND THE PICKET-LINES.

    Fr. 31. April 2010 | UJZ Korn | 21 Uhr

    Wir sind mit unserem Infotisch dabei.

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    Home » Klassenkampf im Hafen

    Klassenkampf im Hafen

    In den lang andauernden Auseinandersetzungen um die Umstrukturierung in Häfen von Bremer und Bremerhavener Häfen kommt es immer wieder zu deutlichen Aktionen wie z.B. der Blockade von Hauptzufahrtsstraßen.
    Anlass waren die massiven Entlassungen und Lohn-Kürzungen im Hafenbereich. Trotz harter Repression (Kündigung bei Teilnahme und Urlaubsverbot für diesen Tag) im Vorfeld kam es zu einer breiten Solidarisierung durch Hafenarbeiter_innen und Unterstützerkreise. Getragen wurde der Protest durch Vertreter_innen des GHB (Gesamthafenbetriebsverein), GLB, Autotec und Eurogate, sowie anderen Betrieben aus Bremerhaven, Bremen und Hamburg.
    Der AK Theorie und Praxis, eine linksradikale Gruppe aus Bremerhaven, interveniert in den Arbeitskampf der Hafenarbeiter_innen und der Konflikt gewinnt an Schärfe, es kommt zu Polizeieinsätzen.

    Wir haben den Vertreter_innen vom AK und vom „Komitee ‘Wir sind der GHB’“ eingeladen um über Arbeitskämpfe und linksradikale Interventionen zu diskutieren.

    Di. 4. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 19 Uhr

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    Klassenkampf im Hafen

    In den lang andauernden Auseinandersetzungen um die Umstrukturierung in Häfen von Bremer und Bremerhavener Häfen kommt es immer wieder zu deutlichen Aktionen wie z.B. der Blockade von Hauptzufahrtsstraßen.
    Anlass waren die massiven Entlassungen und Lohn-Kürzungen im Hafenbereich. Trotz harter Repression (Kündigung bei Teilnahme und Urlaubsverbot für diesen Tag) im Vorfeld kam es zu einer breiten Solidarisierung durch Hafenarbeiter_innen und Unterstützerkreise. Getragen wurde der Protest durch Vertreter_innen des GHB (Gesamthafenbetriebsverein), GLB, Autotec und Eurogate, sowie anderen Betrieben aus Bremerhaven, Bremen und Hamburg.
    Der AK Theorie und Praxis, eine linksradikale Gruppe aus Bremerhaven, interveniert in den Arbeitskampf der Hafenarbeiter_innen und der Konflikt gewinnt an Schärfe, es kommt zu Polizeieinsätzen.

    Wir haben den Vertreter_innen vom AK und vom „Komitee ‘Wir sind der GHB’“ eingeladen um über Arbeitskämpfe und linksradikale Interventionen zu diskutieren.

    Di. 4. Mai 2010 | Indiego Glocksee | 19 Uhr

    Home » Antifa Info Abend 04/10

    Antifa Info Abend 04/10

    Infoveranstaltung zum 1. Mai

    Do. 22. April 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 15. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Antifa Info Abend 05/10

    Antifa Info Abend 05/10

    Gezeigt wird der Film „In dir muss brennen“ (Deutschland, 2009) von Katharina Pethke. Der Film läuft zur Zeit auf verschiedenen Dokufilm-Festivals. „Die modernen Gesellschaften sind von einem wachsenden Widerspruch geprägt. Mit Begriffen wie Freiheit und Flexibilität wird ein Arbeits- und Privatleben beworben, das Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung verheißt. Gleichzeitig registrieren Ärzte, Krankenkassen und auch Arbeitgeber eine grundlegende psychische Verunsicherung: Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst und überfordert, leiden unter Depressionen, Angstzuständen und Burnout-Syndromen. In ihrem Diplomfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln entwirft Katharina Pethke ein Bild von der Entgrenzung der Arbeit und den Unsicherheiten, die diese hervorruft. „In Dir muss brennen“ zeigt Situationen, in denen Menschen Hilfestellung suchen: Seminare und Coachings, in denen Lehrer und Trainer die Führung zur Selbst-Führung übernommen haben. Bereits in ihrem letzten Film „In Liebe – Britta Schmidt“, der sich durch große Präzision und formale Entschiedenheit bei gleichzeitiger menschlicher Tiefe auszeichnet, hat Katharina Pethke ihr Talent für den filmischen Essay bewiesen. Mit „In Dir muss brennen“ führt sie sowohl formal als auch inhaltlich ihre Auseinandersetzung mit Ursachen und Wirkungen psychischer Instabilität weiter.“

    Do. 20. Mai 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 20. Mai 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Wilde Streiks im Wirtschaftswunder

    Wilde Streiks im Wirtschaftswunder

    Lesung und Diskussion mit Peter Birke, Historiker in Hamburg sowie Autor des gleichnamigen Buches. Er beschreibt darin die Geschichte lokaler und in der Öffentlichkeit oft „unsichtbarer“ Arbeitskämpfe seit den 1950er Jahren, wie sie sich in in dieser Hinsicht zwei sehr verschiedenen europäischen Staaten darstellte, nämlich der BRD und Dänemark. Er analysiert die Interaktion zwischen wilden Streiks, Gewerkschaften und neuen sozialen Bewegungen von den Kampagnen gegen Atomwaffen der 1950er bis zur „europäischen Streikwelle“ der frühen 1970er Jahre. Die Studie zeigt, wie brüchig bereits damals die sozialen Kompromisse waren, für die Wohlfahrtsstaat und „Sozialpartnerschaft“ standen.

    Mo. 26. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiuftung Niedersachsen.

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    Wilde Streiks im Wirtschaftswunder

    Lesung und Diskussion mit Peter Birke, Historiker in Hamburg sowie Autor des gleichnamigen Buches. Er beschreibt darin die Geschichte lokaler und in der Öffentlichkeit oft „unsichtbarer“ Arbeitskämpfe seit den 1950er Jahren, wie sie sich in in dieser Hinsicht zwei sehr verschiedenen europäischen Staaten darstellte, nämlich der BRD und Dänemark. Er analysiert die Interaktion zwischen wilden Streiks, Gewerkschaften und neuen sozialen Bewegungen von den Kampagnen gegen Atomwaffen der 1950er bis zur „europäischen Streikwelle“ der frühen 1970er Jahre. Die Studie zeigt, wie brüchig bereits damals die sozialen Kompromisse waren, für die Wohlfahrtsstaat und „Sozialpartnerschaft“ standen.

    Mo. 26. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiuftung Niedersachsen.

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    Wilde Streiks im Wirtschaftswunder

    Lesung und Diskussion mit Peter Birke, Historiker in Hamburg sowie Autor des gleichnamigen Buches. Er beschreibt darin die Geschichte lokaler und in der Öffentlichkeit oft „unsichtbarer“ Arbeitskämpfe seit den 1950er Jahren, wie sie sich in in dieser Hinsicht zwei sehr verschiedenen europäischen Staaten darstellte, nämlich der BRD und Dänemark. Er analysiert die Interaktion zwischen wilden Streiks, Gewerkschaften und neuen sozialen Bewegungen von den Kampagnen gegen Atomwaffen der 1950er bis zur „europäischen Streikwelle“ der frühen 1970er Jahre. Die Studie zeigt, wie brüchig bereits damals die sozialen Kompromisse waren, für die Wohlfahrtsstaat und „Sozialpartnerschaft“ standen.

    Mo. 26. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiuftung Niedersachsen.

    Home » Revolutionärer 1. Mai

    Revolutionärer 1. Mai

    1. Mai 2010 | Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4) | 9.30 Uhr

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    Revolutionärer 1. Mai

    1. Mai 2010 | Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4) | 9.30 Uhr

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    Revolutionärer 1. Mai

    1. Mai 2010 | Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4) | 9.30 Uhr

    Home » Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir zusammen mit den Freudinnen und Freunde des Baskenlandes und der Roten Hilfe Hannover zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza auf.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

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    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir zusammen mit den Freudinnen und Freunde des Baskenlandes und der Roten Hilfe Hannover zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza auf.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

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    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Ein Jahr nach seinem “Verschwinden”, versammelten sich einige linke AktivistInnen vor dem spanischen Generalkonsulat in Hannover um auf den anhaltenden Ausnahmezustand im Baskenland hinzuweisen.
    Als Redebeitrag wurde das Mobilisierungsflugblatt verlesen. Es wurde das Ende der Repression und die Freiheit der politischen Gefangenen – im Baskenland und weltweit gefordert.

    Die Kundgebung wurde vorzeitig abgebrochen, als bekannt wurde, das Einheiten der Polizei eine Razzia im Vereinshaus des lokalen kurdischen Vereins und YEK-KOM Mitglieds durchführten.

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    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir zusammen mit den Freudinnen und Freunde des Baskenlandes und der Roten Hilfe Hannover zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza auf.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

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    Gegen die Repression im Baskenland! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir zusammen mit den Freudinnen und Freunde des Baskenlandes und der Roten Hilfe Hannover zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza auf.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

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    Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

    Home » Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

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    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].


    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

    Home » Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Kundgebung “Stoppt die Repression im Baskenland!”

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

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    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

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    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.
    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.
    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.
    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.
    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.
    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.
    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.
    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.
    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.
    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.
    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.
    Ende August 2009: Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.
    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.
    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.
    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

    Home » Kundgebung gegen die Repression im Baskenland

    Kundgebung gegen die Repression im Baskenland

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH].

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.

    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.

    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.

    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.

    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.

    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.

    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.

    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.

    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.

    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.

    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.

    Ende August 2009:Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.

    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.

    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.

    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

    Home » Antifa Info Abend 04/10

    Antifa Info Abend 04/10

    Monatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 22. April 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 15. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Kundgebung gegen die Repression im Baskenland

    Kundgebung gegen die Repression im Baskenland

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.

    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.

    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.

    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.

    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.

    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.

    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.

    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.

    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.

    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.

    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.

    Ende August 2009:Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.

    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.

    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.

    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

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    Antifa Info Abend 04/10

    Monatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 15. April 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Kundgebung gegen die Repression im Baskenland

    Am 18. April 2009 verschwand der schwerkranke Jon Anza, ehemaliger politischer Gefangener und Militanter von Euskadi Ta Askatasuna [wiki] (ETA, Baskenland und Freiheit). An diesem Tag stieg er in einen Zug nach Toulouse, um an einem Treffen der Organisation teilzunehmen und Geld zu überbringen. Während der Fahrt verschwand er spurlos.

    Wo ist Jon?
    Mitte März 2010 tauchte seine Leiche in einem Leichenschauhaus von Toulouse auf. Nach offiziellen Angaben wurde er am 29. April 2009 bewusstlos in einem Park der Stadt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht und verstarb hier am 11. Mai. Angeblich hatte der Tote keine Ausweispapiere mit sich getragen, wurde nicht identifiziert und erst jetzt zufällig entdeckt: ein Mitarbeiter des Leichenschauhauses soll einem befreundeten Polizisten von dem unbekannten Toten erzählt haben. Dessen Identifizierung gelang, weil bei den persönlichen Sachen neben 500 Euro auch noch ein Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt von Baiona nach Toulouse für den 20. April auftauchte. Es ist schwer sich vorzustellen, wie ein Mann, nach dem in einem politisch brisanten Kontext intensiv gesucht wurde, zehn Monate in einem Leichenschauhaus liegen konnte, obwohl es für unbekannte Tote ein genau vorgeschriebenes Verfahren gibt, das in diesem Fall gleich mehrfach nicht griff. Zweifel an dieser offiziellen Version, sind aus vielen Gründen angebracht: so nannnte die spanische Presse unter Berufung auf spanische „Polizeikreise“ die genaue Summe des Geldbetrages, den Anza angeblich bei sich trug. Wie ist das möglich, wenn sie Anza nie in ihrer Gewalt hatten? Für Anzas Familie ist klar, dass es die Polizei war, die ihn „entführte, folterte und ermordete“. Sie fordert eine zweite, unabhängige Untersuchung der Leiche.

    Baskische Gefangene ins Baskenland!
    Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, abgesichert durch eine hohe Polizeidichte: Verbote trafen linke Parteien (z.B. Batasuna [wiki]) und Jugendorganisationen (SEGI, Jarrai), Zeitungen und Radios wie EGIN und Egunkaria wurden geschlossen, tausende linke AktivistInnen wurden festgenommen und mehr als 700 Männer und Frauen sitzen in Gefängnissen im französischen und spanischen Staat. Angehörige und FreundInnen von Gefangenen werden wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verurteilt, weil sie Bilder von ihnen aufhängen. Derweil werden, nach Angaben von amnesty international und der UN-Menschenrechtskommission, in spanischen Knästen InsassInnen gefoltert. Der Kampf der linken Unabhängigkeitsbewegung soll damit zerschlagen werden. Doch die Unabhängigkeitsbewegung fordert von der spanischen Regierung, die repressive Politik zu beenden und sich der politischen Auseinandersetzung zu stellen. Die Gefangenen wehren sich auf ihre Art und fordern u.a. die Zusammenlegung aller baskischen Gefangenen im Baskenland.

    Weil auch uns im Kampf für ein besseres Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung, Repression entgegen schlägt weil auch wir auf Demonstrationen von der Polizei angegriffen, im Alltag bespitzelt und ausgeforscht und durch Verfahren kriminalisiert werden, wissen wir: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Deshalb rufen wir auf zu einer Solidaritätskundgebung am Jahrestag des Verschwindens von Jon Anza.

    So. 18. April 2010 | Spanisches Generalkonsulat Hannover (Bödekerstr. 22, List) | 15 Uhr

    Jon Anza presente!
    Zusammenlegung des baskischen Gefangenenkollektivs!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Es rufen auf: Freudinnen und Freunde des Baskenlandes, Rote Hilfe Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Chronologie der Ereignisse:

    18.04.09: Jon Anza ist verschwunden.

    15.05.09: Die Familie gibt das Verschwinden bekannt.

    19.05.09: ETA erklärt öffentlich, dass Anza nicht zu einem Treffen mit der Organisation erschienen ist und macht die spanische und französische Regierung für sein Verschwinden verantwortlich.

    20.05.09: Der spanische Innenminister Perez Rubalcaba bezeichnet die Anschuldigung der ETA als „Lüge“.

    22.05.09: Die linke baskische Unabhängigkeitsbewegung und die Gruppe Pro Amnistia bekräftigen auf einer Pressekonferenz, dass die „glaubhafteste Hypothese eine Entführung durch staatliche Stellen” sei. In den letzten Monaten waren Fälle der Entführung und Bedrohung baskischer ehemaliger politischer Gefangener durch spanische Dienste bekannt geworden.

    23.05.09: Freiwillige HelferInnen haben die Gegend zwischen Baiona und Toulouse abgesucht. Sie haben Fotos an jeder Bahnstation im Umkreis aufgehängt. Auf einer ersten Kundgebung in Hendaia forderten sie Aufklärung darüber, was passiert war.

    28.05.09: Die Staatsanwaltschaft informiert, dass die Videoaufzeichnungen der betreffenden Bahnhöfe nicht gespeichert worden sei.

    29.05.09: Tausende stellen auf den monatlichen Manifestationen, zu denen Etxerat, die Organisation der Familien der baskischen, politischen Gefangenen, aufruft, die Frage nach dem Verbleib von Jon.

    13.06.09: Koldo Anza nennt das Verschwinden seines Bruders vor 4.000 Demonstranten in Donostia eine „neue Etappe des schmutzigen Krieges im 21. Jahrhundert“.

    16.09.09: Der spanische Innenminister besteht erneut darauf, nichts mit dem Verschwinden Jon Anzas zu tun zu haben. Stattdessen unterstellt er, der schwerkranke Mann habe sich mit Geldern der ETA aus dem Staub gemacht.

    Juni – Juli 2009: Das Bild des verschwundenen Aktivisten und die Frage “Wo ist Jon?” sind auf jedem der vielen Sommerfeste im Baskenland präsent. In vielen Orten finden Demonstrationen statt.

    Ende August 2009:Der PNV Politiker Egibar fragt den span. Innenminister, ob spanische Polizei Anza auf französischem Terrain festgenommen habe. Rubalcaba antwortete nicht. Bei anderer Gelegenheit sagt er jedoch gegenüber der Presse, das Verschwinden sei ein internes Problem von ETA, es sei „offensichtlich, dass die span. Sicherheitskräfte (FSE) nichts damit zu tun hätten“.

    19.09.09: „Wo ist Jon?“ 2000 DemonstrantInnen fragen in Baiona nach dem Schicksal des Verschwundenen. Spanische und französische Polizeikräfte hatten die Durchführung der Demo massiv behindert.

    02.10.09: Die baskische Zeitung GARA meldet, dass Jon von, auf französischem Territorium operierender, spanischer Polizei festgenommen wurde. Nach Informationen der Zeitung sei er während illegaler Verhöre gestorben.

    12.03.10: Die Leiche von Jon Anza wird in einem Leichenschauhaus von Toulouse entdeckt.

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Die Wut des Panthers
    von Oliver Demny
    Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
    Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

    4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 14 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 123, Schwerpunkt: Feindbild Islam
    Erschienen: März|April 2010
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 122, Schwerpunkt: Dresden – Eien blockade kündigt sich an
    Erschienen: Januar|Februar 2010
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Die Wut des Panthers
    von Oliver Demny
    Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
    Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

    4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 14 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » Party zum 8. Mai

    Party zum 8. Mai

    Anlässlich des 65. Jahrestages der Niederschlagung des Nationalsozialismus in Europa feiert die Antifaschistische Aktion
    Hannover [AAH] eine Party. Neben günstigen Cocktails wird es musikalische Unterstützung vom Elektrischen Widerstand (Techno/Minimal aus Hannover) geben. Der Erlös kommt linken Strukturen und Projekten zu gute.

    Line-Up:
    eSte & march. (Elektrischer Widerstand, Hannover)
    Jan Gotti (Hannover)

    Eintritt 3 €

    Sa. 8. Mai 2010 | | UJZ Korn | 23 Uhr

    Home » Party zum 8. Mai

    Party zum 8. Mai

    Anlässlich des 65. Jahrestages der Niederschlagung des Nationalsozialismus in Europa feiert die Antifaschistische Aktion
    Hannover [AAH] eine Party. Neben günstigen Cocktails wird es musikalische Unterstützung vom Elektrischen Widerstand (Techno/Minimal aus Hannover) geben. Der Erlös kommt linken Strukturen und Projekten zu gute.

    Line-Up:
    eSte & march. (Elektrischer Widerstand, Hannover)
    Jan Gotti (Hannover)

    Eintritt 3 €

    Sa. 8. Mai 2010 | | UJZ Korn | 23 Uhr

    Home » Party zum 8. Mai

    Party zum 8. Mai

    Anlässlich des 65. Jahrestages der Niederschlagung des Nationalsozialismus in Europa feiert die Antifaschistische Aktion
    Hannover [AAH] eine Party. Neben günstigen Cocktails wird es musikalische Unterstützung vom Elektrischen Widerstand (Techno/Minimal aus Hannover) geben. Der Erlös kommt linken Strukturen und Projekten zu gute.

    Line-Up:
    eSte & march. (Elektrischer Widerstand, Hannover)
    Jan Gotti (Hannover)

    Eintritt 3 €

    Sa. 8. Mai 2010 | | UJZ Korn | 23 Uhr

    Home » Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

    Home » Grundsatzpapier 2008: It’s all about us…

    Grundsatzpapier 2008: It’s all about us…

    It‘s all about us…

    “We ain‘t here to hurt nobody”
    (N. Furtado)

    Im Oktober 2007 spaltete sich ein Teil der Antifaschistischen Aktion Hannover ab und gründete eine neue Gruppe. Der pluralistische Ansatz, den die [AAH] seit ihrer (Neu-)Gründung im Februar 2005 verfolgte, war in dieser Form an ein Ende gekommen. Es wurde immer schwieriger, konzeptionell unterschiedliche politische Ansätze zu verbinden, vor Allem in Hinblick auf die Ausweitung der Praxis über klassische Antifa-Arbeit hinaus. Perspektivlosigkeit und Einschränkungen in der Handlungsfähigkeit waren die Folge.

    Seit der Spaltung haben wir eine intensive Diskussion über unsere Positionierung innerhalb der radikalen Linken, unsere Praxis, unsere Gesellschaftsanalyse und unsere Struktur geführt. Dieser Prozess wird niemals abgeschlossen sein, er ist Bestandteil unserer politischen Praxis. Von daher kann dieses Papier nur als vorläufiges Ergebnis angesehen werden.
    Dennoch wollen wir unsere Positionen und Analysen transparent machen. Sie sind nicht weniger als unsere gemeinsam erarbeiteten Standpunkte, die Grundlage unserer Praxis.

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
    im März 2008

    Antifaschistische Aktion Hannover – Grundsätze
    Wir haben ein Ziel: Soziale Revolution. Wir kämpfen für die Abschaffung jeglicher Unterdrückung – für Herrschaftsfreiheit nicht nur hier, sondern überall. Deshalb ist unser antifaschistischer Kampf mehr als nur die Verteidigung des Status quo gegen Faschismus. Unsere Perspektive geht über das bestehende Ganze hinaus.
    Die [AAH] versteht sich als Teil der antifaschistischen Bewegung. Wir sind weiterhin eine strömungsübergreifende Gruppe. Das Ausfechten dogmatischer Positionen blockiert uns, verwickelt uns in gesellschaftlich irrelevante Szenekonflikte und verhindert effektive politische Praxis.
    Das Existenzrecht Israels steht nicht zur Diskussion, Kritik an Israel ist nicht per se antisemitisch. Wir sind keine “RealsozialistInnen” und vertreten auch keine unstrukturiert-anarchistischen Ansätze.
    Unser Ansatz ist dennoch kein undiskutiertes Nebeneinander der verschiedenen politischen Linien. Aus der Diskussion verschiedener Standpunkte und Analysen entsteht ein inhaltlicher Fortschritt, der sich nicht in identitärer Wahrheitssuche oder inhaltsleerer Beliebigkeit verliert. Als Produkt dieser Auseinandersetzung ist dieser Text entstanden.

    Die Überwindung des Kapitalismus beseitigt nicht automatisch alle anderen Herrschafts- und Unterdrückungsmechanismen und ist ohne deren Bekämpfung nicht erreichbar.
    Während beispielsweise Konkurrenz und Unterdrückung der strukturell Schwächeren als Normalität des Kapitalismus die Ungerechtigkeit von Sozialdarwinismus, Sexismus oder Rassismus legitimieren, bietet die von Rassismus und Sexismus behauptete biologische Ungleichheit und Ungleichwertigkeit ein Mittel, die durch den Kapitalismus geschaffene ungleiche Macht- und Ressourcentverteilung als unabänderlich bzw “natürlich” darzustellen. Solche Vorgänge gegenseitiger Reproduktion, Verstärkung und Verschachtelung finden in unterschiedlicher Form zwischen vielen, wenn nicht allen, Kategorien von Unterdrückung statt. Es ist uns daher zu einfach, den Kapitalismus ins Zentrum zu stellen, zumal er beispielsweise die weiter zurückreichende Geschichte des Patriarchats und die Veränderungen im Laufe der Zeit alleine nicht erklären kann. Deswegen gibt es für uns aufgrund der vielschichtigen und verschiedenartigen Machtverhältnisse kein alleiniges Zentrum. Kapitalismus betrachten wir aber aufgrund seiner systemischen Ausdifferenziertheit, seiner Auswirkungen auf existenzielle Bereiche und seine Einwirkung in viele Dimensionen als eine zentrale Kategorie

    Kapitalismus ist für uns mehr als nur das Eigentumsverhältnis an den Produktionsmitteln. Neben der umfassenden Wirkung auf der ökonomischen Ebene bestimmt Kapitalismus gesellschaftliche Machtverhältnisse, (verinnerlichte und/oder auferlegte) Zwänge und Normalitäten. Er produziert gesellschaftliches Elend und ist -gemeinsam mit anderen Systemen wie Staat, Religion oder Biologismen – wichtiges Element bei der Ausbildung von Selbstverständnis und Identität jedes Einzelnen.

    Der Staat funktioniert für uns zum einen als Organisationsfläche des Kapitalismus. Wir möchten ihn aber nicht unterordnend darauf reduzieren, denn der Staat hat auch eigene Ein- und Ausschlussmechanismen nach innen und außen. Die Mechanismen wirken zum einen in einer (kapitalistischen) Verwertungslogik, die nur qualifizierte “Ausländer” nach Deutschland lässt und “Arbeitsunwillige” stigmatisiert und von Ressourcen ausgrenzt. Zum anderen ist der Staat darüber hinaus auch mit einem irrationalen Moment von Volk und Nation besetzt. In dieser Dimension des Staates tritt die Verwertungslogik hinter den völkischen Rassismus zurück, der auch für andere Kategorien wie Geschlecht oder sexuelle Identität und Orientierung ein sehr bestimmtes “Normalitätsbild” festlegt. Hier behauptet der Staat EIN gemeinsames Interesse des Volkes, dass “seiner Art und Kultur” entspricht. “Kultur” ist hier ein unabänderliches Gebilde, das bei der Geburt die gemeinsamen Einstellungen, Interessen, Vorlieben und Abneigungen ihrer Mitglieder auf Lebenszeit unabänderlich vorbestimmt. Unterschiedliche Interessen in Arbeitsverhältnissen, zwischen den Geschlechtern oder sexuellen Ausrichtungen, MigrantInnen und NichtmigrantInnen oder anderen gesellschaftlichen Gruppen werden dadurch verschleiert und auch die Kategorien selber rücken neben “Volk” und “Kultur” ins Unsichtbare. Da die Zugehörigkeit zu diesen Kategorien durch “Abstammung” bestimmt ist und “Kultur” in dieser Bedeutung die Funktion von Rasse übernimmt, gelten sie – und damit auch alle in sie hineinverschobenen Normalitäten, die in den anderen Kategorien ausgekämpft werden könnten – als “natürlich” und unveränderlich. Dieses geschieht auch im Eigeninteresse des Staates, der sich damit als naturgegeben und unangreifbar präsentieren will.

    Dass der deutsche Staat sich gleichzeitig als Repräsentant von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit aufspielt, ist nichts als blanker Hohn. Die als Beispiele genannten Unterdrückungskategorien sind für ihn in unterschiedlichem Maße konstitutiv, ohne sie hätte er Schwierigkeiten, weiterhin zu bestehen. Jede einzelne dieser Kategorien bietet ihm einen Nutzen. Der Nutzen kann darin bestehen als “Gegenpol”, dem negative Eigenschaften zugeschrieben werden, die eigene positive Identität zu definieren und Vormachtstellungen so zu legitimieren. Oder daraus, nur über “die Anderen” zu sprechen und so das eigene Machtzentrum aus dem Blickfeld zu rücken. Er kann auch daraus bestehen, soziale Ungerechtigkeiten und Ungleichvertreilung von Macht nach innen zu rechtfertigen. Deswegen gebraucht und reproduziert der Staat letztendlich alle diese Kategorien, um seine eigene Position zu sichern und auszubauen.
    Seine oben genannten angeblichen Ideale sind für uns deshalb nur in einer befreiten Gesellschaft jenseits von Staat und Kapital zu erreichen, in denen das Ziel nicht die Herrschaft eines diffusen “Volkes”, die der Mehrheit über die Minderheit und somit letztendlich des Menschen über den Menschen ist.
    Deswegen lehnen wir auch Demokratie in ihrer Eigenschaft als Spielform des Staates als Teil des abschaffenswerten Ganzen ab.

    Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der weltweiten Durchsetzung des Kapitalismus sind die herrschenden Zustände weniger als je zuvor an Staatsgrenzen gebunden. Deswegen muss unsere Antwort ebenfalls international sein. Wir verstehen uns als Teil einer internationalen Bewegung, in der es revolutionäre Gruppen mit emanzipatorischer Praxis und Zielsetzung gibt. Diese Bewegung dient uns sowohl als Rückzugs- und Schutzraum, in der ein Mindeststandard an struktureller Gewaltfreiheit zu halten versucht wird und in der sich unsere Diskussionen und unsere Praxis entfalten, als auch als offensive Kraft, die die herrschenden Zustände bekämpfen kann. Hierarchische Strukturen und Herrschaft können nicht vorrangig individuell verhandelt werden. So wichtig die Nutzung von Szene-Ressourcen in der politischen Arbeit ist, so wenig sind sie mit dem Kampf gegen die Gesellschaft zu verwechseln. In der Szene können wir Diskussionen auf anderem Level, in anderer Klarheit und mit unserem nächsten politischen Umfeld diskutieren. Unser primäres Feld bleibt der Kampf gegen das falsche Ganze.
    Um in diesem Kampf wirkungsmächtig, kontinuierlich und in der Struktur verbindlich arbeiten zu können, organisieren wir uns in der [AAH]. Diese Form der Organisierung entspricht unserem Ziel. Die Form, die Mittel unserer Praxis richten wir sowohl am Maßstab der Wirkungsmächtigkeit als auch an unseren Inhalten aus. Nicht an Gesetzen und nicht an der “Reinheit der Lehre”. In sozialen Zusammenhängen entstehen unvermeidlich Hierarchien. Diese transparent, diskutier- und angreifbar zu machen und so ihre Grenzen kontrollieren zu können, das verstehen wir als verantwortungsbewussten Umgang mit Gruppenstrukturen.
    Um gesamtgesellschaftliche Wahrnehmbarkeit zu erhöhen, suchen wir Bündnisse mit fortschrittlichen Kräften. Dabei gilt es, sich weder instrumentalisieren zu lassen, noch hinter die eigenen Standards zurückzufallen. Auch in der Zusammenarbeit mit Gruppen außerhalb der Szene bleiben wir, was wir Sind – GegnerInnen der Gesamtscheiße. Um diese abzuschaffen müssen wir mit denen in Kontakt gehen, die das (noch) nicht so sehen.
    It‘s all about us…

    “We ain‘t here to hurt nobody”
    (N. Furtado)

    Im Oktober 2007 spaltete sich ein Teil der Antifaschistischen Aktion Hannover ab und gründete eine neue Gruppe. Der pluralistische Ansatz, den die [AAH] seit ihrer (Neu-)Gründung im Februar 2005 verfolgte, war in dieser Form an ein Ende gekommen. Es wurde immer schwieriger, konzeptionell unterschiedliche politische Ansätze zu verbinden, vor Allem in Hinblick auf die Ausweitung der Praxis über klassische Antifa-Arbeit hinaus. Perspektivlosigkeit und Einschränkungen in der Handlungsfähigkeit waren die Folge.

    Seit der Spaltung haben wir eine intensive Diskussion über unsere Positionierung innerhalb der radikalen Linken, unsere Praxis, unsere Gesellschaftsanalyse und unsere Struktur geführt. Dieser Prozess wird niemals abgeschlossen sein, er ist Bestandteil unserer politischen Praxis. Von daher kann dieses Papier nur als vorläufiges Ergebnis angesehen werden.
    Dennoch wollen wir unsere Positionen und Analysen transparent machen. Sie sind nicht weniger als unsere gemeinsam erarbeiteten Standpunkte, die Grundlage unserer Praxis.

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
    im März 2008

    Antifaschistische Aktion Hannover – Grundsätze
    Wir haben ein Ziel: Soziale Revolution. Wir kämpfen für die Abschaffung jeglicher Unterdrückung – für Herrschaftsfreiheit nicht nur hier, sondern überall. Deshalb ist unser antifaschistischer Kampf mehr als nur die Verteidigung des Status quo gegen Faschismus. Unsere Perspektive geht über das bestehende Ganze hinaus.
    Die [AAH] versteht sich als Teil der antifaschistischen Bewegung. Wir sind weiterhin eine strömungsübergreifende Gruppe. Das Ausfechten dogmatischer Positionen blockiert uns, verwickelt uns in gesellschaftlich irrelevante Szenekonflikte und verhindert effektive politische Praxis.
    Das Existenzrecht Israels steht nicht zur Diskussion, Kritik an Israel ist nicht per se antisemitisch. Wir sind keine “RealsozialistInnen” und vertreten auch keine unstrukturiert-anarchistischen Ansätze.
    Unser Ansatz ist dennoch kein undiskutiertes Nebeneinander der verschiedenen politischen Linien. Aus der Diskussion verschiedener Standpunkte und Analysen entsteht ein inhaltlicher Fortschritt, der sich nicht in identitärer Wahrheitssuche oder inhaltsleerer Beliebigkeit verliert. Als Produkt dieser Auseinandersetzung ist dieser Text entstanden.

    Die Überwindung des Kapitalismus beseitigt nicht automatisch alle anderen Herrschafts- und Unterdrückungsmechanismen und ist ohne deren Bekämpfung nicht erreichbar.
    Während beispielsweise Konkurrenz und Unterdrückung der strukturell Schwächeren als Normalität des Kapitalismus die Ungerechtigkeit von Sozialdarwinismus, Sexismus oder Rassismus legitimieren, bietet die von Rassismus und Sexismus behauptete biologische Ungleichheit und Ungleichwertigkeit ein Mittel, die durch den Kapitalismus geschaffene ungleiche Macht- und Ressourcentverteilung als unabänderlich bzw “natürlich” darzustellen. Solche Vorgänge gegenseitiger Reproduktion, Verstärkung und Verschachtelung finden in unterschiedlicher Form zwischen vielen, wenn nicht allen, Kategorien von Unterdrückung statt. Es ist uns daher zu einfach, den Kapitalismus ins Zentrum zu stellen, zumal er beispielsweise die weiter zurückreichende Geschichte des Patriarchats und die Veränderungen im Laufe der Zeit alleine nicht erklären kann. Deswegen gibt es für uns aufgrund der vielschichtigen und verschiedenartigen Machtverhältnisse kein alleiniges Zentrum. Kapitalismus betrachten wir aber aufgrund seiner systemischen Ausdifferenziertheit, seiner Auswirkungen auf existenzielle Bereiche und seine Einwirkung in viele Dimensionen als eine zentrale Kategorie

    Kapitalismus ist für uns mehr als nur das Eigentumsverhältnis an den Produktionsmitteln. Neben der umfassenden Wirkung auf der ökonomischen Ebene bestimmt Kapitalismus gesellschaftliche Machtverhältnisse, (verinnerlichte und/oder auferlegte) Zwänge und Normalitäten. Er produziert gesellschaftliches Elend und ist -gemeinsam mit anderen Systemen wie Staat, Religion oder Biologismen – wichtiges Element bei der Ausbildung von Selbstverständnis und Identität jedes Einzelnen.

    Der Staat funktioniert für uns zum einen als Organisationsfläche des Kapitalismus. Wir möchten ihn aber nicht unterordnend darauf reduzieren, denn der Staat hat auch eigene Ein- und Ausschlussmechanismen nach innen und außen. Die Mechanismen wirken zum einen in einer (kapitalistischen) Verwertungslogik, die nur qualifizierte “Ausländer” nach Deutschland lässt und “Arbeitsunwillige” stigmatisiert und von Ressourcen ausgrenzt. Zum anderen ist der Staat darüber hinaus auch mit einem irrationalen Moment von Volk und Nation besetzt. In dieser Dimension des Staates tritt die Verwertungslogik hinter den völkischen Rassismus zurück, der auch für andere Kategorien wie Geschlecht oder sexuelle Identität und Orientierung ein sehr bestimmtes “Normalitätsbild” festlegt. Hier behauptet der Staat EIN gemeinsames Interesse des Volkes, dass “seiner Art und Kultur” entspricht. “Kultur” ist hier ein unabänderliches Gebilde, das bei der Geburt die gemeinsamen Einstellungen, Interessen, Vorlieben und Abneigungen ihrer Mitglieder auf Lebenszeit unabänderlich vorbestimmt. Unterschiedliche Interessen in Arbeitsverhältnissen, zwischen den Geschlechtern oder sexuellen Ausrichtungen, MigrantInnen und NichtmigrantInnen oder anderen gesellschaftlichen Gruppen werden dadurch verschleiert und auch die Kategorien selber rücken neben “Volk” und “Kultur” ins Unsichtbare. Da die Zugehörigkeit zu diesen Kategorien durch “Abstammung” bestimmt ist und “Kultur” in dieser Bedeutung die Funktion von Rasse übernimmt, gelten sie – und damit auch alle in sie hineinverschobenen Normalitäten, die in den anderen Kategorien ausgekämpft werden könnten – als “natürlich” und unveränderlich. Dieses geschieht auch im Eigeninteresse des Staates, der sich damit als naturgegeben und unangreifbar präsentieren will.

    Dass der deutsche Staat sich gleichzeitig als Repräsentant von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit aufspielt, ist nichts als blanker Hohn. Die als Beispiele genannten Unterdrückungskategorien sind für ihn in unterschiedlichem Maße konstitutiv, ohne sie hätte er Schwierigkeiten, weiterhin zu bestehen. Jede einzelne dieser Kategorien bietet ihm einen Nutzen. Der Nutzen kann darin bestehen als “Gegenpol”, dem negative Eigenschaften zugeschrieben werden, die eigene positive Identität zu definieren und Vormachtstellungen so zu legitimieren. Oder daraus, nur über “die Anderen” zu sprechen und so das eigene Machtzentrum aus dem Blickfeld zu rücken. Er kann auch daraus bestehen, soziale Ungerechtigkeiten und Ungleichvertreilung von Macht nach innen zu rechtfertigen. Deswegen gebraucht und reproduziert der Staat letztendlich alle diese Kategorien, um seine eigene Position zu sichern und auszubauen.
    Seine oben genannten angeblichen Ideale sind für uns deshalb nur in einer befreiten Gesellschaft jenseits von Staat und Kapital zu erreichen, in denen das Ziel nicht die Herrschaft eines diffusen “Volkes”, die der Mehrheit über die Minderheit und somit letztendlich des Menschen über den Menschen ist.
    Deswegen lehnen wir auch Demokratie in ihrer Eigenschaft als Spielform des Staates als Teil des abschaffenswerten Ganzen ab.

    Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der weltweiten Durchsetzung des Kapitalismus sind die herrschenden Zustände weniger als je zuvor an Staatsgrenzen gebunden. Deswegen muss unsere Antwort ebenfalls international sein. Wir verstehen uns als Teil einer internationalen Bewegung, in der es revolutionäre Gruppen mit emanzipatorischer Praxis und Zielsetzung gibt. Diese Bewegung dient uns sowohl als Rückzugs- und Schutzraum, in der ein Mindeststandard an struktureller Gewaltfreiheit zu halten versucht wird und in der sich unsere Diskussionen und unsere Praxis entfalten, als auch als offensive Kraft, die die herrschenden Zustände bekämpfen kann. Hierarchische Strukturen und Herrschaft können nicht vorrangig individuell verhandelt werden. So wichtig die Nutzung von Szene-Ressourcen in der politischen Arbeit ist, so wenig sind sie mit dem Kampf gegen die Gesellschaft zu verwechseln. In der Szene können wir Diskussionen auf anderem Level, in anderer Klarheit und mit unserem nächsten politischen Umfeld diskutieren. Unser primäres Feld bleibt der Kampf gegen das falsche Ganze.
    Um in diesem Kampf wirkungsmächtig, kontinuierlich und in der Struktur verbindlich arbeiten zu können, organisieren wir uns in der [AAH]. Diese Form der Organisierung entspricht unserem Ziel. Die Form, die Mittel unserer Praxis richten wir sowohl am Maßstab der Wirkungsmächtigkeit als auch an unseren Inhalten aus. Nicht an Gesetzen und nicht an der “Reinheit der Lehre”. In sozialen Zusammenhängen entstehen unvermeidlich Hierarchien. Diese transparent, diskutier- und angreifbar zu machen und so ihre Grenzen kontrollieren zu können, das verstehen wir als verantwortungsbewussten Umgang mit Gruppenstrukturen.
    Um gesamtgesellschaftliche Wahrnehmbarkeit zu erhöhen, suchen wir Bündnisse mit fortschrittlichen Kräften. Dabei gilt es, sich weder instrumentalisieren zu lassen, noch hinter die eigenen Standards zurückzufallen. Auch in der Zusammenarbeit mit Gruppen außerhalb der Szene bleiben wir, was wir Sind – GegnerInnen der Gesamtscheiße. Um diese abzuschaffen müssen wir mit denen in Kontakt gehen, die das (noch) nicht so sehen.

    Home » Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

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    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

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    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Linken, rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

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    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Der 1. Mai in Hannover 2007 | 2008 | 2009

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    Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

    Für den 1. Mai rufen wir auch dieses Jahr wieder zu einem antikapitalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo aus Linden auf!

    Home » 01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

    01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so


    Aufruf

    Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

    Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

    Wenn drei sich streiten
    Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
    Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

    Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
    Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
    Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
    Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
    Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

    Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

    Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
    Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Plakate

    Jingles

    Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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    Presse

    Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

    Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
    “Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
    Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
    [AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

    Home » 01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

    01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so


    Aufruf

    Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

    Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

    Wenn drei sich streiten
    Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
    Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

    Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
    Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
    Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
    Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
    Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

    Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

    Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
    Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    Presse

    Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

    Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
    “Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
    Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
    [AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

    Home » 01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

    01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so


    Aufruf

    Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

    Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

    Wenn drei sich streiten
    Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
    Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

    Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
    Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
    Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
    Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
    Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

    Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

    Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
    Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    Presse

    Nazis und bürgerlicher Beliebigkeit in Hannover entgegentreten – 1. Mai bleibt links

    Nur einen Tag, nachdem Neonazis um den Celler Kader Dennis Bührig für den 1. Mai eine Demonstration von 500-1000 Neonazis durch die hannoversche Innenstadt angekündigt haben, regt sich auch aus der linken Ecke Widerstand.
    “Wir werden diese Provokation nicht im Raum stehen lassen. Wer Wind säht, wird Strurm ernten”, so Sonja Brünzels, Pressesprecherin der AAH.
    Die Erfahrungen des letzten Jahres in Hamburg hätten gezeigt, dass Nazis den 1. Mai benutzen, um politische Gegner_innen massiv zu attackieren. “Dieser Überraschungseffekt wird sich nicht wiederholen lassen.” so Brünzels.”Die Linken werden offensiver und organisierter auftreten als letztes Jahr in Hannover zum Wahlkampfauftakt der NPD. Eine Vereinnahmung durch Sebastian Wertmüller, der mit Rechtspopulisten kuschelt, wird im kommenden Jahr nicht mit unserer Beteiligung stattfinden. Ein Bündnis gegen rechts mit Geschichtsrevisionisten wie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge” oder Rassisten wie der damaligen “Wir für Hannover (WfH)-Ratsfraktion ist absolut inakzeptabel und kontraproduktiv.” Die AAH fordert von Wertmüller, ein linkes Bündnis zu unterstützen und Stellung zu beziehen. Gleichzeitig kündigt Brünzels zahlreiche Gegenaktivitäten an. “Wir werden uns nicht auf den 1. Mai und auf Demonstrationen beschränken!” verspricht Brünzels.
    [AAH]-Pressemitteilung Anfang September 2009

    Home » 01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so

    01.05.09 | Naziaufmarsch verhindern – so oder so


    Aufruf

    Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai

    Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

    Wenn drei sich streiten
    Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
    Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

    Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
    Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
    Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
    Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
    Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

    Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

    Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
    Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    Gemeinsame Präambel des linksradikalen Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai
    Aufmärsche der Rechten sind immer unerträglich. Daher mag es müßig erscheinen, dem Aufruf der Faschist_innen ((* “Wir verwenden [...] den Unterstrich, wie z.B. bei »Scheisspolizist_innen« um die herrschende Zweigeschlechtlichkeit der deutschen Sprache aufzubrechen. so eröffnet der Unterstrich einen Raum für alle, die sich nicht den beiden Polen hegemonialer Geschlechtlichkeit unterordnen wollen” Fast Forward Hannover, März 2008)) zur Großdemonstration am 1. Mai in Hannover eine besondere Widerlichkeit zu attestieren. Und doch kann angesichts der offen nationalsozialistischen Hetze der immer gewalttätigeren Naziszene nicht entschlossen genug zur Gegenwehr aufgerufen werden – gerade jetzt: Die Nazis versuchen, die soziale Frage aufzugreifen und dabei Ängste zu schüren, um ihre völkische Ideologie als vermeintliches Gegenmodell zum Kapitalismus zu propagieren. Diesem Ansinnen darf nicht tatenlos zugesehen werden. Inhaltlich ist den Nazis neben der Bedeutung des 1. Mai als Tag einer emanzipatorischen Linken eine radikale Analyse entgegenzusetzen. Diese findet ihren Ausdruck in einer politischen Praxis für eine befreite Gesellschaft. Daneben muss es uns jedoch auch um die kurzfristige Vereitelung des Ziels der Kameradschaften und der NPD gehen, den “Kampf um die Straße” zu gewinnen. Menschenverachtende Weltanschauungen dürfen keinen Platz haben – weder auf der Straße noch sonstwo! Wir unterstützen daher die Aufrufe zu Massenblockaden, angelehnt an die Aktionen zur Verhinderung des Antiislamisierungskongresses in Köln. Dabei betonen wir aber auch, dass es viele legitime Formen des Widerstandes gibt. Wenn Protest gegen einen Naziaufmarsch letztlich als vermeintlicher Beweis für die “Reife der deutschen Demokratie” oder die “Weltoffenheit der Stadt Hannover” abgefeiert werden soll, müssen wir dem deutlich widersprechen. Wo der Anti-Nazi-Konsens zur Standortpolitik verkommt, ist es notwendig, den Standort selbst als das zu kritisieren, was er ist: Ein Land mit rassistischen Sondergesetzen, repressivem Sicherheitsapparat und sozialen Gegensätzen. Dass in diesem Land auch Nazis marschieren können zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Schon Protestformen wie Ziviler Ungehorsam zeigen: Nicht alles, was legitim ist, ist legal.

