| 15. Oktober 2009 | ||
| 20:00 |
Am 18. Juli 1936 beginnt der spanische Bürgerkrieg mit dem Putsch der vier faschistischen Generäle. Der polnischjüdische Internationalist Michel Bortenstein reist bei Kriegsbeginn sofort nach Spanien und kämpft dort in einer Miliz der anarchosyndikalistischen CNT.
Er ist Mitglied einer trotzkistischen Gruppe in Barcelona, gibt deren Zeitung heraus und steht im Kontakt mit Mitgliedern und SprecherInnen der CNT sowie der marxistischen POUM.
Während der innerlinken Kämpfe beteiligt er sich im Mai 1937 an der Verteidigung des Casa CNT in Barcelona gegen die kommunistische Partei. Im März 1939 ist er gezwungen nach Frankreich zu fliehen. Hier wird er von den französischen Behörden interniert. Nach seiner Entlassung arbeitet er im Untergrund, wo er von der Polizei verhaftet wird. Er wird nach Auschwitz deportiert und dort am 19. August 1942 ermordet.
Der Referent wird seinen Vortrag anhand der Broschüre “Verratenes Spanien” halten. In ihr gab Bortenstein seine vielfältigen Erfahrungen und Einsichten in die militärischen Kämpfe, die wirtschaftlichen Probleme und die innerlinken Auseinandersetzungen aus der Zeit des Bürgerkriegs wieder. Zudem geht sie auf die Gründe über das Zusammenbrechen der Volksfrontregierung ein und warum das revolutionäre Katalonien fast kampflos in die Hände des Faschismus fiel.





