| 2. Juni 2010 | ||
| 19:00 |
“Enisas Sehnsucht: Tagebuch eines Wiedersehens”
In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als “Zigeuner” diskriminiert und teilweise verfolgt. Aus Deutschland sollen innerhalb der nächsten vier Jahre 10 000 Angehörige der Roma-Minderheiten in den Kosovo abgeschoben werden. Roma-Organisationen und ihre Unterstützer_innen fordern hingegen ein Leben in Sicherheit und Würde für die Betroffenen hier in Deutschland.
So auch im Fall der Roma Enisa Kunert (16) und ihrer Familie. Mit sechs Jahren wurde Enisa von dem Ehepaar Kunert aus Nordhorn adoptiert. Heidi Kunert hat sich schon jahrelang intensiv um Enisa und ihre Familie gekümmert. Auch nach der Adoption hielten Enisa und ihre Pflegemutter ständigen Kontakt mit Enisas Geschwistern und ihrer Mutter. Vor fünf Jahren wurden ihre leiblichen Eltern und ihre Geschwister dann plötzlich nach Montenegro abgeschoben.
2009 hat Enisa, begleitet von einem Kamerateam des NDR, ihre Familie das erste Mal nach der langen Trennung dort besucht. Der hierbei entstandene Film von Antonella Berta dokumentiert dieses Wiedersehen. Bezug nehmend auf den Schwerpunkt Antiziganismus des diesjährigen Festivals “Contre le racisme” (07.-13.06.2010) zeigt die Basisdemokratische Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit dem Antirassistischen Plenum Hannover, dem Autonomen Feministischen Kollektiv an der Universität Hannover und dem Verein Romane Aglonipe diese Dokumentation.
Am Beispiel der Roma-Minderheit werden die verheerenden Folgen deutscher Abschiebepolitik deutlich. Nach dem Film stehen Heidi Kunert, aktiv in der Flüchtlingsarbeit und Adoptivmutter Enisas sowie Djevdet Berisa, Bleiberechtsaktivist und Vorsitzender des Vereins Romane Aglonipe für Fragen und Diskussionen bereit.
Mi. 02. Juni 2010 | Elchkeller (Schneiderberg 50) | 19 Uhr