    Wenn drei sich streiten
    Auch beim Aufmarsch in Hannover werden – wie bei allen Naziaktivitäten, bei denen mit Widerstand zu rechnen ist – staatliche Repressionsmaßnahmen uns mehr und nachhaltiger Sorgen bereiten, als zugereiste Faschist_innen.
    Während diese sich auch in Hannover und trotz ihrer großmäuligen Militanzankündigungen Polizeimaßnahmen in ihrem Sinne sicher sein können, sieht sich der antifaschistische Widerstand an diesem Tag einmal mehr dem Doppelproblem Nazis und Bullen gegenüber. Während die Nazis im besten Fall nach Hause geschickt werden, sehen sich Antifaschist_innen bundesweit und regelmäßig Belästigungen, Verhaftungen und Polizeibrutalität ausgesetzt. Dies steht keineswegs im Widerspruch damit, dass aufrechte Demokrat_innen, Oberbürgermeister_innen und Polizeipräsident_innen ihren ehrlich gemeinten Widerwillen gegen “Rechtsextreme” äußern. Auch wenn, wie wir erklären werden, die faschistische Ideologie zum Kapitalismus gehört, wie Ketchup zu Pommes, stellen Nazis für das bürgerliche Lager ein Image- und Sicherheitsproblem dar. In der Frontstellung gegen uns, die wir den Gesamtzusammenhang bekämpfen, sehen sich diese Kräfte jedoch in unverhofftem Schulterschluss.

    Von Faschist_innen und aufrechten Demokrat_innen
    Dieser Schulterschluss wird immer dann vollzogen, wenn bürgerliche Politiker_innen, Medien und die Zivilgesellschaft in Sachen “Ausländerkriminalität”, “Asylantenproblematik” und Standortnationalismus als Stichwortgeber für die Nazis fungieren. Als Beispiel sei hier auf den mordbrennenden Mob Anfang der 90er verwiesen. Während Asylsuchende verbrannten, lieferte das Parlament rhetorische Rückendeckung und Grundgesetzänderungen. Vermeintlich “antirassistische” Initiativen aus der vielzitierten “Mitte der Gesellschaft” (re-)produzieren in ihrer exotisierenden Konstruktion des Anderen einen Ethnopluralismus. Das bedeutet jenen Rassismus, an den die Nazis nicht anknüpfen, sondern den sie lediglich schärfer formulieren müssen. In der hochgehaltenen “Toleranz” wird die vermeintliche Andersartigkeit bestimmter Menschen erst konstruiert und dann konserviert – nichts anderes passiert beim von der NPD organisierten “Fest der Völker”. Dies ist keine neumodische Erscheinung (“Fest der Völker” hieß bereits der 1938 erschienene Olympia-Film von Riefenstahl) oder, wie so oft unterstellt, als eine “Taktik” von Faschist_innen zu verstehen, sondern ist bezeichnend für das Verhältnis von bürgerlichen Kräften und Faschisten. Wer also meint, den Nazis ein schmissiges “Bunt statt braun” entgegenwerfen zu können, rennt in Wirklichkeit offene Türen ein.
    Leider ist das Missverständnis um rassistische Konstruktion nicht das einzige Problem bürgerlicher Antifaschist_innen. Auffallend selten und auffallend schwach wird aus diesem Spektrum argumentiert, wenn Parolen wie “Arbeit zuerst für Deutsche” oder “Ich bin stolz, deutsch zu sein” auseinandergenommen werden sollen.
    Die Realität in der wir leben, richtet die Menschen übel zu. Eingeteilt in Staaten und Nationen ist jeder Mensch des Anderen Konkurrent_in und damit Feind. Jede gesellschaftliche Bezugnahme ist vermittelt durch ein warenförmiges Verhältnis: Was sich nicht in Geldwert angeben lässt, muss hart um seine Anerkennung kämpfen und bleibt immer zweitrangig. Zum Gelderwerb gezwungen ist ein wesentlicher Teil der eigenen Tätigkeit, die eigene Lohnarbeit, subjektiv sinnlos. Sie ist nur Mittel zum Zweck und oft genug uninteressante Zeitverschwendung. Vereinzelt und verunsichert konkurriert jede_r mit jede_m, um seine oder ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Das eigene Leben folgt einer Logik, in der die Bedürfnisse einer Gewalt unterworfen sind, die am Ende sogar die Bedürfnisse selbst in Beschlag nimmt und sie nach ihrer widersinnigen Logik verdreht.
    Der ideologische Kitt aus Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus muss diese zerrissene Gesellschaft zusammenhalten. Diese irrationale Idee ist der einzige Halt, den es in der nach Geld bemessenen Welt geben kann. Volk und Nation verkörpern die Vorstellung von “natürlicher” Gemeinschaft, welche die Widersprüche verleugnet und, um als Gemeinschaft gelten zu können, das Außen braucht. Als scheinbar naturgegeben verinnerlicht, ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeitskraft, sondern auch das demokratische Prinzip. In seiner Wahl zwischen Pest und Cholera lässt es dem Einzelnen “alle” Freiheiten. Diese Herrschafts- und Ausbeutungsmechanismen erscheinen unveränderlich und in perfider Art und Weise legitim. Die rassistische Konstruktion des “Volkes” und das antisemitische Ressentiment liefern die argumentative Schützenhilfe, um die bestehenden Ungleichheiten zu rechtfertigen. Wer nun nach dem Volks- und Führerstaat ruft, wer nachrechnet, dass “die Ausländer” “uns” die Arbeitsplätze wegnehmen, folgt der bürgerlichen Ideologie, um weiterhin dem Widerspruch von Kapital und Arbeit zu verleugnen. Um den Preis des letzten Restes menschlicher Vernunft wird das zu Ende gedacht – und viel zu häufig in die Tat umgesetzt – was als herrschaftssichernde Maßnahme bürgerliche Propaganda ist. In vollständiger Verkennung der Tatsachen muss das Irrationale in blinder Praxis wahr gemacht werden, um nicht das Letzte zu verlieren, was der vereinzelte Mensch in dieser Welt noch hat – seine Nation. Dies ist eine Möglichkeit ideologischer Praxis, die der Kapitalismus, die die bürgerliche Gesellschaft selbst hervorbringt. Und so dramatisch die Unterschiede sind, die dieses System produziert, so grausam gleich ist der Zwang, dem alle unterliegen und den alle reproduzieren – die Möglichkeit der faschistischen Ideologie ist kein Schicht- oder Klassenproblem.

    Diese Verhältnisse, die es Menschen plausibel erscheinen lassen, der bürgerlichen Ideologie ihre barbarische Spitze aufzusetzen, müssen nicht nur der Nazis wegen überwunden werden. Entgegen allem Anschein ist die Gesellschaft, in der wir leben, eine menschengemachte und kann von uns verändert werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Nation und Unterdrückung. Als Antifaschist_innen bekämpfen wir mit den Nazis ein besonders widerwärtiges Produkt der bürgerlichen Gesellschaft. Ausgehend von dem Wissen um den Zusammenhang stellen wir uns am 1. Mai 2009 den Nazis entgegen. Der Naziaufmarsch wird von uns verhindert werden, ob wir uns an den Blockaden des Auftaktkundgebungsortes beteiligen oder andere Formen des Widerstandes wählen.

    Unsere Parole heißt blockieren, sabotieren, eskalieren!
    Den Naziaufmarsch am 1. Mai verhindern – so oder so!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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    Grusswort an die Revolurionäre 1. Mai Demo in Hamburg

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    Der 1. Mai hat als traditioneller Kampftag der Linken eine lange Geschichte. An diesem Tag gehen überall auf der Welt Menschen für ein besseres Leben auf die Strasse und das immerhin schon seit über hundert Jahren!
    Dabei hat sich einiges verändert und es ist heute nicht mehr nur die ArbeiterInnenklasse, die ihre Anliegen in die Öffentlichkeit trägt. Auch das Bild der traditionellen Demos wurde um Paraden erweitert. Was geblieben ist, ist das Anliegen eine Kritik sichtbar zu machen, die sich unversöhnlich an die herrschenden Verhältnisse richtet.

    In Hannover mobilisieren wir unter dem Motto „Let’s push it to the next level!“ zum diesjährigen 1. Mai. Für uns geht es nicht darum an einigen Erscheinungen und Entwicklungen des kapitalistischen Systems herumzumäkeln. Denn wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden und tragen unsere radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem und an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen an diesem Datum auf die Strasse! Wann wir das nächste Level erreichen, wissen wir nicht, aber wir wissen, wir sind nicht alleine:

    • Wir grüßen alle, die sich am 1. Mai in Hamburg, Nürnberg oder Kaiserslautern den Nazis entgegenstellen, denn der 1. Mai ist und bleibt links!
    • Wir grüßen die, die vielleicht aus diesem Grund, schon am Vortag auf der Strasse sind wie in Heidelberg, Tübingen, Hamburg und Braunschweig!
    • Wir grüßen die, die zeitgleich mit uns in Berlin, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart auf der Strasse sind!
    • Und wir grüßen die, die weltweit jeden Tag für eine emanzipatorische Überwindung der Verhältnisse kämpfen!

    Game over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Berichte

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

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    Grusswort an die Revolurionäre 1. Mai Demo in Hamburg

    Liebe Genossinnen und Genossen,
    Der 1. Mai hat als traditioneller Kampftag der Linken eine lange Geschichte. An diesem Tag gehen überall auf der Welt Menschen für ein besseres Leben auf die Strasse und das immerhin schon seit über hundert Jahren!
    Dabei hat sich einiges verändert und es ist heute nicht mehr nur die ArbeiterInnenklasse, die ihre Anliegen in die Öffentlichkeit trägt. Auch das Bild der traditionellen Demos wurde um Paraden erweitert. Was geblieben ist, ist das Anliegen eine Kritik sichtbar zu machen, die sich unversöhnlich an die herrschenden Verhältnisse richtet.

    In Hannover mobilisieren wir unter dem Motto „Let’s push it to the next level!“ zum diesjährigen 1. Mai. Für uns geht es nicht darum an einigen Erscheinungen und Entwicklungen des kapitalistischen Systems herumzumäkeln. Denn wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden und tragen unsere radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem und an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen an diesem Datum auf die Strasse! Wann wir das nächste Level erreichen, wissen wir nicht, aber wir wissen, wir sind nicht alleine:

    • Wir grüßen alle, die sich am 1. Mai in Hamburg, Nürnberg oder Kaiserslautern den Nazis entgegenstellen, denn der 1. Mai ist und bleibt links!
    • Wir grüßen die, die vielleicht aus diesem Grund, schon am Vortag auf der Strasse sind wie in Heidelberg, Tübingen, Hamburg und Braunschweig!
    • Wir grüßen die, die zeitgleich mit uns in Berlin, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart auf der Strasse sind!
    • Und wir grüßen die, die weltweit jeden Tag für eine emanzipatorische Überwindung der Verhältnisse kämpfen!

    Game over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Berichte

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

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    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

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    Jingles

    Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung, Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“ 14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte. Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    KASTEN
    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“
    14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte. Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    KASTEN
    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“
    14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte. Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    KASTEN
    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    KASTEN
    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“
    14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte. Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    KASTEN
    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    KASTEN
    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“
    14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    “Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. (…) Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    Tyler Durden

    Auch dieses Jahr wollen wir den ersten Mai nutzen, um unseren antikapitalistischen Standpunkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Der erste Mai bedeutet für uns immernoch die radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an kapitalistischer Verwertungslogik, am Lohnsystem, an den herrschenden Produktions- und Eigentumsverhältnissen. In Deutschland wird der erste Mai vor Allem als gewerkschaftliches Grillfest begangen. Das hat erstmal nicht viel mit unserer Kritik am falschen Ganzen zu tun. Dennoch erscheint uns das gewerkschaftliche Umfeld als Ansatzpunkt gesellschaftlicher Intervention sinnvoll. Deshalb beteiligen wir uns in Form eines antikapitalistischen Blocks am hannöverschen Sternmarsch bei der IG-Metall.

    Im Kapitalismus verkaufen die meisten Menschen ihre Arbeitskraft um das zu kaufen, was sie brauchen. Das heißt, dass sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens für Tätigkeiten aufwenden, an denen sie nicht interessiert sind, sondern die sie nur für Geld machen, um in der restlichen Zeit, ihrer „Freizeit“, ihren eigentlichen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
    Wir unterstellen, dass nicht nur wir, sondern sehr viele andere Menschen auch an der Gesellschaft partizipieren wollen. Unser Leben ist für uns mehr als eine Randnotiz, „produktiv“ – hier in einem um fassenderen Sinne als nur „geldwert“ – tätig zu sein, ist für uns grundlegendes Bedürfnis. O Wunder: Wir definieren uns zu einem großen Teil über das, was wir tun.
    Wenn das, was die meisten Menschen machen, aber nur Mittel zum Zweck ist, nicht frei gewählt, nicht weil es Spaß macht, sondern weil wir alle das Geld brauchen, dann tritt dem Menschen ein wesentlicher Teil der eigenen Persönlichkeit als fremdbestimmte Spaßbremse entgegen.
    Die Produkte unserer Gesellschaft sind so komplex, dass ein Mensch alleine niemals den gesamten Prozess überblicken, geschweige denn alleine bewältigen kann. Stattdessen findet er sich in einem unüberschaubaren Geflecht von gesellschaftlich en Prozessen wieder, die sich unverstehbar überkreuzen und scheinbar funktionieren. Der eigene Beitrag ist klein und hängt „irgendwie“ mit dem letzlichen Produkt zusammen, „irgendwie“ mit den gesellschaftlichen Prozessen von Produktion und Konsumtion.
    Der Ameisenhaufen, der unsere Gesellschaft darstellt, ist in seiner Gänze wirklich nicht zu verstehen – aber um zu erkennen, dass Kapitalismus nicht funktioniert, dass das Lohnsystem scheiße ist und dass unsere Gesellschaft unvernünftig eingerichtet ist (oder wir uns vielmehr die ganze Zeit unvernünftig selbst einrichten), müssen die grundlegenden Prozesse, die entscheidenden, fundamentalen Widersprüche erkannt werden. Und wie oben schon angedeutet – ein wesentlicher Widerspruch in der Ökonomie, in Produktion und Konsumtion, in Verteilung und Eigentum, in Macht und Ohnmacht, ist Arbeit, ist der Verkauf unserer geistigen und körperlichen Arbeitskraft gegen Geld.
    Die meisten Menschen produzieren mit Mitteln, die ihnen nicht gehören, ein Produkt, dass ihnen nicht gehört (und das sie vermutlich auch nicht haben wollen). Dafür bekommen sie nicht „ihren Anteil“, dafür bekommen sie gerade mal den ausgehandelten Preis für die Ware, den sie beisteuern: Ihre Arbeitskraft. Höher als der individuelle Anteil am Preis des fertigen Produkt kann der nicht werden – wer würde sich dann noch die Mühe machen, ein Unternehmen zu unterhalten, wenn man dann am Ende noch Verlust macht? Diese Verhältnisse, dieser Arbeitspreis ist niemals „gerecht“, egal wie oft ver.di behauptet, dass „gute Arbeit mehr wert“ sei – Arbeit ist soviel wert wie sie wert ist, und das hängt davon ab, wie teuer wir sie verkaufen!
    Es entsteht also bei einem grundsätzlichen gesellschaftlichen Moment, nämlich der Produktion, ein Konflikt. Der Konflikt zwischen meinem Interesse möglichst viel Geld für meine Mühe, Zeit und Nerven zu kriegen und dem Interesse des Unternehmens, einen möglichst großen Profit zu erwirtschaften. Oft ist das nicht viel und manchmal verdient ein/e kleine/r UnternehmerIn sogar ähnlich wenig wie die Angestellten, das ändert aber nichts daran, dass der Laden ihm , ihr oder den AktienbesitzerInnen gehört und die Angestellten nur für Lohn dort arbeiten.
    Der Widerspruch von Kapital und Arbeit gilt
    gesamtgesellschaftlich. Dieses abstrakte Verhältnis lässt sich nicht 1:1 auf Menschen übertragen – die Wirklichkeit war schon immer komplizierter als Bonze und Prolet, als Villa und Mietskaserne, als ALG II und Lustreise. Diese Kompliziertheit führt in bürgerlichen wie in linksradikalen Kreisen im schlimmsten Fall dazu, kein Bewusstsein für die Widersprüchlichkeit und die eigene Rolle innerhalb des Zusammenhangs zu entwickeln, sondern angesichts einer scheinbar Unabänderlichkeit zu kapitulieren. Doch die gefühlte Totalität, die unverrückbaren und in sich geschlossenen Mechanismen, sind konfliktreich und zerrissen und keineswegs so perfekt und ohne Angriffspunkt, wie es manchmal den Anschein hat.
    Die Gewerkschaften als organisierte Kraft in der kapitalistischen Widersprüchlichkeit stehen trotz aller Verkürztheit für eine aktive Rolle in der gesellschaftlichen Dynamik, für einen solidarischen Kampf, der da ansetzt, wo für uns das Grundmoment kapitalistischer Reproduktion zu suchen ist – bei der Lohnarbeit. Ob sie diese Rolle immer erfüllen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

    Die breite, linksliberale Öffentlichkeit, die sich aktiv in gesellschaftlichen Prozessen engagierte und für die radikale Linke sowohl einen Mobilisierungspool als auch Schutz gegen Repression darstellte, ist seit den 1990ern in Deutschland Geschichte. In den Gewerkschaften hat sich dennoch dieses Bewusstsein zumindest in Teilen gehalten. Auch innerhalb der Gewerkschaften gibt es eine nicht zu unterschätzende Fraktion derer, die links vom offiziellen DGB-Standpunkt stehen. Das linksliberale Selbstverständnis als „mündige, aufrechte DemokratInnen“ ist hier teilweise noch vorhanden. Nur noch mal zur Klärung: Wir sind nicht linksliberal“! Hier mit unseren weitergehenden Analysen und Forderungen anzuknüpfen erscheint uns dennoch als sinnvoll.

    Ein antifaschistischer Standpunkt ist wesentlich eingegangen in die Gründung der großen Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg; auch als Konsequenz aus den Erfahrungen der Weimarer Republik und den zersplitterten Richtungsgewerkschaften sollten die großen, neuen Gewerkschaften dafür sorgen, dass sich der deutsche Faschismus nicht wiederholen kann. Für uns als Antifagruppe sind gewerkschaftliche Gruppen und Einzelpersonen einen wesentlicher Faktor in konkretem Antinazi-Engagement und auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion hinsichtlich konservativer bis rechter Inhalte. Die Darstellung der Gewerkschaften als „antifaschistische Einheitsfront“ kann selbstverständlich nicht mehr funktionieren. Dafür ist die standortnationalistische Polemik zu dominant, die Heuschreckensymbolik zu zweideutig und Teile der Basis zu offen für rechte Erklärungsmuster. Dennoch: Es gibt eine große Fraktion, für die Antifaschismus mehr als nur gegen Nazis bedeutet – es sei als Beispiel an die GEW -Kampagne zur Nationalhymne anlässlich der Fußball-Männer-WM 2006 erinnert.

    KASTEN
    “Durch mehr Mitbestimmung, z.B. bei Betriebsschließungen, – verlagerungen oder – verkäufen, kann dem zügellosen Casino-Kapitalismus Einhalt geboten werden.” DGB, 1. Mai-Aufruf

    Gewerkschaften vertreten eben nicht alle, die keine Produktionsmittel besitzen, sondern erstmal nur ihre Mitglieder. Aufgrund deutscher Sonderwege in Sachen Tarifeinheit und Flächentarifvertrag wird aber für fast alle anderen Lohnabhängigen gleich mitendschieden.
    Insgesamt geht es aber nahezu ausschließlich um diejenigen, die in das Schema von Branchentarifvertrag und sozialversichertem Standardjob fallen. Neue Formen der Lohnarbeit wie Zeitarbeit, prekäre Lohnarbeitsverhältnisse, 1-Euro-Jobs etc. haben in den Gewerkschaften einen schwachen Stand, Illegalisierte, Erwerbslose, Auszubildende, StudentInnen, Selbstständige tauchen fast gar nicht auf, werden schlimmstenfalls sogar gegeneinander ausgespielt.
    Was aber nach wie vor alle Lohnabhängigen eint, ist der gemeinsame Standpunkt, gesellschaftlichen Verhältnissen unterworfen zu sein, die strukturell unmenschlich sind. Die Gewerkschaften bieten allerdings oft nur inhaltsleeres Gefasel, um in der Konkurrenz der Lohnarbeitslobbies bestehen zu können. Das führt mit Sicherheit nicht zur Bewusstwerdung des gemeinsamen Interesses: Des Interesses, die bestmöglichen Bedingungen für ein gutes Leben zu erkämpfen.

    KASTEN
    „Niemand ist mit radikalen Forderungen gedient, die zum Schluss nicht durchsetzbar sind oder ökonomisch nicht tragbar“
    14.11.2007, DGB-Chef Sommer

    Aber selbst im klassischen Gebiet gewerkschaftlicher Arbeit besteht die Struktur aus einer langen, hierarchisch klar gegliederten Kette von Gewerkschaftsmitglied über hauptberuflichen Funktionär bis zur Gewerkschaftsspitze, die sich auch mal zum Tête-à-tête mit Regierung,
    Kapital und der Judikative trifft.

    Ihre Vertreterrolle für die Seite der Lohnarbeit zwingt die Gewerkschaften in den Widerspruch, den die Lohnarbeit nun mal darstellt: Auf der einen Seite vertreten sie das unmittelbare Interesse derer, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen – nämlich den Preis der Arbeitskraft möglichst hoch zu treiben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Andererseits lässt sich der Konflikt von Kapital und Arbeit innerhalb des Kapitalismus niemals lösen, auch mit mehr Lohn bleibt die Arbeit nur unbeliebtes Mittel zum Zweck, bleibt der Lohn „ungerecht“ – egal wie die Gewerkschaft ihn nennt. Das eigentliche Interesse an einem schönen Leben müsste also bedeuten, die kapitalistischen Verhältnisse zu überwinden und eine vernünftige Gesellschaft zur Befriedigung der Bedürfnisse zu errichten.

    Dieser Widerspruch stellt sich für uns als politische Gruppe letztlich im Verhältnis von Reformismus zum Ziel des revolutionären Umsturzes der Gesellschaft dar.
    Dieses Verhältnis sieht für viele Linksradikale etwa so aus, dass den Niederungen der konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen Verachtung entgegenzuschlagen hat, oder sich sogar im schlimmsten Fall sozialarrogant aus der Perspektive des Bürgerkindes über die „kümmerlichen“ Arbeitskämpfe lustig gemacht wird. Andererseits sei der wahre Kampf der um die gewaltsame Abschaffung kapitalistisch er Wertvergesellschaftung, Warenfetisch und bürgerlicher Ideologie.

    Diese Trennung ist aus mehren Gründen falsch. Zum Ersten erinnert die Wertschätzung, die der bundesdeutsche Durchschnittsantifa dem Objekt der Befreiung zukommen lässt, nicht unwesentlich an überwunden geglaubte K-Gruppen-Avantgarde-Fantasien. Um sich für die Speerspitze der Revolution zu halten, dafür reicht offensichtlich der Klassenunterschied zum Durchnitts-DGB-Mitglied und drei Bücher im Regal. Zum Zweiten lässt die Revolution trotz erbitterter Bemühungen zumindest vorläufig auf sich warten. In Kombination mit dem eigenen, oft prekären, schlecht bezahlten Dasein als StudentIn oder Niedriglöhner kann es also nicht schaden, den eigenen Lebensbedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – vielleich t ergibt sich beim Sch ritt raus aus der Szene auch die ein oder andere Offenbarung für die DiskussionspartnerInnen und einen selbst. Zum Dritten widerspricht es sich nicht, sondern ist vielmehr logische Konsequenz aus der oft gemachten Feststellung, dass Kapitalismus zu schlechtem Leben führt, dass man für ein besseres Leben kämpft. Und dazu gehört zweierlei: Die Verteidigung des eigenen Lebens in der unmenschlichen Gesellschaft, und die Bildung einer gesellschaftlichen Kraft, die stark genug ist, die Verhältnisse umzustürzen. Und für Beides sind die konkreten Lohn- und Arbeitskämpfe ein richtiger Anknüpfungspunkt!

    Ein revolutionärer Ansatz bleibt intellektuelle Selbstbespaßung, wird er nicht mit konkreter Praxis rückgekoppelt. Diese Praxis muss mehr sein als ein beliebiger Anlass, alte und neue Wahrheiten in die Welt hinauszuposaunen; sie muss da ansetzen, wo sie einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihre Theorie findet. Dieser Punkt kann gewerkschaftliche Arbeit sein, können die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeits- und damit auch Lebensbedingungen sein, so zahm und ritualisiert diese momentan auch sein mögen.
    Die Zusammenarbeit von Lohnabhängigen und uns, einer Antifagruppe mit revolutionärer Agenda, ist etwas Anderes als das Kapern „fremder“ politisch er Artikulation. Ausgehend von der gemeinsamen Situation, kapitalistischer Verwertung unterworfen zu sein und durch den Verkauf der eigenen Arbeitskraft unter zumeist miesen Bedingungen sein Leben finanziert zu kriegen, wäre ein kritischer Dialog über Perspektiven neuer Inhalte für alte Konflikte mehr als wünschenswert. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Bedingungen von Arbeit zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen wäre ein erster Schritt, der diejenigen miteinschließen muss, die in gewerkschaftlichen Prozessen so gut wie gar nicht vorkommen. Dass es bei Arbeit um mehr geht als um die Höhe des Gehalts, dass Arbeit wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, bedeutet, „Arbeit“ als Ganzes näher zu betrachten. Die zunehmend intensiver diskutierten Verhandlungen, das hohe Interesse an Verlauf und Ergebnis der in der näheren Vergangenheit geführten und auch jetzt geführten Streiks, eine gewisse Unzufriedenheit angesichts der Gewerkschaftsbürokratie und Defensivität z.B. bei den Streiks im Öffentlichen Dienst sind mehr als genug Anlass, über Perspektiven und Ziele zu reden, die über den Erhalt des 13. Monatsgehalts und die Aufrechterhaltung des Flächentarifvertrags hinausgehen. Weder mit dieser Gewerkschaftspolitik, noch mit diesem System werden wir den nächsten Level erreichen! Ohne die herrschenden Regeln zu brechen werden wir nie unser Spiel machen können!

    Game Over Capitalism!
    Für die Soziale Revolution!

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

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    28.01.06 | »Reisende kennen keine Scham!«


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    Aufmarsch

    Auf allen Ebenen mit allen Mitteln:
    Den Neonaziaufmarsch in Celle verhindern!

    Am 28. Januar 2005 wollen sogenannte „freie Kameradschaften“ um Christian Worch in Celle einen Aufmarsch durchführen. Außerdem sind am gleichen Tag Demonstrationen in Berlin, Dortmund und Karlsruhe angemeldet, welche Teil eines dezentralen Aktionstages gegen den §130 (StGB) sind. Dieser Paragraph stellt Volksverhetzung unter Strafe und hindert die Nazis an der von ihnen angestrebten unverblümten Hetze gegen alles, was nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passt. Wegen einer solchen unverhohlenen Rede auf einem Naziaufmarsch in Duisburg am 26.6.2004 gegen den Bau einer Synagoge muss nun Axel Reitz, ein Führungskader des “freien nationalen Widerstandes” und des “Kampfbunds deutscher Sozialisten” (KDS), eine fast zweijährige Haftstrafe antreten.

    Nie frei, nie sozial, nur Nazi!
    Der „freie nationale Widerstand“ hat sich neben der NPD als zweite Kraft im organisierten Neonazispektrum etabliert. Es handelt sich hierbei um eine Strömung, die sich in Abgrenzung zu eben jener als zu starr und zu wenig „revolutionär“ kritisierten Parteiorganisation bildete. Um weniger angreifbar für staatliche Repression und antifaschistische Interventionen zu sein, wird versucht die undurchschaubareren und flexibleren Strukturen der autonomen Linken nachzuahmen. Die hierarchische Gliederung wird dabei beibehalten, jedoch nach außen formal nicht festgeschrieben. Bundesweit existieren ca. 160 bekannte „freie“ Kameradschaften, mit jeweils fünf bis 30 Mitgliedern. Diese vernetzen sich über so genannte Aktionsbüros, welche als Plattform genutzt werden. Gerade jüngere Menschen versuchen sie mit einer „rechten Erlebniswelt“ aus Partys, Musikkonzerten oder beim Fußball für ihre faschistische Ideologie zu ködern. Der wohl wichtigste “Führer” der “Freien”, ist der oben erwähnte Hamburger Christian Worch, der das “Aktionsbüro Norddeutschland” leitet, und eng mit den wichtigen Personen des KDS zusammen arbeitet. Die Kader des KDS sind oft identisch mit den Kadern der “freien Nationalisten” und ihren Kameradschaften. Im Gegensatz zu den Kameradschaften hat der KDS jedoch formale Strukturen wie Mitgliedsbeiträge etc. Dennoch können auch Nicht-Mitglieder, wie z.B. Worch, wichtige Funktionen übernehmen. Zu den Drahtziehern gehören hier, neben dem genannten Axel Reitz aus Köln und dem KDS Führer Thomas Brehl aus dem hessischen Langen, auch der vor ca. einem Jahr nach Celle gezogene Daniel Gräf – Leiter des “KDS Stützpunkt” Celle und Redner auf diversen Aufmärschen der letzten Monate. Gräf ist außerdem Macher der Webseite “Bürgerinitiative für Zivilcourage Celle”, einer Kopie der “BfZ Hildesheim” des Neonazis Dieter Riefling. Durch diese Webseiten versuchen sie sich ein bürgerfreundliches Image zu geben und ihren rechtsextremen Inhalt so zu verpacken, dass er für politisch Unbedarfte nicht sofort als solcher zu erkennen ist.

    Know your enemy…
    Mit dem KDS Celle tritt erstmals, seit der Selbstauflösung der “Kameradschaft 77 Celle/Hannover” und dem Rückzug der “Kameradschaft 73″ aus der Öffentlichkeit, eine Naziorganisation in der Region in Erscheinung. Diese waren nach dem brutalen Mord an Peter Deutschmann 1999 in Eschede verstärkt auf Naziaufmärschen aufgetreten, versuchten Infostände in der Celler Innenstadt sowie eine Hetzkampagne gegen das soziokulturelle Zentrum “Buntes Haus” durchzuführen. Aufgrund der Interventionen lokaler Antifas war es gelungen, einen öffentlichen Druck gegen die Celler Naziszene aufzubauen, die dann auch zu staatlichem Handeln in Folge von Strafverfahren, etc. führte. Nachdem sich die Celler Neonazis in den folgenden Jahren öffentlich eher “ruhig” verhielten, kommt es in den letzten zwei Jahren wieder verstärkt zu Aktivitäten aus diesem Umfeld. Die Höhepunkte sind die bis heute über 40 Anschläge auf kurdische Geschäfte und Autos, ein Brandschlag auf das “Bunte Haus” sowie eine Vielzahl von Übergriffen auf linke und/oder Jugendliche mit migrantischem Hintergrund.

    Fight the players!
    Die oben erwähnten Aktivitäten bilden dabei nur die extreme Zuspitzung einer alltäglichen rassistischen Grundstimmung, die auch in der bürgerlichen Gesellschaft vorhanden ist. So war es z.B. die Celler CDU, allen voran der damalige Oberstadtdirektor und jetzige Oberbürgermeister Martin Biermann und der Bürgermeister von Bergen Prokop, die seit Mitte der 90er Jahre gegen die Immobilienkäufe von KurdInnen eine großangelegte Hetzkampagne betrieben. Unterstellt wurden vermeintliche Drogengeschäfte, Geldwäsche, Sozialbetrug, “Aldi-Tüten voller Bargeld”, Mafiastrukturen usw., so dass die LeserInnen der Celleschen Zeitung den Eindruck gewinnen mussten, der Großteil der Celler KurdInnen hätte ihre Häuser mit kriminellem Geld gekauft. Selbst die Mahnung des damaligen Celler Generalstaatsanwalts, der darauf hinwies, dass es keinen “einzigen Hinweis auf Geldwäsche” oder auf “illegale Drogengeschäfte” gäbe, konnte Biermann nicht aufhalten. Auch die Lüneburger Staatsanwaltschaft wies letztendlich die Vorwürfe als unhaltbar zurück.

    Ein weiteres Beispiel des bürgerlichen Rassimus stellt der Mauerbau 2000 um das Flüchtlingsheim in Celle dar. Das erklärte Ziel der Errichtung der 1,80 Meter hohen und mit Stacheldraht versehenen Mauer war, dass die Stadt die Drogen- und Kriminalitätsszene, die sich um das Heim ausgebreitet habe, in den Griff bekommen wollte. Außerdem sollten die deutschen AnwohnerInnen vor Belästigungen durch Lärm und Müll geschützt werden. Weitere Maßnahmen waren die Errichtung einer Eingangsschleuse und die Bewachung durch einen Sicherheitsdienst.
    Es gab keinen Widerstand seitens einer der im Rat vertretenen Parteien. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Rejmann versuchte sich an die Spitze der angeblichen Volksmeinung zu setzen, indem er eine Rede hielt, die jede Ursachenforschung vermied und Abschiebungen und die “Härte des Gesetzes” forderte. Das Flüchtlingsheim war stark überbelegt und die Wohnbedingungen waren dementsprechend katastrophal. Von politischer Seite wurden jedoch niemals Maßnahmen wie die Unterbringung in menschenwürdige Wohnungen und die Verbesserung der materiellen Situation der Flüchtlinge erwogen. Die Politik der Stadt sieht ausschließlich Konzentration und Isolation der Flüchtlinge vor. Der Bau des Schutzwalles, offiziell “Einfriedungsmauer” genannt, fügt sich damit in eine Politik ein, die die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Flüchtlingen betreibt. Sie werden durch die Maßnahmen der Stadt Celle ohne Gerichtsurteil im Heim eingesperrt.

    Als aktuelles Beispiel, ist die Aussage eines Polizeisprechers in der Celleschen Zeitung im Zusammenhang mit einer Razzia im Dezember 2004 zu nennen, dass gegen “acht Mitglieder einer Zigeunersippe” ermittelt werde. Solche rassistischen Ausfälle brauchen wohl kaum noch weiter erläutert werden.

    Fight the game!

    Diese oben genannten Beispiele sind nicht bloß Ausfälle einiger Einzelpersonen oder ewig gestriger Cliquen, die es zufällig in Machtpositionen geschafft haben. Sie zeigen auch wie die ökonomische Verwertungslogik den vorhandenen Rassismus zum Vorteil der bestehenden Verhältnisse funktionalisiert.
    Hierbei werden MigrantInnen aufgeteilt in “brauchbar” und “überflüssig”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not (welche häufig durch die nackte Gewalt des kapitalistischen Weltmarktes entsteht) und/oder die Suche nach einem besseren Leben sind.
    Von den “brauchbaren MigrantInnen” ist ihre billige, flexible und gewerkschaftlich
    unorganisierte Arbeitskraft erwünscht. Manche von ihnen können ihre Arbeitskraft als qualifizierte ExpertInnen z.B. in der Computerindustrie verkaufen. Die Mehrheit arbeitet hingegen im Niedriglohnsektor und nicht selten ohne Papiere: z.B. als Reinigungskräfte, Küchenpersonal oder SexarbeiterInnen. Sie versorgen den globalen Arbeitsmarkt, insbesondere die reichen Industrieländer, je nach Bedarf mit zusätzlicher Arbeitskraft.

    Für die “Überflüssigen” also die unerwünschten MigrantInnen gibt es keine Verwendung, aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen. Diese scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen, wie es vor kurzem allzudeutlich bei dem “Sturm auf Europa” zu sehen war. Tausende von Flüchtlingen versuchten mit Leitern die Festung Europa von Marokko aus zu erreichen,wobei es unzählige Verletzte und viele Tote gab.
    Die MigrantInnen die es doch schaffen einzureisen, werden in die Illegalität gezwungen oder schikaniert, in Lager gesperrt und abgeschoben.

    Polizeistaatsnaziaufmärsche stoppen!

    Die Neonazis wurden längst schon von der deutschen Regierung überholt, denn diese ist für die rassistische Realität verantwortlich mit der die MigrantInnen tagtäglich konfrontiert sind. Von dieser Machtstellung können die FaschistInnen nur träumen.
    Genauso können sie sich darauf verlassen, dass sie von Hunderschaften polizeilicher Kampfroboter geschützt werden, ohne die sie wohl kaum einen Aufmarsch zu Ende bringen könnten.

    So setzte die Polizei im Juni in Braunschweig Wasserwerfer gegen eine Sitzblockade von mehren hundert Menschen ein und im September 2005 wurde in Oldenburg für 70 angereiste Neonazis die Strasse von 3000 PolizistInnen frei gemacht.

    Doch den Protest gegen die Neonazis mit einem massiven Aufgebot aus dem Weg zu räumen und weg zu sperren, klappt nicht immer: Der geplante Aufmarsch am 29. Oktober 2005 in Göttingen wurde für Neonazis und Polizei zum Desaster. Die Neonazis, die über Hannover nach Göttingen reisen wollten, mussten eine Zwangspause einlegen, da die Polizei angesichts der massiven antifaschistischen Präsenz im Bahnhof nicht für ihre Sicherheit garantieren konnte.
    In Göttingen beteiligten sich mehrere tausend Menschen an einer Blockade des Bahnhofs. Der braune Wanderzirkus kam nur wenige hundert Meter weit. Die gesamte Strecke wurde durch, teils brennende, Barrikaden versperrt und immer wieder gab es Sitzblockaden mit großer Beteiligung. Derweil machten laute Musik und Transparente von vielen Häusern an der Naziroute den FaschistInnen deutlich, dass sie nicht erwünscht sind.

    Für uns gilt: Wenn wir als AntifaschistInnen gegen Nazis aktiv werden, dann steht dahinter auch immer der Kampf gegen Rassismus, ob an Stammtischen oder in Gesetzen, und gegen das kapitalistische System als Ganzes.

    Kein ruhiges Hinterland fuer Nazis und andere Rassisten!
    Kapitalismus abschaffen!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Auftritt bei Anti-Flag

    Internet

    Berichte


    Plakat

    Aufmarsch

    Auf allen Ebenen mit allen Mitteln:
    Den Neonaziaufmarsch in Celle verhindern!

    Am 28. Januar 2005 wollen sogenannte „freie Kameradschaften“ um Christian Worch in Celle einen Aufmarsch durchführen. Außerdem sind am gleichen Tag Demonstrationen in Berlin, Dortmund und Karlsruhe angemeldet, welche Teil eines dezentralen Aktionstages gegen den §130 (StGB) sind. Dieser Paragraph stellt Volksverhetzung unter Strafe und hindert die Nazis an der von ihnen angestrebten unverblümten Hetze gegen alles, was nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passt. Wegen einer solchen unverhohlenen Rede auf einem Naziaufmarsch in Duisburg am 26.6.2004 gegen den Bau einer Synagoge muss nun Axel Reitz, ein Führungskader des “freien nationalen Widerstandes” und des “Kampfbunds deutscher Sozialisten” (KDS), eine fast zweijährige Haftstrafe antreten.

    Nie frei, nie sozial, nur Nazi!
    Der „freie nationale Widerstand“ hat sich neben der NPD als zweite Kraft im organisierten Neonazispektrum etabliert. Es handelt sich hierbei um eine Strömung, die sich in Abgrenzung zu eben jener als zu starr und zu wenig „revolutionär“ kritisierten Parteiorganisation bildete. Um weniger angreifbar für staatliche Repression und antifaschistische Interventionen zu sein, wird versucht die undurchschaubareren und flexibleren Strukturen der autonomen Linken nachzuahmen. Die hierarchische Gliederung wird dabei beibehalten, jedoch nach außen formal nicht festgeschrieben. Bundesweit existieren ca. 160 bekannte „freie“ Kameradschaften, mit jeweils fünf bis 30 Mitgliedern. Diese vernetzen sich über so genannte Aktionsbüros, welche als Plattform genutzt werden. Gerade jüngere Menschen versuchen sie mit einer „rechten Erlebniswelt“ aus Partys, Musikkonzerten oder beim Fußball für ihre faschistische Ideologie zu ködern. Der wohl wichtigste “Führer” der “Freien”, ist der oben erwähnte Hamburger Christian Worch, der das “Aktionsbüro Norddeutschland” leitet, und eng mit den wichtigen Personen des KDS zusammen arbeitet. Die Kader des KDS sind oft identisch mit den Kadern der “freien Nationalisten” und ihren Kameradschaften. Im Gegensatz zu den Kameradschaften hat der KDS jedoch formale Strukturen wie Mitgliedsbeiträge etc. Dennoch können auch Nicht-Mitglieder, wie z.B. Worch, wichtige Funktionen übernehmen. Zu den Drahtziehern gehören hier, neben dem genannten Axel Reitz aus Köln und dem KDS Führer Thomas Brehl aus dem hessischen Langen, auch der vor ca. einem Jahr nach Celle gezogene Daniel Gräf – Leiter des “KDS Stützpunkt” Celle und Redner auf diversen Aufmärschen der letzten Monate. Gräf ist außerdem Macher der Webseite “Bürgerinitiative für Zivilcourage Celle”, einer Kopie der “BfZ Hildesheim” des Neonazis Dieter Riefling. Durch diese Webseiten versuchen sie sich ein bürgerfreundliches Image zu geben und ihren rechtsextremen Inhalt so zu verpacken, dass er für politisch Unbedarfte nicht sofort als solcher zu erkennen ist.

    Know your enemy…
    Mit dem KDS Celle tritt erstmals, seit der Selbstauflösung der “Kameradschaft 77 Celle/Hannover” und dem Rückzug der “Kameradschaft 73″ aus der Öffentlichkeit, eine Naziorganisation in der Region in Erscheinung. Diese waren nach dem brutalen Mord an Peter Deutschmann 1999 in Eschede verstärkt auf Naziaufmärschen aufgetreten, versuchten Infostände in der Celler Innenstadt sowie eine Hetzkampagne gegen das soziokulturelle Zentrum “Buntes Haus” durchzuführen. Aufgrund der Interventionen lokaler Antifas war es gelungen, einen öffentlichen Druck gegen die Celler Naziszene aufzubauen, die dann auch zu staatlichem Handeln in Folge von Strafverfahren, etc. führte. Nachdem sich die Celler Neonazis in den folgenden Jahren öffentlich eher “ruhig” verhielten, kommt es in den letzten zwei Jahren wieder verstärkt zu Aktivitäten aus diesem Umfeld. Die Höhepunkte sind die bis heute über 40 Anschläge auf kurdische Geschäfte und Autos, ein Brandschlag auf das “Bunte Haus” sowie eine Vielzahl von Übergriffen auf linke und/oder Jugendliche mit migrantischem Hintergrund.

    Fight the players!
    Die oben erwähnten Aktivitäten bilden dabei nur die extreme Zuspitzung einer alltäglichen rassistischen Grundstimmung, die auch in der bürgerlichen Gesellschaft vorhanden ist. So war es z.B. die Celler CDU, allen voran der damalige Oberstadtdirektor und jetzige Oberbürgermeister Martin Biermann und der Bürgermeister von Bergen Prokop, die seit Mitte der 90er Jahre gegen die Immobilienkäufe von KurdInnen eine großangelegte Hetzkampagne betrieben. Unterstellt wurden vermeintliche Drogengeschäfte, Geldwäsche, Sozialbetrug, “Aldi-Tüten voller Bargeld”, Mafiastrukturen usw., so dass die LeserInnen der Celleschen Zeitung den Eindruck gewinnen mussten, der Großteil der Celler KurdInnen hätte ihre Häuser mit kriminellem Geld gekauft. Selbst die Mahnung des damaligen Celler Generalstaatsanwalts, der darauf hinwies, dass es keinen “einzigen Hinweis auf Geldwäsche” oder auf “illegale Drogengeschäfte” gäbe, konnte Biermann nicht aufhalten. Auch die Lüneburger Staatsanwaltschaft wies letztendlich die Vorwürfe als unhaltbar zurück.

    Ein weiteres Beispiel des bürgerlichen Rassimus stellt der Mauerbau 2000 um das Flüchtlingsheim in Celle dar. Das erklärte Ziel der Errichtung der 1,80 Meter hohen und mit Stacheldraht versehenen Mauer war, dass die Stadt die Drogen- und Kriminalitätsszene, die sich um das Heim ausgebreitet habe, in den Griff bekommen wollte. Außerdem sollten die deutschen AnwohnerInnen vor Belästigungen durch Lärm und Müll geschützt werden. Weitere Maßnahmen waren die Errichtung einer Eingangsschleuse und die Bewachung durch einen Sicherheitsdienst.
    Es gab keinen Widerstand seitens einer der im Rat vertretenen Parteien. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Rejmann versuchte sich an die Spitze der angeblichen Volksmeinung zu setzen, indem er eine Rede hielt, die jede Ursachenforschung vermied und Abschiebungen und die “Härte des Gesetzes” forderte. Das Flüchtlingsheim war stark überbelegt und die Wohnbedingungen waren dementsprechend katastrophal. Von politischer Seite wurden jedoch niemals Maßnahmen wie die Unterbringung in menschenwürdige Wohnungen und die Verbesserung der materiellen Situation der Flüchtlinge erwogen. Die Politik der Stadt sieht ausschließlich Konzentration und Isolation der Flüchtlinge vor. Der Bau des Schutzwalles, offiziell “Einfriedungsmauer” genannt, fügt sich damit in eine Politik ein, die die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Flüchtlingen betreibt. Sie werden durch die Maßnahmen der Stadt Celle ohne Gerichtsurteil im Heim eingesperrt.

    Als aktuelles Beispiel, ist die Aussage eines Polizeisprechers in der Celleschen Zeitung im Zusammenhang mit einer Razzia im Dezember 2004 zu nennen, dass gegen “acht Mitglieder einer Zigeunersippe” ermittelt werde. Solche rassistischen Ausfälle brauchen wohl kaum noch weiter erläutert werden.

    Fight the game!

    Diese oben genannten Beispiele sind nicht bloß Ausfälle einiger Einzelpersonen oder ewig gestriger Cliquen, die es zufällig in Machtpositionen geschafft haben. Sie zeigen auch wie die ökonomische Verwertungslogik den vorhandenen Rassismus zum Vorteil der bestehenden Verhältnisse funktionalisiert.
    Hierbei werden MigrantInnen aufgeteilt in “brauchbar” und “überflüssig”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not (welche häufig durch die nackte Gewalt des kapitalistischen Weltmarktes entsteht) und/oder die Suche nach einem besseren Leben sind.
    Von den “brauchbaren MigrantInnen” ist ihre billige, flexible und gewerkschaftlich
    unorganisierte Arbeitskraft erwünscht. Manche von ihnen können ihre Arbeitskraft als qualifizierte ExpertInnen z.B. in der Computerindustrie verkaufen. Die Mehrheit arbeitet hingegen im Niedriglohnsektor und nicht selten ohne Papiere: z.B. als Reinigungskräfte, Küchenpersonal oder SexarbeiterInnen. Sie versorgen den globalen Arbeitsmarkt, insbesondere die reichen Industrieländer, je nach Bedarf mit zusätzlicher Arbeitskraft.

    Für die “Überflüssigen” also die unerwünschten MigrantInnen gibt es keine Verwendung, aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen. Diese scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen, wie es vor kurzem allzudeutlich bei dem “Sturm auf Europa” zu sehen war. Tausende von Flüchtlingen versuchten mit Leitern die Festung Europa von Marokko aus zu erreichen,wobei es unzählige Verletzte und viele Tote gab.
    Die MigrantInnen die es doch schaffen einzureisen, werden in die Illegalität gezwungen oder schikaniert, in Lager gesperrt und abgeschoben.

    Polizeistaatsnaziaufmärsche stoppen!

    Die Neonazis wurden längst schon von der deutschen Regierung überholt, denn diese ist für die rassistische Realität verantwortlich mit der die MigrantInnen tagtäglich konfrontiert sind. Von dieser Machtstellung können die FaschistInnen nur träumen.
    Genauso können sie sich darauf verlassen, dass sie von Hunderschaften polizeilicher Kampfroboter geschützt werden, ohne die sie wohl kaum einen Aufmarsch zu Ende bringen könnten.

    So setzte die Polizei im Juni in Braunschweig Wasserwerfer gegen eine Sitzblockade von mehren hundert Menschen ein und im September 2005 wurde in Oldenburg für 70 angereiste Neonazis die Strasse von 3000 PolizistInnen frei gemacht.

    Doch den Protest gegen die Neonazis mit einem massiven Aufgebot aus dem Weg zu räumen und weg zu sperren, klappt nicht immer: Der geplante Aufmarsch am 29. Oktober 2005 in Göttingen wurde für Neonazis und Polizei zum Desaster. Die Neonazis, die über Hannover nach Göttingen reisen wollten, mussten eine Zwangspause einlegen, da die Polizei angesichts der massiven antifaschistischen Präsenz im Bahnhof nicht für ihre Sicherheit garantieren konnte.
    In Göttingen beteiligten sich mehrere tausend Menschen an einer Blockade des Bahnhofs. Der braune Wanderzirkus kam nur wenige hundert Meter weit. Die gesamte Strecke wurde durch, teils brennende, Barrikaden versperrt und immer wieder gab es Sitzblockaden mit großer Beteiligung. Derweil machten laute Musik und Transparente von vielen Häusern an der Naziroute den FaschistInnen deutlich, dass sie nicht erwünscht sind.

    Für uns gilt: Wenn wir als AntifaschistInnen gegen Nazis aktiv werden, dann steht dahinter auch immer der Kampf gegen Rassismus, ob an Stammtischen oder in Gesetzen, und gegen das kapitalistische System als Ganzes.

    Kein ruhiges Hinterland fuer Nazis und andere Rassisten!
    Kapitalismus abschaffen!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Auftritt bei Anti-Flag

    Internet

    Home » 14.11.08 | Protest und Widerstand sind gerechtfertigt – nicht kriminell!

    14.11.08 | Protest und Widerstand sind gerechtfertigt – nicht kriminell!

    Antifaschistische Aktion Hannover fordert Richtigstellung der Geschehnisse bei der Demonstration von SchülerInnen und Studierenden und ein Stop der Hetze gegen antifaschistische Gruppen.
    Nach der Demonstration von SchülerInnen und Studierenden gegen die zunehmenden Verschlechterung im Bildungsbereich am vergangenen Mittwoch (12.11.08) wird vor allem durch CDU und FDP massiv gegen die TeilnehmerInnen gehetzt. Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] wendet sich gegen die Kriminalisierung des legitimen antikapitalistischen Protests und fordert: “Protest und Widerstand sind gerechtfertigt – nicht kriminell!”
    8500 Menschen demonstrierten am vergangenen Mittwoch in Hannover gegen die zunehmende Verschlechterung im Bildungssektor. In einer Pressemitteilung sprechen Bernd Althusmann (CDU) und Jörg Bode (FDP) davon, dass „die Schülerdemonstration offenbar von extremen politischen Gruppierungen missbraucht“ wurde. Dieser Sicht der Dinge schliesst sich die Berichterstattung der Donnerstagsausgaben der lokalen Presse (Neue Presse, Bild und HAZ) an und stellt die Berichterstattung über vermeintliche “Gewalt” von “Linksextremisten” und “der ‘Antifa’” in den Vordergrund.

    Die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] erklärt dazu:
    AntifaschistInnen und ausserparlamentarische Linke beteiligten sich an der Demonstration. Hierunter auch AktivistInnen der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH].
    Auf Höhe des Landtages kam es zu einem spontanen Ausbruch aus der Demo in Richtung Regierungsgebäude. Diese Aktion wurde von SchülerInnen und Studierenden durchgeführt, die ihrer Wut über die zunehmenden neoliberalen Umbau im Bildungssektor Luft machen wollten. Sonja Brünzels, Sprecherin der [AAH] dazu: “CDU und FDP wollen politsch-unliebsame Gruppen für das symbolische Eindringen in die Bannmeile verantwortlich machen. Es soll wohl nicht sein, was nicht sein darf: Den Betroffenen ihrer Politik soll die Legitimität des Protests abgesprochen werden.”
    Kritik übt die Antifa-Gruppe auch an der Berichterstattung der hannöverschen Presse. “Während sich die grossen Zeitungen in Hannover an den Spaltungsversuchen in ‘gute’ und ‘böse’ Demonstrierende beteiligen, finden Übergriffe der Polizei auf jugendliche DemonstrationsteilnehmerInnen wie sie von Augenzeugen geschildert werden keine Erwähnung.”
    Die Gruppe geht davon aus, dass die momentane Presseberichterstattung vielmehr das Ziel hätte eine Entsolidarisierung unter den SchülerInnen voranzutreiben. So wird z.B. die Distanzierung des Landesschülerrats von der Demo in Hannover verbreitet, ohne dass dieser etwas mit der Organisation der Demonstration zu tun gehabt hätte.

    In Richtung der DemonstrationsteilnehmerInnen sagt Brünzels abschliessend: “Wir begrüssen die geschlossene Aktion als ein Zeichen des Protestes gegen die Zustände, denen Studierende und SchülerInnen tatgtäglich in Universität und Schule ausgesetzt sind.”

    Berichte

    Home » 18.12.06 | Naziprovokation nach “Böhse Onkelz”-Party im Labor

    18.12.06 | Naziprovokation nach “Böhse Onkelz”-Party im Labor


    Pressemitteilung

    Am Freitag Abend ist es bei einer “Böhse Onkelz”-Party im Labor (Callinstraße 23, 30167 Hannover) zu Übergriffen durch Konzertbesucher auf linke und alternative Jugendliche gekommen. Sonja Brünzels, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover dazu: “Wiederholt wurde das Labor zu einem Treffpunkt für Neonazis. Bereits bei der letzten “Böhse Onkelz”-Veranstaltung kam es zur Auseinandersetzung mit Anhängern der extremen Rechten. Leider hat die Erfahrung nicht zum bewussten Umgang mit diesem Thema und angemessenen Konsequenzen seitens des Betreibers beigetragen.”

    Am Abend des 15. Dezember ´06 provozierten Konzertbesucher der “Böhse Onkelz”-Party linke und alternative Jugendliche mit Parolen wie “Hier marschiert der nationale Widerstand” sowie “1-2-3 – Gewaltäterkartei” und griffen diese schließlich u.a. mit Flaschenwürfen an. Die Linken hatten zuvor die Verwendung von extrem rechten Symbolen durch die Besucher der Veranstaltung kritisiert. Auch Menschen mit migrantischem Hintergrund, die eine Party in der Mensa der Universität besuchten wurden Ziel der Angriffe. Die Band “Los Tioz”, die an diesem Abend im Labor auftrat und Lieder der “Böhsen Onkelz” covert, hatte anscheinend nichts gegen ihr Publikum einzuwenden. Später zogen Konzertbesucher, NS-Lieder gröhlend, vom Labor zur Bahnhaltestelle.

    Die Sprecherin der führt dazu aus: “Die Ereignisse von Freitag Nacht zeigen, dass sich die Fan-Gemeinde der ‘Böhsen Onkelz’ nach wie vor auch aus Neonazis zusammensetzt, die nicht davor zurückschrecken, die anzugreifen, die nicht in ihr Weltbild passen.”

    Die Kontroversen um die Band “Böhse Onkelz” geht weiter, obwohl sich die Band vor einiger Zeit aufgelöst hat. Zwar distanzierte sich die Band nach ihrer ersten Veröffentlichung offiziell von der extremen Rechten. Dennoch gab es immer wieder Grund, daran zu zweifeln. So legte der NPD Kreisverband Hannover seinen Anhängern 2003 nahe, ein Konzert der “Böhsen Onkelz” im Capitol zu besuchen. Die -Sprecherin hierzu: “Die Band verstand es, die Diskussionen um sich zu nutzen und so ein ‘Alle sind gegen uns’-Szenario aufzubauen. Mit diesem ‘uns’ können sich auch heute noch Neonazis identifizieren.”

    Die Räumlichkeiten in denen das Labor befindet, sind Eigentum der Universität Hannover und sind an Andreas Pechstein (Pechstein GmbH) verpachtet. Zumindest dem Pächter hätte bewusst sein müssen, wen er sich mit dieser Party ins Haus holt. Die Sprecherin der Antifa Gruppe kommentiert abschliessend: “Wer Veranstaltungen organisiert, die von Anhängern der extremen Rechten als Plattform genutzt werden, der muss auch Verantwortung für die Folgen tragen. Auch die Leitung der Universität hat eine Mitschuld an Vorfällen dieser Art, wenn sie weiterhin zulässt das Veranstaltungen mit diesem Charakter in ihren Räumlichkeiten durchgeführt werden.”

    Die Gruppe verweist vergleichsweise auf den Fall der Pächterin des Clubhauses von Hannover 96. Diese war in die Schlagzeilen geraten, weil sie ihre Räumlichkeiten dem Stammtisch der NPD Hannover zur Verfügung stellte.

    Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]

    Berichte

    Am Freitag Abend ist es bei einer “Böhse Onkelz”-Party im Labor (Callinstraße 23, 30167 Hannover) zu Übergriffen durch Konzertbesucher auf linke und alternative Jugendliche gekommen. Sonja Brünzels, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover dazu: “Wiederholt wurde das Labor zu einem Treffpunkt für Neonazis. Bereits bei der letzten “Böhse Onkelz”-Veranstaltung kam es zur Auseinandersetzung mit Anhängern der extremen Rechten. Leider hat die Erfahrung nicht zum bewussten Umgang mit diesem Thema und angemessenen Konsequenzen seitens des Betreibers beigetragen.”

    Am Abend des 15. Dezember ´06 provozierten Konzertbesucher der “Böhse Onkelz”-Party linke und alternative Jugendliche mit Parolen wie “Hier marschiert der nationale Widerstand” sowie “1-2-3 – Gewaltäterkartei” und griffen diese schließlich u.a. mit Flaschenwürfen an. Die Linken hatten zuvor die Verwendung von extrem rechten Symbolen durch die Besucher der Veranstaltung kritisiert. Auch Menschen mit migrantischem Hintergrund, die eine Party in der Mensa der Universität besuchten wurden Ziel der Angriffe. Die Band “Los Tioz”, die an diesem Abend im Labor auftrat und Lieder der “Böhsen Onkelz” covert, hatte anscheinend nichts gegen ihr Publikum einzuwenden. Später zogen Konzertbesucher, NS-Lieder gröhlend, vom Labor zur Bahnhaltestelle.

    Die Sprecherin der führt dazu aus: “Die Ereignisse von Freitag Nacht zeigen, dass sich die Fan-Gemeinde der ‘Böhsen Onkelz’ nach wie vor auch aus Neonazis zusammensetzt, die nicht davor zurückschrecken, die anzugreifen, die nicht in ihr Weltbild passen.”

    Die Kontroversen um die Band “Böhse Onkelz” geht weiter, obwohl sich die Band vor einiger Zeit aufgelöst hat. Zwar distanzierte sich die Band nach ihrer ersten Veröffentlichung offiziell von der extremen Rechten. Dennoch gab es immer wieder Grund, daran zu zweifeln. So legte der NPD Kreisverband Hannover seinen Anhängern 2003 nahe, ein Konzert der “Böhsen Onkelz” im Capitol zu besuchen. Die -Sprecherin hierzu: “Die Band verstand es, die Diskussionen um sich zu nutzen und so ein ‘Alle sind gegen uns’-Szenario aufzubauen. Mit diesem ‘uns’ können sich auch heute noch Neonazis identifizieren.”

    Die Räumlichkeiten in denen das Labor befindet, sind Eigentum der Universität Hannover und sind an Andreas Pechstein (Pechstein GmbH) verpachtet. Zumindest dem Pächter hätte bewusst sein müssen, wen er sich mit dieser Party ins Haus holt. Die Sprecherin der Antifa Gruppe kommentiert abschliessend: “Wer Veranstaltungen organisiert, die von Anhängern der extremen Rechten als Plattform genutzt werden, der muss auch Verantwortung für die Folgen tragen. Auch die Leitung der Universität hat eine Mitschuld an Vorfällen dieser Art, wenn sie weiterhin zulässt das Veranstaltungen mit diesem Charakter in ihren Räumlichkeiten durchgeführt werden.”

    Die Gruppe verweist vergleichsweise auf den Fall der Pächterin des Clubhauses von Hannover 96. Diese war in die Schlagzeilen geraten, weil sie ihre Räumlichkeiten dem Stammtisch der NPD Hannover zur Verfügung stellte.

    Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]

    Home » 01.05.08 | Push it to the next Level!

    01.05.08 | Push it to the next Level!


    Aufruf

    Plakat

    Jingles

    Redebeitrag

    Presse

    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“
    Am 1. Mai 2008 beteiligten sich ca. 200 Menschen in Hannover im antikapitalistischen Block. Hierzu hatte die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] aufgerufen. Deren Sprecherin, Sonja Brünzels, zeigt sich zufrieden: „Es ist gelungen an den Erfolg vom letzten Jahr anzuknüpfen (vgl. http://de.indymedia.org/2007/05/174391.shtml). Gerade vor dem Hintergrund, dass sich viele Menschen aus Hannover an den Aktivitäten gegen den zeitgleich stattfindenen Naziaufmarsch in Hamburg beteiligen, können wir mit der TeilnehmerInnenzahl zufrieden sein.“

    Im Aufruf setzte sich die [AAH] mit der offiziellen Rolle der DGB-Gewerkschaften in ihrer Funktion zwischen Topfdeckel und Dampfkessel auseinander. Brünzels hierzu: „So richtig es ist für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu fordern, so falsch ist es, keine weitergehenden Forderungen. Wir sind so unverschämt zu fragen, ,Wozu Arbeit? Wozu Lohn?’ und fordern die Abschaffung der Lohnarbeit!“

    In Redebeiträge kamen weitere linke Gruppen zu Wort. Die Rote Aktion Kornstraße thematisierte den unkritischen Umgang mit der 1. Panzerdivision in Hannover. Die Freie ArbeiterInnen Union ging ihrem Beitrag auf die bewegte Geschichte des 1. Mais ein.

    Abschliessend erklärt die Sprecherin: „Es ist uns erneut gelungen antikapitalistische Positionen auf die Straße zu tragen, die deutlich links vom offiziellen DGB-Standpunkt sind. So kann sich der Revolutionäre 1. Mai als feste Größe in Hannover etablieren. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder von uns hören lassen.“

    Home » Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr
    Together with immigrants and refugees we’ll go shopping to break the buy-with-coupons-practise in Hannover.

    There will be some informations by FemAra (Feminist Antiracists) and the KFS (cooperative refugeesolidarity).

    Es bleibt dabei:

    • Cash instead of coupons for all!
    • Smash the racist speciallaws!

    Every first wednesday of the month | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 6pm

    Home » Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Vorgestellt werden verschiedene Methoden, die ein gleichberechtigtes Redeverhalten in Diskussionen ermöglichen. Außerdem geht es um die Frage, wie nach Möglichkeit am Ende Entscheidungen im Konsens getroffen werden können.

    Veranstalterin: FAU-Hannover

    Di. 30. März 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Redestruktur und Entscheidungsfindung. Methoden basisdemokratischer Entscheidungsfindung.

    Vorgestellt werden verschiedene Methoden, die ein gleichberechtigtes Redeverhalten in Diskussionen ermöglichen. Außerdem geht es um die Frage, wie nach Möglichkeit am Ende Entscheidungen im Konsens getroffen werden können.

    Veranstalterin: FAU-Hannover

    Di. 30. März 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Antifa Info Abend 03/10

    Antifa Info Abend 03/10

    Am 18. März jährt sich der internationale Tag der politischen Gefangenen. An diesem Datum soll das Bewusstsein für die Situation von politischen Gefangenen weltweit geschärft und die Solidarität mit ihnen zum Ausdruck gebracht werden. Dies nehmen wir zum Anlass, um den Blick auf die Situation im Baskenland zu richten.
    Hier besteht seit Jahrzehnten ein politischer Konflikt, der in der hiesigen Öffentlichkeit vor allem als Auseinandersetzung zwischen spanischen und französischen Sicherheitsbehörden und der bewaffneten Untergrundorganisation ETA dargestellt wird. Die Medien reduzieren den Konflikt auf „Terrorismus“ und Straßenschlachten. In der radikalen Linken besteht Unsicherheit über das Verhältnis von Sozialismus und baskischem Nationalismus.
    Neben einem Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation des Konflikts wird es um die Lage der linken politischen Bewegungen gehen, deren AktivistInnen im Baskenland Organisationsverboten, Knast, Folter und gezielten Morden ausgesetzt sind.

    Der Referent ist Aktivist der Freundinnnen und Freunde des Baskenlandes. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Roten Hilfe Hannover.

    Do. 18. März 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 18. März 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Antifa Info Abend 03/10

    Antifa Info Abend 03/10


    Am 18. März jährt sich der internationale Tag der politischen Gefangenen. An diesem Datum soll das Bewusstsein für die Situation von politischen Gefangenen weltweit geschärft und die Solidarität mit ihnen zum Ausdruck gebracht werden. Dies nehmen wir zum Anlass, um den Blick auf die Situation im Baskenland zu richten.

    Hier besteht seit Jahrzehnten ein politischer Konflikt, der in der hiesigen Öffentlichkeit vor allem als Auseinandersetzung zwischen spanischen und französischen Sicherheitsbehörden und der bewaffneten Untergrundorganisation ETA dargestellt wird. Die Medien reduzieren den Konflikt auf „Terrorismus“ und Straßenschlachten. In der radikalen Linken besteht Unsicherheit über das Verhältnis von Sozialismus und baskischem Nationalismus.
    Neben einem Überblick über die Geschichte und die aktuelle Situation des Konflikts wird es um die Lage der linken politischen Bewegungen gehen, deren AktivistInnen im Baskenland Organisationsverboten, Knast, Folter und gezielten Morden ausgesetzt sind.

    Der Referent ist Aktivist der Freundinnnen und Freunde des Baskenlandes. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Roten Hilfe Hannover.

    Do. 18. März 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 18. März 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Demo

    Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Demo

    Home » Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Mahnwache

    Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Mahnwache

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    Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Mahnwache

    Home » Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Demo

    Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Demo

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    Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben! – Demo

    Demo gegen rechte Gewalt

    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    27. Januar: Auschwitz Gedenktag
    Gedenken heisst kämpfen!

    Es war der 27. Januar 1945 an dem die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreite.
    Als die Alliierten dort ankamen, fanden sie nur noch 7600 Überlebende vor. Mehr als eine Million Menschen wurden hier vorher von den Deutschen ermordet.
    Seitdem sind nun genau 65 Jahre vergangen und es kann keine Rede davon sein, dass die Welt von nationalsozialis-tischem Gedankengut befreit ist. Immer noch finden gewalttätige Übergriffe auf Personen statt, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Immer noch müssen Menschen sterben, weil diese Gesellschaft Tag für Tag Nazis hervorbringt.
    Wir gedenken am 27. Januar allen Opfern deutscher Konzentrationslager. Der Gedenktag zur Befreiung von Auschwitz bietet dafür einen angemessenen Rahmen, da Auschwitz als Synonym für die Verbrechen des deutschen Faschismus steht. Wir, als AntifaschistInnen, verstehen es als unsere Pflicht die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis aufrecht zu erhalten, um so den Opfern würdig zu gedenken.
    Leider kann ein Gedenktag als Mahnmal der Geschichte – dass sie sich nicht wiederhole – nicht ausreichen, um die Wurzeln des Faschismus endgültig zu kappen. Diese Gesellschaft, angetrieben vom Gegeneinander der Konkurrenz und unterteilt durch das Freund-Feind-Konstrukt von Volk und Nationen, schließt eine Wiederholung der Geschichte eben nicht aus. Aufarbeitung der Vergangenheit würde bedeuten, eben jene Umstände, welche Auschwitz ermöglichten, grundlegend abzuschaffen. Dies ist bis heute in der Welt nicht geschehen, weshalb wir uns für die befreite Gesellschaft, jenseits von Kapital und Nation einsetzen. Deshalb wollen wir in diesem Sinne von Gedenken einen Kranz in Großburgwedel niederlegen.
    Auf dem ursprünglich zweiteiligen Denkmal für die „Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft von 1933-1945“ waren auf dem größeren Teil Wehrmachtsoldaten und sogar SS-Angehörige sowie ein SD-Mann der Stadt erwähnt. Zur Zeit steht dort nur noch der kleinere Teil, der den wahren Opfern des NS gewidmet ist. 28 Säuglinge die an den Folgen von Unterernährung und Vernachlässigung in einem „Fremdvölkischen Pflegeheim“ im Stadtteil Großburgwedel dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen sind auf diesem namentlich erwähnt.
    Bereits vor der Einweihung des Denkmals am Volkstrauertag war dieses aufgrund der erwähnten SS- und SD-Angehörigen umstritten. Eine SchülerInnen-AG des örtlichen Gymnasiums hatte zuvor mehrere Beispiele für die Verbrechen des Naziregimes vor Ort recherchiert. Doch wurde durch eine Mehrheit von CDU und FDP im Stadtrat die weitere Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt im NS sowie die Errichtung eines Denkmals für die tatsächlichen Opfer verhindert. Das Denkmal wurde wie geplant eingeweiht, lediglich die Namen der SS- und SD-Angehörigen wurden notdürftig überklebt. Durch ein solches Verhalten wird klar, wer den BurgwedelerInnen die passenderen „Opfer“ sind. Der deutsche Opfermythos vollzieht sich hier in reinster Form, statt den wahren Opfern des deutschen Faschismus zu gedenken werden die „Opfer“ in den eigenen Reihen gesucht. Dies ist ein unzumutbarer Zustand, den es gilt anzuklagen!
    Die SchülerInnen der AG stießen bei ihren Recherchen unter anderem auf die Namen von vier Sintis, die zeitweise in Großburgwedel untergebracht waren und später auf den Todeslisten von Auschwitz auftauchten. Auch Anna Adler, eine Sintizza aus Großburgwedel, wird hier genannt. Über 60 Menschen mit Behinderungen wurden eingesperrt. Mindestens einer von ihnen wurde Opfer der Euthanasie. Der jüdische Arzt Dr. Albert David beging Selbstmord statt sich von der Gestapo abführen zu lassen. Die Namen von Mitgliedern einer jüdischen Familie aus Großburgwedel, die seit 1795 im Ort lebte, tauchen auf den Todeslisten von Theresienstadt und Auschwitz auf. Diese sind jedoch alle nicht auf dem Denkmal erwähnt.
    » Diesen und allen weiteren Opfern der Deutschen in Auschwitz und anderswo wollen wir am 27.01.2010 um 17:15 Uhr gemeinsam am kleineren Teil des Denkmals auf dem Großburgwedeler Friedhof gedenken. Zur gemeinsamen Anfahrt treffen wir uns um 16:20 Uhr in Hannover vor dem Hauptbahnhof.

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt Kämpfen!

    Kundgebung auf dem Freidhof

    Redebeiträge werden verlesen

    Kranz wird niedergelegt.

    Blumen am Denkmal.

    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschwitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » Antifa Info Abend 02/10

    Antifa Info Abend 02/10

    Am 15. August 1984 begann ein bewaffneter Aufstand in den kurdischen Gebieten der Türkei. Die linke Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) rief zum Sturm gegen die Militärdiktatur und die Unterdrückung der KurdInnen. Es begann ein breitangelegter Guerillakampf in den kurdischen Gebieten der Türkei.
    Halim Dener, erschossen wegen plakatierenDieser Kampf erreichte auch die Bundesrepublik: kurdische und deutsche Linke standen solidarisch zusammen gegen Unterdrückung und Repression. Auf der anderen Seite unterstützte die Bundesregierung die Türkei mit Waffenlieferungen und Repression gegen die hier lebenden KurdInnen. In Hannover wurde am 29. Juni 1994 Halim Dener von Polizisten erschossen, weil er Plakate gegen das PKK Verbot geklebt hatte.
    Wir wollen einen Blick auf das wechselhafte Verhältnis zwischen kurdischer Bewegung und deutschen Linken in der BRD werfen und diskutieren, ob bzw. wo Gemeinsamkeiten bestanden und wo noch heute gemeinsame Kämpfe geführt werden können.

    Reimar Heider (Internationale Initiative Freiheit für Öcalan) wird einen Überblick über die Geschichte des Konflikt geben und ReferentInnen vom Kurdistan Volkshaus informieren über die Situation in Hannover.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 UhrAm 15. August 1984 begann ein bewaffneter Aufstand in den kurdischen Gebieten der Türkei. Die linke Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) rief zum Sturm gegen die Militärdiktatur und die Unterdrückung der KurdInnen. Es begann ein breitangelegter Guerillakampf in den kurdischen Gebieten der Türkei.
    Dieser Kampf erreichte auch die Bundesrepublik: kurdische und deutsche Linke standen solidarisch zusammen gegen Unterdrückung und Repression. Auf der anderen Seite unterstützte die Bundesregierung die Türkei mit Waffenlieferungen und Repression gegen die hier lebenden KurdInnen. In Hannover wurde am 29. Juni 1994 Halim Dener von Polizisten erschossen, weil er Plakate gegen das PKK Verbot geklebt hatte.
    Wir wollen einen Blick auf das wechselhafte Verhältnis zwischen kurdischer Bewegung und deutschen Linken in der BRD werfen und diskutieren, ob bzw. wo Gemeinsamkeiten bestanden und wo noch heute gemeinsame Kämpfe geführt werden können.

    Reimar Heider (Internationale Initiative Freiheit für Öcalan) wird einen Überblick über die Geschichte des Konflikt geben und ReferentInnen vom Kurdistan Volkshaus informieren über die Situation in Hannover.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Antifa Info Abend 02/10

    Am 15. August 1984 begann ein bewaffneter Aufstand in den kurdischen Gebieten der Türkei. Die linke Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) rief zum Sturm gegen die Militärdiktatur und die Unterdrückung der KurdInnen. Es begann ein breitangelegter Guerillakampf in den kurdischen Gebieten der Türkei.
    Dieser Kampf erreichte auch die Bundesrepublik: kurdische und deutsche Linke standen solidarisch zusammen gegen Unterdrückung und Repression. Auf der anderen Seite unterstützte die Bundesregierung die Türkei mit Waffenlieferungen und Repression gegen die hier lebenden KurdInnen. In Hannover wurde am 29. Juni 1994 Halim Dener von Polizisten erschossen, weil er Plakate gegen das PKK Verbot geklebt hatte.
    Wir wollen einen Blick auf das wechselhafte Verhältnis zwischen kurdischer Bewegung und deutschen Linken in der BRD werfen und diskutieren, ob bzw. wo Gemeinsamkeiten bestanden und wo noch heute gemeinsame Kämpfe geführt werden können.

    Reimar Heider (Internationale Initiative Freiheit für Öcalan) wird einen Überblick über die Geschichte des Konflikt geben und ReferentInnen vom Kurdistan Volkshaus informieren über die Situation in Hannover.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 UhrAm 15. August 1984 begann ein bewaffneter Aufstand in den kurdischen Gebieten der Türkei. Die linke Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) rief zum Sturm gegen die Militärdiktatur und die Unterdrückung der KurdInnen. Es begann ein breitangelegter Guerillakampf in den kurdischen Gebieten der Türkei.
    Dieser Kampf erreichte auch die Bundesrepublik: kurdische und deutsche Linke standen solidarisch zusammen gegen Unterdrückung und Repression. Auf der anderen Seite unterstützte die Bundesregierung die Türkei mit Waffenlieferungen und Repression gegen die hier lebenden KurdInnen. In Hannover wurde am 29. Juni 1994 Halim Dener von Polizisten erschossen, weil er Plakate gegen das PKK Verbot geklebt hatte.
    Wir wollen einen Blick auf das wechselhafte Verhältnis zwischen kurdischer Bewegung und deutschen Linken in der BRD werfen und diskutieren, ob bzw. wo Gemeinsamkeiten bestanden und wo noch heute gemeinsame Kämpfe geführt werden können.

    Reimar Heider (Internationale Initiative Freiheit für Öcalan) wird einen Überblick über die Geschichte des Konflikt geben und ReferentInnen vom Kurdistan Volkshaus informieren über die Situation in Hannover.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

    Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

    Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
    Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

    Mehr Infos: Dresden Nazifrei | no pasaran!

    Home » Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

    Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

    Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
    Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

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    Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Gedenkkundgebung am Ausschwitzgedenktag

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Gedenkkundgebung am Ausschwitzgedenktag

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

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    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt Kämpfen!


    Kundgebung auf dem Freidhof


    Redebeiträge werden verlesen


    Kranz wird niedergelegt.


    Blumen am Denkmal.

    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschwitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

    Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!Dresden: Nazis stopped!

    Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
    Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

    Home » Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

    Gedenkkundgebung am Auschwitzgedenktag (Nachtrag)

    Am Mittwoch, dem 27. Januar jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dieser Tag wird seit 1996 als “Auschwitzgedenktag” offiziell begangen. Dieses Datum nahmen AntifaschistInnen zum Anlass um denen zu gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren und riefen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf.

    Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. An diesem Denkmal wurden Kränze niedergelegt.
    Am sogenannten Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.

    Einige Zeit später wurde das Denkmal von Unbekannten zerstört.

    » Weiterlesen

    Home » Antifa Info Abend 02/10

    Antifa Info Abend 02/10

    Am 15. August 1984 begann ein bewaffneter Aufstand in den kurdischen Gebieten der Türkei. Die linke Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) rief zum Sturm gegen die Militärdiktatur und die Unterdrückung der KurdInnen. Es begann ein breitangelegter Guerillakampf in den kurdischen Gebieten der Türkei.
    Dieser Kampf erreichte auch die Bundesrepublik: kurdische und deutsche Linke standen solidarisch zusammen gegen Unterdrückung und Repression. Auf der anderen Seite unterstützte die Bundesregierung die Türkei mit Waffenlieferungen und Repression gegen die hier lebenden KurdInnen. In Hannover wurde am 29. Juni 1994 Halim Dener von Polizisten erschossen, weil er Plakate gegen das PKK Verbot geklebt hatte.
    Wir wollen einen Blick auf das wechselhafte Verhältnis zwischen kurdischer Bewegung und deutschen Linken in der BRD werfen und diskutieren, ob bzw. wo Gemeinsamkeiten bestanden und wo noch heute gemeinsame Kämpfe geführt werden können.

    Reimar Heider (Internationale Initiative Freiheit für Öcalan) wird einen Überblick über die Geschichte des Konflikt geben und ReferentInnen vom Kurdistan Volkshaus informieren über die Situation in Hannover informieren.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 UhrMonatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 18.Februar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » 16.10.09 | Tag X Aktionen zum Urteil im “mg-Prozess”

    16.10.09 | Tag X Aktionen zum Urteil im “mg-Prozess”


    Flyeraktion

    Flyerregen im Einkaufszentrum


    Feuer & Flamme der Repression


    Transparente

    Linden: Feuer & Flamme der Repression!


    Nordstadt: Solidarität mit Florian, Axel und Oliver

    Wandzeitung

    Information für Alle!

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    16.10.09 | Tag X Aktionen zum Urteil im “mg-Prozess”


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    16.10.09 | Tag X Aktionen zum Urteil im “mg-Prozess”


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    16.10.09 | Tag X Aktionen zum Urteil im “mg-Prozess”


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    Home » Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Gestern nahm der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

    Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

    Nachdem gestern der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende nahm. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

    Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Home » Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Gestern nahm der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

    Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

    Nachdem gestern der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende nahm. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

    Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Home » Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Tag X in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover

    Nachdem gestern der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende nahm. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

    Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.

    Nachdem gestern der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende nahm. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.

    In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
    In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.

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    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Am frühen Abend regneten Infoflyer durch die Etagen eines Einkaufzentrums in der Innenstadt.


    Sie informierten über die Hintergründe des Urteils gegen die drei Antimilitaristen.



    An zwei Brücken in alternativen Stadtvierteln Hannovers wurden Transparente aufgehängt, die zur Solidarität mit den Angeklagten aufriefen.


    In der Nacht auf Samstag wurden in diesen Stadtteilen zusätzlich Wandzeitungen plakatiert, die ausführlicher auf den Hintergrund des Verfahrens als Teil der alltäglichen Repression gegen Linke eingingen.

    Den Verurteilten gilt weiterhin unsere Solidarität und den Repressionsorganen sei versichert, dass wir uns weder durch dieses noch durch 100 weitere von unserem Kampf abhalten lassen!

    Home » 04.11.09 | Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”

    04.11.09 | Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”


    Pressemitteilung

    Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”
    Für Samstag, den 7.11.09 ist im “Musiktheater Bad” ein Konzert der Böhse Onkelz Coverband Los Tioz geplant.

    Diese Band ist in der Vergangenheit vor allem durch ihre rechtsorientierte Fanszene aufgefallen. So fanden Ende 2006 im Zuge eines “Los Tioz” Konzertes im “Labor” in Hannovers Nordstadt regelrechte Hetzjagden auf alternative Jugendliche statt. Mit diesen Konzertbesuchern hat die Band allerdings scheinbar keine Probleme. In einer Stellungnahme der Band zu den auf diesen Vorfall folgenden Presseberichten gab es weder eine Distanzierung von solchem Verhalten, noch eine Entschuldigung.

    Das “Musiktheater Bad” wurde im Lauf dieser Woche von uns über diese Umstände in Kenntnis gesetzt, hat aber bis jetzt nicht reagiert.

    Eine weitere Auffälligkeit im Zusammenhang mit der Band “Los Tioz” sind die Bandmitglieder selbst. So hat der ehemalige Bassist der Band Copestone, Benjamin T., scheinbar unter dem Namen “Locke” mit “Los Tioz” eine neue Band gefunden. Copestone musste Anfang des Jahres ein Konzert in einem hannoverschen Kirchengemeindezentrum absagen nachdem bekannt wurde das dieser Bassist auf mehreren Webseiten in Kleidung der Marke “Thor Steinar” sowie mit einem T-Shirt der Band “Frontalkraft” zu sehen war. Sowohl die Marke “Thor Steinar” als auch die Band “Frontalkraft” sind eindeutig der Naziszene zuzuordnen.

    Eigene Pressemitteilung vom 04. November 2009

    Berichte

    Tabula Rasa #48

    Home » 04.11.09 | Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”

    04.11.09 | Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”


    Pressemitteilung

    Konzert der Band “Los Tioz” im “Musiktheater Bad”
    Für Samstag, den 7.11.09 ist im “Musiktheater Bad” ein Konzert der Böhse Onkelz Coverband Los Tioz geplant.

    Diese Band ist in der Vergangenheit vor allem durch ihre rechtsorientierte Fanszene aufgefallen. So fanden Ende 2006 im Zuge eines “Los Tioz” Konzertes im “Labor” in Hannovers Nordstadt regelrechte Hetzjagden auf alternative Jugendliche statt. Mit diesen Konzertbesuchern hat die Band allerdings scheinbar keine Probleme. In einer Stellungnahme der Band zu den auf diesen Vorfall folgenden Presseberichten gab es weder eine Distanzierung von solchem Verhalten, noch eine Entschuldigung.

    Das “Musiktheater Bad” wurde im Lauf dieser Woche von uns über diese Umstände in Kenntnis gesetzt, hat aber bis jetzt nicht reagiert.

    Eine weitere Auffälligkeit im Zusammenhang mit der Band “Los Tioz” sind die Bandmitglieder selbst. So hat der ehemalige Bassist der Band Copestone, Benjamin T., scheinbar unter dem Namen “Locke” mit “Los Tioz” eine neue Band gefunden. Copestone musste Anfang des Jahres ein Konzert in einem hannoverschen Kirchengemeindezentrum absagen nachdem bekannt wurde das dieser Bassist auf mehreren Webseiten in Kleidung der Marke “Thor Steinar” sowie mit einem T-Shirt der Band “Frontalkraft” zu sehen war. Sowohl die Marke “Thor Steinar” als auch die Band “Frontalkraft” sind eindeutig der Naziszene zuzuordnen.

    Eigene Pressemitteilung vom 04. November 2009

    Berichte

    Tabula Rasa #48

    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt Kämpfen!


    Kundgebung auf dem Freidhof


    Redebeiträge werden verlesen


    Kranz wird niedergelegt.


    Blumen am Denkmal.

    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt kämpfen!


    Kundgebung auf dem Freidhof


    Redebeiträge werden verlesen


    Kranz wird niedergelegt.


    Blumen am Denkmal.

    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt kämpfen!


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    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

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    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

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    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



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    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    Fotos





    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

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    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

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    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

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    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » 21.12.08 | Rück die Geschenke raus, du rote Sau!

    21.12.08 | Rück die Geschenke raus, du rote Sau!


    Die Aktion

    Am letzten Sonntag vor Weihnachten machten sich fünf Weihnachtsmänner und -frauen mit rund vierhundert Geschenken auf den Weg Richtung hannöversche Innenstadt, um scheinbar unglaubliches zu tun: Dinge einfach verschenken. Entsprechend begeistert wurden die kunstvoll verpackten Päckchen den professionell Verkleideten aus den Händen gerissen; innerhalb weniger Minuten waren die dicken Säcke leer.

    Allerdings: In den Päckchen waren weder Süßigkeiten, noch Produktpröbchen, noch politische Pamphlete: Ein kleiner Schnipsel von „Ihrer Interessengemeinschaft Einkaufserlebnis Innenstadt“ machte klar, dass es hier nichts geschenkt gibt. Sprüche wie „Nichts ist umsonst, Geschenke wollen gekauft werden!“, „Geschenke kosten… ich freu mich drauf!“ oder „Geschenke fallen nicht durch den Schornstein, sie werden gekauft!“ bereiteten der Ungläubigkeit ob des spendablen Weihnachtsmannes schnell ein Ende.

    Im Kapitalismus gibt’s nichts geschenkt – auch nicht zu Weihnachten. Und so sehr man eben noch mit eigenen Augen gesehen hat, dass an wildfremde Leute hunderte von Päckchen verschenkt werden, so sehr holt einen die Realität beim Auspacken wieder ein – so schön könnte es sein, so bitter ist es.

    Bei dieser kleinen Vorweihnachtsaktion haben wir bewusst darauf verzichtet, zum x-ten Mal denen, die es eh nicht hören wollen, und denen, die es eh schon wissen, zu erklären, warum der Kapitalismus überwunden gehört und überwunden werden kann. Bewusstsein verändert sich nicht, wenn man “den Leuten” immer wieder erzählt, wie der Laden “wirklich” läuft. Und so kompliziert und so schrecklich unanschaulich der Kapitalismus in propperen Vorweihnachtsinnenstädten funktioniert, so sehr gehört er auch und gerade da abgeschafft.
    Die Geschenkaktion lehnt sich an die Strategie der “doppelten Enttäuschung” an: Mit dem Schenken ist eine Situation geschaffen, die nicht der kapitalistischen Normalität entspricht. “Man bekommt einfach so etwas geschenkt.” Manche (vor allem ältere) Weihnachtsmarktbesucher_innen lehnten das Geschenk ab, verwirrt bis misstrauisch beäugten sie das Treiben, während bei der Mehrheit schnell das Eis gebrochen war und begeistert zugegriffen wurde – von der Oma über den Rocker, von der versammelten Familie bis zu Schüler_innen und Student_innen freuten sich die meisten, immer etwas unläubig, über das unverhoffte Geschenk. Diese Situation ist die “ent-täuschende”. Tausch ist menschengemacht, ist nicht Natur sondern gesellschaftlich konstruiert. Dann kommt das Moment des Auspackens und die “Enttäuschung” – es gibt nichts geschenkt. In dieser Gesellschaft wird bezahlt, ob Weihnachten oder nicht. Die doppelte Wirkung, das Sichtbarmachen der Menschengemachtheit der Verhältnisse und anschließend die Enttäuschung, dass die Gesellschaft sich von alleine nicht verändert, haben wir hier probiert.

    Angelehnt ist die Aktion an ein Konzept der Lettristischen Internationalen, einer Vorgängerorganisation der Situationistischen Internationalen: “Darin kann sich ein bewusst spielerischer Umgang mit Enttäuschung entwickeln: zum einen Ent-Täuschung als Entdinglichung. Sie entlarvt den Alltag als gemacht, die vermeintliche Naturhaftigkeit des gesellschaftlichen Seins löst sich vorübergehend auf, was defetischisierend wirkt, weil in der konstruierten Situation das eigene Handeln dem Handelnden nicht mehr als fremde Macht gegenübertreten muß, somit durchschaubar wird. Zum anderen stellt die kurze Dauer und die örtliche Begrenztheit des bewußten Erlebens eine Enttäuschung dar (…).” (Die Situationistische Internationale – Eine kurze Einführung)

    Pressemitteilung zur Aktion:

    “Rück’ die Geschenke raus, du rote Sau”

    Weihnachtsmänner und -frauen führten am heutigen Sonntag, den 21.12.08, eine antikapitalistische Aktion in der Innenstadt von Hannover durch. Mit leeren, aber nicht inhaltslosen, Geschenken machten sie klar: “Nichts ist umsonst, Geschenke wollen gekauft werden!”

    Am heutigen Sonntag, den 21.12.08, haben Weihnachtsmänner und -frauen eine antikapitalistische Aktion in der Innenstadt von Hannover durchgeführt: Bunt verpackt und mit Schleifen versehen, wurden Päckchen mit Flugzetteln in Umlauf gebracht. Parolen wie “Geiz ist geil! Kauf dein Geschenk” oder “Bescherung hat ihren Preis” machten deutlich, dass im Kapitalismus nichts verschenkt wird. Die Geschenke wurden von den PassantInnen dankend angenommen. Auch wenn viele darüber verwundert waren, dass hier Fremde etwas ohne Gegenleistung zu verteilen hatten. Durch die Aktion sollte eine gezielte Enttäuschung erreicht werden. Sonja Brünzels, Pressesprecherin der [AAH], dazu: “Mit der Aktion haben die Weihnachtsmänner in kreativer Weise auf die Bedeutung des Werts von Waren im Kapitalismus hingewiesen. Diese werden mit dem Ziel Gewinn zu erwirtschaften produziert und stehen somit nicht zur freien Verfügung – sie sind eben nicht kostenlos.” und weiter “In der Weihnachtszeit, steht oft der Gedanke des Schenkens im Vordergrund. Dies steht im krassen Widerspruch zur Logik des Kapitalismus, wo alle Waren, also auch Geschenke, einen Wert haben. Durch die hervorgerufene Enttäuschung über die nahezu leeren Geschenke sollte den PassantInnen dieser Widerspruch vor Augen geführt werden.”

    Berichte

    » Kreativer Strassenprotest
    » indymedia

    Die Aktion

    Am letzten Sonntag vor Weihnachten machten sich fünf Weihnachtsmänner und -frauen mit rund vierhundert Geschenken auf den Weg Richtung hannöversche Innenstadt, um scheinbar unglaubliches zu tun: Dinge einfach verschenken. Entsprechend begeistert wurden die kunstvoll verpackten Päckchen den professionell Verkleideten aus den Händen gerissen; innerhalb weniger Minuten waren die dicken Säcke leer.

    Allerdings: In den Päckchen waren weder Süßigkeiten, noch Produktpröbchen, noch politische Pamphlete: Ein kleiner Schnipsel von „Ihrer Interessengemeinschaft Einkaufserlebnis Innenstadt“ machte klar, dass es hier nichts geschenkt gibt. Sprüche wie „Nichts ist umsonst, Geschenke wollen gekauft werden!“, „Geschenke kosten… ich freu mich drauf!“ oder „Geschenke fallen nicht durch den Schornstein, sie werden gekauft!“ bereiteten der Ungläubigkeit ob des spendablen Weihnachtsmannes schnell ein Ende.

    Im Kapitalismus gibt’s nichts geschenkt – auch nicht zu Weihnachten. Und so sehr man eben noch mit eigenen Augen gesehen hat, dass an wildfremde Leute hunderte von Päckchen verschenkt werden, so sehr holt einen die Realität beim Auspacken wieder ein – so schön könnte es sein, so bitter ist es.

    Bei dieser kleinen Vorweihnachtsaktion haben wir bewusst darauf verzichtet, zum x-ten Mal denen, die es eh nicht hören wollen, und denen, die es eh schon wissen, zu erklären, warum der Kapitalismus überwunden gehört und überwunden werden kann. Bewusstsein verändert sich nicht, wenn man “den Leuten” immer wieder erzählt, wie der Laden “wirklich” läuft. Und so kompliziert und so schrecklich unanschaulich der Kapitalismus in propperen Vorweihnachtsinnenstädten funktioniert, so sehr gehört er auch und gerade da abgeschafft.
    Die Geschenkaktion lehnt sich an die Strategie der “doppelten Enttäuschung” an: Mit dem Schenken ist eine Situation geschaffen, die nicht der kapitalistischen Normalität entspricht. “Man bekommt einfach so etwas geschenkt.” Manche (vor allem ältere) Weihnachtsmarktbesucher_innen lehnten das Geschenk ab, verwirrt bis misstrauisch beäugten sie das Treiben, während bei der Mehrheit schnell das Eis gebrochen war und begeistert zugegriffen wurde – von der Oma über den Rocker, von der versammelten Familie bis zu Schüler_innen und Student_innen freuten sich die meisten, immer etwas unläubig, über das unverhoffte Geschenk. Diese Situation ist die “ent-täuschende”. Tausch ist menschengemacht, ist nicht Natur sondern gesellschaftlich konstruiert. Dann kommt das Moment des Auspackens und die “Enttäuschung” – es gibt nichts geschenkt. In dieser Gesellschaft wird bezahlt, ob Weihnachten oder nicht. Die doppelte Wirkung, das Sichtbarmachen der Menschengemachtheit der Verhältnisse und anschließend die Enttäuschung, dass die Gesellschaft sich von alleine nicht verändert, haben wir hier probiert.

    Angelehnt ist die Aktion an ein Konzept der Lettristischen Internationalen, einer Vorgängerorganisation der Situationistischen Internationalen: “Darin kann sich ein bewusst spielerischer Umgang mit Enttäuschung entwickeln: zum einen Ent-Täuschung als Entdinglichung. Sie entlarvt den Alltag als gemacht, die vermeintliche Naturhaftigkeit des gesellschaftlichen Seins löst sich vorübergehend auf, was defetischisierend wirkt, weil in der konstruierten Situation das eigene Handeln dem Handelnden nicht mehr als fremde Macht gegenübertreten muß, somit durchschaubar wird. Zum anderen stellt die kurze Dauer und die örtliche Begrenztheit des bewußten Erlebens eine Enttäuschung dar (…).” (Die Situationistische Internationale – Eine kurze Einführung)

    Pressemitteilung zur Aktion:

    “Rück’ die Geschenke raus, du rote Sau”

    Weihnachtsmänner und -frauen führten am heutigen Sonntag, den 21.12.08, eine antikapitalistische Aktion in der Innenstadt von Hannover durch. Mit leeren, aber nicht inhaltslosen, Geschenken machten sie klar: “Nichts ist umsonst, Geschenke wollen gekauft werden!”

    Am heutigen Sonntag, den 21.12.08, haben Weihnachtsmänner und -frauen eine antikapitalistische Aktion in der Innenstadt von Hannover durchgeführt: Bunt verpackt und mit Schleifen versehen, wurden Päckchen mit Flugzetteln in Umlauf gebracht. Parolen wie “Geiz ist geil! Kauf dein Geschenk” oder “Bescherung hat ihren Preis” machten deutlich, dass im Kapitalismus nichts verschenkt wird. Die Geschenke wurden von den PassantInnen dankend angenommen. Auch wenn viele darüber verwundert waren, dass hier Fremde etwas ohne Gegenleistung zu verteilen hatten. Durch die Aktion sollte eine gezielte Enttäuschung erreicht werden. Sonja Brünzels, Pressesprecherin der [AAH], dazu: “Mit der Aktion haben die Weihnachtsmänner in kreativer Weise auf die Bedeutung des Werts von Waren im Kapitalismus hingewiesen. Diese werden mit dem Ziel Gewinn zu erwirtschaften produziert und stehen somit nicht zur freien Verfügung – sie sind eben nicht kostenlos.” und weiter “In der Weihnachtszeit, steht oft der Gedanke des Schenkens im Vordergrund. Dies steht im krassen Widerspruch zur Logik des Kapitalismus, wo alle Waren, also auch Geschenke, einen Wert haben. Durch die hervorgerufene Enttäuschung über die nahezu leeren Geschenke sollte den PassantInnen dieser Widerspruch vor Augen geführt werden.”

    Berichte

    » Kreativer Strassenprotest
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    Home » Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!

    Dresden: Naziaufmarsch gestoppt!

    Die antifaschistischen Aktionen am 13. Februar 2010 in Dresden waren ein voller Erfolg! Ca. 15.000 AntifaschistInnen und Antifaschisten verhinderten, dass die Nazis ihren geplanten Aufmarsch umsetzen konnten. Erst kamen viel weniger Nazis, als von ihnen selbst vorher erwartet: etwa 5000 im Gegensatz zu den erhofften 8000.
    Am Nachmittag wurde ihnen dann auch noch der Aufmarsch verboten, weil sich ihnen Antifaschistinnen und Antifaschisten auf unterschiedliche Arten und Weisen entgegenstellten. Sitzblockaden auf den Straßen und brennende Barrikaden blockierten die geplante Naziroute. Gleichzeitig hinderten Blockaden auf dem Schienennetz um Dresden einen Teil der Nazis, rechtzeitig zu deren Auftaktort zu kommen. Anreisende Nazi-Busse wurden außerdem militant angegriffen. Den Nazis wurde auf Grund des offensiven Protests lediglich eine Kundgebung zugestanden. Eine Niederlage für die Nazis – ein Erfolg für den antifaschistischen Widerstand!

    Mehr Infos: Dresden Nazifrei | no pasaran!

    Home » Dresden calling

    Dresden calling

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen den, für den 13. Februar 2010 geplanten, Neonaziaufmarsch in Dresden organisiert. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Diesen Aufruf unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen. Auch die Bündnishomepage wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgeschaltet. Mittlerweile ist die Homepage unter neuer Domain wieder im Netz.
    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

    Antifa-Bus
    Die letzte Möglichkeit Karten für den Bus zu bekommen, ist am 10. Februar bei dem Infoupdate zu Dresden.

    Weitere Busse werden u.a. von Avanti Hannover, ['solid] und Grüne Jugend.
    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden. Neben dem Antifa-Bus werden auch weitere Busse aus Hannover organisiert.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

    Home » Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr
    Together with immigrants and refugees we’ll go shopping to break the buy-with-coupons-practise in Hannover.

    There will be some informations by FemAra (Feminist Antiracists) and the KFS (cooperative refugeesolidarity).

    Es bleibt dabei:

    • Cash instead of coupons for all!
    • Smash the racist speciallaws!

    Every first wednesday of the month | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 6pm

    Home » Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Antirassistischer EinkaufAntiracist Shopping

    Together with immigrants and refugees we’ll go shopping to break the buy-with-coupons-practise in Hannover.

    There will be some informations by FemAra (Feminist Antiracists) and the KFS (cooperative refugeesolidarity).

    Es bleibt dabei:

    • Cash instead of coupons for all!
    • Smash the racist speciallaws!

    Every first wednesday of the month | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 6pm

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr

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    Dresden calling

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.
    Englische Übersetzung?
    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden. Neben dem Antifa-Bus werden auch weitere Busse aus Hannover organisiert.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

    Home » 26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    Foto

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Flugblatt

    Antifaschistische Information
    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner
    Am 15. September 2007 will der Landesverband Niedersachsen der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) seinen zentralen Wahlkampfauftakt im Concress Centrum Hannover abhalten.
    Mit hetzerischen und rassistischen Reden sollen die eigenen Mitglieder auf den Wahlkampf für die Landtagswahl 2008 eingestimmt werden. Neben bekannten NPD Funktionären sollen auch Kader der parteifreien Neonazis, den so genannten „Freien Kameradschaften“, zu diesem Anlass als Redner auftreten.

    Ihr Nachbar wird vermutlich auch dabei sein, denn es gibt einen
    Nazi in ihrer Nachbarschaft!

    Der Elektromeister Alfred Brückner ist Spitzenkandidat der NPD Hannover zur Landtagswahl 2008.
    Brückner ist schon lange in der NPD aktiv und bekleidete verschiedene Ämter.

    Innerhalb der NPD Hannover gilt er als „Arbeitstier“. Die Dienstfahrzeuge seines Elektrobetriebes hat er wiederholt zum Aufhängen von NPD Plakaten zur Verfügung gestellt. Die Wahlplakate lagerten in seinem Haus in der Hackentahlstr. 37 in Langenhagen-Wiesenau.

    Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es auch kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für „Führergeburtstagsfeiern“ genommen wird.

    Des weiteren ließ Brückner immer wieder junge NPDler für sich arbeiten, um die Jugendlichen auf diese Weise fester an die NPD zu binden.

    Die NPD versucht nach außen den Schein einer legalen, bürgerlichen Partei zu vermitteln. Doch gerade ihre jungen AnhängerInnen sind es, die immer wieder durch brutale Gewalttätigkeiten in Erscheinung treten. Im August letzten Jahres schoss ein junger Neonazi aus Langenhagen in der Innenstadt von Hannover einem Jugendlichen mit einer Gaspistole ins Gesicht, sodass dieser ärztlich behandelt werden musste.

    Sie dürfen nicht tatenlos dabei zusehen, wie die NPD ungestört ihre rassistische Hetze verbreitet!
    Werden sie aktiv – auch in ihrer Nachbarschaft!
    Beteiligen sie sich an den Aktivitäten gegen das Nazitreffen am 15. September in Hannover!

    Aktive AntifaschistInnen Hannover

    Pressemitteilung

    Antifa outet Alfred Brückner

    Am heutigen Sonntag wurde der Spitzenkandidat der NPD Hannover für die kommenden Landtagswahlen 2008 geoutet.
    Autonome AntifaschistInnen zogen heute vor das Haus von Alfred Brückner in Langenhagen-Wiesenau. Mit Feuerwerkskörpern und Sprechchören protestierten sie gegen den langjährigen NPD Funktionär.

    Zusätzlich wurden Flugblätter an die Haushalte der angrenzenden Straßen verteilt, in denen die Bevölkerung über die Aktivitäten des NPDlers aufklärt wurde.
    In dem verteilten Flugblatt heisst es: “Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für ,Führergeburtstagsfeiern’ genommen wird.”

    Explizit wurde auch auf den Wahlkampfauftakt der niedersächsischen NPD am 15. September hingewiesen, der im Hannover Congress Centrum stattfinden soll.

    “Mit dem heutigen Outing von Alfred Brückner wollen wir deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben. Der Wahlkampfauftakt der NPD in Hannover ist eine Provokation, die nicht unbeantwortet bleibt. Nicht nur am 15. September werden sich die Faschisten mit unserem Widerstand konfrontiert sehen”, kommentierte Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Aktion.

    Mit antifaschistischen Grüßen!

    Sonja Brünzels
    Pressesprecherin der [AAH]

    Berichte

    Staatskanzlei mahnt NPD ab
    VON VERA KÖNIG

    HANNOVER. Mit dem Niedersachsenross auf ihrer Homepage hat die rechtsextremistische NPD für ihren Wahlkampfauftakt am 15. September in Hannover geworben. Heute bekommt sie deshalb eine Abmahnung von der Staatskanzlei.
    “Verstoß gegen das Wappengesetz”, begründet Regierungssprecher Olaf Glaeseker, warum er die Juristen eingeschaltet hat. “Das Landeswappen und das Wappentier dürfen nur die Dienststellen des Landes führen. Untersagt ist auch die Verwendung eines dem Landeswappen oder dem Wappentier zum Verwechseln ähnlichen Wappens oder Zeichens.”
    Die Werbung für die bislang größte Zusammenkunft der Rechtsextremisten in den alten Bundesländern muss überarbeitet werden. Außer dem Ross zeigt die NPD Fotos der Redner – darunter Neonazi-Führer Christian Worch. Auch Sachsens NPD-Fraktionschef Holger Apfel, der jüngst im Landtag Ausländer als “arrogante Wohlstandsneger” beschimpft hatte, wird sprechen.
    Wie die NP berichtete, wollen Stadt und DGB den Rechtsextremisten mit Kundgebung, Demo und einem “Fest für Demokratie” Einhalt gebieten. Ein breites Bündnis unterstützt das ? angefangen von antifaschistischen Gruppen über die CDU bis hin zu Landesbischöfin Margot Käßmann.
    Schon im Vorfeld sorgt der Aufmarsch der NPD für Ärger. Gestern Morgen wollten mehrere Vermummte den Spitzenkandidaten der NPD für Hannover “outen”. Mit Feuerwerksköpern und Sprechchören belagerten sie sein Haus in Wiesenau (Langenhagen).
    Die Polizei erhielt von Anwohnern mehrere Notrufe und traf am Tatort vier Männer (19, 20 und 25 Jahre) an. Gegenüber der NP bekannte sich später die Antifaschistischen Aktion Hannover zu dem Protest: “Wir wollen deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben.”
    Neue Presse vom 27.08.07

    Protest gegen NPD-Outing

    Mit “Bestürzung” hat Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) von einer “Outing”-Aktion der “Aktiven Antifaschisten Hannover” am vergangenen Wochenende in Langenhagen vor dem Wohnhaus eines NPD-Politikers reagiert.
    Sie hatten vor dem Haus Knaller gezündet und Nachbarn mit Transparenten auf die Aktivitäten des NPDlers aufmerksam gemacht. “Die Nazis werden vor uns keine Ruhe haben”, sagte eine Sprecherin. Die Polizei nahm die Personalien von vier Antifa-Protestlern auf. Wer Gewalt – gleichgültig, ob physischer oder psychischer Art – gegenüber anderen Personen anwende, stelle sich mit jenen auf eine Stufe, die er vorgebe, bekämpfen zu wollen, sagte Gansäuer.
    KSC
    taz vom 28.08.07

    indymedia

    Home » 26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    Foto

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Flugblatt

    Antifaschistische Information
    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner
    Am 15. September 2007 will der Landesverband Niedersachsen der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) seinen zentralen Wahlkampfauftakt im Concress Centrum Hannover abhalten.
    Mit hetzerischen und rassistischen Reden sollen die eigenen Mitglieder auf den Wahlkampf für die Landtagswahl 2008 eingestimmt werden. Neben bekannten NPD Funktionären sollen auch Kader der parteifreien Neonazis, den so genannten „Freien Kameradschaften“, zu diesem Anlass als Redner auftreten.

    Ihr Nachbar wird vermutlich auch dabei sein, denn es gibt einen
    Nazi in ihrer Nachbarschaft!

    Der Elektromeister Alfred Brückner ist Spitzenkandidat der NPD Hannover zur Landtagswahl 2008.
    Brückner ist schon lange in der NPD aktiv und bekleidete verschiedene Ämter.

    Innerhalb der NPD Hannover gilt er als „Arbeitstier“. Die Dienstfahrzeuge seines Elektrobetriebes hat er wiederholt zum Aufhängen von NPD Plakaten zur Verfügung gestellt. Die Wahlplakate lagerten in seinem Haus in der Hackentahlstr. 37 in Langenhagen-Wiesenau.

    Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es auch kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für „Führergeburtstagsfeiern“ genommen wird.

    Des weiteren ließ Brückner immer wieder junge NPDler für sich arbeiten, um die Jugendlichen auf diese Weise fester an die NPD zu binden.

    Die NPD versucht nach außen den Schein einer legalen, bürgerlichen Partei zu vermitteln. Doch gerade ihre jungen AnhängerInnen sind es, die immer wieder durch brutale Gewalttätigkeiten in Erscheinung treten. Im August letzten Jahres schoss ein junger Neonazi aus Langenhagen in der Innenstadt von Hannover einem Jugendlichen mit einer Gaspistole ins Gesicht, sodass dieser ärztlich behandelt werden musste.

    Sie dürfen nicht tatenlos dabei zusehen, wie die NPD ungestört ihre rassistische Hetze verbreitet!
    Werden sie aktiv – auch in ihrer Nachbarschaft!
    Beteiligen sie sich an den Aktivitäten gegen das Nazitreffen am 15. September in Hannover!

    Aktive AntifaschistInnen Hannover

    Pressemitteilung

    Antifa outet Alfred Brückner

    Am heutigen Sonntag wurde der Spitzenkandidat der NPD Hannover für die kommenden Landtagswahlen 2008 geoutet.
    Autonome AntifaschistInnen zogen heute vor das Haus von Alfred Brückner in Langenhagen-Wiesenau. Mit Feuerwerkskörpern und Sprechchören protestierten sie gegen den langjährigen NPD Funktionär.

    Zusätzlich wurden Flugblätter an die Haushalte der angrenzenden Straßen verteilt, in denen die Bevölkerung über die Aktivitäten des NPDlers aufklärt wurde.
    In dem verteilten Flugblatt heisst es: “Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für ,Führergeburtstagsfeiern’ genommen wird.”

    Explizit wurde auch auf den Wahlkampfauftakt der niedersächsischen NPD am 15. September hingewiesen, der im Hannover Congress Centrum stattfinden soll.

    “Mit dem heutigen Outing von Alfred Brückner wollen wir deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben. Der Wahlkampfauftakt der NPD in Hannover ist eine Provokation, die nicht unbeantwortet bleibt. Nicht nur am 15. September werden sich die Faschisten mit unserem Widerstand konfrontiert sehen”, kommentierte Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Aktion.

    Mit antifaschistischen Grüßen!

    Sonja Brünzels
    Pressesprecherin der [AAH]

    Berichte

    Staatskanzlei mahnt NPD ab
    VON VERA KÖNIG

    HANNOVER. Mit dem Niedersachsenross auf ihrer Homepage hat die rechtsextremistische NPD für ihren Wahlkampfauftakt am 15. September in Hannover geworben. Heute bekommt sie deshalb eine Abmahnung von der Staatskanzlei.
    “Verstoß gegen das Wappengesetz”, begründet Regierungssprecher Olaf Glaeseker, warum er die Juristen eingeschaltet hat. “Das Landeswappen und das Wappentier dürfen nur die Dienststellen des Landes führen. Untersagt ist auch die Verwendung eines dem Landeswappen oder dem Wappentier zum Verwechseln ähnlichen Wappens oder Zeichens.”
    Die Werbung für die bislang größte Zusammenkunft der Rechtsextremisten in den alten Bundesländern muss überarbeitet werden. Außer dem Ross zeigt die NPD Fotos der Redner – darunter Neonazi-Führer Christian Worch. Auch Sachsens NPD-Fraktionschef Holger Apfel, der jüngst im Landtag Ausländer als “arrogante Wohlstandsneger” beschimpft hatte, wird sprechen.
    Wie die NP berichtete, wollen Stadt und DGB den Rechtsextremisten mit Kundgebung, Demo und einem “Fest für Demokratie” Einhalt gebieten. Ein breites Bündnis unterstützt das ? angefangen von antifaschistischen Gruppen über die CDU bis hin zu Landesbischöfin Margot Käßmann.
    Schon im Vorfeld sorgt der Aufmarsch der NPD für Ärger. Gestern Morgen wollten mehrere Vermummte den Spitzenkandidaten der NPD für Hannover “outen”. Mit Feuerwerksköpern und Sprechchören belagerten sie sein Haus in Wiesenau (Langenhagen).
    Die Polizei erhielt von Anwohnern mehrere Notrufe und traf am Tatort vier Männer (19, 20 und 25 Jahre) an. Gegenüber der NP bekannte sich später die Antifaschistischen Aktion Hannover zu dem Protest: “Wir wollen deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben.”
    Neue Presse vom 27.08.07

    Protest gegen NPD-Outing

    Mit “Bestürzung” hat Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) von einer “Outing”-Aktion der “Aktiven Antifaschisten Hannover” am vergangenen Wochenende in Langenhagen vor dem Wohnhaus eines NPD-Politikers reagiert.
    Sie hatten vor dem Haus Knaller gezündet und Nachbarn mit Transparenten auf die Aktivitäten des NPDlers aufmerksam gemacht. “Die Nazis werden vor uns keine Ruhe haben”, sagte eine Sprecherin. Die Polizei nahm die Personalien von vier Antifa-Protestlern auf. Wer Gewalt – gleichgültig, ob physischer oder psychischer Art – gegenüber anderen Personen anwende, stelle sich mit jenen auf eine Stufe, die er vorgebe, bekämpfen zu wollen, sagte Gansäuer.
    KSC
    taz vom 28.08.07

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    26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    Foto

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Flugblatt

    Antifaschistische Information
    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner
    Am 15. September 2007 will der Landesverband Niedersachsen der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) seinen zentralen Wahlkampfauftakt im Concress Centrum Hannover abhalten.
    Mit hetzerischen und rassistischen Reden sollen die eigenen Mitglieder auf den Wahlkampf für die Landtagswahl 2008 eingestimmt werden. Neben bekannten NPD Funktionären sollen auch Kader der parteifreien Neonazis, den so genannten „Freien Kameradschaften“, zu diesem Anlass als Redner auftreten.

    Ihr Nachbar wird vermutlich auch dabei sein, denn es gibt einen
    Nazi in ihrer Nachbarschaft!

    Der Elektromeister Alfred Brückner ist Spitzenkandidat der NPD Hannover zur Landtagswahl 2008.
    Brückner ist schon lange in der NPD aktiv und bekleidete verschiedene Ämter.

    Innerhalb der NPD Hannover gilt er als „Arbeitstier“. Die Dienstfahrzeuge seines Elektrobetriebes hat er wiederholt zum Aufhängen von NPD Plakaten zur Verfügung gestellt. Die Wahlplakate lagerten in seinem Haus in der Hackentahlstr. 37 in Langenhagen-Wiesenau.

    Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es auch kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für „Führergeburtstagsfeiern“ genommen wird.

    Des weiteren ließ Brückner immer wieder junge NPDler für sich arbeiten, um die Jugendlichen auf diese Weise fester an die NPD zu binden.

    Die NPD versucht nach außen den Schein einer legalen, bürgerlichen Partei zu vermitteln. Doch gerade ihre jungen AnhängerInnen sind es, die immer wieder durch brutale Gewalttätigkeiten in Erscheinung treten. Im August letzten Jahres schoss ein junger Neonazi aus Langenhagen in der Innenstadt von Hannover einem Jugendlichen mit einer Gaspistole ins Gesicht, sodass dieser ärztlich behandelt werden musste.

    Sie dürfen nicht tatenlos dabei zusehen, wie die NPD ungestört ihre rassistische Hetze verbreitet!
    Werden sie aktiv – auch in ihrer Nachbarschaft!
    Beteiligen sie sich an den Aktivitäten gegen das Nazitreffen am 15. September in Hannover!

    Aktive AntifaschistInnen Hannover

    Pressemitteilung

    Antifa outet Alfred Brückner

    Am heutigen Sonntag wurde der Spitzenkandidat der NPD Hannover für die kommenden Landtagswahlen 2008 geoutet.
    Autonome AntifaschistInnen zogen heute vor das Haus von Alfred Brückner in Langenhagen-Wiesenau. Mit Feuerwerkskörpern und Sprechchören protestierten sie gegen den langjährigen NPD Funktionär.

    Zusätzlich wurden Flugblätter an die Haushalte der angrenzenden Straßen verteilt, in denen die Bevölkerung über die Aktivitäten des NPDlers aufklärt wurde.
    In dem verteilten Flugblatt heisst es: “Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für ,Führergeburtstagsfeiern’ genommen wird.”

    Explizit wurde auch auf den Wahlkampfauftakt der niedersächsischen NPD am 15. September hingewiesen, der im Hannover Congress Centrum stattfinden soll.

    “Mit dem heutigen Outing von Alfred Brückner wollen wir deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben. Der Wahlkampfauftakt der NPD in Hannover ist eine Provokation, die nicht unbeantwortet bleibt. Nicht nur am 15. September werden sich die Faschisten mit unserem Widerstand konfrontiert sehen”, kommentierte Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Aktion.

    Mit antifaschistischen Grüßen!

    Sonja Brünzels
    Pressesprecherin der [AAH]

    Berichte

    Staatskanzlei mahnt NPD ab
    VON VERA KÖNIG

    HANNOVER. Mit dem Niedersachsenross auf ihrer Homepage hat die rechtsextremistische NPD für ihren Wahlkampfauftakt am 15. September in Hannover geworben. Heute bekommt sie deshalb eine Abmahnung von der Staatskanzlei.
    “Verstoß gegen das Wappengesetz”, begründet Regierungssprecher Olaf Glaeseker, warum er die Juristen eingeschaltet hat. “Das Landeswappen und das Wappentier dürfen nur die Dienststellen des Landes führen. Untersagt ist auch die Verwendung eines dem Landeswappen oder dem Wappentier zum Verwechseln ähnlichen Wappens oder Zeichens.”
    Die Werbung für die bislang größte Zusammenkunft der Rechtsextremisten in den alten Bundesländern muss überarbeitet werden. Außer dem Ross zeigt die NPD Fotos der Redner – darunter Neonazi-Führer Christian Worch. Auch Sachsens NPD-Fraktionschef Holger Apfel, der jüngst im Landtag Ausländer als “arrogante Wohlstandsneger” beschimpft hatte, wird sprechen.
    Wie die NP berichtete, wollen Stadt und DGB den Rechtsextremisten mit Kundgebung, Demo und einem “Fest für Demokratie” Einhalt gebieten. Ein breites Bündnis unterstützt das ? angefangen von antifaschistischen Gruppen über die CDU bis hin zu Landesbischöfin Margot Käßmann.
    Schon im Vorfeld sorgt der Aufmarsch der NPD für Ärger. Gestern Morgen wollten mehrere Vermummte den Spitzenkandidaten der NPD für Hannover “outen”. Mit Feuerwerksköpern und Sprechchören belagerten sie sein Haus in Wiesenau (Langenhagen).
    Die Polizei erhielt von Anwohnern mehrere Notrufe und traf am Tatort vier Männer (19, 20 und 25 Jahre) an. Gegenüber der NP bekannte sich später die Antifaschistischen Aktion Hannover zu dem Protest: “Wir wollen deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben.”
    Neue Presse vom 27.08.07

    Protest gegen NPD-Outing

    Mit “Bestürzung” hat Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) von einer “Outing”-Aktion der “Aktiven Antifaschisten Hannover” am vergangenen Wochenende in Langenhagen vor dem Wohnhaus eines NPD-Politikers reagiert.
    Sie hatten vor dem Haus Knaller gezündet und Nachbarn mit Transparenten auf die Aktivitäten des NPDlers aufmerksam gemacht. “Die Nazis werden vor uns keine Ruhe haben”, sagte eine Sprecherin. Die Polizei nahm die Personalien von vier Antifa-Protestlern auf. Wer Gewalt – gleichgültig, ob physischer oder psychischer Art – gegenüber anderen Personen anwende, stelle sich mit jenen auf eine Stufe, die er vorgebe, bekämpfen zu wollen, sagte Gansäuer.
    KSC
    taz vom 28.08.07

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    Home » 27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel

    27.01.10 | Auschwitzgedenktag in Großburgwedel


    Mobilisierungsflugblatt

    27. Januar: Auschwitz Gedenktag
    Gedenken heisst kämpfen!

    Es war der 27. Januar 1945 an dem die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreite.
    Als die Alliierten dort ankamen, fanden sie nur noch 7600 Überlebende vor. Mehr als eine Million Menschen wurden hier vorher von den Deutschen ermordet.
    Seitdem sind nun genau 65 Jahre vergangen und es kann keine Rede davon sein, dass die Welt von nationalsozialis-tischem Gedankengut befreit ist. Immer noch finden gewalttätige Übergriffe auf Personen statt, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Immer noch müssen Menschen sterben, weil diese Gesellschaft Tag für Tag Nazis hervorbringt.
    Wir gedenken am 27. Januar allen Opfern deutscher Konzentrationslager. Der Gedenktag zur Befreiung von Auschwitz bietet dafür einen angemessenen Rahmen, da Auschwitz als Synonym für die Verbrechen des deutschen Faschismus steht. Wir, als AntifaschistInnen, verstehen es als unsere Pflicht die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis aufrecht zu erhalten, um so den Opfern würdig zu gedenken.
    Leider kann ein Gedenktag als Mahnmal der Geschichte – dass sie sich nicht wiederhole – nicht ausreichen, um die Wurzeln des Faschismus endgültig zu kappen. Diese Gesellschaft, angetrieben vom Gegeneinander der Konkurrenz und unterteilt durch das Freund-Feind-Konstrukt von Volk und Nationen, schließt eine Wiederholung der Geschichte eben nicht aus. Aufarbeitung der Vergangenheit würde bedeuten, eben jene Umstände, welche Auschwitz ermöglichten, grundlegend abzuschaffen. Dies ist bis heute in der Welt nicht geschehen, weshalb wir uns für die befreite Gesellschaft, jenseits von Kapital und Nation einsetzen. Deshalb wollen wir in diesem Sinne von Gedenken einen Kranz in Großburgwedel niederlegen.
    Auf dem ursprünglich zweiteiligen Denkmal für die „Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft von 1933-1945“ waren auf dem größeren Teil Wehrmachtsoldaten und sogar SS-Angehörige sowie ein SD-Mann der Stadt erwähnt. Zur Zeit steht dort nur noch der kleinere Teil, der den wahren Opfern des NS gewidmet ist. 28 Säuglinge die an den Folgen von Unterernährung und Vernachlässigung in einem „Fremdvölkischen Pflegeheim“ im Stadtteil Großburgwedel dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen sind auf diesem namentlich erwähnt.
    Bereits vor der Einweihung des Denkmals am Volkstrauertag war dieses aufgrund der erwähnten SS- und SD-Angehörigen umstritten. Eine SchülerInnen-AG des örtlichen Gymnasiums hatte zuvor mehrere Beispiele für die Verbrechen des Naziregimes vor Ort recherchiert. Doch wurde durch eine Mehrheit von CDU und FDP im Stadtrat die weitere Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt im NS sowie die Errichtung eines Denkmals für die tatsächlichen Opfer verhindert. Das Denkmal wurde wie geplant eingeweiht, lediglich die Namen der SS- und SD-Angehörigen wurden notdürftig überklebt. Durch ein solches Verhalten wird klar, wer den BurgwedelerInnen die passenderen „Opfer“ sind. Der deutsche Opfermythos vollzieht sich hier in reinster Form, statt den wahren Opfern des deutschen Faschismus zu gedenken werden die „Opfer“ in den eigenen Reihen gesucht. Dies ist ein unzumutbarer Zustand, den es gilt anzuklagen!
    Die SchülerInnen der AG stießen bei ihren Recherchen unter anderem auf die Namen von vier Sintis, die zeitweise in Großburgwedel untergebracht waren und später auf den Todeslisten von Auschwitz auftauchten. Auch Anna Adler, eine Sintizza aus Großburgwedel, wird hier genannt. Über 60 Menschen mit Behinderungen wurden eingesperrt. Mindestens einer von ihnen wurde Opfer der Euthanasie. Der jüdische Arzt Dr. Albert David beging Selbstmord statt sich von der Gestapo abführen zu lassen. Die Namen von Mitgliedern einer jüdischen Familie aus Großburgwedel, die seit 1795 im Ort lebte, tauchen auf den Todeslisten von Theresienstadt und Auschwitz auf. Diese sind jedoch alle nicht auf dem Denkmal erwähnt.
    » Diesen und allen weiteren Opfern der Deutschen in Auschwitz und anderswo wollen wir am 27.01.2010 um 17:15 Uhr gemeinsam am kleineren Teil des Denkmals auf dem Großburgwedeler Friedhof gedenken. Zur gemeinsamen Anfahrt treffen wir uns um 16:20 Uhr in Hannover vor dem Hauptbahnhof.

    Fotos

    Kranz der AAH: Im Gedenken an die wahren Opfer - Gedenken heißt Kämpfen!

    Kundgebung auf dem Freidhof

    Redebeiträge werden verlesen

    Kranz wird niedergelegt.

    Blumen am Denkmal.

    Redebeitrag

    Es ist schön, dass sich heute am 27. Januar doch ein paar Menschen zusammengefunden haben, um zusammen den Opfern von deutschen Konzentrationslagern zu gedenken. Wie am neunten November, dem Gedenktag an die Novemberpogrome, geht an solchen Tagen immer die gleiche kleine Menschenmenge auf die Straße. Die Tendenz nimmt stetig ab.
    Wir sind heute jedoch nicht allein hier, um im Schatten eines Denkmals für deutsche Soldaten den 14 jüdischen Säuglingen zu gedenken, die dem deutschen Faschismus zum Opfer fielen. Vielmehr wollen wir für ein Gedenken plädieren dem Taten folgen sollen.

    Hielten es so manche Intellektuelle, die aus Deutschland flüchten konnten und später aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten, für unmöglich, dass es weiterhin Antisemiten gäbe, mussten sie dies sehr schnell verneinen. Wie der jüdische Intellektuelle Theodor Wiesengrund Adorno sorgen auch wir uns heute um das Fortbestehen von faschistischen Tendenzen in der Demokratie. Dies liegt nicht einzig allein daran, dass ehemalige Täter mehrheitlich in den Dienst von Militär, Justiz und Politik des jungen Deutschlands übernommen wurden oder überzeugte Nationalsozialisten weiter existierten und existieren. Vielmehr muss erkannt werden, dass jene gesellschaftlichen Verhältnisse, welche die massenhafte Vernichtung von Unschuldigen erst ermöglichten, weiter bestehen. Seit dem deutschen Faschismus hat sich in der BRD einiges getan: So brannte im März 1993 das erste mal wieder in Lübeck, Schleswig-Holstein eine Synagoge. So wurde das Recht auf Asyl, eine Lehre aus Nazi-Deutschland, im Mai 1993 vom Parlament mit zweidrittel Mehrheit abgeschafft. So führte Deutschland 2001 unter rot-grün das erste mal wieder Krieg in Afghanistan und tut dies weiterhin. Antisemitische und rassistische Hetze auf der Straße lässt sich weithin als deutsche Realität beschreiben. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem Aussehen Opfer von Gewalt. Dieser Hetze stehen manche Forderungen in den Parlamenten mit nichten nach.
    Wer sich dies anschaut, kann sagen, dass Deutschland sich von seiner Praxis wenig von anderen Ländern unterscheidet. Deutschland eine ganz normale Demokratie, eine ganz normale Nation, ein ganz normaler Staat. Deutschland führt Krieg, Deutschland schiebt ab.

    Wir sehen den Schwur von Buchenwald (der da heißt): „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ als nicht verwirklicht an. Vielmehr gibt sich die so genannte „geläuterte Nation“ als ein verantwortungsbewusster Akteur der Weltgesellschaft, der sich selbst die Schuld eingesteht und doch im gleichen Moment verlauten lässt, dass der Nationalsozialismus das schlimmste sei, was Deutschland in seiner Geschichte je widerfahren sei. So besagte Gerhard Schröder 2004: der „Sieg der Alliierten war kein Sieg über Deutschland, sondern ein Sieg für Deutschland.“ Durch jene Entkontextulisierung, die den achten Mai 45 für sich als Befreiung anstatt als das was es für die deutsche Bevölkerung war: eine Niederlage, interpretiert, wird ein positiver Bezug auf die deutsche Nation unbeschwerter als je zuvor: Man feiert sich als Weltmeister der Aufarbeitung.
    Genau an diesem Punkt der Geschichte ist ein problemloses Gedenken der eigenen Opfer möglich und wird in ganz Deutschland wie auch hier in Burgwedel praktiziert. Dass um persönliche Angehörige getrauert werden soll, soll an diesem Punkt nicht bestritten werden. Vielmehr soll dieses kollektive Betrauern der eigenen Opfer, die nationale Inszenierung der Gedenkfeier hier heute skandalisiert werden, die schon längst zum deutschen Alltag gehört. Eine standfeste Nation, welche in schlechten Zeiten einfach näher zusammenrückt und einen Staat beansprucht, welcher in der Weltpolitik mitmischt, benötigt eine möglichst einheitliche Kultur. Eben jene einheitliche Gedenkkultur wird hier und anderswo gepflegt: Der Nationalsozialismus als Bezugspunkt der Nation. Mittels des Vergleichs und der Aussage, dass auch Deutsche im Krieg ihr Leben ließen und viele unwissentlich den Nazis nachliefen, werden deutsche Nazis zu ebenbürtigen Opfern erklärt. Noch mehr: Sie, die überlebenden Deutschen, hätten nun die erschwerende Schuld zu tragen, was sie zu zeitlosen Opfern macht.

    Es muss sich eingestanden werden, dass sich die Forderung aus jenem Schwur von Buchenwald(die da heißt):„Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“ nicht verwirklicht hat und auch momentan nicht in Aussicht steht. Somit steht einer Wiederholung der Geschichte alles zur Verfügung, was es benötigte: Eine Welt, eingeteilt in Nationen und Staaten, die die Ausbeutung von Menschen und ihre gegenseitige Feindschaft mittels der Konkurrenz schürt, und einem Antisemitismus, der sich tagtäglich beobachten lässt.
    Die so genannte „Aufarbeitung der Vergangenheit“ und die „Zerstörung des Nazismus in seinen Wurzeln“, hieße eben diese Verhältnisse abzuschaffen, sie einzureißen.
    In diesem Sinne gedenken wir heute den Opfern der deutschen Verbrechen und enden mit den Worten: Nie wieder Deutschland – Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

    Presse

    Auschwitzgedenktag: AntifaschistInnen planen Gedenken an Naziopfer
    Trauerveranstaltung auf dem Friedhof in Großburgwedel in der Region Hannover

    Am Mittwoch, den 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, der Auschwitzgedenktag. AntifaschistInnen rufen zu einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Großburgwedel (Region Hannover) auf. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover: “Am Auschwitzgedenktag wollen wir denen Gedenken, die Opfer des deutschen Faschismus waren.”

    Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Hannover und die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rufen für Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 17.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof in Großburgwedel. Auf dem Friedhof steht das Denkmal für 28 Säuglinge, Kindern polnischer Zwangsarbeiterinnen. Diese wurden in einem “Fremdvölkischen Kinderpflegeheim” in Großburgwedel ermordet. Hier sollen Kränze niedergelegt werden.
    “Wir gedenken den Opfern des deutschen Faschismus und nicht den Soldaten von Wehrmacht und SS.” kommentiert Sonja Brünzels das Vorhaben.

    Am sog. Volkstrauertag wurde auf dem Friedhof den getöteten Soldaten der Stadt gedacht. Als bekannt wurde, dass unter den Geehrten die Namen von SS-Angehörigen waren, wurden diese notdürftig abgeklebt. Die Gedenkveranstaltung wurde dennoch durchgeführt. “Die deutschen Opfer sind uns näher, die anderen dürfen nicht vergessen werden.” hatten evangelischer Pastor und katholischer Pfarrer gemeinsam erklärt.
    “Allein das Vorhaben NS-Opfer wie KZ-Häftlinge, ZwangsarbeiterInnen und politische Gefangene gemeinsam mit Wehrmachtsoldaten und SS-Leuten ehren zu wollen, ist ein Skandal.” so die AAH-Sprecherin und abschließend “Unser Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist verbunden mit dem Gedenken an diejenigen, die heute von Nazis verfolgt, angegriffen und getötet werden. Für uns heisst Gedenken auch kämpfen – kämpfen gegen den alltäglichen Rassismus, gegen einen rechten Konsens in der Gesellschaft und gegen die Aktionen und Aufmärsche von Neonazis.”

    Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17.15 Uhr auf dem Friedhof in Großburgwedel (Thönser Straße, 30938 Burgwedel).

    Eigene Pressemitteilung vom 22. Januar 2010

    Home » Infoupdate Dresden

    Infoupdate Dresden

    Der aktuelle Stand zu den geplanten Aktionen in Dresden. Die letzte Möglichkeit noch Bustickets zu kaufen oder tauschen. Pflichttermin für alle, die mit Bussen aus Hannover nach Dresden fahren

    Eine Veranstaltung in Kooperation mit Avanti Hannover.

    Mi. 10. Februar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Home » Antirassistischer Einkauf

    Antirassistischer Einkauf

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr

    Home » Solidemo gegen Razzien bei Antifas

    Solidemo gegen Razzien bei Antifas

    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

    Demo in Hannover
    So. 24. Januar 2010 | Lindener Marktplatz | 13 Uhr

    Home » Solidemo gegen Razzien bei Antifas

    Solidemo gegen Razzien bei Antifas

    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

    Demo in Hannover
    So. 24. Januar 2010 | Lindener Marktplatz | 13 Uhr

    Home » Dresden calling

    Dresden calling

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden. Neben dem Antifa-Bus werden auch weitere Busse aus Hannover organisiert.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

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    Dresden calling

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.


    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden. Neben dem Antifa-Bus werden auch weitere Busse aus Hannover organisiert.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.


    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden. Neben dem Antifa-Bus werden auch weitere Busse aus Hannover organisiert. Diese werden zusammen mit Bussen aus dem ganzen Nord-Westen fahren.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

    Home » 06.10.03 | Besetzung des AStAs

    06.10.03 | Besetzung des AStAs

    Erklärung zur Besetzung:

    DEN RECHTEN VORMARSCH STOPPEN! SOLIDARITÄT MIT DER ANTIFA AG DER UNI HANNOVER

    Heute am 06. Oktober 03 um 16.00 Uhr haben wir die Räumlichkeiten des Asta der Universität Hannover besetzt. Dieser symbolische Akt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover geschieht, um die Öffentlichkeit auf skandalöse Vorgänge aufmerksam zu machen, die sich an eben dieser Universität Hannover abspielen.

    Wir rufen alle Studierenden dazu auf, ihre von ihren Vorgängern und Vorgängerinnen erkämpften Errungenschaften
    -studentischer Mitbestimmung,
    -rätedemokratischer Strukturen
    -und die Selbstverwaltungsorgane der Studierenden
    zu nutzen, zu erhalten und auch auszubauen.

    Dazu gehört die Diskussion über gesellschaftliche Prozesse!
    Dazu gehört jeglichen rechten und reaktionären Vorgehensweisen entschieden entgegen zu treten!
    Dazu gehört Eigeninitiative – im Alltag und im individuellen politischen Engagement, dort wo man oder frau sich gerade bewegt!

    Am 9. Juli 2003 beschloß die Vollversammlung der Fachschaftsräte der Antifa AG der Uni Hannover aufgrund angeblicher antisemitischer Tendenzen die politische und finanzielle Unterstützung seitens des AStA (Allgemeiner Studentenausschuss) zu entziehen.
    Gegen diese Form von politischer Repression protestieren wir energisch! Unsere Besetzung ist ein erster Schritt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover.

    Weder ist die Antifa AG der Uni eine antisemitische Gruppe noch sind wir in allen Fragen einer Meinung. Würden wir denken, die Aktivisten der Antifa AG wären Antisemiten, würden wir sie bekämpfen und nicht in Fragen der Repression mit ihnen solidarisch sein.

    Die Antifa AG leistet seit mehr als zehn Jahren antifaschistische Arbeit an der Universität Hannover und darüber hinaus, die sich mit Neofaschismus, Rechtspopulismus und vor allem deren Ursachen auseinandersetzt und deren Bekämpfung betreibt. Der Antrag, ihr die politische und finanzielle Unterstützung zu entziehen, wurde von bzw. aus der Fachschaft Sozialwissenschaften eingebracht. Ähnlich lautende Anträge fanden am 3.12.2002, am 4.2.2003 und am 22.4.2003 nicht die Mehrheit der Vollversammlung der Fachschaftsräte. Ohne jegliche Konsequenzen zu haben verstrich ebenfalls ein Ultimatum, dass der AStA am 30.4.2003 der Antifa AG der Uni Hannover stellte. – Einerseits hatte der AStA keinen Auftrag der Vollversammlung der Fachschaftsräte, andererseits erhielt die Antifa AG in verschiedenen Schreiben die Unterstützung von antifaschistischen Gruppen weit über das studentische Spektrum hinaus.

    Hintergrund der Vorgänge, die uns zu unser Besetzung des Asta geführt hat, ist eine Kampagne, in der der Antifa AG antisemitische Tendenzen unterstellt werden. Letztendlich soll durch diese Kampagne aber jeglicher linker Politik an der Universität Hannover ihre Existenzberechtigung abgesprochen werden. Initiatoren dieser Kampagne sind Studierende aus den Fachschaften Sozialwissenschaften, Geschichte und Religion, die politisch als so genannte „Anti-Deutsche“ eingeordnet werden müssen.

    Diese politische Tendenz hat ihre Geschichte in der deutschen radikalen Linken der neunziger Jahre. Nach dem Ende der DDR sollte einem “Viertem”, einem neuen “großdeutschen Reich” entgegen getreten werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verdrängung des Antisemitismus in Deutschland gelegt. Inzwischen aber haben sich diese so genannten „Anti-Deutschen“, namentlich die Zeitschrift “bahamas”, zu Fürsprechern imperialistischer Kriege, wie zum Beispiel gegen den Irak, entwickelt. In diesem Zusammenhang verschärfen die “bahamas-Anhänger” ihre Angriffe auf die Linke und auf Bewegungen, die nach wie vor davon ausgehen, dass der Kapitalismus und seine globalen Auswüchse nicht das Ende der Geschichte sind.
    Die Antifa AG der Uni Hannover wertet die Aufgaben ihrer Politik gänzlich anders. Sie hat schon vor langem ihre Konsequenzen aus der Kurzsichtigkeit einer allein gegen (Neo-)Nationalsozialismus ausgerichteten antifaschistischen Politik gezogen. Politisch widmet sie sich heute in erster Linie der so genannten Sozialen Frage und verknüpft sie mit dem Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus. Besonders in Zeiten von Streichungen und Kürzungen, auch im Hochschulbereich, ist es mehr als skandalös, einer Gruppe wie der Antifa AG die Unterstützung zu entziehen. Gerade sie ist durch ihre Bündnispraxis an der Sozialen Frage in der Lage, Brücken zu anderen Betroffenen der aktuellen Einsparpolitik in allen gesellschaftlichen Bereichen zu schlagen. Darüber hinaus ist die Antifa AG seit ihrer Gründung immer wieder aktiver Teil von Aktionsbündnissen gegen Naziaufmärsche, für internationale Solidarität und gegen die deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen gewesen.

    Im Zusammenhang mit ihrer linken, internationalistischen Praxis entstand im Juni 2002 ein Text der Antifa AG unter der provokativen Überschrift >>”Solidarität mit Israel” bedeutet das Ende linker Politik<<. In seiner ersten Veröffentlichung, in einem Vorabdruck der Ausgabe Nr.9 der AStA-Zeitung "fragezeichen", war dieser Text mit einer Karikatur des algerischen Zeichners Khalil Bendib versehen, die durchaus als antisemitisch interpretierbar ist. Die Internetseite der Antifa AG ist nach wie vor mit einem Link zu den Karikaturen von Khalil Bendib verknüpft.

    In weiteren Veröffentlichungen dieses Textes tauchte die Zeichnung nicht mehr auf. Nicht weil die Antifa AG besagte Karikatur für antisemitisch hält, sondern den Abdruck im Nachhinein betrachtet als Fehler wertet. Zu diesem vermeintlich ursprünglichen "Stein des Anstoßes" erklärte die Antifa AG, dass die verwendete Karikatur missverstanden werden könnte. Daher lenke sie von einer dringend notwendigen Debatte um inhaltliche Fragen, wie über die Politik des Staates Israel und der Wertung der Regierung Sharon, ab.

    Vordergründig geht es in dieser Auseinandersetzung um Antisemitismus oder auch um eine Positionierung zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Der Hintergrund ist aber ein Kampf um die politische Meinungsführerschaft in den studentischen Gremien und darüber hinaus. Diesen Kampf haben so genannte Anti-Deutsche im Verbund mit den Hochschulgruppen der Jusos und der PDS vorerst für sich entschieden. Burschenschafter und andere rechte Kräfte an der Universität reiben sich derweil die Hände. Unterstützt wurden diese Vorgänge durch eine politisch desinteressierte, gelangweilte und ob dieser Auseinandersetzungen genervte Studentenschaft, die offensichtlich andere Probleme hat.

    Wir erklären uns solidarisch mit einer von politischer Repression betroffenen Gruppe, mit der wir immer wieder in verschiedensten Aktionsbündnissen zusammen gearbeitet haben - und auch weiterhin zusammen arbeiten werden. Wir wählen das Mittel der Besetzung, weil es sowohl Provokation ist, als auch die Aussicht auf eine größtmögliche öffentliche Wahrnehmung bietet. Denn diese Vorgänge sind außerhalb des Universitätsgeländes kaum wahrgenommen worden. Wir wollen aufzeigen, dass mit bloßen Unterstellungen, fadenscheinigen Argumenten und mit den Möglichkeiten, die die Geschäftsordnung der Fachschaftsräte-Vollversammlung bietet, eine politisch unliebsame Gruppe in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden soll. Das nehmen wir nicht widerstandslos hin!

    Der AStA der Universität Hannover wird im Moment von den Jusos, mit Unterstützung der PDS, dominiert. Wir behaupten, dass Teile der Juso- und PDS-Hochschulgruppen überhaupt nicht an der vordergründigen so genannten Antisemitismus-Debatte interessiert waren. Ihr Interesse war es, die finanzielle und materielle Unterstützung der regierungskritischen Antifa AG der Uni durch den AStA zu beenden. Dabei kam ihnen die Argumentation der so genannten Anti-Deutschen gerade recht.

    Damit wurde einem reaktionären Trend an der Universität Hannover Tür und Tor geöffnet. Die Antifa AG hat es als erste getroffen. Jede grundsätzlich gesellschaftskritische Gruppe an der Universität Hannover, die sich links der regierungstreuen Juso-Hochschulgruppe engagiert, scheint von nun an von repressiven Maßnahmen bedroht.

    Wir sehen „schwarz“ für politisch bewusste Studierende, die die materiellen und finanziellen Möglichkeiten nutzen wollen, die sich über die Arbeit an der Universität ergeben können. Wir befürchten, dass die basisdemokratischen Strukturen, die sich Studierende einmal erkämpft haben, zugunsten eines ständischen Dienstleistungsunternehmens namens AStA zurück gedrängt werden sollen. Das Ausschalten jeglicher linker Opposition gehört zu solch einem Prozess. Genau wie politisches Desinteresse, Teilnahmslosigkeit, Geschichtslosigkeit und Ellenbogenmentalität unter Studierenden.

    DEN RECHTEN VORMARSCH STOPPEN!

    Hannover, Oktober 2003

    Rote Aktion Kornstraße (RAK)
    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
    Antifa 3000, Hannover

    Berichte

    indymedia

    Home » 06.10.03 | Besetzung des AStAs

    06.10.03 | Besetzung des AStAs

    Erklärung zur Besetzung:

    DEN RECHTEN VORMARSCH STOPPEN! SOLIDARITÄT MIT DER ANTIFA AG DER UNI HANNOVER

    Heute am 06. Oktober 03 um 16.00 Uhr haben wir die Räumlichkeiten des Asta der Universität Hannover besetzt. Dieser symbolische Akt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover geschieht, um die Öffentlichkeit auf skandalöse Vorgänge aufmerksam zu machen, die sich an eben dieser Universität Hannover abspielen.

    Wir rufen alle Studierenden dazu auf, ihre von ihren Vorgängern und Vorgängerinnen erkämpften Errungenschaften
    -studentischer Mitbestimmung,
    -rätedemokratischer Strukturen
    -und die Selbstverwaltungsorgane der Studierenden
    zu nutzen, zu erhalten und auch auszubauen.

    Dazu gehört die Diskussion über gesellschaftliche Prozesse!
    Dazu gehört jeglichen rechten und reaktionären Vorgehensweisen entschieden entgegen zu treten!
    Dazu gehört Eigeninitiative – im Alltag und im individuellen politischen Engagement, dort wo man oder frau sich gerade bewegt!

    Am 9. Juli 2003 beschloß die Vollversammlung der Fachschaftsräte der Antifa AG der Uni Hannover aufgrund angeblicher antisemitischer Tendenzen die politische und finanzielle Unterstützung seitens des AStA (Allgemeiner Studentenausschuss) zu entziehen.
    Gegen diese Form von politischer Repression protestieren wir energisch! Unsere Besetzung ist ein erster Schritt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover.

    Weder ist die Antifa AG der Uni eine antisemitische Gruppe noch sind wir in allen Fragen einer Meinung. Würden wir denken, die Aktivisten der Antifa AG wären Antisemiten, würden wir sie bekämpfen und nicht in Fragen der Repression mit ihnen solidarisch sein.

    Die Antifa AG leistet seit mehr als zehn Jahren antifaschistische Arbeit an der Universität Hannover und darüber hinaus, die sich mit Neofaschismus, Rechtspopulismus und vor allem deren Ursachen auseinandersetzt und deren Bekämpfung betreibt. Der Antrag, ihr die politische und finanzielle Unterstützung zu entziehen, wurde von bzw. aus der Fachschaft Sozialwissenschaften eingebracht. Ähnlich lautende Anträge fanden am 3.12.2002, am 4.2.2003 und am 22.4.2003 nicht die Mehrheit der Vollversammlung der Fachschaftsräte. Ohne jegliche Konsequenzen zu haben verstrich ebenfalls ein Ultimatum, dass der AStA am 30.4.2003 der Antifa AG der Uni Hannover stellte. – Einerseits hatte der AStA keinen Auftrag der Vollversammlung der Fachschaftsräte, andererseits erhielt die Antifa AG in verschiedenen Schreiben die Unterstützung von antifaschistischen Gruppen weit über das studentische Spektrum hinaus.

    Hintergrund der Vorgänge, die uns zu unser Besetzung des Asta geführt hat, ist eine Kampagne, in der der Antifa AG antisemitische Tendenzen unterstellt werden. Letztendlich soll durch diese Kampagne aber jeglicher linker Politik an der Universität Hannover ihre Existenzberechtigung abgesprochen werden. Initiatoren dieser Kampagne sind Studierende aus den Fachschaften Sozialwissenschaften, Geschichte und Religion, die politisch als so genannte „Anti-Deutsche“ eingeordnet werden müssen.

    Diese politische Tendenz hat ihre Geschichte in der deutschen radikalen Linken der neunziger Jahre. Nach dem Ende der DDR sollte einem “Viertem”, einem neuen “großdeutschen Reich” entgegen getreten werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verdrängung des Antisemitismus in Deutschland gelegt. Inzwischen aber haben sich diese so genannten „Anti-Deutschen“, namentlich die Zeitschrift “bahamas”, zu Fürsprechern imperialistischer Kriege, wie zum Beispiel gegen den Irak, entwickelt. In diesem Zusammenhang verschärfen die “bahamas-Anhänger” ihre Angriffe auf die Linke und auf Bewegungen, die nach wie vor davon ausgehen, dass der Kapitalismus und seine globalen Auswüchse nicht das Ende der Geschichte sind.
    Die Antifa AG der Uni Hannover wertet die Aufgaben ihrer Politik gänzlich anders. Sie hat schon vor langem ihre Konsequenzen aus der Kurzsichtigkeit einer allein gegen (Neo-)Nationalsozialismus ausgerichteten antifaschistischen Politik gezogen. Politisch widmet sie sich heute in erster Linie der so genannten Sozialen Frage und verknüpft sie mit dem Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus. Besonders in Zeiten von Streichungen und Kürzungen, auch im Hochschulbereich, ist es mehr als skandalös, einer Gruppe wie der Antifa AG die Unterstützung zu entziehen. Gerade sie ist durch ihre Bündnispraxis an der Sozialen Frage in der Lage, Brücken zu anderen Betroffenen der aktuellen Einsparpolitik in allen gesellschaftlichen Bereichen zu schlagen. Darüber hinaus ist die Antifa AG seit ihrer Gründung immer wieder aktiver Teil von Aktionsbündnissen gegen Naziaufmärsche, für internationale Solidarität und gegen die deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen gewesen.

    Im Zusammenhang mit ihrer linken, internationalistischen Praxis entstand im Juni 2002 ein Text der Antifa AG unter der provokativen Überschrift >>”Solidarität mit Israel” bedeutet das Ende linker Politik<<. In seiner ersten Veröffentlichung, in einem Vorabdruck der Ausgabe Nr.9 der AStA-Zeitung "fragezeichen", war dieser Text mit einer Karikatur des algerischen Zeichners Khalil Bendib versehen, die durchaus als antisemitisch interpretierbar ist. Die Internetseite der Antifa AG ist nach wie vor mit einem Link zu den Karikaturen von Khalil Bendib verknüpft.

    In weiteren Veröffentlichungen dieses Textes tauchte die Zeichnung nicht mehr auf. Nicht weil die Antifa AG besagte Karikatur für antisemitisch hält, sondern den Abdruck im Nachhinein betrachtet als Fehler wertet. Zu diesem vermeintlich ursprünglichen "Stein des Anstoßes" erklärte die Antifa AG, dass die verwendete Karikatur missverstanden werden könnte. Daher lenke sie von einer dringend notwendigen Debatte um inhaltliche Fragen, wie über die Politik des Staates Israel und der Wertung der Regierung Sharon, ab.

    Vordergründig geht es in dieser Auseinandersetzung um Antisemitismus oder auch um eine Positionierung zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Der Hintergrund ist aber ein Kampf um die politische Meinungsführerschaft in den studentischen Gremien und darüber hinaus. Diesen Kampf haben so genannte Anti-Deutsche im Verbund mit den Hochschulgruppen der Jusos und der PDS vorerst für sich entschieden. Burschenschafter und andere rechte Kräfte an der Universität reiben sich derweil die Hände. Unterstützt wurden diese Vorgänge durch eine politisch desinteressierte, gelangweilte und ob dieser Auseinandersetzungen genervte Studentenschaft, die offensichtlich andere Probleme hat.

    Wir erklären uns solidarisch mit einer von politischer Repression betroffenen Gruppe, mit der wir immer wieder in verschiedensten Aktionsbündnissen zusammen gearbeitet haben - und auch weiterhin zusammen arbeiten werden. Wir wählen das Mittel der Besetzung, weil es sowohl Provokation ist, als auch die Aussicht auf eine größtmögliche öffentliche Wahrnehmung bietet. Denn diese Vorgänge sind außerhalb des Universitätsgeländes kaum wahrgenommen worden. Wir wollen aufzeigen, dass mit bloßen Unterstellungen, fadenscheinigen Argumenten und mit den Möglichkeiten, die die Geschäftsordnung der Fachschaftsräte-Vollversammlung bietet, eine politisch unliebsame Gruppe in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden soll. Das nehmen wir nicht widerstandslos hin!

    Der AStA der Universität Hannover wird im Moment von den Jusos, mit Unterstützung der PDS, dominiert. Wir behaupten, dass Teile der Juso- und PDS-Hochschulgruppen überhaupt nicht an der vordergründigen so genannten Antisemitismus-Debatte interessiert waren. Ihr Interesse war es, die finanzielle und materielle Unterstützung der regierungskritischen Antifa AG der Uni durch den AStA zu beenden. Dabei kam ihnen die Argumentation der so genannten Anti-Deutschen gerade recht.

    Damit wurde einem reaktionären Trend an der Universität Hannover Tür und Tor geöffnet. Die Antifa AG hat es als erste getroffen. Jede grundsätzlich gesellschaftskritische Gruppe an der Universität Hannover, die sich links der regierungstreuen Juso-Hochschulgruppe engagiert, scheint von nun an von repressiven Maßnahmen bedroht.

    Wir sehen „schwarz“ für politisch bewusste Studierende, die die materiellen und finanziellen Möglichkeiten nutzen wollen, die sich über die Arbeit an der Universität ergeben können. Wir befürchten, dass die basisdemokratischen Strukturen, die sich Studierende einmal erkämpft haben, zugunsten eines ständischen Dienstleistungsunternehmens namens AStA zurück gedrängt werden sollen. Das Ausschalten jeglicher linker Opposition gehört zu solch einem Prozess. Genau wie politisches Desinteresse, Teilnahmslosigkeit, Geschichtslosigkeit und Ellenbogenmentalität unter Studierenden.

    DEN RECHTEN VORMARSCH STOPPEN!

    Hannover, Oktober 2003

    Rote Aktion Kornstraße (RAK)
    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]
    Antifa 3000, Hannover

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    06.10.03 | Besetzung des AStAs

    Erklärung zur Besetzung:

    DEN RECHTEN VORMARSCH STOPPEN! SOLIDARITÄT MIT DER ANTIFA AG DER UNI HANNOVER

    Heute am 06. Oktober 03 um 16.00 Uhr haben wir die Räumlichkeiten des Asta der Universität Hannover besetzt. Dieser symbolische Akt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover geschieht, um die Öffentlichkeit auf skandalöse Vorgänge aufmerksam zu machen, die sich an eben dieser Universität Hannover abspielen.

    Wir rufen alle Studierenden dazu auf, ihre von ihren Vorgängern und Vorgängerinnen erkämpften Errungenschaften
    -studentischer Mitbestimmung,
    -rätedemokratischer Strukturen
    -und die Selbstverwaltungsorgane der Studierenden
    zu nutzen, zu erhalten und auch auszubauen.

    Dazu gehört die Diskussion über gesellschaftliche Prozesse!
    Dazu gehört jeglichen rechten und reaktionären Vorgehensweisen entschieden entgegen zu treten!
    Dazu gehört Eigeninitiative – im Alltag und im individuellen politischen Engagement, dort wo man oder frau sich gerade bewegt!

    Am 9. Juli 2003 beschloß die Vollversammlung der Fachschaftsräte der Antifa AG der Uni Hannover aufgrund angeblicher antisemitischer Tendenzen die politische und finanzielle Unterstützung seitens des AStA (Allgemeiner Studentenausschuss) zu entziehen.
    Gegen diese Form von politischer Repression protestieren wir energisch! Unsere Besetzung ist ein erster Schritt des Widerstandes gegen einen rechten Vormarsch an der Universität Hannover.

    Weder ist die Antifa AG der Uni eine antisemitische Gruppe noch sind wir in allen Fragen einer Meinung. Würden wir denken, die Aktivisten der Antifa AG wären Antisemiten, würden wir sie bekämpfen und nicht in Fragen der Repression mit ihnen solidarisch sein.

    Die Antifa AG leistet seit mehr als zehn Jahren antifaschistische Arbeit an der Universität Hannover und darüber hinaus, die sich mit Neofaschismus, Rechtspopulismus und vor allem deren Ursachen auseinandersetzt und deren Bekämpfung betreibt. Der Antrag, ihr die politische und finanzielle Unterstützung zu entziehen, wurde von bzw. aus der Fachschaft Sozialwissenschaften eingebracht. Ähnlich lautende Anträge fanden am 3.12.2002, am 4.2.2003 und am 22.4.2003 nicht die Mehrheit der Vollversammlung der Fachschaftsräte. Ohne jegliche Konsequenzen zu haben verstrich ebenfalls ein Ultimatum, dass der AStA am 30.4.2003 der Antifa AG der Uni Hannover stellte. – Einerseits hatte der AStA keinen Auftrag der Vollversammlung der Fachschaftsräte, andererseits erhielt die Antifa AG in verschiedenen Schreiben die Unterstützung von antifaschistischen Gruppen weit über das studentische Spektrum hinaus.

    Hintergrund der Vorgänge, die uns zu unser Besetzung des Asta geführt hat, ist eine Kampagne, in der der Antifa AG antisemitische Tendenzen unterstellt werden. Letztendlich soll durch diese Kampagne aber jeglicher linker Politik an der Universität Hannover ihre Existenzberechtigung abgesprochen werden. Initiatoren dieser Kampagne sind Studierende aus den Fachschaften Sozialwissenschaften, Geschichte und Religion, die politisch als so genannte „Anti-Deutsche“ eingeordnet werden müssen.

    Diese politische Tendenz hat ihre Geschichte in der deutschen radikalen Linken der neunziger Jahre. Nach dem Ende der DDR sollte einem “Viertem”, einem neuen “großdeutschen Reich” entgegen getreten werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verdrängung des Antisemitismus in Deutschland gelegt. Inzwischen aber haben sich diese so genannten „Anti-Deutschen“, namentlich die Zeitschrift “bahamas”, zu Fürsprechern imperialistischer Kriege, wie zum Beispiel gegen den Irak, entwickelt. In diesem Zusammenhang verschärfen die “bahamas-Anhänger” ihre Angriffe auf die Linke und auf Bewegungen, die nach wie vor davon ausgehen, dass der Kapitalismus und seine globalen Auswüchse nicht das Ende der Geschichte sind.
    Die Antifa AG der Uni Hannover wertet die Aufgaben ihrer Politik gänzlich anders. Sie hat schon vor langem ihre Konsequenzen aus der Kurzsichtigkeit einer allein gegen (Neo-)Nationalsozialismus ausgerichteten antifaschistischen Politik gezogen. Politisch widmet sie sich heute in erster Linie der so genannten Sozialen Frage und verknüpft sie mit dem Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus. Besonders in Zeiten von Streichungen und Kürzungen, auch im Hochschulbereich, ist es mehr als skandalös, einer Gruppe wie der Antifa AG die Unterstützung zu entziehen. Gerade sie ist durch ihre Bündnispraxis an der Sozialen Frage in der Lage, Brücken zu anderen Betroffenen der aktuellen Einsparpolitik in allen gesellschaftlichen Bereichen zu schlagen. Darüber hinaus ist die Antifa AG seit ihrer Gründung immer wieder aktiver Teil von Aktionsbündnissen gegen Naziaufmärsche, für internationale Solidarität und gegen die deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen gewesen.

    Im Zusammenhang mit ihrer linken, internationalistischen Praxis entstand im Juni 2002 ein Text der Antifa AG unter der provokativen Überschrift >>”Solidarität mit Israel” bedeutet das Ende linker Politik<<. In seiner ersten Veröffentlichung, in einem Vorabdruck der Ausgabe Nr.9 der AStA-Zeitung "fragezeichen", war dieser Text mit einer Karikatur des algerischen Zeichners Khalil Bendib versehen, die durchaus als antisemitisch interpretierbar ist. Die Internetseite der Antifa AG ist nach wie vor mit einem Link zu den Karikaturen von Khalil Bendib verknüpft.

    In weiteren Veröffentlichungen dieses Textes tauchte die Zeichnung nicht mehr auf. Nicht weil die Antifa AG besagte Karikatur für antisemitisch hält, sondern den Abdruck im Nachhinein betrachtet als Fehler wertet. Zu diesem vermeintlich ursprünglichen "Stein des Anstoßes" erklärte die Antifa AG, dass die verwendete Karikatur missverstanden werden könnte. Daher lenke sie von einer dringend notwendigen Debatte um inhaltliche Fragen, wie über die Politik des Staates Israel und der Wertung der Regierung Sharon, ab.

    Vordergründig geht es in dieser Auseinandersetzung um Antisemitismus oder auch um eine Positionierung zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Der Hintergrund ist aber ein Kampf um die politische Meinungsführerschaft in den studentischen Gremien und darüber hinaus. Diesen Kampf haben so genannte Anti-Deutsche im Verbund mit den Hochschulgruppen der Jusos und der PDS vorerst für sich entschieden. Burschenschafter und andere rechte Kräfte an der Universität reiben sich derweil die Hände. Unterstützt wurden diese Vorgänge durch eine politisch desinteressierte, gelangweilte und ob dieser Auseinandersetzungen genervte Studentenschaft, die offensichtlich andere Probleme hat.

    Wir erklären uns solidarisch mit einer von politischer Repression betroffenen Gruppe, mit der wir immer wieder in verschiedensten Aktionsbündnissen zusammen gearbeitet haben - und auch weiterhin zusammen arbeiten werden. Wir wählen das Mittel der Besetzung, weil es sowohl Provokation ist, als auch die Aussicht auf eine größtmögliche öffentliche Wahrnehmung bietet. Denn diese Vorgänge sind außerhalb des Universitätsgeländes kaum wahrgenommen worden. Wir wollen aufzeigen, dass mit bloßen Unterstellungen, fadenscheinigen Argumenten und mit den Möglichkeiten, die die Geschäftsordnung der Fachschaftsräte-Vollversammlung bietet, eine politisch unliebsame Gruppe in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden soll. Das nehmen wir nicht widerstandslos hin!

    Der AStA der Universität Hannover wird im Moment von den Jusos, mit Unterstützung der PDS, dominiert. Wir behaupten, dass Teile der Juso- und PDS-Hochschulgruppen überhaupt nicht an der vordergründigen so genannten Antisemitismus-Debatte interessiert waren. Ihr Interesse war es, die finanzielle und materielle Unterstützung der regierungskritischen Antifa AG der Uni durch den AStA zu beenden. Dabei kam ihnen die Argumentation der so genannten Anti-Deutschen gerade recht.

    Damit wurde einem reaktionären Trend an der Universität Hannover Tür und Tor geöffnet. Die Antifa AG hat es als erste getroffen. Jede grundsätzlich gesellschaftskritische Gruppe an der Universität Hannover, die sich links der regierungstreuen Juso-Hochschulgruppe engagiert, scheint von nun an von repressiven Maßnahmen bedroht.

    Wir sehen „schwarz“ für politisch bewusste Studierende, die die materiellen und finanziellen Möglichkeiten nutzen wollen, die sich über die Arbeit an der Universität ergeben können. Wir befürchten, dass die basisdemokratischen Strukturen, die sich Studierende einmal erkämpft haben, zugunsten eines ständischen Dienstleistungsunternehmens namens AStA zurück gedrängt werden sollen. Das Ausschalten jeglicher linker Opposition gehört zu solch einem Prozess. Genau wie politisches Desinteresse, Teilnahmslosigkeit, Geschichtslosigkeit und Ellenbogenmentalität unter Studierenden.

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    Zeltplatz I


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    Spiel...


    ...und Tor


    Abends: Der antirassistische Umzug durch die Stadt



    Sambatruppe ist dabei



    Rauch auf dem Spielfeld


    Vermummtes Team


    AAH & friends vs. Manchester United Youth


    Fahne der ALB geklaut


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    Antifa Aktion Hannover mit Ultramarine Bordeaux


    AAH mit Disobbedienti


    antirassistische Demonstration während der Mondiali


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    Fahne der ALB geklaut


    Vor dem Spiel ist nach dem Spiel...


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    Sommer 2003 | Mondiali Antirazzisti

    Antifa Aktion Hannover mit Ultramarine Bordeaux


    AAH mit Disobbedienti


    antirassistische Demonstration während der Mondiali


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    Antira Demo


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    AAH mit der Antifaschistischen Linken Berlin

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    Sommer 2004 | Mondiali Antirazzisti

    Zeltplatz I


    Zeltplatz II


    Spiel...


    ...und Tor


    Abends: Der antirassistische Umzug durch die Stadt



    Sambatruppe ist dabei



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    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

    Vol. 2
    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

    Antifaschistische Aktion Hannover

    Fotos

    Nie wieder Krieg! I ♥ Antifa

    Das Pfeifkonzert war so stark, dass sich die Polizei mit Watte vor dem Lärm schützen musste.

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    Das Transparent der AFA Hannover


    Das Sieger-Team...


    ...jubelt!

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    Home » Antirassistischer Einkauf

    Antirassistischer Einkauf

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von Asyl e.V.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr

    Home » Dresden calling

    Dresden calling

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!

    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    • · Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • · Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover

    Vorbestellungen für Karten können uns per Mail mitgeteilt werden.

    Infoveranstaltungen
    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    • · Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • · Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover

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    Im Rahmen des Antifa Info Abends im Januar wird es Informationen zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Dresden geben

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
    Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen einen für den 13.2.2010 geplanten Neonaziaufmarsch in Dresden plant. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.

    Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Ihn unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen.

    Antifa-Bus
    Die letzte Möglichkeit Karten für den Bus zu bekommen, ist am 10. Februar bei dem Infoupdate zu Dresden.

    Weitere Busse werden u.a. von Avanti Hannover, ['solid] und Grüne Jugend.

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.

    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    • · Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • · Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover

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    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Antifa-Bus
    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar:

    • · Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • · Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
    30 bis 40 Nazis aus dem Umfeld der NPD waren es, die 1998 unangemeldet zur Frauenkirche marschieren wollten und von der Polizei gestoppt und stundenlang gekesselt wurden. 2009 waren es an die 7000, die mit ihrem Protest gegen den “alliierten Bombenterror” in Dresden TäterInnen zu Opfern verklärten und den Nationalsozialismus verherrlichten.

    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar.

    • · Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover
    • Die
      Buskarten für den Bus aus Hannover gibt es unter anderem im Infoladen Korn und dem Annabee Buchladen.

    Im Rahmen des Antifa Info Abends wird es am 21. Januar noch eine Mobilisierungsveranstaltung mit der [AAH] und Avanti Hannover (no pasaran!) geben.

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
    30 bis 40 Nazis aus dem Umfeld der NPD waren es, die 1998 unangemeldet zur Frauenkirche marschieren wollten und von der Polizei gestoppt und stundenlang gekesselt wurden. 2009 waren es an die 7000, die mit ihrem Protest gegen den “alliierten Bombenterror” in Dresden TäterInnen zu Opfern verklärten und den Nationalsozialismus verherrlichten.

    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
    Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

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    Die Karten für den Bus kosten 20 €. Ihr bekommt sie bei folgenden Vorverkaufstellen und bei unseren Veranstaltungen und Infotischen vor dem 13. Februar.

    • Infoladen Korn, Kornstr. 28-30, 30167 Hannover
    • Annabee Buchladen, Stephanusstraße 12-14, 30449 Hannover
    • Die
      Buskarten für den Bus aus Hannover gibt es unter anderem im Infoladen Korn und dem Annabee Buchladen.

    Im Rahmen des Antifa Info Abends wird es am 21. Januar noch eine Mobilisierungsveranstaltung mit der [AAH] und Avanti Hannover (no pasaran!) geben.

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
    30 bis 40 Nazis aus dem Umfeld der NPD waren es, die 1998 unangemeldet zur Frauenkirche marschieren wollten und von der Polizei gestoppt und stundenlang gekesselt wurden. 2009 waren es an die 7000, die mit ihrem Protest gegen den “alliierten Bombenterror” in Dresden TäterInnen zu Opfern verklärten und den Nationalsozialismus verherrlichten.

    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
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    Buskarten für den Bus aus Hannover gibt es unter anderem im Infoladen Korn und dem Annabee Buchladen. Im Rahmen des Antifa Info Abends wird es am 21. Januar noch eine Mobilisierungsveranstaltung mit der [AAH] und Avanti Hannover (no pasaran!) geben.

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    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
    30 bis 40 Nazis aus dem Umfeld der NPD waren es, die 1998 unangemeldet zur Frauenkirche marschieren wollten und von der Polizei gestoppt und stundenlang gekesselt wurden. 2009 waren es an die 7000, die mit ihrem Protest gegen den “alliierten Bombenterror” in Dresden TäterInnen zu Opfern verklärten und den Nationalsozialismus verherrlichten.

    Spätestens seit 2009, mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis, gibt es eine breite antifaschistische Mobilisierung.
    Aus Hannover mobilisieren wir zu den
    Die [AAH] mobilisiert dieses Jahr zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Inhaltlich verortet sie sich dabei jenseits der Positionen vom mittlerweile bundesweiten no pasaran!-Bündnis auf der einen und den antideutschen Gruppen um den „AK Keine Versöhnung mit Deutschland“ auf der anderen Seite. Ohne dem Aufmarsch in Dresden seine besondere Bedeutung als einer der wichtigsten Naziaufmärsche in Europa absprechen zu wollen, kann es für eine radikale Linke keine Option sein, die eigenen Positionen gegenüber bürgerlichen BündnispartnerInnen außen vor zu lassen. Deutlich wurde uns dies schon bei der Mobilisierung gegen den geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai in Hannover.

    Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!

    Buskarten für den Bus aus Hannover gibt es unter anderem im Infoladen Korn und dem Annabee Buchladen. Im Rahmen des Antifa Info Abends wird es am 21. Januar noch eine Mobilisierungsveranstaltung mit der [AAH] und Avanti Hannover (no pasaran!) geben.

    Home » Antifa Info Abend 01/10

    Antifa Info Abend 01/10

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden einer der größten Naziaufmärsche in Europa über die Bühne gehen. 2009 waren es an die 7000 AufmarschteilnehmerInnen, die geschichtsrevisionistisch den Nationalsozialismus verherrlichten.
    Der Widerstand gegen das Nazievent wurde in der Vergangenheit vor allem von Gruppen aus dem antideutschen Spektrum organisiert. Sie waren die einzigen, die den Anlass nutzten um die Anschlussfähigkeit der Nazis an Diskurse der bürgerlichen Mitte zu kritisieren. Doch wo nichts mehr bleibt als an „alles Gute kommt von oben“ zu erinnern oder „Bomber Harris – do it again!“ zu fordern, ist inhaltlich wie strategisch stark umstritten. Spätestens seit 2009 hat sich dies mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis zu Dresden geändert, womit die Debatte neu angestoßen wurde.
    Aus Hannover mobilisieren linke Gruppen nach Dresden um sich den Nazis in den Weg zu stellen. An diesem Abend stellen Avanti (no pasaran!), ['solid] Hannover und die [AAH] ihre Mobilisierungen vor.

    Do. 21. Januar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Antifa Info Abend 01/10

    Am 13. Februar 2010 soll in Dresden einer der größten Naziaufmärsche in Europa über die Bühne gehen. 2009 waren es an die 7000 AufmarschteilnehmerInnen, die geschichtsrevisionistisch den Nationalsozialismus verherrlichten.
    Der Widerstand gegen das Nazievent wurde in der Vergangenheit vor allem von Gruppen aus dem antideutschen Spektrum organisiert. Sie waren die einzigen, die den Anlass nutzten um die Anschlussfähigkeit der Nazis an Diskurse der bürgerlichen Mitte zu kritisieren. Doch wo nichts mehr bleibt als an „alles Gute kommt von oben“ zu erinnern oder „Bomber Harris – do it again!“ zu fordern, ist inhaltlich wie strategisch stark umstritten. Spätestens seit 2009 hat sich dies mit der Mobilisierung durch das no pasaran!-Bündnis zu Dresden geändert, womit die Debatte neu angestoßen wurde.
    Aus Hannover mobilisieren linke Gruppen nach Dresden um sich den Nazis in den Weg zu stellen. An diesem Abend stellen Avanti (no pasaran!), ['solid] Hannover und die [AAH] ihre Mobilisierungen vor.

    Do. 21. Januar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Antirassistischer Einkauf

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von FemAra und der Kooperativen Flüchtlingssolidarität.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 19 Uhr

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    Antirassistischer Einkauf

    Gemeinsamer Einkauf mit MigrantInnen um die Gutscheinpraxis in Hannover zu unterlaufen.

    Mit einem Infostand von Asyl e.V.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr

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    Mit einem Infostand von Asyl e.V.

    Es bleibt dabei:

    • Bargeld statt Wertgutscheine für alle!
    • Abschaffung der rassistischen Sondergesetze!

    jeden 1. Mittwoch im Monat | Limmerstrasse/Kötnerholzweg | 18 Uhr

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    Mit einem Infostand von Asyl e.V.

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    Home » 09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

    Vol. 2
    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

    Antifaschistische Aktion Hannover

    Fotos

    Nie wieder Krieg! I ♥ Antifa

    Das Pfeifkonzert war so stark, dass sich die Polizei mit Watte vor dem Lärm schützen musste.

    Home » 09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

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    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

    Antifaschistische Aktion Hannover

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    Nie wieder Krieg! I ♥ Antifa

    Das Pfeifkonzert war so stark, dass sich die Polizei mit Watte vor dem Lärm schützen musste.

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    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

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    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
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    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
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    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

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    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

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    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

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    Sommer 2006 | Interview im Spirit Nord

    Vom 12. bis zum 16. Juli war sie wieder, die Mondiali Antirazzisti in Montecchio, Reggio Emilia.
    (Italien, nahe Parma und Bologna).
    Auf 16 Kleinfeldern wurde gekickt, demonstriert und gefeiert.
    Neben Fan- und Ultrágruppen waren auch Politgruppen,wie die AAH in Montecchio vertretten.
    Diese standen uns Rede und Antwort zur Mondiali Antirazzisti.
    Erzählt uns erstmal wer Ihr seid?
    Wir sind Sonja und Felix von der AAH. Zur Mondiali 2006 sind wir zusammen mit dem Team von “Partizan Hannover” gefahren, ein gemischtes Team, das auch schon in der Vergangenheit bei der Mondiali war.
    Könnt Ihr uns erzählen was die Mondiali Antirazzisti ist?
    Die Mondiali Antirazzisti ist eine von linken Ultra-Gruppen organisierte antirassistische Fußball-WM.
    In diesem Jahr hat sie zum zehnten Mal stattgefunden. Im Vordergrund des Fußballturniers steht aber nicht der sportliche Erfolg, sondern das Zusammenkommen verschiedener Menschen und Gruppen.
    Was macht nach eurer Meinung der Reiz der Mondiali aus?
    Da lässt sich vieles aufzählen: Zum einen natürlich das gemeinsame Fußball spielen in einer durchweg antirassistischen und deswegen sehr entspannten Atmosphäre. Sowohl im Turnier als auch in zahlreichen Freundschaftsspielen. Daneben hat die Mondiali aber auch einen Festival-Charakter, mit Open-Air Konzerten, diversen Infoveranstaltungen und Workshops. Diese sind genauso kostenlos, wie die Teilnahme am Turnier und das Drumherum (duschen etc.). Finanziert wird die Mondiali zum großen Teil aus Spenden und dem guten Essens- und Getränkeangebot vor Ort. Außerdem findet sie im Sommer in Italien statt.
    Habt ihr negative Erfahrungen mit Rassismus im Sport gemacht?
    Auch im Sport haben wir Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Wir beide (Sonja u. Felix) waren zu Regional- und Zweitligazeiten öfter im H31 und da gibt es viele negative Erinnerungen. Begriffe wie “Neger” und “Zigeuner” sind immer noch sehr häufig benutzte Wörter im Stadion, und das ist kurz gesagt einfach scheiße. Das gleiche gilt aber auch für ebenfalls gängige Stadionbegriffe wie “Fotze” und “Schwuchtel”
    Neben Fußball waren noch andere Sportarten vertreten, welche waren die und habt ihr an denen auch teilgenommen?
    Basketball, Volleyball, Krökeln und dazu von Gruppen selbstorganisierte Workshops zu Cricket, Boxen und Kick-Boxen. Wir haben uns auf Fußball und Krökeln beschränkt.
    Welche Gruppen* waren in Montecchio da?
    Vertreten waren sehr viele Gruppen, am Fußballturnier haben alleine 204 Teams teilgenommen. Eine Auflistung aller Teams gibt es im Internet. Uns sind vor allem die Ultras St.Pauli, Roter Stern Leipzig und die Devils Bordeaux aufgefallen.
    Wie eignet sich die Mondiali Antirazzisti um internationale Kontakte zu anderen Antirassistischen Gruppen zu knüpfen?
    Sie eignet sich auf jeden Fall, es passiert aber nicht von alleine.
    Beschreib mal die/den Gruppe/Mensch der/die Mondiali besucht hat?
    Das sind Menschen aus ganz verschiedenen Spektren, die sich alle antirassistisch betätigen und das gemeinsam haben.
    Wie war aus eurer Sicht die Mondiali Antirazzisti 2006?
    Hat Spaß gemacht…
    Wollt ihr nächstes Jahr nach Montecchino reisen um sportlich Spaß zu haben und natürlich um ein Zeichen zu setzen?
    Falls nichts dazwischen kommt, ja.
    So die letzte Frage. Welchen Platz habt ihr auf der Mondiali Antirazzisti 2006 gemacht?
    Naja, bei der Mondiali geht es ja nicht in erster Linie ums gewinnen, weshalb wir beschlossen haben über unsere Platzierung nicht zu sprechen.
    *Ultràgruppen und andere Gruppen/Personen
    Wir danken der AAH für das Interview!

    Weitere Informationen: http://www.jungle-world.com/seiten/2006/30/8195.php

    Berichte bei

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    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

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    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

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    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

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    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

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    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

    Vol. 1
    Freitag | 9.August | 20.00 Uhr- Hannover/Marktkirche

    Vol. 2
    Samstag | 10. August | 11.00 Uhr- Göttingen/Campus

    Antifaschistische Aktion Hannover

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    Home » 31.05.02 | Antifa Info Abend “White Noise” und Party

    31.05.02 | Antifa Info Abend “White Noise” und Party

    Home » 09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Plakat

    Aufruf

    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

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    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Plakat

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    Oliv- Grün Fischer kommt und wir auch!

    Warum gegen Fischer und Co auf die Straße gehen?

    Am 9. August kommt der deutsche Außenminister und grüne Medienstar Joschka Fischer nach Hannover. Ein Grund für die radikale Linke die sog. Nr. 2 in diesem Staat zu „begrüßen“!
    Die Regierungskoalition SPD/Grüne steht in ihrer Amtsperiode u.a. für mindestens 2 Kriege an denen mal wieder deutsche Soldaten für einen globalisierten Kapitalismus und für eine Zivilgesellschaft westlicher Prägung in Ex-Jugoslawien und Afghanistan beteiligt waren.

    Gerade die Führungselite der Partei Die Grünen versucht argumentativ einer demokratischen Öffentlichkeit weiß zu machen, dass Kriege allein humanitärer und sogar “antifaschistischer Prägung” seien. So wurde im sogenannten Balkan Krieg von der Bundesregierung desinformiert und von angeblich durch die serbische Armee errichteten Konzentrationslagern berichtet. Dass es tatsächlich keine KZ´s faschistischer Methodik gab, stellte sich erst im Nachhinein heraus. Dennoch sollte diese offensichtliche Kriegspropaganda allein dazu dienen, die Menschen auf Militarismus einzuschwören. Auch ehemals pazifistische „Grün-Bewegte“ sollten den angeblich „antifaschistischen Friedenseinsatz“ mental und emotional unterstützen. Trotz zahlreicher Austritte und Einbußen von WählerInnenstimmen, ist dieses Konzept bei den Grünen aufgegangen.

    Wo Kriege geführt werden, ist für Humanität kein Platz! In jedem Krieg werden tausende Menschen getötet. Keine deutsche Armee ist jemals ein Instrument des Friedens gewesen, und die Bundeswehr ist es auch nicht. Sie ist ihrem eigenen, offiziellen Auftrag nach, vielmehr für die “Sicherung des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt” (Weißbuch des Bundesministeriums für Verteidigung) zuständig. Kapitalinteressen und militärische Standortsicherungen bestimmen den Charakter und die Ausführung eines Krieges.
    Kriegerische Interventionen werden spätestens seit den Angriffen vom 11. September 2001 nicht mehr als letztes Mittel sondern als „friedenschaffende“ Einsätze im Namen von „Freiheit und Menschenrechten“ mit direkter Begleitung durch humanitäre Hilfsmaßnahmen betrachtet. Man mag die westliche Welt den Taliban vorziehen, oder Saddam Hussein und Milosevic für Verbrecher halten die Kriege, die gegen sie geführt wurden und werden sind mitnichten Kriege für die Freiheit der Menschheit. Auch wenn sich die hinter diesen Kriegen stehenden Interessen nicht auf eine einfache Formel vom Kampf um Ölpipelines bringen lassen, dreht es sich doch um die langfristige Sicherung von Macht- und Einflusssphären nach dem Ende der Blockkonfrontation. Kriege, die im Zeichen der „Freiheit des Freien Marktes“ geführt werden, sollten unbedingter Gegenstand linker Kritik sein.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat durch diese neue Kriegsführung an Macht in Europa und der Welt gewonnen. Seither betreibt sie die Absetzung Europas von den USA. Deutschland gehört zu den Kontrollmächten auf dem Balkan und in Afghanistan, und ist dringend interessiert, auf den Kriegsschauplätzen der Welt ein Wörtchen mitzureden. Langfristiges Ziel europäischer Außenpolitik ist es, im eigenen Interessengebiet selbst “aufräumen” zu können.

    Kriege haben Tradition

    Noch vor einigen Jahren sah man „Die Grünen“ als ein Bündnispartner in Sachen linker Friedenspolitik. Doch dies hat sich spätestens nach Jugoslawien und dem Afghanistan Krieg relativiert. Dennoch waren es gerade Friedensbewegte innerhalb der Grünen, die noch 68 gegen die US – Aggression in Vietnam auf die Straße gingen. Aber gerade der verkürzte Anti-Kriegs Diskurs damaliger Zeit verdeutlicht, dass die vereinfachte Anti-USA Politik, dem Glaube an eine sog. Soziale und freie Kapitalwelt mit Prägung zivilgesellschaftlicher Modalitäten im Kampf gegen den Terrorismus bei den Grünen gewichen ist. So ist es gerade zu ein Symptom einer solchen Schubladen Politik, dass der „Seitenwechsel“ schneller von statten geht, als dass Mensch Erklärungsmuster liefern könnte. Ein z.B. rethorisch geschulter Außenminister Fischer kann heutzutage grüne Friedensbewegte, auch wenn sie dabei “Bauchschmerzen” haben, auf Kriegs-Linie bringen, was vor Jahren bei den Grünen undenkbar gewesen wäre.

    Eine vereinfachte Einteilung der Welt in „Gut und Böse“ ist falsch! Denn: Die Personalisierung des Kapitalverhältnisses an Generalbösewichten in Form von Staaten oder Personen, wie den USA und Georg Bush, ist zwar eine einfachere Welterklärung, erfasst jedoch den Kapitalismus nicht und bietet Überschneidungen und Anknüpfungspunkte mit neuen rechten und antisemitischen Welterklärungsmustern. Auch diese nehmen zuweilen Kapitalismuskritik für sich in Anspruch: Eine Kritik, in der die „Bösartigkeit“ und Ungerechtigkeit der Verhältnisse am raffenden Kapital, an der Zirkulation versus der „guten“ schaffenden einfachen Warenproduktion der „kleinen (deutschen) Leute“ festgemacht wird und die an den Juden als Protagonisten der Finanzwelt personalisiert wird. Solch verkürzte, zuweilen auch antisemitisch geprägte Kapitalismuskritik, schafft die Illusion, dass es nur die einzelnen Nationalstaaten und Staatsoberhäupter zu bändigen gälte, um die Umtriebe kapitalistischer Gewalt zu beenden. Dabei steht diese Sicht der Verhältnisse nicht im Widerspruch zu dem religiösen Wahn einer „Hamas“ oder „Alcaida“. Gerade solche stark nationalistisch und religiös fanatischen Gruppen sind das Ergebnis einer kapitalistischen Weltkriegspolitik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Osama Bin Laden vom CIA finanziert und ausgebildet wurde, um gegen die als Widersacher verstandene Sowjetunion zu kämpfen. Letzendlich ist der 11. September ein Bumerang, dessen Kreisen über der Welt noch lange nicht aufgehört hat.

    Die Durchsetzungsgeschichte des Kapitalismus im letzten Jahrhundert ist eng mit der Entwicklung der USA verbunden. Als ehemals europäische Kolonie setzte sie sich nach den zwei Weltkriegen als erfolgreicheres kapitalistisches Modell gegen die ehemaligen dominierenden Kolonialmächte durch. Innerhalb der Durchsetzung neoliberaler Wirtschaftsweise hat die USA ihre Position als führende ökonomische Kraft letztlich behauptet. Daraus resultiert ihre derzeitige alleinige Vormachtrolle als „Weltpolizist“ ebenso wie aus dem politischen Erbe der Führungsrolle in der westlichen Welt und der NATO. Diese Durchsetzungsgeschichte wurde und wird mit allen bekannten Grausamkeiten innen- wie außenpolitisch geschrieben. Dabei ist es weniger die besondere Geschichte der USA, nicht die der Bösartigkeit ihrer Präsidenten, sondern schlicht die Geschichte des Kapitalismus, die offen lässt, ob die USA bzw. ob überhaupt ein Nationalstaat eine solche Vormachtrolle behalten werden. Die Variante der BRD/ EU als mögliche Konkurrenten der USA um eine hegemoniale Vormachtrolle ist dabei nur eine gespenstige Perspektive mehr!

    Das Ende von Gewalt!

    Der Besuch eines Außenminister Fischer in Hannover ist nur einer von vielen praktischen Anlässen , um gegen Krieg und Kapitalismus aktiv zu werden. Entsprechend ist es wichtig, innerhalb der Linken und gerade nach dem 11. September einen antikapitalistischen Diskurs zu führen, um nicht in vereinfachte Erklärungsmuster zu verfallen. Es gibt keine Schubladen „Gut“ und „Böse“, es gibt nur einen Kapitalismus der abgeschafft werden muss, um letztendlich Kriege und Unterdrückungsformen jeglicher Art zu verhindern! Unsere Perspektive ist die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse. Als unbestimmte, aber einzige Perspektive, die ein Ende der Gewalt verspricht!

    Diese noch zugegebener Maßen futuristische Forderung, ist die Grundvorraussetzung für die Schaffung einer Welt ohne Krieg, Folter, Unterdrückungsmechanismen, Hunger und mörderischer Gewalt! Wie diese Welt letztendlich aussieht, liegt allein in unserer Handlungsperspektive und der Bereitschaft für eine gerechte Welt einzutreten. Wer, wenn nicht wir, wenn nicht heute, sollte noch auf den unglaublichen Terror gegenüber Millionen von Menschen aufmerksam machen. Schließlich sollten 30 000 Kinder, die täglich an Hunger in der 3. Welt sterben, nicht nur ein Argument zum Handeln sein, sondern eine zwingende Notwendigkeit darstellen, sich politisch einzumischen!

    -> WIR WÄHLEN: KAPITALISMUS ABSCHAFFEN!

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    Home » 08.12.07 | Antirassistische Doppeldemo

    08.12.07 | Antirassistische Doppeldemo

    Broschüre

    Broschüre zu den antirassistischen Veranstaltung

    Broschüre zur antirassistischen Veranstaltungsreihe

    Redebeitrag

    Liebe Langenhagenerinnen und Langenhagener, liebe Mitdemonstrierende!

    Letztes Jahr standen wir vor dem Knast und haben die Freilassung von drei Genossen aus der Türkei aus deutschen Knästen gefordert. Diese drei sind zwar mittlerweile aus dem Knast raus und nicht mehr akut von der Gefahr einer Abschiebung bedroht, doch der Kampf gegen Rassismus, Nationalismus und die kapitalistische Verwertungslogik ist für uns noch lange nicht zu Ende!

    Genauso wenig die Verfolgung von denen, die aufgrund ihres fortschrittlichen Engagements nach Europa geflohen sind. Als aktuelles Beispiel wäre hier die Verhaftung des anerkannten politischen Flüchtlings Binali Yildirim zu nennen. Er wurde im Mai diesen Jahres bei einem Ausflug nach Mallorca von der Polizei festgenommen und sitzt seitdem im spanischen Knast.

    Doch auch in der Region Hannover gab in den letzten zwei Jahren mehrere Ereignisse, die uns zu denken geben: In Wunstorf brachte sich ein junger Mann um, der aus der psychiatrischen Betreuung heraus abgeschoben werden sollte. Dieser tragische Fall erfuhr jedoch weniger Aufmerksamkeit als die Fälle geplanter Abschiebungen so genannter “gut integrierter Familien mit Kindern”, zum Beispiel Ende 2005 in Hemmingen oder aktuell in der List.

    Für Familien, die sich in Kirche und Vereinen engagieren, bei allen Nachbarn gut angesehen seien und dem Sozialstaat nur zur Last fielen, solange das Gesetz sie dazu zwinge, so der Tenor, müsste doch “Gnade vor Recht” gelten.
    Das fordern BürgermeisterInnen, LehrerInnen, VereinstrainerInnen und Eltern deutscher FreundInnen in den Medien. Bleiberecht sollte für diese Familien quasi als Belohnung für gelungene Integration ausgesprochen werden.

    Aber abgesehen davon, dass es aufgrund verschiedener teilweise traumatischer Erfahrungen sowie Bildung, Sprache oder Religion für MigrantInnen unterschiedlich schwer ist, sich hier zu integrieren, vermittelt diese Argumentation ein sehr einseitiges Verständnis von Integration. Angemessener wäre wohl der Begriff „Anpassung“, denn es geht hier nicht darum, dass die Mehrheit Bedingungen dafür schafft, dass MigrantInnen gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilhaben können.
    Vielmehr bezeichnet „Integration“ die Übernahme deutscher Leitkultur und bringt in der Realität für MigrantInnen viele Pflichten, doch kaum Rechte. Diese Logik gipfelt im niedersächsischen Integrationsplan darin, dass MigrantInnen aufgefordert werden, „etwas gegen Rechtsextremismus zu tun“. Diejenigen, die zum Teil nicht mal arbeiten gehen dürfen, sollen also ein Problem der Mehrheitsgesellschaft lösen, bei dem sie selbst als Betroffene von dieser oftmals keine Hilfe erfahren.

    Diese Art der Angepasstheit wird von MigrantInnen als ganz selbstverständlich erwartet. Zur Belohnung gibt es dann für die Besten und Verwertbarsten ein „moralisches Bleiberecht“, für die anderen die berechtigte Abschiebung. Die inhaltlichen und rechtlichen Hürden für so genannte Integration liegen hier extrem hoch. Das es die Mehrheit es nicht schafft, diese zu überwinden, wird als angenehmer Nebeneffekt mit einkalkuliert. Die Übrigen müssen zudem die Segregation und Ghettoisierung überwinden, um überhaupt Deutsche zu kennen, die sich für sie einsetzen könnten. Die Bleiberechtsforderungen jener, die mit diesem Muster argumentieren, werden immer nur die ihnen bekannten Einzelfälle betroffen. Das Problem “globale Bewegungsfreiheit” oder “Abschiebung als Gefahr für das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit” wird so ausgeklammert und verdrängt.

    Wer sich angepasst hat und wer nicht, entscheiden BürgermeisterInnen, VereinsvertreterInnen und JournalistInnen anhand der Konformität des Lebensstiles mit der so genannten deutschen Leitkultur. Diese lässt erfahrungsgemäß wenig Platz für eigene Denkweisen, Organisationsformen oder Meinungen, sondern erschafft einen nationalen Brei der “ordentlichen Deutschen”. Bedürfnisse, Interessen und Ziele der Deutschen sollten von den “nationalen Interessen Deutschlands” bestimmt werden, denn was gut für Deutschland ist, ist auch gut für die Deutschen. Dieses führt für MigrantInnen oder Andersdenkende Deutsche nicht nur zu Diskriminierungserfahrungen, sondern von Seiten des Staates auch zu Repression.

    Auch wenn sich in den genannten Einzelfällen die Akteure für als von ihnen so empfundene Ausländer einsetzen, ist ihr Argumentationsmuster doch völkisch-nationalistisch und damit vom Rassismus nicht weit entfernt. Dazu passt auch die gönnerhaft-chauvinistische Formel „Gnade vor Recht“, in der ein einheitliches Leitkulturdeutsches “wir” gegenüber einem unterlegen “die” handelt. Wie in der Realität, in der MigrantInnen keine gleichen Rechte, Teilhabe und Handlungsfähigkeit zugestanden werden, sind sie auch in diesem Konzept passive Empfänger von herablassender Gnade, die Dankbarkeit zu zeigen hätten und keine gleichberechtigten Partner, die ihre Rechte einfordern. Sich als freie und handlungsfähige Individuen zu sehen und danach zu handeln, wird MigrantInnen also sowohl durch Gesetze als auch durch die Leitkultur entscheidend erschwert

    Weder bei der Gesetzgebung noch bei der Medienberichterstattung geht es um die Abschaffung der inhumanen Abschiebepraxis an sich. Es geht vielmehr um die Forderung an die MigrantInnen, sich zu integrieren. Diejenigen, die diese Hürde nicht nehmen können oder wollen – wer könnte es ihnen verdenken – müssen dann eben nach der Abschiebung um ihr Leben fürchten, hungern und frieren oder sich sind weiter Diskriminierung ausgesetzt. Denn die Verhältnisse im so genannten Rückführungsland stellen nur in den seltensten Fällen, die in das außenpolitische Tagesgeschäft und aktuelles Freund-Feindschema der BRD passen müssen, einen Hinderungsgrund für Abschiebungen dar. Für die deutschen Behörden eine alltägliche bürokratische Lappalie – für die Betroffenen im besten Fall ein krasser Einschnitt in ihr Leben.

    Letztes Jahr berichteten wir von dem, als sicher geltenden, Nordirak, in den mehrere zehntausend Menschen abgeschoben wurden. Wir berichteten über den Fall eines aus der BRD abgeschobenen Flüchtlings, der direkt nach seiner Ankunft erneut misshandelt wurde. Die Geschichten von vermeintlich sicheren Zielländern sind oft eher Märchen. Doch auch über diese offensichtlichen Lügen darf nicht vergessen werden, dass neben Hunger, Krieg, politischer, sexueller oder religiöser Verfolgung und vielen anderen Gründen auch der schlichte Wunsch nach einem neuen, besseren Leben einen legitimen Grund für Migration darstellt.

    Doch repressives Vorgehen gegen die Menschen im eigenen Land ist keine Spezialität von so genannten Schurkenstaaten. Die westliche “zivilisierte” Welt braucht sich hier nicht zu verstecken:

    Mit der erneuten Ausweitung der Befugnisse von Geheimdiensten und Polizei wird die Repression nicht abnehmen. Doch wo gegen deutsche Linke meist erst ein Ermittlungsverfahren her muss, damit der rechtmässige Anschein gewahrt wird, reicht bei Flüchtlingen und MigrantInnen ihre bloße Anwesenheit als Grund für Kriminalisierung. Als ein banales Beispiel wäre hier die so genannte Residenzpflicht zu nennen. Diese schränkt praktisch die Bewegungsfreiheit der Betroffenen ein. Es wird ihnen verboten, die jeweils zugeteilte Zone zu verlassen.

    Spätestens seit 2001 sind vor allem MigrantInnen verdächtig potenzielle AnhängerInnen einer “Terroristengruppe” zu sein. So wurde der §129 um den Zusatz b erweitert. Als Besonderheit richtet sich der Paragraf nun auch explizit gegen migrantische Gruppen. Doch wie beim §129a, der die vermeintliche “Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereiningung” unter Strafe stellt, entscheiden der Staat darüber, wer denn nun terroristische Ziele verfolgt und wer nicht.

    In der Bekämpfung linker-fortschrittlicher Bewegungen haben in der Bundesrepublik die §§129 und 129a eine lange Tradition. Sie sind die Hauptinstrumente für die Kriminalisierung linker Politik und in ihrer Eigenschaft als Ermittlungsparagraphen werden sie zur Durchleuchtung und Verunsicherung linker Strukturen genutzt.
    Das es dieses Jahr allein drei Ermittlungsverfahren nach §129a in die breite Öffentlichkeit geschafft haben, steht wohl für sich.

    Wenn schon die relativ privilegierte deutsche Linke von massiver Repression betroffen ist, trifft es die noch härter, die im Gegensatz zu uns, nicht die Möglichkeit haben die Solidarität von Teilen der Gesellschaft aktiv einzufordern.
    Wir sind heute hier um zu zeigen, dass es diese Solidarität gibt und sie eine Waffe gegen den herrschenden rassistischen Konsens sein kann.

    Weg mit rassistischer Diskriminierung und Ausgrenzung!
    Grenzenlose Solidarität mit den Betroffenen!
    Für eine befreite Gesellschaft ohne Grenzen nach innen und außen!

    Pressemitteilung

    300 Menschen bei der Demonstration gegen Abschiebung und deutsche Asylpolitik in Langenhagen bei Hannover und am Flughafen Hannover.

    Etwa 300 Menschen demonstrierten am heutigen Samstag durch die Innenstadt von Langenhagen (bei Hannover), am Flughafen Hannover und vor dem Abschiebegefängnis, das sich auf dem Flughafengelände befindet. Die DemonstrantInnen wandten sich mit Parolen, Transparenten und Redebeiträgen gegen die deutsche Asylpolitik und für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht. VeranstalterInnen bewerten die Demo als Erfolg. „Dem inhumanen Abschiebesystem so direkt gegenüber zu stehen wie am Flughafen ist eine Ohmachtserfahrung. Vor diesem Hintergrund bewerten wir die 300 TeilnehmerInnen als vollen Erfolg“ so Sonja Brünzels, Sprecherin des Bündnisses.

    Hintergrund der Demonstration ist der Todestag des damals 17 jährigen Arugumasamy Subramaniam der sich im Jahr 2000 aus Angst vor der drohenden Abschiebung nach Sri Lanka im Abschiebegefängnis erhängt hatte. Neben der Angst vor den Bedingungen in ihrem so genannten Heimatland ist für viele Betroffene, die zum Teil bereits gefoltert wurden, die Situation der Haft besonders belastend.
    Die Demonstration wandte sich in diesem Jahr nicht nur als Zeichen der Solidarität an Menschen, die unschuldig inhaftiert ihrer Abschiebung entgegensehen müssen. Eine zusätzliche Demonstration in der Langenhagener Innenstadt hatte das Ziel, Menschen vor Ort für die Situation der Häftlinge ganz in ihrer Nähe zu sensibilisieren.

    Aufgerufen hatte das Bündnis gegen Abschiebung, dem neben flüchtlingssolidarischen Gruppen, dem Café Monopol aus Langenhagen, Gewerkschaftsgruppierungen und dem AStA der Universität Hannover, zahlreiche antifaschistische Gruppen angehören. Zur Demo führt Brünzels aus: „Wir wollen den Menschen, die im Gefängnis sitzen und einer unsicheren Zukunft entgegenblicken zeigen, dass sie nicht alleine sind. Draussen gibt es Menschen, die sich für sie einsetzen und ihr Schicksal nicht ignorieren.“

    Im Vorfeld der Demonstration hatte das Bündnis mit der Plakatausstellung „Menschen ohne Papiere“ von Kein Mensch Ist Illegal Köln zum Thema Flucht, Migration und Antirassismus eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert. Die 80 Plakate waren unter anderem in der Universität oder im Pavillon zu sehen. Einzelne Plakate hingen in zahlreichen Kneipen und Jugendzentren. Die Ausstellung wurde von zahlreichen inhaltlichen Veranstaltungen begleitet.

    Home » 28.01.06 | »Reisende kennen keine Scham!«

    28.01.06 | »Reisende kennen keine Scham!«

    Plakat

    Aufmarsch

    Auf allen Ebenen mit allen Mitteln:
    Den Neonaziaufmarsch in Celle verhindern!

    Am 28. Januar 2005 wollen sogenannte „freie Kameradschaften“ um Christian Worch in Celle einen Aufmarsch durchführen. Außerdem sind am gleichen Tag Demonstrationen in Berlin, Dortmund und Karlsruhe angemeldet, welche Teil eines dezentralen Aktionstages gegen den §130 (StGB) sind. Dieser Paragraph stellt Volksverhetzung unter Strafe und hindert die Nazis an der von ihnen angestrebten unverblümten Hetze gegen alles, was nicht in ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild passt. Wegen einer solchen unverhohlenen Rede auf einem Naziaufmarsch in Duisburg am 26.6.2004 gegen den Bau einer Synagoge muss nun Axel Reitz, ein Führungskader des “freien nationalen Widerstandes” und des “Kampfbunds deutscher Sozialisten” (KDS), eine fast zweijährige Haftstrafe antreten.

    Nie frei, nie sozial, nur Nazi!
    Der „freie nationale Widerstand“ hat sich neben der NPD als zweite Kraft im organisierten Neonazispektrum etabliert. Es handelt sich hierbei um eine Strömung, die sich in Abgrenzung zu eben jener als zu starr und zu wenig „revolutionär“ kritisierten Parteiorganisation bildete. Um weniger angreifbar für staatliche Repression und antifaschistische Interventionen zu sein, wird versucht die undurchschaubareren und flexibleren Strukturen der autonomen Linken nachzuahmen. Die hierarchische Gliederung wird dabei beibehalten, jedoch nach außen formal nicht festgeschrieben. Bundesweit existieren ca. 160 bekannte „freie“ Kameradschaften, mit jeweils fünf bis 30 Mitgliedern. Diese vernetzen sich über so genannte Aktionsbüros, welche als Plattform genutzt werden. Gerade jüngere Menschen versuchen sie mit einer „rechten Erlebniswelt“ aus Partys, Musikkonzerten oder beim Fußball für ihre faschistische Ideologie zu ködern. Der wohl wichtigste “Führer” der “Freien”, ist der oben erwähnte Hamburger Christian Worch, der das “Aktionsbüro Norddeutschland” leitet, und eng mit den wichtigen Personen des KDS zusammen arbeitet. Die Kader des KDS sind oft identisch mit den Kadern der “freien Nationalisten” und ihren Kameradschaften. Im Gegensatz zu den Kameradschaften hat der KDS jedoch formale Strukturen wie Mitgliedsbeiträge etc. Dennoch können auch Nicht-Mitglieder, wie z.B. Worch, wichtige Funktionen übernehmen. Zu den Drahtziehern gehören hier, neben dem genannten Axel Reitz aus Köln und dem KDS Führer Thomas Brehl aus dem hessischen Langen, auch der vor ca. einem Jahr nach Celle gezogene Daniel Gräf – Leiter des “KDS Stützpunkt” Celle und Redner auf diversen Aufmärschen der letzten Monate. Gräf ist außerdem Macher der Webseite “Bürgerinitiative für Zivilcourage Celle”, einer Kopie der “BfZ Hildesheim” des Neonazis Dieter Riefling. Durch diese Webseiten versuchen sie sich ein bürgerfreundliches Image zu geben und ihren rechtsextremen Inhalt so zu verpacken, dass er für politisch Unbedarfte nicht sofort als solcher zu erkennen ist.

    Know your enemy…
    Mit dem KDS Celle tritt erstmals, seit der Selbstauflösung der “Kameradschaft 77 Celle/Hannover” und dem Rückzug der “Kameradschaft 73″ aus der Öffentlichkeit, eine Naziorganisation in der Region in Erscheinung. Diese waren nach dem brutalen Mord an Peter Deutschmann 1999 in Eschede verstärkt auf Naziaufmärschen aufgetreten, versuchten Infostände in der Celler Innenstadt sowie eine Hetzkampagne gegen das soziokulturelle Zentrum “Buntes Haus” durchzuführen. Aufgrund der Interventionen lokaler Antifas war es gelungen, einen öffentlichen Druck gegen die Celler Naziszene aufzubauen, die dann auch zu staatlichem Handeln in Folge von Strafverfahren, etc. führte. Nachdem sich die Celler Neonazis in den folgenden Jahren öffentlich eher “ruhig” verhielten, kommt es in den letzten zwei Jahren wieder verstärkt zu Aktivitäten aus diesem Umfeld. Die Höhepunkte sind die bis heute über 40 Anschläge auf kurdische Geschäfte und Autos, ein Brandschlag auf das “Bunte Haus” sowie eine Vielzahl von Übergriffen auf linke und/oder Jugendliche mit migrantischem Hintergrund.

    Fight the players!
    Die oben erwähnten Aktivitäten bilden dabei nur die extreme Zuspitzung einer alltäglichen rassistischen Grundstimmung, die auch in der bürgerlichen Gesellschaft vorhanden ist. So war es z.B. die Celler CDU, allen voran der damalige Oberstadtdirektor und jetzige Oberbürgermeister Martin Biermann und der Bürgermeister von Bergen Prokop, die seit Mitte der 90er Jahre gegen die Immobilienkäufe von KurdInnen eine großangelegte Hetzkampagne betrieben. Unterstellt wurden vermeintliche Drogengeschäfte, Geldwäsche, Sozialbetrug, “Aldi-Tüten voller Bargeld”, Mafiastrukturen usw., so dass die LeserInnen der Celleschen Zeitung den Eindruck gewinnen mussten, der Großteil der Celler KurdInnen hätte ihre Häuser mit kriminellem Geld gekauft. Selbst die Mahnung des damaligen Celler Generalstaatsanwalts, der darauf hinwies, dass es keinen “einzigen Hinweis auf Geldwäsche” oder auf “illegale Drogengeschäfte” gäbe, konnte Biermann nicht aufhalten. Auch die Lüneburger Staatsanwaltschaft wies letztendlich die Vorwürfe als unhaltbar zurück.

    Ein weiteres Beispiel des bürgerlichen Rassimus stellt der Mauerbau 2000 um das Flüchtlingsheim in Celle dar. Das erklärte Ziel der Errichtung der 1,80 Meter hohen und mit Stacheldraht versehenen Mauer war, dass die Stadt die Drogen- und Kriminalitätsszene, die sich um das Heim ausgebreitet habe, in den Griff bekommen wollte. Außerdem sollten die deutschen AnwohnerInnen vor Belästigungen durch Lärm und Müll geschützt werden. Weitere Maßnahmen waren die Errichtung einer Eingangsschleuse und die Bewachung durch einen Sicherheitsdienst.
    Es gab keinen Widerstand seitens einer der im Rat vertretenen Parteien. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Rejmann versuchte sich an die Spitze der angeblichen Volksmeinung zu setzen, indem er eine Rede hielt, die jede Ursachenforschung vermied und Abschiebungen und die “Härte des Gesetzes” forderte. Das Flüchtlingsheim war stark überbelegt und die Wohnbedingungen waren dementsprechend katastrophal. Von politischer Seite wurden jedoch niemals Maßnahmen wie die Unterbringung in menschenwürdige Wohnungen und die Verbesserung der materiellen Situation der Flüchtlinge erwogen. Die Politik der Stadt sieht ausschließlich Konzentration und Isolation der Flüchtlinge vor. Der Bau des Schutzwalles, offiziell “Einfriedungsmauer” genannt, fügt sich damit in eine Politik ein, die die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Flüchtlingen betreibt. Sie werden durch die Maßnahmen der Stadt Celle ohne Gerichtsurteil im Heim eingesperrt.

    Als aktuelles Beispiel, ist die Aussage eines Polizeisprechers in der Celleschen Zeitung im Zusammenhang mit einer Razzia im Dezember 2004 zu nennen, dass gegen “acht Mitglieder einer Zigeunersippe” ermittelt werde. Solche rassistischen Ausfälle brauchen wohl kaum noch weiter erläutert werden.

    Fight the game!

    Diese oben genannten Beispiele sind nicht bloß Ausfälle einiger Einzelpersonen oder ewig gestriger Cliquen, die es zufällig in Machtpositionen geschafft haben. Sie zeigen auch wie die ökonomische Verwertungslogik den vorhandenen Rassismus zum Vorteil der bestehenden Verhältnisse funktionalisiert.
    Hierbei werden MigrantInnen aufgeteilt in “brauchbar” und “überflüssig”. Es spielt keine Rolle, ob ihre Motive zu immigrieren die Flucht vor Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Ausbrüche aus patriarchalen Strukturen, ökonomische Not (welche häufig durch die nackte Gewalt des kapitalistischen Weltmarktes entsteht) und/oder die Suche nach einem besseren Leben sind.
    Von den “brauchbaren MigrantInnen” ist ihre billige, flexible und gewerkschaftlich
    unorganisierte Arbeitskraft erwünscht. Manche von ihnen können ihre Arbeitskraft als qualifizierte ExpertInnen z.B. in der Computerindustrie verkaufen. Die Mehrheit arbeitet hingegen im Niedriglohnsektor und nicht selten ohne Papiere: z.B. als Reinigungskräfte, Küchenpersonal oder SexarbeiterInnen. Sie versorgen den globalen Arbeitsmarkt, insbesondere die reichen Industrieländer, je nach Bedarf mit zusätzlicher Arbeitskraft.

    Für die “Überflüssigen” also die unerwünschten MigrantInnen gibt es keine Verwendung, aus ihnen kann kein Profit geschlagen werden. Sie sollen nach Möglichkeit gar nicht erst in die reichen Industrieländer einreisen. Diese scheuen keine Mühe, die von ihnen als zügellos und unberechenbar wahrgenommene Autonomie von Flucht und Migration unter Kontrolle zu bringen, wie es vor kurzem allzudeutlich bei dem “Sturm auf Europa” zu sehen war. Tausende von Flüchtlingen versuchten mit Leitern die Festung Europa von Marokko aus zu erreichen,wobei es unzählige Verletzte und viele Tote gab.
    Die MigrantInnen die es doch schaffen einzureisen, werden in die Illegalität gezwungen oder schikaniert, in Lager gesperrt und abgeschoben.

    Polizeistaatsnaziaufmärsche stoppen!

    Die Neonazis wurden längst schon von der deutschen Regierung überholt, denn diese ist für die rassistische Realität verantwortlich mit der die MigrantInnen tagtäglich konfrontiert sind. Von dieser Machtstellung können die FaschistInnen nur träumen.
    Genauso können sie sich darauf verlassen, dass sie von Hunderschaften polizeilicher Kampfroboter geschützt werden, ohne die sie wohl kaum einen Aufmarsch zu Ende bringen könnten.

    So setzte die Polizei im Juni in Braunschweig Wasserwerfer gegen eine Sitzblockade von mehren hundert Menschen ein und im September 2005 wurde in Oldenburg für 70 angereiste Neonazis die Strasse von 3000 PolizistInnen frei gemacht.

    Doch den Protest gegen die Neonazis mit einem massiven Aufgebot aus dem Weg zu räumen und weg zu sperren, klappt nicht immer: Der geplante Aufmarsch am 29. Oktober 2005 in Göttingen wurde für Neonazis und Polizei zum Desaster. Die Neonazis, die über Hannover nach Göttingen reisen wollten, mussten eine Zwangspause einlegen, da die Polizei angesichts der massiven antifaschistischen Präsenz im Bahnhof nicht für ihre Sicherheit garantieren konnte.
    In Göttingen beteiligten sich mehrere tausend Menschen an einer Blockade des Bahnhofs. Der braune Wanderzirkus kam nur wenige hundert Meter weit. Die gesamte Strecke wurde durch, teils brennende, Barrikaden versperrt und immer wieder gab es Sitzblockaden mit großer Beteiligung. Derweil machten laute Musik und Transparente von vielen Häusern an der Naziroute den FaschistInnen deutlich, dass sie nicht erwünscht sind.

    Für uns gilt: Wenn wir als AntifaschistInnen gegen Nazis aktiv werden, dann steht dahinter auch immer der Kampf gegen Rassismus, ob an Stammtischen oder in Gesetzen, und gegen das kapitalistische System als Ganzes.

    Kein ruhiges Hinterland fuer Nazis und andere Rassisten!
    Kapitalismus abschaffen!

    Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Auftritt bei Anti-Flag

    Internet

    Home » 26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    26.08.07 | Nazi Outing in Langenhagen

    Foto

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Autonome AntifaschistInnen vor dem Haus von Alfred Brückner

    Flugblatt

    Antifaschistische Information
    Liebe Anwohnerinnen und Anwohner
    Am 15. September 2007 will der Landesverband Niedersachsen der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) seinen zentralen Wahlkampfauftakt im Concress Centrum Hannover abhalten.
    Mit hetzerischen und rassistischen Reden sollen die eigenen Mitglieder auf den Wahlkampf für die Landtagswahl 2008 eingestimmt werden. Neben bekannten NPD Funktionären sollen auch Kader der parteifreien Neonazis, den so genannten „Freien Kameradschaften“, zu diesem Anlass als Redner auftreten.

    Ihr Nachbar wird vermutlich auch dabei sein, denn es gibt einen
    Nazi in ihrer Nachbarschaft!

    Der Elektromeister Alfred Brückner ist Spitzenkandidat der NPD Hannover zur Landtagswahl 2008.
    Brückner ist schon lange in der NPD aktiv und bekleidete verschiedene Ämter.

    Innerhalb der NPD Hannover gilt er als „Arbeitstier“. Die Dienstfahrzeuge seines Elektrobetriebes hat er wiederholt zum Aufhängen von NPD Plakaten zur Verfügung gestellt. Die Wahlplakate lagerten in seinem Haus in der Hackentahlstr. 37 in Langenhagen-Wiesenau.

    Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es auch kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für „Führergeburtstagsfeiern“ genommen wird.

    Des weiteren ließ Brückner immer wieder junge NPDler für sich arbeiten, um die Jugendlichen auf diese Weise fester an die NPD zu binden.

    Die NPD versucht nach außen den Schein einer legalen, bürgerlichen Partei zu vermitteln. Doch gerade ihre jungen AnhängerInnen sind es, die immer wieder durch brutale Gewalttätigkeiten in Erscheinung treten. Im August letzten Jahres schoss ein junger Neonazi aus Langenhagen in der Innenstadt von Hannover einem Jugendlichen mit einer Gaspistole ins Gesicht, sodass dieser ärztlich behandelt werden musste.

    Sie dürfen nicht tatenlos dabei zusehen, wie die NPD ungestört ihre rassistische Hetze verbreitet!
    Werden sie aktiv – auch in ihrer Nachbarschaft!
    Beteiligen sie sich an den Aktivitäten gegen das Nazitreffen am 15. September in Hannover!

    Aktive AntifaschistInnen Hannover

    Pressemitteilung

    Antifa outet Alfred Brückner

    Am heutigen Sonntag wurde der Spitzenkandidat der NPD Hannover für die kommenden Landtagswahlen 2008 geoutet.
    Autonome AntifaschistInnen zogen heute vor das Haus von Alfred Brückner in Langenhagen-Wiesenau. Mit Feuerwerkskörpern und Sprechchören protestierten sie gegen den langjährigen NPD Funktionär.

    Zusätzlich wurden Flugblätter an die Haushalte der angrenzenden Straßen verteilt, in denen die Bevölkerung über die Aktivitäten des NPDlers aufklärt wurde.
    In dem verteilten Flugblatt heisst es: “Alfred Brückner ist Funktionär einer Partei, die sich unverhohlen am Parteiprogramm der NSDAP orientiert. So ist es kein Wunder, dass die Feier seines Geburtstages, der um den 20. April (Geburtsdatum von Adolf Hitler) herum liegt, von Nazis als willkommener Anlass für ,Führergeburtstagsfeiern’ genommen wird.”

    Explizit wurde auch auf den Wahlkampfauftakt der niedersächsischen NPD am 15. September hingewiesen, der im Hannover Congress Centrum stattfinden soll.

    “Mit dem heutigen Outing von Alfred Brückner wollen wir deutlich machen, dass Nazis vor uns keine Ruhe haben. Der Wahlkampfauftakt der NPD in Hannover ist eine Provokation, die nicht unbeantwortet bleibt. Nicht nur am 15. September werden sich die Faschisten mit unserem Widerstand konfrontiert sehen”, kommentierte Sonja Brünzels, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], die Aktion.

    Mit antifaschistischen Grüßen!

    Sonja Brünzels
    Pressesprecherin der [AAH]

    Berichte

    indymedia

    Home » 02.06.07 | …ums Ganze! Block in Rostock

    02.06.07 | …ums Ganze! Block in Rostock

    Danke an die Antifaschistische Jugendaktion Kreuzberg für Die Fotos.

    Home » 23.05.07 | …auf den Geschmack gekommen

    23.05.07 | …auf den Geschmack gekommen

    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    Home » Sommer 2006 | Interview im Spirit Nord

    Sommer 2006 | Interview im Spirit Nord

    Vom 12. bis zum 16. Juli war sie wieder, die Mondiali Antirazzisti in Montecchio, Reggio Emilia.
    (Italien, nahe Parma und Bologna).
    Auf 16 Kleinfeldern wurde gekickt, demonstriert und gefeiert.
    Neben Fan- und Ultrágruppen waren auch Politgruppen,wie die AAH in Montecchio vertretten.
    Diese standen uns Rede und Antwort zur Mondiali Antirazzisti.
    Erzählt uns erstmal wer Ihr seid?
    Wir sind Sonja und Felix von der AAH. Zur Mondiali 2006 sind wir zusammen mit dem Team von “Partizan Hannover” gefahren, ein gemischtes Team, das auch schon in der Vergangenheit bei der Mondiali war.
    Könnt Ihr uns erzählen was die Mondiali Antirazzisti ist?
    Die Mondiali Antirazzisti ist eine von linken Ultra-Gruppen organisierte antirassistische Fußball-WM.
    In diesem Jahr hat sie zum zehnten Mal stattgefunden. Im Vordergrund des Fußballturniers steht aber nicht der sportliche Erfolg, sondern das Zusammenkommen verschiedener Menschen und Gruppen.
    Was macht nach eurer Meinung der Reiz der Mondiali aus?
    Da lässt sich vieles aufzählen: Zum einen natürlich das gemeinsame Fußball spielen in einer durchweg antirassistischen und deswegen sehr entspannten Atmosphäre. Sowohl im Turnier als auch in zahlreichen Freundschaftsspielen. Daneben hat die Mondiali aber auch einen Festival-Charakter, mit Open-Air Konzerten, diversen Infoveranstaltungen und Workshops. Diese sind genauso kostenlos, wie die Teilnahme am Turnier und das Drumherum (duschen etc.). Finanziert wird die Mondiali zum großen Teil aus Spenden und dem guten Essens- und Getränkeangebot vor Ort. Außerdem findet sie im Sommer in Italien statt.
    Habt ihr negative Erfahrungen mit Rassismus im Sport gemacht?
    Auch im Sport haben wir Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Wir beide (Sonja u. Felix) waren zu Regional- und Zweitligazeiten öfter im H31 und da gibt es viele negative Erinnerungen. Begriffe wie “Neger” und “Zigeuner” sind immer noch sehr häufig benutzte Wörter im Stadion, und das ist kurz gesagt einfach scheiße. Das gleiche gilt aber auch für ebenfalls gängige Stadionbegriffe wie “Fotze” und “Schwuchtel”
    Neben Fußball waren noch andere Sportarten vertreten, welche waren die und habt ihr an denen auch teilgenommen?
    Basketball, Volleyball, Krökeln und dazu von Gruppen selbstorganisierte Workshops zu Cricket, Boxen und Kick-Boxen. Wir haben uns auf Fußball und Krökeln beschränkt.
    Welche Gruppen* waren in Montecchio da?
    Vertreten waren sehr viele Gruppen, am Fußballturnier haben alleine 204 Teams teilgenommen. Eine Auflistung aller Teams gibt es im Internet. Uns sind vor allem die Ultras St.Pauli, Roter Stern Leipzig und die Devils Bordeaux aufgefallen.
    Wie eignet sich die Mondiali Antirazzisti um internationale Kontakte zu anderen Antirassistischen Gruppen zu knüpfen?
    Sie eignet sich auf jeden Fall, es passiert aber nicht von alleine.
    Beschreib mal die/den Gruppe/Mensch der/die Mondiali besucht hat?
    Das sind Menschen aus ganz verschiedenen Spektren, die sich alle antirassistisch betätigen und das gemeinsam haben.
    Wie war aus eurer Sicht die Mondiali Antirazzisti 2006?
    Hat Spaß gemacht…
    Wollt ihr nächstes Jahr nach Montecchino reisen um sportlich Spaß zu haben und natürlich um ein Zeichen zu setzen?
    Falls nichts dazwischen kommt, ja.
    So die letzte Frage. Welchen Platz habt ihr auf der Mondiali Antirazzisti 2006 gemacht?
    Naja, bei der Mondiali geht es ja nicht in erster Linie ums gewinnen, weshalb wir beschlossen haben über unsere Platzierung nicht zu sprechen.
    *Ultràgruppen und andere Gruppen/Personen
    Wir danken der AAH für das Interview!

    Weitere Informationen: http://www.jungleworld.com/seiten/2006/30/8195.php

    Berichte bei

    » Spirit Nord

    Home » 18.12.06 | Naziprovokation nach “Böhse Onkelz”-Party im Labor

    18.12.06 | Naziprovokation nach “Böhse Onkelz”-Party im Labor

    Am Freitag Abend ist es bei einer “Böhse Onkelz”-Party im Labor (Callinstraße 23, 30167 Hannover) zu Übergriffen durch Konzertbesucher auf linke und alternative Jugendliche gekommen. Sonja Brünzels, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover dazu: “Wiederholt wurde das Labor zu einem Treffpunkt für Neonazis. Bereits bei der letzten “Böhse Onkelz”-Veranstaltung kam es zur Auseinandersetzung mit Anhängern der extremen Rechten. Leider hat die Erfahrung nicht zum bewussten Umgang mit diesem Thema und angemessenen Konsequenzen seitens des Betreibers beigetragen.”

    Am Abend des 15. Dezember ´06 provozierten Konzertbesucher der “Böhse Onkelz”-Party linke und alternative Jugendliche mit Parolen wie “Hier marschiert der nationale Widerstand” sowie “1-2-3 – Gewaltäterkartei” und griffen diese schließlich u.a. mit Flaschenwürfen an. Die Linken hatten zuvor die Verwendung von extrem rechten Symbolen durch die Besucher der Veranstaltung kritisiert. Auch Menschen mit migrantischem Hintergrund, die eine Party in der Mensa der Universität besuchten wurden Ziel der Angriffe. Die Band “Los Tioz”, die an diesem Abend im Labor auftrat und Lieder der “Böhsen Onkelz” covert, hatte anscheinend nichts gegen ihr Publikum einzuwenden. Später zogen Konzertbesucher, NS-Lieder gröhlend, vom Labor zur Bahnhaltestelle.

    Die Sprecherin der führt dazu aus: “Die Ereignisse von Freitag Nacht zeigen, dass sich die Fan-Gemeinde der ‘Böhsen Onkelz’ nach wie vor auch aus Neonazis zusammensetzt, die nicht davor zurückschrecken, die anzugreifen, die nicht in ihr Weltbild passen.”

    Die Kontroversen um die Band “Böhse Onkelz” geht weiter, obwohl sich die Band vor einiger Zeit aufgelöst hat. Zwar distanzierte sich die Band nach ihrer ersten Veröffentlichung offiziell von der extremen Rechten. Dennoch gab es immer wieder Grund, daran zu zweifeln. So legte der NPD Kreisverband Hannover seinen Anhängern 2003 nahe, ein Konzert der “Böhsen Onkelz” im Capitol zu besuchen. Die -Sprecherin hierzu: “Die Band verstand es, die Diskussionen um sich zu nutzen und so ein ‘Alle sind gegen uns’-Szenario aufzubauen. Mit diesem ‘uns’ können sich auch heute noch Neonazis identifizieren.”

    Die Räumlichkeiten in denen das Labor befindet, sind Eigentum der Universität Hannover und sind an Andreas Pechstein (Pechstein GmbH) verpachtet. Zumindest dem Pächter hätte bewusst sein müssen, wen er sich mit dieser Party ins Haus holt. Die Sprecherin der Antifa Gruppe kommentiert abschliessend: “Wer Veranstaltungen organisiert, die von Anhängern der extremen Rechten als Plattform genutzt werden, der muss auch Verantwortung für die Folgen tragen. Auch die Leitung der Universität hat eine Mitschuld an Vorfällen dieser Art, wenn sie weiterhin zulässt das Veranstaltungen mit diesem Charakter in ihren Räumlichkeiten durchgeführt werden.”

    Die Gruppe verweist vergleichsweise auf den Fall der Pächterin des Clubhauses von Hannover 96. Diese war in die Schlagzeilen geraten, weil sie ihre Räumlichkeiten dem Stammtisch der NPD Hannover zur Verfügung stellte.

    Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]

    Home » Kampagne 8. Mai | Damals wie heute: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

    Kampagne 8. Mai | Damals wie heute: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

    Aufruf:

    Damals wie heute gilt: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
    8. Mai – Tag des Sieges über den deutschen Faschismus
    Beteiligt euch am internationalistischen, antimilitaristischen Block!

    Niemals vergessen wir die Bilder der Mordstätten von Auschwitz und Treblinka! Niemals vergessen wir die Bilder der feiernden und jubelnden Menschen am 8. Mai 1945 in Paris, London, Moskau, Krakau und Amsterdam! Niemals vergessen wir die Profiteuren von Krieg und Vernichtung!

    Als die faschistische Wehrmacht am 8. Mai 1945 – vor 60 Jahren – kapitulieren musste, war dies für all jene Menschen, deren Länder von den Deutschen besetzt und mit unvorstellbarem Terror überzogen worden waren, ein Tag der Freude und der Befreiung. Die Nazis waren besiegt, und der Holocaust hatte ein Ende. Der 2. deutsche Welteroberungskrieg forderte über 50 Millionen Menschenleben. Sechs Millionen Jüdinnen und Juden, eine halbe Million Sinti und Roma waren in den Vernichtungslagern im Gas ermordet worden; Hunderttausende starben in der Zwangsarbeit für deutsche Konzerne wie die IG-Farben, Flick, Opel und Mercedes-Benz; dem eugenischen Rassenbild oder der bürgerlichen Sexual- und Arbeitsmoral nicht Entsprechende wurden als “unwertes Leben” getötet; genauso wie KommunistInnen, SozialdemokratInnen und alle anderen, die versuchten gegen die Nazibarbarei Widerstand zu leisten.

    Wessen Niederlage? Wessen Sieg?

    In Deutschland gab es keine Partisanenbewegung wie in Italien, Frankreich, Jugoslawien, Polen oder Griechenland. Nach der blutigen Zerschlagung der Arbeiterbewegung waren es nur die überlebenden KommunistInnen, SozialdemokratInnen und wenige bürgerliche DemokratInnen, die in den Lagern, der Illegalität oder aus dem Exil heraus versuchten weiter gegen die Nazis zu kämpfen. Geschlagen wurden die Nazis von außen – durch die Armeen der Alliierten, die mit Unterstützung der Partisanenverbände die faschistische Wehrmacht besiegten.

    Der 8. Mai wird in allen Nationen, die während des 2. Weltkrieges besetzt waren und deren Angehörige gegen Wehrmacht und SS gekämpft haben, als Tag der Befreiung vom Faschismus gefeiert. Angesichts des Grauens und des Leidens, aber auch des erfolgreichen Widerstands ist uns der 8. Mai, als Tag der Befreiung, Anlass zu feiern, dass “der große Weltbrand” (Brecht) vor 60 Jahren aufgehalten und besiegt werden konnte.

    Der Krieg ist noch längst nicht vorbei

    Gerade die Nazi-Erfahrung, so die rot-grüne Regierungspropaganda, befähigt Deutschland zu “verantwortungsvollem Handeln in der Welt” – die bigotte Moral der späten Sieger passt perfekt ins militärische Kalkül und ökonomische Geschäft. So lassen sich selbst die Gräuel von Auschwitz, Treblinka und Sobibor nachträglich noch mal verwerten. Als Deutschland 1999 mit seiner Beteiligung am Angriffskrieg gegen Jugoslawien die zentrale Konsequenzen aus dem Faschismus – “Nie wieder Krieg!” – bei Seite wischte, diente die Nazi-Geschichte ausdrücklich als Aufforderung zur Kriegsbeteiligung. Wer, wenn nicht die Deutschen könnte besser das neue “Auschwitz”, das Fischer und Scharping im Kosovo herbeilogen, verhindern?

    Ließen sich Kriege in der Vergangenheit eher als eine Art Ausnahmezustand beschreiben, so sind sie heute längst grausame Normalität. Imperialistische Kriege haben keinen Anfang und kein Ende mehr. Und dies sowohl zeitlich, als auch territorial. Krieg ist permanent und global. Um ihn zu legitimieren werden wahlweise Massenvernichtungswaffen oder Menschenrechte herangezogen.
    Dagegen muss sich antimilitaristische Politik zur Prämisse machen: Was bewaffnet worden ist, kann auch wieder entwaffnet werden. 50 Jahre Bundeswehr sind 50 Jahre zuviel.
    Aber Appelle an die Herrschenden nützen da nichts. Was gebraucht wird, ist eine Strategie die eingreift. Was gebraucht wird, ist eine Haltung, die die zunehmende Normalisierung des Militärischen im Alltag durchbricht, ihr alltäglichen Widerstand entgegensetzt.

    Wir stehen gegen den imperialistischen Krieg und die Relativierung des deutschen Faschismus. Der Nazifaschismus ist uns Mahnung und Aufforderung, in Zeiten gesteigerter Ausbeutung, globaler Kriegsverhältnisse und Besatzungsregime, sowie eines grassierenden Rassismus, Antisemitismus und einer aggressiven neofaschistischen Bewegung nicht wegzuschauen, sondern zu handeln und die Neonazis, sowie ihre geistigen Brandstifter an den Stammtischen und in den Parlamenten zu bekämpfen!

    Im Trikont hat für den Großteil der Menschen der Krieg 1945 genauso wenig aufgehört, wie er ihnen jemals erklärt wurde. Es ist das imperialistische Herrschaftsverhältnis und der Kapitalismus, das den Faschismus überhaupt erst ermächtigte und seinen Expansionskrieg möglich werden ließt. Der Aufbau einer freien und gleichen Gesellschaft ist ohne Überwindung der kapitalistischen Ausbeutung, der Herrschaft des Menschen über den Menschen, nicht zu denken. In diesem Sinne rufen wir alle Menschen auf am 8. Mai 2005 mit uns auf die Straße zu gehen und sich den Faschisten entgegenzustellen! Beteiligt euch am internationalistischenn, antimilitaristischen Block

    Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
    Kein Frieden mit dem deutschen Großmachtstreben!
    Für einen kämpferischen Antifaschismus!
    Hoch die internationale Solidarität!

    Agitprop-Aktion im Vorfeld:

    PassantInnen konnten hinter einer Fotowand als RotarmistIn auf dem Reichstag posieren. Dann gab es die Möglichkeit Fotos zu schiessen. Viele namen diese Möglichkeit wahr.

    Inhaltlich wurde die Aktion von Redebeiträgen der [AAH] und der PDS Hannover begleitet.

    Auch die Jungs von ZSK, die an diesem Tag einen Auftritt in Hannover hatten, ließen es sich nicht nehmen bei der Aktion vorbei zu schauen.

    Die PassantInnen waren begeistert. O-Ton: “Das ist doch ein tolles Muttertagsgeschenk.”

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    Erste Interessierte bleiben stehen


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    Erinnerungsfotos werden geschossen


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    Lenin ist auch da ;)


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    brought to you by AAH


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    Home » Herbst 2003 | Polizeistaatsaufmärsche bekämpfen

    Herbst 2003 | Polizeistaatsaufmärsche bekämpfen

    Vor dem Hintergrund der Kampagne “Heimreise statt Einwanderung, denn deutsche Kinder braucht das Land” der niedersächsischen NPD und verschiedener “freien” Kameradschaften, gab es eine Positionierung linksradikaler Antifa Gruppen aus Niedersachsen:

    Polizeistaatsaufmärsche bekämpfen

    Unter dem blöd-rassistischen Motto “Heimreise statt Einwanderung – Deutsche Kinder braucht das Land” hat der Landesverband Niedersachsen der NPD für den 18. Oktober in Braunschweig und für den 29. November in Lüneburg Aufmärsche angekündigt. Bereits am 24. Mai machte der braune Wanderzirkus unter der gleichen Parole Station in Hannover. Der Kreis von Stiefelnazis, der da durchs Land gekarrt wird, um unverblümt Rassismus zu propagieren, ist an sich gesellschaftlich kaum relevant und würde ohne Hunderschaften an polizeilichen Kampfrobotern wohl kaum einen Aufmarsch zu Ende bringen können. Der Ruch von Brandstiftern und stumpfen Totschlägern isoliert sie von gesellschaftlichen Debatten.

    Das bedeutsame an den Naziaufmärschen ist neben der internen Event- und Verfestigungswirkung für die Nazis selbst vor allem die damit einhergehende Klimaveränderung. Wenn der offene Rassismus lautstark durch die Straßen zieht, muss sich auch der deutsche Spießer nicht mehr zurückhalten. Der deutsche Biedermann ist zumeist nicht viel weniger rassistisch, doch traut er sich noch nicht immer, dieses auch jenseits von Leserbriefspalte und Schützenfest offen auszuleben. Sein Rassismus ist Ergebnis der Produktionsverhältnisse und bürgerlicher Ideologie. Anstatt sich dem Konkurrenzdruck des kapitalistischen Verwertungsmarktes entgegenzustellen, sehnt er sich nach dem Stallgeruch eines imaginierten nationalen Kollektivs, erhofft sich die Geborgenheit einer Gemeinschaft und nimmt alles, was von außen kommt, als feindlich wahr. Für den Schritt von dieser vermeintlichen Selbstbestimmung durch Abgrenzung bis zum rassistischen Totschlag braucht es manchmalwenig – nur Promille. Im gemeinsamen Ursprung – der kapitalistischen Vergesellschaftung – besteht dabei die Wesensverwandtschaft zwischen bürgerlicher Demokratie und Faschismus. Für die radikale Linke heißt das, dass ihr Gegner – unabhängig vom Kampf gegen Nazis oder der Auseinandersetzung mit demokratischen Rassisten – immer dieses System als Ganzes ist. Ein Ende des bürgerlichen Wahn-Sinns, von dem auch der Rassismus nur ein Symptom ist, ist letztlich nur durch die Abschaffung der kapitalistischen Konkurrenz- und Ausbeutungssituation möglich. Aktionen gegen Naziaufmärsche und Rassismus sind theoretisch nicht mehr als Symptombekämpfung.

    Die Realität dieser Symptome jedoch ist blutig und oftmals tödlich. Ihre Opfer gehören zu den marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen, und insofern ist der Kampf gegen Nazis und Rassismus eine Form gelebter Solidarität. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Also, was tun gegen Naziaufmärsche? Neben den Versuchen einer direkten Intervention sollte niemals der Versuch aufgegeben werden, nicht-organisierten Menschen Aktionsmöglichkeiten zu eröffnen jenseits der Kundgebungen der Zivilgesellschaft, die nicht selten von Protagonisten des staatlichen Rassismus selbst angeführt werden und bei denen in der Regel die Sorge um ein schlechtes Standort-Image im Vordergrund steht. Unsere Politik endet nicht mit dem Kampf gegen Nazi-Aufmärsche.

    Es gilt daher, unseren Inhalten einen eigenen Ausdruck zu verschaffen, der nicht von der Mobilmachung der Zivilgesellschaft zu vereinnahmen ist und über den Tag hinaus Leute für revolutionäre Politik gewinnt.

    Die Vernichtung der Wurzeln des Faschismus bleibt unser Ziel!
    Keine Naziaufmärsche in Braunschweig, Lüneburg, Hannover oder sonst wo!

    Unterzeichnerinnen: Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Antifaschistisches Plenum & Jugend Antifa Aktion (JAA) Braunschweig, Autonome Antifa [M] Göttingen, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen

    Berichte

    indymedia

    Home » 06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    AAH Mobilisierungsplakat gegen den Naziaufmarsch

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    Home » September 01 | Genua Solidarität

    September 01 | Genua Solidarität

    Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

    Plakat für verschiedene Soli-Dates für die Leute, die wegen Genua von Repression betroffen waren.

    Home » Landtagswahl | Wählt den antifaschistischen Kampf!

    Landtagswahl | Wählt den antifaschistischen Kampf!

    Wahlplakat: Wählt den antifaschistischen Kampf!

    Home » 17.05.03 | Das Versteckspiel der Nazis

    17.05.03 | Das Versteckspiel der Nazis

    Plakat der AAH zur Versteckspiel-Veranstaltung.

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    24.05.03 | Jede Revolution hat einen Abend

    Plakat

    Plakat der [AAH] für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo

    Plakat der AAH für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo.

    Home » 19.01.02 | Chase the Fascists out of Town Skank

    19.01.02 | Chase the Fascists out of Town Skank

    Antifaschistische Ska Party. Mit Rudimentary Sound und der Antifa Aktion Hannover.

    Antifaschistische Ska Party. Mit Rudimentary Sound und der Antifa Aktion Hannover.

    Home » 06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    AAH Mobilisierungsplakat gegen den Naziaufmarsch

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    06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    AAH Mobilisierungsplakat gegen den Naziaufmarsch

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    September 01 | Genua Solidarität

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    06.10.01 | Antifa Demo in Hannover

    AAH Mobilisierungsplakat gegen den Naziaufmarsch

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    09.08.02 | Agit Prop gegen Fischer

    Home » Antifa Info Abend 01/10

    Antifa Info Abend 01/10

    Monatliche Infoveranstaltung zu verschiedenen Themen aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft in gemütlicher Atmosphäre.

    Do. 21. Januar 2010 | UJZ Korn | 20 Uhr

    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion

    Fotos

    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Berichte

    » indymedia #1
    » indymedia #2
    » indymedia #3
    » indymedia #4

    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion

    Fotos

    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos





    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

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    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Berichte

    » indymedia #1
    » indymedia #2
    » indymedia #3
    » indymedia #4

    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos









    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

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    Vorfeldaktion



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    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Berichte

    » indymedia #1
    » indymedia #2
    » indymedia #3
    » indymedia #4

    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos









    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos









    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

    Berichte

    » indymedia #1
    » indymedia #2
    » indymedia #3
    » indymedia #4

    Home » 27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos









    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos

    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    27.04.02 | den rechten konsens kippen! den naziaufmarsch verhindern!

    Plakat

    Vorfeldaktion



    Fotos

    Nachbereitung

    Anständiger Aufstand. Eine Analyse der AAH
    ::Auf zum Anständigen Aufstand!

    Am Samstag den 9. März 2002 fand in Barsinghausen eine Demonstration unter dem Motto:”Wir bleiben hier” statt. Diese Demonstration sollte eine Gegenveranstaltung zu dem gleichzeitig stattfindenen Nazi-Aufmarsch der NPD/JN und der sogenannte “Kameradschaft Weserbergland” sein. Sie wurde von einem “Bündnis gegen Rechtsextremismus” aus Barsinghausen organisiert, das ursprünglich von den örtlichen “JungsozialistInnen in der SPD” (Jusos) ins Leben gerufen worden war.

    Dieses Bündnis besteht im wesentlichen aus VertreterInnen der etablierten Parteien von den Grünen bis zur CDU und deren Jugendorganisation “Junge Union”, aber auch aus örtlichen kirchlichen, schulpolitischen und gewerkschaftlichen Kreisen sowie dem “alternativ” geprägten aber städtisch abhängigen Jugendtreff “Falkenkeller”.Die Antifaschistische Aktion Hannover machte hingegen in ihrem Aufruf deutlich, dass sie zu einem “anständigen Aufstand gegen den Aufmarsch der Neo-Nazis” aufruft. Angelehnt ist diese Metapher an dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgerufenen “Aufstand der Anständigen”. Dass der Schrödersche “Aufstand der Anständigen” kein Aufstand ist und wenig mit Anstand zu tun hat ist für uns keine Frage: Nicht nationalistische Diskurse werden bekämpft, nicht Rassismus und auch nicht das immer noch gültige und antiquierte Bluts- und Abstammungsrecht als vorrangige Ausgangsbasis für den Besitz eines bundesdeutschen Personalausweises! Dieses “Abstammungsrecht” ist Grundlage für völkische Ideen und einer fiktiven deutschen “kulturellen Identität” und “Leitkultur”.

    Schröders “Aufstand der Anständigen” richtet sich gegen den Extremismus an sich und macht in alter Manier die Gleichsetzung von links und rechts – wobei selbst den Schwerfälligsten zwischenzeitlich aufgegangen sein dürfte, dass es die Rechten sind, die Häuser niederbrennen, Menschenjagden veranstalten und für den Tod zahlloser Menschen verantwortlich sind. Der sogenannte “Aufstand der Anständigen” war und ist in erster Linie ein Griff in die Mottenkiste der Totalitarismusthesen mit dem Ziel der Stabilisierung der deutschen Kriegs-Zivilgesellschaft, – und das selbst in Zeiten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr!”

    Wer diesen ‘antitotalitären Konsens’ in Frage stellt, wer z.B. den alltäglichen und von allen Regierungsparteien getragenen Rassismus der deutschen Asyl- und Migrationspolitik benennt, zwingt den diskursiven Mainstream, über die Wurzeln nachzudenken, darüber, woher rassistischer Terror und antisemitische Hetze stammen, und ist deshalb zugleich “extremismusverdächtig” und damit diskreditiert.

    Von den örtlichen VertreterInnen genau dieser Regierungsparteien wurde die Demonstration maßgeblich initiiert und angeführt. Ein Dilemma für AntifaschistInnen, die den Minimalkonsens ‚Alle gemeinsam gegen die Nazis‘ kritisch in Frage stellen. Konsequenter Antifaschismus will nicht nur die Neonazis bekämpfen sondern auch an die Wurzeln des Problems gehen und die Zusammenhänge, in denen der Neofaschismus steht, aufzeigen.

    Als Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] beteiligen wir uns aber auch an antifaschistischen Demonstrationen wie in Barsinghausen, die von linksliberalen und bürgerlichen Kräften zumindest geprägt sind. Es ist uns wichtig mit unseren Positionen auch an antifaschistische Kräfte heranzutreten, die sich nicht der radikalen Linken zuordnen lassen. Und auch das Bewußtsein einer Bevölkerung, die zunehmend apolitisch – oder sogar ‚rechts eingestellt‘ – ist, wird sich nicht durch das Fernbleiben einer radikalen Linken dahingehend verändern, dass sie sensibel und empört auf das Auftreten neofaschistischer Gruppen oder die Durchsetzung rassistischer Politik reagiert!

    Wobei die Beteiligung an Demonstrationen, auf deren inhaltlicher Ausprägung man keinen Einfluss hatte, die Gefahr birgt, stillschweigend die totalitaristische, rassistische und heute auch kriegsführende Politik Deutschlands zu unterstützen und sich als ‚Fußvolk‘ für den Schröderschen ‚Aufstand der Anständigen‘ herzugeben. Gegen diese Politik hätten wir lieber einen anständigen Aufstand.

    Betreffend der Demonstration am 9.3.2002 in Barsinghausen war für die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] klar: Der Aufmarsch der Nazis sollte verhindert oder zumindest empfindlich gestört werden und auf der Kundgebung des Bündnisses sollte ein Redebeitrag gehalten werden, mit dem unsere politischen Beweggründe vermittelt werden. Was in der Berichterstattung der Medien überhaupt nicht auftauchte: Dieser Redebeitrag wurde auch gehalten, weil die [AAH] mit einem Redebeitrag spontan für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN – Bund der AntifaschistInnen) einspringen durfte. Eine Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] erklärte folgendes:

    Dass die Neonazis heute so oft und so zahlreich auftreten können liegt auch daran, dass der Staat und die jeweiligen Regierungen jahrelang eine Politik gemacht haben, die die Entwicklung des Neofaschismus ignoriert bzw. vorangetrieben hat:
    Mit “akzeptierender Sozialarbeit” haben sie nicht nur den Neofaschismus zu einem Jugendproblem angeblicher Modernisierungsverlierer verharmlost, sie haben den Neofaschisten zudem zu Treffpunkten, Übungsräumen usw. verholfen.
    Mit den “Ausländergesetzen” haben sie nicht nur die Lage der MigrantInnen beständig verschlechtert. Weit davon entfernt, die gleichen Rechte oder die Gleichheit für alle Menschen anzustreben, wird hinaus geschmissen wer nicht “nützlich” ist, rein gelassen wer “nützlich” ist und wieder rausgeschmissen wer nicht mehr “nützlich” ist. Damit haben sie rassistischen Angriffen Legitimität verschafft.
    Mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben sie den ArbeiterInnen nicht nur Lohndumping und Niedriglohnsektoren beschert, bzw. dem Kapital die Durchsetzung immer schärferer Akkordhetze ermöglicht, sondern auch der sozialen Demagogie faschistischer Organisationen Tür und Tor geöffnet.
    Mit der Außenpolitik haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass deutsche Truppen wieder weltweit marschieren können, sie haben zudem innerhalb der Gesellschaft soldatischen Männerbildern und Werten zu neuem Ansehen verholfen.
    Dabei verhelfen Stereotypen von “Anstand und Sauberkeit, “eisenhartem Durchgreifen”, “politischer Hygiene”, der Hetze gegen die “faulen arbeitslosen Drückeberger” und der Ruf nach “lebenslangem Wegsperren von Kinderschändern” etc. Versatzstücken rechtsradikaler Ideologie zu neuem Glanz und Gloria. Gleichzeitig wird der “Stolz, ein Deutscher zu sein” wiederentdeckt. Das dieser Stolz weniger völkisch definiert wird, sondern vielmehr standort-nationalistisch ist, macht ihn nicht besser. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass der sogenannte “Aufstand der Anständigen” mit Antifaschismus herzlich wenig zu tun hat. Statt dessen trägt er mit seiner Ideologie des “Anti-Extremismus” und “Anti-Totalitarismus” zur Formierung eines repressiven, neoliberalen Staates bei.

    Dass das “Bündnis gegen Rechtsextremismus Barsinghausen” und die Medien diesen Redebeitrag gewissenlos verschwiegen haben, macht deutlich, dass radikale Kritik an den herrschenden Verhältnissen und eine tatsächliche Analyse von der Bedeutung neofaschistischer Organisationen nicht erwünscht sind. Vielmehr geht es darum einer Kleinstadt wie Barsinghausen wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und autonome Politik auf Militanz zu reduzieren.

    :: Das System schafft sich seine eigenen Kinder

    Hand in Hand verkünden NPD, die hiesigen Medien und die Stadt Barsinghausen: “Schreckliche Gewalttätigkeiten” seien von “linken Krawallmachern” aus Hannover ausgegangen. Wie diese “schreckliche Gewalt” aussah, fragt sich die/der kritische BetrachterIn noch heute. Etwa als rund 30 Menschen versuchten ihren antifaschistischen Protest offensiv dort hinzutragen, wo dieser auch hingehört? Nämlich direkt zur NPD- Kundgebung! Sicher, diese 30 Menschen waren mit einem Transparent “bewaffnet” und gaben somit allen Grund für die Polizei gemeinsam mit den Nazis, die im Übrigen mit Flaschen und Knüppeln bewaffnet waren, auf die AntifaschistInnen einzuschlagen. Nun ja nichts neues im BRD- Alltag. Aber die Geschichte nimmt noch kein Ende. Bei dem Abmarsch der rund 50 Nazis, hatten vor allem junge AntifaschistInnen einen Blockade- Versuch unternommen. Dieser wurde brutal von der Polizei weg geprügelt. Eine Aufforderung von Seiten der Staatsmacht, die Straße zu räumen erfolgte nicht. Nicht verwunderlich, wenn Jugendliche, die zumeist ihre ersten Protesterfahrungen machen, dann zu den Steinen greifen, um sich zu wehren.

    Der Juso-Vorsitzende Markus Hugo, der gleichzeitig als Sprecher des Barsinghäuser Bündnisses auftritt, betonte während der Demonstration immer wieder die Gewaltlosigkeit und forderte sie einpeitschend von allen DemonstrantInnen ein. Dabei vergisst er die Ursachen von Gewalt und Gegengewalt zu benennen: Ist es doch die kapitalistische Gesellschaft an sich, in der die Gewalt strukturell angelegt ist und auch drakonisch durchgesetzt wird.

    Zwang und Gewalt sind weder Versehen noch Ausnahme. Jegliche “öffentliche Ordnung” wird durch gewaltgesetzte Grenzen aufrechterhalten. Zu dieser öffentlichen Ordnung gehört der Krieg wie z.B. auf dem Balkan oder in Afghanistan genauso wie die Existenz faschistischer Organisationen. Das Treiben von faschistischen Organisationen wird durch staatliche Organe wie den Verfassungsschutz gefördert. Es gibt ein Interesse an der “kontrollierten Existenz” des Neofaschismus – und somit ein Interesse an der Gewalt, die die Neonazis alltäglich ausüben:

    Neofaschistische Propaganda, wie sie z.B. mit Kundgebungen der NPD in die Öffentlichkeit getragen werden soll, spielt eine Vorreiterrolle, an deren Akzeptanz in der Bevölkerung abzusehen ist, welche administrativen Maßnahmen, beispielsweise in der Rechtsprechung, politisch durchsetzbar sind.

    Durch die Eigendynamik neofaschistischer Gruppen und der von ihnen mobilisierten Anhänger wird der militante Neofaschismus zum ausführenden Organ einer Politik der “Drecksarbeit auf der Straße”, inklusive brutalster Gewalt, deren Umsetzung durch staatliche Organe nach aktueller Rechtslage nicht möglich ist. Das Nichteingreifen der Polizei bei vielen direkten Aktionen der Faschisten, die Entpolitisierung von neofaschistischem Terror und das Märchen vom “Einzeltäter mit ungünstiger Sozialisation” durch Medien und Sozialwissenschaftler gaben und geben den Neofaschisten Handlungsfreiraum für bestimmte Zwecke in bestimmten Situationen. Die Neonazis erfüllen ihren Zweck – und gleichzeitig kann der Staat sich von ihnen distanzieren.

    Im selben Moment benutzen Politiker und Massenmedien die sich zuspitzenden Auseinandersetzungen zwischen Antifaschisten und Neofaschisten zur Manifestierung der Totalitarismusthese, nach der der Staat gleichermaßen von “Links-” und “Rechtsextremisten” bedroht wird. Der bürgerlich-demokratische Staat Bundesrepublik Deutschland – juristisch gesehen der Rechtsnachfolger des III. Reiches – ist demnach die “demokratische Mitte”, dessen Existenz ständig durch repressivere Gesetze und Vorschriften sowie einen Polizeiapparat mit immer weiter gehenden Befugnissen abgesichert werden muss.
    In diesem Sinne ist der Mord an einem Asylbewerber “verwerflich”, aber seine Abschiebung “legal”, ganz gleich, welches Schicksal in seinem Herkunftsland auf ihn wartet. Selbst bürgerliche Rechts- und Freiheitsideale werden somit immer weiter zurückgeschraubt.

    Wenn Faschismus als eine Form bürgerlicher und kapitalistischer Herrschaft begriffen wird, ist es zwangsläufig, dass der bürgerlich-kapitalistische Staat sich mehr von AntifaschistInnen als denn vom Neofaschismus bedroht sieht. Genießen die Neofaschisten die Toleranz des kapitalistischen Staates innerhalb der vermeintlich “kontrollierbaren Existenz”, zwingen sie linken und emanzipatorischen Bewegungen einen Abwehrkampf auf, in dem Kräfte gebunden werden, die sich ansonsten gegen den kapitalistischen Staat und all seine Auswüchse richten können. Auch in der Bindung dieser Kräfte verdeutlicht sich das große Interesse an der Nicht-Zerschlagung neofaschistischer Strukturen durch den Staat. Und somit auch an der Aufrechterhaltung alltäglicher Gewalt. Selbst ein NPD-Verbot wird daran nichts ändern!

    Eine “Gewaltdebatte” ohne diese politischen Hintergründe verschleiert die tatsächliche Situation. Faschismus und Krieg stehen nur formal im Gegensatz zur bürgerlichen Demokratie, die moralisch und juristisch das ausschließen muss, was sie selbst erzeugt und nach Außen vertreten muss. Hinter dieser Demokratie steht der Kapitalismus, der die Faschisten dann benötigt, wenn seine eigene Existenz in Frage gestellt ist.
    Die Gewaltfreiheit des “demokratischen Bürgers” ist daher nicht die reflektierte Gewaltlosigkeit einer emanzipierten Gesellschaft, sondern konstitutives Element der kapitalistischen Gesellschaft. Kapitalistischer Alltag bedarf eben nicht des – ständig eingeforderten – Verzichts auf “jede Gewalt”. Er verträgt lediglich diejenige Gewalt nicht, die seine Verkehrsformen beeinträchtigen, während er sich notwendig auf andere stützt. Gewalt erscheint als das ausgeschlossene der bürgerlichen Gesellschaft, als zivilisationsfeindlich und ordnungszerstörend. Gewalt erscheint aber als das Andere der demokratischen Gesellschaft, weil ihr Ausschluss aus der Gesellschaft Gewalt in einen vermeintlichen Naturzustand rückprojeziert, auf einen “Krieg Alle gegen Alle” ausgelagert wird, der von den bürgerlichen Rechtsformen zu bändigen sei, obwohl doch erst durch diese der marktliberale Kampf “Alle gegen Alle” möglich wird.

    In der kapitalistischen Gesellschaft aber erscheint Gewaltverzicht nur deshalb vernünftig und moralisch zwingend, weil sie die Vernunft und Moral der Marktwirtschaft und des freien und gleichen Warenverkehrs sind. Der Gewaltverzicht kann daher dem Individuum abverlangt werden, ohne das er Wesensmerkmal der Gesellschaft zu sein braucht, im Gegenteil; die Gewaltlosigkeit richtet sich genau nach den Kategorien kapitalistischer Vergesellschaftung aus, in der Gewalt an anderer Stelle notwendig und alltäglich bleibt. So garantiert das Gewaltmonopol des Staates nicht das Ende von Gewalt, sondern bestimmt lediglich deren Grenzen und sanktioniert dysfunktionales und destruktives Verhalten im Sinne von Warenverkehr und -produktion und ihrer notwendigen Rechtsformen.

    Wie anders kann es sein, dass gerade Kids Gewalt als Spektakel empfinden. So ist es doch ein Highlight in dieser tristen verkonsumierten Gesellschaft, wenn Mensch erlebt, sich mit anderen zu solidarisieren und gemeinsam gegen Gewalt (ob nun von Polizei oder Nazis) gewalttätig bürgerliche Grenzen überschreitet. Gerade in der Ausgrenzung durch Bürger und Medien liegt die Würze. Eine Vereinnahmung durch Kommerz und bürgerlicher Zivilgesellschaft ist hier tatsächlich nicht gegeben.

    ::Barsinghausen die 3. und kein Ende?

    Gibt es doch langläufig wichtige Tagespolitische Ereignisse, wie der Protest gegen den Krieg in Afghanistan, die rassistische Deportation von Flüchtlingen, sowie den Überwachungswahn der Herrschenden, die die radikale Linke zum Handeln zwingt, wenn da nicht auch noch die notwendige antifaschistische Selbsthilfe wäre. Offenkundig versuchen NPD und sogennante “Freie Kameradschaften” aus Barsinghausen ein Wallfahrtsort der Nazis zu produzieren, um somit jeden emanzipatorischen Ansatz in dieser Kleinstadt zu erdrücken. Dabei stoßen die Nazis durchaus auf fruchtbaren Boden, denn die “Stadtväter” von Barsinghausen machen in alter totalitaristischer Manier den Feind links aus.
    Zum 27.04.02 haben die Nazis nun wieder einen Aufmarsch angemeldet- dieses mal wollen sie bundesweit mobilisieren. Für uns gibt es dabei nur eine Antwort: Eine kraftvolle antifaschistische Demonstration weit ab von deutscher Zivilgesellschaft!

    Für das Ende kapitalistischer Gewalt!

    März 2002, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH]

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    Landtagswahl | Wählt den antifaschistischen Kampf!

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    Wahlplakat: Wählt den antifaschistischen Kampf!

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    16.03.03 | Outingaktion

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    Presse

    Artikel vom 17. Mai in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ)
    Seelze
    Sitzt ein NPD-Mann im Bus nach Frankreich?
    Die Antifaschistische Aktion Hannover (AAH) behauptet, dass ein hochrangiger NPD-Funktionär an einer Reise der Stadt Seelze in die Partnerstadt Grand Couronne in der Normandie teilnimmt. Die AAH hat nach eigenen Angaben vor der Abfahrt des Reisebusses – gestern morgen um fünf Uhr am Seelzer Rathaus – entsprechende Informationen auch an die Mitreisenden weitergegeben. Darauf hin sei es zu Empörung und Wutausbrüchen bei manchen Mitgliedern der Reisegruppe gekommen.

    86 Seelzer, dazu gehören Bürgermeister Horst Niebuhr (66), Stadtdirektor Heiger Scholz (45) und weitere hochrangige Vertreter, nehmen an der viertägigen Reise teil. Es ist der 34. Besuch seit Beginn der Städtepartnerschaft im Jahr 1969.

    Bei dem Funktionär soll es sich um einen in einem Seelzer Stadtteil wohnenden Mann handeln, der dem Vorstand des NPD-Kreisverbandes Hannover angehören soll, teilte die AAH gestern Abend per Fax mit. Der Funktionär soll auch einer der Organisatoren einer für Sonnabend, 24. Mai, in Hannover von rechtsextremen Gruppierungen angekündigten Kundgebung sein, will die AAH in Erfahrung gebracht haben.

    Die AAH behauptet außerdem, dass der Mann bereits mehrfach an solchen Reisen in die französische Partnerstadt teilgenommen hat.

    Nach Informationen der Leine-Zeitung ist das Empfangskomitee in der französischen Partnerstadt darüber informiert worden, dass sich ein vermeintlicher Rechtsextremist an Bord des Reisebusses befindet. In Grand Couronne hat die kommunistische Partei die politische Mehrheit und mit Patrice Dupray auch den Bürgermeister.

    markus kater, HAZ

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    24.05.03 | Jede Revolution hat einen Abend

    Plakat

    Plakat der [AAH] für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo

    Plakat der AAH für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo.

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    11./12.03.03 | Das Ende der Arbeit

    Plakat

    Das Plakat der AAH zur Veranstaltung

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    11./12.03.03 | Das Ende der Arbeit

    Das Plakat der AAH zur Veranstaltung

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    17.05.03 | Das Versteckspiel der Nazis

    Plakat der AAH zur Versteckspiel-Veranstaltung.

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    17.05.03 | Das Versteckspiel der Nazis

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    24.05.03 | Jede Revolution hat einen Abend

    Plakat der [AAH] für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo

    Plakat der AAH für das Solikonzert mit Audiokollaps und Chaoze One. Zum Auspannen nach der Demo.

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    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

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    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

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    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
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    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
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    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
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    Preis: 12 €

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    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
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    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

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    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Die Wut des Panthers
    von Oliver Demny
    Die Wut des Panthers beschreibt die Geschichte der Black Panther Party. Es ist die Geschichte von Rassismus, Repression und Widerstand im Herzen des Kapitalismus – den USA.
    Jenseits der „Malcom-X-Vermarktung“ wird hier die Geschichte des schwarzen Widerstands in seinen verschiedenen Facetten beschrieben, erklärt und kritisch diskutiert.

    4. ergänzte Auflage · 222 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 14 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » Antifa Info Abend 12/09

    Antifa Info Abend 12/09

    Im Rahmen des vorweihnachtlichen Antifa Info Abends zeigen wir diesmal den sozialkritischen Spielfilm “eat the rich”.

    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.

    Do. 17. Dezember 2009 | UJZ Korn | 20 Uhr

    ACHTUNG: Nach der Veranstaltung ist noch ein Konzert mit der Punkband Death Row organisiert von Karriere Konzerte.

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    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.

    Do. 17. Dezember 2009 | UJZ Korn | 20 Uhr

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    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.

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    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.

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    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.

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    Neben anspruchsvoller und zum Nachdenken anregender Filmvorführung, gibt es wie bei jedem Antifa Info Abend im Dezember Glühwein, Kekse und die Möglichkeit zum Wichteln. Also bringt die Kleinigkeiten mit, die anderen noch Freude bescheren könnten.
    ACHTUNG:
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    Der Kellner Alex bricht unter dem Stress der Prekärbeschäftigung im Luxusrestaurant “Bastards” zusammen und wird entlassen. Auf sich allein gestellt, muss er erkennen, dass die kapitalistische Verwertungslogik keinen Platz für ihn vorgesehen hat. Durch die Schikane, die er und andere Prekarisierte durch Angestellte des Arbeitsamtes erfahren, ist das Maß voll. Kurzerhand fängt er an sich mit anderen Überflüssigen gegen das menschenverachtende System namens Kapitalismus zu organisieren. Unverhoffte Unterstützung erhalten sie dabei durch den sowjetischen Agenten Fortune. Der Film eröffnet Einblicke in den Wahnsinn einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und zeigt Möglichkeiten des Widerstandes dagegen auf.

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    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

    Weitere Meldungen
    » indymedia
    » redglobe

    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf


    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

    Weitere Meldungen
    » indymedia
    » redglobe

    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf


    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der
    Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart



    Fotos




    Presse

    1. Mai 2007: Antikapitalistischer Block in Hannover
    400 Menschen demonstrieren gegen Kapitalismus und fordern „Luxus für Alle!“
    vom 01.05.07

    Heute am 1. Mai 2007 demonstrierten in Hannover 400 Menschen im Rahmen des Antikapitalistischen Blocks gegen Kapitalismus und forderten „Luxus für alle“. Nach einer lautstarken Beteiligung an der Demonstration des DGB zog der Block weiter in die Nordstadt. Sonja Brünzels von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] bewertet die Demonstration als politischen Erfolg:

    „Der Block war kraftvoll und lautstark. In Redebeiträgen und Durchsagen wurde die Kritik am herrschenden kapitalistischen System ausgedrückt. Ausserdem ist es uns gelungen den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben.“
    Der Block zog als Teil der DGB Demostration vom Freizeitheim Linden bis zum Klagesmarkt. Hier zog der Block als eigenständige Demonstration weiter. Diese wurde mit einer Kundgebung an der Lutherkirche beendet.

    Ab dem Klagesmarkt wurde der Block von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet. Das Vorgehen der Polizei kritisiert Brünzels: „Durch aufgezogenes Spalier und Reiterstaffel wurde versucht die TeilnehmerInnen zu kriminalisieren, doch die DemonstrantInnen haben sich nicht provozieren lassen.“

    In den Redebeiträgen wurde auch über den kommenden G8 Gipfel in Heiligendamm informiert. Die [AAH] mobilisiert als Teil des „…ums Ganze!“-Bündnis (www.umsganze.de.tl) zu den Protesten.
    Dazu Brünzels: „Es geht uns nicht darum den Regierungschef die Legitimität für ihr Handeln abzusprechen. Diese Legitimität ist innerhalb des kapitalistischen Systems gegeben. Wir nehmen den G8 Gipfel zum Anlass für eine radikale Gesellschaftskritik. Uns geht es ums Ganze!“

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    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer ((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet. ((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit” ((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

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    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet.((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit”((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart

    Fotos

    Presse

    Home » 01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    01.05.07 | 1. Mai in Hannover: Luxus für Alle!

    Aufruf

    Hieß der 1. Mai früher noch Internationaler ArbeiterInnen Kampftag, wird er heute nur noch “Tag der Arbeit” genannt. Diesem “Spiel der Worte” liegt auch ein tatsächlicher Bedeutungswandel zugrunde. War der 1. Mai früher noch oppositionell zum staatstragenden Kapitalismus und von einer breiten ArbeiterInnenbewegung getragen, ist er heute systemimmanent und zu einer Lobeshymne an die Lohnarbeit verkommen. Einzig ein Bruchteil der Festangestellten begeht diesen Tag noch feierlich bei dem Open Air Biertrinken und Bratwurstessen des DGB. Der prekarisierte Teil der ArbeiterInnen und die Erwerbslosen werden sich selbst überlassen.
    Forderungen wie die 10 Stundenwoche oder das Existenzgeld werden gar nicht erst formuliert, sondern im radikalsten Fall ein Mindestlohn gefordert. Solche Forderungen, die letztendlich immer eine Bitte an einen Staat sind, welcher die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsweise zu gewährleisten hat, sind jedoch zu kurz gegriffen und würden zu keiner grundlegenden Verbesserung der Situation der ArbeiterInnenschaft führen. Denn desto erfolgreicher der Kampf der ArbeiterInnen um höhere Löhne ist, desto lukrativer wird es wiederum für den Unternehmer, diese lebendige Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, um somit die Produktionskosten zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass ein Kampf für höhere Löhne oder kürzere Arbeitszeit grundfalsch wäre. Dieser Kampf darf jedoch nicht als antikapitalistisch verstanden werden, da er sich völlig systemimmanent vollzieht. Im Gegenteil geht es darum, einzusehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und die größtmögliche Kapitalverwertung keine Ziele sind auf die sich ArbeiterInnen positiv beziehen können, da sie ihren eigenen Interessen entgegen gesetzt sind. Vielmehr geht es kurzfristig darum, die Senkung des eigenen Lebensstandards nicht widerstandslos hinzunehmen und langfristig die kapitalistische Produktionsweise, welche all diese Unannehmlichkeiten immer wieder hervorbringt, zu überwinden. „Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems“. (Karl Marx). Das die „guten Dienste“ den heute dominierenden deutschen Gewerkschaften gänzlich abhanden gekommen sind ändert nichts an ihrer prinzipiellen Notwendigkeit. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Teil als ein „könnten gute Dienste tun“ gelesen werden.

    Fight the game, not the players …
    Wer im Kapitalismus lebt, muss sich an entsprechende Regeln halten und setzt damit wiederum Andere den gleichen “Sachzwängen” aus.
    Praktisch bedeutet dies, dass nicht nur die Lohnabhängigen, sondern auch diejenigen, welche über Produktionsmittel verfügen (im Folgenden nennen wir diese KapitalistInnen) sich den Spielregeln unterordnen müssen. Es ist nicht notwendigerweise der individuelle Wunsch eines Kapitalisten, die von ihm angestellten Lohnabhängigen bis an die Grenze des staatlich Zugelassenen auszubeuten. Vielmehr besteht für die KapitalistInnen der Zwang dies zu tun, um konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Existenz zu erhalten und nicht selber zum Lohnabhängigen zu werden. Das heißt natürlich nicht, dass KapitalistInnen nicht auch Arschlöcher sein können und dies auch oft sind – das gibt es genauso wie durchaus bemühte und so weit es geht „faire“ Exemplare. Diese personalisierte Kritik ist allerdings kein Ausdruck einer Kapitalismuskritik, da Kapitalismus nicht durch die Gier von KapitalistInnen bestimmt wird, sondern durch die Produktionsverhältnisse. Die Lohnabhängigen wiederum sind gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, da sie selbst nicht über Produktionsmittel verfügen. Für die Ware Arbeitskraft gilt, genau wie für alle anderen Waren, wer zum geringsten Preis das Meiste zu bieten hat, bekommt den Zuschlag. Deshalb muss auch allen klar sein, dass mit der Forderung nach einem „gesicherten, nationalen Standort“ unter dem Ausschluss von Einwanderern, objektiv niemandem geholfen wäre, da im Kapitalismus die Lohnabhängigen immer und ganz unabhängig von der Nationalität gegeneinander ausgespielt werden.
    Dementsprechend macht es auch keinen Sinn, zwischen “gutem” und “bösem” Kapital zu unterscheiden. Der einzige Unterschied der zwischen den verschiedenen KapitalistInnen besteht, ist das variierende Verhältnis von Zuckerbrot und Peitsche.

    die “Schaltzentralen der Macht”…
    Diese Erkenntnis gilt es auch auf die Mobilisierung gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm zu übertragen. Eine linke Agitation, die behauptet, in Heiligendamm würden sich die “Herrscher der Welt” treffen um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen, verkennt die strukturellen Sachzwänge der kapitalistischen Produktionsweise. Im Aufruf des …ums Ganze Bündnis, als dessen Teil die [AAH] nach Heiligendamm mobilisiert, heißt es dementsprechend:
    “Nicht weil die Gruppe der Acht die “Spinne im Netz” ist, oder die “Schaltzentrale” des “Raubtierkapitalismus”, sondern weil die G8-Gipfel als Form begriffen werden müssen, in der sich die kapitalistische Gesellschaft im Politischen reflektiert, rufen wir zum unversöhnlichen Akt der Negation auf” und weiter: “Nicht, weil die Gruppe der Acht das personifizierte Böse ist, sondern gerade weil Herrschaft im Kapitalismus im Grunde weder Namen noch Adresse hat, sollte der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden, um mit der Kapitalismuskritik aufs Ganze zu gehen”. Diese Position, die keinerlei Interesse an einer Integration in die bestehenden Verhältnisse mitbringt, ist vielleicht die unrealistischste aber mit Sicherheit die einzig vernünftige die sich angesichts der momentanen Verfasstheit der Welt formulieren lässt.

    Wir wollen mehr vom Leben als die Arbeit…
    In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Lohnarbeit ein notwendiges übel für all diejenigen, die keine Produktionsmittel besitzen und deshalb ihre eigene Arbeitskraft verkaufen müssen. Die meisten Menschen erkennen dies jedoch nicht, sondern steigern sich in eine absurde Arbeitsmoral hinein, welche die Lohnarbeit als etwas Positives präsentiert. Dieses Ideal protestantischer((Dieser Arbeitsethos entwickelte sich historisch mit der Reformation, vor allem im Puritanismus. Hier gilt auf der einen Seite das “erfolgreiche” Leben auf Erden als Zeichen für göttliche Auserwähltheit und auf der anderen Seite jede Form von Luxus und Verschwendung als Sünde. Somit wurde eine perfekte ideologische Ausstattung für das Arbeiten im Kapitalismus geschaffen)) “Arbeitsethik”, welches ein genussfreies und arbeitsreiches Leben fordert, ist von der ArbeiterInnenbewegung leider längst übernommen worden.
    Frei nach dem Motto “Jeder ist seines eignen Glückes Schmied” hängen die meisten Menschen der Idee hinterher, nur wer genug schuftet, wird es auch zu etwas bringen. Anstatt die Arbeit als das notwendige übel mit all ihren Unannehmlichkeiten zu begreifen wird Arbeit zum Teil und zum Sinn der eigenen Identität. Dem Ideal der produktiven Arbeit wird die “parasitäre” Form des Sozialschmarotzertums oder der luxuriösen “Verschwendung” entgegen gestellt. Beides dient als Erklärung für die vorhandenen sozialen Missstände. So werden gleichzeitig Sozialhilfeempfänger und Spitzenverdiener zum Feindbild des “aufrichtigen Arbeiters” erhoben. Anstatt den Luxus der Wenigen in guter protestantischer Tradition moralisch zu verurteilen kann es nur darum gehen den potentiell vorhandenen Luxus auf alle Menschen auszuweiten.

    Den Luxus vom Kapitalismus befreien!
    Luxus meint jedoch nicht (nur) Rolex und dicke Autos, also das, was uns heutzutage die vorleben, die es vermeintlich “geschafft” haben – Luxus ist mehr als das Genießen und Konsumieren von dem, was wir selber produziert haben. Natürlich ist es nett, mit der eigenen Yacht durch die Gegend zu schippern, aber es ist eben auch nur das, was uns innerhalb dieser Zustände als das luxuriöseste gestattet ist. Wenn wir also raus wollen aus diesen Verhältnissen, wenn es uns ums Ganze geht, dann wollen wir auch raus aus dem faden Luxus, dem Luxus, der beschränkt ist durch die kapitalistische Realität.
    Was für den/die Einzelne/n Luxus bedeutet, dass muss jede/r schön selber wissen.
    Aber wir wissen eins: Es geht mehr als die meisten heute glauben. Luxus ist eben nicht an Produkten festgemacht, Luxus heißt nicht, sich mehr leisten zu können als der Rest. Luxus heißt, in die Vollen gehen zu können, sich nicht begnügen zu müssen, nicht vernünftig sein zu müssen, die Möglichkeit zu haben, nach den eigenen Bedürfnissen zu leben und nicht einem krankmachenden Arbeitsethos hinterher zu rennen.
    Echter Luxus ist nur zu verwirklichen im “Verein freier Individuen” (Karl Marx), also befreit von allen kapitalistischen Beschränkungen.

    über Lohn und Ausbeutung
    Lohnarbeit ist bei der ganzen Geschichte objektiv nichts positives, da sie nicht zur Teilhabe des Arbeiters am real vorhandenen und potentiell erzeugbaren gesellschaftlichen Reichtum führen kann, also eben kein Mittel ist, um diesen Luxus für alle erreichbar zu machen. Offensichtlich sind dabei die tatsächlichen Schäden, die Lohnarbeit verursacht, indem sie einen Großteil der Arbeitenden auf lange Sicht physisch oder psychisch kaputt macht. Auf Grund der sich verschärfenden Lage auf dem Arbeitsmarkt steigt die Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen, welche aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, nahezu alles für den Kapitalisten tun würden.

    Der Lohn, der für die verkaufte Arbeitskraft gezahlt wird, entspricht nicht dem realen Wert, welcher durch die Arbeit geschaffen wird – so ist gewährleistet, dass der Lohnabhängige nicht genügend Geld zurücklegen kann, um aus der Lohnabhängigkeit abzudampfen. Tatsächlich dient der Lohn nur zur Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, indem er den notwendigen Lebensunterhalt der Lohnabhängigen deckt. Diese Aufrechterhaltung der Arbeitskraft, welche auch als Reproduktion bezeichnet wird, bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Lohnabhängigen sondern auch auf die Aufrechterhaltung der gesamten Arbeiterschaft. Damit auch langfristig gewährleistet ist, dass neue Lohnabhängige zur Produktion von Waren durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Verfügung stehen muss der Lohn somit auch für den Unterhalt der gesamten Familie ausreichen. In der so aus dem Kapitalismus entstanden Trennung von Produktionssphäre (das Lohnarbeiten) und Reproduktionssphäre (Famille, Kinder, Haushalt) hat sich historisch eine patriarchale Unterdrückung von Frauen entwickelt.
    Frauen wurde und wird dabei die Verantwortung für die vermeintlich “unproduktive”, da nicht verwertbare, Reproduktionsarbeit zugeordnet.((Eine ausführliche Analyse zu diesem Thema findet sich z.B. im Text “Sexismus – vom Allgemeinen zum Besonderen. Eine Annäherung” vom AFBL zu finden in der Phase 2.))

    Wenn “Arbeit”((Das Festhalten am Begriff Arbeit für eine nicht kapitalistische Produktionsform ist hier eigentlich irreführend. Arbeit ist als Lohnarbeit erst mit dem Kapitalismus entstanden und konstituiert sich durch eben jene Trennung zwischen Produktions- und Reproduktionssphäre mit der es zu brechen gilt. Wenn hier von “Arbeit” geredet wird dann ist somit der grundsätzlich notwendige Prozess der Produktion von Dingen gemeint.)) in einem nicht durch Lohn bedingten Herrschaftsverhältnis dazu eingesetzt würde, gesellschaftlich benötige Dinge zu produzieren, zu denen alle im gleichen Maße Zugang hätten, und nicht um Profite zu machen, dann würde “Arbeit” für jede/n Einzelne/n minimiert werden. Bei dem heutigen technischen Stand der Produktionsmittel würde so Luxus für Alle geschaffen.
    Da im Kapitalismus aber technischer Fortschritt zur Senkung der Produktionskosten – durch das Einsparen von menschlicher Arbeit – eingesetzt wird, führt dieser zum Rauswurf von ArbeiterInnen. In der kapitalistischen Gesellschaft hat außerdem nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung Zugang zum Warenmarkt, da viele noch nicht einmal ihre Arbeitskraft verkaufen können. Ihre Arbeitskraft wird schlichtweg nicht benötigt, um Profite zu schaffen. Wenn kein Profit mehr erzeugt werden müsste, könnten alle Menschen nach ihren Möglichkeiten im gleichen Maße ihre Fähigkeiten einbringen. Steht daneben der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und nicht der Profit, würde dies zu einer Bedürfnisbefriedigung Aller führen.

    Heraus zum…
    Wenn wir zum “revolutionären 1. Mai” aufrufen verbunden mit der message, endlich Schluss zu machen mit dem Kapitalismus, dann ist dabei allen klar, dass dies so nicht passieren wird. Auch am 02. Mai 2007 wird es Staat, Nation und Kapital leider weiterhin geben. Eine tatsächlich effektive antikapitalistische Praxis, die sich nicht in einzelnen symbolischen Aktionen erschöpft, sondern an der Basis ansetzt um den alltäglichen kapitalistischen Ablauf in die Bredouille zu bringen, ist uns momentan noch verwehrt. Da nichts tun jedoch keine Alternative sein kann und der Kapitalismus sich auch nicht von alleine abschaffen wird, bleibt keine andere Möglichkeit als die radikale Position immer wieder aktiv zu vermitteln und dabei deutlich zu machen, dass ein von Menschen gemachtes System auch von Menschen wieder abgeschafft werden kann.

    Heraus zum revolutionären 1. Mai!
    Kommt zum antikapitalistischen Block!

    Streetart

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    Presse

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
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    Shirts

    Refugees Welcome
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    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser
    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

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    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
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    Verfügbare Größen: S
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    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
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    Antifaschistische Aktion
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    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
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    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
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    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser

    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser

    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » [AAH] Infotisch

    [AAH] Infotisch

    Unser Infotisch hat es ins Internet geschafft. Hier könnt Ihr schon jetzt Euren Einkaufszettel für den nächsten Infotisch zusammen stellen.
    Diejenigen, die nicht so lange warten wollen, können auch online bestellen. Dazu findet ihr hier Tipps und Hinweise.
    Diese Seite wird so aktuell wie möglich gehalten, falls eure Größe trotzdem nicht dabei ist, meldet euch. Wir können die Sachen bestimmt besorgen.

    Shirts

    Refugees Welcome
    Girls Cut
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Ocker · Brustaufdruck: Refugees Welcome – Bring your families · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Stalingrad 43
    Girls Cut
    Zweiseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: “Stalingrad 43″, klein · Rückenaufdruck: “Stalingrad 43″, groß · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: L
    Preis: 12 €

    Fight Sexism, Capitalism & Racism
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Dunkelrot · Shirt-Farbe: Hellgrau
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    No Justice, No Peace
    Einseitig bedruckt · Dreifarbiger Aufdruck, Rot/Dunkelblau/Weiss · Shirt-Farbe: hellblau
    Verfügbare Größen: M, L
    Preis: 12 €

    Stateless
    Einseitig bedruckt · Einfarbiger Aufdruck, Weiss · Brustaufdruck: Stateless – No Leader – No Nations – No Borders · Shirt-Farbe: Schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 13 €

    Street Art is not a crime
    Solange der Beton nicht brennt sind Street Art & Graffiti zwei der besseren Möglichkeiten, dem grauen Alltag eine Absage zu erteilen.
    Einseitig bedruckt · Dreiarbiger Aufdruck: Pink, Schwarz, Weiss · Brustaufdruck: Street Art is not a Crime! · Farbe: schwarz
    Verfügbare Größen: S
    Preis: 12 €

    Buttons & Pins

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Zweifarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Blech · 25 mm Durchmesser · Schwarz auf Silber · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Good Night White Pride
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Wir wollen Alles!
    Blech · 25 mm Durchmesser · Einfarbig bedruckt · Verschluss: Bogennadel
    Preis: 0,80 €

    Antifaschistische Aktion
    Metallanstecker, emailliert · 25 mm Durchnmesser · Nadelverschluss
    Preis: 3 €

    Patches

    Antifaschistische Aktion
    Gestickt · zweifarbig · Logo Antifaschistische Aktion · ca. 7 cm Durchmesser

    Preis: 3 €

    Good Night White Pride
    gedruckt · zweifarbig · russische Schriftzeichen · ca. 8 cm Durchmesser
    Preis: 1 €

    Aufkleber

    30 Aufkleber (verschiedene Motive) kosten 1 €.

    Good Night White Pride
    Format: 7 x 7 cm
    Kapitalismus abschaffen
    Format: 4,5 x 14 cm
    Kein Fußbreit den Faschisten
    Format: DIN A7
    Gegen Leistungszwang
    Format: DIN A7
    No Nazis
    Format: DIN A7
    Terror per Gesetz
    Weg mit den Paragraphen 129ff – Nein zum überwachungsstaat.
    Format: DIN A7

    Bücher/Broschüren/Zeitungen

    Antifa Kalender 2010

    Stets aktuell von undogmatisch aktiven Menschen aus der Bewegung gemacht, ist der Antifa-Kalender mittlerweile ein nicht wegzudenkender Begleiter sowohl für Einsteiger/innen als auch für die Erfahrenen unter den politisch Aktiven.
    Aus dem Inhalt:

    • Die Kampagne “Angreifbare Traditionspflege” stellt sich vor
    • kommt gebraucht zurück. Eine Bilanz nach zehn Jahren Antifa-Sommer
    • Deutschland Lagerland. Innerhalb und außerhalb der EU wir ein System unterschiedlicher, sich wechselseitig ergänzender Lager aufgebaut.
    • Im Falle eines Falles ist richtig Fallen alles. Traumatisierung im Kontext politischer Arbeit.
    • 26 Jahre EZLN – 16 Jahre Aufstand in Chiapas – 100 Jahre Mexikanische Revolution: Zapatismus 2010. Emanzipatorische Praxis gegen Ausbeutung und Unterdrückung
    • Buchtipps: Lesen für die Sache …
    • This ist not a Lovesong. Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
    • Rechtshilfe. Rechte. Oder was?
    • Tipps und Tricks für Antifas. Eine kleine Einführung zur Datensicherheit
    • Service-Teil: Kalender, school’s out, Mens, Adressen …

    Format: Din A7 · 256 Seiten · Erscheinungsdatum: September 2009 · Unrast Verlag
    Preis: 7 €

    Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
    von Bini Adamczak

    Für Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind.

    Wie lässt es sich – jetzt! – fünfzehn Jahre nach dem Ende der Geschichte über das Ende der Vorgeschichte, über Kommunismus schreiben, ohne der Lächerlichkeit eines ohnmächtigen Pathos zu verfallen? Kritische Kritik + Negation der Negation? Aber: sollte sich der Kommunismus auf übelgelaunte Negation beschränken, ohne Traum und Sexappeal? Es bedarf einer kinderleichten Sprache um ein kommunistisches Begehren zu erfinden. »Den Kommunismus machen: das kann ja wohl nicht so schwer sein.«
    KOMMUNISMUS ist für alle da. Einsteigerinnen und solche, die schon immer an diesem verflixten Fetischkapitel verzweifelt sind. Artisten der Negation, praktische Kritikerinnen und jene, denen das falsche Ganze einfach als zu farblos erscheint. Die kleine Geschichte erweist den Kommunismus gänzlich unzeitgemäß als das wunderlich Einfache + Schöne. Sie folgt einem kommunistischen Begehren: dass endlich alles anders wird.
    In ihrem Nachwort skizziert die Autorin die historischen und theoretischen Koordinaten der Konstruktion eines kommunistischen Begehrens.

    Taschenbuch · 80 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 8 €

    Gestern Morgen – über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
    von Bini Adamczak

    Die lang erwartete Fortsetzung von Bini Adamczaks “Kommunismus” nimmt einen unerwarteten Verlauf. Hatte die “kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” den heimlichen Untertitel “Kommunismus für Kinder”, so wird der zweite Teil den unausgesprochenen Namen “Kommunismus für Kommunistinnen” tragen. Pünktlich zum Jahrestag der russischen Revolution führt die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917. Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: “gestern morgen”.

    Taschenbuch, 160 Seiten · Erschienen: 2007 · Unrast Verlag
    Preis: 12 €

    Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie
    von Michael Heinrich

    Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

    Erscheinungsjahr: 2004 (4. Auflage 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 220 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Internationalismus – Eine Einführung in seine Ideengeschichte
    von Moe Hierlmeier

    Das Buch bietet einen kompakten überblick zur Geschichte einer zentralen Bewegung der Linken und zugleich eine reflektierende Einführung in ihre wesentlichen Debatten sowie philosophischen und soziologischen Grundlagen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist dabei nicht die Situation in den Ländern des Trikonts, sondern die Wahrnehmung der sogenannten Dritten Welt und ihre Projektion auf die gesellschaftlichen Verhältnissen hierzulande. Vom ausgeprägten ideengeschichtlichen Optimismus der 1960er und 1970er, über die lebensphilosophischen Theoreme der 1980er bis hin zu den dialog- und konsensorientierten Ansätzen des vergangenen Jahrzehnts zeichnet der Autor die theoretischen Raster einer ebenso wichtigen wie widersprüchligen politischen Bewegung nach und fragt nach Perspektiven und neuen Denkansätzen.
    Die zweite, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage wurde durch ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen der Bewegung (Negri, Hardt, Guattari etc.) gegen die neoliberale Globalisierung erweitert.

    2. erw. Auflage (Mai 2006) · Taschenbuch-Format, broschiert · 216 Seiten · Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org
    Preis: 10 €

    Wege durch die Wüste
    Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen … trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber nicht nur einen schnellen überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.

    überarbeitete Auflage 2007 · Format: Buch, ca. Din A5 · 234 Seiten · Unrast Verlag
    Preis: 9,80 €

    Auf den Geschmack gekommen … – Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet
    von den Flying Pickets

    August 2005 – London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.
    In diesem Streik sind viele Probleme heutiger Arbeiterkämpfe schlaglichtartig zu Tage getreten. KollegInnen berichten, wie die Arbeit mit der Umstrukturierung durch die weltweit tätige Beratungsfirma McKinsey unerträglich wurde; wie sie angefangen haben, sich dagegen zu organisieren; wie die verbreitete Wut schließlich in kollektive Aktion umschlug; wie sie den Streik zu ihrer eigenen Sache gemacht haben und was danach geschah.
    Diese exemplarischen Erfahrungen stehen hiermit für zukünftige Auseinandersetzungen zur Diskussion. Das Buch liefert einen wichtigen Anstoß zur Diskussion über die Zukunft der Arbeiterbewegungen.

    Erschienen Dezember 2006 · 264 Seiten mit Fotos · Assoziation A
    Preis: 12 €

    Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit
    vom …um’s Ganze Bündnis

    In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen.
    Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.
    Der Grundlagentext des »…ums Ganze!«-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.
    In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert.
    Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht – in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

    Erschienen 2009 · 112 Seiten
    Preis: 1 €

    Autonome Nationalisten: Neonazis im Wandel
    von der Antifaschistischen Koordination Köln & Umland (AKKU)

    Sie tragen Basecaps und Kapuzenpullis, hören HipHop und propagieren den “Schwarzen Block” – innerhalb der Neonaziszene gibt es seit einigen Jahren eine neue Entwicklung: Verstärkt treten sogenannte “Autonome Nationalisten” auf. Spätestens seit dem 1. Mai 2008, als “Autonome Nationalisten” während eines Neonazi-Aufmarsches in Hamburg durch gewalttätige übergriffe auf Journalisten Schlagzeilen machten, werden auch in den Medien vermehrt die Neonazis im neuen Style wahrgenommen.
    Trotz des veränderten Auftretens sind und bleiben “Autonome Nationalisten” Neonazis – das bekommen vor allem diejenigen zu spüren, die in der Vergangenheit Opfer ihrer Angriffe wurden. Hinter der “coolen” und alternativen Erscheinung dieser Neonazis verbergen sich altbekannte extrem rechte Denkmuster. “Autonome Nationalisten” bleiben dabei als gemeinschaftliche Akteure kollektiver Gewalt nicht nur im Verborgenen, sondern üben sie auch gerade dort aus, wo die Kameras auf sie gerichtet sind.
    Die Broschüre will das Phänomen der “Autonomen Nationalisten” durchleuchten. Was ist neu an den “Autonomen Nationalisten” und was nicht? Warum verwenden sie Symboliken und Aktionsformen, die der autonomen linken Szene entlehnt sind? Welche Bedeutung hat der “Schwarze Block” für sie? Wie greifen andere Neonazis das Konzept der “Autonomen Nationalisten” auf und welche überschneidungen, Konflikte und Kooperationen gibt es insbesondere in dem Verhältnis mit der NPD? Die neonazistische “Aktionsgruppe Rheinland” wird auf ihre Inhalte untersucht. Wie eine “AN”-Szene konkret vor Ort aussehen kann, zeigt das Beispiel Aachen. Eine Einschätzung skizziert die Bedeutung von Gewalterlebnissen auf neonazistischen “Großevents” für die “Autonomen Nationalisten”. Schließlich stellen wir uns die Frage, wie eine erfolgreiche antifaschistische Intervention gegen “Autonome Nationalisten” aussehen kann.

    Erschienen 2009 · Format: Din A4 · 24 Seiten, farbige Abbildungen
    Preis: 2 €

    They Gonna Privatize the Air
    von der Antifaschistischen Linken Berlin

    Eine Broschüre über Privatisierung im allgemeinen und konkret und die Kämpfe dagegen.
    Aus der Einleitung:
    “Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole “Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!” noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: “Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!”. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits “Privatisierung” aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.”

    Erschienen im Mai 2008 · 44 Seiten
    Preis: 0,50 €

    “Unpolitisch bis zum Endsieg” – Studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität
    vom AStA der Uni Frankfurt/Main und der autonomen antifa [f]

    Reader aus Frankfurt mit gutem allgemeinen Teil zum Verbindungs(un)wesen

    Format: Din A4 · 40 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    “Die Revolution sagt: ich war, ich bin, ich werde sein” – Luxemburg und Liebknecht fürs 21.Jahrhundert
    von der Antifaschistischen Linken Berlin und dielinke.sds
    Broschüre zu Reformismus und Revolution.

    Format: Din A5 · 76 Seiten · Download
    Preis: 1 €

    Klassenbuch
    von der Antifaschistischen Linken International, Göttingen
    Broschüre zum Klassenstandpunkt und um “die Klasse wieder aus der Bücherecke [zu] holen”.

    Erschienen: Januar 2007 · Format: Din A5 · Mehr als 30 Seiten · Download
    Preis: 0,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 118, Schwerpunkt: Wahlen im Juni
    Erschienen: Mai|Juni 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 119, Schwerpunkt: Nazis gegen Krieg?
    Erschienen: Juli|August 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 120, Schwerpunkt: Südtirol als Thema der Rechten
    Erschienen: September|Oktober 2009
    Preis: 2,50 €

    Der Rechte Rand – Informationen von und für AntifaschistInnen
    Nr. 121, Schwerpunkt: Rieger tot! NPD Pleite?
    Erschienen: November|Dezember 2009
    Preis: 2,50 €

    Sonstiges

    Pocket Spray
    Der Klassiker für die Lackierarbeiten zwischendurch. Passt in Hosentaschen oder Hipbags.
    Erhältlich in den Farben: schwarz, rot, silber und weiss.
    Inhalt: 100 ml · erhältlich in vier Farben
    Preis: 3 €

    Antifa-Fahne
    Zweifarbig bedruckt: Schwarz & Rot · Größe 100 x 150 cm · Auf leichtem Fahnenstoff gedruckt · Seitliche Lasche für Fahnenstock
    Preis: 12 €

    Motoradhaube
    Für die MopedfahrerInnen unter uns oder SkifahrerInnen oder alle, die es warm haben wollen.
    Preis: 3 €

    Home » 02.03.07 | Protest gegen Nazi Konzert

    02.03.07 | Protest gegen Nazi Konzert

    Pressemitteilung

    Neonazi Konzert in Garbsen bei Hannover unter den Augen der Polizei durchgeführt

    Am Freitag, den 02.03.07 fand ein konspirativ organisiertes Neonazi Konzert in Garbsen-Meyenfeld bei Hannover statt. Ca. 80 Besucher, teils aus dem gewaltbereiten Neonazispektrum feierten den Auftritt der neonazistischen Liedermacher Annett und Michael. Die Polizei war zwar vor Ort, griff aber nicht ein. Die Antifaschistische Aktion Hannover kritisiert das Verhalten der Polizei aufs schärfste und kündigt Protestaktion an.

    Am Abend des 02.03.07 fand in der Sportgaststätte im Garbsener Stadtteil Meyenfeld ein Neonazi Konzert mit den rechtsextremen Liedermachern Anett und Michael statt. Die ca. 80 Besucher wurden über Schleusungspunkte zu der Gaststätte gelotst. Unter ihnen befanden sich bekannte und vorbestrafte Neonazis der “Nationalen Offensive Schaumburg”.

    Die Gaststätte stellte ihre Räume bereits für die “politischen Stammtische” der Republikaner Garbsen zur Verfügung. Der Republikaner Ratsherr, Karl Ingo Welke, ebenfalls aus Garbsen-Meyenfeld, wurde bekannt, als er die Republikaner verliess um sich dem “Nationalen Bündnis Region Hannover (NBRH)” anzuschließen. Am 21.05.05 wurde er zum ersten Vorsitzenden des NBRH gewählt.

    Das NBRH war der Versuch die Strategie der „Volksfront von rechts“ auf lokaler Ebene umzusetzen. Die Pressesprecherin der Gruppe, Sonja Brünzels, führt dazu aus: “Diese Strategie bedeutete vor allem den gemeinsamen Wahlantritt der rechtsextremen Parteien Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD) und der Deutschen Volksunion (DVU), aber auch eine weitergehende Zusammenarbeit mit Republikanern und auch sogenannten ,freien Kameradschaften’.”

    Nach Informationen, die der vorliegen, wurden die Räume von Gerrit Gagelmann, Mitglied der NPD Hannover, angemietet.

    Die Polizei schien im Vorfeld von dem Konzert informiert zu sein und war mit Beamte in zivil vor Ort. Ein Versuch das Konzert zu beenden wurde nicht unternommen. Die Sprecherin hierzu: “Die Polizei hat wieder einmal gezeigt, dass sie nicht in der Lage oder gewillt ist neonazistische Aktivitäten, wie in diesem Fall das Konzert, zu verhindern. Im Kampf gegen Neonazis und Faschismus können sich aktive Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht auf die Polizei verlassen.” Brünzels kündigt weiterhin Aktivitäten gegen neonazistische Umtriebe in Hannover und Umland an: “Wir werden nicht tatenlos zu sehen wie Rechtsextreme ihren Lifestyle ungehindert ausleben.”

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    02.03.07 | Protest gegen Nazi Konzert

    Pressemitteilung

    Neonazi Konzert in Garbsen bei Hannover unter den Augen der Polizei durchgeführt

    Am Freitag, den 02.03.07 fand ein konspirativ organisiertes Neonazi Konzert in Garbsen-Meyenfeld bei Hannover statt. Ca. 80 Besucher, teils aus dem gewaltbereiten Neonazispektrum feierten den Auftritt der neonazistischen Liedermacher Annett und Michael. Die Polizei war zwar vor Ort, griff aber nicht ein. Die Antifaschistische Aktion Hannover kritisiert das Verhalten der Polizei aufs schärfste und kündigt Protestaktion an.

    Am Abend des 02.03.07 fand in der Sportgaststätte im Garbsener Stadtteil Meyenfeld ein Neonazi Konzert mit den rechtsextremen Liedermachern Anett und Michael statt. Die ca. 80 Besucher wurden über Schleusungspunkte zu der Gaststätte gelotst. Unter ihnen befanden sich bekannte und vorbestrafte Neonazis der “Nationalen Offensive Schaumburg”.

    Die Gaststätte stellte ihre Räume bereits für die “politischen Stammtische” der Republikaner Garbsen zur Verfügung. Der Republikaner Ratsherr, Karl Ingo Welke, ebenfalls aus Garbsen-Meyenfeld, wurde bekannt, als er die Republikaner verliess um sich dem “Nationalen Bündnis Region Hannover (NBRH)” anzuschließen. Am 21.05.05 wurde er zum ersten Vorsitzenden des NBRH gewählt.

    Das NBRH war der Versuch die Strategie der „Volksfront von rechts“ auf lokaler Ebene umzusetzen. Die Pressesprecherin der Gruppe, Sonja Brünzels, führt dazu aus: “Diese Strategie bedeutete vor allem den gemeinsamen Wahlantritt der rechtsextremen Parteien Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD) und der Deutschen Volksunion (DVU), aber auch eine weitergehende Zusammenarbeit mit Republikanern und auch sogenannten ,freien Kameradschaften’.”

    Nach Informationen, die der vorliegen, wurden die Räume von Gerrit Gagelmann, Mitglied der NPD Hannover, angemietet.

    Die Polizei schien im Vorfeld von dem Konzert informiert zu sein und war mit Beamte in zivil vor Ort. Ein Versuch das Konzert zu beenden wurde nicht unternommen. Die Sprecherin hierzu: “Die Polizei hat wieder einmal gezeigt, dass sie nicht in der Lage oder gewillt ist neonazistische Aktivitäten, wie in diesem Fall das Konzert, zu verhindern. Im Kampf gegen Neonazis und Faschismus können sich aktive Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht auf die Polizei verlassen.” Brünzels kündigt weiterhin Aktivitäten gegen neonazistische Umtriebe in Hannover und Umland an: “Wir werden nicht tatenlos zu sehen wie Rechtsextreme ihren Lifestyle ungehindert ausleben.”

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    02.03.07 | Protest gegen Nazi Konzert

    Neonazi Konzert in Garbsen bei Hannover unter den Augen der Polizei durchgeführt

    Am Freitag, den 02.03.07 fand ein konspirativ organisiertes Neonazi Konzert in Garbsen-Meyenfeld bei Hannover statt. Ca. 80 Besucher, teils aus dem gewaltbereiten Neonazispektrum feierten den Auftritt der neonazistischen Liedermacher Annett und Michael. Die Polizei war zwar vor Ort, griff aber nicht ein. Die Antifaschistische Aktion Hannover kritisiert das Verhalten der Polizei aufs schärfste und kündigt Protestaktion an.

    Am Abend des 02.03.07 fand in der Sportgaststätte im Garbsener Stadtteil Meyenfeld ein Neonazi Konzert mit den rechtsextremen Liedermachern Anett und Michael statt. Die ca. 80 Besucher wurden über Schleusungspunkte zu der Gaststätte gelotst. Unter ihnen befanden sich bekannte und vorbestrafte Neonazis der “Nationalen Offensive Schaumburg”.

    Die Gaststätte stellte ihre Räume bereits für die “politischen Stammtische” der Republikaner Garbsen zur Verfügung. Der Republikaner Ratsherr, Karl Ingo Welke, ebenfalls aus Garbsen-Meyenfeld, wurde bekannt, als er die Republikaner verliess um sich dem “Nationalen Bündnis Region Hannover (NBRH)” anzuschließen. Am 21.05.05 wurde er zum ersten Vorsitzenden des NBRH gewählt.

    Das NBRH war der Versuch die Strategie der „Volksfront von rechts“ auf lokaler Ebene umzusetzen. Die Pressesprecherin der Gruppe, Sonja Brünzels, führt dazu aus: “Diese Strategie bedeutete vor allem den gemeinsamen Wahlantritt der rechtsextremen Parteien Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD) und der Deutschen Volksunion (DVU), aber auch eine weitergehende Zusammenarbeit mit Republikanern und auch sogenannten ,freien Kameradschaften’.”

    Nach Informationen, die der vorliegen, wurden die Räume von Gerrit Gagelmann, Mitglied der NPD Hannover, angemietet.

    Die Polizei schien im Vorfeld von dem Konzert informiert zu sein und war mit Beamte in zivil vor Ort. Ein Versuch das Konzert zu beenden wurde nicht unternommen. Die Sprecherin hierzu: “Die Polizei hat wieder einmal gezeigt, dass sie nicht in der Lage oder gewillt ist neonazistische Aktivitäten, wie in diesem Fall das Konzert, zu verhindern. Im Kampf gegen Neonazis und Faschismus können sich aktive Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht auf die Polizei verlassen.” Brünzels kündigt weiterhin Aktivitäten gegen neonazistische Umtriebe in Hannover und Umland an: “Wir werden nicht tatenlos zu sehen wie Rechtsextreme ihren Lifestyle ungehindert ausleben.”

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    Home » Kampagne 8. Mai | Damals wie heute: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

    Kampagne 8. Mai | Damals wie heute: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

    Aufruf:

    Damals wie heute gilt: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
    8. Mai – Tag des Sieges über den deutschen Faschismus
    Beteiligt euch am internationalistischen, antimilitaristischen Block!

    Niemals vergessen wir die Bilder der Mordstätten von Auschwitz und Treblinka! Niemals vergessen wir die Bilder der feiernden und jubelnden Menschen am 8. Mai 1945 in Paris, London, Moskau, Krakau und Amsterdam! Niemals vergessen wir die Profiteuren von Krieg und Vernichtung!

    Als die faschistische Wehrmacht am 8. Mai 1945 – vor 60 Jahren – kapitulieren musste, war dies für all jene Menschen, deren Länder von den Deutschen besetzt und mit unvorstellbarem Terror überzogen worden waren, ein Tag der Freude und der Befreiung. Die Nazis waren besiegt, und der Holocaust hatte ein Ende. Der 2. deutsche Welteroberungskrieg forderte über 50 Millionen Menschenleben. Sechs Millionen Jüdinnen und Juden, eine halbe Million Sinti und Roma waren in den Vernichtungslagern im Gas ermordet worden; Hunderttausende starben in der Zwangsarbeit für deutsche Konzerne wie die IG-Farben, Flick, Opel und Mercedes-Benz; dem eugenischen Rassenbild oder der bürgerlichen Sexual- und Arbeitsmoral nicht Entsprechende wurden als “unwertes Leben” getötet; genauso wie KommunistInnen, SozialdemokratInnen und alle anderen, die versuchten gegen die Nazibarbarei Widerstand zu leisten.

    Wessen Niederlage? Wessen Sieg?

    In Deutschland gab es keine Partisanenbewegung wie in Italien, Frankreich, Jugoslawien, Polen oder Griechenland. Nach der blutigen Zerschlagung der Arbeiterbewegung waren es nur die überlebenden KommunistInnen, SozialdemokratInnen und wenige bürgerliche DemokratInnen, die in den